Connection

User
Beiträge
7
  • #1

On-/Off Beziehungen....Erfahrungswerte?

Ich habe mal eine Frage zu einer Erfahrung, die mich in den letzten zwei Jahren völlig gebeutelt hat:
Mann online kennengelernt, sehr engagiert, zugewandt, "meine Kinder seien kein Problem", er sei Familienmensch, mein Auto zur Werkstatt gebracht, immer Zeit, nach 4 Wochen "ich-liebe-Dich" etc...
Rückblickend "too good to be true".....vielleicht wollte ich das glauben, jedoch war es von meiner Seite aus auch sehr sehr emotional....
Wir dachten nach einigen Monaten an Zusammenziehen, sogar Heiraten....!!

Nach den ersten Wochen dann aber auch einige Punkte, die merkwürdig, und dann krass waren: Extreme Verletzbarkeit, beleidigt sein, Missverständnisse, wo es eigentlich keine hätten sein können, Rückzug mit dann relativ schneller Androhung von Beziehungsende....., sogar Handgreiflichkeiten, extremer Kontrollzwang, (Handy, Mails), Nachfahren zu Terminen, Haus beobachten....
Worte in einer Weise umdrehen, die irgendwie irre wirkten.....

Ein Beispiel aus den ersten Wochen: ich war auf zweitätiger Geschäftsreise, er etwas erkältungsmässig angeschlagen (bei sich zu Hause), wir schreiben SMS hin und her, ich fühle mit, da er Fieber/Erkältung/Schnupfen hat und werfe locker hin: "Dann ruhe Dich aus, dann hast Du mal Deine Ruhe von uns" natürlich mit Smile - Zwinkern....
(Ich habe drei Kinder, die damals 6, 6 und 10 waren, keine Rabauken, aber er hatte doch immer mal wieder eingestreut, dass ihn das belaste, sie seien ja *immer* krank, was überhaupt nicht der Fall war. Die Erkältung hatte er über eine Feier sogar erst zu uns eingeschleppt....).

Postwendend kam von ihm, was das denn für eine blöde Bemerkung sei, das könne man ja wohl auch anders verstehen, dass wir Ruhe vor *ihm* haben wollten.....
Ich war wir vor den Kopf geschlagen. Erklärt, nachgefragt, mehr erklärt, klargestellt.....die ganze Skala....ohne Effekt.

Nein, er würde sich für die Bemerkung "nie und nimmer" entschuldigen, "ich habe angefangen zu schießen, dann müsse ich auch damit rechnen, dass zurückgeschossen würde...."

Aus diesem ganzen ergab sich im Grunde schon die erste Trennung....
Ich stand so unter Unglauben und Schock, nachdem ich ihm per SMS und Telefon ausführlichst versicherte, dass das in keinster Weise so gemeint war.....

Lange Rede kurzer Sinn, das Drama war dann nur der Auftakt einer Kette ähnlicher Abläufe: nach einem Thema, was im Ausmaße immer vermeintlich dramatisch kränkend war kam der laute, manchmal nächtliche Abgang (alle Sachen bis zum angebrochenen Shampoo wurden eingepackt), dann kam er wieder, zerknirscht, bemüht, wenn auch im Grunde ohne Entschuldigung oder Einsicht......meine Versuche darauf hinzuweisen, dass wir uns evt mal mit dem Thema "Umgang mit Kränkung" befassen könnten, wurden vom Tisch gefegt..

Und so ging es weiter....Im Abstand von 4 - 6 Wochen gab es verschiedene Anlässe (mal mochten meine Kinder seine gekochte Suppe nicht so gerne, dann würde ich meinem Vater am Telefon mehr erzählen als ihm, dann würde ich ihn nicht genug lieben....., mein Handy wurde auf WhatsApp von Bekannten durchsucht mit krassesten Reaktionen, ich würde ihn betrügen, lügen....., hätte immer alle schon belogen, ich sei der mieseste Charakter, den er je getroffen habe.....etc ).

Wenn ich das so schreibe, scheint es mir selber unfaßbar, dass man so etwas mit macht.....?
Ich bin - sage ich jetzt mal so - attraktiv, gebildet, habe einen guten Job, selber einen finanziellen Rahmen.... ich rätsele jetzt noch, wie man/frau in so etwas reinschlittern konnte....?

Das einzige, was ich an passender Beschreibung überhaupt dazu gefunden habe im Netz war "Narzistische Persönlichkeiten".....was ziemlich genau paßte...."Toxische Beziehungen".

Selber Mimosen, kränken sie umgekehrt krassester Art, haben keine Einsicht in ihren Anteil, sind Argumenten, Appellen, ja selbst normalen Gesprächen nicht zugänglich und werfen dem anderen genau das vor, was sie selber tagtäglich machen: "Aggression, Lügen, Unwahrheiten, fehlende Emphathie, und vor allem Defizite im Charakter".

Dieser Mann hat mir Anschuldigungen gesagt, geschrieben und sogar an meine Arbeits-Mail Adresse geschrieben, die ich hier überhaupt nicht wiederholen will...

Mich würden mal folgende Fragen beschäftigen:

1) Kommt das irgendjemandem bekannt vor?
2) Wie seid ihr damit klar gekommen? (Ich bin jetzt noch gebeutelt, habe extreme Schlafstörungen, mein Selbstwert ist nicht gerade auf dem Höchststand und ich habe nur noch die Angst bei vielen Kontakten, wieder an so etwas zu gelangen).
3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?

