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Xeshra

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  • #34
Ach herrje, dann bringe mir einer doch mal so eine Narzisstin, ich werde sie schon handlen, umgekehrt eher weniger denn sie wird ja sicher bald das Weite suchen. Ich habe ein ganzes Meer von Unterstützung bei solchen Fällen und bin auch sehr grosszügig bei der Liebe.

Ihr habt ja wieder mal Problemchen...:rolleyes:
Wenn man nicht bemerkt dass nichts davon auf Einseitigkeit basiert und Veränderung klar möglich ist. Am meisten Angst habe ich vor Borderlinern, das sind die Einzigen die ich stets meide.

Klar, mit kaputtbornierten Sachen kann ich nichts anfangen, aber das betrifft auch wieder nur einen Teil der Narzissten.
 
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fleurdelis*

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  • #35
Ich kann auf mein Leben wirklich stolz sein - wenn ich stolz auf mich sein könnte. Der Selbstwert ist arg geschreddert.

Du kannst auf dich stolz sein, alleine weil du es überstanden hast .... :) Egal wie schwer es war. Aber ich kenne dein Gefühl, meine Mutter hat, als ich ein kleines Mädchen war, immer zu mir gesagt, dass alle anderen Mädchen viel hübscher und besser wären als ich. Ich bräuchte ja nicht denken, dass ich etwas bedeuten würde. Sie meinte dann, sie wolle mich vor der grausamen Welt beschützen, in der ich mal leben würde, damit ich später nicht enttäuscht sein würde..... Ich denke bis heute, dass ich nicht so bin wie andere, aber ich habe mir in langer Arbeit, meinen Selbstwert aus dem Keller geholt und es funktioniert irgendwie. Sie hat mir meinen Lebenswunsch verweigert, das hat mit meinem Beruf zu tun. Das macht mich bis heute traurig, aber ich kann mich über mein Leben heute nicht beklagen. Ich habe viel erreicht und es geht mir gut.
 
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Xeshra

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  • #37
Jetzt macht sie noch Muttchen für den verpassten Beruf verantwortlich, mir tun bald die Narzissten leid.

Ihr habt beziehungsmässig einfach nichts auf dem Kasten, daran ist kein Narzisst verantwortlich. Aber Ja, es ist ja immer jemand schuld nur nie selber (schuld).

°Grübbel°, was ist das schonwieder für ne Krankheit, ach ja es ist die "Egomanie", nahe dran am Narzissmus nur einfach von der Gesellschaft übernommen, daher massenkompatibel.
 
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IPv6

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  • #38
Hey Leuts
soviele Narzissten wie das Forum hier produziert gibts nichtmals Singles in Deutschland...

Die TE hat bestimmete Verhaltensweisen beobachtet und ein wenig im Internet gelesen und vermutet gleich Narzissmus. Daraus wurde dann sofort die Diagnose Narzissmuss.
Ich habe bisher nur gelesen, dass er eine sehr niedrige Kränkungsschwelle hat, nachtragend und extrem misstrauisch ist. Das sieht eher nach einem extrem geringen Selbbstwertgefühl aus, was mit Entwertung und Kontroll"wahn" kompensiert wird. Oftmals nach dem Motto "Besser sofort draufhauen bevor das eigene Ego leiden könnte".

Was mir halt an seinem Verhalten für das Narzisstische fehlt, ist die übermässige Selbstdarstellung, das Imponiergehabe.

Das sein Verhalten toxisch ist steht ausser Frage.


werfe locker hin: "Dann ruhe Dich aus, dann hast Du mal Deine Ruhe von uns" natürlich mit Smile - Zwinkern....
Das ist die Killer-Phrase schlechthin, egal ob mit oder ohne Smilie und seine Reaktion eher normal als unerwartet. (In seinem Fall quasi vorhersehbar ;))

@fleurdelis*
Da gibt eine hervorragende Killer-Antwort darauf:
"Gut gemeint ist schlecht gedacht" oder
"Gut gemeint ist das Gegenteil von gut"
 
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fleurdelis*

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  • #39
@fleurdelis*

Da gibt eine hervorragende Killer-Antwort darauf:
"Gut gemeint ist schlecht gedacht" oder
"Gut gemeint ist das Gegenteil von gut"

Ich werds mir merken ... :) ... Danke. Die Teilnahme und Reaktion von @Xeshra in diesem Thread, hat mir mal wieder vor Augen geführt, dass dies, was ich in diesem Thread von mir mal erzählt habe, das einzig private sein wird, was ich je berichtet habe .... und nie wieder etwas darüber schreiben werde. Forumspause.
 
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Xeshra

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  • #40
Ich finde deine Motivation fragwürdig, denn du hast trotz allem vieles selbst in der Hand. Auch sollte man mit Krankheitszuschreibungen vorsichtig umgehen, wir gehen in jüngster Zeit viel zu rabiat damit um. Ja dann machs mal gut.
 
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  • #41
Ihr habt beziehungsmässig einfach nichts auf dem Kasten, daran ist kein Narzisst verantwortlich. Aber Ja, es ist ja immer jemand schuld nur nie selber (schuld).

@Xeshra : nein, wir haben natürlich alle nix auf dem kasten. aber du hast die beziehungsweisheit gepachtet. das konnten wir ja neulich hier live und in echtzeit mitverfolgen. das war durchaus penetrant. trotzdem hat man mehr oder weniger verständnisvoll versucht, dir zu helfen. im gegenzug haust du praktisch durchweg um dich. warum so aggressiv?

