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  • #107
AW: offene Beziehung

Guten Morgen (ihr Nachteulen;-)

worin die Lebenslust besteht ist natürlich austauschbar - werden natürlich ganz neue Interessen sein oder auch die selben, wie z.B. Sport oder Kultur ...

Aber auch Singleurlaube waren nicht einmal im Ansatz eine Diskussion ...
 
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  • #108
AW: offene Beziehung

Zitat von iceage:
Guten Morgen (ihr Nachteulen;-)

worin die Lebenslust besteht ist natürlich austauschbar - werden natürlich ganz neue Interessen sein oder auch die selben, wie z.B. Sport oder Kultur ...

Aber auch Singleurlaube waren nicht einmal im Ansatz eine Diskussion ...
Sprichst Du hier von Deiner vorherigen Beziehung oder von einer Frau, die eben auf Grund der völiig verschiedenen Lebensauffassung nicht zu Dir gepasst hat?
 
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  • #109
AW: offene Beziehung

Zitat von Else:
Sprichst Du hier von Deiner vorherigen Beziehung oder von einer Frau, die eben auf Grund der völiig verschiedenen Lebensauffassung nicht zu Dir gepasst hat?
hmmmm....

eigentlich spreche ich davon, dass wir in der Jugend unser Leben ohne viel zu Hinterfragen genießen - Partner hin, Partner her - und wir hier in sehr vielen Posts von Ersatzbefriedigung (bei 30+, 40+ oder 50+) sprechen, wenn Partner weg ...

... und im letzten Beitrag wollte ich nur sagen, wenn ich Lebenslust geschrieben habe, dann stehen bei einem Zwanzigjährigen wahrscheinlich andere Themen dahinter, als bei 40+

*die edit-funktion ist genial* ;-))))))
 
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  • #111
AW: offene Beziehung

Vielleicht leben wir auch in recht unterschiedlichen Erfahrungswelten. Aber ich kenne genug Zwanzigjährige, die ihr Leben stark hinterfragen, und viele Ältere, die sich das nur einmal in der Woche nach dem vierten Glas Wein gönnen - weil sie eben sonst einfach drinnstecken in der Maschine und laufen müssen.
Nicht ganz klar ist mir auch, inwiefern genau mehrstündiges abendliches Chatten Mittvierzigern (?) eine alteradäquaterere Lebensfreude bescheren sollte als "auszugehen". Kann ja jeder machen, wie er mag. Aber die Gründe dafür, manches sehr schnell als irgendwie problematische Ersatzbefriedigung herabzuqualifizieren und anderes als "altersgerecht" hochzuschätzen, fänd ich schon interessant.
Lauert da wieder ein Buch im Hintergrund, in dem für jedes Lebensalter die altersgemäßen Freizeitbeschäftigungen und Hobbys aufgeführt sind? :)
 
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  • #112
AW: offene Beziehung

es wird nicht qualifiziert oder schichtenartig Altersgruppen zugewiesen, sondern nur beispielhaft genannt; mag sein, dass ich bei den Beispielen von mir ausgegangen bin ;)
 
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  • #113
AW: offene Beziehung

Zitat von Andre:
Auch wenn das zu schwierigen Umständen führen kann, das ist es allemal wert.

Reife heißt also nicht, der Welt gegenüber bloß immer gleichgültiger zu werden, sondern immer geschickter mit ihr umzugehen.
Hm, vielleicht hast Du es ja anders gemeint, aber für mich hört sich das so an, dass man mit zunehmender Reife lernt, mehrere PartnerInnen gleichzeitig zu händeln, ohne dass eine von der anderen erfährt....(?) ;-) Und dass die Neugier auf neue Menschen, Partner, Affären, Beziehungen es wert ist, dafür denjenigen zu verletzen, der bisher an deiner Seite war? Weil das eben der Lauf der Welt ist?
 
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  • #114
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Zitat von luz do sol:
Hm, vielleicht hast Du es ja anders gemeint, aber für mich hört sich das so an, dass man mit zunehmender Reife lernt, mehrere PartnerInnen gleichzeitig zu händeln, ohne dass eine von der anderen erfährt....(?) ;-)
Nee, so hab ich's nicht gemeint ;-) Ich hatte dabei eine Aussage von Steve Jobs im Kopf: "Es geht nicht darum, Komplexität zu ignorieren, sondern sie zu überwinden." (Es ging in dem Zusammenhang um Einfachheit, über die Leonardo da Vinci(?) sagte, die sei "die höchste Form von Raffinesse".)

Im übertragenen Sinne meine ich damit, dass das Verlockende am "anderen Ufer" dem Menschen wohl grundsätzlich eigen ist und dass diese Eigenschaft insbesondere das Liebesleben nicht unbedingt vereinfacht (-> Komplexität). Man kann diesen "verwirrenden Sinneseindrücken" nun nachgehen, man kann sich davor verschließen ("ignorieren"), aber beides ist nicht "raffiniert" ("geschickt"). Muss es auch nicht, aber wenn man das Gefühl hat, dass es einen irgendwie nicht weiterbringt, also das Problem nicht löst bzw. ein anderes hervorruft, nützt es ja nun alles nichts. Mir ist es damals mit den zwei Frauen so gegangen, dass ich irgendwann selber nicht mehr so weiterleben wollte. Es war alles immer nur halb und nichts ganz, aber die Sehnsucht nach etwas Ganzem war immer da.