Wäre wirklich sehr dankbar für ernsthafte Rückmeldung!
 

t.b.d.

User
Beiträge
1.557
  • #2
Das klingt echt schlimm was du da erlebt hast.

Mir zum Beispiel.

Ich hab ein breites Kreuz.

3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?
Ich hatte gehofft es gibt sich irgendwann mal.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Julianna, Connection and Deleted member 21908
F

fleurdelis*

Gast
  • #3
Du hast das richtig erkannt: toxische Beziehung. Narzissten wissen genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, sie sind da geübt, eloquent, charmant und ... hartnäckig. Sie drücken so lange, bis man nachgibt, weil mans irgendwann als echtes Interesse verbucht, aber die verschleierte Taktik dahinter nicht sieht. Wenn man wiederholt entwertet und verletzt wird, sollte man absolut den Kontakt abbrechen. Das muss man sich von niemandem gefallen lassen. Man wird niemals in dieser Beziehung etwas erreichen, weil der Narzisst jede Situation so hindrehen wird, dass der andere Schuld ist. Verantwortungsgefühl ist ihnen fremd und ob dem anderen das Verhalten weh tut, ist ihnen schlichtweg egal. Man kanns nur rational begreifen. Es gibt einen schönen Spruch in punkto Narzissten: Sie zerstören dein Leben mit Lügen, weil die Wahrheit ihres zerstören würde. ... Finger weg, absoluter Kontaktabbruch und nix mehr mit on-off. Der Mensch, der empfindet, und verletzt wurde, steht mit zwei Problemen da: einmal: die Trennung, man verliert einen Menschen, den man wirklich mochte, den es aber nie gab und zweitens: man steht mit den Verletzungen und Entwertungen alleine da, man fühlt sich wie auf verbrannter Erde. Das einzige was man nicht darf: die Schuld bei sich suchen. Die Lügen darf man da lassen, wo sie hingehören, beim Verursacher.
 
  • Like
Reactions: Pablo Neruda, Julianna, Connection und 7 Andere

t.b.d.

User
Beiträge
1.557
  • #4
Narzisstisch zu sein sucht sich ja keiner aus.
 
  • Like
Reactions: *Andrea* and Deleted member 21128

Mestalla

User
Beiträge
1.462
  • #5
zu 1) Ich bin zwar selbst nicht direkt beteiligt, aber sehr nah dran an einer solchen toxischen Beziehung und ich beobachte sehr viele Parallelen zu deiner Beziehung.

zu 2) Sie ist Ernährungsberaterin und hat in dieser Zeit 25 kg zugenommen, was sicherlich für sich spricht. Drei mal musste die Polizei einschreiten und zwei mal kam sie mit Prellungen ins Krankenhaus. Zweimal hat sie den Urlaub abgebrochen und ist vorzeitig nach Hause gekommen. Obwohl sie mich, ihre Freundinnen, eine Frauenberatung zu Rate gezogen hat, schafft sie es nur in Mini-Schritten da raus zu kommen. Aber das ist wohl das Wesensmerkmal einer On-Off-Beziehung.

zu 3) Zu dem Zeitpunkt, als sie in diese Beziehung gekommen ist, war sie in einer extrem schwierigen Lebensphase und - so meine Einschätzung - "anfällig", um sich auf diese Sorte Mann einzulassen.
 
  • Like
Reactions: Connection and Deleted member 21908
F

fleurdelis*

Gast
  • #6
Narzisstisch zu sein sucht sich ja keiner aus.

Stimmt, es ist auch ein Dilemma, für alle Beteiligten. Mir gings um die Beschreibung einer toxischen Beziehung mit einem Narzissten. Man kann durchaus partnerschaftliche Verbindungen eingehen mit Narzissten, wenn man weiß wie's geht. Nur, das geht nur, wenn der Narzisst auch bereit ist, sich auf etwas einzulassen, und bereit ist, eine Grenze nicht zu überschreiten. Wenn beide eine vertrauensvolle Basis schaffen können. Es gibt genug faszinierende und interessante Narzissten. Aber einer alleine, kann eben nicht alles tragen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: tina*, *Andrea*, himbeermond und 4 Andere

mona mour

User
Beiträge
2
  • #7
ich finde mich auch in einigen deiner beispiele wieder.
insbesondere was das mimosenhafte des vermeintlichen traummannes anbelangt. er kann austeilen, aber nicht einstecken.
leider weiß er genau, dass er eine unerklärliche anziehungskraft auf mich ausübt und bringt mich immer wieder dazu, nach einer begegnung zu "betteln".
u.a. habe ich mich hier angemeldet, um eine weniger toxische "ersatzdroge" zu finden, aber das war ein trugschluss.
leider kann ich dich nicht dahingehend beraten, jeglichen kontakt abzubrechen, weil mir das auch selbst nicht gelingen mag.
wünsche dir viel kraft - interessanterweise scheinen solche menschen immer gerade auf die zu wirken, die eigentlich fest und unerschütterlich in ihrem leben stehen, familie und finanzen meistern und auch sonst "nicht auf der brennsuppe dahergeschwommen sind".
bonne chance!
 
