Beiträge
490
Likes
121
  • #1

Nicht verliebbar...

War's das jetzt? Seit ca. 5 Jahren meandere ich von einer seltsamen "Beziehung" in die andere und nein, keine warmen Wechsel, immer mit mindestens 6 Monaten Regenerationssortier -Zeit dazwischen. So richtig verliebt, war ich aber schon eine ganze Weile nicht mehr. Neugier auf den Mann, Anziehung, gemeinsame Interessen, auch die Hoffnung das könnte mehr werden war da...spätestens nach 6 Monaten wusste ich allerdings, das ist eine Einbahnstraße und hab umgedreht. Jetzt bin ich in einem Freundschaft+ Ding, mit einem Ausgehkumpel gelandet. Hätte nie gedacht, dass sowas für mich funktioniert, weil ich eigentlich schon den Mann suche, mit dem ich mir vorstellen kann das Leben, lange, abenteuerlustig, sinnlich, gemeinsam, für einander, seelenverbunden zu zelebrieren.
Nur seelenverbunden scheint es für mich nicht mehr zu geben, ich passe einfach nirgends mehr rein oder dazu.
Hat mich das Leben zu schräg gemacht?
Mit meinem Ausgehkumpel+ habe ich Spaß und wir verstehen uns gut. Er ist auch da, wenn ich bei etwas Hilfe brauche. Nur fehlt mir bei ihm die gemeinsame geistige Ebene, da schwimmen wir auf verschiedenen Wellen.
Verlieben meinerseits, eher unwahrscheinlich, obwohl ich ihn gerne mag.
Kann man das verlieben verlernen? Bei einem Kollegen hatte ich so einen Anflug von Begeisterung, aber Kollege, zu dem verheiratet = TABUMANN. So ein kleines Häufchen Zunder scheint doch noch in mir zu stecken.
Gibt es noch Hoffnung? Ist das nur eine Phase, die irgendwann vorbei geht? Liegt es an mir oder an den Umständen? Hatte von Euch auch schon jemand so ein Gefühl, nicht mehr verliebbar zu sein und das eine schleichende Desillusionierung sich ins Herz gräbt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: stony47 and Lilith888
Beiträge
490
Likes
121
  • #3
Fafner warst Du schon so richtig verliebt?
Das Sie der erste und letzte Gedanke des Tages ist.
Du meinst Ihre Gedanken zu spüren?
Küsse bei denen Du das Gefühl hast aus der Zeit zu fallen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: stony47
Beiträge
517
Likes
583
  • #4

Nein.

Hatte von Euch auch schon jemand so ein Gefühl, nicht mehr verliebbar zu sein

Ja.

Bis ich SIE hier bei PS getroffen hatte.

War fast "schlimmer" (oder schöner) als in der Teeniezeit.

Auch, wenn sich das als "Einbahnstrasse" herausstellte (und folglich nicht von so langer Dauer war), war es ein wahnsinniges Gefühl, mal wieder RICHTIG verliebt zu sein.

(Innerlich) aufgeben sollte man also nicht - der/die Richtige läuft irgendwo da draußen herum - nur sie/ihn zu finden ist manchmal nicht ganz so einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: lisalustig, AlexBerlin, chava und 3 Andere
Beiträge
490
Likes
121
  • #5
Was macht Dich so sicher?
 
Beiträge
490
Likes
121
  • #7
Hmm...und solange vertreibe ich mir die Zeit und hoffe nichts kaputt zu machen.
 
Beiträge
517
Likes
583
  • #8
Erzwingen kann man nichts - und sollte es auch nicht versuchen.
 
