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  • #31
Zitat von Unbewusst:
Ist immer ein Einzelfall. bei ihr war es in der Familie. Ihr Opa, mit dem sie sich sehr gut verstand, war ein Choleriker, bei ihr ist es subtiler. Sie hat ihre Qualitäten, sonst wäre ich nicht 13 Jahre mit ihr zusammengewesen. Mit mir wird's schwierig, wenn man mir an meine Grundbedürfnisse geht, Sport z.B. Es gibt einige wenige Dinge, die sind unverzichtbar für meine psychische Gesundheit und nicht verhandelbar. Es macht dann keinen Sinn sich an mir zu versuchen. Lässt man mir meinen Bereich bin ich ansonsten sehr entgegenkommend und auch belastbar.
Sie hatte ich kennengelernt, da war sie 14 und schon damals hinter mir her, während ich mir noch 7 Jahre dachte, lässt lieber die Finger von ihr. Da hatte ich auch meine wilde Zeit und da ist sie, wenn ich trampte, schon mal lieber vorbei gefahren. Ich wusste dann also worauf ich mich einließ! Ich war halt der Überzeugung, es wird sich schon was bewegen.
Tat es nicht!
Dann das Kind. Ich als Nummer Null kann man nur verstehen, wenn man solch eine ausschließliche Fixierung auf's Kind selbst erlebt hat. Mit mir geht das nicht. 3 Jahre haben wir es ausgehalten, mit einer Stimmung, die ich für das Kind jenseits des Zumutbaren wusste. Ich kam dann von einer Geschäftsreise und die Bude war leer. So durch die Wohnung gehend, das auf mich wirken lassend, fiel mir eine Riesenlast von der Seele.

Was hatte ich gehofft, dass sie freiwillig einem gemeinsamen Sorgerecht zustimmt! Tat sie nicht, ihre Eltern, d.h. ich hatte null Rechte. Im Falle ihres Todes wäre mein Kind an Opa und Oma gegangen. So eine unfassbare .eiße!
Guten Willens war sie, ist sie. Sie wollte ihrem Sohn den Vater erhalten, ich holte ihn praktisch jedes Wochenende. Sie war immer schwierig, auch die beiden hatten regelmäßig ihren Schaff miteinander. Ziemlich unpädagogisch suchte sie mich, auch mit externer Hilfe, für ihre Sicht einzunehmen. Das letzte mal versuchte ich ihn zu mir zu holen als er 18 wurde. Das neue Umfeld, die alten Kontakte, das hat er sich nicht getraut. Kurz danach zog er aus und wohnt seitdem alleine. 21 wird er jetzt, ein intelligentes, sensibeles, eher ruhiges Pürschlein. Das hätte ich ihm so gerne erspart.

:/

Das Gefühl mit der Riesenlast, die von der Seele fiel, kenn ich gut. Ich hab in 10 Jahren bei jedem Streit immer den Diplomaten gespielt, um ihre aufbrausende emotionale und irrationale Gesprächs- und Verhandlungsführung zu einem vernünftigen Ergebnis zu bringen. Und ich dachte immer das wär gut für mich aber ich hab mich damit nur mehr und mehr in eine Depression geritten, weil ich meine eigenen Gefühle immer zurückstellen musste. Sie hatte so ein Riesenproblem damit ihre Impulse zu kontrollieren, das jede vernünftige Diskussion im Atomkrieg geendet hätte. Bis mir der Kragen geplatzt ist.

Als ich dann mit 5.1 Heimkino-System, Sky-Bundesliga Receiver und Ehrenurkunde von 1999 vor der Tür stand, fiel mir ein riesieger Ballast von der Brust. Dieses Gefühl kann man niemanden beschreiben, der das nicht schonmal erlebt hat. Wie das ABlegen der Langhantel nach ner 150 kg Kniebeuge. Wunderschön und im Nachinein glaube ich auch, war das der Punkt, wo ich erwachsen wurd; mit 30 :).

Was machst denn für Sport ?
 
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  • #32
Zitat von balle:
Lieber unbewusst, ich musste schon etwas grinsen über dein "halt mit ner Dipl.-Päd": da schwingt ja ganz schön was mit.......;-)) Da halt ich mich mal mit meiner pädagogischen Besserwisserei lieber zurück...;-))
Halb so wild, auch der Dipl.-Päd schützt halt nicht.

Wir haben uns übrigens schon klar füreinander entschieden, den Verlobungsring trage ich inzwischen wieder (nach einem von uns selbst verpatzten Hochzeitstermin...).
Das ist so wichtig! Hatte ich mit der Mutter meines Kindes nicht hinbekommen. Viel Glück! Viel Erfolg!

Kannst du eigentlich auch deinen Part an eurer Trennung sehen?
Nein! Dann erst nahm ich den Spiegel und reflektierte 20 Jahre ununterbrochen und intensiv von allen Seiten was ich sah. -Und es gefiel mir! ^^
 
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  • #33
Zitat von entropie:
Nur noch Tischtennis. Die Gelenke machen anderes nicht mehr mit. Ich habe alles mögliche gemacht. Ich bin groß, Basketball, Handball, Schwimmen, Judo, Boxen, Laufen war ich gut, war aber ungeliebt. Für mich sind es die Rückschlagsportarten, die kann ich einfach. Also Tennis, ist mir zu langweilig, Squash, allerdings beide im selben Court rumhauend hemmt mich, Tischtennis, habe ich vergleichsweise kein Talent, wusste aber schon als junger Kerl, dass ich das auch noch als alter Depp spielen kann. Und dann Badminton. Ich wirke eher ruhig, habe aber viel Energie. Badminton war perfekt für mich. Ich stehe dann auf dem Platz rum, der Puls schlägt mir hart gegen den Kopf, ich habe einen Tunnelblick und sehe nur noch den Gegner, den Federball, den Platz. Physisch und psychisch an die Grenze zu gehen, konnte mir ein tagelanges High verschaffen. Einzel war gut, Doppel ist besser. Die Qualität des Spiels durch das gegenseitige Verständnis, das gute Zusammenspiel zu verbessern, ergibt ein Spiel, das alleine nicht möglich ist. Man ist völlig aufeinander angewiesen, du erlebst deinen Partner, dich selbst am Limit, auf Gedeih und Verderb. Ich liebe es.