  • Like
Reactions: Connection and Deleted member 21908

Schokokeks

User
Beiträge
1.077
  • #8
Ich habe mal eine Frage zu einer Erfahrung, die mich in den letzten zwei Jahren völlig gebeutelt hat:
Mann online kennengelernt, sehr engagiert, zugewandt, "meine Kinder seien kein Problem", er sei Familienmensch, mein Auto zur Werkstatt gebracht, immer Zeit, nach 4 Wochen "ich-liebe-Dich" etc...
Rückblickend "too good to be true".....vielleicht wollte ich das glauben, jedoch war es von meiner Seite aus auch sehr sehr emotional....
Wir dachten nach einigen Monaten an Zusammenziehen, sogar Heiraten....!!

Nach den ersten Wochen dann aber auch einige Punkte, die merkwürdig, und dann krass waren: Extreme Verletzbarkeit, beleidigt sein, Missverständnisse, wo es eigentlich keine hätten sein können, Rückzug mit dann relativ schneller Androhung von Beziehungsende....., sogar Handgreiflichkeiten, extremer Kontrollzwang, (Handy, Mails), Nachfahren zu Terminen, Haus beobachten....
Worte in einer Weise umdrehen, die irgendwie irre wirkten.....

Ein Beispiel aus den ersten Wochen: ich war auf zweitätiger Geschäftsreise, er etwas erkältungsmässig angeschlagen (bei sich zu Hause), wir schreiben SMS hin und her, ich fühle mit, da er Fieber/Erkältung/Schnupfen hat und werfe locker hin: "Dann ruhe Dich aus, dann hast Du mal Deine Ruhe von uns" natürlich mit Smile - Zwinkern....
(Ich habe drei Kinder, die damals 6, 6 und 10 waren, keine Rabauken, aber er hatte doch immer mal wieder eingestreut, dass ihn das belaste, sie seien ja *immer* krank, was überhaupt nicht der Fall war. Die Erkältung hatte er über eine Feier sogar erst zu uns eingeschleppt....).

Postwendend kam von ihm, was das denn für eine blöde Bemerkung sei, das könne man ja wohl auch anders verstehen, dass wir Ruhe vor *ihm* haben wollten.....
Ich war wir vor den Kopf geschlagen. Erklärt, nachgefragt, mehr erklärt, klargestellt.....die ganze Skala....ohne Effekt.

Nein, er würde sich für die Bemerkung "nie und nimmer" entschuldigen, "ich habe angefangen zu schießen, dann müsse ich auch damit rechnen, dass zurückgeschossen würde...."

Aus diesem ganzen ergab sich im Grunde schon die erste Trennung....
Ich stand so unter Unglauben und Schock, nachdem ich ihm per SMS und Telefon ausführlichst versicherte, dass das in keinster Weise so gemeint war.....

Lange Rede kurzer Sinn, das Drama war dann nur der Auftakt einer Kette ähnlicher Abläufe: nach einem Thema, was im Ausmaße immer vermeintlich dramatisch kränkend war kam der laute, manchmal nächtliche Abgang (alle Sachen bis zum angebrochenen Shampoo wurden eingepackt), dann kam er wieder, zerknirscht, bemüht, wenn auch im Grunde ohne Entschuldigung oder Einsicht......meine Versuche darauf hinzuweisen, dass wir uns evt mal mit dem Thema "Umgang mit Kränkung" befassen könnten, wurden vom Tisch gefegt..

Und so ging es weiter....Im Abstand von 4 - 6 Wochen gab es verschiedene Anlässe (mal mochten meine Kinder seine gekochte Suppe nicht so gerne, dann würde ich meinem Vater am Telefon mehr erzählen als ihm, dann würde ich ihn nicht genug lieben....., mein Handy wurde auf WhatsApp von Bekannten durchsucht mit krassesten Reaktionen, ich würde ihn betrügen, lügen....., hätte immer alle schon belogen, ich sei der mieseste Charakter, den er je getroffen habe.....etc ).

Wenn ich das so schreibe, scheint es mir selber unfaßbar, dass man so etwas mit macht.....?
Ich bin - sage ich jetzt mal so - attraktiv, gebildet, habe einen guten Job, selber einen finanziellen Rahmen.... ich rätsele jetzt noch, wie man/frau in so etwas reinschlittern konnte....?

Das einzige, was ich an passender Beschreibung überhaupt dazu gefunden habe im Netz war "Narzistische Persönlichkeiten".....was ziemlich genau paßte...."Toxische Beziehungen".

Selber Mimosen, kränken sie umgekehrt krassester Art, haben keine Einsicht in ihren Anteil, sind Argumenten, Appellen, ja selbst normalen Gesprächen nicht zugänglich und werfen dem anderen genau das vor, was sie selber tagtäglich machen: "Aggression, Lügen, Unwahrheiten, fehlende Emphathie, und vor allem Defizite im Charakter".

Dieser Mann hat mir Anschuldigungen gesagt, geschrieben und sogar an meine Arbeits-Mail Adresse geschrieben, die ich hier überhaupt nicht wiederholen will...

Mich würden mal folgende Fragen beschäftigen:

1) Kommt das irgendjemandem bekannt vor?
2) Wie seid ihr damit klar gekommen? (Ich bin jetzt noch gebeutelt, habe extreme Schlafstörungen, mein Selbstwert ist nicht gerade auf dem Höchststand und ich habe nur noch die Angst bei vielen Kontakten, wieder an so etwas zu gelangen).
3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?

