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Cosima

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  • #1

Nps

Hallo zusammen,

schon wieder so was durchgeknalltes...
Eine gute Freundin von mir umgibt sich mit einem Mann, der meiner Meinung nach alle Anzeichen eine Narzistischen Persönlichkeitsstörung zeigt.
Empathielos nutzt er sie aus, Nähe und wegstoßen in einem Atemzug. Fertig machen, damit er groß und sie klein ist. Er ist das Besonderste auf der ganzen Welt....die ganze Palette und ich weiß so ziemlich wovon ich schreibe.

Er zeigt:grandioses Gefühl eigener Wichtigkeit, Glaube an seine eigene Besonderheit, Verlangen nach übermäßiger Bewunderung, ausbeuterische Beziehungen,Empathiemangel - er empfindet meiner Meinung nach nichts, wenn er seine manupulativen Spiele treibt.

Das ist jetzt meine sicher sehr subjektiv gefärbte Bestandsaufnahme, trotzdem:


Kann eine solche Partnerschaft eine Zukunft haben?
NPS ist so gut wie nicht therapierbar, oder doch?
 
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  • #2
AW: Nps

Zitat von Cosima:
Eine gute Freundin von mir umgibt sich mit einem Mann, der meiner Meinung nach alle Anzeichen eine Narzistischen Persönlichkeitsstörung zeigt.

NPS ist so gut wie nicht therapierbar, oder doch?

Mutig. Diagnosen sollte nur ein Fachmann nach eingehender Untersuchung stellen, ein solcher kennt auch die möglichen Lösungswege.
 
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Cosima

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  • #3
AW: Nps

Ja ich weiß. Ich schreibe eben auch "meiner Meinung nach"

Wie gesagt, es sind diese Verhaltensanzeichen vorhanden.
Ich würde nicht schreiben, dass er eine hat.

Trotzdem erhoffe ich mir hier ein paar Antworten von Menschen, die auch bereits mit so etwas konfrontiert wurden.

Denn ich wurde das mal ( damals diagnostiziert ) und naja.......die Beziehung hat mich an den Rande des Wahnsinns getrieben.
 
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Cosima

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  • #4
AW: Nps

Im Übrigen weigert er sich, einen Fachmann aufzusuchen. :-(
 

Heike

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  • #5
AW: Nps

Zitat von Cosima:
Denn ich wurde das mal ( damals diagnostiziert ) und naja.......die Beziehung hat mich an den Rande des Wahnsinns getrieben.

Du wurdest mal auf NPS diagnostiziert? Dann stellst du, wenn du diese Störung jetzt nicht mehr hast, doch offenbar ein Beispiel für Therapie dar.
Oder meinst du, man hat dir damals deinen Partner als narzißtisch gestört diagnostiziert? Das wäre äußerst seltsam, denn Diagnosen betreffen eigentlich eine Person selbst und nicht Partner.
Verzeih, aber das klingt ziemlich seltsam. Muß man so mit dem Feuerzeug spielen? Also es geht um den Freund einer Freundin und du rasselst den Kriterienkatalog ab und hast dann "die Meinung", er habe eine NPS.
Wie lautet deine - natürlich ganz subjektive und persönliche - Pathologisierung deiner Freundin? Denn Persönlichkeiten matchen üblicherweise.
 

Nadia

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  • #6
AW: Nps

Danke für dies Thema - egal wie zustande gekommen!

Ein narzisstisch gestörter Mensch mit ausnützerischer Art und Weise mit anderen Menschen zu verkehren, ist gar nicht so selten und hochinteressant. Wenn wir immer eine psychiatrische Diagnose abwarten, können diese Menschen in der Zwischenzeit zerstörerisch sein, wie es sich niemand vorstellen kann. Hände weg. Wenn der bloße Verdacht besteht! Aber eine Freundin höchstens warnen, alles andere muss die Person selber tun (Trennung vollziehen ohne wenn und aber).
 
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Cosima

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  • #7
AW: Nps

Liebe Heike, ich weiß nicht, wie du auf die Meinung kommst, bei mir wäre NPS diagnostiziert. Lies doch meine Post richtig.

