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Minze

  • #136
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Mein Expartner war weder ein "Erfolgstyp" noch laut oder extrovertiert. Er ist rein optisch eher dem "alternativen" Spektrum zuzuordnen und eher ein leiser Mensch, der Klavier spielt, malt, Flugangst hat und sich in der Natur wohl fühlt.
Oh sorry, was ich auf keinen Fall wollte, dir die Wahl oder Bevorzugung eines bestimmten Menschentyps unterjubeln, nein, ich suchte für mich eine Eklärung, weshalb ich mit solch einem Persönlichkeitsbild noch nicht konfrontiert war. Hätte man missverstehen können, ich bitte um Nachsicht.

In den Kriterien, die eine NPS bestätigen können, wird die überhöhte Selbstüberzeugung vom grandiosen Selbst ziemlich betont. Auch der Größenwahn und das erfolgsorientierte Anspruchsdenken, die Selbstdarstellung usw. ... werden dort herausgestellt.

Irgendwie neigte ich dazu, mir einen Angeber, einer der sich gerne bewundern lässt, Bewunderung braucht. Ein eher überheblicher Mensch, der sich größer indem er andere kleiner macht.

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Er findet nicht, dass er eine "Störung" hat. Er ist sich sicher, dass mit ihm alles in Ordnung ist (zumindest sagt er das so) und dass ICH immer das Problem war.

Wenn ich nachgefragt habe, WAS denn an mir das Problem ist oder was ich an meinem Verhalten ändern soll, kam aber nie eine Antwort. Nur Augen verdrehen, oder "dazu sag ich jetzt nichts" oder "wenn du das nicht einmal selbst merkst, kann ich dir auch nicht helfen".

Es gab keinerlei Möglichkeiten, mit ihm konstruktiv darüber zu reden...
Und das, also deine letzte Anmerkung, macht ein guter Umgang miteinander schwierig.
 
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Minze

  • #137
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Kürzlich ist mir nochmal jemand begegnet, der fast noch schlimmer und manipulativer war - doch da ich das ja schon einmal erlebt habe, dauerte es dieses Mal nur zwei Monate, dann war ich weg. Die Störung bei diesem Mann zeigte sich nach einem Monat. Er gibt zwar zu, dass es "ihm grad nicht gut geht", streitet aber auch ab, eine PS zu haben.
Ich bin vorsichtig mit Pathologisierungen und dem Kategorisieren in gewisse Krankheits- oder Störungsbilder. Viel wichtiger als der Name (PS) für etwas, erachte ich das Verhalten, die Verhaltensweisen selbst und der Umgang damit. Auch die Möglichkeiten des gemeinsamen Reflektierens sind von großer Bedeutung für mich. Wären diese nicht gegeben, dann könnte ich mich ja weder mit mir noch mit meinem Gegenüber ordentlich auseinandersetzen. Was jemand genau hat oder ob es einen Namen für seine mir schwierig erscheinenden Verhaltensweisen gibt, das erscheint mir nebensächlich. Wesentlich ist die Möglichkeit, der selbstkritischen Auseinandersetzung, ja, eben eine faire Interaktion, die jedem seine Würde, seine Selbtachtung, seinen Selbstwert lässt.
 
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  • #138
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Wir waren insgesamt zwei Jahre zusammen.

Kürzlich ist mir nochmal jemand begegnet, der fast noch schlimmer und manipulativer war - doch da ich das ja schon einmal erlebt habe, dauerte es dieses Mal nur zwei Monate, dann war ich weg. Die Störung bei diesem Mann zeigte sich nach einem Monat. Er gibt zwar zu, dass es "ihm grad nicht gut geht", streitet aber auch ab, eine PS zu haben.
Liebes Fenster,

ich kann Dir gut nachfühlen wie enttäuschend es ist, wieder an einen Menschen zu geraten, der so "gestrickt" ist. Man stellt sich die Frage, wie man ihn früher erkennen kann.

Genau diese Frage stelle ich mir auch, allerdings gerate ich an Menschen mit Bindungsängsten. Das letzte Mal hat es bei mir auch 3-4 Wochen gedauert bis ich merkte dass etwas nicht stimmt (siehe mein Posting "Tauchstation"). Auch ich habe vor Jahren mit einem Therapeuten eine Gesprächstherapie gemacht und Literatur gelesen, um zu erkennen welche Mechanismen da ablaufen.