Wäre wirklich sehr dankbar für ernsthafte Rückmeldung!
Das kling ja furchtbar.
1) Nein, kommt mir nicht bekannt vor.
2) Da ich sowas noch nicht erlebt habe, muss ich Gott sei Dank nicht damit klar kommen, aber ich kann schon nachvollziehen, dass du fertig bist.
3) Ich denke wenn man verliebt ist, kann es passieren dass man sich auf irgendwelchen Unsinn einlässt, man ist zu nah dran. Wenn es einer Freundin passiert wäre, hätten bei dir wahrscheinlich alle Alarmglocken geschrillt und du hättest sehr schnell gemerkt, dass da nur rascheTrennung hilft.
Bei dem was du beschrieben hast, würden halt meine persönlichen Grenzen auf so vielfältige Weise überschritten werden, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll... Mein Handy z Bsp ist absolut tabu, das hat niemand anzufassen. Nicht weil ich was zu verbergen hätte, sondern weil das meine Privatsphäre ist. Ich würde auch das Handy von meinem Partner nicht anfassen. Von Mails kontrollieren oder sonstigen Kontrollaktionen mal ganz abgesehen. Sowas kann ich unmöglich tolerieren. Also ich denke ich hätte ziemlich bald Schluß gemacht. Dann schreibst du noch was von Handgreiflichkeiten... Ich denke, an deiner Stelle würde ich die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen, einerseits um das Erlebte zu verarbeiten und andererseits um dahinter zu kommen weshalb du solche Grenzüberschreitungen zugelassen hast. Ich wünsch dir alles Gute!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Deleted member 21908
Beiträge
34
  • #9
1) Kommt das irgendjemandem bekannt vor?
2) Wie seid ihr damit klar gekommen? (Ich bin jetzt noch gebeutelt, habe extreme Schlafstörungen, mein Selbstwert ist nicht gerade auf dem Höchststand und ich habe nur noch die Angst bei vielen Kontakten, wieder an so etwas zu gelangen).
3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?

1. Ja

2. Gar nicht, mein Körper und meine Psyche haben genau so reagiert. Ich gerate dank meiner Muster, auch an solche Männer. Dank Therapie erkenne ich sie heute aber, korrigiere meine Sichtweise auf diesen Mann und gehe schnellstmöglich.

3. Es ist das Schlüssel-Schloß-Prinzip und sie merken scheinbar das Du gerade "schwach" bist, häufig sind Selbstwertgefühl, Selbstliebe und Selbstvertrauen am Boden. Für mich kann ich sagen, es kommt aus der Kindheit und Jugendzeit.
 
  • Like
Reactions: Pablo Neruda, Julianna, Connection und 4 Andere

Rakkaus

User
Beiträge
322
  • #10
[QUOTE="mona mour, post: 343949, member: 2275]interessanterweise scheinen solche menschen immer gerade auf die zu wirken, die eigentlich fest und unerschütterlich in ihrem leben stehen, familie und finanzen meistern und auch sonst "nicht auf der brennsuppe dahergeschwommen sind".
bonne chance![/QUOTE]
Wer immer stark ist, kann trotzdem "bedürftig" sein nach Liebe und Nähe. Mir ist so ein Mann noch nie untergekommen, weil ich sehr schnell zumache, wenn jemand mir zu schnell zu nahe kommen möchte. Das schützt, aber sobald eine bestimmte Schwelle überschritten ist, wäre ich vermutlich auch manipulierbar.
 
  • Like
Reactions: Deleted member 21908

Mentalista

User
Beiträge
16.302
  • #11
[QUOTE="mona mour, post: 343949, member: 2275]interessanterweise scheinen solche menschen immer gerade auf die zu wirken, die eigentlich fest und unerschütterlich in ihrem leben stehen, familie und finanzen meistern und auch sonst "nicht auf der brennsuppe dahergeschwommen sind".
bonne chance![QUOTE/]

Was bedeutet "nicht auf der Brennsuppe...", kenne ich nicht?

Was bedeutet "nicht auf der Brennsuppe...", kenne ich nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
358
  • #12
Ich habe mal eine Frage zu einer Erfahrung, die mich in den letzten zwei Jahren völlig gebeutelt hat:
Mann online kennengelernt, sehr engagiert, zugewandt, "meine Kinder seien kein Problem", er sei Familienmensch, mein Auto zur Werkstatt gebracht, immer Zeit, nach 4 Wochen "ich-liebe-Dich" etc...
Rückblickend "too good to be true".....vielleicht wollte ich das glauben, jedoch war es von meiner Seite aus auch sehr sehr emotional....
Wir dachten nach einigen Monaten an Zusammenziehen, sogar Heiraten....!!

Nach den ersten Wochen dann aber auch einige Punkte, die merkwürdig, und dann krass waren: Extreme Verletzbarkeit, beleidigt sein, Missverständnisse, wo es eigentlich keine hätten sein können, Rückzug mit dann relativ schneller Androhung von Beziehungsende....., sogar Handgreiflichkeiten, extremer Kontrollzwang, (Handy, Mails), Nachfahren zu Terminen, Haus beobachten....
Worte in einer Weise umdrehen, die irgendwie irre wirkten.....