Aber hier Genre nochmal zur Erklärung: ich war mal mit jemandem zusammen, bei dem das diagnostizert war. Insofern war ich bereits mit dem Thema konfrontiert.
Alles klar? ;)))
 

Heike

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  • #8
AW: Nps

Ja, natürlich alles klar. Also er war selbst in Therapie und bei ihm wurde das diagnostizierst oder warst du in Therapie und man hat dann nebenbei ihm das so diagnostiziert?
Schon ernst war aber meine Schlußfrage: Wie würdest du deine Freundin einschätzen?
Ich bekomme eben - ganz subjektiv - schnell den Eindruck von Rotkäppchen oder so.
Da verwundert mich auch nicht, daß gleich ein Beitrag wie der von Nadia kommt. Diese aberwitzige Dämonisierung. Unschuldige, ganz normale Frauen, vielleicht nur ein wenig gutgläubig und sozusagen zu gut für die Welt, und dann kommt der böse Wolf, äh der Mann, in Gestalt der formvollendeten Persönlichkeitsstörung, oder des Alkoholikers. Und ja, weg davon, bei bloßem Verdacht.
Ich vermisse da eben die Selbstreflexion. Warum gerät man oder die Freundin an solche Männer. Und ist man jemand, der gerne andere pathologisiert? Womöglich um nicht auf sich selbst schauen zu müssen. Aus Angst? Aber auch die Männer sind nicht einfach naturböse Wölfe. Die machen Dinge, die man für so schlimm hält, vermutlich auch aus Angst.
Und wie sollen Forenteilnehmer hier eine Ferndiagnose um mittlerweile drei Ecken geben?
Und wenn du das gar nicht möchtest, sondern nur Erfahrungen von Frauen einholen möchtest, die auch schon mit "solchen" Männern konfrontiert wurden: was sind denn "solche" Männer? Gerade wenn man etwas einsteigt in diesen Bereich, dann weiß man doch, daß - bei aller Klassifizierungsnotwendigkeit - das höchst individuelle Einzelfälle sind, wo man eben nichts über einen Kamm scheren sollte.
Aber offenbar hat die Privatdiagnose auf NPS den Sinn, eben das zu tun. Und das finde ich wenig hilfreich.
 
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Cosima

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  • #9
AW: Nps

Zitat von Heike:
Ja, natürlich alles klar. Also er war selbst in Therapie und bei ihm wurde das diagnostizierst oder warst du in Therapie und man hat dann nebenbei ihm das so diagnostiziert?
Schon ernst war aber meine Schlußfrage: Wie würdest du deine Freundin einschätzen?
Ich bekomme eben - ganz subjektiv - schnell den Eindruck von Rotkäppchen oder so.
Da verwundert mich auch nicht, daß gleich ein Beitrag wie der von Nadia kommt. Diese aberwitzige Dämonisierung. Unschuldige, ganz normale Frauen, vielleicht nur ein wenig gutgläubig und sozusagen zu gut für die Welt, und dann kommt der böse Wolf, äh der Mann, in Gestalt der formvollendeten Persönlichkeitsstörung, oder des Alkoholikers. Und ja, weg davon, bei bloßem Verdacht.
Ich vermisse da eben die Selbstreflexion. Warum gerät man oder die Freundin an solche Männer. Und ist man jemand, der gerne andere pathologisiert? Womöglich um nicht auf sich selbst schauen zu müssen. Aus Angst? Aber auch die Männer sind nicht einfach naturböse Wölfe. Die machen Dinge, die man für so schlimm hält, vermutlich auch aus Angst.
Und wie sollen Forenteilnehmer hier eine Ferndiagnose um mittlerweile drei Ecken geben?
Und wenn du das gar nicht möchtest, sondern nur Erfahrungen von Frauen einholen möchtest, die auch schon mit "solchen" Männern konfrontiert wurden: was sind denn "solche" Männer? Gerade wenn man etwas einsteigt in diesen Bereich, dann weiß man doch, daß - bei aller Klassifizierungsnotwendigkeit - das höchst individuelle Einzelfälle sind, wo man eben nichts über einen Kamm scheren sollte.
Aber offenbar hat die Privatdiagnose auf NPS den Sinn, eben das zu tun. Und das finde ich wenig hilfreich.

Nun liebe Heike, das sind ein bisschen viele Unterstellungen...aber sehr geschickt als Fragen getarnt.
Nein DIE MÄNNER gibt es nicht. Aber nochmal für dein Verständnis: ich habe keine NPS, war aber mal mit jemandem zusammen, bei dem das nach einer Weile Therapie, in der er schon war, als wir uns kennen lernten, diagnostiziert wurde.