Wir sind auf dem Weg der Erkenntnis schon ein gutes Stück vorwärts gekommen und wissen zumindest, dass wir einen Partner der uns nicht guttut erkennen und uns von einer Beziehung lösen können, die uns nicht guttut.

Was ich für mich feststelle ist, dass ich in der Kennenlernphase einfach viel mehr Zeit brauche und mich nicht vorschnell in eine Beziehung begeben sollte. Wieviel Zeit man sich lässt, ohne sich unter Druck zu fühlen, ist vielleicht auch vom Selbstwertgefühl abhängig. Ein sorgfältiges und nicht so überstürztes Kennenlernen entspricht dann aber wohl nicht mehr unseren romantischen Bildern, die die meisten von uns in sich tragen.

VG
Kaffeetasse
 
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  • #139
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
"wenn du das nicht einmal selbst merkst, kann ich dir auch nicht helfen".
Wie ich das hasse, dieses "du weißt ganz genau, was ich meine" oder "denk mal drüber nach, dann kommst du von selbst drauf". Sowas wären z.B. sichere Signale, dass man getrost die Flucht ergreifen kann.
 
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Minze

  • #140
AW: Nps

Zitat von Minze:
@ Fenster zum Hof: Und das, also deine Anmerkung, dass es keine Möglichkeiten der konstruktiven Auseinandersetzung gab, das macht einen guten Umgang miteinander schwierig.
Es fehlte das Interesse an Problemlösungen völlig? Was empfand er für dich? Liebe strebt doch irgendwie nach guten Lösungen und begünstigt den Willen dazu... denke ich mir so...
 
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  • #141
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Und um noch ein Stück weiter zu gehen (das ist reine Spekulation): an solche Frauen "traut" sich vielleicht ein Nicht-Narzisstischer Mann gar nicht heran, weil sie dem durch Medien propagierten gesellschaftlichen Idealbild so sehr entsprechen, dass er denkt, nciht zu "genügen". Übrig bleibt der sich ohnehin für den größten haltenden Narzisst, der sich dieser Frau annimmt ...
Ich sehe das etwas subtiler. Wie ich ja schon schrieb, denke ich, dass Narzissten und andere Leute, die von keinerlei Selbstzweifeln getrübt sind, einfach schneller und lauter zur Sache gehen. Sie drängeln sich sozusagen vor - während andere sich noch herantasten, sind sie schon da.

Nunja, aber dieses Bild vom "Rangeher" wird gesellschaftlich ja ebenfalls propagiert. Und wenn ich hier im Forum lese, was für ein Tamtam losgeht, wenn einer sich mal zwei Tage nicht meldet, oder jemand in PS "nicht sucht, sondern gefunden werden will", oder wenn ich an die vielen Parship-Mails denke "XY hat Ihr Profil besucht - werden Sie heute noch aktiv! Frauen mögen es, wenn Männer die Initiative ergreifen" usw. usf. - Im Grunde besteht also ein gesellschaftlicher Konsens zwischen allen "Parteien".

Was aber wiederum wohl auch schon oft zutrifft, ist das mit dem "Rantrauen". Bei der erfolgreichen Geschäftsfrau stellt sich ja die Frage, ob sie nicht selbst auch sone "Rangeherin" ist - also ganz allgemein jetzt, aber dann möglicherweise auch im Speziellen. Eh man da als Normalo so aus den Puschen ist, isse schon vorbeigerauscht ;-)
 
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  • #142
AW: Nps

Zitat von Hilla:
Diese NPS ist eine andere. Sie hat nicht dies Zerstörerische ... glaube mir.
Du scheinst meine ehemalige Partnerin besser zu kennen als ich, wenn Du ihr Verhalten als eher nicht (selbst-)zerstörerisch einstufst...


Wir stellen keine Diagnosen, aber man kann die eine mit der anderen PS einfach nicht vergleichen.
Mit Verlaub, aber /Du/ bist diejenige, die hier gerade Fremddiagnosen stellt.