Ein Beispiel aus den ersten Wochen: ich war auf zweitätiger Geschäftsreise, er etwas erkältungsmässig angeschlagen (bei sich zu Hause), wir schreiben SMS hin und her, ich fühle mit, da er Fieber/Erkältung/Schnupfen hat und werfe locker hin: "Dann ruhe Dich aus, dann hast Du mal Deine Ruhe von uns" natürlich mit Smile - Zwinkern....
(Ich habe drei Kinder, die damals 6, 6 und 10 waren, keine Rabauken, aber er hatte doch immer mal wieder eingestreut, dass ihn das belaste, sie seien ja *immer* krank, was überhaupt nicht der Fall war. Die Erkältung hatte er über eine Feier sogar erst zu uns eingeschleppt....).

Postwendend kam von ihm, was das denn für eine blöde Bemerkung sei, das könne man ja wohl auch anders verstehen, dass wir Ruhe vor *ihm* haben wollten.....
Ich war wir vor den Kopf geschlagen. Erklärt, nachgefragt, mehr erklärt, klargestellt.....die ganze Skala....ohne Effekt.

Nein, er würde sich für die Bemerkung "nie und nimmer" entschuldigen, "ich habe angefangen zu schießen, dann müsse ich auch damit rechnen, dass zurückgeschossen würde...."

Aus diesem ganzen ergab sich im Grunde schon die erste Trennung....
Ich stand so unter Unglauben und Schock, nachdem ich ihm per SMS und Telefon ausführlichst versicherte, dass das in keinster Weise so gemeint war.....

Lange Rede kurzer Sinn, das Drama war dann nur der Auftakt einer Kette ähnlicher Abläufe: nach einem Thema, was im Ausmaße immer vermeintlich dramatisch kränkend war kam der laute, manchmal nächtliche Abgang (alle Sachen bis zum angebrochenen Shampoo wurden eingepackt), dann kam er wieder, zerknirscht, bemüht, wenn auch im Grunde ohne Entschuldigung oder Einsicht......meine Versuche darauf hinzuweisen, dass wir uns evt mal mit dem Thema "Umgang mit Kränkung" befassen könnten, wurden vom Tisch gefegt..

Und so ging es weiter....Im Abstand von 4 - 6 Wochen gab es verschiedene Anlässe (mal mochten meine Kinder seine gekochte Suppe nicht so gerne, dann würde ich meinem Vater am Telefon mehr erzählen als ihm, dann würde ich ihn nicht genug lieben....., mein Handy wurde auf WhatsApp von Bekannten durchsucht mit krassesten Reaktionen, ich würde ihn betrügen, lügen....., hätte immer alle schon belogen, ich sei der mieseste Charakter, den er je getroffen habe.....etc ).

Wenn ich das so schreibe, scheint es mir selber unfaßbar, dass man so etwas mit macht.....?
Ich bin - sage ich jetzt mal so - attraktiv, gebildet, habe einen guten Job, selber einen finanziellen Rahmen.... ich rätsele jetzt noch, wie man/frau in so etwas reinschlittern konnte....?

Das einzige, was ich an passender Beschreibung überhaupt dazu gefunden habe im Netz war "Narzistische Persönlichkeiten".....was ziemlich genau paßte...."Toxische Beziehungen".

Selber Mimosen, kränken sie umgekehrt krassester Art, haben keine Einsicht in ihren Anteil, sind Argumenten, Appellen, ja selbst normalen Gesprächen nicht zugänglich und werfen dem anderen genau das vor, was sie selber tagtäglich machen: "Aggression, Lügen, Unwahrheiten, fehlende Emphathie, und vor allem Defizite im Charakter".

Dieser Mann hat mir Anschuldigungen gesagt, geschrieben und sogar an meine Arbeits-Mail Adresse geschrieben, die ich hier überhaupt nicht wiederholen will...

Mich würden mal folgende Fragen beschäftigen:

1) Kommt das irgendjemandem bekannt vor?
2) Wie seid ihr damit klar gekommen? (Ich bin jetzt noch gebeutelt, habe extreme Schlafstörungen, mein Selbstwert ist nicht gerade auf dem Höchststand und ich habe nur noch die Angst bei vielen Kontakten, wieder an so etwas zu gelangen).
3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?

Wäre wirklich sehr dankbar für ernsthafte Rückmeldung!

hallo, ich kenn das auch...
war mit einem narzissten 20 jahre zusammen u. davon 14 jahre verheiratet...
was soll ich sagen? mir hatte mein exmann sogar einen finger gebrochen und trotzdem bin ich solange geblieben. ich dachte immer, der ändert sich. im nachhinein betrachtet u. auch nach therapie habe ich erkannt dass ich verlustängste hatte. habe als kleinkind vater u. als jugendliche meinen stiefvater bei einem unfall verloren. meine mutter konnte nach diesen 2 verlusten nicht wirklich für uns, 3 mädels, da sein...
ich habe mit meinem exmann eine tochter, die mittlerweilen 21 jahre ist u. auch schon therapie hinter sich hat. das beenden dieser ehe war das beste was ich je in meinem leben getan habe. nach meiner ehe hatte ich dann den wundervollsten mann der welt, er war eheberater u. diplomtheologe. er hatte es am anfang sehr schwer mit mir und hat mir immer wieder gezeigt, dass ich ein wertvoller mensch bin. es war eine wundervolle beziehung, heilsam. im nachhinein kann ich sagen, dass das die schönsten 10 jahre meines lebens waren. leider ist er vor 3 jahren plötzlich verstorben u. heute kann ich dankbar auf diese zeit zurückblicken u. gestärkt nach vorne schauen...
in diesen 3 jahren hatte ich auch wieder einen narzissten kennengelernt, war mit ihm ein paar monate zusammen u. brach aber dann die beziehung ab. war überrascht, dass mir das nochmal passiert ist u. stolz dass ich es beendet hatte...
jetzt bin ich wieder in einer liebevollen beziehung, mein freund hat zwar einige altlasten, aber ist kein narzisst.
also, lass diesen mann nicht mehr in deine nähe, du hast jemanden verdient, der dich respektiert u. dir auf augenhöhe begegnet...und eine therapie für deinen selbstwert wäre gut, es gibt angebote von der caritas, die sehr gut helfen können...
 