  • Like
Reactions: ionchen
Beiträge
490
Likes
121
  • #9
Das Schlimme ist, wenn so ein fragiles Einverständnis "Wir haben Freude und Freunde aneinander" kippt
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
1.130
Likes
589
  • #10
Hallo Fluxus,
schön, daß Du hier mal wieder reinschaust, obwohl, andere Umstände wären schöner.:(

Genau diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, aber eher in Bezug auf das Alter, ganz so, als ob man für sein Leben ein Reservoir an 'Verliebtheitsgefühlen' mitbekommen hätte, und irgendwann ist es halt einfach aufgebraucht. Das fände ich sehr schade. Denn solange man etwas fühlt, ist man lebendig, und sei es auch das schmerzliche Gefühl einer nicht erwiderten Liebe.
Seufz...

Ich stecke in einem ähnlichen Dilemma, na ja, meine Ausgangssituation ist eine andere, aber es gibt jemanden, in den ich mich eigentlich gern verlieben würde, mir es aber aufgrund der Umstände nicht erlaube. Oder kann ich es einfach nur nicht mehr? :rolleyes:

...'seelenverbunden zelebrieren"... das wär's :oops::)

Und dann soll es doch tatsächlich Menschen geben, die der festen Überzeugung sind, auch über eine große, ach was sag' ich, über eine riesige Entfernung hinweg, ein Gefühl für einander entwickeln zu können, wenn man nur genügend kommuniziert. Wie bitte soll das denn gehen?:eek:
Wenn hier im Forum schon zu lesen ist, daß man nicht lange hin und her schreiben, sondern schnell telefonieren und sich treffen soll...

Ich glaube, ich bin gerade etwas verwirrt...

Sorry, eine erhellende Antwort war das jetzt nicht für Dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 7532

  • #11
Also richtig verliebt war ich schon ewig nicht mehr - ich glaube aber auch, dass mir das mein Kopf unbewusst verbietet :oops:. Kopf über Herz sozusagen.
Und das hat sicher etwas mit Alter und Erfahrung zu tun.
Manchmal denke ich schon, dass dieses Gefühl wieder mal schön wäre.
Ob ich deswegen den mr. Right nicht treffe, bezweifle ich aber - das hat nichts oder wenig miteinander zu tun. Verliebtheit setzt dir doch nur die rosa Brille auf, die dir ermöglicht, nicht so angenehme Seiten am anderen zu übersehen, in der Hoffnung, dass es im Gesamtpaket passt und Liebe wächst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #12
Sehe das für mich nicht so. Schließe mich da @Ronzheimer an. Die Bedingungen sind halt anders. Und nicht eben leichter.
 
Beiträge
12.638
Likes
6.873
  • #13
Fafner warst Du schon so richtig verliebt?
Das Sie der erste und letzte Gedanke des Tages ist.
Das ist bei mir der Normalfall.
Das kann ich eher nicht.
Küsse bei denen Du das Gefühl hast aus der Zeit zu fallen?
Das ist zumindest schon 'ne Weile her.
... es gibt jemanden, in den ich mich eigentlich gern verlieben würde, mir es aber aufgrund der Umstände nicht erlaube. Oder kann ich es einfach nur nicht mehr?
Also richtig verliebt war ich schon ewig nicht mehr - ich glaube aber auch, dass mir das mein Kopf unbewusst verbietet.
Na super. Es geht wohl 'ne Seuche um. o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Bibiana
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #15
Lass es doch einfach so stehen. Ich finde, es ist ein schöner Gedanke. :)
 
  • Like
Reactions: Flux-us and Ronzheimer
D

Deleted member 7532

  • #16
  • Like
Reactions: Deleted member 21128 and chava
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #17
Na, alles passt ja nie. Aber bumm machen sollte es eben schon, oder?
So als Grundvoraussetzung!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava
Beiträge
1.512
Likes
2.371
  • #18
Wieso bist du dir da so sicher? Wieso sollte für jeden ein/e (mehrere???) Richtige/r draußen rumlaufen?

