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Minze

  • #271
AW: Nps

Zitat von Kristin:
Stimmt Heike, wobei ich aber meiner Tante (und meinen anderen Tanten und Onkels) eben nicht zugestehen, so betroffen gewesen zu sein. Sie waren nicht so emotional verstrickt wie mein Vater. Sie waren keine Opfer sondern nur betroffene Zuschauer.

Es stimmt zwar, dass Erwachsene das früher durchschauen können und ihre Grenzen ziehen können. Aber es ist einfach eine andere Sache, ob man einem Narzissten einfach nur begegnen oder ob man sich in einem verliebt und nicht versteht, warum es nicht läuft. Die Nähe ist der Unterschied.
Würde mein Partner eines meiner/ unserer Kinder schlecht behandeln, dann würde sich dies sehr stark auf die Zuneigung zu ihm auswirken, diese würde sich dadurch deutlich reduzieren bis zur Auflösung!
Ich kann Menschen, die böse und zerstörerisch handeln nicht lieben. Inwiefern war dein Vater emotional verstrickt? Und wenn, konnte er dies selber nicht zeitnah wahrnehmen? Dies wäre ja eine gute Voraussetzung, was daran ändern zu wollen.
 
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  • #272
AW: Nps

Zitat von Minze:
Würde mein Partner eines meiner/ unserer Kinder schlecht behandeln, dann würde sich dies sehr stark auf die Zuneigung zu ihm auswirken, diese würde sich dadurch deutlich reduzieren bis zur Auflösung!
Ich kann Menschen, die böse und zerstörerisch handeln nicht lieben. Inwiefern war dein Vater emotional verstrickt? Und wenn, konnte er dies selber nicht zeitnah wahrnehmen? Dies wäre ja eine gute Voraussetzung, was daran ändern zu wollen.
Du darfst ein paar Dinge nicht vergessen: Das war Anfang der 1970er Jahre. Damals galt ein anderes Scheidungsrecht. Es gab das Schuldprinzip und ein Mann hätte nie das Sorgerecht für ein Kind bekommen. Mein Vater war natürlich emotional verstrickt, weil er auch Opfer war. Meine Mutter machte vor ihm nicht halt und hatte mich erst richtig drauf, nachdem er weg war. Narzissten sind nicht böse, sondern krank, aber sie handeln zerstörerisch (sind sich dessen aber nicht bewusst)
Und du vergisst immer wieder die ganzen Mechanismen. Zuerst fragen sich die "Opfer" mitunter jahrelang, was sie selber falsch machen, denn das reden ihnen die Narzissten ziemlich gekonnt und überzeugend ein. Narzissten sind deshalb so überzeugend, weil es auch ihre Überzeugung ist.
Die 1970er Jahre sind nicht zu vergleichen mit heute. Allein, dass es damals kein Internet gab, hinderte die Opfer daran, sich zu informieren und sich auszutauschen. Damals stand manch einer ganz allein.

So, für heute verabschiede ich mich.
Gute Nacht
 
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Minze

  • #273
AW: Nps

Zitat von Kristin:
Du darfst ein paar Dinge nicht vergessen: Das war Anfang der 1970er Jahre. Damals galt ein anderes Scheidungsrecht. Es gab das Schuldprinzip und ein Mann hätte nie das Sorgerecht für ein Kind bekommen. Mein Vater war natürlich emotional verstrickt, weil er auch Opfer war. Meine Mutter machte vor ihm nicht halt und hatte mich erst richtig drauf, nachdem er weg war. Narzissten sind nicht böse, sondern krank, aber sie handeln zerstörerisch (sind sich dessen aber nicht bewusst)
Und du vergisst immer wieder die ganzen Mechanismen. Zuerst fragen sich die "Opfer" mitunter jahrelang, was sie selber falsch machen, denn das reden ihnen die Narzissten ziemlich gekonnt und überzeugend ein. Narzissten sind deshalb so überzeugend, weil es auch ihre Überzeugung ist.
Die 1970er Jahre sind nicht zu vergleichen mit heute. Allein, dass es damals kein Internet gab, hinderte die Opfer daran, sich zu informieren und sich auszutauschen. Damals stand manch einer ganz allein.

So, für heute verabschiede ich mich.
Gute Nacht
Nein, ich vergesse die ganzen Mechanismen nicht, ich kenne sie nicht, deshalb fragte ich ja nach. Meine Gedanken und Einwände sollten weder überheblich noch besserwisserisch ankommen, waren definitiv nicht so gemeint.