  • Like
Reactions: fraumoh, Julianna, Lilith888 und 3 Andere

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #13
Allgemein gilt gerade in der Liebe immer die Unschuldsvermutung, Vertrauen als essentielles Attribut. Das wurde hier klar nicht beherzigt und zwar von seiner Seite aus, auch mit deutlicher Eifersucht involviert, das ist natürlich untragbarer Zustand. Sorry dass du es durchmachen musstest.

Ich würde schon auch sagen dass hier etwas narzisstisches zugrunde liegt, denn wer einander vertraut lässt sich nicht kränken. Er muss ja nur fragen ob er dir vertrauen kann, sagst du ja und er nimmt es ab gibst keinen Grund für narzisstische Tendenzen. Jedoch ist er innerlich offenbar so schwach dass er von unberechtigten Zweifeln geplagt wurde, mühsamer Zustand. Narzissmus ist einfach dann latent wenn man das Gegenüber nicht mehr brauchbar wahrnehmen kann, ständig auf der eigenen Position verharrt und sobald etwas unpassend daherkommt ständig alles zu eigenen Gunsten rumbiegend, das ist wirklich äusserst mühsam und ein Beziehungskiller da man so nicht zusammen wachsen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #15
Narzissmus ist nur eines vieler möglichen Symptome und beiweitem nicht das Einzige denn auch Borderline-Tendenzen u.a. werden eher häufiger. Es ist nicht die Ursache, die wirkliche Ursache ist eine innere Leere/Schwäche hervorgerufen durch äusserlich verursachte Zustände. Es trifft alle mehr oder weniger, auch wenn es nur bei einer Minderheit eine krankhafte Form annimmt. So klar abgetrennt oder dediziert ist das Ganze nicht und Übergänge oft fliessend.

Frage ist nur ob genügend geistige Beweglichkeit und Wille zur Veränderung noch da ist, dann kann man es therapieren, ansonsten oft kaum noch. Es ist also schon nicht so dass man dem ausgeliefert wäre sofern man innere Stärke zeigt, auch wenn das Übel ursprünglich vom aussen kam. Es ist nicht angeboren, jedoch sind manche von Natur aus anfälliger, genauso wie manche auf Knopfdruck aufhören können Alk/Zigarren zu konsumieren und andere nicht; jedoch ist auch hier Hauptmerkmal "innere Leere oder Schwäche", ansonsten könnte man es trotz Entzugserscheinungen langsam abstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Connection

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #17
Ich finde das Thema viel zu stark hochgeschaukelt, als ob es nur das gäbe... oh je, beiweitem nicht. Je nachdem kann vieles therapiert werden jedoch kann die beste Hilfe nichts bewirken ohne eigenes Zutun, das ist der Schlüsselfaktor. Frage ist letzten Endes ob man wirklich liebt und wieviel der/die Geliebte bereit ist dagegen zu tun, nur schon die Einsicht ist oft ein schwieriger Akt.

Typisch Mainstream, diese einseitigen Betrachtungsweisen... plötzlich ist fast alles kränkliche Narzisst, je nach Trend und Laune, irgendwann kommt dann wieder was neues, bin gespannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 21128

Gast
  • #18
@Xeshra Du hast offensichtlich keine Ahnung und bist gerade mal wieder völlig unsensibel! Bitte zeig etwas mehr Respekt gegenüber der TE und den anderen Betroffenen.
 
  • Like
Reactions: Pablo Neruda and Deleted member 21908
Beiträge
1.293
  • #19
Je nachdem kann vieles therapiert werden jedoch kann die beste Hilfe nichts bewirken ohne eigenes Zutun, das ist der Schlüsselfaktor.

na dann viel spass beim versuch, einen narzissten zu therapieren. der wird einem nämlich klipp und klar vertickern, dass man selbst ein therapiefall ist und dass er selbst natürlich schwer in ordnung ist. genausogut kann man sich vor eine wand stellen und argumente vortragen. bringt genauso viel. daher hilft nur: sich abwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Pablo Neruda, Julianna, Deleted member 21128 und 3 Andere
F

fleurdelis*

Gast
  • #20
na dann viel spass beim versuch, einen narzissten zu therapieren. der wird einem nämlich klipp und klar vertickern, dass man selbst ein therapiefall ist und dass er selbst natürlich schwer in ordnung ist. genausogut kann man sich vor eine wand stellen und argumente vortragen. bringt genauso viel. daher hilft nur: sich abwenden.

