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  • #1

Nicht allein sein können?

Hallo liebe Ps-community,

bin hier nun schon seit 8 Monaten angemeldet.
eigentlich halte ich nicht viel vom Onlinedating bzw. solchen Partnerbörsen und doch hab ich einiges ausprobiert.
Tinder, Once, PS usw..
Dazu muss man sagen das die Anmeldung bzw. Bindung an Parship eine Affekt-Handlung war, nachdem ich meine fünf-jährige Beziehung beendet hatte in der ich schon lange nicht mehr glücklich war.
Der Grund dafür war, meine Ex war extrem anhänglich sie wohnte schon 1 Jahr bei mir in einer 2-Zimmerwohnung.
An sich war das für mich ein sprichwiörtlich "kleines" Problem gewesen, nur mit einer Person die kaum Hobbies, Freunde oder sonstige Interessen hat, auf Dauer extrem anstrengend.
(Nice to know, sie hatte keine 2 Wochen später eine neue Beziehung)
Nun seitdem bin ich auf der Suche, hatte Dates, schreibe regelmäßig mit Frauen, eine Freundschaft+ Freundin kann ich auch zählen und ein paar Monate Spaß mit der Ex waren auch mal drin.
Ich genieße es auch alleine zu sein, mache sehr viel mit Freunden, bin jetzt schon öfter in den Urlaub gereist als in der gesamten Beziehungszeit. Trotzdem kann mich mit meinem Singleleben nicht anfreunden, und meine das es bei mir "nicht läuft".

Nun, lange rede kurzer Sinn, mein Kollege (52) meint zu mir immer wieder ich kann nicht alleine sein, weil ich doch zu sehr wirke auf der Suche zu sein.
Ich sehe das überhaupt nicht so, ich sehne mich nach einer Partnerin mit der ich zusammen sein kann und alles teilen kann.
Klar sucht man dann, allerdings weiß ich auch meine Grenzen und diese Suche ist mittlerweile schon echt nervig geworden.
Aber das heißt m.M. nach noch lange nicht das ich nicht alleine sein kann.

Oder was heißt dann, "man kann nicht alleine sein"?

LG
Marccaroni
 
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  • #2
Das ist glaube ich schwierig zu beantworten.
Als mein Ex und ich uns getrennt haben, war es für mich schier unmöglich allein zu sein. Ich war es schlicht und ergreifend nach 31 Jahren Beziehung nicht gewohnt, bzw. kannte das gar nicht. Bin vor allem an den Wochenenden fast verrückt geworden.
Jetzt ist es aber zum Glück so, dass ich sehr wohl alleine (mit den Kindern) leben kann, genieße auch die Wochenenden ohne Aktivitäten, sehne mich aber trotzdem nach einem Partner.
Ich Urlaube, unternehme viel, lerne viele Leute kennen, bin aktiv und genieße das auch alles sehr.
Keine Ahnung, wie ich auf meine Umwelt wirke, ob ich "Single auf Partnersuche" auf der Stirn stehen habe.
Am Anfang nach der Trennung war es immer so, dass ich, wenn ich unterwegs war, immer nach potentiellen Partnern Ausschau gehalten habe. Wenn ich aber jetzt so darüber nachdenke, ist das nicht mehr so. Ich genieße eher das Event oder was auch immer und denke nicht immer nur darüber nach, einen Mann zu finden.

Aber ich finde, dass ich nicht gut alleine sein kann. Ich möchte gerne wieder in einer Beziehung sein. Das muss nicht unbedingt bedeuten, zusammen zu ziehen.
Ist das ein Makel? Nein, warum auch? Wichtiger ist, daß man mit sich alleine klarkommt, das habe ich lernen müssen. Du hörst dich nicht so an, als hättest du ein Problem mit dem Alleinsein, sondern so wie ich, einfach nur die Sehnsucht nach einer Beziehung. Und natürlich ist man dann auch auf der Suche, sonst wären wir ja hier nicht angemeldet.

Aber warum machst du dir so einen Kopf über das, was dein Kollege sagt? Der ist bestimmt seit ewigen Zeiten in einer Beziehung und war noch nie lange Single? Kann er allein sein?
 
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  • #3
@Fraunette : da erkenne ich mich in vielem wieder. auch nach "nur" 28 jahren beziehung...