Ich stieß übrigens eben noch auf einen interessanten Link zu diesem Thema... http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13837280/Zu-viel-Selbstverliebtheit-macht-Narzissten-krank.html .

Dass die Zeit, in der du deine bitteren Erfahrungen machen musstest eine Rolle spielt, dem ist gewiss so.
Es geht nun ja auch nicht darum, deinem Vater Vorwürfe zu machen.

Mich interessiert, weshalb sich erwachsene Menschen in Opferrollen drängen lassen. Du schriebst, dass Menschen mit narzisstischen Störungen nicht böse seien, aber zerstörerisch handelten. Wer zerstörerisch handelt, dessen Verhalten wirkt böse, auch wenn dies unbewusst geschieht und die mögl. Ursachen, die zu dem pathologischen Störungsbild führten wiederum traurig sind, das macht zerstörerisches Verhalten leider nicht besser.

Gerade wenn diese Menschen nicht in der Lage zur Selbstreflektion sind, wenn sie ihre Störungen weder erkennen noch beheben / bessern können, ist es dann nicht um so bedeutsamer, dass die anderen (Erwachsenen!!) drumherum entsprechend schützende Maßnahmen ergreifen, sich bewusst distanzieren, um sich nicht in Opferrollen zu begeben. Könnte dies evtl. Signalwirkung haben? Dass der von NPS betroffene Mensch Anstoß erhält, sich professionelle Hilfe zu suchen?

Wenn Menschen mit pathologisch narzisstischen Störungen anderen überzeugend einreden, dass diese viel falsch machen, dass sie verantwortlich sind für ihr zerstörerisches, schwieriges, unfaires ... Verhalten, gehen sie dann davon aus, dass die anderen dieses Verhalten verursachen und auslösen?

Sind Suggestionen und Unterstellungen bei differenzierter Betrachtungsweise nicht irgendwie überprüfbar? Also somit auch Schuldzuweisungen nicht zu widerlegen?

Ich kann mir das gar nicht vorstellen, weshalb ich wahrscheinlich besser damit aufhören sollte, mir Gedanken zu machen, die in der Realität keinen Raum finden können, da diese eben sehr anders aussieht als das, was ich mir so denke und vorstellen könnte.
 
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  • #274
AW: Nps

http://erkennepsychopathie.wordpress.com/2012/01/27/wie-erkennt-man-dass-man-sich-in-einer-beziehung-mit-einem-psychopa
 
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  • #275
AW: Nps

Zitat von Minze:
Zitat von Andre
"Eine Liebesbeziehung ist nunmal etwas großes, und große Dinge erfordern große Taten."

Oje! Groß, groß. groß...
Eine Liebesbeziehung basiert auf Sympathie, Anziehung, guten Gefühlen,dynamischer Interaktion....
*Sie ist wie sie ist*
Warum so oft diese Überhöhungen? Diese Übertreibungen?
Nein, Liebesbeziehungen erfordern keine großen Taten, nein, sie geschehen und sind im kleinsten Detail wertvoll.
Zitat von Minze:
Oje! Groß, groß. groß...
Eine Liebesbeziehung basiert auf Sympathie, Anziehung, guten

Gefühlen,dynamischer Interaktion....
*Sie ist wie sie ist*
Warum so oft diese Überhöhungen? Diese Übertreibungen?
Nein, Liebesbeziehungen erfordern keine großen Taten, nein, sie geschehen und sind im kleinsten Detail wertvoll.
Jut, einverstanden. Und was ist, wenn ein Problem eintritt, das mit Klein, klein, Klein nicht zu lösen ist? Wo man mal richtig was reißen muss, wo mal der ganze Mann oder die ganze Frau gefragt ist. Was dann? Lasst ihr (die Frage richtet sich auch an Benutzerin) das "Beziehungsschiff" dann einfach weiter geradeaus auf Grund laufen -- und das "ist dann, was es ist"?

Übrigens, meine Aussage bezog sich eigentlich auf LunaLunas Posting ("Es gibt für keinen Menschen eine Garantie - den ultimativen Sicherheritscheck.") Da fängt es nämlich schon an. Wer nicht bereit ist, solche "allgemeinen Lebensrisiken" in Kauf zu nehmen und sich auf nichts einlässt, bei dem nicht 150-prozentig schon alles passt, stimmt und klar ist, bevor es überhaupt stattgefunden hat, der kriegt am Ende gar nichts.