Nun, das Verlockende des "anderen Ufers" und die Sehnsucht nach etwas Ganzem stehen sich ja konträr gegenüber, und diesen Zwiespalt und die menschliche "Komplexität" überhaupt zu ignorieren, nützt gar nichts. Es bleibt einem nur übrig, die Tatsachen anzuerkennen und "geschickt" damit -- also mit sich selbst -- umzugehen, das beste aus dem zu machen, was man hat und was nicht.

Ich hab da jetzt auch nicht die große Ideensammlung, zumal ja jeder anders tickt, aber ein paar Sachen sind mir schon aufgefallen. Zum Beispiel, dass es -- wenn man mehreren "Versuchungen" nachgeht, es so einen "Point of no return gibt", oder anders gesagt, so einen Punkt, an dem ein Damm bricht. Dieser Punkt ist erreicht, wenn man das erste Mal mit jemand anderem in der Kiste war (also im sprichwörtlichen Sinne "erstmal Blut geleckt hat"). Wenn es sich jetzt nicht gerade um irgend 'ne Nummer im Suff handelt, gibt es dann kein Zurück mehr. Denn wenn es einmal passiert ist, ist es egal, ob es danach nochmal passiert und nochmal, das macht den Kohl dann auch nicht mehr fetter.

Wenn man solche "Mechanismen" kennt, hat man etwas in der Hand, womit man für sich selber fundierte Entscheidungen treffen kann. Zum Beispiel dass man, wenn man schon parallel datet, rechtzeitig alle anderen Sachen einfriert, sobald es in einer Sache ans Eingemachte geht, damit es einem nicht wie Buridans Esel geht. Wenn man das gehandelt kriegt, gut, ich hab's damals nicht hingekriegt. Geht man diesem Problem noch einen Schritt konsequenter auf den Grund, könnte man darauf kommen, von vornherein nur seriell zu daten. Die "Taktik" besteht also nicht nur darin, Komplexität zu überwinden, sondern sie gar nicht erst entstehen zu lassen.
 
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  • #115
AW: offene Beziehung

Zitat von Andre:
... "Point of no return gibt", oder anders gesagt, so einen Punkt, an dem ein Damm bricht. Dieser Punkt ist erreicht, wenn man das erste Mal mit jemand anderem in der Kiste war (also im sprichwörtlichen Sinne "erstmal Blut geleckt hat"). ... gibt es dann kein Zurück mehr. Denn wenn es einmal passiert ist, ist es egal, ob es danach nochmal passiert und nochmal, das macht den Kohl dann auch nicht mehr fetter.
Stimmt, ist mir in der Vergangenheit auch aufgefallen. An dem besagten Punkt ist fast alles egal. Das schlechte Gewissen wird zwar nicht reduziert, aber immerhin die Skrupel...

Zitat von Andre:
Wenn man solche "Mechanismen" kennt, hat man etwas in der Hand, womit man für sich selber fundierte Entscheidungen treffen kann. Zum Beispiel dass man, wenn man schon parallel datet, rechtzeitig alle anderen Sachen einfriert, sobald es in einer Sache ans Eingemachte geht, damit es einem nicht wie Buridans Esel geht. Wenn man das gehandelt kriegt, gut, ich hab's damals nicht hingekriegt.
Aber diese Erfahrungen machen das aus uns, was wir heute sind. Vielleicht das ein oder andere Mal gespickt mit mehr Ängsten, sowohl andere zu verletzen als auch verletzt zu werden, aber ich denke vor allem mit mehr "Weisheit" und Vorahnung, wenn sich annähernd ähnliche Situationen anbahnen. Zudem empfinde ich heute viel mehr Verständnis, wenn man mal wieder von jemandem hört, der einer "Versuchung" nicht widerstehen konnte.
 
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  • #116
AW: offene Beziehung

Zitat von luz do sol:
Zudem empfinde ich heute viel mehr Verständnis, wenn man mal wieder von jemandem hört, der einer "Versuchung" nicht widerstehen konnte.
Naja, aber mein "Verständnis" schwand doch merklich, als ich später mal selber der "Betroffene" war. Darauf bilde ich mir also nicht allzuviel ein. -- Was ich mir aber schon lange abgewöhnt habe (und mir auch als "Betroffener" nicht wieder angewöhnt habe), ist, solchen (Gefühls-)Dingen mit Moral zu kommen.
 
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  • #117
AW: offene Beziehung

Zitat von Andre:
Naja, aber mein "Verständnis" schwand doch merklich, als ich später mal selber der "Betroffene" war. Darauf bilde ich mir also nicht allzuviel ein. -- Was ich mir aber schon lange abgewöhnt habe (und mir auch als "Betroffener" nicht wieder angewöhnt habe), ist, solchen (Gefühls-)Dingen mit Moral zu kommen.
Moral ist für mich eine Form von Rationalität und Gesetzmäßigkeiten. Gebe ich dir vollkommen Recht, dass das nicht mit Gefühlen zu vereinbaren ist.
Leider hört man aber immer wieder den Ausspruch "DAS gehört sich nun wirklich nicht. DAS war nicht die feine englische Art." Bei solchen Sprüchen gruselt es mich.