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  • #286
AW: Nps

Zitat von Benutzerin:
Weiter OT-Randbemerkung: mir sind durchaus weniger rabiate Methoden der Schwangerschaftsverhütung bekannt.
Ja, mir auch, aber nachdem, was geschehen ist, wollte ich keine Kompromisse und Risiken mehr eingehen. Ich hätte nicht mit dem Gedanken weitermachen können, dass das wieder passieren könnte.
 
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  • #287
AW: Nps

Zitat von Benutzerin:
Und wenn es diese Art von Schicksalsschlägen nicht gibt, ist die Liebe auch nicht groß?!
Nein, das wäre ein ungültiger Umkehrschluss. Aber -- wie ich vor ein paar Tagen schonmal erwähnte -- wir brauchen doch gar nicht die "großen Schicksalsschläge" zu bemühen. Wenn man hier so liest, reicht doch schon eine verspätete SMS oder ein um einen Tag verschobenes Date, um sich völlig unmöglich zu machen. So jemand bräuchte mir dann von Liebe auch nichts mehr vorzuschwafeln.
 
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  • #288
AW: Nps

Zitat von Andre:
Nein. Und wenn es nicht an NPS scheitert, kann es ja auch noch an hundert anderen Sachen scheitern, die man auch nicht vorhersehen kann. Nur: von nichts kommt nichts. Eine Liebesbeziehung ist nunmal etwas großes, und große Dinge erfordern große Taten.
Dann lesen Sie doch Ihre Ursprungsformulierung nochmal durch. Wenn "große Dinge" (wie eine Liebesbeziehung) "große Taten" ERFORDERN, charakterisiert die Abwesenheit solcher großer Taten (und sei es mangels Gelegenheit) nach meinem Text-Verständnis die Abwesenheit von Liebe.
Beim mir wächst im übrigen auch die Bereitschaft zum Vollbringen 'großer Taten' für einen anderen Menschen erst mit dem Kennenlernen.
 
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  • #289
AW: Nps

Zitat von Andre:
Nein, das wäre ein ungültiger Umkehrschluss. Aber -- wie ich vor ein paar Tagen schonmal erwähnte -- wir brauchen doch gar nicht die "großen Schicksalsschläge" zu bemühen. Wenn man hier so liest, reicht doch schon eine verspätete SMS oder ein um einen Tag verschobenes Date, um sich völlig unmöglich zu machen. So jemand bräuchte mir dann von Liebe auch nichts mehr vorzuschwafeln.
So jemand hat auch nicht verstanden, worum es in der Liebe eigentlich geht.

Und manch einer will es ja auch einfach nicht verstehen.

Dabei finde ich die von André gemachte Unterscheidung zwischen Liebe und Liebesbeziehung nahezu überdeutlich.

Liebe ist nichts, was man tut, sondern etwas, das man fühlt. Und um jemanden lieben zu können (oder zu glauben, jemanden zu lieben), muss ich nicht zwangsläufig wiedergeliebt werden. SO theoretisch ist das gar nicht, passiert alle Nase lang.

Eine Liebesbeziehung allerdings erfordert früher oder später Taten, (Kompromisse, Entscheidungen…), vollkommen egal, wie groß diese Taten unter Umständen sein müssen, um diese Beziehung aufrecht zu erhalten. Und die Qualität einer Beziehung misst sich nicht an der Schwere möglicher Schicksalsschläge, sondern ganz allgemein daran, wie beide Partner miteinander umgehen.
 
B

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  • #290
AW: Nps

Zitat von Andre:
Wenn man hier so liest, reicht doch schon eine verspätete SMS oder ein um einen Tag verschobenes Date, um sich völlig unmöglich zu machen. So jemand bräuchte mir dann von Liebe auch nichts mehr vorzuschwafeln.
Sorry, aber dieses Dating-Frühstadium hat für mich definitiv überhaupt nichts mit Liebe zu tun.
 