Als ich dann mit 5.1 Heimkino-System, Sky-Bundesliga Receiver und Ehrenurkunde von 1999 vor der Tür stand, fiel mir ein riesieger Ballast von der Brust. Dieses Gefühl kann man niemanden beschreiben, der das nicht schonmal erlebt hat. Wie das ABlegen der Langhantel nach ner 150 kg Kniebeuge. Wunderschön und im Nachinein glaube ich auch, war das der Punkt, wo ich erwachsen wurd; mit 30 :).
:) Och, als ich mit meiner Ex zuende war, hatte ich ihr den ganzen Kladderadatsch gelassen und mich komplett neu eingerichtet. Ich brauchte "Platz". Knuffige kleine Wohnung für mich alleine mit Glasfront im Wohnzimmer, kleinem Wintergarten, gestopft mit Pflanzen, endlich wieder meine Pflanzenaquarien gestellt, für die hatte ich jahrelang keine Zeit, und auch ein fettes Entertainment mit allem Schnick und Schnack, incl. Sky Vollabo. Eine Männerwohnung mit Eichenholz, Leder, Pflanzen, Wasser und Elektronik! Balsam für die Seele. Meiner Frau ist die Wohnung nichts, macht nichts. Sie mag es weiß, shabby vintage look.
 
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  • #34
Zitat von Unbewusst:
Nur noch Tischtennis. Die Gelenke machen anderes nicht mehr mit. Ich habe alles mögliche gemacht. Ich bin groß, Basketball, Handball, Schwimmen, Judo, Boxen, Laufen war ich gut, war aber ungeliebt. Für mich sind es die Rückschlagsportarten, die kann ich einfach. Also Tennis, ist mir zu langweilig, Squash, allerdings beide im selben Court rumhauend hemmt mich, Tischtennis, habe ich vergleichsweise kein Talent, wusste aber schon als junger Kerl, dass ich das auch noch als alter Depp spielen kann. Und dann Badminton. Ich wirke eher ruhig, habe aber viel Energie. Badminton war perfekt für mich. Ich stehe dann auf dem Platz rum, der Puls schlägt mir hart gegen den Kopf, ich habe einen Tunnelblick und sehe nur noch den Gegner, den Federball, den Platz. Physisch und psychisch an die Grenze zu gehen, konnte mir ein tagelanges High verschaffen. Einzel war gut, Doppel ist besser. Die Qualität des Spiels durch das gegenseitige Verständnis, das gute Zusammenspiel zu verbessern, ergibt ein Spiel, das alleine nicht möglich ist. Man ist völlig aufeinander angewiesen, du erlebst deinen Partner, dich selbst am Limit, auf Gedeih und Verderb. Ich liebe es.

Ja geil ! Ich muss zugeben so sportlich war ich nie aber da hab ich was verpaßt. Wir haben damals gezockt wie Marodeure. Ich war einer der ersten beim Online-Gaming und hab damals nen Riesenclan aufgebaut. Am Ende waren wir glaube ich 53 Mann und unsere beste Platzierung war Rank 19 von knapp 2000 Clans in der Europaleague. Das war Wettkampf pur hab auch die ganze aktive Zeit im ersten Team gezockt und Freundschaft pur. Auf den lokalen Netzwerkparties waren wir immer die Underdogs, wurden völlig unterschätzt und haben die Party gewonnen. Waren allet hochintelligente Menschen, wenn ich überleg wat die heute allet machen, da war ich noch der Blödste. :D

Vor 2 Jahren erst, so nach der Trennung mit 30 hat mich ma nen Kumpel mitgenommen zum Klettern. Erst war ich skeptisch aber dann schnell verliebt. Halbes Jahr später hat ich Vollausstattung fürs Krafttraining in der Bude. Mittlerweile Klettern wir schon 7er und 8er Routen an und wollen jetzt demnächst mal an den Fels. Vorstieg bin ich noch unerfahren aber kann man hier für 20 Euro an der Uni lernen. Die ganzen Proleten im Fitnessstudio hab ich auch schnell ins Herz geschlossen. Der eine Kollege, der 120 kg drückt, dem geb ich jetzt Mathenachhilfe und er hilft mir, wenn ich ma 80 kg drücken will :). Die Welt kann so schön sein, wenn man es nur will.

:) Och, als ich mit meiner Ex zuende war, hatte ich ihr den ganzen Kladderadatsch gelassen und mich komplett neu eingerichtet. Ich brauchte "Platz". Knuffige kleine Wohnung für mich alleine mit Glasfront im Wohnzimmer, kleinem Wintergarten, gestopft mit Pflanzen, endlich wieder meine Pflanzenaquarien gestellt, für die hatte ich jahrelang keine Zeit, und auch ein fettes Entertainment mit allem Schnick und Schnack, incl. Sky Vollabo. Eine Männerwohnung mit Eichenholz, Leder, Pflanzen, Wasser und Elektronik! Balsam für die Seele. Meiner Frau ist die Wohnung nichts, macht nichts. Sie mag es weiß, shabby vintage look.

Jo, mit 30 hatte ich meine erste Bude. Also die erste die ich alleine eingerichtet hab. :) So kanns gehen...