@fleurdelis* : lass dich nicht ärgern. ich habe deine und die beiträge anderer foristen gelesen und sie haben mich sehr berührt. sicherlich konnte auch die TE etwas für sich mitnehmen. ich hätte auch was schreiben können, mochte aber nicht. dann kommt das nur wieder alles hoch. lassen wir uns nicht von einer einzigen person das ganze madig machen und das tun, wozu das forum da ist. jemand hat was auf dem herzen, möchte einen rat, eine meinung. die sollten wir geben, wenn wir das gefühl haben, etwas konstruktiv beitragen zu können. fertig. und wenn @Xeshra das dann zerrupft - so what. die meisten verstehen schon, was man sagen möchte ;-)
 
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  • #42
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  • #43
Mein Rat:
1.) kein Kontakt mehr!
2.) An DIR arbeiten (ihn kannst du nicht therapieren!): warum brauchte ich genau so eine toxische Beziehung?
 
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  • #44
Die völlig deplatzierten und unpassenden Kommentare von @Xeshra ignoriere ich mal geflissentlich.
Das ist schlau, kriegste das hin?
Ich werds mir merken ... :) ... Danke. Die Teilnahme und Reaktion von @Xeshra in diesem Thread, hat mir mal wieder vor Augen geführt, dass dies, was ich in diesem Thread von mir mal erzählt habe, das einzig private sein wird, was ich je berichtet habe .... und nie wieder etwas darüber schreiben werde. Forumspause.
Die Idee ist gut, aber dann bitte eine Forumspause für @Xeshra. Mit dem Thema Narzissmus und Borderline ist er leider total überfordert, warum nur?
Ich glaube, dass die vielen guten und sehr privaten und offenen Eindrücke, die ich bis jetzt lesen konnte, der TE helfen könnten und sie stärken. @fleurdelis* lass dich nur nicht von jemandem vertreiben, der sein eigenes und einziges Liebesaus in seinem Leben auch nach Wochen nicht verarbeiten kann und deshalb zurzeit überall im Forum rumstänkert, der noch nie eine Beziehung hatte, reines Bücherwissen von ihm kann eigentlich niemandem helfen. Es wäre schade, wenn so ein kleiner Troll hier so viel Unheil anrichten könnte. Einfach schreiben lassen, wenn es ihm hilft, und geflissentlich übersehen, wenn Leser sich ärgert.
 
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  • #45
Ich werds mir merken ... :) ... Danke. Die Teilnahme und Reaktion von @Xeshra in diesem Thread, hat mir mal wieder vor Augen geführt, dass dies, was ich in diesem Thread von mir mal erzählt habe, das einzig private sein wird, was ich je berichtet habe .... und nie wieder etwas darüber schreiben werde. Forumspause.
Den Gedanken hatte ich spontan ebenfalls. So weit wollte ich hier gar nicht gehen.
Aber ICH sage Danke, dass du es geschrieben hast. :)
Sicher haben viele still mitgelesen. Mich hat es überrascht, was dieser Thread an ernsthaften und persönlichen Geschichten hervorgebracht hat und wieviele sich spontan angesprochen fühlten. Vergiss dieses Dauerstörfeuer.

Also @fleurdelis* - ich hoffe, bis bald :)
 
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  • #46
@Connection Herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für deinen Beitrag, der sehr offen und sehr mutig ist!
Ja, ich kenne das auch, und seitdem ich mich über Narzissmus informiert habe, stelle ich verwundert fest, wie viele Menschen direkt und indirekt betroffen sind. Ich dachte schon nach deinen ersten Absätzen an Narzissmus. Ich stimme auch der Einschätzung von @IPv6 nicht zu, dass es sich möglicherweise nicht um diese Form der Persönlichkeitsstörung handelt. Sicherlich gibt es verschiedene Formen und Ausprägungen, und es müssen ja nicht bei jedem alle Punkte erfüllt sein.
Ich bin auf Dauer überhaupt nicht damit klar gekommen. Ich habe alles mögliche versucht, um mit dem Verhalten des betroffenen Menschen zurechtzukommen, nichts hat funktioniert. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich damals nicht wusste, dass es sich um eine NPS handelt, und auch dass die Betroffene vermutlich keine Einsicht hat, sonst hätte es vielleicht Möglichkeiten gegeben. Am Ende wurde ich von dem Stress tatsächlich physisch krank und wurde mehrmals mit akuten Herzproblemen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert, bis ich medikamentös richtig eingestellt war. Obwohl ich meiner damaligen Frau mehrfach gesagt habe, dass mich die Situation krank macht, und dass mir über kurz oder lang nur die Trennung bleibt, war es ihr nicht möglich, etwas zu ändern. Nach der Trennung ging es mir bald besser und schon nach wenigen Monaten konnte ich die Medikamente absetzen und bin seitdem beschwerdefrei.
Mit der Frage, wie es kommt, dass man sich auf einen Narzissten einlässt und das Ganze über einen längeren Zeitraum mitmacht, habe ich mich auch viel beschäftigt, und das war wirklich ein dicker Brocken! Klar, als die Störungen immer schlimmer wurden, waren wir bereits verheiratet und hatten ein Kind zusammen, das alleine führt ja dann schon dazu, dass man mehr mitmacht als bei einer weniger verbindlichen Beziehung. Und meine Exfrau war auch durchaus faszinierend und natürlich gab es auch immer schöne Zeiten, wenngleich diese im Verhältnis immer weniger wurden. Wie @fleurdelis* geschrieben hat, weiß ein Narzisst vermutlich instinktiv, wie er dich packen und manipulieren kann. Wobei ich glaube, dass das gar nicht so bewusst passiert, sondern der Narzisst tatsächlich auch das glaubt, was er dir so überzeugend erzählt. Bei mir gab es zwei Aspekte, bei denen Knöpfe gut gedrückt werden können: 1. Ich bin so ein Kümmerertyp. Damit kann man mich wirklich hervorragend für seine Zwecke einspannen. (Natürlich gehe ich inzwischen bewusst damit um und verweigere mich mitunter entgegen meinen Impulsen.) 2. Ich bin ein Mensch, der zuerst mal bei sich selber schaut. Ich nehme Kritik immer ernst und ziehe in Betracht, dass diese berechtigt ist und "der Fehler" wirklich bei mir liegt. (Auch hier habe ich gelernt, dass ich nicht alles annehmen muss, was mir vorgeworfen wird.) Meine Exfrau ist sehr intelligent und rhetorisch geschickt, im Nachhinein bin ich wirklich erstaunt, was ich ihr alles abgekauft habe! Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass ich diesen Aspekt jemandem, der keine Erfahrung damit hat, nicht wirklich begreiflich machen kann.
Ich glaube auch, dass diese Störung nicht therapierbar ist, das habe ich auch oft gelesen. Bei meiner Exfrau würde ich sogar sagen, dass sie nicht in der Lage ist, überhaupt zu erkennen, dass sie eine Störung hat. Und das, obwohl sie mit vielen Menschen massive Beziehungsprobleme hat, auch im engsten Umfeld und in der Familie. Ein interessanter Aspekt für mich, denn ich habe mich dann eine Zeit lang gefragt, ob ich gar selbst unter einer Störung leide die eich einfach nicht erkennen kann. Zum Glück sprechen viele Indizien dafür, dass ich relativ normal ticke.
Ernst gemeinte Nachfrage: Kann sie es empfinden, wenn man ihr ebenso verletzendes Verhalten entegenbringt (nicht unbedingt dasselbe, aber etwas, was sie genau so treffen sollte)?
Die Frage finde ich interessant, aber vermutlich schwer zu beantworten, da der Narzisst selber ja überempfindlich ist und sich sogar schlechte Behandlung einbildet. Da ich mich nach der Trennung damit befassen musste, wie unsere Tochter mit der Situation klarkommt, habe ich diesen Aspekt so beantwortet: Wenn man meiner Exfrau ihr Verhalten in einem Buch bzw. Film o. ä. zeigen würde, bin ich ganz sicher, dass sie zutiefst erschüttert wäre. Nur bei sich selbst kann sie es nicht sehen.
Für mich (und ich glaube auch für meine Tochter) war es sehr hilfreich, sich bewusst zu machen, dass die Betroffene nichts dafür kann, dass sie diese Störung hat. Und auch die Ansicht, dass sie es nicht ändern kann und wir bei ihr keine Einsicht erwirken können, hat viel Druck weggenommen.
@fleurdelis* Deine Sicht auf das Thema hätte ich jetzt besonders interessant gefunden, da es für mich sehr schwierig ist, bezüglich dieser Frage meine Tochter zu stützen und ihr beim extrem schwierigen Umgang mit ihrer Mama zu helfen. Von daher finde ich es sehr schade, wenn auch verständlich, dass du dich hast vertreiben lassen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar, das gilt natürlich allen Betroffenen.
Und danke an alle, die sich hier geöffnet und berichtet haben!
 
