Ed Single

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  • #1

Ohne Ziele im Leben wirkt das Leben langweilig

Vor langer Zeit habe ich mich in einem anderen Thread "beschwert", dass viele Frauen Wert darauf legen, dass der potenzielle zukünftige Freund/Ehemann noch Ziele im Leben hat. Ich war (mit Ausnahme der Partnersuche) wunschlos glücklich.

Allerdings habe ich mittlerweile gemerkt, dass das Leben auf Dauer langweilig wirkt (insbesondere wenn man Single ist), wenn man ohne weitere Ziele durchs Leben läuft.

Hat der ein oder andere von Euch auch diese Erfahrung gemacht?
 
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Tone

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  • #2
Wer mit Neugierde durch den Alltag geht, den behindern Ängste weniger herauszufinden was einen glücklich macht und was nicht. Eine möglichst offene Wahrnehmung hat einen grossen Einfluss auf die eigene Zufriedenheit und ist für enge Liebesbeziehungen wichtig. Diese Erfahrung habe ich gemacht.
 
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Fraunette

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  • #3
@Ed Single, ich kenne - glaube ich - keinen Mensch, der keine Ziele hat. Ist es nicht so, dass jeder irgendein Ziel verfolgt? Der eine möchte beruflich weiter kommen, der andere träumt vom Jakobsweg, der nächste möchte Berge erklimmen und andere wiederum träumen von einer Partnerschaft oder erfreuen sich einfach des Lebens und deren Ziel ist Zufriedenheit.

Ich habe mir darüber ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht, ob mein Partner ein Ziel haben sollte, dass er verfolgt (außer, dass er sich eine Partnerschaft wünschen sollte).

Allerdings habe ich mittlerweile gemerkt, dass das Leben auf Dauer langweilig wirkt (insbesondere wenn man Single ist), wenn man ohne weitere Ziele durchs Leben läuft
Auf wen wirkt das langweilig? Auf andere oder auf dich? Welche "Ziele" bewirken denn, dass das Leben nicht mehr langweilig wirkt?
Wenn ich daran denke, wie wichtig mir der Lauf war, den ich zuletzt absolviert habe. Darüber lachen andere vielleicht und können nicht nachvollziehen, warum er mir so wichtig war. Aber das habe ich ja nur für mich gemacht, und nicht, damit mein Leben nicht mehr langweilig wirkt (weder auf mich noch auf andere).
 
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chava

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  • #6
Ziele setzen im Leben ist immer gut.
Aber nicht nur gegen die Langeweile.

In jungen Jahren ist das recht einfach: Partner suchen, heiraten, Haus bauen, Baum pflanzen, Kinder kriegen und zu anständigen Menschen großziehen, einen Freundeskreis aufbauen, die Partnerschaft pflegen.

Aber wer denkt schon im Voraus ans Alter?
Bitte bitte liebe Männer, setzt euch auch in jungen Jahren schon Ziele dafür. Pflegt eure Gesundheit, durch ausreichende Bewegung und dezente Ernährung.
Damit ihr eure kostbare Freizeit im Alter nicht bei den Ärzten verbringen müsst.
Orthopäde, Internist, Proktologe, Urologe . . . :eek:
Ganz einfach darum, damit Frauen, die getrennt oder verwitwet sind, auch in meinem Alter noch genügend fitte Männer zur Auswahl haben . . . :rolleyes:;):rolleyes:
 
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Fraunette

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  • #7
https://www.youtube.com/watch?v=7DvitcfPJkE
... Langeweile heisst, gegen unseren Willen mit der Leere konfrontiert zu sein, die schon vor uns da war ... es geht bei der Langeweile immer um eine Suche ...
Mmmh, ich habe das Video nur bis zum Gespräch mit Dr. Baumann gesehen und verstehe den Bezug nicht auf meinen Post bzw. meinem erreichten Ziel.

Hier geht es ja nicht um Langeweile im Sinne von "nichts zu tun haben und mit der Leere konfrontiert zu werden". @Ed Single sprach doch davon, dass sein (Single)Leben langweilig wirkt.
Dein Leben wirkt auf dich langweilig? Nun. Dann beweg deinen Hintern und mach was draus. Es wird keiner kommen und dir sagen mach dies oder jenes.
 