Wenn du meinen Post etwas genauer liest, wirst du sicher sehr schnell feststellen, dass ich keine bin, die pathologisiert. Im Gegenteil: die Intension meiner Anfrage hier war speziell an Frauen oder auch Männer gerichtet, die ebenfalls schonmal als Partner betroffen waren.
Damit ich mehr Argumente bekomme, um meiner Freundin zu helfen.

Denn wenn du mehr über dieses Thema weißt, dann weißt du auch, dass deine Trennung sehr schwer ist und du weißt dann auch warum.
Wie gesagt, es geht hier nicht "um die Bösen Männer". Wobei ehrlich gesagt....Hmm,...dein Post liest sich fast so, als seist du einer, der sicher gerade auf den Schlips getreten fühlt. Ist aber wohl meine subjektive Wahrnehmung.


Zu Deiner Schlussfrage: ganz und gar nicht Rotkäppchen...hm...eigentlich eher sehr normal und ganz sicher nicht naiv.
 

Heike

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  • #10
AW: Nps

Wenn deine Freundin sehr normal ist, wie erklärst du es dir, daß sie mit einem persönlichkeitsgestörten Mann zusammengekommen ist, der es deiner Kennzeichnung doch so an ziemlich allem fehlen läßt, was einem als "normaler, gesunder" Frau üblicherweise gefällt, wie etwa Empathie usw.?
Hat denn deine Freundin so ein großes Problem mit ihm - oder siehst vor allem du da ein Problem und glaubst, daß sie es nicht so wahrhaben möchte?
Wenn er sich von euch nicht in Therapie schicken läßt, weshalb machst du deiner Freundin nicht den Vorschlag, in Therapie zu gehen? Sie hat doch offenbar einen sehr starken Leidensdruck, wegen dieser Beziehung - oder nicht?
 

Nadia

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  • #11
AW: Nps

"...ganz normale Frauen, vielleicht nur ein wenig gutgläubig und sozusagen zu gut für die Welt, und dann kommt der böse Wolf, äh der Mann, in Gestalt der formvollendeten Persönlichkeitsstörung, oder des Alkoholikers. Und ja, weg davon, bei bloßem Verdacht."...


Fakt ist:
5 - 6% der Bevölkerung hat diese Charakterstörung (früher "Psychopathie") und das ist wissenschaftlich bewiesen, von führenden Psychiatern international. Es hat nichts mit Vorverurteilungen zu tun, mit bösem Wolf, Alkoholismus oder was sonst noch hier vorgebracht wird. Wer sich dieser Spezies Mensch gegenübersieht, der im Übrigen NICHTS für seine Störung/Erkrankung kann, sie aber gleichwohl als Vorteil in seinem ganz persönlichen Leben ganz bewusst einzusetzen weiß, geht gut daran, einfach nur das Weite zu suchen..
 
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Cosima

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  • #12
AW: Nps

Zitat von Heike:
Wenn deine Freundin sehr normal ist, wie erklärst du es dir, daß sie mit einem persönlichkeitsgestörten Mann zusammengekommen ist, der es deiner Kennzeichnung doch so an ziemlich allem fehlen läßt, was einem als "normaler, gesunder" Frau üblicherweise gefällt, wie etwa Empathie usw.?
Hat denn deine Freundin so ein großes Problem mit ihm - oder siehst vor allem du da ein Problem und glaubst, daß sie es nicht so wahrhaben möchte?
Wenn er sich von euch nicht in Therapie schicken läßt, weshalb machst du deiner Freundin nicht den Vorschlag, in Therapie zu gehen? Sie hat doch offenbar einen sehr starken Leidensdruck, wegen dieser Beziehung - oder nicht?

Zu deinen Fragen:
Meine Freundin ist normal, sehr normal.
Du hast sicher noch nicht erlebt wie charmant ein NPSler sein kann. Aber du kannst ja mal in einschlägigen Foren nachlesen, wie schwer es ist, sich von einem zu lösen.
ja, das Problem liegt offen, wenn man bedenkt wie sehr und oft sie verzweifelt ist, weiße immer noch glaubt, sie kann ihm helfen.

Nein, ich denke nicht, dass seinen Threapie muss.