Und gerade dieser Thread ist das beste Beispiel dafür, was einem "Sympathie, Anziehung, gute Gefühlen" nützen, wenn man an einen falschen Fuffziger geraten ist. Nichts. Ohne sich die Zeit und Geduld zu nehmen, den anderen kennenzulernen -- und dem anderen die Zeit zu geben, einen selbst kennenzulernen, wirds eben nichts. Wer -- wie in einem anderen Thread besprochen -- sein Date möglichst schnell Probereiten will, noch bevor sich Gefühle entwickeln konnten und noch bevor sich die beiden kennenlernen und aufeinander einstellen konnten, der bekommt eben genau das: Sex ohne Gefühle. Sex, bei dem in Windeseile alles durchprobiert wird, um herauszufinden, was der andere mag oder nicht mag, was ihn erregt und was nicht. Und danach kann dann Kimchi sich wieder darüber auslassen, dass sie mal wieder an einen Grobmotoriker geraten ist und -- ich weiß nicht mehr wer -- dass schon beim ersten gemeinsamen Essen über Analverkehr gesprochen wird.

Wenn es so einfach wäre, dann könnt's jeder, und Parship wäre schon wegen Mangel an Kundschaft eingegangen.
 
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  • #276
AW: Nps

Zitat von Andre:
Und was ist, wenn ein Problem eintritt, das mit Klein, klein, Klein nicht zu lösen ist? Wo man mal richtig was reißen muss, wo mal der ganze Mann oder die ganze Frau gefragt ist. Was dann? Lasst ihr (die Frage richtet sich auch an Benutzerin) das "Beziehungsschiff" dann einfach weiter geradeaus auf Grund laufen -- und das "ist dann, was es ist"?
[...]
Wenn es so einfach wäre, dann könnt's jeder, und Parship wäre schon wegen Mangel an Kundschaft eingegangen.
Meine Bemerkung bezog sich vor allem auf die Aussage:
"Eine Liebesbeziehung ist nunmal etwas großes, und große Dinge erfordern große Taten."
Das finde ich pathetisch. Und es hebt "die Liebe" (was immer das ist...) auf einen Sockel, wo sie für mich nicht hingehört.

Nein, es geht überhaupt nicht darum, bei der ersten Schwierigkeit die Flinte ins Korn zu schmeißen.
Aber für mich bemisst sich die Qualität einer Beziehung und "der Liebe" vor allem darin, wie man - nach der (im Idealfall) anfänglichen großen Verliebtheit - im ganz banalen Alltag und seinen Herausforderungen miteinander umgeht.
Treffend von Kurt Tucholsky im Gedicht "Danach" beschrieben: http://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/Danach.html

Da ich mein Leben ohne Partner nicht als defizitär empfinde, sehe ich in einer Beziehung eine mögliche Bereicherung. Aber ich jage "der Liebe" nicht als so einer Art heiliger Gral nach.
 
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Minze

  • #277
AW: Nps

Zitat von Andre:
Jut, einverstanden. Und was ist, wenn ein Problem eintritt, das mit Klein, klein, Klein nicht zu lösen ist? Wo man mal richtig was reißen muss, wo mal der ganze Mann oder die ganze Frau gefragt ist. Was dann? Lasst ihr (die Frage richtet sich auch an Benutzerin) das "Beziehungsschiff" dann einfach weiter geradeaus auf Grund laufen -- und das "ist dann, was es ist"?
Wo mal die ganze Frau oder der ganze Mann richtig was reißen muss?? Ich bin ganz. Ich sehe Probleme als Aufgaben, die es zu lösen gilt, bin interessiert am Finden guter Lösungen. Das muss aber nicht so "laut", also nicht schreiend oder durchschlagend geschehen. Deine Ausdrucksweise wirkt anstrengend, als ob man nur mit schwierigen Problemen ganz würde... nee, da komm ich nicht mit. Als ob man seine Liebe beweisen müsste, indem man mal richtig was reißt. Nein, das kann ich gar nicht nachempfinden.