Es liegt an der Art, den anderen zu sehen, glaube ich. Ich treffe ab und zu mal jemanden, von dem ich denke, er könnte der richtige für mich sein. Dann geht es aber weiter. Wie reagiert er auf mich? Kommen wir ins Gespräch und können wir uns besser kennen lernen? Fast immer ergibt es sich nicht, dass man sich näher kommt. Ich sende brav meine Signale, aber meist reagiert er nicht weiter darauf. Vielleicht vergeben? Vielleicht kein Interesse? Vielleicht zu schüchtern?

Wenn aber doch, dann redet man miteinander, verabredet sich und entdeckt dann, wenn man wichtige Gemeinsamkeiten hat, immer mehr Dinge an dem anderen, die einem gefallen. Dinge, die nicht so perfekt sind, beginnt man liebevoll zu betrachten. Wenn beide das können und die Schnittmenge in den wesentlichen Dingen groß genug ist, dann kann eine große Liebe entstehen.

Es gehört auch dazu, sich irgendwann für den anderen zu entscheiden und gemeinsam die Partnerschaft weiterzuentwickeln, indem man auf sie aufpasst und die Dinge, die unrund laufen, miteinander klärt.

Ich kenne das Gefühl, dass es im Universum nur noch ihn und mich gibt, sehr genau. Ich weiß daher, dass es sich für mich lohnt, zu warten, und ich hoffe, dass es mir und ihm dann gelingen möge, auf unsere Liebe gut aufzupassen.
So sehe ich das für mich und weiß schon: We are united...

Ach so: Ich bin ziemlich temperamentvoll. Verlieben kommt bei mir öfter vor, aber für eine Liebe, wie ich sie mir wünsche, braucht es mehr, als „nur“ körperliche Anziehung. Ich haue dann die Bremse rein und gucke mir das Objekt des Interesses meiner Schmetterlinge lieber erst mal näher an...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Christian86, Schneefrau, Zaphira und 5 Andere
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #19
Ja, wäre so schön. Nur nicht aufgeben. Da ist ja jeder anders gestrickt. Mehr oder weniger hoffnungsvoll. Und das sollte man jedem lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 4363

  • #20
Hallo Flux-us,

schön mal wieder von dir zu lesen! :) Ich kann dir deine Fragen nicht beantworten, dir aber berichten, wie ich mit dieser Situation umgehe.
Ich genieße konsequent und ohne Wenn und Aber das, was ich habe! Alle Beziehungen zu Menschen, die mir nahe stehen! Sich auf Einen zu focussieren scheint mir öde und wenig zielführend.
 
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #21
Oft verlieben? bei mir nicht wirklich, aber wenn, dann meist hoffnungslos. :D
So kommt man auch über die Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Zaphira
Beiträge
1.512
Likes
2.371
  • #22
War's das jetzt? Seit ca. 5 Jahren meandere ich von einer seltsamen "Beziehung" in die andere und nein, keine warmen Wechsel, immer mit mindestens 6 Monaten Regenerationssortier -Zeit dazwischen. So richtig verliebt, war ich aber schon eine ganze Weile nicht mehr. Neugier auf den Mann, Anziehung, gemeinsame Interessen, auch die Hoffnung das könnte mehr werden war da...spätestens nach 6 Monaten wusste ich allerdings, das ist eine Einbahnstraße und hab umgedreht. Jetzt bin ich in einem Freundschaft+ Ding, mit einem Ausgehkumpel gelandet. Hätte nie gedacht, dass sowas für mich funktioniert, weil ich eigentlich schon den Mann suche, mit dem ich mir vorstellen kann das Leben, lange, abenteuerlustig, sinnlich, gemeinsam, für einander, seelenverbunden zu zelebrieren.
Nur seelenverbunden scheint es für mich nicht mehr zu geben, ich passe einfach nirgends mehr rein oder dazu.
Hat mich das Leben zu schräg gemacht?
Mit meinem Ausgehkumpel+ habe ich Spaß und wir verstehen uns gut. Er ist auch da, wenn ich bei etwas Hilfe brauche. Nur fehlt mir bei ihm die gemeinsame geistige Ebene, da schwimmen wir auf verschiedenen Wellen.
Verlieben meinerseits, eher unwahrscheinlich, obwohl ich ihn gerne mag.
Kann man das verlieben verlernen? Bei einem Kollegen hatte ich so einen Anflug von Begeisterung, aber Kollege, zu dem verheiratet = TABUMANN. So ein kleines Häufchen Zunder scheint doch noch in mir zu stecken.
Gibt es noch Hoffnung? Ist das nur eine Phase, die irgendwann vorbei geht? Liegt es an mir oder an den Umständen? Hatte von Euch auch schon jemand so ein Gefühl, nicht mehr verliebbar zu sein und das eine schleichende Desillusionierung sich ins Herz gräbt?