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Mestalla

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  • #47
@Connection Herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für deinen Beitrag, der sehr offen und sehr mutig ist!
Ja, ich kenne das auch, und seitdem ich mich über Narzissmus informiert habe, stelle ich verwundert fest, wie viele Menschen direkt und indirekt betroffen sind. Ich dachte schon nach deinen ersten Absätzen an Narzissmus. Ich stimme auch der Einschätzung von @IPv6 nicht zu, dass es sich möglicherweise nicht um diese Form der Persönlichkeitsstörung handelt. Sicherlich gibt es verschiedene Formen und Ausprägungen, und es müssen ja nicht bei jedem alle Punkte erfüllt sein.
Ich bin auf Dauer überhaupt nicht damit klar gekommen. Ich habe alles mögliche versucht, um mit dem Verhalten des betroffenen Menschen zurechtzukommen, nichts hat funktioniert. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich damals nicht wusste, dass es sich um eine NPS handelt, und auch dass die Betroffene vermutlich keine Einsicht hat, sonst hätte es vielleicht Möglichkeiten gegeben. Am Ende wurde ich von dem Stress tatsächlich physisch krank und wurde mehrmals mit akuten Herzproblemen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert, bis ich medikamentös richtig eingestellt war. Obwohl ich meiner damaligen Frau mehrfach gesagt habe, dass mich die Situation krank macht, und dass mir über kurz oder lang nur die Trennung bleibt, war es ihr nicht möglich, etwas zu ändern. Nach der Trennung ging es mir bald besser und schon nach wenigen Monaten konnte ich die Medikamente absetzen und bin seitdem beschwerdefrei.
Mit der Frage, wie es kommt, dass man sich auf einen Narzissten einlässt und das Ganze über einen längeren Zeitraum mitmacht, habe ich mich auch viel beschäftigt, und das war wirklich ein dicker Brocken! Klar, als die Störungen immer schlimmer wurden, waren wir bereits verheiratet und hatten ein Kind zusammen, das alleine führt ja dann schon dazu, dass man mehr mitmacht als bei einer weniger verbindlichen Beziehung. Und meine Exfrau war auch durchaus faszinierend und natürlich gab es auch immer schöne Zeiten, wenngleich diese im Verhältnis immer weniger wurden. Wie @fleurdelis* geschrieben hat, weiß ein Narzisst vermutlich instinktiv, wie er dich packen und manipulieren kann. Wobei ich glaube, dass das gar nicht so bewusst passiert, sondern der Narzisst tatsächlich auch das glaubt, was er dir so überzeugend erzählt. Bei mir gab es zwei Aspekte, bei denen Knöpfe gut gedrückt werden können: 1. Ich bin so ein Kümmerertyp. Damit kann man mich wirklich hervorragend für seine Zwecke einspannen. (Natürlich gehe ich inzwischen bewusst damit um und verweigere mich mitunter entgegen meinen Impulsen.) 2. Ich bin ein Mensch, der zuerst mal bei sich selber schaut. Ich nehme Kritik immer ernst und ziehe in Betracht, dass diese berechtigt ist und "der Fehler" wirklich bei mir liegt. (Auch hier habe ich gelernt, dass ich nicht alles annehmen muss, was mir vorgeworfen wird.) Meine Exfrau ist sehr intelligent und rhetorisch geschickt, im Nachhinein bin ich wirklich erstaunt, was ich ihr alles abgekauft habe! Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass ich diesen Aspekt jemandem, der keine Erfahrung damit hat, nicht wirklich begreiflich machen kann.
Ich glaube auch, dass diese Störung nicht therapierbar ist, das habe ich auch oft gelesen. Bei meiner Exfrau würde ich sogar sagen, dass sie nicht in der Lage ist, überhaupt zu erkennen, dass sie eine Störung hat. Und das, obwohl sie mit vielen Menschen massive Beziehungsprobleme hat, auch im engsten Umfeld und in der Familie. Ein interessanter Aspekt für mich, denn ich habe mich dann eine Zeit lang gefragt, ob ich gar selbst unter einer Störung leide die eich einfach nicht erkennen kann. Zum Glück sprechen viele Indizien dafür, dass ich relativ normal ticke.