Aber nun: lies doch erstmal über das Thema bevor du mit diesen inquisitorischem Fragekatalog weiter machst, der nur sehr verhohlen Deine Einstellung verbirgt. Geilst Du Dich an diesem fremden Schicksal auf? Wann beginnst Du etwas konstruktives hierzu mitzuteilen? eigene Erfahrungen, echte Tipps oder so?
 
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Cosima

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  • #13
AW: Nps

Entschulidigung für die Tippfehler.
Ich muss da mehr acht geben.
 

Heike

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  • #14
AW: Nps

Meine Bemerkungen sind durchaus konstruktiv. Ich schlage vor, daß du und deine Freundin genau schauen, weshalb sie in dieser Beziehung ist.
Daß Narzißten und Borderliner sehr charmant sein können, ist auch mir bekannt. Wenn der Freund deiner Freundin sie aber offenbar nur ausnutzt, ihr ständig Leid zufügt, sie in einem fort niedermacht, gänzlich unempathisch ist usw., wie du schreibst - dann dürfte das bei einem "normalen, gesunden" Menschen den Charme nicht aufwiegen.
Deswegen meine Vermutung, daß sein Verhalten und seine Persönlichkeit mit ihrem ganz gut matcht.
Du wolltest doch eine Einschätzung, ob eine Partnerschaft der beiden Bestand haben kann. Das hast du zumindest als Frage für diesen Thread hingeschrieben in dein Eingangsposting. Und da sage ich, daß man eine solche Einschätzung sicherlihc nicht treffen kann, wenn man nicht weiß, was die beiden zusammenhält.
Und das solltet ihr herausfinden. Forenteilnehmer können das eher nicht, wenn sie nichts über deine Freundin erfahren, außer dem, daß sie eine "ganz normale" Frau ist.
 
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Cosima

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  • #15
AW: Nps

@Heike: geht doch....
 

Heike

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  • #16
AW: Nps

Danke für dies tolle Kompliment. Da hilft man doch gerne!
 
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  • #17
AW: Nps

Lieber Heiko,
aus Deinen Zeilen spricht eine starke emotionale Reaktion, ja beinahe Aggression. Ich nehme an, dass Du damit auch schon mal in Berührung gekommen bist - vielleicht gar einer der betroffenen Männer bist, denen eine solche Störung diagnostiziert oder von einer Freundin "unterstellt" (u.U. dann Deine Sichtweise der Dinge) wurde.

interessanterweise scheint eine gezeigte "Schwäche" bei anderen Menschen bei Dir große Aggressionen auszulösen. Warum?

Empathie scheint Dir fremd (übrigens auch ein Merkmal von NPS). Wenn also das Mädchen "dumm genug" ist, sich in einen charmanten Mann zu verlieben, der im weiteren Verlauf des Miteinanders keine Empathie mehr zeigt und zu aggressiver, manipulativer Kritik und ausbeuterischem Verhalten neigt - dann ist sie also "selbst Schuld"? "Normale" Menschen würden dann ja "einfach gehen" und ihn verlassen. Wer das dann nicht kann, hat es nicht besser verdient, so Deine Meinung?
 

Heike

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  • #18
AW: Nps

Sogenannte Karrierefrau, eigentlich sind so ziemlich alle deine Unterstellungen verkehrt. Das enthebt mich glücklicherweise der Last, differenziert zu ihnen Stellung nehmen zu müssen. Was ich meine, hab ich in meinen Beiträgen oben geschrieben. Ich wünsche dir noch einen schönen Mittag!
 
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  • #19
AW: Nps

@ Heiko: Wunderbar. Genauso kennen wir doch unsere Pappenheimer.... ;-)
 

Heike

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  • #20
AW: Nps

Übrigens scheinen hier manche eine etwas seltsame Auffassung von Therapie zu haben. Therapie ist weder Stigma noch Bestrafungsinstitut, in das Schuldige eingeliefert werden. Therapie ist eine Möglichkeit der Hilfeleistung für Menschen, die einen hohen Leidensdruck haben und nicht sehen, wie sie ihn allein verringern oder mit ihm klarkommen können. Es ist nicht ehrenrührig, eine Therapie aufzusuchen, und ein "Argument" a la "Wieso soll ich in Therapie? Er ist doch der Verrückte!" ist eher Zeichen von Unverständnis.
 