@Marccaroni : wie gut kennt dich dein kollege denn, steht ihr euch nahe genug, dass er das wirklich einschätzen kann?
 
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  • #4
Ich habe noch nie alleine gewohnt. Es war völlig ungewohnt für mich nach Jahren mit Kindern und 34 Jahren Ehe plötzlich alleine zu sein. Aber.... ich finde es einfach herrlich :D und könnte mir im Moment auch gar nicht vorstellen mit einem Mann zusammenzuwohnen. Trotzdem habe ich Sehnsucht...
 
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  • #5
Er hat nun seit 14 Jahren seine 2. Lebenspartnerin nachdem er verwitwet war.
Naja er bekommt manches mit wenn ich halt wieder mit Frau X treffe oder Frau Y schreibe. Er redet halt viel bzw. hat schon ne gewisse Überzeugungskraft da er vieles schlüssig argumentieren kann. Dazu kommt noch sein alter und Lebenserfahrung, wenn wir diskutieren sind wir öfters nicht der selben Meinung.
Ich geb auch nicht allzuviel darauf, nur sammeln ich gerne Meinungen und ich hab mich halt dann nun gefragt.
Versteht mich nicht falsch ich versteh mich super mit all meinen Kollegen, ich denke sonst würde man das auch nicht mitbekommen.
Dazu kommt, noch das ein guter Kumpel auch nach seiner letzten knapp 2 Jährigen Beziehung es sein muss und gut tut alleine zu sein.
Wie Fraunette genau sagt, ist es eher wichtig mit sich selbst klar zu kommen und nicht ob man alleine sein will oder nicht.

Meine Ex ist da wohl das perfekte Beispiel, das Klammeräffchen schlecht hin. Weiß bis heute nichts mit sich anzufangen wenn sie nichts zu tun hat und bekommt Depressionen wenn sie längere Zeit (1 Tag) alleine ist.
Nach kürzester zeit Ihren neuen (der weiß noch nichts von seinem glück) mehrmals betrogen weil er keine zeit und Lust hatte.

Will halt von anderen Leuten hören was sie darunter verstehen..
Wie ihr lest, können bei einzelnen Meinungen leicht Zweifel am Eigenenempfinden kommen.
 
M

MaryCandice

  • #6
An sich war das für mich ein sprichwiörtlich "kleines" Problem gewesen, nur mit einer Person die kaum Hobbies, Freunde oder sonstige Interessen hat, auf Dauer extrem anstrengend.
Für fast alle anderen aber auch. Mich eingeschlossen.
Trotzdem kann mich mit meinem Singleleben nicht anfreunden, und meine das es bei mir "nicht läuft"
In welcher Altersklasse liegst du? Hast du noch Pläne offen, die eine Partnerin brauchen (Kinder, Heirat...)?
Aber das heißt m.M. nach noch lange nicht das ich nicht alleine sein kann.

Oder was heißt dann, "man kann nicht alleine sein"?
Vielleicht, dass dir eine 'Aufgabe' fehlt?

Ich bin und war schon gerne allein. So herrlich ohne Rücksicht auf Verluste.
 
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  • #7
Für fast alle anderen aber auch. Mich eingeschlossen.

In welcher Altersklasse liegst du? Hast du noch Pläne offen, die eine Partnerin brauchen (Kinder, Heirat...)?

Vielleicht, dass dir eine 'Aufgabe' fehlt?

Ich bin und war schon gerne allein. So herrlich ohne Rücksicht auf Verluste.
@MaryCandice bin 23 steh mitten im Leben und Heirat sowie Kinder sind planungsgemäß noch ein paar Jährchen und Partnerin(en) entfernt.

Bzgl der Aufgabe, nein denke ich nicht. Mache seither viel Sport, habe ein kleines nebengewerbe sowie einen Hund. Wie schon geschrieben bin ich auch viel mit Freunden unterwegs bzw. unternehmungslustig. Lass mir dazu auch keine Möglichkeit nehmen neue Leute kennenzulernen.
 
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  • #8
Ich glaube, ich kann dich sehr gut verstehen.
Meine Geschichte ist etwas...trauriger.