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  • #291
AW: Nps

Ich misch mich mal hinzu. Und habe vermutlich eine mittlere - wenn auch nicht unbedingt - vermittelnde Position.
Also, ich mein schon, daß das Große zur Liebe hinzugehört. Die Frage ist, wo es steckt. Es steckt schon natürlich auch im Kleinen. Im gemeinsamen Alltag, den kleinen Bemühungen, es gut miteinander zu machen, der Geduld, mit der man auch die Eigenheiten eines anderen Menschen erträgt, die man nicht von vornherein mag oder sich in sie im Laufe des Kennenlernens verliebt. Es ist ja auch im Kleinen nicht immer alles rosig. Es braucht dann nicht die großen Opfer zu bringen, aber auch im Kleinen gibt es so etwas ähnliches wie “Opfer”, Kompromisse, Verzicht usw.
Das Große im Kleinen ist toll. Aber wieso nicht auch mal das Große im Großen? Das muß ja dadurch nicht ausgeschlossen sein. Man kann sich an der Schönheit der Topfpflanze am Balkon freuen. Aber man kann auch mal ans Meer fahren und die Größe eines Sturms dort miterleben. Oder in die Philharmonie gehen oder sonstwas.
Überhaupt gibt es das Große ja nicht nur in Form von großen Taten, worum die Diskussion sich letzt drehte, sondern auch in Form von großen Erlebnissen.
Es gibt Alltag und Feiertag. Das ist doch gut so. Man kann den Alltag feiern, ganz unbombastisch. Aber man kann auch mal den Feiertag feiern, auch bombastisch.
Eine Sache der Mischung, und jeder gewichtet anders.
Wenn zu sehr die Liebe als solche gefeiert wird, in ihrer Großartigkeit, dann droht das schon öfter beschworene romantische Mißverständnis, wo leicht auch der konkrete Partner und die Realität zu schwinden drohen.
Wo zu wenig geschieht, droht Selbstgenügsamkeit mit einer Tendenz zur Verhärmung. Man hat doch alles, man braucht doch gar nichts mehr, man vermißt ja nichts. Das kann auch sein, weil man es sich eben so im Kleinen und dem Alltag eingerichtet hat, einem Offenheit und Mut fehlt. Eine gewisse Erlebnisarmut könnte das Resultat sein.
Weswegen dann überhaupt die sogenannte romantische Liebe, weshalb nicht einfach gute Freundschaften, WG’s zum Zusammenwohnen, eventuell garniert mit Sex, innerhalb der WG oder auch außerhalb? (Sofern man auch das sexuelle Erlebnis unbombastisch zu halten imstande ist.)
Ich glaube nicht, daß die Verfeinerung des Alltags auf Kosten der Vermeidung von Feiertagen erfolgen muß.
Schwierig ists, wenn man auf die großen Taten guckt. Lieben ist nicht nur Fühlen, sondern auch Tun. Ich würde hier nicht so sehr einen Unterschied zwischen Lieben (als bloßem Gefühl) und Liebesbeziehung (als etwas, wozu Tun gehört) machen. Schon Lieben ist was Aktives. Das nur als Gefühl zu sehen, das man so ganz innerlich besitzt, der ist zu sehr und einseitig auf der Romantikschiene. Wirkliche Liebe schlägt einen Bogen zu jemandem; oder versucht es. Wenn es nicht ankommt, wenn die Liebe einseitig bleibt, ist das ziemlich schwierig für den Liebenden. Wäre die Liebe nur ein Gefühl, dann könnte er sihc ausruhen und sagen: ist mir doch egal, wie es der andere sieht. - Das ist ziemlich unrealistisch.
Also, Lieben auch ein Tun. Und zuweilen, wenn es um das große Tun geht, auch ein Opferbringen? Dabei geht es ja viel um Potentialität. Man möchte nicht ständig große Taten, aber man möchte, daß der andere sie in einer Situation, wo sie erforderlich würden, auch zu bringen imstande ist. Und wenn dann so eine Situation da ist? Und der andere oder auch man selbst doch nicht zu diesen Taten sich durchringen kann? Ist das dann der Beweis, daß alles eine Illusion war, daß da noch nie was wirklich Gutes und Großes war, der andere doch nicht der Richtige war? Das ist eine äußerst schwierige Situation. Denn nun ist ein großer Sprung im Zueinander. Ich finds wichtig, daß man sich ins Bewußtsein ruft, daß Menschen eben auch klein und schwach sind. Daß auch ihre Liebe damit klein und schwach ist; eben: auch! Deswegen ist Verzeihenkönnen ja wichtig. Wenn es auch nicht einfach ist.
 
