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  • #301
AW: Nps

Naja, die Schwierigkeit bei der pathologischen Narzismußthematik ist halt, daß die entsprechenden Leute nicht ihr Spiegelbild angucken, sondern sich gerade - teilweise ohne es selbst zu bemerken - ein Idealbild konstruieren.
Insofern hat der Thread vielleicht mehr mit Idealisierung als mit Eitelkeit zu tun. :)

@Andre: deine Aversion gegen die Diskrepanz zwischen überzogenem Anspruch an andere und eigener mangelnder Großzügigkeit teile ich natürlich voll und ganz. Der war aber auch nicht so strittig, denke ich, oder?
 
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Minze

  • #302
AW: Nps

@ André: Deine Ausdrucksweise wirkt manchmal so bombastisch auf mich. Liebe ist was sie ist und das Gefühl, jemanden zu lieben ist ein gutes. Ich setzte mich mit deiner Aussage, dass große Dinge große Taten einfordern, auseinander. Es kommt wie es kommt und wenn zwei sich lieben, dann werden sie schon füreinander da sein, dann werden sie nach guten und passenden Lösungen suchen *wollen*, dann wirken die guten Gefühle sich praktisch aus. Du machst um für mich Selbstverständliches gern so "große", wuchtige Worte.
 
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Minze

  • #303
AW: Nps

Zitat von Andre:
Soweit okay, aber was ist, wenn die "gute Lösung" eine ist, bei der du und/oder dein Partner über seinen Schatten springen muss, wo du/er etwas tun muss, was er bis dahin für sich ausgeschlossen hätte?.
Ach André, dann wäre es doch "die gute Lösung" für mein Partner und mich. Dann soll es so sein, dann haben wir gemeinsam so entschieden und können unsere Entscheidung deshalb auch tragen, weil wir uns in der Lage dazu sehen.

Zitat von Andre:
Beispiel: Ich habe Sterilisation als Verhütungsmethode für mich immer ausgeschlossen. Bis der Tag kam, an dem meine damalige Liebste ungewollt schwanger wurde. Nun ist sowohl ein Schwangerschaftsabbruch eine körperliche und seelische Belastung und eine Steri ebenfalls. Wir beiden sahen es dann aber als die einzig richtige bzw. konsequente Lösung, dies zu tun, obwohl wir beiden es bis dahin für uns ausgeschlossen hätten. Jeder für sich musste über seine Prinzipien und auch über seine Ängste springen, um die Unbekümmertheit und Leichtigkeit, aus der wir durch den o.g. "Unfall" jäh herausgerissen wurden, wiederzugewinnen..
Dennoch würde ich die Qualität einer Liebesbeziehung nicht an Extrembelastungen festmachen. Der Umgang damit war erforderlich, mit oder ohne Liebe.


Zitat von Andre:
Tu uns bitte einen Gefallen und lege mir nicht Zitate in den Mund, die nicht von mir stammen. Oder verlange ich da schon zuviel "Großtat"?.
Uns?
 
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  • #304
AW: Nps

Zitat von Minze:
Du machst um für mich Selbstverständliches gern so "große", wuchtige Worte.
Wenn sowas für dich selbstverständlich ist (und für deinen Partner auch), na, das ist doch was!

(Womit ich nun allerdings auch nicht das andere Extrem propagieren will, alles als Selbstverständlichkeit anzusehen. Sonst kämen wir hintenrum wieder dahin, dass eine SMS selbstverständlich zum gewünschten Zeitpunkt und dem gewünschten Wortlaut zu kommen hat ...)
 
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  • #305
AW: Nps

Zitat von Minze:
Dennoch würde ich die Qualität einer Liebesbeziehung nicht an Extrembelastungen festmachen.
Es geht eben nicht darum, woran du was festmachst, sondern was unter Extrembelastung *passiert*. Daran, ob eine Beziehung an einer wie auch immer gearteten Belastung zerbricht oder ihr standhält, "offenbart" sich sozusagen ihre Qualität. Dann steht man sozusagen vor der nackten Tatsache.

Zitat von Minze:
Der Umgang damit war erforderlich, mit oder ohne Liebe.
Natürlich musste eine Lösung gefunden werden. Aber ohne Liebe hätte ich mich definitiv nicht für die Extremlösung entschieden.

Zitat von Minze:
Ja, weil sonst auch die anderen Diskutanten irgendwann nicht mehr wissen, wer was gesagt hat. Mit Verlaub, aber *das* finde *ich* selbstverständlich.
 
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  • #306
AW: Nps

Zitat von Andre:
Daran, ob eine Beziehung an einer wie auch immer gearteten Belastung zerbricht oder ihr standhält, "offenbart" sich sozusagen ihre Qualität. Dann steht man sozusagen vor der nackten Tatsache.
Ja, und für das Nichtzerbrechen kann eine große Tat verantwortlich sein. Oder auch ihr Ausbleiben, wenn der andere das verzeihen kann. Wobei dann das Verzeihen vielleicht eine große Tat ist.
 