Meine ersten PS-Beziehungen haben sich auch so angefühlt wie Du Deine Partnerschaften beschreibst. Für mich glaube ich, dass es an dieser Art des Kennenlernens liegt, dass man sich schneller verliebt, aber eher mal falsch liegen kann. Man weiß bei PS-Kontakten schon ziemlich viel voneinander, beide zeigen sich von ihrer besten Seite und man verabredet sich von Beginn an mit der Hoffnung, einen Partner zu finden. Man kommt sich schneller näher als beim Kennenlernen im RL, glaube ich.
Macht man z.B. seit Jahren miteinander Sport, kommt plötzlich mal intensiver ins Gespräch und stellt fest, das man den anderen sympathisch findet, dann ist das „natürlicher“ gewachsen. Man hat den andern schon länger im normalen, „Nicht-Partnersuchmodus“ erlebt, weiß schon ein bisschen von ihm.
Bei den ersten PS-Partnerschaften habe ich nach einer Weile festgestellt, dass wir in wichtigen Bereichen unterschiedlich ticken, von denen ich einfach nie gedacht hätte, dass der Partner da ganz andere Werte haben könnte als ich.
Ich habe daraus gelernt, mir beim Kennenlernen mehr Zeit zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Christian86, Zaphira and Deleted member 7532
Beiträge
962
Likes
2.623
  • #25
(Innerlich) aufgeben sollte man also nicht - der/die Richtige läuft irgendwo da draußen herum - nur sie/ihn zu finden ist manchmal nicht ganz so einfach.
Danke, ich mag deine positive Einstellung ! . . . . :)
Wieso bist du dir da so sicher? Wieso sollte für jeden ein/e (mehrere???) Richtige/r draußen rumlaufen?
Liebe @Synergie
Ich glaube auch ganz fest daran, dass da draußen noch irgendwo
ein passender Mann - oder mehrere - für mich vorhanden sind.
Wenn der Glaube nicht vorhanden ist,
braucht man doch gar nicht mehr zu suchen.

Jeder, der sucht, hat die Erwartung und Hoffnung, noch zu finden.
Sonst bräuchten wir ja gar keine Singlebörsen.
Wenn der kleine dicke Bengel Amor nicht hilft, und meine vielen lieben Englein im Himmel auch nicht, muss ich eben selber nachhelfen. Mit Zeitungsanzeigen, kostenlosen, billigen oder
teuren Kontaktbörsen, vielleicht irgendwann mit einem sogenannten
Heiratsinstitut (obwohl ich ja nicht heiraten will), oder sogar noch mit einem Verein.
Das gilt doch für alle, die suchen.