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  • #292
AW: Nps

Zitat von Benutzerin:
Dann lesen Sie doch Ihre Ursprungsformulierung nochmal durch. Wenn "große Dinge" (wie eine Liebesbeziehung) "große Taten" ERFORDERN, charakterisiert die Abwesenheit solcher großer Taten (und sei es mangels Gelegenheit) nach meinem Text-Verständnis die Abwesenheit von Liebe.
Du vermischt schon wieder Liebe mit (Liebes-)Beziehung. Das entspricht absolut nicht dem, was ich sagen wollte und auch gesagt habe.

Also nochmal: Sich in jemanden zu verlieben bzw. jemanden zu lieben, ist weder eine "Großtat" noch erfordert es irgendwelche Großtaten. Es erfordert genau überhaupt keine Taten, und ist selbst auch keine Tat, sondern "nur" ein Gefühl. Gefühle existieren ausschießlich im Kopf des Betreffenden, stehen als solche (sozusagen im stillen Kämmerlein) also in keinerlei Wechselwirkung mit der "materiellen" Welt. Punkt.

Wenn man nun aber seine Liebe in eine "Wechselwirkung mit der materiellen Welt" treten lässt, also inform einer realen Beziehung mit einem realen Menschen in der realen Welt mit all ihren realen Problemen, Risiken, Möglichkeiten, Unvorhersehbarkeiten -- dann zieht dies auch reales Handeln nach sich. Wenn also eine Beziehung von außen einem großen Druck ausgesetzt ist, erfordert dies auch einen mindestens genauso großen Gegendruck von "innen", damit sie standhält. Andernfalls bricht das Brett eben durch. Das ist praktisch naturgesetzhaft. Man kann solche Naturgesetze mögen oder nicht -- sie wirken trotzdem.

Und jetzt noch die Frage: Woher kommt denn die Kraft und die Motivation, seine Liebesbeziehung auch bei großen Belastungen zu bewahren?
 
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  • #294
AW: Nps

Zitat von Andre:
Du vermischt schon wieder Liebe mit (Liebes-)Beziehung.
Ich vermische das nicht, es gehört für mich eben zusammen. D.h. natürlich ist nicht jede engere persönliche Beziehung ist zwangsläufig auch eine LIEBESBeziehung, aber bei einer Paar-Beziehung wäre es zumindest das, was ich mir wünsche: gegenseitige Liebe. Und die sehe ich auch als etwas durchaus aktives, nicht nur als passives Gefühl.


Zitat von Andre:
Also nochmal: Sich in jemanden zu verlieben bzw. jemanden zu lieben, ist weder eine "Großtat" noch erfordert es irgendwelche Großtaten. Es erfordert genau überhaupt keine Taten, und ist selbst auch keine Tat, sondern "nur" ein Gefühl. Gefühle existieren ausschießlich im Kopf des Betreffenden, stehen als solche (sozusagen im stillen Kämmerlein) also in keinerlei Wechselwirkung mit der "materiellen" Welt. Punkt.
Das ist Ihre Definition. Und dadurch, dass Sie "Punkt" dahinter schreiben, wird sie auch nicht allgemeingültiger.
Ich unterscheide im übrigen zwischen "sich verlieben" und "lieben" und bin auch der Ansicht, dass Gefühle sehr wohl in "Wechselwirkung mit der 'materiellen' Welt" stehen (können).

Zitat von Andre:
Und jetzt noch die Frage: Woher kommt denn die Kraft und die Motivation, seine Liebesbeziehung auch bei großen Belastungen zu bewahren?
Ich versteh die Frage nicht.
 
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  • #295
AW: Nps

Zitat von Heike:
Lieben ist nicht nur Fühlen, sondern auch Tun. Ich würde hier nicht so sehr einen Unterschied zwischen Lieben (als bloßem Gefühl) und Liebesbeziehung (als etwas, wozu Tun gehört) machen. Schon Lieben ist was Aktives. Das nur als Gefühl zu sehen, das man so ganz innerlich besitzt, der ist zu sehr und einseitig auf der Romantikschiene.
Auch wenn ich mir jetzt zu widersprechen scheine: Ich sehe das natürlich auch so, dass Liebe und (Liebes-)Beziehung miteinander verwoben sind und eine scharfe Trennung sehr theoretisch und künstlich klingt. Aber zum Zwecke der Verdeutlichung zerlege ich eine Sache auch schonmal in seine Teilaspekte. (So wie es Liebe gibt, die nicht in einer gegenseitigen Liebesbeziehung ihre Erfüllung findet, gibt es auch Beziehungen ohne Liebe.)