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  • #307
AW: Nps

Zitat von Heike:
Ja, und für das Nichtzerbrechen kann eine große Tat verantwortlich sein. Oder auch ihr Ausbleiben, wenn der andere das verzeihen kann. Wobei dann das Verzeihen vielleicht eine große Tat ist.
Jjjja! Wie rum auch immer -- ohne eins von beidem geht's jedenfalls nicht.
 
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  • #309
AW: Nps

In einer Partnerschaft gibt es größere und kleinere akute Probleme. Ein größeres akutes Problem macht u.a. aus, daß es nicht wie selbstverständlich mit den bisherigen ausgebildeten Routinen gelöst werden kann. Es läßt sich lösen durch großte Taten, durch eine große Anzahl kleiner Schritte oder durch großen Zufall. :)
 
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Minze

  • #310
AW: Nps

Zitat von Andre:
Wenn sowas für dich selbstverständlich ist (und für deinen Partner auch), na, das ist doch was!

(Womit ich nun allerdings auch nicht das andere Extrem propagieren will, alles als Selbstverständlichkeit anzusehen. Sonst kämen wir hintenrum wieder dahin, dass eine SMS selbstverständlich zum gewünschten Zeitpunkt und dem gewünschten Wortlaut zu kommen hat ...)
*alles*... ALLES... und hintenrum und was du dann noch so schreibst... - ich denke und lebe anders, verstehe solche "Mechanismen" nicht.
 
M

Minze

  • #311
AW: Nps

Zitat von Heike:
In einer Partnerschaft gibt es größere und kleinere akute Probleme. Ein größeres akutes Problem macht u.a. aus, daß es nicht wie selbstverständlich mit den bisherigen ausgebildeten Routinen gelöst werden kann. Es läßt sich lösen durch großte Taten, durch eine große Anzahl kleiner Schritte oder durch großen Zufall. :)
Probleme, Aufgaben oder Herausforderungen brauchen Lösungen. Ich mag das "Große-Taten-Denken" nicht. Wenn ich gemeinsam mit meinem Partner eine Herausforderung zufriedenstellend und gut bewältigt habe, dann empfinde ich Zufriedenheit, mich macht das glücklich, ja, aber ich sortiere unsere Handlungen nicht nach Größe und Wucht.

Überhaupt wird mir zu viel Theater um die Liebe gemacht. Sie wird so oft als große Wucht beschrieben. Ich mag sie, ich genieße sie und sie bereichert mein Leben mit allem...
 
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  • #312
AW: Nps

Zitat von Minze:
Probleme, Aufgaben oder Herausforderungen brauchen Lösungen. Ich mag das "Große-Taten-Denken" nicht. Wenn ich gemeinsam mit meinem Partner eine Herausforderung zufriedenstellend und gut bewältigt habe, dann empfinde ich Zufriedenheit, mich macht das glücklich, ja, aber ich sortiere unsere Handlungen nicht nach Größe und Wucht.

Überhaupt wird mir zu viel Theater um die Liebe gemacht. Sie wird so oft als große Wucht beschrieben. Ich mag sie, ich genieße sie und sie bereichert mein Leben mit allem...
Aber wieso das Große denn so aussortieren aus dem Leben?
Und weshalb ist Theater tendenziell schlimm?
Da ist ganz viel Stilisierung, ja. Wenn sie mir zu blind wird, dann mag ich es auch nicht. Aber ich hab schon auch einen Sinn für Dramatik. Und wenn alles zu verwalterisch wird, dann bleibt bei mir schnell Begeisterung auf der Strecke.
 
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  • #314
AW: Nps

Zitat von Minze:
Überhaupt wird mir zu viel Theater um die Liebe gemacht. Sie wird so oft als große Wucht beschrieben. Ich mag sie, ich genieße sie und sie bereichert mein Leben mit allem...
Ich hab schon oft drüber nachgedacht, dass Beziehungen vermutlich oft an dieser (meiner Meinung nach) Liebes-Überhöhung scheitern.
Wie die meisten bin ich durch mein Elternhaus geprägt. Meine Eltern sind seit über 50 Jahren verheiratet und ich nehme sie als sich immer noch liebendes Paar wahr, das natürlich in so einer langen Zeit eine Reihe von Herausforderungen gemeinsam bewältigt hat. "Wucht" habe ich da selten gespürt, statt dessen Einvernehmen und gegenseitige Rücksichtnahme.
 
B

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  • #315
AW: Nps

Zitat von Andre:
Wenn ich mal Heike zitieren darf...:

"Ein größeres akutes Problem macht u.a. aus, daß es nicht wie selbstverständlich mit den bisherigen ausgebildeten Routinen gelöst werden kann. Es läßt sich lösen durch großte Taten, durch eine große Anzahl kleiner Schritte oder durch großen Zufall. :)"

Etwas wie kleine Schritte (oder auch großer Zufall) scheint in ihrem pompösen Liebes-Modell irgendwie nicht vorzukommen.
 
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