Ich habe mir lediglich erlaubt auf Fensters Vorwurf ich wisse nicht so recht worüber ich hier gerade schreibe einzugehen (Und bevor wir da jetzt gleich die nächste Meta-Diskussion starten: Den Vorwurf habe ich ihr keineswegs krumm genommen, sondern ihn vielmehr als aus ihrer Sicht halbwegs nachvollziehbar und verständlich betrachtet).

Ich habe nicht verglichen, ich habe im Gegenteil an verschiedenen Stellen aus meiner Sicht wesentliche Unterschiede benannt. Du musst mir wahrlich nicht erklären, dass jeder Mensch, mit oder ohne Persönlichkeitsstörung, einzigartig ist, dass keine zwei Menschen exakt gleich gestrickt sind. Gerade deshalb habe ich mich an der Stelle, an der Patrizia ihre objektiv betrachtet schlicht unwahre All--Aussage "für niemanden sind solche herablassenden Attacken wie jene von ihrem Lebenspartner zu ertragen" getätigt hat zu Wort gemeldet. Denn diese Ausage vergleicht nicht nur, sie macht auch gleich oder versucht es zumindest, und das führt in Bezug auf Zwischenmenschliches eigentlich immer in die Irre.
 
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Minze

  • #143
AW: Nps

Zitat von Andre:
Ich sehe das etwas subtiler. Wie ich ja schon schrieb, denke ich, dass Narzissten und andere Leute, die von keinerlei Selbstzweifeln getrübt sind, einfach schneller und lauter zur Sache gehen. Sie drängeln sich sozusagen vor - während andere sich noch herantasten, sind sie schon da.
Menschen, die vordergründig so wirken als hätten sie keine Selbstzweifel, können dennoch welche haben. Wie ich lesen konnte, schwanken Menschen mit narzisstischen Charakterzügen häufig zwischen Größenwahn und Selbstzweifeln. Hinter ihrem grandiosen Selbst, ihrer Selbstdarstellung verstecken sie das schwache Selbst, welches sie nicht akzeptieren können. Kompensation, sozusagen.

Außerdem: Wenn sie sich vordrängeln und damit schneller ans Ziel kommen, dann hat man sie auch drängeln lassen, also wohl schneller angenommen. Es ist doch ein Zusammenspiel von Aktion und Reaktion.
 
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  • #144
AW: Nps

Es ist sehr bedrückend, wenn man diese Erfahrungen hier liest.
Fast möchte man meinen, es ist KRIEG. Nicht mehr Maschinengewehrsalven, die den Leib töten. Vielmehr mutet es an wie eine Verschiebung…: innerpsychologische Kriegsführung auf der zwischenmenschlichen Beziehungsebene.
Mit welchen Strategien kann ich den anderen entwaffnen, um ihn zu VERWUNDEN?
Um sich hin und wieder mächtig zu fühlen…., jag’ das Messer in die wunde Stelle deines Auserwählten.
Da paart sich Menschenkenntnis oder auch Machtinstinkt mit Gefühllosigkeit auf der einen Seite. Und der Hunger nach Gefühlen nährt die andere. Umarme mich, auch wenn es schmerzt.
Mein erster Lösungsansatz ist: Führe den Krieg zunächst mit dir selbst.
Wo und warum bin ich so verwundbar?
Oder:
Warum macht es mir Lust, das Gegenüber so zu verletzen?
Verständigung und Veränderung in sich selbst – mehr Weichheit und Wärme im MITEINANDER -
in einer schnelllebigen und ICH -bezogenen postmodernen Zeit?!
(Die noch so unaufgeklärt ist im fairen Umgang mit Gefühlen).
 
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  • #145
AW: Nps

Hallo Zusammen,

ich bin etwas schockiert, wie hier über das Thema Persönlichkeitsstörung gesprochen wird. Ein Mensch mit einer narzißtischen PS ist kein Psychopath oder Soziopath, ich glaube hier wird der Unterschied zwischen Narzißmus und dissozialer PS nicht wirklich beachtet. Menschen mit narzißtischer PS können sehr emotional sein, sie sind sehr anfällig für Kränkung und Verletzung und nicht selten entwicklelt sich daraus eine Depression.
Im Übrigen wird es diese PS in Zukunft nicht mehr geben, da sie im bald erscheinenden ICD11 nicht mehr vorkommen wird.