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Tone

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  • #8
Hier geht es ja nicht um Langeweile im Sinne von "nichts zu tun haben und mit der Leere konfrontiert zu werden". @Ed Single sprach doch davon, dass sein (Single)Leben langweilig wirkt.
Im Video kommt das etwas später zur Sprache: sind wir nur deshalb geschaffen um zu handeln, um Ziele zu setzen?
Dann beweg deinen Hintern und mach was draus.
Was heisst das konkret? Sich ablenken, die totale Flucht? ;)
 
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Fraunette

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  • #9
Im Video kommt das etwas später zur Sprache: sind wir nur deshalb geschaffen um zu handeln, um Ziele zu setzen?

Was heisst das konkret? Sich ablenken, die totale Flucht? ;)
Ah, ok. Habe mir angesehen, worauf du hinaus wolltest. Ja, dann ist mein "Tipp", den Hintern in Bewegung zu bringen, die Aufforderung zur Flucht.

Ich lasse das jetzt erst mal "sacken" ... Ich habe - glaube ich - noch nie aus dieser Sicht über Langeweile nachgedacht. Interessant, was man hier im Forum alles lernt. Danke @Tone dafür ...;)
 
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  • #15
Ich unterscheide zwischen Zielen und Träumen.

Ohne Ziele kann man leben - etwa weil man sie erreicht hat und/oder zufrieden ist mit dem, was man hat - ohne Träume IMVHO nicht.

Manchmal werden Träume zu Zielen, wenn die Realisierung auch tatsächlich möglich scheint und man versucht, sie umzusetzen.

Und manchmal werden Ziele zu Träumen, wenn sie unerreichbar geworden sind ...
 
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Pit Brett

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  • #16
Junge Junge! Bei Lesen wird mir klar, warum ich bei PS für die positive Grundeinstellung (oder so ähnlich) einen Balken hatte, der den Bildschirm gesprengt hat ... Gefühlt bin ich bei @Tone -- und möchte ganz arrogant sagen: Sich Ziele setzen zu müssen ist ein Ausdruck von Mangel an Begabung. :)
 
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  • #17
Ich denke, das sind verschiedene Aspekte. Grundsätzlich kann es nicht schaden, sein Lebenskonzept zwischendurch mal zu checken. Alles da, fehlt noch was, alles gut? Denn fatal ist, irgendwann festzustellen, dass manches nicht mehr geht. Dumm gelaufen. (Besteigung des Mount Everest mit 85 ist theoretisch möglich, kommt praktisch wohl eher selten vor). Da hilft rechtzeitige Zieldefinierung der Zielrealisierung.

Dann gibt es die Interessen. Für Themen, Menschen, Tätigkeiten, usw. Und ja, die machen Partner interessant. Schön, wenn jemand mit sich im reinen und zufrieden ist und so vor sich hindümpelt. Aber bietet doch wenig für einen inspirierenden Austausch. Mir wäre das auf Dauer zu fad. Ich hab noch 1000 Dinge zu gucken, lernen, tun. Muss ja nicht mehr mit 1000 Sachen sein.

Und dann sind da noch die Träume. Die sind fast noch wichtiger, als die Ziele. Quasi das Salz in der Suppe. :)

Edit: Lese jetzt erst die Traum-Ziel-Deutung von @Traumichnich. Gefällt mir gut.
 
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Wolverine

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  • #18
Vor langer Zeit habe ich mich in einem anderen Thread "beschwert", dass viele Frauen Wert darauf legen, dass der potenzielle zukünftige Freund/Ehemann noch Ziele im Leben hat. Ich war (mit Ausnahme der Partnersuche) wunschlos glücklich.

Allerdings habe ich mittlerweile gemerkt, dass das Leben auf Dauer langweilig wirkt (insbesondere wenn man Single ist), wenn man ohne weitere Ziele durchs Leben läuft.