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Cosima

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  • #21
AW: Nps

ja...und was willst Du uns damit sagen?
 

Heike

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  • #22
AW: Nps

Cosima, im Fall deiner Freundin: Wenn sie so verzweifelt ist, wie du schreibst, könnte es sinnvoll sein, daß nicht bloß ihr miteinander klärt, was sie in ihrer zerstörerischen Beziehung hält, sondern sie dafür professionelle Unterstützung in Anspruch nimmt.
 
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  • #23
AW: Nps

Nunja... da soll also eine gebeutelte Frau in Therapie gehen, die unter Verbalattacken, ausnutzendem Verhalten und emotionaler Kälte ihres Partners leidet.

Mit welchem Ziel?

Sich zu "bessern", ihre "ungerechtfertigten" Bedürfnisse zurückzufahren, die "Schuld" auf sich zu nehmen - damit der Partner nicht mehr so attackieren muss?
Oder um die Kraft zu haben, den Absprung aus dieser destruktiven Beziehung zu schaffen?

Da man den anderen ja nicht mit Gewalt in die Therapie schleifen kann, bleibt einem letztlich ja nur der eigene Gang zum Therapeuten - allerdings ganz klar mit letzterem Ziel.
Damit vergibt man aber eine große Chance: wenn der destruktive, narzisstisch gestörte Partner eine Therapie machen würde, wäre die Beziehung vielleicht zu retten. Ob so etwas möglich ist bei einer NPS, weiß ich nicht. Aber zumindest wäre es ein Ansatz.
Geht der leidende Part zu einem Therapeuten, steht am Ende ja dann unweigerlich die Trennung. Und das könnte ja auch schade sein.
 
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Cosima

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  • #24
AW: Nps

@Fenster zum Hof,

ja das stimmt, im Zweifelsfall schicken wir die Frauen zum Doc ;-)) Scherz beiseite.
Klar könnte es helfen, wenn sie sich mal darüber klar wird, warum sie sich icht lösen kann.
Ich habe es durch eine Selbsthilfegruppe geschafft.
Aber es hat mich lange Zeit gekostet und viel Kraft. Weil sie (die NPSler) soooooo lieb auf einmal sein können, wenn sie spüren, dass ihre Fälle davon schwimmen .

und nein, diese krnaken Menschen können keine beziehung in der Art einer Liebesbeziehung führen. Das ist das, was ja so viele glaube: er geht in Therapie und alles wird schön. Das ist so nicht.
Damals musste auch ich einfach verstehen lernen: NPS ist nicht heilbar.
Vielleicht ist das jetzt anders...das war ja auch meine Frage im Eingangspost. Gibt es vielleicht neue Erkenntnisse?
Welche Erfahrungen haben andere gemacht.
 
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  • #25
Warum Frauen auf NPSler "reinfallen"

Die Frage, warum Frauen auf NPSler reinfallen und ob solche Frauen bestimmte Merkmale haben, die beim NPSler "andocken" finde ich in jedem Fall sehr interessant.

Wenn ich mal in meiner eigenen Vergangenheit und in den Berichten von Bekannten und Freunden herumsuche, dann fallen schon gewisse Regelmäßigkeiten auf.

Der NPSler will sich ja "aufwerten" mit seiner Partnerin - sie sollte also auf jeden Fall "etwas her machen". Wahrscheinlich würde er sich keine hässliche Frau suchen und auch keine erfolglose/dumme Frau.
Der NPSler hat dann also eine tolle Frau an seiner Seite, alle hauen ihm auf die Schulter und sagen: Ihr seid aber ein schönes Paar!
Das ist das, was der NPSler hören will.
Aber auf der anderen Seite will ER ja der king sein und muss somit seine tolle, erfolgreiche, intelligente Partnerin "klein machen" - damit sie zu ihm aufschaut und ihn bewundert und ihr bloß nicht auffällt, dass er ja vielleicht ganz normale Schwächen hat. die Partnerin fände es vermutlich gar nicht schlimm, wenn er Schwächen hat, das ist ja menschlich. Er aber will auf keinen Fall, dass sie Schwächen bemerkt, denn dann wäre er ja nicht mehr der grandiose Typ, der er meint sein zu müssen.
Wieso also lässt sich die Dame das gefallen? Wieso lässt sie sich "klein machen" und sucht nicht einfach das Weite, wie es sicher viele "normale" Frauen täten?