Ich wollte meine jetzt Exfrau nach 5 Jahren Beziehung und 2 gemeinsamen Kindern heiraten, da ich mir sicher war, den Rest meines Lebens mit ihr zu verbringen. (Auch wenn es nicht immer einfach war)
Drei Wochen nach besagter Hochzeit, verließ sie uns, wegen einer Internet Bekanntschaft aus dem Ausland.
Ihre Pläne wurden vereitelt, da sie wieder schwanger war.
Also habe ich ihr, eine zweite Chance gegeben, da sie förmlich bettelte und ich einfach zu nett bin , beziehungsweise auch an das Kind dachte.

Nach der Geburt meines dritten Kindes, zog sie den ultimativen Beziehungskiller Joker aus ihrem Ärmel - sie stehe angeblich nur noch auf Frauen und habe schon vor längerer Zeit jemanden kennengelernt. (Wieder im Internet)
Seitdem, kümmere ich mich alleine um unsere drei Kinder, neben meinem Beruf.
(bevor jemand fragt, nein ich habe keinen Vaterschaftstest durchgeführt, da es dem Kind gegenüber nicht fair wäre.)

Parship war bei mir eher eine Verzweiflungstat, die ich manchmal bereue, manchmal aber auch nicht, denn durch das Feilen an meinem Profil, habe ich viel über mich selbst gelernt.

Meine Welt ist seitdem größer geworden, denn Frauen waren für mich unsichtbar;). Es ist einfach so, wie @Fraunette beschreibt, man schaut sich nach einem potentiellen Partner um.

Ich bin niemand, der alleine sein will, aber wohl jemand, der keine andere Wahl hat.

Es tut weh, wenn man erkennen muss, dass man all die Jahre, belogen und betrogen wurde und sämtliche Anstrengungen, die man in die Beziehung investierte auf Treibsand aufgebaut und von vorne rein vergebens waren.

Wenn du also mich fragst, würde ich dir sagen, dass es
wohl normal ist, wenn man rastlos wirkt und auf der Suche scheint.
Genauso, wie man den leeren Platz wieder füllen möchte.
 
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  • #9
Ich glaube, ich kann dich sehr gut verstehen.
Meine Geschichte ist etwas...trauriger.


Ich wollte meine jetzt Exfrau nach 5 Jahren Beziehung und 2 gemeinsamen Kindern heiraten, da ich mir sicher war, den Rest meines Lebens mit ihr zu verbringen. (Auch wenn es nicht immer einfach war)
Drei Wochen nach besagter Hochzeit, verließ sie uns, wegen einer Internet Bekanntschaft aus dem Ausland.
Ihre Pläne wurden vereitelt, da sie wieder schwanger war.
Also habe ich ihr, eine zweite Chance gegeben, da sie förmlich bettelte und ich einfach zu nett bin , beziehungsweise auch an das Kind dachte.

Nach der Geburt meines dritten Kindes, zog sie den ultimativen Beziehungskiller Joker aus ihrem Ärmel - sie stehe angeblich nur noch auf Frauen und habe schon vor längerer Zeit jemanden kennengelernt. (Wieder im Internet)
Seitdem, kümmere ich mich alleine um unsere drei Kinder, neben meinem Beruf.
(bevor jemand fragt, nein ich habe keinen Vaterschaftstest durchgeführt, da es dem Kind gegenüber nicht fair wäre.)

Parship war bei mir eher eine Verzweiflungstat, die ich manchmal bereue, manchmal aber auch nicht, denn durch das Feilen an meinem Profil, habe ich viel über mich selbst gelernt.

Meine Welt ist seitdem größer geworden, denn Frauen waren für mich unsichtbar;). Es ist einfach so, wie @Fraunette beschreibt, man schaut sich nach einem potentiellen Partner um.

Ich bin niemand, der alleine sein will, aber wohl jemand, der keine andere Wahl hat.

Es tut weh, wenn man erkennen muss, dass man all die Jahre, belogen und betrogen wurde und sämtliche Anstrengungen, die man in die Beziehung investierte auf Treibsand aufgebaut und von vorne rein vergebens waren.

Wenn du also mich fragst, würde ich dir sagen, dass es
wohl normal ist, wenn man rastlos wirkt und auf der Suche scheint.
Genauso, wie man den leeren Platz wieder füllen möchte.
Ohje! Drei Wochen nach der Hochzeit? Das ist der Knaller.
Ich weiß wie man sich fühlt, wenn man so etwas mitmacht (meiner ist 10 Tage vor unserem 20. Hochzeitstag aufgeflogen, 31 Jahre Beziehung von heute auf morgen einfach weg!). Wünsche Dir viel Kraft!
 