Prost, auf die Ex Frauen, schön waren sie und Gott hab sie seelig :)
 
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  • #36
Wennde ma Bock auf Klettern hast, Nähe Ruhrgebiet sag Bescheid^^
 
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  • #37
Zitat von Sieben:
Hallo balle,

wer von euch beendet die Beziehung denn immer wieder? Oder macht ihr das mittlerweile beide?



den letzten Part verstehe ich nicht. Man wird misstrauischer - warum? Und warum steigt die Idealisierung der Partnerschaft?

Liebe Sieben,

ich beendete diese Partnerschaft in drei Jahren dreimal. Habe also offensichtlich ein Problem, arbeite mit prof. Hilfe an dieser offensichtlichen Verletzlichkeit. Mein Freund hat andere Baustellen, die mich wohl zu diesem Schritt bringen, über die ich im Netz nicht schreiben will, ich hoffe, du verzeihst. Wir beide wollen diese on-off-Beziehungsmuster durchbrechen und haben auch eine prof. Hilfe dafür. Ich glaube, dass sich diese Arbeit und Mühe lohnt, schließlich würde sich mein Trennungsverhalten vielleicht auch mit einem anderen neuen Partner so fortsetzen. Außerdem ist er es mir absolut wert. Wir haben beide Angst davor unsere Muster zu wiederholen, wollen diese anstrengenden und dramatischen Auf-und Abkurven überhaupt nicht! Wolke 4!!!!

Zum Thema "misstrauisch werden": Auf PS gibt es eben auch Männer, die einen täuschen und betrügen. Meine offene Art und mein unbeschwertes Herangehen an ein Kennenlernen wurde mit der Zeit dadurch echt beeinträchtigt.
Gleichzeitig sehnt man sich nach jeder Enttäuschung mehr nach einem perfekten Partner. Aber für mich ist diese Auswahl über PS nichts, vielleicht weil ich auch mit meinem Herzen noch bei meinem Ex-Freund war, ohne es wirklich zu merken.
Ich hatte vor Jahren mal nach der Trennung vom Vater meiner Kinder zwei ganz tolle Beziehungen geführt, die über PS zustande kamen. Da war ich noch völlig unbelastet und ohne Kriterienkatalog! Heute hätte ich diese Männer wohl weggeklickt...
 
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  • #38
Hallo balle,

ich finde es toll wie du mit den Beziehungsproblemen umgehst. Dein Partner muss dir sehr wichtig sein und professionelle Hilfe ist ein guter Weg. Hier in diese Rubrik ist Selbstreflexion wohl eher eine weibliche Eigenschaft. Es sind immer zwei die da interaktieren und beide machen Fehler die sie oft selbst nicht erkennen, da ist ein objektiver Blick von außen sehr hilfreich um das Elend so einer Beziehung mit "Wackelkontakt" auf die eine oder andere Art zu beenden. Sieben hat da ganz Recht. Es kostet Kraft oder gar die psychische Gesundheit. Sie hat wohl aus solchen Erfahrungen gelernt. Man lügt sich doch nur selbst in die Tasche bis man mal wieder an der Realität scheitert.
 
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  • #39
Liebe Sieben,
Danke für deinen Optimismus, tut echt gut!!!!
"Wie geht so eine Trennung und wie seid ihr wieder zusammen gekommen?", fragst du. Das folgte nicht immer dem gleichen Muster. Beim letzten Mal waren meine Wut auf ihn und meine negativen Gefühle auf einmal wie weggeblasen, obwohl ich vorher wirklich überhaupt keinen Kontakt mehr wollte. Ich nahm also Kontakt über sms aus dem Urlaub mit ihm auf (also völlig entspannt und aus dem Gefühl heraus unsere böse Trennung mit totaler Kontaktsperre aufzuheben), wir trafen uns dann nach einigen Tagen mittags zum Essen und alles war irgendwie in unseren Herzen wie früher und fühlte sich richtig an, wie ein Nachhausekommen. Zeit und Abstand spielte für mich wohl eine große Rolle. Dadurch wurde unseren hitzigen Entzweiungen (immer nur auf verbaler Ebene) wohl das unvermittelt Verletzende genommen.

Lieber Henry VIII,
Danke für deinen netten Zuspruch! Ja, du hast natürlich Recht, es kann sehr viel Kraft kosten!!! Wichtig ist, dass man seine Selbstachtung behält und sich eben nichts in die Tasche lügt oder schönredet.
Die Angst vor einem erneuten Scheitern begleitet uns. Man will sich das nicht noch einmal gegenseitig antun! Das betonen auch unsere Freunde, vor denen man seine Glaubwürdigkeit einbüßt und die angesichts des Hin und Hers berechtigterweise nur noch die Köpfe schütteln. Vielleicht bin ich ja deshalb hier auf diesem Forum...;-))
 
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  • #40
Hallo balle,
Jeder Mensch hat seine neurotischen Ecken wo er die Realität über- oder auch unterinterpretiert.. Wenn man einander kennt und auch sieht wo man selbst und der Partner Fehler hat. lernt man auch miteinander umzugehen. Vielleich kann man den Anderen frühzeitig in einer prekären Situation warnen und sagen Vorsicht du verrennst dich möglicherweise. Diese neurotische Ecken hat man oft schon als Kind erlernt.Da waren sie wohl nützlich aber jetzt laufen sie noch immer automatisch ab und stören die Persönlichkeit und die Umwelt und machen viel kaputt
 
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  • #41
Zitat von balle:
Ihr Lieben,
seit einiger Zeit bin ich wieder (sehr glücklich) mit meiner großen Liebe zusammen. Wir führen seit einigen Jahren eine intensive Achterbahn-Beziehung, die immer mal wieder Pausen braucht: wir geben uns sehr viel, fechten aber auch viel aus...trotzdem können wir nicht voneinander lassen und versuchen es immer wieder neu miteinander (auch mit professioneller Hilfe).
Was meint ihr? Wie stabil muss eine Beziehung sein, wie bewertet ihr Trennungsphasen in einer Liebe?