Ich vermute, dass wir hier in der Psyche der Frau suchen müssen - sie hat vermutlich auch schon als Kind Abwertung erlebt und war es gewohnt, um Liebe und Anerkennung kämpfen zu müssen. Daher kommt es ihr durchaus vertraut vor, wenn der narzisstische Partner sie nun auch abwertet. Sie versucht, noch netter und liebevoller zu ihm zu sein, damit er bitte bitte wieder lieb zu ihr ist. Wir haben es also mit einer Art sadistischer (= Narzisst) / masochistischer (=die Frau) Beziehung zu tun.

Man könnte ja sagen: okay, wenn die so glücklich sind - dann sollen sie doch so leben. Wo bitte ist das Problem? Auf jeden Topf passt ein Deckel, wie man so schön sagt.

Diese Aussage berücksichtigt aber nicht, dass die Partnerin eines Narzissten ja nicht GLÜCKLICH damit ist, dass er sie so runtermacht und demütigt. Im Gegensatz zu einer Masochistin, die das vielleicht mag und sich damit wohl fühlt (das kann ich nicht beurteilen) ist die Partnerin des Narzissten ja todunglücklich damit und wird in ihren Selbstzweifeln und ihrem Schmerz nur immer mehr bestätigt. Es verstärkt somit Wunden, die ihr vielleicht in der Kindheit bereits zugefügt wurden. Sie will ja nicht runtergemacht werden, sondern geliebt.
Aufgrund ihrer Vorerfahrung ("Ich bin es offenbar nicht wert, geliebt zu werden") kann sie sich abernicht einfach lösen - sondern sie bettelt förmlich um jedes bisschen Liebe, das ihr der Narzisst gönnerhaft von Zeit zu Zeit gewährt, um sie "bei der Stange zu halten"....

Sehr ungut. Natürlich kann man der Frau nur raten: Beine in die Hand nehmen und weglaufen! Schade ist es trotzdem, dass der Narzisst nicht bereit ist, an sich zu arbeiten - und somit eine Liebe zwischen den beiden wie auch zwischen ihm und anderen Frauen unmöglich ist.
 
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Cosima

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  • #26
AW: Nps

liebes fenster,

ja das ist genau die richtige Betrachtungsweise, zumindest eine, die sehr oft zutrifft.

Aber Achtung: ich würde nicht von Sadisten und Masochisten sprechen, denn das hat ganz viel mit Schmerzen physischer Art zu tun.

Dominanz und Submission scheint mir eher richtig zu sein.
Wobei in der Spielart dieser sexuellen Rischtung immer der Submissive die Zügel in der Hand hält, denn er/sie ist es die mit einem einzigen Wort das Spiel beenden können.
Das hat übrigens auch etwas mit Verantwortung zu tun. Der/die Submissive ist oft ein erfolgreicher Mensch (beruflich) und will die Verantwortung für guten Sex abgeben. "Sieh her ich bin gefesslt - ich kann nicht smachen...It´s up to you..."

Aber...das hat nun gerade nicht mit NPS etwas zu tun. Sidestep.
Ich bin nach wie vor der Meinung, eine echte Beziehung - also Liebesbeziehung - kann der Narzisst nicht eingehen. er kann nicht fühlen.
 

Nadia

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  • #27
AW: Nps

"Komorbidität" nennt man diese Abhängigkeit wohl. Eine Therapie ist meines Wissens sehr zu empfehlen. Zu meinen, man kann den Partner "retten", ist schon ein Zeichen, dass in dem Fall eine psychologische Fachberatung/mit anschließender Therapie nottut.

Übrigens darf man Borderlinestörungen mit (malignen) narzisstischen Persönlichkeitsstörungen (NPS) nicht in Verbindung bringen, da sie u. U. ein hochexplosives Gemisch abgeben können. Borderliner sind zwar manipulativ, aber dabei hoch sensibel, die echten Psychopathen (maligne NPS) jedoch haben sehr begrenzt bis keinerlei Empathie. Sie handeln zutiefst inhuman und agieren deshalb so, weil sie sich alleine selber nutzen wollen.. Therapien werden bei ihnen höchstens zum Zwecke der noch besseren Manipulation ihrer Umwelt missbraucht. Hört sich schlimm an, ist aber Tatsache, da selber erfahren! Sie empfinden nur sehr marginal eine Art Leidensdruck, sehen vor allem gar nicht ein, dass eine Therapie überhaupt nötig sein könnte. Im Gegenteil: Sie sehen sich ja bestätigt in ihrem Tun. Wundern sich nebenbei, warum die anderen nicht so schlau sind wie sie...
 