Die Frage finde ich interessant, aber vermutlich schwer zu beantworten, da der Narzisst selber ja überempfindlich ist und sich sogar schlechte Behandlung einbildet. Da ich mich nach der Trennung damit befassen musste, wie unsere Tochter mit der Situation klarkommt, habe ich diesen Aspekt so beantwortet: Wenn man meiner Exfrau ihr Verhalten in einem Buch bzw. Film o. ä. zeigen würde, bin ich ganz sicher, dass sie zutiefst erschüttert wäre. Nur bei sich selbst kann sie es nicht sehen.
Für mich (und ich glaube auch für meine Tochter) war es sehr hilfreich, sich bewusst zu machen, dass die Betroffene nichts dafür kann, dass sie diese Störung hat. Und auch die Ansicht, dass sie es nicht ändern kann und wir bei ihr keine Einsicht erwirken können, hat viel Druck weggenommen.
@fleurdelis* Deine Sicht auf das Thema hätte ich jetzt besonders interessant gefunden, da es für mich sehr schwierig ist, bezüglich dieser Frage meine Tochter zu stützen und ihr beim extrem schwierigen Umgang mit ihrer Mama zu helfen. Von daher finde ich es sehr schade, wenn auch verständlich, dass du dich hast vertreiben lassen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar, das gilt natürlich allen Betroffenen.
Und danke an alle, die sich hier geöffnet und berichtet haben!

Liebe Wolke, ein schöner Beitrag und du sprichst mir ein wenig aus der Seele. Sehr viel von dem, was du geschrieben hast, trifft auch auf meine Ex-Frau zu. Nur schreibe ich darüber hier nicht, weil man hier sehr schnell die "Mieser Charakter, wer schlechtes über die Ex schreibt"-Keule drüber gebraten bekommt.
 
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  • #48
Einen wunderschönen guten Morgen!
Kann es sein, dass man beim Online-Dating in überrepräsentativer Weise auf Narzissten trifft? Zumindest nehme ich wahr, dass hier sehr viele Menschen nur um sich selbst kreisen. Kann man bereits in den Profilen erahnen. Und deswegen bin ich auch nicht mehr geneigt über die Kündigungsfrist hinaus weiterhin aktiv beim Online-Dating teilzunehmen.
 
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  • #49
@Connection Herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für deinen Beitrag, der sehr offen und sehr mutig ist!
Ja, ich kenne das auch, und seitdem ich mich über Narzissmus informiert habe, stelle ich verwundert fest, wie viele Menschen direkt und indirekt betroffen sind. Ich dachte schon nach deinen ersten Absätzen an Narzissmus. Ich stimme auch der Einschätzung von @IPv6 nicht zu, dass es sich möglicherweise nicht um diese Form der Persönlichkeitsstörung handelt. Sicherlich gibt es verschiedene Formen und Ausprägungen, und es müssen ja nicht bei jedem alle Punkte erfüllt sein.
Ich bin auf Dauer überhaupt nicht damit klar gekommen. Ich habe alles mögliche versucht, um mit dem Verhalten des betroffenen Menschen zurechtzukommen, nichts hat funktioniert. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich damals nicht wusste, dass es sich um eine NPS handelt, und auch dass die Betroffene vermutlich keine Einsicht hat, sonst hätte es vielleicht Möglichkeiten gegeben. Am Ende wurde ich von dem Stress tatsächlich physisch krank und wurde mehrmals mit akuten Herzproblemen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert, bis ich medikamentös richtig eingestellt war. Obwohl ich meiner damaligen Frau mehrfach gesagt habe, dass mich die Situation krank macht, und dass mir über kurz oder lang nur die Trennung bleibt, war es ihr nicht möglich, etwas zu ändern. Nach der Trennung ging es mir bald besser und schon nach wenigen Monaten konnte ich die Medikamente absetzen und bin seitdem beschwerdefrei.
Mit der Frage, wie es kommt, dass man sich auf einen Narzissten einlässt und das Ganze über einen längeren Zeitraum mitmacht, habe ich mich auch viel beschäftigt, und das war wirklich ein dicker Brocken! Klar, als die Störungen immer schlimmer wurden, waren wir bereits verheiratet und hatten ein Kind zusammen, das alleine führt ja dann schon dazu, dass man mehr mitmacht als bei einer weniger verbindlichen Beziehung. Und meine Exfrau war auch durchaus faszinierend und natürlich gab es auch immer schöne Zeiten, wenngleich diese im Verhältnis immer weniger wurden. Wie @fleurdelis* geschrieben hat, weiß ein Narzisst vermutlich instinktiv, wie er dich packen und manipulieren kann. Wobei ich glaube, dass das gar nicht so bewusst passiert, sondern der Narzisst tatsächlich auch das glaubt, was er dir so überzeugend erzählt. Bei mir gab es zwei Aspekte, bei denen Knöpfe gut gedrückt werden können: 1. Ich bin so ein Kümmerertyp. Damit kann man mich wirklich hervorragend für seine Zwecke einspannen. (Natürlich gehe ich inzwischen bewusst damit um und verweigere mich mitunter entgegen meinen Impulsen.) 2. Ich bin ein Mensch, der zuerst mal bei sich selber schaut. Ich nehme Kritik immer ernst und ziehe in Betracht, dass diese berechtigt ist und "der Fehler" wirklich bei mir liegt. (Auch hier habe ich gelernt, dass ich nicht alles annehmen muss, was mir vorgeworfen wird.) Meine Exfrau ist sehr intelligent und rhetorisch geschickt, im Nachhinein bin ich wirklich erstaunt, was ich ihr alles abgekauft habe! Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass ich diesen Aspekt jemandem, der keine Erfahrung damit hat, nicht wirklich begreiflich machen kann.
Ich glaube auch, dass diese Störung nicht therapierbar ist, das habe ich auch oft gelesen. Bei meiner Exfrau würde ich sogar sagen, dass sie nicht in der Lage ist, überhaupt zu erkennen, dass sie eine Störung hat. Und das, obwohl sie mit vielen Menschen massive Beziehungsprobleme hat, auch im engsten Umfeld und in der Familie. Ein interessanter Aspekt für mich, denn ich habe mich dann eine Zeit lang gefragt, ob ich gar selbst unter einer Störung leide die eich einfach nicht erkennen kann. Zum Glück sprechen viele Indizien dafür, dass ich relativ normal ticke.

Die Frage finde ich interessant, aber vermutlich schwer zu beantworten, da der Narzisst selber ja überempfindlich ist und sich sogar schlechte Behandlung einbildet. Da ich mich nach der Trennung damit befassen musste, wie unsere Tochter mit der Situation klarkommt, habe ich diesen Aspekt so beantwortet: Wenn man meiner Exfrau ihr Verhalten in einem Buch bzw. Film o. ä. zeigen würde, bin ich ganz sicher, dass sie zutiefst erschüttert wäre. Nur bei sich selbst kann sie es nicht sehen.
Für mich (und ich glaube auch für meine Tochter) war es sehr hilfreich, sich bewusst zu machen, dass die Betroffene nichts dafür kann, dass sie diese Störung hat. Und auch die Ansicht, dass sie es nicht ändern kann und wir bei ihr keine Einsicht erwirken können, hat viel Druck weggenommen.
@fleurdelis* Deine Sicht auf das Thema hätte ich jetzt besonders interessant gefunden, da es für mich sehr schwierig ist, bezüglich dieser Frage meine Tochter zu stützen und ihr beim extrem schwierigen Umgang mit ihrer Mama zu helfen. Von daher finde ich es sehr schade, wenn auch verständlich, dass du dich hast vertreiben lassen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar, das gilt natürlich allen Betroffenen.
Und danke an alle, die sich hier geöffnet und berichtet haben!
Danke Wolke. Du hast das wunderbar beschrieben und auf den Punkt gebracht. Es entspricht vollkommen meinem Erleben. Und berührt mich heute sehr. Bisschen zuviel ... aber so ist das halt.

Deine Tochter hat den großen Vorteil, dass sie einen Vater hat, der die Situation (er)kennt. Denn wie du richtig erwähnt hast, so eine Situation kann man von außen nicht erfassen. Als Kind (im weitesten Sinne) ist man da schnell sehr alleine, sogar isoliert, übernimmt vielleicht sogar Verantwortung. Die Loyalität zur Mutter und die starke Bindung lassen ja nicht zu, offen darüber zu reden (@Mestalla - sich mit solchen Problemen zu offenbaren - wenn vielleicht auch nicht gerade hier - ist kein schlecht-über-jemanden-reden, das musste ich erst lernen).

Aber mit dir Wolke kann deine Tochter sich austauschen und findet Halt. Das ist enorm wichtig, denn die Mutter kann diesen nicht geben (auch wenn sie ihre Tochter auf ihre Art lieb hat und überzeugt ist, alles für sie zu tun). Damit kannst du ihr auch ein zu tiefes "Eintauchen" in diese Abwärtsspirale von mangelndem Selbstwert, Zweifeln usw. "ersparen".

Zudem kann es ein Trost für deine Tochter sein zu wissen, dass es sich um ein Krankheitsbild handelt. Es erleichtert, eine gesunde Distanz aufzubauen, ohne schlechtes Gewissen und Selbstzweifel.
Wie du selber geschrieben hast, es läuft ja dem eigenen Anspruch an Loyalität, Sichkümmern usw. zuwider.
Aber es klingt, als könntest du (inzwischen) sehr reflektiert und konstruktiv mit der Situation umgehen. Da mache ich mir um deine Tochter nicht so viele Sorgen. Das kriegt ihr hin. :)



 
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  • #50
oh mann.....gut, dass ich hier doch mal reingeklickt habe. mochte erst nicht, weil ich mir schon grob denken konnte, wohin es thematisch geht...und ich habe das auch so ähnlich hinter mir und einige jahre ertragen. bitte versteht mich nicht falsch, aber es tut so gut zu lesen, dass man nich der einzige ist, der es nicht früh genug geschafft hat auszusteigen. dass ich nicht die einzige bin, die sich 1000 mal gefragt hat: warum hab ich das hingenommen? nicht die einzige, die darüber krank geworden ist.

aber eben auch nicht die einzige, die es geschafft hat, sich aus einer solch destruktiven beziehung zu lösen. in diesem sinne, @Connection: du bist nicht allein. und du wirst es schaffen. halte dich an menschen, dir dir wohlgesinnt sind und die zu dir - nicht zu ihm - halten. da ihr ja noch nicht so eng verbandelt seid, stehen die chancen ja ganz gut, dass er nicht bereits deine halbe verwandschaft bzw. freunde auf seine seite gezogen hat (leider ist das ja oft der fall).
 