D

Deleted member 22408

  • #10
Ich habe noch nie alleine gewohnt. Es war völlig ungewohnt für mich nach Jahren mit Kindern und 34 Jahren Ehe plötzlich alleine zu sein.
Jetzt fange ich an zu begreifen, warum ich hier mit vielen Damen gar nicht kompatibel bin. Völlig unterschiedlich geprägt in punkto Beziehung und Beziehungsdauer. Die 'Lusche' kennt fast nur das Alleinleben und findet es eher ungewöhnlich, wenn er in seiner Hütte von einer Dame umgeben ist. Jahrzehntelanges Leiden und Knechtschaft in einer Beziehung kenne ich gar nicht. Ich habe so gesehen in punkto Beziehung noch nie etwas ertragen müssen. Dementsprechend optimistisch und unbedarft geht die 'Lusche' fröhlich pfeifend zu den Dates und wundert sich, dass die Damen im Wesen gar nicht so offen und fröhlich sind. Psychische Altlasten hier, Beziehungstrauma dort...Wollen Beziehung, aber dann lieber doch nicht...früher zu viel negatives erlebt... Allein sein wollen sie auch nicht, aber dann bitte ohne tiefere Bindung...

Dazu kommt noch, dass eine Beziehung bei mir durchschnittlich nicht länger als zwei Jahre gehalten hat. Weiß auch nicht warum, aber die Damen fingen irgendwann immer an zu kreischen. Die hohen Stimmfrequenzen waren dann einfach nichts mehr für meine Nerven. Ich kann es nicht verstehen, dass die Damen ab einem gewissen Zeitpunkt keine Lust mehr auf 'Lusche' hatten. Ich habe doch nichts getan. Ich arme 'Lusche'! o_O:eek:
 
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  • #11
Jetzt fange ich an zu begreifen, warum ich hier mit vielen Damen gar nicht kompatibel bin. Völlig unterschiedlich geprägt in punkto Beziehung und Beziehungsdauer. Die 'Lusche' kennt fast nur das Alleinleben und findet es eher ungewöhnlich, wenn er in seiner Hütte von einer Dame umgeben ist. Jahrzehntelanges Leiden und Knechtschaft in einer Beziehung kenne ich gar nicht. Ich habe so gesehen in punkto Beziehung noch nie etwas ertragen müssen. Dementsprechend optimistisch und unbedarft geht die 'Lusche' fröhlich pfeifend zu den Dates und wundert sich, dass die Damen im Wesen gar nicht so offen und fröhlich sind. Psychische Altlasten hier, Beziehungstrauma dort...Wollen Beziehung, aber dann lieber doch nicht...früher zu viel negatives erlebt... Allein sein wollen sie auch nicht, aber dann bitte ohne tiefere Bindung...

Dazu kommt noch, dass eine Beziehung bei mir durchschnittlich nicht länger als zwei Jahre gehalten hat. Weiß auch nicht warum, aber die Damen fingen irgendwann immer an zu kreischen. Die hohen Stimmfrequenzen waren dann einfach nichts mehr für meine Nerven. Ich kann es nicht verstehen, dass die Damen ab einem gewissen Zeitpunkt keine Lust mehr auf 'Lusche' hatten. Ich habe doch nichts getan. Ich arme 'Lusche'! o_O:eek:
Du arme Lusche!
Entweder hast du deinen "Biss" verloren, oder deine provokanten Posts sind für mich mittlerweile langweilig geworden, da ständige Wiederholung!? Gähn! Ich glaube, es sind die Wiederholungen! :(
Aber hier sind bestimmt noch Frauen unterwegs, die diesen Post zum Anlass nehmen, wütend über dich herzufallen.
Aha! Du willst das die Frauen über dich herfallen! Dein sparsames Leben ist sonst so langweilig! ;)
 
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  • #12
@Fraunette, meinst du "Biss" oder "Gebiss".:p
Es heißt doch: Alle guten Dinge sind drei. Würde bei mir gleich mehrfach passen:
drei Wochen Ehe, drei Kinder...fehlt nur die dritte Beziehung... aber da bin ich derzeit erst bei zwei. Die nächste, müsste also die "gute" werden.o_O
Danke jedenfalls, für die aufmunternden Worte.