Hat der ein oder andere von Euch auch diese Erfahrung gemacht?
Definitiv. Ohne Ziele hat man keinen Drive. Ziele sind mir sehr wichtig und eines der Dinge, über die ich auch in einer Beziehung nicht diskutiere.
Hat sie ein Problem damit, das ich im Leben noch das und das erreichen will, kann sie gehen. Meine Ex, die sonst wirklich nicht schlecht war, hatte keine Ziele und hat immer so in den Tag hinein gelebt. Ich hab mit ihr Schluss gemacht deshalb.

Grad bei Männern sind Ziele immens wichtig. Durch erreichte Ziele gibt es Anerkennung und dadurch baut man Selbstvertrauen auf. Damit wiederum wirkt man attraktiver und kommt weiter im Leben.
Nettes Thema.
Zum Thema Ziele vs. Träume: Für mich gibt es kaum etwas, was ich mir vornehme, was ich als unterreichbar einstufe. Von daher sind meine Träume auch meine Ziele. Das grosse helle Haus am Hang mit Fernsicht, die abwechslungsreiche Partnerschaft, der herausfordernde Job, etc..
Alles erreichbar.
Ich hab als Maurer auf der Baustelle angefangen und arbeite heute im Anzug und berate Geschäftsleitungen dadurch, dass ich mir das zum Ziel gesetzt hatte.
 
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  • #19
Grad bei Männern sind Ziele immens wichtig. Durch erreichte Ziele gibt es Anerkennung und dadurch baut man Selbstvertrauen auf. Damit wiederum wirkt man attraktiver und kommt weiter im Leben. Nettes Thema.
Bei Personen mit Minderwertigkeitskomplexen stimmt das tatsächlich, die ihr Vertrauen in sich selbst über die Aussenwelt aufbauen müssen. Ein 'gesundes' Selbstvertrauen kommt nicht laut und aufdringlich daher, es ist kaum auf äussere Anerkennung angewiesen.
 
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Wolverine

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  • #20
Bei Personen mit Minderwertigkeitskomplexen stimmt das tatsächlich, die ihr Vertrauen in sich selbst über die Aussenwelt aufbauen müssen. Ein 'gesundes' Selbstvertrauen kommt nicht laut und aufdringlich daher, es ist kaum auf äussere Anerkennung angewiesen.
Was immer du meins Meister. Etliche Literatur ist anderer Meinung aber das zählt im PS Forum nicht.

Ein selbst gesetztes und dann erreichtes Ziel gibt einen eine Art innere Anderkennung. Also von sicht selbst für sich selbst sozusagen. Die Gewissheit, dass man etwas kann. Man nennt es Selbstvertrauen. Das Vertrauen in sich selbst, dass man ein gesetztes Ziel erreichen kann.....
 
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Tone

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  • #21
Ein selbst gesetztes und dann erreichtes Ziel gibt einen eine Art innere Anerkennung. Also von sich selbst für sich selbst sozusagen.
So formuliert hat Selbstvertrauen mit Selbstbeobachtung zu tun, in Beitrag #18 kommt das nicht so klar rüber. Danke für die Ergänzung.
Die Gewissheit, dass man etwas kann. Man nennt es Selbstvertrauen. Das Vertrauen in sich selbst, dass man ein gesetztes Ziel erreichen kann.....
... und als Teil des Selbstwertgefühls die eigene Persönlichkeit formt.
Mira Lobe hat zur Suche nach der eigenen Identität ein schönes Kinderbuch geschrieben ... https://www.youtube.com/watch?v=ozsk73p9Tbs
 

entropie

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  • #22
Ich hab damit Erfahrungen gemacht aber habe dazu eine eigene Interpretation.

Ich denke Ziele hab ich immer. Neben meinen globalen Themen wie die Befreiung der Natur, durch die Versklavung der Menschheit und der Erfindung des optoelektronischen Transistors hab ich meistens so Ziele wie: Garage aufräumen, ein Aquaristik-Profi werden oder eine Drohne bauen. Von daher bin ich der Überzeugung, Ziele hat man immer.