Ich stimme auch zu, was das "Alltagsheldentum" in den vielen kleinen Alltagsdingen angeht. Das erfordert in der normalen Lebenspraxis meist mehr Kraft als gelegentliche "Großtaten". Und die Liebe des anderen zu spüren bzw. meine eigene spüren zu lassen, kann sich auch in kleinen Dingen, Gesten und auch Worten erfüllen. Das ist alles nicht der Punkt.

Mein (Ausgangs-)Punkt war, dass es einfach nicht zusammenpasst, einerseits den Traumprinzen in einer Traumbeziehung zu wollen, andererseits aber eine Kleingeistigkeit zu demonstrieren, die das schon im Keim vereitelt, wo die Größe des Anspruchs in einem völlig absurden Missverhältnis zur Größe der eigenen Fähigkeiten steht. Wer schon Kleinkram wie die nicht frauenkompatible Badeinrichtung eines Single(!)-Mannes, eine verspätete SMS oder ein verschobenes Date nicht erträgt, der erträgt auch später nichts. Solche Sachen erfordern halt ein gewisses Quantum an Großmut und Großzügigkeit.
 
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  • #298
AW: Nps

Zitat von Andre:
(So wie es Liebe gibt, die nicht in einer gegenseitigen Liebesbeziehung ihre Erfüllung findet, gibt es auch Beziehungen ohne Liebe.).
Mein Punkt diesbezüglich war, daß Liebe ohne verwirklichte Liebesbeziehung dennoch nicht bloß ein Gefühl im eigenen Kopf ist. Oder vielmehr: es ziemlihc schade und meist auch unrealistisch wäre, wenn man es so auffaßte. Es geht da schon um Anziehung. Und auch wenn die nicht beiderseitig ist, weil mein Gegenüber einfach nicht mag, so bleibt doch, daß ich erstmal angezogen bin, wenn ich einseitig liebe. Also auf jemanden hin gerichtet bin, in einer Spannung stehe usw. - das ist nicht einfach etwas Innerliches, worauf ich so glucken könnte. Sondenr das ist etwas in der Realität. Selbst wenn es nicht zu einer solchen Realität führen sollte, wie ich sie mir als Liebender wünsche.
 
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  • #299
AW: Nps

Zitat von Andre:
Mein (Ausgangs-)Punkt war, dass es einfach nicht zusammenpasst, einerseits den Traumprinzen in einer Traumbeziehung zu wollen, andererseits aber eine Kleingeistigkeit zu demonstrieren, die das schon im Keim vereitelt, wo die Größe des Anspruchs in einem völlig absurden Missverhältnis zur Größe der eigenen Fähigkeiten steht. Wer schon Kleinkram wie die nicht frauenkompatible Badeinrichtung eines Single(!)-Mannes, eine verspätete SMS oder ein verschobenes Date nicht erträgt, der erträgt auch später nichts. Solche Sachen erfordern halt ein gewisses Quantum an Großmut und Großzügigkeit.

Kann gar nicht verstehen, wie man Dich nicht verstehen kann;)...... .

Hallo Andre,
macht mir jetzt echt Freude *freu*, wie wir durch Dein Statement wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen! Worüber sprachen wir noch gleich? Genau, über die:
N P S ...wie.... "N arzisstische P ersönlichkeits- S törung"
Vom "Ich" zum "Du"... wie bei der Liebe eben (bei der ich mich selber natürlich auch nicht verlieren sollte), kann man das erfahren, was übernatürlich ist: die Liebe eben... :)
- Vielleicht ist die heutige Gesellschaft narzisstisch "unterwandert", ich möchte nicht sagen: gestört ? Warum sind diverse Nebensächlichkeiten und der ständige Blick in den Spiegel (wie "Narziss") so ein Thema? Ich muss sagen: Es langweilt mich...

Gruß!
 
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