Aber allein bleiben will ich wirklich nicht ! ! ! . . . ;)
Ich merke es gerade jetzt, wie mir ein lieber Mensch fehlt,
zum Kuscheln und Zuhören und Mut machen und Kraft geben.
Dieser Papierkrieg und Telefonate wegen meiner Eltern ( Pflegeheim Mutter und ihr Umzug, Betreuung, Pflegegrad für Vater beantragen, Konten, überflüssiges kündigen, Ausgaben kürzen, Tabellen für Vater über seine Ausgaben fertigen, Sozialhilfe beantragen, Behörden, Termine, mit Bruder nicht erzürnen der Eltern finanziell ausnimmt, meine Kinder wegen Bruder besänftigen, Vater auch zum Heim überreden und passendes für beide suchen . . . ) HILFE. . . :eek:
Ich will doch nur mein Leben genießen und einen Mann suchen. .o_O
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Zaphira, lisalustig, Ronzheimer und ein anderer User
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #26
Gestern kam ein Bericht im NDR. Über's Online Dating. Die ganze Misere!
Da habe ich mir durch's sparsam Daten echt viel erspart. Schaurig!o_O
 
Beiträge
1.473
Likes
982
  • #27
Genau! Immer schön positiv bleiben, so schwer es auch fällt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
1.202
Likes
1.772
  • #28

Vielleicht bin ich ein unverbesserlicher Romantiker, aber ich glaube nicht, dass man das jemals verlernen kann. Ich denke eher, dass man mit der Zeit mehr und mehr Erfahrungen macht und nicht mehr ganz so naiv und unbeschwert an das ganze Thema Beziehung herangeht wie in Teenagerjahren. Die Prioritäten verschieben sich einfach, gleiche Ansichten und Gemeinsamkeiten und Ziele werden wichtiger, immer Spaß zusammen zu haben und einen ganzen Tag im Bett zu verbringen sind immer noch schön aber nicht mehr das allerwichtigste.

Ein bisschen ist das wohl wie eine Reihe von Sieben übereinander, von grob nach fein. Je mehr man über sich nachdenkt und weiß was man will, desto feiner wird ausgesiebt bei der Partnerwahl, weil es einem immer wichtiger wird, dass es langfristig auch klappt. Das verkleinert natürlich die Menge der Personen, mit denen man sich eine glückliche Beziehung vorstellen kann. Aber nur weil man jetzt länger sucht und wartet heißt das noch lange nicht, dass man sich nicht mehr so richtig verschießen kann...Auch wenn der Glaube daran manchmal schwerfallen mag.

Du schreibst, dass du dir Zeit nimmst zu reflektieren wenn eine Beziehung zuende gegangen ist - fallen dir da denn rückblickend Gemeinsamkeiten der Beziehungen bzw. Partner auf?
 
  • Like
Reactions: Christian86
D

Deleted member 20013

  • #29
@ionchen es war eine ernst gemeinte Nachfrage.

Danke, @chava , @AlexBerlin , @mone7 für eure Sichtweise zum Richtigen da draußen. Ich kann diesbezüglich nichts formulieren, weil dahingehend nur Kauderwelsch in meinem Kopf herrscht und ich eigentlich nicht einmal weiß, was ich in der Hinsicht überhaupt glaube. Ich könnte mich vielleicht mal ganz weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass ich der Richtigen-Hypothese skeptisch gegenüber stehe. Aber anständig begründen kann ich es nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava
Beiträge
1.577
Likes
2.542
  • #30
Meine ersten PS-Beziehungen haben sich auch so angefühlt wie Du Deine Partnerschaften beschreibst. Für mich glaube ich, dass es an dieser Art des Kennenlernens liegt, dass man sich schneller verliebt, aber eher mal falsch liegen kann. Man weiß bei PS-Kontakten schon ziemlich viel voneinander, beide zeigen sich von ihrer besten Seite und man verabredet sich von Beginn an mit der Hoffnung, einen Partner zu finden. Man kommt sich schneller näher als beim Kennenlernen im RL, glaube ich.
Diese Erfahrung habe ich tatsächlich auch gemacht. Ich habe bei meinem letzten Partner, den ich lange Zeit immer nur zu zweit getroffen hatte, erst spät gemerkt, dass er Mühe mit gewissen sozialen Situationen hatte (z.b. grosse Menschenmengen, Orte mit lauter Musik, Zugfahren, Abende mit einer grösseren Anzahl Freunde verbringen). Es war für mich in der Beziehung später echt ein Problem, weil ich viele Dinge nicht mit ihm machen konnte oder immer darauf achtete, dass es für ihn "okay" ist, extrem anstrengend... :( Ich denke, das hätte ich zumindest früher bemerkt, wenn ich ihn anders kennengelernt hätte. Deswegen habe ich mir für mich auch überlegt, dass wenn ich jemanden das nächste Mal kennenlerne, dass ich ihn schon nach den ersten Dates an einen Abend mit Freunden einlade. Ich denke, das kann recht erhellend sein. :D