Da jetzt meine Zeit bei PS wieder endet, auch noch kurz mein Fazit dazu:
postiv: man lernt durch die Kennenlernversuche einiges über sich neu kennen (z.B. dass Sex ohne Liebe der Seele nie gut tut-auch bei Freundschaft plus- oder dass es einfach keinen Kriterienkatalog für die Liebe geben kann)
negativ: man wird durch diese "Wegwerfsuche" (ein Klick, es wartet ja der nächste) und durch Vertrauensmissbrauch von Betrügern auf PS immer misstrauischer, die Seele erkrankt, die Sehnsucht nach einer angeblich idealen Partnerschaft, die es eigentlich so nicht gibt, steigt.

Freue mich über Kommentare!


Klingt für mich nach einer stark destruktiven Beziehung. Nach meiner Meinung, kennt wahre Liebe keine Trennungen.
 
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  • #42
Alle Menschen sind verschieden und jeder ist einzigartig. Da gibt es immer Reibungspunkte und man muss Kompromisse eingehen, aber nicht bis zur Selbstaufgabe
 
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  • #43
Liebe Sieben,
es hat einen Grund, dass ich gegangen bin, der auch in der verletzenden Art meines Freunde begründet ist. Bisher hatte ich auch sehr lange über zig Jahre gehende Beziehungen. Mein Davonlaufen muss nicht unbedingt ein Muster bzw eine Störung von mir sein, auch wenn ich bisher immer verlasse und nicht verlassen wurde.

Was ist für dich Liebe???? provokant (und nicht meine Überzeugung): vielleicht "braucht" meine Freund mich ja nur, ist abhängig von meiner Leidenschaft? An alle: was ist für euch Liebe?
 
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  • #44
Liebe Sieben,
bitte vergleiche mich nicht mit dem Freund deiner Freundin, das sind ja schreckliche Szenen und natürlich alles andere als Liebe...
 
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  • #45
Hallo Sieben,
stelle mich bzw. meinen Namensvetter doch nicht ganz so negativ dar. Von seinen sechs Frauen hat er schließlich lediglich zwei köpfen lassen und die Anderen durften den Rest ihres Lebens in Gefängnissen oder Klöstern schmachten.. Und alle WIRKLICH ALLE hat er vorher aufs Innigste geliebt..
Mit cholerischen Menschen ist wirklich nicht gut Kirschen essen. Ich habe es an diesem Wochenende in der eigenen Verwandtschaft erlebt.Es war auch eine On Off- Beziehung. Sie ist geschieden und hat einen dreijährigen ganz lieben Sohn. Beide Partner leben im gleichen Ort und kennen sich seit bereits seit Jahren als die Beziehung beginnt. Er ist über einsneunzig groß aber sanft wie ein Lamm. und völlig offen zu Ihr. Sie rastet wegen Kleinigkeiten aus, brüllt herum, schlägt und beißt ihn sogar. Beide haben wohl gemerkt die 30 bereits hinter sich. In so einem Alter haben sich Menschen eigentlich im Griff. Er flüchtet sich anfangs in seine eigene Wohnung und nach einigen Tagen ist Versöhnung. Schließlich ziehen sie sogar zusammen, obwohl seine Schwester und seine Freunde ihn warnen. Das Elend geht weiter und beide lernen nichts dazu. Er kriecht weiter zu Kreuze und sie lässt ihre unberechtigte Wut an ihm aus. Jetzt kommt er immer mal bei seiner Mutter unter.. Am Samstag, es ist der Geburtstag ihres Sohes, telefoniert er in ihrer Gegenwart mit einer gemeinsamen Freundin. worauf sie eifersüchtig wird und einen Tobsuchtsanfall bekommt. Heute ist er dann mit seiner gesamten Habe bei seiner Oma aufgetaucht, die ihm Asyl gewährt. Angeblich ist jetzt entgültig Schluß. Ich bin mir da nicht so sicher.
Irgend wie ist so etwas auch eine symbiotische Beziehung. Der eine Partner hat seine (kindlichen) Emotionen nicht unter Kontrolle. Der andere ist ängstlich und läßt sich vom starken Partner der natürlich auch Schutz vor der bösen Welt bietet,alles gefallen.So lange sie zusammen bleiben muß keiner sich anstrengen um zu einer reifen Persönlichkeit zu werden.
Na, Sieben erinnert dich das an deine Freundin? die Muster sind oft ähnlich, auch wenn sich die Fälle unterscheiden Man sollte denken mit ein wenig Selbstkritik und Freunden die einem auch mal die Meinung geigen, soltte man sowas bis zum Erwachsen werden im Griff haben, Leider sind wir Menschen nicht so. Ich habe in meinem Leben auch selbst genug Mist in Beziehungen gebaut. Niemand gibt gerne Fehler zu, auch nicht vor sich selbst. Auch hier im Forum finden sich genug Menschen die den ganzen Tag in den Spiegel schauen und nur Schönes finden.
 
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  • #46
Ja, Sieben das Zitat ist schön. Eine Definition von Lebe ohne Sex und Erotik, aber tiefer Zuneigung
 
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  • #47
Hallo Balle
Ich habe auch mal so eine Beziehung gelebt. Sie war sehr anstrengend und oft war ich auch traurig. Aber ich habe sie als Liebesbeziehung erfahren und immer neu dazu gelernt.
 
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  • #48
Liebe Senta,
die Anstrengung verhindert wenigstens Langeweile...Im Moment sind wir aber in einer Hoch-Zeit. Ja, man lernt dazu, weil man durch den anderen ständig herausgefordert wird an sich zu arbeiten und man dadurch nicht stehen bleibt. Ich hoffe, mithilfe unserer Therapie können wir unsere Beziehung stabiler machen. Seit einigen Wochen hatten wir keinen heftigen Streit mehr und sind uns noch näher gekommen...
Wieso ging es bei euch auseinander, wenn ich fragen darf? Hattest du keine Kraft mehr?
 