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  • #28
AW: Nps


Für mich als fühlender Mensch ist es einfach unvorstellbar, dass jemand KEINE Gefühle hat... den Gefühle machen in meinen Augen den Menschen erst zum Menschen.

Wobei ja auch die Fachliteratur dem Narzissten das Empfindenkönnen gewisser Gefühle zuspricht: Neid, Wut, Hass - das kommt ja wohl im Gefühlsrepertoire eines Narzissten durchaus vor.
Aber Mitleid und Empathie wohl nicht. Und Angst? Anscheinend auch nicht. Und "Liebe" wohl leider erst Recht nicht.
 

Heike

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  • #29
AW: Nps

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Nunja... da soll also eine gebeutelte Frau in Therapie gehen, die unter Verbalattacken, ausnutzendem Verhalten und emotionaler Kälte ihres Partners leidet.
Mit welchem Ziel?
Sich zu "bessern", ihre "ungerechtfertigten" Bedürfnisse zurückzufahren, die "Schuld" auf sich zu nehmen - damit der Partner nicht mehr so attackieren muss?
Oder um die Kraft zu haben, den Absprung aus dieser destruktiven Beziehung zu schaffen?

Wer sonst sollte denn eine Therapie aufsuchen, wenn nicht jemand, der durch seine Geschichte und Gegenwart gebeutelt ist?
Noch einmal: Therapie ist keine Sicherungsverwahrung für Schuldige. Weshalb immer diese Kategorie der Schuld, ob mit oder ohne Anführungszeichen?
Genau diese Assoziation macht es vielen Menschen doch so schwer, eine Therapie aufzusuchen. Muß man das weiter unterstützen, indem man weiter in schuldiger Täter und Opfer Kategorien denkt?

Zitat von Cosima:
ja, das Problem liegt offen, wenn man bedenkt wie sehr und oft sie verzweifelt ist, weiße immer noch glaubt, sie kann ihm helfen.

Nein, ich denke nicht, dass sie in Threapie muss.

Nicht muß? Wenn sie sehr und oft verzweifelt ist, dann ist es eine Möglichkeit. Weshalb meinst du, sie "müsse" nicht?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Natürlich kann man der Frau nur raten: Beine in die Hand nehmen und weglaufen!

Zum nächsten Narzißten?

Und bitte ein wenig menschlich bleiben. Natürlich fühlen Narzißten. Das ist wirklich abenteuerlich, wie hier schon wieder Monster geboren werden, aus Menschen, von denen wir hier nur drei Eindrücke um zwei Ecken wissen.
Ich bin weiterhin der Ansicht, daß es Menschen, die sich als Opfer fühlen und in zerstörerischen Konstellationen sind, auf Dauer nicht hilft, wenn man ihnen immer stärkere Ammenmärchen erzählt. Das ist ein Teufelskreislauf.
Bitte professionelle Unterstützung!
 
C

Cosima

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  • #30
AW: Nps

Sie fühlen nur mit dem Kopf.
Da ist nichts Warmes in ihrer Brust, wenn es um Liebe geht - kein Kribbeln auf der Haut, wenn sie etwas berührt.
Kein Drang, einem anderen eine Umarmung zugeben, wenn es diesem schlecht geht.
Tun sie es doch, dann wissen sie, dass sie das gerade tun sollten...weil sie es gesehen haben oder man hat es ihnen mal gesagt.

Eigentlich kann man sie mit Robotern vergleichen. Ihnen fehlt Seele.
Und sie können vielleicht noch nicht einmal etwas dafür.
Im Gegenteil: Sind sie in Behandlung, dann WISSEN sie ( nicht fühlen), dass etwas nicht stimmt. Und das macht viele von Ihnen auch unglücklich - aber wieder nur mit dem Kopf.
Sie haben dann nicht diesen Stein in der Brust, den gefühlvolle Menschen dann eben haben.

Sie können einem Leid tun, aber mehr sollte man auf keinen Fall investieren.
All das weiß ich, und doch pralle ich bei meiner Freundin mit diesem Wissen ab.
 
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