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  • #51
Liebe Wolke, ein schöner Beitrag und du sprichst mir ein wenig aus der Seele. Sehr viel von dem, was du geschrieben hast, trifft auch auf meine Ex-Frau zu. Nur schreibe ich darüber hier nicht, weil man hier sehr schnell die "Mieser Charakter, wer schlechtes über die Ex schreibt"-Keule drüber gebraten bekommt.
Lieber Mestalla, vielen Dank. Nein, ich glaube nicht, dass hier jemand mit der Keule kommt. (Und wenn schon?) Wir wissen ja um die Störung bei den Betroffenen und daher verurteilen wir sie nicht und sprechen respektvoll über sie. Mich würde auch deine Erfahrung und dein Umgang damit interessieren...
 
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  • #52
Danke Wolke. Du hast das wunderbar beschrieben und auf den Punkt gebracht. Es entspricht vollkommen meinem Erleben. Und berührt mich heute sehr. Bisschen zuviel ... aber so ist das halt.

Deine Tochter hat den großen Vorteil, dass sie einen Vater hat, der die Situation (er)kennt. Denn wie du richtig erwähnt hast, so eine Situation kann man von außen nicht erfassen. Als Kind (im weitesten Sinne) ist man da schnell sehr alleine, sogar isoliert, übernimmt vielleicht sogar Verantwortung. Die Loyalität zur Mutter und die starke Bindung lassen ja nicht zu, offen darüber zu reden (@Mestalla - sich mit solchen Problemen zu offenbaren - wenn vielleicht auch nicht gerade hier - ist kein schlecht-über-jemanden-reden, das musste ich erst lernen).

Aber mit dir Wolke kann deine Tochter sich austauschen und findet Halt. Das ist enorm wichtig, denn die Mutter kann diesen nicht geben (auch wenn sie ihre Tochter auf ihre Art lieb hat und überzeugt ist, alles für sie zu tun). Damit kannst du ihr auch ein zu tiefes "Eintauchen" in diese Abwärtsspirale von mangelndem Selbstwert, Zweifeln usw. "ersparen".

Zudem kann es ein Trost für deine Tochter sein zu wissen, dass es sich um ein Krankheitsbild handelt. Es erleichtert, eine gesunde Distanz aufzubauen, ohne schlechtes Gewissen und Selbstzweifel.
Wie du selber geschrieben hast, es läuft ja dem eigenen Anspruch an Loyalität, Sichkümmern usw. zuwider.
Aber es klingt, als könntest du (i zwischen) sehr reflektiert und konstruktiv mit der Situation umgehen. Da mache ich mir um deine Tochter nicht so viele Sorgen. Das kriegt ihr hin. :)
Ich danke dir für deinen schönen und ermutigenden Beitrag! Zum Glück hat unsere Tochter viel Kraft und Stärke und (in ihrem zarten Alter!) schon eine sehr coole Art gefunden, mit ihrer Mama umzugehen. Ihr geht es inzwischen gut und ihr gelingt es, die Beziehung mit der Mutter so zu gestalten, dass sie damit zurechtkommt.
Für mich war es schon schwierig, mit ihr darüber zu reden, weil ich ja das Verhältnis zu ihrer Mama nicht verschlechtern und meiner Tochter nicht das Gefühl geben wollte, schlecht über die Mama zu reden. Ihr offen zu sagen, dass die Mama krank ist und ihr damit begreiflich zu machen, dass das Problem nicht bei ihr liegt (und sie völlig in Ordnung ist!), war im Nachhinein wohl das Beste, was ich tun konnte. Auf mich macht sie heute einen fröhlichen und selbstbewussten Eindruck. Im Grunde ist sie mit der Situation besser zurechtgekommen als ich, auch wenn sie letzten Endes entschieden hat, auch nicht mehr mit Mama zusammenwohnen zu wollen.
 
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  • #53
dass man nich der einzige ist, der es nicht früh genug geschafft hat auszusteigen.
Oh nein, es gibt so viele, die das lange ertragen! Und mir hilft es, aus dem Zeitpunkt des Ausstiegs die Bewertung (zu lange, zu spät) rauszunehmen. Der Zeitpunkt war bestimmt genau der richtige. Wer weiß, was mit meiner Frau und oder meiner Tochter passiert wäre, wenn ich früher ausgestiegen wäre? Selbst der Vorwurf an mich, ich hätte mich überhaupt nicht erst einlassen dürfen, ist (inzwischen) verblasst. Davon abgesehen, dass es dann meine wunderbare Tochter nicht gäbe, hat mir trotz all den Problemen die Beziehung mit meiner Exfrau auch viel Gutes gebracht. Trotz ihrer Störung war sie für mich und meine persönliche Entwicklung eine große Bereicherung!
 
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Mestalla

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  • #54
Lieber Mestalla, vielen Dank. Nein, ich glaube nicht, dass hier jemand mit der Keule kommt. (Und wenn schon?) Wir wissen ja um die Störung bei den Betroffenen und daher verurteilen wir sie nicht und sprechen respektvoll über sie. Mich würde auch deine Erfahrung und dein Umgang damit interessieren...

Meinen Umgang damit würde ich in wenigen Worten so beschreiben:
Während der Ehe: ein innerer Rückzug verbunden mit der Hoffnung, dass die vielen Dinge, die uns verbinden, die Ehe zusammenhalten.
Nach der Ehe: viele Bücher lesen und ein Verständnis dafür entwickeln, warum sie so ist wie sie ist.

Sie war unerwünschtes Kind, hat als junge Frau abgetrieben und dann ist ihr mit mir der Kinderwunsch unerfüllt geblieben. Und sie hasste ihren Vater (der vor wenigen Wochen verstorben ist). Für mich als Laien ist das Verhältnis zu ihrem Vater ein Schlüssel für ihre Probleme und zum Glück hat sie sich an seinem Sterbebett noch mit ihm ausgesöhnt. Ich hoffe sehr für sie, dass das eine Wende in ihrem Leben ist, aber ich habe Zweifel.
 