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  • #49
Zitat von Sieben:
Ich hab nur indirekt Erfahrungen damit. Eine Freundin hat sowas durchgemacht. Ihr Exfreund hat immer wieder aus nicht nachvollziehbaren Gründen die Beziehung beendet. Er ist Choleriker und hatte offensichtlich verschiedene Trigger, die ihn dazu veranlassten, sich selbst durch Brüllerei hochzuschaukeln, bis er dann jedesmal die Trennung vollzog. Dann sperrte er ihr immer den Kontakt, solange er es wollte. Ihr Fehler war der, dass sie immer wieder auf ihn zuging. Dadurch wurde er in seinem Tun bestärkt. Es ist ihm nie gelungen zu erkennen, dass diese Störungen von ihm ausgingen und dass sein Handeln irrational war. Tragischerweise hat er diese Situationen früher schon mit anderen Partnerinnen erlebt. Schuld waren seiner Meinung nach jedesmal die Frauen. Meine Freundin, eine sehr sensible Frau, hat extrem gelitten. Wir haben ihr eigentlich alle zugeredet, sie solle es mit ihm doch lassen, er wird immer auf seiner Meinung beharren und nichts Abweichendes zulassen. Er hätte sie auf Dauer zerstört, da sein Verhalten darauf abzielte, Zwang auf sie auszuüben, Dinge zu akzeptieren, die sie nicht akzeptieren konnte.

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Hallo Sieben
was macht die On-Off- Beziehung deiner Freundin. Ich könnte wetten, sie hat alle Ratschläge von DIR und ihren anderen Freunden zur Seite geschoben und die Beziehung mal wieder auf ON gestellt bis das gleiche alte Schema wieder von vorn anfängt. Das ist ein sich drehender Kreislauf der so lange geht bis Körper oder Geist schlapp machen. Irgendwann wird auch den besten Freunden die Geduld ausgehen und sie werden sich zurück ziehen.
Deine Schilderung hat mich an meine letzte Freundin erinnert In den ersten beiden Jahren hatten wir auch immer Streit mit Funklöchern von zwei bis vier Wochen. Ich habe fast jedesmal klein bei gegeben Sie war aus Prinzip immer im Recht und auch völlig unfähig zu Kompromissen. Sie schuf um sich eine Aura des geheimnissvollen. Ich traf sie mal abends in der Stadt, da meinte sie, sie hätte ein Date gehabt!! Dabei war sie bloß bei einer Freundin zum lernen. Sie tanzte einmal im Keller des Studentenwohnheims die ganze Nacht ganz eng umschlungenmit einem Typ und ich durfte von der Theke aus zuschauen. Nebenher hat sie unheimlich gebechert. Zur Sperrstunde durfte ich sie dann in den Aufzug schieben, wo sie gleich umfiel und das Bewußtsein verlor. Ich hab sie dann in ihre Bude geschleppt wo sie den Teppich vollreierte.
Als ich sie anderntags zur Rede stellte , wurde alles verniedlicht. Meistens war ich sogar der Böse. Irgendwann habe ich auf gehört was zu sagen und ließ sie machen. Sie war zwar in Therapie, aber das war ich auch. Einzig die Urlaube waren gut wir sind mit dem Fahrrad oder Auto zum Campen gefahren. Wir waren beide sehr naturinteressiert und hatten auch sonst viele Gemeinsamkeiten. Einmal haben wir bei Dauerregen drei Tage nebeneinander im Zelt gesessen, zwischen uns eine Wand aus Reisetaschen und haben uns wütend angeschwiegen. Leider bin ich auch etwas nachtragend. Wir entfremdeten uns immer mehr. Irgendwann konnte ich keine Berührungen mehr von ihr ertragen. Immer wenn etwas schief in der Beziehung lief, war ich dran schuld. Sie machte aus Prinzip alles richtig Zum Glück hatte jeder seine eigene Wohnung, auch wenn sie meist bei mir wohnte Irgendwann hatte ich zu ihr überhaupt kein emotionelles Vertrauen mehr. Nicht, dass sie fremd gegangen wäre, ich hätte ihr auch alles Geld anvertrauen können, aber das Gefühl von ihr verstanden zu werden war völlig verschwunden. Stattdessen fürchtete ich dass sie Ihr Anvertrautes gegen mich verwenden könnte Diese ganze Beziehung zog sich über zwölf Jahre hin. Aus Verlustängsten und der Furcht vor Einsamkeit hatte ich mich für einen Schrecken ohne Ende entschieden. Während dieser Zeit sind mir zweimal Frauen begegnet bei denen ich Flugzeuge im Bauch spürte.Die eine ließ ich wegen meiner Beziehung links liegen, obwohl sie sich um mich bemühte. Sie hatte damals in der Fußballnationalmannschaft gespielt. Die andere lebte in Johannesburg und hatte im Widerstand des ANC gekämpft, Sie ist leider an Darmkrebs verstorben.
Nach diesen 12 Jahren habe ich viele Jahre privat einen großen Bogen um Frauen gemacht die ich irgendwie attraktiv fand
 
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  • #50
Zitat von Sieben:
Einmal hat sie seiner Meinung nach die Tür seines Autos zu laut zugeschoben, was dazu führte, dass er sie anbrüllte (öffentlich) und er sich umgehend trennte und die Kommunikation für Wochen einstellte,
Was ist Liebe?...sowas wie das bestimmt nicht..

Aber mich darfst du derzeit sowieso nicht fragen...ich weiß es auch nicht mehr.

