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Maron

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Nur mal nebenbei (zum Thema Sendungsbewusstsein): Ich wurde direkt angesprochen und gefragt und habe entsprechend geantwortet.

öhm ja, ist das schlecht? Für mich nicht. Der erste weiblich besetzte Lehrstuhl an der Uni Wien für Vakzinologie ist eine Quotenfrau und in einem Interview sagte sie vor kurzem etwas sehr wichtiges... sinngemäß: " es ist für die feministische Entwicklung unabdingbar an einer Universität zu forschen und ebenso unabdingbar ist es, alle anderen Frauen ebenfalls zu unterstützen".. es geht um die Sichtbarkeit der Frauen in all ihren Lebensbereichen.

Ich musste als junge Unternehmerin zahlreiche Hürden dieser Art nehmen und unterrichte an der Uni und engagiere mich an der Basis.

Ich könnte gar nicht anders. Aber wenn man die Hürden nicht selber erlebt hat, wird einem das Thema wenig sagen bzw. stören.
 
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öhm ja, ist das schlecht? Für mich nicht. Der erste weiblich besetzte Lehrstuhl an der Uni Wien für Vakzinologie ist eine Quotenfrau und in einem Interview sagte sie vor kurzem etwas sehr wichtiges... sinngemäß: " es ist für die feministische Entwicklung unabdingbar an einer Universität zu forschen und ebenso unabdingbar ist es, alle anderen Frauen ebenfalls zu unterstützen".. es geht um die Sichtbarkeit der Frauen in all ihren Lebensbereichen.

Ich musste als junge Unternehmerin zahlreiche Hürden dieser Art nehmen und unterrichte an der Uni und engagiere mich an der Basis.

Ich könnte gar nicht anders. Aber wenn man die Hürden nicht selber erlebt hat, wird einem das Thema wenig sagen bzw. stören.
Das ist alles sehr löblich.

Ich störte mich nur an dem Begriff "Sendungsbewusstsein", da dieser eher negativ konnotiert ist.
 
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Megara

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Ach......
hatten wir nicht eine Art to ignore sth/ a person
vereinbart?


Lief doch gut.
 

Megara

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Wir sollten mit dem zitieren aufhören, egal in welchem Thread.
 
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  • #16.994
Warum gibt es immer noch den Ehegattensplitting

Also als Steuerberater bin ich da ja nun vom Fach und SO unlogisch wie immer getan wird finde ich das Ehegattensplitting jetzt nicht.
Die Begründung für das Ehegattensplitting ist ja der dass die Ehegatten sozusagen eine "Wirtschaftsgemeinschaft" bilden und in EINE Kasse wirtschaften. Daher soll das was sie verdienen auch gemeinschaftlich besteuert werden. Diese Logik ist ja nun nicht von der Hand zu weisen.

Natürlich gibt es auch gute Gründe gegen das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form. Man muss aber, wenn man es abschaffen wollen würde bedenken, dass das für die Familien teilweise massive Einbußen beim Nettoeinkommen bedeuten würde. Dessen muss man sich bewusst sein und sich gegebenenfalls überlegen wie man das ausgleichen möchte.

Als Grundsatz kann man ja nach wie vor sagen dass sich das Splitting um so mehr auswirkt je mehr die Einkommen der Partner auseinandergehen. Am meisten profitiert ein Paar bei dem der eine alles verdient und der andere gar nix. Je mehr die Schere zusammengeht desto geringer wird der Vorteil. Das kann man natürlich kritisieren. Aber letztendlich sollte man halt meines Erachtens schon jedem Ehepaar selber überlassen wie sie die Verteilung wer wie viel arbeitet intern organisieren möchten. Natürlich ist es unfair wenn Männer im Schnitt mehr verdienen wie Frauen. Aber es ist halt momentan (noch) so. Und das bedeutet dass in ganz vielen Familien eine Umschichtung von Mann auf Frau, d.h. Mann arbeitet weniger und Frau mehr weniger Netto bedeutet. Und das können sich in Zeiten immer weiter explodierender Lebenshaltungskosten, vor allem für Wohnen und Energie, halt dann viele schlichtweg nicht leisten.

Wie gesagt ich bin kein glühender Befürworter des Splittings. Aber man muss eben der Tatsache ins Auge sehen dass viele Familien halt dringend MEHR statt weniger netto benötigen würden (ich betone nochmal die Lebenshaltungskosten). Und die Abschaffung des Splittings und eine Umstellung auf Individualbesteuerung hätte nun mal den gegenteiligen Effekt. Das hat enormen politischen Sprengstoff wenn man das nicht ausgleicht.
 