Gruß
Lilly
 
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  • #146
AW: Nps

@SineNomine

(ich kann das mit der Zitierfunktion nicht)
Alles korrekt was Du sagst. Pardon!

Fairness, die Du hier z. B. wiederspiegelst...

hat aber ein maligner Narzisst nicht inne. Hier ist alles Menschliche auf den Kopf gestellt. Hier KANN man nichts erwarten, hier kann man keine Kommunikation einigermaßen für beide Tele gleichwertig hinkriegen. IHM kommt es auf Unterwerfung an, wenn die nicht bei dem Partner funktioniert, hat man es mit einem menschlichen Monster zu tun. Dies ist zwar immer noch ein Mensch, aber kein soziales Wesen mehr. Wenn man versucht, solche Menschen zu verstehen, im Sinne von/dem Ziel einer gelungenen Interaktion, wird das nie funktionieren. Das ist leider die Wahrheit.
Ich habe einschlägige Erfahrungen. Bin ein typisches Opfer (wer sucht, der findet). Gelernt habe ich natürlich - durch diesesTrauma - trotzdem viel von dieser ganz schweren Persönlichkeitsstörung. Aber ich habe null Toleranz mit Leuten (fühl dich bitte nicht angesprochen), die diese PS schönreden.. im Sinne von...dass sie eine Bereicherung sind. Sie sind sicher eine Bereicherung für diejenigen, die nicht im intimen Bereich bzw. auf der privaten Bühne mit ihnen zu tun haben. (Ich spreche von einem bösartigen (malignen) Narzissmus). Denn nur hier tobt er/sie sich aus.
 
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  • #147
AW: Nps

Zitat von Sarah:
Mein erster Lösungsansatz ist: Führe den Krieg zunächst mit dir selbst.
Wo und warum bin ich so verwundbar?
Oder:
Warum macht es mir Lust, das Gegenüber so zu verletzen?
Verständigung und Veränderung in sich selbst – mehr Weichheit und Wärme im MITEINANDER -
in einer schnelllebigen und ICH -bezogenen postmodernen Zeit?!
(Die noch so unaufgeklärt ist im fairen Umgang mit Gefühlen).
Wenn ich mich als "Opfer" eines aggressiven Partners fragen soll, warum mich die Attacken des anderen so verletzen, würde das dann implizieren, dass Du denkst, dass es andere Leute gibt, die das NICHT verletzt? wenn man sich von Nichtigkeiten stark verletzt fühlt, muss man bei sich selbst schauen, warum man so überempfindlich ist .Aber wenn man sich von den eindeutig verletztenden Attacken eines aggressiven Partners verletzt fühlt, ist das völlig normal.
Mein damaliger Partner hat ja auch immer versucht, mir einzureden, ich wäre empfindlich und labil und ICH hätte das Problem, weil ich alles falsch fühle und wahrnehme.

Es mag Leute geben, die die Sache er "verkopft" angehen wie Sine Nomine - aber auch für ihn wäre es sicher schöner, wenn seine Partnerin ihn ganz normal, nett und liebevoll behandeln würde. Außerdem habe ich die Störung SEINER Expartnerin nicht so verstanden, dass si
e ihn immer aggressiv angeht - bei ihr war ja wohl eher Borderline im Spiel, wenn ich das richtig sehe. Das ist auch schlimm, aber in der Tat noch etwas anders gelagert.

Mein Expartner würde Deine Frage, was ihm Lust macht, das Gegenüber immer so zu verletzen, nicht so richtig verstehen. Er würde, wenn er überhaupt bereit wäre, mit Dir darüber zu reden, sagen: wieso, ich verletze doch nicht - SIE ist so empfindlich, sie legt unangemessen jedes Wort auf die Goldwaage.
Und wenn, ja, dann hat sie es wohl verdient. Sie ist ja die aggressive, sie liebt mich nicht ausreichend, sie läuft dauernd mit Leidensbittermiene herum, sie stellt völlig überhöhte Ansprüche.

Das schwierige an dieser Störung ist für das Gegenüber, dass derjenige, der NPS hat, überhaupt kein Bewußtsein dafür hat, dass er leidet. Er empfindet (offenbar) keinen Leidensdruck und weiß daher auch nicht, weshalb er an sich "arbeiten" und irgendwas verändern sollte.
 
B

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  • #148
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Wenn ich mich als "Opfer" eines aggressiven Partners fragen soll, warum mich die Attacken des anderen so verletzen, würde das dann implizieren, dass Du denkst, dass es andere Leute gibt, die das NICHT verletzt?
Ich wage mal die These, dass es Menschen gibt, die auch von so aggressiven Attacken nicht verletzt werden, weil ihnen ihr Selbstwertgefühl sagt, es sich um einen gemeinen Angriff handelt, der jeder Grundlage entbehrt.
Ich nehme mal das Beispiel mit der OP, das Sie geschildert haben. Ich kann das gut nachvollziehen, weil ich im gleichen Alter auch so eine OP hatte. Natürlich hat mich selbst auch die Frage beschäftigt, was mit mir und meinem Körper passieren wird. Aber ich hätte mir von niemandem einreden lassen, dass ich danach weniger "wert" bin.
 
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  • #149
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Mein damaliger Partner hat ja auch immer versucht, mir einzureden, ich wäre empfindlich und labil und ICH hätte das Problem, weil ich alles falsch fühle und wahrnehme.
Selbst wenn da ein Körnchen Wahrheit dran wäre, ist der andere nicht davon befreit, sich auch selbst Gedanken zu machen - im Gegenteil, eigentlich muss einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass das eigentlich nicht sein kann, wenn um einen herum alle (vermeintlich) immer alles in den falschen Hals bekommen. Wenn man ehrlichen Herzens Wert darauf legt, dass die eigenen Anliegen vom anderen verstanden werden, dann gibt es -zig Möglichkeiten, das nochmal anders (verständlicher) zu artikulieren. Wohlgemerkt: *wenn* man ehrlichen Herzens ist ... *wenn* man gesunden Menschenverstand hat.
 
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  • #150
AW: Nps

Man könnte bei diesem Thema ja glatt zur Hobby-Psychologin werden. Ich wiederhole mich, wenn ich nochmal das Buch "Weiblicher Narzissmus" empfehle (das von der Dipl.- Psychologin Bärbel Wardetzki geschrieben wurde, die Jahre lang in einer Psychosomatischen Klinik gearbeitet hat).
Da steht u.a. "Der männliche Narzisst sucht sich eine Frau (die Komplimentärnarzisstin), durch die er sein schlechtes Selbstwertgefühl aufwerten kann. Er erhält in der sich unterordnenden Frau jene Bewunderin, die er zu seiner Stabilisierung braucht." An anderer Stelle: "Die Komplimentärnarzissten sind in hohem Maße anhänglich, auch noch weit über die Trennung hinaus und in wahnhafter Weise mit ihren Erwartungen an den Partner verflochten. Sie leugnen lange das Scheitern der Beziehung.......So halten sie loyal zum Partner, auch wenn er sie schlecht behandelt, abwertet und massiv kränkt."
Oder: "Was besonders auffällt, sind die Extreme, in denen beide Partner leben. So vehement, wie sie sich in die Beziehung stürzen, so schnell 'kommen sie darin um'. Der Partner ist das genaue Gegenstück von ihr, reserviert, distanziert und 'kopfgesteuert'. Auf die intensive Nähe folgt die Distanz, in diesem Fall sogar das Ende der Beziehung. Weder sie ist fähig,sich auf ihn einzulassen, ohne sich zu verlieren, noch kann er dauerhaft Nähe zu ihr aufbauen."
Ich könnte noch etliche Stellen zitieren aber höre nun damit auf :)
An dieser Stelle ein Dankeschön an dich, Fenster_zum_Hof, denn du hast in mir angeregt, dieses oben genannte Buch wieder aus dem Regal zu holen und darin zu lesen. Es lohnt sich sehr. Und für denjenigen, der von diesem Thema betroffen ist sicher ganz besonders.
Allen einen sonnigen Tag, da capo
 
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