Zitat von Andre:
Übrigens, meine Aussage bezog sich eigentlich auf LunaLunas Posting ("Es gibt für keinen Menschen eine Garantie - den ultimativen Sicherheritscheck.") Da fängt es nämlich schon an. Wer nicht bereit ist, solche "allgemeinen Lebensrisiken" in Kauf zu nehmen und sich auf nichts einlässt, bei dem nicht 150-prozentig schon alles passt, stimmt und klar ist, bevor es überhaupt stattgefunden hat, der kriegt am Ende gar nichts.
Garantie, Sicherheitscheck, Lebensrisiken, auf nichts einlassen, 150%, am Ende gar nichts... wirkt wieder so absolutistisch, so überhöht.

Zitat von Andre:
Und gerade dieser Thread ist das beste Beispiel dafür, was einem "Sympathie, Anziehung, gute Gefühlen" nützen, wenn man an einen falschen Fuffziger geraten ist. Nichts.
Wie wäre es, das Leben als Lernweg /Prozess zu sehen? Lernen über Erfarungen, auch aus Fehlern. Sympathie, Anziehung und gute Gefühle sind was sie sind, wenn sie sind, wenn sie entstehen konnten, dann hatte das gute Gründe. Ebenso wie es Gründe für das Scheitern einer Beziehung gibt. Hat man wirklich nichts, wenn man merkt, das man mit jemandem doch nicht kann? Ich meine, dass es auf die Haltung ankommt, mit denen man auf seine Entwicklung mit samt ihren Erfahrungen schaut.


Zitat von Andre:
Ohne sich die Zeit und Geduld zu nehmen, den anderen kennenzulernen -- und dem anderen die Zeit zu geben, einen selbst kennenzulernen, wirds eben nichts.
Nicht zu vergessen, dass man sich rechtzeitig vergewissert bei großen Problemen mal ganz Frau oder Mann zu sein, um dann richtig was zu reißen.

Zitat von Andre:
Wer -- wie in einem anderen Thread besprochen -- sein Date möglichst schnell Probereiten will, noch bevor sich Gefühle entwickeln konnten und noch bevor sich die beiden kennenlernen und aufeinander einstellen konnten, der bekommt eben genau das: Sex ohne Gefühle. Sex, bei dem in Windeseile alles durchprobiert wird, um herauszufinden, was der andere mag oder nicht mag, was ihn erregt und was nicht. Und danach kann dann Kimchi sich wieder darüber auslassen, dass sie mal wieder an einen Grobmotoriker geraten ist und -- ich weiß nicht mehr wer -- dass schon beim ersten gemeinsamen Essen über Analverkehr gesprochen wird.
Nun, diese Extrembeispiele scheint es zu geben, aber auch sie sind was sie sind, nämlich Extrembeispiele. Ich weiß nicht, weshalb das "große Entsetzen" so oft Diskussionsgrundlage ist. Man kann aus unliebsamen und unsympathischen Erfahrungen lernen. Danach mehr über sich selbst wissen. So kann man lernen achtsam und aufmerksam mit sich selbst umzugehen, ohne dabei in Extreme zu verfallen.

Zitat von Andre:
Wenn es so einfach wäre, dann könnt's jeder, und Parship wäre schon wegen Mangel an Kundschaft eingegangen.
Einfach, schwer, mittelschwer und sonst noch was... wie etwas ist hat auch mit einem selbst zu tun. Ich betone wiederum, dass ich mich hier auf erwachsene Menschen beziehe.
 
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  • #278
AW: Nps

Zitat von Benutzerin:
Meine Bemerkung bezog sich vor allem auf die Aussage:
"Eine Liebesbeziehung ist nunmal etwas großes, und große Dinge erfordern große Taten."
Das finde ich pathetisch. Und es hebt "die Liebe" (was immer das ist...) auf einen Sockel, wo sie für mich nicht hingehört.
Moment! Liebe und (Liebes)beziehung sind zunächst mal zwei verschiedene Dinge. Natürlich ist Liebe, "was sie ist" usw. und nicht von "Heldentaten" abhängig. Aber jemanden lieben oder von jemandem geliebt werden kann man genaugenommen auch ohne Beziehung (es ist dann halt nur sehr theoretisch, aber das spielt hier keine Rolle).