Meine Mutter ist eine Narzisstin. Sie kann einem verbal, das Herz klitzeklein zerschneiden, wie mit einem Skalpell, in einem einzigen Satz. Und wenn man es ihr erklärt, wie verletzend sie ist, dann meint sie nur, dass wäre nicht so. Das würde man nur so empfinden, sie meine es ja nur gut. Und da können zehn Leute daneben stehen, sie bleibt bei ihrer Meinung, sie kann die Verletzungen, die sie anderen zufügt, einfach nicht empfinden.
 
  • Like
Reactions: Lockenkopf71, Julianna, Deleted member 21908 und ein anderer User
D

Deleted member 20013

Gast
  • #22
Ja. Sehr ähnliche Muster selbst erlebt.
Interessanter Weise, lag sein Rhythmus auch bei ca 4-6 Wochen. Ich verglich ihn (innerlich für mich) gern mit einem Vulkan. Irgendetwas hat ihm missfallen, er hat es nicht geäußert, hat mehr unterstützende "Belege" gesammelt und zur Stunde X ist er völlig unvermittelt, in Reaktion auf eine Lapalie, ausgebrochen und konnte einen mit Worten auf links drehen, in den Boden rammen und einem das Gefühl geben, dass man sich dafür (wofür auch immer) entschuldigen muss.

Momentan erlebe ich es hautnah bei einer Freundin mit. Nicht schön! Der dazugehörige Mann ist noch eine Spur krasser, denn der kann innerhalb von Minuten das Gesicht wechseln. Richtig heftig... Mein "Vulkan" brauchte damals noch ein paar Tage zum ausrauchen und war dahingehend vorhersehbarer.

Unterschätzt wird von Außenstehenden mMn oft, wie es einen emotional mitnimmt. Wie rundum fertig mit der Welt man sich fühlt, nach dem man so einen Ausbruch über sich hat ergehen lassen. Totale Erschöpfung, Müdigkeit. Die Welt steht nicht nur Kopf - man weiß einfach nicht mehr, wo oben oder unten ist. Man kann gar nicht erfassen, was da gerade passiert (ist).

Und ich habe den Eindruck: Man kann nichts tun, wenn beim Gebeutelten noch kein Wille zur endgültigen Abkehr vorhanden ist.
Daher mache ich ihr auch keinen Druck und vermittle (hoffentlich hinreichend) nur, dass ich da sein werde, wenn sie jemanden braucht.

Schwer.
Bei mir wurde stark damit gemarbeitet mich zu pathologisieren.
Mich selbst nicht mehr für total (sondern nur ein bisschen) krank/unnormal zu halten dauert noch an.

3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?
Nein, nicht hinsichtlich "wie man da rein gerät" oder was dazu führt, soetwas mitzumachen. Aber, ja, hinsichtlich der Dynamik, die zwischen uns ihren Lauf nahm und was anders hätte laufen können.

Ich stehe eigentlich auch mit beiden Beinen im Leben. Begann mir damals gerade ein neues Leben aufzubauen, als es seinen Anfang nahm, und sah hoffnungsvoll in die Zukunft.
Die Freundin, die aktuell damit kämpft war schon ausgesprochen labil als sie ihn kennenlernte, sie weiß nicht, wo es mit ihr und ihrem Leben hin gehen soll.
Ich glaube da kann man aus so ziemlich allen Lebenslagen rein geraten.
Und ich glaube die Frage bringt nicht viel. Ja, man kann schauen, welcher Anteil an einem die Situation begünstigt hat. Aber ein Garant dafür in der Zukunft davor gefeit zu sein, ist es auch nicht.


sie kann die Verletzungen, die sie anderen zufügt, einfach nicht empfinden.
Ernst gemeinte Nachfrage: Kann sie es empfinden, wenn man ihr ebenso verletzendes Verhalten entegenbringt (nicht unbedingt dasselbe, aber etwas, was sie genau so treffen sollte)?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: Deleted member 21908 and himbeermond

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #24
Ja ne, Narzissmus ist ein bestimmter innerer Zustand, nicht mangelnde empathisch-soziale Fähigkeiten, sprich das sagen was jemand gerne hören möchte. Narzissmus ist eine innere Haltung und nicht einfach nur "schonungslose Ehrlichkeit". Wenn jemand verletzend sich äussert, jedoch keinerlei Groll im Herzen hegt, dann ist es kein Narzisst sondern nur "sozial-manipulativ unbeholfen", teils gar mit Absicht da der Manipulations-Nutzen unbewusst auf eigenes Unverständnis stösst, z.B. kommt das beim Autismus vor.

Wenn der Empfänger sich jedoch an dieser Begebenheit, obwohl Sachlage der Unbeholfenheit klar ist, immer noch aufregt oder dadurch verletzt wird muss man auch die eigene soziale Kompetenz in Frage stellen, da man dann als Hochsensibel gilt und sich bewusst massentauglich gibt um mit diesem Umstand gut zurechtzukommen.

Ausser natürlich es ist ein richtiger Narzisst, die sind nicht häufig: Wenn man das echt antrifft dann hat der auch tonnenweise Groll im Herzen sobald es nicht nach seiner Pfeife tanzt oder man ihm/ihr vor den Kopf stosst, das spürt man auch und es vergiftet alles.