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  • #56
Danke dir @Mestalla
Ich habe während der Ehe alles versucht: Verständnis zeigen, Diskutieren, Kontra geben, Rückzug, Verletztheit zeigen, alle Schuld auf mich nehmen, Wut (keine Gewalt!), Drohungen, Versprechungen, Spielchen, die ganze mir zur Verfügung stehende Palette an Manipulationen usw. Ich habe nie eine Möglichkeit gefunden, die irgendwie zu mehr Harmonie oder sonstwie zur Beruhigung geführt hätte. Eine Zeit lang dachte ich, ich hätte viel früher Grenzen ziehen müssen, aber wahrscheinlich hätte das dann eben auch zur Trennung geführt.
Natürlich frage ich mich, wie es gelaufen wäre, wenn ich damals schon verstanden hätte, was wirklich vorliegt, und ob ich dann einen Weg gefunden hätte. @fleurdelis* schrieb ja, dass das durchaus möglich ist. Und in manchen Situationen musst du ja auch einen Weg finden, weil du keine Wahl hast, zB als Kind.
 
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*Andrea*

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  • #57
Es ist ein grosses Leid für alle Beteiligten, wenn solche Muster und Dynamiken da sind. Das über längere Zeit mitmachen zu müssen ist schrecklich und es ist verständlich, wenn darunter auch die Gesundheit leidet. Da ist es sicher wichtig, als Erstes zu lernen, gut für sich selbst zu sorgen und sich zu schützen. Da sind auch Beziehungsabbrüche verständlich und oft dringend notwendig.

Wenn man solchen Mustern und Dynamiken ärztliche Diagnosen verpasst, dann kann das hilfreich sein, um zu merken, dass auch auf der anderen Seite viel Leid da ist oder dass es eben nicht einfach anders gemacht werden kann, selbst wenn man es wollte. Doch Diagnosen - vor allem solche, die in der Öffentlichkeit extrem negativ und abwertend benutzt werden - haben auch problematische Seiten. Und wenn alle sagen: wenn da ein Narzisst ist, renne weg! Und dann noch, dass diese Störung unheilbar, untherapierbar sei, dann muss man sich auch nicht wundern, dass es für Betroffene schier unmöglich ist, zu akzeptieren, dass sie ein solches Problem mit sich herumtragen.

Ich glaube nicht, dass es untherapierbar ist. Ich glaube, dass es sehr schwer ist - auch angesichts dieser brutalen Stigmatisierung - einzugestehen, dass man davon betroffen ist, und dass es eine lange, lange Auseinandersetzung damit braucht. Gleichzeitig braucht es aber eben nicht nur die Auseinandersetzung, sondern auch andere, positivere Beziehungserfahrungen (nich unbedingt in Partnerschaft, sondern allgemein, und sei es "nur" mit einem Therapeuten), denn die Wurzel des Übels ist ja eine extrem schwierige diesbezügliche Geschichte. Wer narzisstisch funktioniert, tut dies ja auf eine Art in einem dysfunktionalen Schutzmodus, um so schwere Verletzungen zu vermeiden, wie er/sie sie wohl als Kind erlebt hat.
Nun gibt es auch die Vorstellung, dass es zwei verschiedene Typen von Narzissmus gibt und dass diese sich oft in Beziehungen zusammenfinden, weil sie sich ergänzende Muster haben. Ich sage das nicht, um die Partner zu pathologisieren, ich finde ja Diagnosen grundsätzlich problematisch. Aber es ist schwierig, sich darüber anders zu verständigen als mit gewissen Labels. Diese von den Mustern, die hauptsächlich unter Narzissmus verstanden werden, angezogenen Menschen haben oft auch selbst aus eigenen sehr schwierigen Erfahrungen heraus eigene dysfunktionale Muster entwickelt, deren Verstehenlernen und Verändernlernen schmerzhaft und langwierig sein kann.

Für alle Beteiligten wäre es hilfreich und heilsam, neben dem Akzeptieren, dass man da ein Problem aufgebürdet erhalten hat, und dem klaren Willen, daran etwas zu ändern, so schmerzhaft und anstrengend es auch sein wird, andere, bessere Beziehungserfahrungen zu machen, welche die grossen inneren Löcher langsam, langsam auffüllen, können, die entstanden sind, weil in der Kindheit tiefe menschliche Grundbedürfnisse nach Liebe, Akzeptanz und Anerkennung nicht erfüllt, sondern auf schreckliche Weise missachtet wurden.

Leider erweist sich diesbezüglich oft nicht einmal die Psychiatrie als hilfreich. Stattdessen verstärkt sie Stigmatisierung, Hoffnungslosigkeit und oft auch die angehäuften negativen Erfahrungen. Das ist in meinen Augen ein schlimmes Versagen.

Mich spricht als hilfreicher Ansatz zum Verstehen und als Ausgangslage um zu verändern die Sichtweise von Rainer Sachse an. Er sieht Persönlichkeitsstörungen als Beziehungsstörungen und hat z.B. das Buch "Persönlichkeitsstörungen verstehen" geschrieben. Eine alternative und irgendwie liebevolle Annäherung an das Thema ist auch via das Märchen "der Eisenofen" der Brüder Grimm möglich. Hierzu gibt es das Buch "Narzissmus. Dem inneren Gefängnis entfliehen" von Heinz-Peter Röhr. Es beschreibt neben dem Leiden und dem heilsamen Weg des Prinzen "im Eisenofen" auch ein wenig die andere, die Partnerseite (die Königstochter).

Allen von diesem schwierigen, sehr schmerzhaften Thema Betroffenen wünsche ich von Herzen ganz viel Mut, die eigenen schwierigen Prägungen anzuschauen, die Möglichkeit, sie zu verstehen, die Kraft für die anstrengende Auseinandersetzung damit, die Zuversicht auf Besserung und vor allem auch ganz viel "gesunde" Erfahrungen mit zugewandten, liebevollen Menschen (z.B. Therapeuten), die die Stärke und Klarheit haben, sich nicht persönlich angegeriffen zu fühlen, wenn die Muster aktiv sind.

Und für Kinder von betroffenen Eltern wünsche ich Menschen um sie herum, die sie schützen, ihre Sorgen und schmerzvollen Emotionen und Gefühle verstehen und sie auf gesunde Art lieben.

Alles Gute! Es ist nicht untherapierbar! Und lasst euch nicht stigmatisieren!
 
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fleurdelis*

Gast
  • #58
Ich bin sehr positiv überrascht, über so viele nette Rückmeldungen.

@elbtexterin , @Piesa .. :)... Danke ... @himbeermond ..... will come back soon .... @WolkeVier ....... @Mentalista .... vielen Dank an Euch ... hoffe, ich hab niemand vergessen ...

@WolkeVier ... ich tausche mich da gerne aus, und für dann Fall, dass ich behilflich sein könnte, ein paar Knoten zu lösen, mache ich das. Dafür hätte ich den Vorschlag, wenn du willst und an Fraunette schreibst, wegen dem Forumstreffen, sie hat meine Mailadresse. Vielleicht wäre das ein Weg, ohne hier zu viele private Einzelheiten zu besprechen. Vielleicht ist sie ja so lieb, und vermittelt das.

Ich werde gerne hier weiterschreiben, aber wenn möglich, ohne zu sehr in meine privaten Details zu gehen.
 
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Marlene

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  • #59
Finde ich auch gut, wenn man hier seine Erfahrungen teilt und nicht immer bedacht darauf sein muss, sich ja keine Blöße zu geben.
Ich hatte auch schon einmal gedacht, es gäbe eine Narzissten-Inflation hier. Und hab mir dann überlegt, dass wahrscheinlich gerade solche Erfahrungen auch der Antrieb sein können, hier zu schreiben. Hab ich sie doch auch...Ich weiß, wieviel Leid daraus resultiert, und, @Xeshra, gerade, weil man liebt, wirkt die Zerstörung. Und, eine Mutter z.B. nicht zu lieben, bekommt man kaum hin, auch, wenn man die Entscheidung dazu fällt. Was manchmal wirklich besser wäre.
Mein Ex z.B. war/ist als Schauspieler perfekt. Bis ich endlich verstanden habe, dass er (bildlich gesprochen) nicht mich küsst, sondern immer nur sich selbst (und zwar wirklich in seinem tiefsten Inneren), war ein langer Weg, der dann in wiederholten Panikattacken bei mir endete. Und dann folgte ein langer Weg, dort hinauszufinden. Die Kinder haben ihre eigene Beziehung zu ihm, die selten ist und jedesmal in das enttäuschende Gefühl läuft, nur als Statist zu fungieren. Sie wissen nicht, ob er sie liebt und versuchen dies herauszubekommen. Das eine Kind hat beschlossen, dass er es liebt, das andere, dass nicht. Das schwankt aber manchmal. Diese Unklarheit ist das Schlimme und gerade in dieser findet dann die Bindung statt und in ihr birgt sich die Gefahr, dass man nie entlassen wird. Auf eine klare eindeutige Ebene. Es gibt aber auf der anderen Seite eine eindeutige klare verlässliche Liebe (von mir und meiner Familie :)) und da werden echte Emotionen erfahren. Da diese Seite auch die alltägliche ist, hoffe ich, dass sie die auswirkende ist und sein wird, da sie stabil ist.
Ich weiß auch, worin bei ihm die Ursache liegt. Er weiß es auch, doch erkennt es nicht für sich, sondern nimmt diesen Grund als Aufgabe für etwas Anderes. Nur einmal gab es kurz den Anflug einer Wahrnehmung, der wurde dann umgeleitet in Tränen des Selbstmitleides und dann wurde schnell wieder in der Parallelwelt agiert. Mir hat irgendwann nach langer Zeit geholfen, dass ich wieder ein Mitgefühl zu ihm erzeugen konnte und, dass ich so wenig Kontakt wie möglich habe. Immer wieder habe ich das Ganze durchgerackert, war sehr lange davon besetzt und dann hat mir auch dieser schöne Satz geholfen: "nachdem ich die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgegeben habe, kann ich mich der Zukunft zuwenden." Oder so ähnlich. Und auch dieser: "In dem Moment, indem ich eine Entscheidung gefällt habe, war ich von ihrer Richtigkeit überzeugt." Das hat mir bezüglich meiner Selbstvorwürfe geholfen, meinem jahrelangen Hadern damit, dass ich überhaupt mich eingelassen habe, dass ich es nicht erkannt habe und warum usw. und deswegen nicht gleich gegangen bin. Und das Ganze aufzudröseln unter diesem Aspekt.
Ich glaube auch, dass es hilft, Erfahrungen zu teilen, wobei ich bei der TE aber auch eher das so sehe, dass es nicht unbedingt ein Narzissmus Problem sein muss, sondern vielleicht mehr in den alleinigen Bereich der Kränkung geht. Die wiederum ihre Ursachen natürlich unterschiedlich haben kann, z.B. dem Gefühl, als Kind nicht gewollt zu sein, einer bestimmten Empfindlichkeit gegenüber der Umwelt und dann der daraus folgenden Interpretation, dass man abgelehnt wird usw. Dazu gibt es aber (noch) zu wenig Informationen.
 
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Gigaset

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  • #60
Habt ihr eigentlich schon mal bemerkt, dass sich die TE bisher keinen Deut für eure Beiträge interessiert hat?

Kein Piep, kein Danke, nicht mal ein like.

So groß kann der Leidensdruck also nicht sein.

Im übrigen hat sie den Typen ja offenbar bereits entsorgt, da sie ja bei PS eifrig auf der Suche ist.
 
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