@Datinglusche, das ist vielleicht gar nicht so verkehrt, wenn man kein Knechtschaft kennt .;)
Aber besagte Knechtschaft hat auch ihre guten Seiten.:)
Vorausgesetzt...man(n) ist masochistisch veranlagt...
 
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  • #13
Dazu kommt noch, dass eine Beziehung bei mir durchschnittlich nicht länger als zwei Jahre gehalten hat. Weiß auch nicht warum, aber die Damen fingen irgendwann immer an zu kreischen.
Das zeugt von wahrhaft sonnigem Gemüt, wenn du dann immer noch pfeifend zu neuen Dates marschierst. Ich kenne keine Frau, die da nicht langsam mal skeptisch ob ihrer eigenen Qualitäten werden würde.

Und dass die Damen nach zwei Jahren schrill werden - ist wohl wie beim Wasserkessel. Irgendwann ist der Druck zu hoch - muss raus. Denn deine Transparentschwarzbestrumpften scheinen doch eher vom temperamentvollen Typus zu sein, den Ausgewogenheit (und Sparsamkeit) an allen Fronten soviel Energie anstauen lässt.

Also - ich finds nicht so unerklärlich Herr Lusche.
 
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  • #14
Hmm... Nicht allein sein können?
Ich weiß nicht genau ob das hier passt, denn bei mir ist eigentlich das Gegenteil der Fall.
Andererseits finde ich mich in anderen Fragen wieder.

Ich schildere mal meine Gedanken, vieleicht findet sich ja jemand, darin wieder.
Also ich bin in meinem Leben eigentlich viel allein gewesen. Ist nicht so, das es keine Beziehungen gab, aber nicht viele langjährige.
Längste Beziehung waren fünf Jahre, reite aber nicht darauf herum, weshalb ich dann gegangen bin.
Nun, ich bin der Überzeugung, es lag daran, das es eben nicht die passenden Partnerinen waren, liegt nicht zwangsläufig an denen, aber die unpassenden Partnerinen für mich.
Wie ich erkannt habe, bin definitiv ein ungewöhnlicher Mensch. Habe mich früher viel verbogen, oder viel verbiegen lassen, wurde dadurch oft unglücklich. Letztendlich wusste ich sicher nicht genau wer ich bin, oder was ich wollte. Habe zeitweilig das Gefühl allein alt werden zu müssen oder zu können, ohne das es für mich ein Problem wäre.
Andererseits wünsche ich mir eine Partnerin, welche einfach meiner Lebensphilosophie recht nahe ist, denn ich möchte nicht verbiegen.


Finde ich sie, denke ich, für ein gemeinsames glückliches Leben.
Bin Stoiker, ziehe also ein ruhiges häusliches Leben vor. Ich bin kein, ständig getriebener, ständig nach neuen sterbender Mensch.
Ich brauch nicht immer mehr und mehr und ständig neues und haufenweise Menschen um mich herum, um glücklich zu sein.
Eine kleine Familie oder Partnerin, einige enge Freunde und Bekannte, nicht die glamouröse Welt. Ich mag die Vorstellung, ein tiefes Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, nicht durch das ständig Teilen von Aktivitäten, eher das füreinander da sein in allen Lebenslagen.
Habe den Eindruck, diese Lebensphilosophie ist in der heutigen Zeit, mit den Ansprüchen der Damenwelt, nicht in Einklang zu bringen.
Habe zwar eine Verehrerin, aber ich denke nicht die richtige für mich.
Mir drängt sich ständig der Verdacht auf, da sie so anders ist, sie sich mir nur anpassen möchte.

Oder, ich muss halt einige Jahre warten, da ältere Menschen zunehmend in diese Richtung gehen.

Hmm... vieleicht hilft es jemanden, wenn er meine Gedanken liest.
 
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  • #15
Ich mag die Vorstellung, ein tiefes Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, nicht durch das ständig Teilen von Aktivitäten, eher das füreinander da sein in allen Lebenslagen.
Das hast Du sehr schön geschrieben.
Es ist wohl insgesamt seltener geworden, nicht nur bei den Damen, sondern auch bei den Herren. Aber in der Tat hat es vielleicht, wie Du schreibst, mit den Ansprüchen zu tun. Ich würde sogar hinzufügen, mit Erwartungen, was der andere alles erfüllen muss, so dass das zugrundeliegende Band manchmal nicht (genug) wert geschätzt wird.