Komisch das gleiche ist mir mit meiner Ex auch passiert. Sie fuhr damals einen uralten klapprigen Opel Kadett, an dem sie dauernd herumschraubte.Bei dem Ding musste man die Türen schlagen, damit sie zugingen. Sie wollte mich an einer roten Ampel rauslassen. Es war Rushhour mitten in Frankfurt. Ich stieg aus, schmiss die Tür zu und ging, ich Ahnungsloser. Am Nächsten Tag rief sie mich an und machte mich rund Was mir einfiele und warum ich sauer wäre usw.
 
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  • #51
Mir ist aufgefallen dass das letzte OFF, wie schlimm und verletztend es auch war, völlig verdrängt wird, , wenn die Beziehung wieder ins ON startet. Das ist wie bei Motten die immer wieder in eine Kerzenflamme fliegen, obwohl sie sich dabei jedesmal versengen. Motten haben kein Schmerzempfinden und statt eines Gehirns nur ein Oberschlund- und ein Unterschlundganglion. Menschen dagegen haben beides. Und ansonsten wohl einen an der Klatsche, auf Hochdeutsch Beziehungsneurose. Total begossen steht man als guter Freund da wenn, man in der OFF-Phase geholfen hat, die Mechanismen dieser neurotischen Beziehung offen zu legen. Plötzlich ist alles was vorher richtig war und logisch und einsichtig; vergessen und total falsch. Man kriegt plötzlich vorgehalten, man wolle die Beziehung zerstören.. Beim nächsten OFF ist man dann wieder gefragt. Der Student geht solange zur Mensa bis er bricht. Bei Krügen und Brunnen soll es sich ähnlich verhalten.
 
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  • #52
Wenn dir das so als ein guter Freund ergangen ist, ist das nicht schön! Erst hilfst du, dann bekommst du Vorwürfe! Auf solche Freunde kannst du verzichten...!
Wie war das in meinem Freundeskreis? Mir war das erneute On vor engeren Freunden eher unangenehm, gerade aus dem Gefühl heraus, sie vor den Kopf zu stoßen. Das habe ich ihnen auch so formuliert und zu meiner Überraschung gab es einige, die sich für uns gefreut haben und unsere Beziehung ernst nehmen, weil sie sehen, dass wir an ihr arbeiten.
Bei uns wird das letzte "OFF" eben nicht verdrängt, sondern (mit entsprechender Hilfe!) genau hingesehen, wie man solche Mechanismen durchbrechen kann. Ansonsten bliebe es ja bei einer zerstörerische kräfteraubenden On-off-Geschichte!
Vielleicht solltest du deinen Freunden den Rat geben, dass sie es eben nicht alleine hinbekommen und eine Paartherapie versuchen sollen...? Als Freund eine Beziehung zu psychologisieren ist sowieso schwierig, meist kennt nur das On-Off-Paar die Mechanismen ihrer Beziehung genau...
 
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  • #53
Hallo balle
wenn ich das richtig sehe ist deine On-OFF Beziehung (übrigens ein schöner Name. Hast du ihn selbst erfunden? Erinnert mich an die Flip- Flop Schaltung in der Elektronik) von besonderer Natur. Ihr seht beide ein, dass ihr Fehler macht und seid bereit euch zu ändern. Dabei werdet ihr beide, wenn es klappt, zu autarken Menschen heranreifen und dann könnt ihr entscheiden ob ihr zusammen bleibt oder ob die Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Ergänzungen nicht ausreichen und ihr euch trennt. Ihr beide arbeitet also auf eine Lösung hin.
In den meisten ON-OFF Beziehungen mangelt es an Selbsterkenntnis. Fehler macht nur der andere Partner Ursächlich ist, dass das Idealbild des Lebenspartners aus dem Bild der realen Eltern resultiert.
Alkoholikerkinder suchen sich oft alkoholkranke Partner.[/SIZE]
Geprügelte Kinder kriegen prügelnde Partner und cholerische Narzissten suchen sich Partner die schon als Kind klein bei gegeben haben, weil zumindest ein Elternteil narzisstisch und oder cholerisch war]
Man sucht sich das gleiche Milieu wie das in dem man aufgewachsen ist, da kennt man sich aus und weiß wie man agieren und reagieren muss.
Wenn es also gut für ein Kind ist, in Deckung zu gehen wenn der Vater tobt, wird man als Erwachsener das erfolgreich erlernte beibehalten. So ein wilder Kerl als Vater bietet auch Schutz nach außen, da wird man sich als Gatten einen eben solchen nehmen. Auf der anderen Seite wird der cholerische narzisstische Partner gar nicht auf die Idee kommen das er was falsch macht denn er hat mit seinem Verhalten immer Erfolg
]Leider sind diese Verhaltensweisen aus der frühen Kindheit nicht einfach erlernt, sondern geprägt. Man neigt also immer wieder dazu in diese Rolle zu verfallen
]Wenn sich so ein Paar findet, der Alkoholiker säuft sich die Welt schön, der Partner bringt das Leergut weg, meldet ihn beim Arbeitgeber krank, bringt Aspirin beim Kater usw.. Der narzisstische Choleriker brüllt herum, hat immer Recht geht keine Kompromisse ein, schlägtvielleicht gar zu. Sein Partner gibt klein bei, nimmt die Schuld auf sich lässt sich beschwichtigen wenn der Partner aggressiv wurde. [/SIZE]
Solche Menschen sind offenbar zufrieden mit ihrem Leben. Ein Leben als Neurotiker und Co-Neurotiker. Das ist eine Symbiose von der bösen Sorte. Was der eine zu viel hat, hat der Andere zu wenig und zusammen bereiten sie sich die Hölle auf Erden und halten sich, bis auf die OFF – Phasen für das ideale Paar
Ohne Leidensdruck der Beteiligten läßt sich da von Außen nicht helfen und ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass die in einer OFF-Phase erworbenen neuen Erkenntnisse mit der körperlichen Nähe des „Ex“Partners sofort verdrängt werden. Und das völlig unabhängig vom IQ der Beteiligten.
 
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  • #54
Hallo Henry, das siehst du alles meiner Meinung nach richtig! Du scheinst dich ja gut auszukennen mit Flip-Flop-Beziehungen und ihren Co-Abhängigkeiten...!
Unsere Mechanismen sind nicht so krass wie die, die du beschreibst. Aber auch bei uns gründen sich die Verhaltensmuster bei Auseinandersetzungen, in denen keiner nachgeben kann, auf die Prägungen der Kindheit, daran wird therapeutisch auch angesetzt.
Natürlich können solche stark polaren Beziehungen auch sehr leidenschaftlich sein. In diesen leidenschaftlichen Phasen werden dann die problematischen Muster sehr gerne verdrängt.
Du kannst nur für deine Freunde hoffen, dass der Leidensdruck eines Partners irgendwann so stark wird, dass er seinen Selbstwert retten will und die Beziehung beendet. In so einer Off-Phase ist er vielleicht zugänglich sich therapeutisch helfen zu lassen, auch ohne Partner für ihn selbst sinnvoll, denn die Muster wiederholen sich sonst auch in den folgenden Beziehungen mit anderen Partnern.
 
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  • #55
Ich z.B. hole mir auch unabhängig von der Paartherapie zusätzlichen prof. Rat...
 
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  • #56
Zitat von balle:
Aber auch bei uns gründen sich die Verhaltensmuster bei Auseinandersetzungen, in denen keiner nachgeben kann, auf die Prägungen der Kindheit, daran wird therapeutisch auch angesetzt.
Natürlich können solche stark polaren Beziehungen auch sehr leidenschaftlich sein. In diesen leidenschaftlichen Phasen werden dann die problematischen Muster sehr gerne verdrängt.

Hallo balle,

ich wünsche Euch beiden viel Kraft und glaube, bei Euch gibt es zumindest eine Chance, da ihr ja beide die Beziehung ernsthaft erhalten wollt und bereit seid Euch dafür professionelle Hilfe zu suchen. Das halte ich für sehr wichtig und ich habe viel Respekt davor.

Mir fällt es aber auch schwer dazu zu schreiben, da ich gerade so eine "ON/OFF - Beziehung" vor ca. 3 Monaten beendet habe. Diesmal soll es die letzte Entscheidung gegen die Beziehung gewesen sein. Vergleichend mein Ex hat ebenfalls bereits in seiner Kindheit belastende Erfahrungen gemacht und damit ist das Rollenverständnis von Mann / Frau bereits frühkindlich schwer gestört.

Wohl gerade weil ich sehr gut verstehen kann, dass auf der einen Seite die Beziehung sehr leidenschaftlich und gefühlvoll ist und es trogtzdem scheint das dann fast wie aus dem Nichts irgendwie der "Kontakt gestört" ist. Mein Ex konnte dann auch mit der gleichen Intensität in der er alles an Gefühl und Leidenschaft eingebracht hat ins zerstörerische umschlagen. Mein Anteil am "Scheitern" ist natürlich auch vorhanden aber ich habe mich auch oft wie auf einem "Drahtseil" gefühlt ja ich würde es schon bald "Kampf" für Ihn und für die Beziehung sehen und er hat nun mal auch gegen seine Vergangenheit und für die Beziehung gekämpft.
Das zehrt sehr an den Kräften und am Ende erlebt man dann selbst die Beziehung als manisch-depressiv und vielleicht auch gerade deshalb übersteigen die "Hochs" die herkömmliche Gefühlsebene. Für mich ist nun mit der Entscheidung, die ich gegen die weitere Beziehung gefällt habe auch eine "Art Befreiung erfolgt".

Auch wenn ich mir sicher bin, dass es kein zurück mehr gibt liebe ich ihn immer noch für all das was er auch für sich und für unsere Beziehung eingebracht hat. Wenn ich dann daran denke macht es mir die Entscheidung sehr schwer, weil ich weiß wie sehr er in seinem Leben verletzt wurde durch seine Kindheit. Auch, wenn mir heute klar ist die Liebe kann nicht alles überwinden bleibt doch ein tiefer Riss, der sich sehr unterscheidet von einer Trennung von jemanden, der diese Erfahrungen in seiner Kindheit nicht gemacht hat... Möchte das jetzt nicht überzeichnen aber das Erkennen auch meine Liebe konnte / kann das nicht heilen ist für mich die schwerste. Und das habe ich eigentlich schon vorher gewusst, naja weiß nicht, wie ich es einfacher beschreiben soll... hat dann wohl auch etwas mit sich schuldig fühlen zu tun, weil man einen Mann zurücklässt, nicht einfach, weil dieser nicht wollte oder nicht bereit war sich für eine Beziehung einzusetzen...

Höre jetzt mal lieber an der Stelle auf... auch, wenn ich für mich spüre das es jeden Tag mehr zur Vergangenheit wird der Schmerz wird wohl bleiben...

Ich wünsche Euch dass es Euch gelingt Eure Liebe zu erhalten und den Schmerz der Vergangenheit zu überwinden
 
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  • #57
Zitat von balle:

Liebe ist für mich vor allem BEDINGUNGSLOS!

Den anderen lieben um seiner selbst willen, mit all seinen Ecken und Kanten, seinen liebenswerten Eigenschaften und denen, die ich hasse.
Liebe ist für mich für den anderen da zu sein, ihm seine Freiräume zu gewähren, ihn nicht einzuengen, ihn nicht zu besitzen, sondern dankbar zu sein, einen solchen Menschen lieben zu dürfen, dankbar zu sein, dass dieser Mensch mich liebt.
Liebe ist für mich die Achtung und der Respekt vor dem anderen, ein Geben und Nehmen, ein ernsthaftes Interesse daran, dass es dem anderen gut geht.
Bedingungsloses Vertrauen und dass ich weiß, dass nichts von dem Vertrauten dazu benutzt wird, mir weh zu tun in einem Streit.