Ich differenziere hier stark, haue nicht alles in denselben Topf, da der Mensch wesentlich komplexer ist und viele feine Trennlinien bestehen die man erst wahrnehmen und einordnen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
F

fleurdelis*

Gast
  • #25
Ernst gemeinte Nachfrage: Kann sie es empfinden, wenn man ihr ebenso verletzendes Verhalten entegenbringt (nicht unbedingt dasselbe, aber etwas, was sie genau so treffen sollte)?

Kann ich dir nicht sagen .... nicht ausprobiert. Es reicht ja alleine schon ein Hinweis auf sie .... damit der "Vulkan" wie du es nennst ausbricht..... Man ignoriert es mit der Zeit und achtet halt auf die Zeichen wanns los gehen könnte und bringt sich in Sicherheit. Wobei das nicht immer möglich ist, weil statt einer Begrüßung sofort ein Kommentar kommt. Allerdings habe ich mich von meiner Mutter weitestgehend zurück gezogen.

Die völlig deplatzierten und unpassenden Kommentare von @Xeshra ignoriere ich mal geflissentlich.
 
  • Like
Reactions: Julianna, Deleted member 21908, himbeermond und ein anderer User
C

Challenge72

Gast
  • #26
@Synergie: Das schwierige an einem solchen Mann ist meiner Erfahrung nach, dass er sexuell sehr anziehend sein kann und das "Komm' her und geh' weg Spiel!" perfekt beherrscht... Die Spielregeln, die gelten, sind seine und die beinhalten, dass Du immer verlierst.
 
  • Like
Reactions: Deleted member 21908
D

Deleted member 20013

Gast
  • #27
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: Fraunette, Deleted member 21908, Deleted member 7532 und ein anderer User

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #28
Ja, wenn man auf echte Narzissten überhaupt reinfällt dann muss ja im sozialen Verständnis etwas nicht stimmen, das nimmt man gar intuitiv wahr. Nein, die können sich nicht verstellen z.B. sieht man es Trump innert Sekundenfrist an; vortäuschen ist die Spezialität der Borderliner. Klar sind sie sexy in ihrem Hochmut, nur weiss ja jeder auf was er sich einlässt und sollte sich brav unterordnen.
Meine Mutter ist eine Narzisstin. Sie kann einem verbal, das Herz klitzeklein zerschneiden, wie mit einem Skalpell, in einem einzigen Satz. Und wenn man es ihr erklärt, wie verletzend sie ist, dann meint sie nur, dass wäre nicht so. Das würde man nur so empfinden, sie meine es ja nur gut. Und da können zehn Leute daneben stehen, sie bleibt bei ihrer Meinung, sie kann die Verletzungen, die sie anderen zufügt, einfach nicht empfinden.
Was ist eigentlich dein Problem? Du weisst ja dass sie es nicht so meint, dann kannst du sie genau mit diesem Umstand ja trotzdem gerne haben. Sein ist wichtig, nicht Schein, davon gibts ohnehin bereits genug.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
7.174
  • #29
1) Kommt das irgendjemandem bekannt vor?
2) Wie seid ihr damit klar gekommen? (Ich bin jetzt noch gebeutelt, habe extreme Schlafstörungen, mein Selbstwert ist nicht gerade auf dem Höchststand und ich habe nur noch die Angst bei vielen Kontakten, wieder an so etwas zu gelangen).
3) Habt ihr bei Euch selber etwas festgestellt, was dazu führt, *so* etwas mitzumachen? In so eine Abhängigkeit zu geraten?

Wäre wirklich sehr dankbar für ernsthafte Rückmeldung!
Ja. Die Situation ist mir bekannt. Wenn auch nicht mit einem Partner, sondern einem nahen Familienmitglied, ähnlich wie bei @fleurdelis* .

Kontaktabbruch ist die einzige Chance (für mich). Denn ein solcher Mensch ist nmE nicht zu Selbstreflexion und damit nicht zur Weiterentwicklung fähig. Immer wieder hofft man - immer wieder Verletzung. Und der andere ist sowieso ständig im Schuld- und Beleidigtsein- Modus.

Ich kann auf mein Leben wirklich stolz sein - wenn ich stolz auf mich sein könnte. Der Selbstwert ist arg geschreddert.

Scheu dich nicht Hilfe/Beratung /Therapie zu suchen. Freunde etc. sind da oft guten Willens, aber überfordert. Und es kann dauern. Aber gib dir keinesfalls die Schuld. Und gräm dich auch nicht, da "hineingeraten" zu sein. Das kann jedem passieren! Gerade loyalen und aufgeschlossenen und reflektierten Menschen.

Nimm dir Zeit. Und JA, es gibt sie noch, die Nicht-Narzissten. Du bist da jetzt nicht drauf abonniert. ;) Keine Angst.:)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Deleted member 21908 and fleurdelis*

Xeshra

User
Beiträge
2.894
  • #30
Ach, Ihr habt doch einen Sprung in der Schüssel, als ob es ein ganzes Meer von Narzissten gäbe und ihr ständig davor aufpassen müsst.:p

Sorry, ich möchte ja nicht mangelndes Taktgefühl zeigen mit möglichen Involvierten, jedoch halte ich diese monotone und allzu radikale Betrachtungsweise nicht für förderlich.
 
Zuletzt bearbeitet: