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  • #93
Ich halte LĂŒgnerei erstmal fĂŒr recht normal. Ist dann eine Frage des Ausmaßes, da gibts dann wichtige Unterschiede. Aber nicht nur im Ausmaß, sondern auch darin, wie man im Nachhinein mit LĂŒgen umgeht.
Ich denke auch, dass es kaum jemanden oder niemanden gibt, der noch nie gelogen hat. Vor allem am Anfang einer Beziehung wo man doch alles ein bisschen schöner machen will. Solange dabei nicht die Persönlcihkeit völlig verzerrt wird, ist es nicht super aber auch kein Verbrechen.
 
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  • #96
Solange dabei nicht die Persönlcihkeit völlig verzerrt wird, ist es nicht super aber auch kein Verbrechen.
Verbrechen wÀre es selbst dann nicht.
Ich schreib das, weils in dem Fall vielleicht angebracht ist, ĂŒber Interessen nachzudenken, die man beim Ratschlagen so hat.
Also gehts darum, dem Threadstarter das zu raten, wovon man glaubt, daß es am ehesten in seinem Interesse wĂ€re? Oder hats eher die Tendenz, ihm zu raten, was eher im Interesse seiner möglichen Kontakte wĂ€re (mit denen man sich identifiziert)?
Beides könnte auch zusammenfallen, muß es natĂŒrlich nicht.
 
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  • #97
Also gehts darum, dem Threadstarter das zu raten, wovon man glaubt, daß es am ehesten in seinem Interesse wĂ€re? Oder hats eher die Tendenz, ihm zu raten, was eher im Interesse seiner möglichen Kontakte wĂ€re
Um beides: Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so auf den Weg in eine intakte schöne Beziehung ist, da es frĂŒher oder spĂ€ter rauskommt und er sich dann nicht nur den Defiziten sondern auch seinem Gewissen stellen muss. Schadensbegrenzung fĂŒr seine Umwelt ist natĂŒrlich auch wichtig.
Raten wĂŒrde ich ihm ohnehin fĂŒr ein soziales Umfeld, neue, tragfĂ€hige Kontakte zu sorgen. Das allein kann sehr stabilisierend sein. Außerdem lĂ€sst sich so mit der Erkrankung anders umgehen und ich halte es fĂŒr wahrscheinlich, dass sich dann auch ein etwas ausbaufĂ€higerer Kontakt ergibt, der vielleicht von Dauer ist.
Bei dem von ihm vorgeschlagegenen Weg ist das Ende ausgesprochen sicher, gefolgt von Sehnsucht, vielleicht Reue auf seiner und EnttÀuschung auf der anderen Seite.
 
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  • #98
Um beides: Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so auf den Weg in eine intakte schöne Beziehung ist, da es frĂŒher oder spĂ€ter rauskommt und er sich dann nicht nur den Defiziten sondern auch seinem Gewissen stellen muss.
Naja, das mit dem Gewissenstellen machen hier halt ein paar Foristen so stark. Ich empfehl da wirklich ne Theologiestufe niedriger.
ABer das hab ich ja bereits geschrieben.

Schadensbegrenzung fĂŒr seine Umwelt ist natĂŒrlich auch wichtig.
Raten wĂŒrde ich ihm ohnehin fĂŒr ein soziales Umfeld, neue, tragfĂ€hige Kontakte zu sorgen. Das allein kann sehr stabilisierend sein. Außerdem lĂ€sst sich so mit der Erkrankung anders umgehen und ich halte es fĂŒr wahrscheinlich, dass sich dann auch ein etwas ausbaufĂ€higerer Kontakt ergibt, der vielleicht von Dauer ist.
Bei dem von ihm vorgeschlagegenen Weg ist das Ende ausgesprochen sicher, gefolgt von Sehnsucht, vielleicht Reue auf seiner und EnttÀuschung auf der anderen Seite.
Ich glaub, man kommt methodisch sauberer weiter, wenn man wirklich die beiden unterschiedlichen Interessen voneinander unterscheidet. Das wĂ€re doch auch im Dienste der Ehrlichkeit. Problematisch find ich die Tendenz, das Ausmaß der eigenen Aversionen und Ängste erstmal allen anderen unterzujubeln und deswegen dem Ratsuchenden gnadenloseste Ehrlichkeit als gleichermaßen alternativlos und notwendig zu bescheinigen.
Und ja, das ist kein Forum fĂŒr professionelle Ratgeber, Therapeuten usw. Aber das ein oder andere kann man sich ja auch gewinnbringend abgucken und ist auch nicht nur im professionellen Bereich sinnvoll.
 
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  • #99
Ich glaube einfach nicht daran, dass er es auf diesem Weg schafft. Kurzfristig vielleicht, wobei ich auch das in Frage stellen wĂŒrde.
Was also wÀre der Gewinn, mögliche Leidtragende mal ausgeklammert?

Aber das ein oder andere kann man sich ja auch gewinnbringend abgucken und ist auch nicht nur im professionellen Bereich sinnvoll
Waren es nicht genau diese, die ihm abrieten von den Szenarien?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die alle eine "Theologiestufe zu hoch" angesetzt haben. Er ist schließlich der Klient...
 
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  • #100
Ich bin gerade Ü50, manisch-depressiv (eingestellt), Langzeitzsingle, Stiefelfetischist (was auch am langen Singleleben liegt), dazu SozialhilfeempfĂ€nger. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium hat mir nicht wirklich etwas genĂŒtzt. FĂŒr mich selber habe ich mich damit abgefunden, nicht mehr zu können und auf Dauer als erwerbsunfĂ€hig eingestuft zu sein. Ich habe es in einem langen Prozess akzeptiert und akzeptieren mĂŒssen.
Eigentlich alles gut und schön: wĂ€re da nicht die Sehnsucht nach einer Beziehung, nach Zweisamkeit. Über meine ehrenamtliche TĂ€tigkeit sind in den letzten Jahren bestenfalls AffĂ€ren hervorgegangen. AffĂ€ren mit Verheirateten und Vergebenen, die einfach mal "neugierig" waren. Die anderen wurden gleich neidisch, weil ich ja nicht zur Arbeit gehen brĂ€uchte und damit ihnen gegenĂŒber privilegiert sei. Wenn es eine Anerkennung fĂŒr meine Arbeit gibt, springen sofort Leute wutentbrannt auf, und regen sich fĂŒrchterlich auf, dass sie in zig Berufsjahren noch nie eine Anerkennung bekommen hĂ€tten, aber so ein "Dödel" bekĂ€me eine und sie wĂŒrden nach unten durchgereicht.

Die Frage ist nur: wie gehe ich jetzt in einer konkreten Partnersuche mit all den Hemmnissen um? Wie kann ich es schaffen, dass ich echtes Interesse bekomme? Echte Liebe spĂŒre? Wenn ich das bin, was immer gefordert wird, nĂ€mlich EHRLICH zu sein, bekommen alle ganz schnell das Laufen. Alles entpuppt sich als großes MissverstĂ€ndnis. Wie kann ich Leuten die Angst nehmen? Und zwar ohne mich zu verstellen und zu verbiegen?
Hm, die Ehrlichkeit dosieren. Sich Schritt fĂŒr Schritt dem GegenĂŒber offenbaren.
Zu viel auf einmal kann ĂŒberfordern.
HĂ€tte ich beim 1. Date gleich von sĂ€mtlichen Traumatisierungen oder schwierigen Lebensgeschichten erzĂ€hlt, hĂ€tte vermutlich auch jeder Reiß aus genommen.
Ich entscheide, wann ich dem anderen einen Blick tiefer hinter die Fassade in meine Seele schauen lasse. DafĂŒr brauche ich Vertrauen. Und ich orientiere mich auch daran, wann ich das GefĂŒhl habe, dem anderen das mitteilen zu können. Zu frĂŒh oder zu viel auf einmal ĂŒberfordert ja auch den anderen.
Deswegen ist das ganze ja ein Kennenlernprozess. Das geht ĂŒber einen Zeitraum. Es ist keine Beichte oder Offenbarung. Sondern ein Prozess.

Ich habe am Anfang einige Themen ausgeklammert und nach und nach immer mehr geteilt. Mittlerweile weiß mein Freund so gut wie alles ĂŒber mich. Aber hĂ€tte er das Wissen von Anfang an gehabt, weiß ich nicht, ob er sich genauso drauf eingelassen hĂ€tte.

Ich wĂŒrde dir raten, dass du dir Zeit lĂ€sst, dein GegenĂŒber kennenzulernen und deinem GegenĂŒber Zeit gibst, dich kennenzulernen.
Es gibt nicht nur radikale Ehrlichkeit oder LĂŒgen / Verbiegen. Du kannst die Ehrlichkeit auch dosieren und Geheimnisse erstmal fĂŒr dich behalten und nach und nach immer mehr Geheimnisse teilen und anvertrauen. So hab ich das mit meiner Geschichte gemacht und bin gut damit gefahren.

Ob es deswegen gelingt, kann ich dir nicht sagen. Aber es macht es vielleicht etwas wahrscheinlicher. Viel GlĂŒck! :)
 
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  • #102
Sowohl als auch.

"Das BedĂŒrfnis glaube ich sofort. Auch die FĂ€higkeit?"

Ich weiß es nicht. Meine Therapeute sagen immer, ich solle sehr vorsichtig mit zu engen zwischenmenschlichen Beziehungen sein.

"Hmm. Das verstehe ich nicht ganz. Also wenn du eine manische Phase hast? Dann sind die Leute forsch? Und wenn du sagst, was Sache ist - sind sie weg?"

UnabhĂ€ngig von der manischen Phase. Sobald ich sage, was los ist, verschwinden die Leute entweder oder die Kommunikation verĂ€ndert sich stark: statt Interesses und vieler Fragen kommt eine Kommunikation, die ungefĂ€hr so von der anderen Seite lĂ€uft: "Hmm"- "Weiß nicht", es wird nach Worten gerungen und meist kommt nichts mehr raus. Es ist, wie wenn eine Klappe fĂ€llt.

"Das wird ja einen Grund haben. Weil du nicht belastbar bist? Oder hast du einen so speziellen Beruf, dass es auch "abgespeckt" nicht geht?"

Ich versuche es. Ist aber schwierig. Ich muss mit meinen KrÀften haushalten und bin zuweilen extrem unkonzentriert. Und das nervt sehr.

"Wenn du ĂŒberhaupt nicht erwerbstĂ€tig sein kannst, was erwartest du von einer Partnerschaft?"

Was ich erwarte? Nichts. Ich wĂŒnsche mir NĂ€he, Geborgenheit, Anregung - sowas. Ich kann ja immer noch fĂŒr jemanden da sein.

"Soll deine Partnerin dich finanzieren?"

Darum geht es nicht. Aber interessant, wie viele Beziehung als GeschĂ€ft verstehen. Grandios war einmal eine Bemerkung einer Ärztin - ob ich wĂŒsste, was eine Frau koste? Gratis wĂ€re da bei mir nichts. Es wĂŒrde nun einmal erwartet, dass ein Mann eine Frau finanziere.

"Das klingt noch immer nach viel Frust.
Wo siehst du hier den Grund? Nur weil keine Singles da waren, hast du dich fĂŒr die Verheirateten interessiert?"

Wenn man lange genug Single ist und an der Situation erst einmal grundsÀtzlich nichts Àndern kann, ist es schwer, eindeutige Angebote abzulehnen. Besser der Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

"Hmm. Kommt ja ein bisschen auf den Kontext an. Wenn du Ehefrauen per se als gelangweilt und frustriert ansiehst, warum willst du dann eine Partnerin?"

Von einer Partnerschaft war da nicht die Rede. Es hat sich ergeben. Es war einfach Sympathie da, man hat sich einfach verstanden. Eine begrenzte Zeit das GefĂŒhl, abschalten zu können.


"Das hat eine Selbsthilfegruppe so an sich.
Du stellst die Krankheit ja hier auch sehr in den Mittelpunkt. Was macht dich denn aus außer der Krankheit, der ErwerbsunfĂ€higkeit, der Verachtung fĂŒr andere Erkrankte, des fehlenden MitgefĂŒhls? Was sind deine QualitĂ€ten? Was sind deine TrĂ€ume und Ziele? Warum kann sich eine Frau in dich verlieben?"

Ich nehme keine Drogen. Nicht nur, weil sie nichts bringen, sondern alles nur noch schlimmer machen. Das ist keine Verachtung anderen Erkrankten gegenĂŒber, denn Drogen zu nehmen hat nichts mit der Krankheit zu tun.
Meine TrĂ€ume, meine Ziele? Einfach ankommen, einfach die Welt entdecken, einfach fĂŒreinander da sein. HerzensnĂ€he, einander verstehen.
Dann geh es vorsichtig an, so wie es dir geraten wurde. Probier dein GlĂŒck. Nur wer wagt, kann auch gewinnen. Zugeflogen kommt sie dir vermutlich nicht. Such nach ihr und finde sie: die Liebe deines Lebens. Suche wo immer du suchen willst. Dieses Leben lebst du nur einmal. Du kannst hinterher nicht mehr zurĂŒckspulen.
Du musst nicht normal sein, um zu lieben. Liebevoll sein reicht völlig. ;)
 
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  • #103
Meine Erfahrung: Ehrlichkeit fĂŒhrt zum sofortigen RĂŒckzug des GegenĂŒbers, teilweise mit panikhaften Reaktionen. Die Bereitschaft zuzuhören ist bei vielen nicht vorhanden. Profiltexte wurden auch nicht gelesen oder nicht verstanden. Schön, kann man sagen, hĂ€tte eh nicht gefunzt. Aber ĂŒber eine LĂŒge wĂ€re man vielleicht an eine schöne Zeit zu zweit gekommen.

Was alternative Behandlungen angeht: die kosten in der Regel Geld. Gleichzeitig gibt es da jede Menge GeschĂ€ftemacher. Gerade wenn die Schlagworte "spirituell" und "Achtsamkeit" marktschreierisch ins Feld gefĂŒhrt werden. Ich bin da nach einigen sehr schlechten Erfahrungen sehr skeptisch geworden.
Gibt es denn nur die komplette Beichte von Anfang an oder LĂŒgen? Kann man nicht mit manchem einfach zurĂŒckhalten und erst nach und nach dem anderen mehr von sich zeigen?
Wenn ich nicht gleich angebe, wie meine Wohnung aussieht und der andere das erst nach paar Wochen erfĂ€hrt, ist das doch auch ok. Man macht ja auch nicht das 1. Date gleich in der eigenen Wohnung, um mit ganz offenen Karten zu spielen. đŸ€·â€â™€ïž
 
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  • #104
Das ist sicherlich wahr. In dem Fall jedoch eine so einflussreiche Krankheit mit Auswirkungen in nahezu alle Lebensbereiche zu verschweigen kommt einer Verzerrung der Persönlichkeit schon recht nah, oder?
Mein monatliches Einkommen hat auch Auswirkungen in nahezu alle Lebensbereiche. Muss ich deshalb von Anfang an darĂŒber reden?

Um einen Menschen als Ganzes Kennenzulernen gehören auch Krankheiten dazu. Aber so wie ich meine Familie nicht gleich zum 1. Date mitnehme, weil sie mich in nahezu allen Lebensbereichen geprÀgt haben, so muss ich dem anderen auch nicht gleich von sÀmtlichen Krankheiten und Problemen erzÀhlen.

Das gehört selbstverstÀndlich dazu. Ich kann mir keine Beziehung vorstellen, wo man die Familie ausklammert oder wichtige Lebenseinschnitte verschweigt.
Aber das kommt mit der Zeit. Das ist nicht von Anfang an da und den Vorwurf "Verzerrung der Persönlichkeit" kann man jedem machen, der ein Profil erstellt. Ich hab noch keinen Menschen getroffen, wo ich mir dachte: exakt wie ich ihn mir von seinem Profil her vorgestellt habe.
Verzerrungen gibt es immer. Oder was sind die verschwommenen Bilder?

Nach und nach sollten die Verzerrungen aufgelöst werden. Denn Liebe heißt einander annehmen wie man ist und dazu muss man sich sehen können wie man ist. Aber das darf sich entwickeln und wachsen.
 
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  • #105
@VergnĂŒgt Du hast mit einigem sicherlich Recht.
Wie wertest du in dem Zusammenhang die Aussagen der Therapeuten? Übertriebene Vorsichtsmaßnahme?
 
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  • #106
Waren es nicht genau diese, die ihm abrieten von den Szenarien?
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die alle eine "Theologiestufe zu hoch" angesetzt haben. Er ist schließlich der Klient...
Weiß nicht genau, worauf du dich beziehst? Auf die ERwĂ€hnung, Therapeuten hĂ€tten ihm geraten, Vorsicht walten zu lassen bei engen privaten Beziehungen?
Ich kann da nicht herauslesen, daß sie Ă€hnlich drastisch Schuldszenarien heraubeschwören.

Der Punkt, wo man von professionellen Therapeuten lernen könnte: auf seine eigenen Interessen und Voreingenommenheit beim Ratgeben reflektieren.
 
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  • #109
Und zu welchem Rat kommst du, wenn du genau das mal versuchst?
Nicht in Bezug auf das, was andere hier schreiben, sondern direkt in Bezug auf den Threadersteller? Was ist deine Antwort?
Na zu dem, was ich hier geschrieben hab.
Hab da sicherlich weniger definitive Direktiven gegeben als du. Aber das könnte ja ok oder sogar angemessen sein.

Übrigens behaupt ich nicht, daß man hier immer nach den (vermuteten) Interessen des Fragestellers nach antworten mĂŒĂŸte. Ich empfehle nur, daß man dessen (vermutete) Interessen und die eigenen zu unterscheiden in der Lage ist.
 
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  • #110
@syntagma
Ok, außer dass du betonst, dass diejenigen, die in Panik oder vor Wut fliehen, ohnehin nicht die Richtigen fĂŒr ihn waren, finde ich keinen inhaltlichen Bezug ihm gegenĂŒber.
Dass du immer wieder auf die Antworten eingehst, die dir nicht passen und denen du mangelnde ObjektivitÀt und eigene Interessen unterstellst, habe ich gelesen und das beschreibst du öfter hier.
Aber eine wirkliche Antwort finde ich bei dir nicht. Also fĂŒr ihn. Auch indirekte und weniger rigorose sucht man vergeblich.
Verstehe deine EinwĂ€nde nicht so ganz, wenn es nicht einen Hauch von Gegenentwurf gibt. Oder ĂŒberlese ich das schlicht? đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž
 
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  • #111
@syntagma
Ok, außer dass du betonst, dass diejenigen, die in Panik oder vor Wut fliehen, ohnehin nicht die Richtigen fĂŒr ihn waren, finde ich keinen inhaltlichen Bezug ihm gegenĂŒber.
Dass du immer wieder auf die Antworten eingehst, die dir nicht passen und denen du mangelnde ObjektivitÀt und eigene Interessen unterstellst, habe ich gelesen und das beschreibst du öfter hier.
Aber eine wirkliche Antwort finde ich bei dir nicht. Also fĂŒr ihn. Auch indirekte und weniger rigorose sucht man vergeblich.
Verstehe deine EinwĂ€nde nicht so ganz, wenn es nicht einen Hauch von Gegenentwurf gibt. Oder ĂŒberlese ich das schlicht? đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž
Gab ne Menge anderer EntwĂŒrfe und weniger rigoroser VorschlĂ€ge. Die mehr abwĂ€gen. Ob von mir oder nicht, ist doch egal. Muß doch nicht alles von allen geschrieben werden. Ist es dir wichtig, daß ich alles, was ich an Kommentaren besser finde, noch mal wiederhole oder mit eigenen Worten dasselbe schreibe? WofĂŒr genau wĂŒrde das helfen?
 
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  • #112
Gab ne Menge anderer EntwĂŒrfe und weniger rigoroser VorschlĂ€ge. Die mehr abwĂ€gen. Ob von mir oder nicht, ist doch egal. Muß doch nicht alles von allen geschrieben werden. Ist es dir wichtig, daß ich alles, was ich an Kommentaren besser finde, noch mal wiederhole oder mit eigenen Worten dasselbe schreibe? WofĂŒr genau wĂŒrde das helfen?
So bleibt deine Meinung im Verborgenen und mir fĂ€llt es schwer jemanden ernst zu nehmen, wenn es um persönliche Themen geht, derjenige aber nichts persönliches zeigt. Außer halt sehr dezidiert, was er bei den Kommentatoren vermutet und auf der vermuteten Basis kritisiert.
FĂ€llt bei mir unter Dauerkritik ohne inhaltlichen Bezug.
 
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  • #113
So bleibt deine Meinung im Verborgenen und mir fÀllt es schwer jemanden ernst zu nehmen, wenn es um persönliche Themen geht, derjenige aber nichts persönliches zeigt.
Oh, schade, wenn dir das wirklich so schwer fÀllt.
Aber so Unterschiede gibts. Was die eine als Tugend empfindet, hĂ€lt die andere fĂŒr nen Mangel.

FĂ€llt bei mir unter Dauerkritik ohne inhaltlichen Bezug.
Ich verstehe, daß du es auf diese Ebene ziehen möchtest. Aber eigentlich hat das doch nichts mit dem vorigen zu tun und hilft auch fĂŒr die Thematik nichts.
 
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  • #114
Jetzt hast du es umgemodelt und es passt nicht mehr. Aber du wirst verstehen, wenn ich schreibe: Das empfinden wir offenbar identisch beim anderen, bloß halt bei anderem Hintergrund :)
Ich verstehe, daß du es auf diese Ebene ziehen möchtest. Aber eigentlich hat das doch nichts mit dem vorigen zu tun und hilft auch fĂŒr die Thematik nichts.
Weiß nicht genau, welche Ebenen du da gesehen hast und auch des Ziehens bin ich mir nicht bewusst.
Um es anders zu formulieren: Etwas mehr Syntagma und weniger Foristen-Kritikerin fĂ€nd ich einfach erfrischend, wĂŒrde gern deine eigene Haltung erkennen, nicht bloß deine Wertung diverser Richtungen hier.
Was die eine als Tugend empfindet, hĂ€lt die andere fĂŒr nen Mangel.
Einen Mangel sehe ich ĂŒberhaupt nicht, sich verstecken kommt mir in den Sinn.
 
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  • #115
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  • #116
Um es anders zu formulieren: Etwas mehr Syntagma und weniger Foristen-Kritikerin fĂ€nd ich einfach erfrischend, wĂŒrde gern deine eigene Haltung erkennen, nicht bloß deine Wertung diverser Richtungen hier.
Eben, schade, daß du da wenig erkennst.
Aber ich glaube zu verstehen, weswegen.
Und mich interessieren hier weniger bloß auf den Einzelnen gemĂŒnzte ErklĂ€rungen, sondern eher, wieweit sich da exemplarisch was an allgemeinerem gegenwĂ€rtigen Bewußtsein zeigt, unterschiedliche Auffassungen und Praktiken von Diskussion usw.
 
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  • #117
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  • #118
wieweit sich da exemplarisch was an allgemeinerem gegenwĂ€rtigen Bewußtsein zeigt, unterschiedliche Auffassungen und Praktiken von Diskussion usw.
Glaubst du wirklich, daraus lassen sich allgemeine Tendenzen ableiten, also auch bezogen auf das reale Leben?
Die Forentreffen, bei denen ich mal anwesend war, lassen mich das eher skeptisch sehen. Wie unwillig manch einer sich selbst in der RealitĂ€t hinterfragt und wie offen, gebildet und reflektiert er hier rĂŒberkommt. Oder andersherum: Wie differenziert und empathisch jemand real in Diskussionen die Rolle des GegenĂŒbers einnehmen kann und sich hier derart ungeschickt ausdrĂŒckt und prĂ€sentiert. Da liegen Welten zwischen.
Was das Bewusstsein in Foren betrifft, fehlen mir Vergleichswerte... Aber vielleicht verstehe ich dich miss.
 
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  • #119
Glaubst du wirklich, daraus lassen sich allgemeine Tendenzen ableiten, also auch bezogen auf das reale Leben?
Die Forentreffen, bei denen ich mal anwesend war, lassen mich das eher skeptisch sehen. Wie unwillig manch einer sich selbst in der RealitĂ€t hinterfragt und wie offen, gebildet und reflektiert er hier rĂŒberkommt. Oder andersherum: Wie kritisch und empathisch jemand real in Diskussionen die Rolle des GegenĂŒbers einnehmen kann und sich hier derart ungeschickt ausdrĂŒckt und prĂ€sentiert. Da liegen Welten zwischen.
Was das Bewusstsein in Foren betrifft, fehlen mir Vergleichswerte... Aber vielleicht verstehe ich dich miss.
WEniger Ableiten als vielmehr Abgleichen und Inbezugzueinandersetzen.
Es ist sicherlich zwischen Verhalten im Forum und draußen zu unterscheiden. Aber Verhalten in digitalen Blasen gehört lĂ€ngst zum Leben, inklusiver aller darin ausgelebten AuthentizitĂ€ten oder InauthentizitĂ€ten. (Bei den wenigsten Nutzern hier habe ich das GefĂŒhl, wirklich stark bewußt designte Rollenprosa zu lesen. Das passiert eher alles so.)
Herrn Trump dĂŒrfte hier kaum jemand persönlich nennen. Aber fast jeder hat ein Bild und ne Meinung zu ihm. Die drĂŒckt er Familie, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen gegenĂŒber aus - oder aber auch hier. Im Prinzip ist das nicht so was anders.
Das gehört fĂŒr mich zum Interessanten hier: die Strukturen sind 21 Jahrhundert, aber die geistige Herkunft der meisten Foristen halt so 60er/70er Jahre. Das ist ein fruchtbares Klima fĂŒr mitunter interessante WidersprĂŒche. Im Einzelfall wĂ€re vielleicht psychologisches Vokabular zu bemĂŒhen, aber ĂŒblicherweise seh ich doch eher aus ner gesellschaftsinteressierten Perspektive.
 
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  • #120
Nachtrag: wenn du
Glaubst du wirklich, daraus lassen sich allgemeine Tendenzen ableiten, also auch bezogen auf das reale Leben?
in dem Sinne verstehst, daß es mir darum ginge, aus dem, was Leute hier schreiben, darauf schließen zu wollen, wie sie sich bei einem Forumtreffen verhalten, dann wĂ€re das in der Tat einfach ein MißverstĂ€ndnis.

Mein INteresse ist auch nicht darĂŒber zu spekulieren, wie sich Herr Trump zu seiner Tochter verhĂ€lt.

Mich interessiert aber, daß dieses Interesse an der "Person dahinter" bei vielen Leute, dort wie hier, weit verbreitet ist und eine enorme Spukwirkung entfaltet.
Da gibts auch interessante Entwicklungen. Wie dieses Interesse vor wenigen Jahrzehnten zu einem Aufschwung von Nachmittagtalkshows gefĂŒhrt hat, indem Leute ihren Nachbarschaftskrieg vor laufender Kamera gefĂŒhrt haben und Zuschauer das gerne gesehen haben, weil sie in solcherart vorgestanzten Mustern "Persönliches" und AuthentizitĂ€t wahrnehmen mußten und konnten. Bis zu hier und heute.
 
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