Aber ich hatte diese Zeit, wo ich gegen Ende meiner letzten Partnerschaft im 9to5 Job hing und danach glücklich zuhause saß. Da hab ich für nichts gebrannt und mir selber eingeredet, dass ich wunschlos glücklich sei. Dann als die Partnerschaft in die Brüche ging, kam mir das Leben noch sinnloser vor als zu der Zeit, wo ich mir immer eingeredet habe, wunschlos glücklich zu sein. Das letzte was dann noch Leidenschaft in mir ausgelöst hat, warn schöne lange Beine und so bekam ich auch den Eindruck, dass eine Frau der einzige Weg aus der Sinnlosigkeit des Daseins ist.

Allerdings fing ich in dieser Zeit auch wieder an, 2 Millionen Hobbies zu kultivieren. Ohne Frau hatte ich wieder Zeit dafür (die letzte war echt raumnehmend) und ich fing mich auch wieder an mit Kumepls zu treffen und ins soziale Leben zu stürzen (hatte mir die letzte komplett verboten). So bin ich dann langsam aufgewacht, Tag für Tag und rückblickend würde ich sagen, in der Zeit wo ich "wunschlos glücklich war", unterbrochen von Momenten von Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Lebens, hatte ich ne kleine Depression.

Aber frag mich jetzt nicht, was das Alles zu bedeuten hat. :)
 
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Julianna

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  • #24
[...] Themen wie die Befreiung der Natur, durch die Versklavung der Menschheit [...]
Guardians Of The Galaxy .... awesome Mix Tape ;) Herr Doktor Guardian

https://www.youtube.com/watch?v=vfWv7j4FIxQ

Y9A0S.gif


Trailer (Vol. 1)
https://www.youtube.com/watch?v=yz9Ji-JHbAc

Trailer (Vol. 2)
https://www.youtube.com/watch?v=IfVhzIV7F1U
 
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Mark1980

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  • #26
Ja ich kenne das mit den Zielen. Habe zur Zeit auch nicht wirklich welche. Alles das was ich mir mal vorgenommen habe ist auch erledigt und es ist nicht neues hinzu gekommen.

Ziele im Job waren recht klein stellt und die Herstellung einer kompletten Behausung in Eigenleistung ist getan. Danach hat man erstmal die Schnautze voll, das kann ich euch sagen.

Jetzt als Single mit 38 ist Netflix der größte Zeitvertrieb und meine diversen Hobbies. Man lebt so in den Tag hinein und steckt sich kleine Bauprojekte als Ziele, also in meinem Fall. Nicht immer erfüllend, ich weiß. Bei Parship bin ich eine Art Ladenhüter aber da ich extrem schwer vermittelbar bin weiß ich schon seit 20 Jahren.
 
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koerschgen

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  • #30
Ziele setzen im Leben ist immer gut.
Aber nicht nur gegen die Langeweile.
In jungen Jahren ist das recht einfach: (...)

Liebe chava,
Du hast bestimmt mehr im Leben gesehen als ich und Dein Mehr an Lebenserfahrung respektiere ich. In einem Punkt kann ich Deinem Beitrag jedoch nicht zustimmen: Wo sind die Ziele der Frau?
In jungen Jahren sind die Ziele eher ‘programmiert’, da man nach der Schule ggf weiter zur Schule geht, Work & Travel macht, eine Uni/FH besucht, etc. Solche Dinge reihen sich quasi aneinander. Ziele wie Haus und Kinder wuerde ein Mathedozent ggf triviale Loesung nennen. Vielleicht bin ich dabei zu sehr Ingenieur und/oder von meiner Lebenserfahrung beeinflusst? “Das Projekt” Partnerschaft kann beendet sein, sobald die Kinder aus dem Haus sind – natuerlich nicht in der Mehrheit, aber bei meinen Eltern war es so.

Sicherlich gibt es Aufgaben, die eine ‘traditionelle Rollenverteilung’ verlangen, dies schon rein biologisch. Trotzdem, Frauen, ihr koennt mehr als Kinder bekommen und seid fuer ganz viele Dinge sehr wertvoll. Genau das moechte ich wissen. Welche Ziele habt Ihr im Leben? Wie kann man Euch dabei unterstuetzen? Was macht Euch und damit die Partnerschaft besonders? Was kann man von Euch lernen? Was haelt fuer Euch eine Partnerschaft zusammen?
Solche Fragen finde ich spannend. ;)
 
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