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Also als Steuerberater bin ich da ja nun vom Fach und SO unlogisch wie immer getan wird finde ich das Ehegattensplitting jetzt nicht.
Die Begründung für das Ehegattensplitting ist ja der dass die Ehegatten sozusagen eine "Wirtschaftsgemeinschaft" bilden und in EINE Kasse wirtschaften. Daher soll das was sie verdienen auch gemeinschaftlich besteuert werden. Diese Logik ist ja nun nicht von der Hand zu weisen.

Natürlich gibt es auch gute Gründe gegen das Ehegattensplitting in seiner jetzigen Form. Man muss aber, wenn man es abschaffen wollen würde bedenken, dass das für die Familien teilweise massive Einbußen beim Nettoeinkommen bedeuten würde. Dessen muss man sich bewusst sein und sich gegebenenfalls überlegen wie man das ausgleichen möchte.

Als Grundsatz kann man ja nach wie vor sagen dass sich das Splitting um so mehr auswirkt je mehr die Einkommen der Partner auseinandergehen. Am meisten profitiert ein Paar bei dem der eine alles verdient und der andere gar nix. Je mehr die Schere zusammengeht desto geringer wird der Vorteil. Das kann man natürlich kritisieren. Aber letztendlich sollte man halt meines Erachtens schon jedem Ehepaar selber überlassen wie sie die Verteilung wer wie viel arbeitet intern organisieren möchten. Natürlich ist es unfair wenn Männer im Schnitt mehr verdienen wie Frauen. Aber es ist halt momentan (noch) so. Und das bedeutet dass in ganz vielen Familien eine Umschichtung von Mann auf Frau, d.h. Mann arbeitet weniger und Frau mehr weniger Netto bedeutet. Und das können sich in Zeiten immer weiter explodierender Lebenshaltungskosten, vor allem für Wohnen und Energie, halt dann viele schlichtweg nicht leisten.

Wie gesagt ich bin kein glühender Befürworter des Splittings. Aber man muss eben der Tatsache ins Auge sehen dass viele Familien halt dringend MEHR statt weniger netto benötigen würden (ich betone nochmal die Lebenshaltungskosten). Und die Abschaffung des Splittings und eine Umstellung auf Individualbesteuerung hätte nun mal den gegenteiligen Effekt. Das hat enormen politischen Sprengstoff wenn man das nicht ausgleicht.
Ok, aber wie ist das ganze Thema hinsichtlich von AE-Elternteile zu sehen? Die sind absolut benachteiligt und die Steuerklasse II ist ja nun ein Lacher.

In anderen Ländern gibt es die Individualbesteuerung und da ist die Armut nicht größer als in Deutschland, oder?

Oder gegenüber Paaren, die beide Berufstätig sind und die Frau ihr eigenes Geld verdient, vielleicht sogar in Vollzeit, somit auch Steuern zahlt und letztendlich vielleicht nicht viel weniger durch den EGS in der Familienkasse wäre, wenn die Frau gar nicht arbeiten würden, oder nur auf Minijob-Basis.

Was die Lebenshaltungskosten betrifft.... das sehe ich differenzierter. Wenn ich sehe, was Familien bei ihren Einkäufen so in den Einkaufswagen packen, dass da die Hälfte der Lebensmittel nur Schnickschnack wie Cola&Chips sind, da denke ich, dass gerade in dem Bereich sehr wohl Potential zum Einsparen besteht.

Als Hauswart, abends, gerade vorhin, habe ich gesehen, wie schon seit vielen Jahren, was so an Lebensmittel weggeworfen wird. Die haben alle viel Geld gekostet. Also, scheint vielleicht doch mehr Geld vorhanden zu sein, nicht überall, als angenommen wird.
 

fraumoh

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  • #17.002
Was gibt's denn da nicht zu verstehen. 🤭

Ganz ok. 🤭 Waren grad 'ne Woche im Wallis über 2000m. Sonne en masse, tiefblauer Himmel, schneeweiße Landschaft, zufriedene Skifahrer überall (na ja ok, der Heli mußte jeden Tag ausrücken... 😬), topp Restaurant.

Mann, sei mal vorsichtiger. 😥 Vielleicht ist sie ja auch nichtbinär... 😑
Faffimaäään! Schon wieder Schilaufen ? o_O😁🥳
 
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  • #17.004
Fühltest oder fühlst du dich benachteiligt weil du eine Frau bist?
Es geht nicht nur um empfundene Benachteiligung*.

Es sind strukturelle Dinge, die Frauen direkt oder indirekt rauskatapultieren.

Wenn ich mal in meinen Bereich schaue... und die Frauen subtrahiere, die den Bereich verlassen, weil die Etablierungsphase ca. in die Lebensjahre 30-45 fällt.... dann sehe ich zwar nur noch sehr wenige - allermeist kinderlose - aber weitestgehend hochqualifizierte Frauen, die mit sich hadern, die sich fragen, ob sie für eine Führungsposition geeignet sind, die sich fragen, ob sie der Verantwortung gerecht werden können, die reflektieren, was für ein(n) Führungsrolle/-stil sie für notwendig und machbar halten, die sich immer noch weiter qualifizieren und fortbilden wollen, um für die Herausforderungen gewappnet zu sein.

Auf der anderen Seite sehe ich Männer in Führungspositionen,
die nicht im geringsten reflektiert haben, welche Anforderungen und Verantwortungen in ihrem Karriereweg auf sie warten (das weiß ich, weil sie auch noch die Freiheit haben, frisch und frei davon zu erzählen),
die erst viele viele Jahre in ihre Führungsverantwortung hinein konstatieren, dass sie sich wohl vielleicht doch nicht mehr ganz so wie Angestellte verhalten können (Hochachtung für die wenigen, bei denen zumindest irgendwann diese Einsicht reift),
die irgendwann feststellen, dass sich ihr Aufgabenspektrum irgendwie so geändert hat, dass sie gar nicht mehr das tun können, was sie eigentlich tun wollen, sondern ständig ihre Mitarbeiter irgendwas von ihnen brauchen - ihnen also gar nicht klar war, welche Rolle/ Position sie da überhaupt angenommen haben,
die Fortbildungsangebote für vollkommen überflüssig und für Zeitverschwendung halten,
die ihre Verantwortlichkeiten z.T. nicht wahrnehmen, zu einem erschreckend hohen Anteil aber auch einfach nur negieren,
die sich dank ihrer grandiose Selbstüberschätzung und Ignoranz recht bequem einrichten.

Und dann sehe ich da noch eine ganze Schar an Frauen, die die Suppe, die o.g. eingebrockt haben, auslöffeln, während ihre männlichen Kollegen, auf gleicher Ebene, mehrheitlich in der "Not-My-Circus-Not-My-Mokey" Manier ihre Ignoranz trainieren und an ihrer Karriere feilen, währen viele Frauen die haarstreubenden Folgen von Führungsvernachlässigung wahrnehmen/ ausbaden und von den Zuständen oftmals (mMn nachvollziehbar) abgeschreckt sind.

Zur Ehrenrettung: ca 5% der Führungskräfte sind augenscheinlich fähig und willens ihre Rolle auszufüllen und tun das gut.

Es kann mir nicht erzählt werden, dass es alles individuelle Entscheidungen sind, die dazu führen, dass die Frauen zögern, reflektieren, quasi auf Erlaubnis zur Annahme einer Führungsrolle warten/ hoffen,
während eine erschreckend breite Masse der Herrschaften sich ganz selbstverständlich und ohne großartige Reflexion ihrer Fähigkeiten und Bereitschaft an den Positionen bedienen und nichteinmal ins Grübeln kommen, wenn der Karren vor die Wand fährt - falls er das überhaupt tut - denn meist findet sich (mindestens) eine verantwortungsbewusste Frau, die sich den Arsch aufreißt, um das Schiff am Sinken zu hindern und die nichteinmal irgendwas dafür haben will.

Was es braucht, ist die Anhebung der Anforderungen/ Verlagerung der Anforderungsprofile, angemessene Auswahlprozesse, so dass all die inkompetenten Männer nicht mehr im Selbstlauf auf einen Chefsessel purzeln.


*wobei es schon für sich interessant ist, dass du nur nach empfundener, und nicht nach tatsächlicher Benachteiligung fragst.
 
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  • #17.010
naja, dann wirst doch nicht so sehr darunter leiden
wieder mal viel Drama Queen 😁

Ich wiederhole mich gerne noch einmal: ich wurde gefragt und habe geantwortet. Ganz ohne Drama. 🤷‍♀️

Eine Drama Queen bin ich ganz gerne, jedoch in völlig anderen Lebensbereichen.
Beruflich setze ich mich ganz gut durch und stärke auch meinen weiblichen (Nachwuchs-)Kollegen den Rücken und unterstütze sie.

Ich möchte daraus aber keine Mission machen. Da handele ich lieber im praktischen Leben, als viele Worte zu verlieren. Leider fällt nämlich beides nicht immer unbedingt zusammen.
 
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