@Flux-us : Mir ist noch ein anderer Gedanke gekommen. Du schreibst, dass du nie eine längere Pause als 6 Monate hattest? Und dazwischen immer kurze Beziehungen oder Beziehungsversuche? Könnte es nicht auch sein, dass du durch diese vielen Beziehungen, in denen du ja auch Gefühle entwickelt hast, wenn vielleicht auch nicht sehr starke, gar nie mehr das Gefühl oder das Bedürfnis aufkam sich mal wieder "richtig" zu verlieben? Weil du sozusagen immer mit Gefühlen, Hormonen (Oxytocin) und Aufmerksamkeit "versorgt" wurdest, dass sich da wie so ein Gefühl, der Normalität eingestellt hatte, und du ein unrealistisch hohes Mass an Verliebtheitsgefühlen brauchen würdest, um diese wieder als "verliebt sein" zu interpretieren?
Vielleicht würde dir eine längere Pause (definitiv länger als 6 Monate), in der du weder eine emotionale noch eine körperliche Beziehung zu einem anderen Menschen hast und möglichst auch keine anderen "Ablenkungen" dieser Art, helfen, um dich wieder verlieben zu können? (Das ist einfach eine Idee von mir, ob es zutreffen könnte, kannst ja nur du sagen.)

@Zaphira Mir hat dein Beitrag sehr gefallen. Dieses Gefühl, sich nicht verlieben zu dürfen, ist natürlich auch noch mal schwieriger. (Wenn du jemanden kennst, in den du dich gern verlieben würdest, dann vermute ich mal, das schon ganz zarte, vielleicht noch fast unbemerkte Gefühle da sind?).
Es gibt Gefühle, die gesetzlich nicht erlaubt sind (also sie auszudrücken/auszuleben zumindest ;)) und es gibt Gefühle, die den eigenen Wertvorstellungen, der eigenen Moral zuwider laufen. Ich hatte mich zum Beispiel vor einigen Monaten in einen Mann mit Partnerin und zwei Kindern verguckt. Das geht für mich gar nicht, weshalb ich ein weiteres persönliches Treffen mit ihm verhindert habe und den noch nötigen Kontakt auf Telefonate und Mails beschränkte. Ich wollte mir ja auch selber nicht weh tun... Ich habe aber nie an dieser Entscheidung gezweifelt, weil sie so zu 100% meinen Wertvorstellungen entspricht, dass da gar keine Zweifel aufkommen konnten.
Ich finde es da aber wichtig zu unterscheiden und herauszufinden, weshalb man sich Gefühle nicht erlaubt.

Ich bin mir nicht sicher, ob dein Gefühl, dich nicht verlieben zu dürfen...
1. auf einem objektiven Grund beruht?
2. deinen persönlichen Wertvorstellungen zuwider läuft?
oder
3. vielleicht nur dem entspricht, was du denkst was die Gesellschaft oder die Menschen um dich herum von dir erwarten?

Beim ersten und zweiten Punkt, tust du dir vermutlich selbst nichts Gutes wenn du Gefühle zulassen würdest, wenn aber nur eine Spur vom dritten Punkt mitschwingt oder dich beeinflusst, dann würde ich da unbedingt nochmal drüber nachdenken...