Wenn man aufgrund dieser Liebe aber eine "praktische" Beziehung eingeht, dann können halt auch Probleme eintreten, die mit der "Qualität" oder "Größe" der Liebe nichts zu tun haben -- also irgendwelche äußeren Umstände; was weiß ich, berufliche Veränderungen, Krankheit, Unfall (auch von Angehörigen/Eltern/Kindern) usw. Apropos Kinder: Nicht nur hier im Forum, auch im RL scheinen Männer mit Kindern ein Problem zu sein, und zwar selbst für Frauen, die selber Kinder haben. Ich verstehe zwar nicht warum, aber anscheinend ist das für andere eine übermenschliche Kraftanstrengung, zu der sie auch dann nicht fähig oder willens sind, wenn ihnen dadurch eine schöne Liebesbeziehung entgehen würde.

Zitat von Benutzerin:
Aber für mich bemisst sich die Qualität einer Beziehung und "der Liebe" vor allem darin, wie man - nach der (im Idealfall) anfänglichen großen Verliebtheit - im ganz banalen Alltag und seinen Herausforderungen miteinander umgeht.
...
Da ich mein Leben ohne Partner nicht als defizitär empfinde, sehe ich in einer Beziehung eine mögliche Bereicherung. Aber ich jage "der Liebe" nicht als so einer Art heiliger Gral nach.
Diese beiden Absätze sind für mich widersprüchlich. Einerseits ist ein Partner für dich "nur" ein schönes Sahnehäubchen (und das meine ich nicht abwertend!) auf dein sowieso schon schönes Leben, andererseits legst du wert auf "ganz banalen Alltagskram". Wo ist da die Bereicherung? Alltagskram hast du doch auch als Single?
 
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  • #279
AW: Nps

Zitat von Andre:
Moment! Liebe und (Liebes)beziehung sind zunächst mal zwei verschiedene Dinge. Natürlich ist Liebe, "was sie ist" usw. und nicht von "Heldentaten" abhängig. Aber jemanden lieben oder von jemandem geliebt werden kann man genaugenommen auch ohne Beziehung (es ist dann halt nur sehr theoretisch, aber das spielt hier keine Rolle).
Das finde ich in der Tat sehr theoretisch.

Zitat von Andre:
Wenn man aufgrund dieser Liebe aber eine "praktische" Beziehung eingeht, dann können halt auch Probleme eintreten, die mit der "Qualität" oder "Größe" der Liebe nichts zu tun haben -- also irgendwelche äußeren Umstände; was weiß ich, berufliche Veränderungen, Krankheit, Unfall (auch von Angehörigen/Eltern/Kindern) usw.
Die gemeinsame Bewältigung solcher Probleme wäre für mich etwas, das mit der Qualität oder "Größe" der Liebe zu tun hat.


Zitat von Andre:
Diese beiden Absätze sind für mich widersprüchlich. Einerseits ist ein Partner für dich "nur" ein schönes Sahnehäubchen (und das meine ich nicht abwertend!) auf dein sowieso schon schönes Leben, andererseits legst du wert auf "ganz banalen Alltagskram". Wo ist da die Bereicherung? Alltagskram hast du doch auch als Single?
Für mich ist das kein Widerspruch. Natürlich hab ich Alltagskram (wer nicht?!) und da der in einer Beziehung ja nicht verschwindet, ist es mir wichtig, dass der im Leben mit Partner auch stattfinden kann (wie umgekehrt auch der Alltagskram des anderen). Und die Bereicherung wäre ganz einfach (von wegen einfach...) eine positive emotionale Bindung an einen anderen Menschen, mit dem ich schöne und nicht so schöne Erlebnisse teilen könnte.
 
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  • #280
AW: Nps

Zitat von Minze:
Ich sehe Probleme als Aufgaben, die es zu lösen gilt, bin interessiert am Finden guter Lösungen.
Soweit okay, aber was ist, wenn die "gute Lösung" eine ist, bei der du und/oder dein Partner über seinen Schatten springen muss, wo du/er etwas tun muss, was er bis dahin für sich ausgeschlossen hätte?

Beispiel: Ich habe Sterilisation als Verhütungsmethode für mich immer ausgeschlossen. Bis der Tag kam, an dem meine damalige Liebste ungewollt schwanger wurde. Nun ist sowohl ein Schwangerschaftsabbruch eine körperliche und seelische Belastung und eine Steri ebenfalls. Wir beiden sahen es dann aber als die einzig richtige bzw. konsequente Lösung, dies zu tun, obwohl wir beiden es bis dahin für uns ausgeschlossen hätten. Jeder für sich musste über seine Prinzipien und auch über seine Ängste springen, um die Unbekümmertheit und Leichtigkeit, aus der wir durch den o.g. "Unfall" jäh herausgerissen wurden, wiederzugewinnen.

Zitat von Minze:
Als ob man seine Liebe beweisen müsste, indem man mal richtig was reißt.
Es geht wie gesagt nicht um das Beweisen von Liebe, sondern um bei Problemen, die die Beziehung beeinträchtigen würden, zu tun, was getan werden muss. Ich muss wohl nicht erklären, wie das o.g. Liebesleben fortan ausgesehen hätte, wenn wir einfach so weitergemacht hätten wie bisher.

Zitat von Minze:
Garantie, Sicherheitscheck, Lebensrisiken, auf nichts einlassen, 150%, am Ende gar nichts... wirkt wieder so absolutistisch, so überhöht.
Tu uns bitte einen Gefallen und lege mir nicht Zitate in den Mund, die nicht von mir stammen. Oder verlange ich da schon zuviel "Großtat"?

Zitat von Minze:
Wie wäre es, das Leben als Lernweg /Prozess zu sehen? Lernen über Erfarungen, auch aus Fehlern.
Ja, sehr schön -- *wenn* dem dann auch Taten folgen.

Zitat von Minze:
Nun, diese Extrembeispiele scheint es zu geben, aber auch sie sind was sie sind, nämlich Extrembeispiele.
Ja, aber wie ich ja (s.o.) selbst erlebt habe, ist es blauäugig zu glauben, solche "extremen" Dinge könnten immer nur anderen aber niemals einem selbst widerfahren.
 
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  • #281
AW: Nps

@André
Ehrlich gesagt weiß ich gerade nicht, was Sie uns hier gerade zu erklären versuchen.
Mal davon abgesehen, dass wir schon wieder heftig OT sind.
 
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  • #282
AW: Nps

Zitat von Benutzerin:
Die gemeinsame Bewältigung solcher Probleme wäre für mich etwas, das mit der Qualität oder "Größe" der Liebe zu tun hat.
Genau das meinte ich.

Zitat von Benutzerin:
Und die Bereicherung wäre ganz einfach (von wegen einfach...) eine positive emotionale Bindung an einen anderen Menschen, mit dem ich schöne und nicht so schöne Erlebnisse teilen könnte.
Eben. Und die "nicht so schönen" Erlebnisse können gelegentlich auch mal eine Kraftanstrengung erfordern, zu der man ohne "eine positive emotionale Bindung" nicht fähig oder willens wäre.

Leutz, wir kennen doch alle -- ob selbst erlebt oder vom Hörensagen -- dieses Phänomen, dass sich angesichts eines eigenen Schicksalsschlages wahre und falsche Freunde herauskristallisieren. Und die wahren Freunde wollen einem dann nichts beweisen, sondern -- wie soll ich sagen -- ihre Freundschaft manifestiert sich. Man könnte auch sagen: sie beweist sich.
 
B

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  • #284
AW: Nps

Zitat von Andre:
Nun ist sowohl ein Schwangerschaftsabbruch eine körperliche und seelische Belastung und eine Steri ebenfalls.
[...]
Ich muss wohl nicht erklären, wie das o.g. Liebesleben fortan ausgesehen hätte, wenn wir einfach so weitergemacht hätten wie bisher.
Weiter OT-Randbemerkung: mir sind durchaus weniger rabiate Methoden der Schwangerschaftsverhütung bekannt.
 
B

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  • #285
AW: Nps

Zitat von Andre:
Eben. Und die "nicht so schönen" Erlebnisse können gelegentlich auch mal eine Kraftanstrengung erfordern, zu der man ohne "eine positive emotionale Bindung" nicht fähig oder willens wäre.

Leutz, wir kennen doch alle -- ob selbst erlebt oder vom Hörensagen -- dieses Phänomen, dass sich angesichts eines eigenen Schicksalsschlages wahre und falsche Freunde herauskristallisieren. Und die wahren Freunde wollen einem dann nichts beweisen, sondern -- wie soll ich sagen -- ihre Freundschaft manifestiert sich. Man könnte auch sagen: sie beweist sich.
Und wenn es diese Art von Schicksalsschlägen nicht gibt, ist die Liebe auch nicht groß?!
 
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