Ich habe auch ein halbes Jahr eine ON-OFF-Beziehung gelebt.
Diese Zeit war nur geprägt von Gefühlschaos, Hoffnung, Schmerz und immer wieder von dem Hochgefühl und dem Glück, wenn der Schalter auf ON gestellt wurde und es zu "Versöhnungssex" kam.

Im Grunde war es die schlimmste Zeit von Selbstbetrug.
Zum Glück habe ich dann aber gemerkt, dass meine damalige Partnerin den Schmerz brauchte, um überhaupt Glück empfinden zu können.
Wieso? Ich weiß es nicht und bin auch kein Psychologe. Und mit jedem OFF ging auch ein Stück Vertrauen verloren.
Meins ist das nicht und im Rückblick war es die größte Respektlosigkeit mir gegenüber, die ich jemals erfahren habe.

Fazit: Wenn OFF, dann OFF
 
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  • #58
Schon komisch, drei Wochen lag das Thema brach und plötzlich tut sich ganz viel auch mit neuen Foristen. Es ist wohl ein Thema von dem viele betroffen sind.
Ich hatte es fast schon vergessen ich habe selbst 12 Jahre in einer solchen Beziehung verbracht die eigentlich nach zwei Jahren nicht mehr haltbar war.. Da war dann immer die Furcht vor dem Allein sein, obwohl ich eigentlich sehr gut alleine klar komme. In der Theorie hätten wir auch bombig zusammen gepasst aber unsere neurotischen Ecken verkanteten sich immer wieder, da half auch keine Therapie.. Wir haben tolle Urlaube in Europas Wildnis (ja, die gibt es noch) mit Zelt Fahrad , zu Fuß oder einem alten klapprigen Kadett verbracht. aber immer wieder gab es Zank und keiner wollte klein bei geben. Wir haben mal drei Tage auf dem Darß bei Dauerregen nebeneinander im Zelt gesessen Zwischen uns eine Mauer aus Fahrradtaschen und haben uns wütend angeschwiegen. Ich habe dann die Beziehung beendet mit dem schwachsinnigen Satz; Wir können ja Freunde bleiben. Sie tauchte dann noch ein Jahr lang fast täglich bei mir auf, bis ich sie dann bei einem Streit entgültig raus geschmissen habe. Das ist jetzt 14 Jahre her und erst seit einigen Monaten kann ich wieder an sie denken ohne in Angst zu geraten. In den letzten Jahren konnte ich mich nicht mal mehr von ihr berühren lassen.. Inzwischen spiele ich mit dem Gedanken mich mal wieder bei ihr zu melden. Schließlich ist man doch einen beträchtlichen Teil des Lebensweges gemeinsam gegangen. Ich habe eigentlich mit meinen Exfreundinnen noch ein sehr freundschaftliches Verhältnis, soweit sie noch leben..
.Wie balle und ihr Partner ihre Probleme handhaben, finde ich vorbildlich, ich denke das ist jetzt schon eine belastbare Partnerschaft, leider ist sowas eher die Ausnahme..

Sandhund, ich weiß nicht was an Liebe bedingungslos sein soll. Das klingt so nach Groschenroman..Oder habe ich den ironischen Unterton nicht wahr genommen. Da müssen fehlerbehaftete Menschen (mindestens zwei) in einer ganz und gar nicht vollkommenen Realität miteinander auskommen.
 
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  • #59
@ Henry VIII:

Meine Erfahrung: Liebe wird in einer Partnerschaft sehr oft an Bedingungen geknüpft. "Mach was ich will, sei so wie ich es erwarte, lese meine Gedanken, spüre was ich gerade empfinde....." und dann wird dein "richtiges" Verhalten mit Liebe belohnt. Wenn nicht, wirst du "bestraft" mit Liebesentzug, Maulerei, usw.
Bedingungslose Liebe stellt keinerlei soclhe Bedingungen an den anderen. Man liebt diesen Menschen um seiner selbst Willen, mit all seinen Stärken und Schwächen und Fehlern - und dann sogar in einer unvollkommenen Realität *zwinker*
Ich kenne 2 solcher Paare, die seit Ewigkeiten glücklich miteinander sind.
Wenn das "Groschenroman" ist, ok, dann suche ich genau nach dem...........
 
D

Deleted member 4363

  • #60
Zitat von Sandhund:
@ Henry VIII:

Meine Erfahrung: Liebe wird in einer Partnerschaft sehr oft an Bedingungen geknüpft. "Mach was ich will, sei so wie ich es erwarte, lese meine Gedanken, spüre was ich gerade empfinde....." und dann wird dein "richtiges" Verhalten mit Liebe belohnt. Wenn nicht, wirst du "bestraft" mit Liebesentzug, Maulerei, usw.
Bedingungslose Liebe stellt keinerlei soclhe Bedingungen an den anderen. Man liebt diesen Menschen um seiner selbst Willen, mit all seinen Stärken und Schwächen und Fehlern - und dann sogar in einer unvollkommenen Realität *zwinker*
Ich kenne 2 solcher Paare, die seit Ewigkeiten glücklich miteinander sind.
Wenn das "Groschenroman" ist, ok, dann suche ich genau nach dem...........

Für meinen Geschmack zuviel Schwarz/Weiß.
Groschenroman...keine Ahnung!
Das was du im ersten Abschnitt beschreibst, ist wohl eher Abhängigkeit.
Alles andere, blauäugige Romantik! Märchen!
Ganz schön, aber unrealistisch. :)
 
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