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TPT

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  • #301
Hm. Das war Dir jetzt also eine rote Markierung wert. Interessant. Weiter unten schreibst Du ja dann, es sei in Ordnung. Da bin ich ja beruhigt.
Unterm Bett sammeln sich bei mir so Sachen, die ich mal ausprobiert habe und von denen ich denke, ich könnte sie nochmal gebrauchen. Da gibt es so Phasen. Kennst Du das nicht? Vom Sport vielleicht? Man probiert rum - Zumba, Yoga, Spinning - bis man was gefunden hat, das einem wirklich gefällt. Die Gerte ist mir im Erotik Fachgeschäft in den Einkaufskorb gefallen, direkt aus dem 50 Shades-Aktionsdisplay an der Kasse. Die nette Verkäuferin sagte, es sei das Einsteigermodell und lächelte mitleidig. Eigentlich hab ich ganz was anderes gesucht. Hm, wenn die mal zum Einsatz kam, fand ich nicht, dass da Gewalt ausgeübt wurde. Hast Du 50 Shades gelesen? Oder wie viele kennst Du, die es gelesen haben? Wie erklärst Du Dir das große Interesse daran? Oder Sherlock und "die Frau", in der tollen BBC Serie? Schaltest Du da entsetzt ab?
Übrigens betreibt der Besitzer des Ponyhofs, auf den ich immer mit meinen Kindern fahre, im Winter einen lebhaften Handel auf ebay mit den Reitgerten, die die lieben Kleinen im Sommer alle auf dem Hof vergessen haben. Er schreibt dann "hart gebraucht", und die Dinger finden reißenden Absatz.
Oh nein, wie peinlich, die rote Markierung war unabsichtlich! Ich hatte das Zitat nicht hinbekommen, dann war es rot, dann war es mir auch egal. Also keine Absicht und keine Bedeutung der Farbe Rot! Entschuldigung für die Verwirrung!
Ich bin wohl anders als du. Ich habe nie viel gewechselt. Bei mir unterm Bett sammeln sich andere Sachen, harmlos, wie Flossen in Staub :)
50 Shades of Grey habe ich nicht gelesen und auch niemand, von dem ich weiß, aus meinem Umfeld. Ich hab im Fernsehen den Anfang gesehen, aber nicht zuende. War mir irgendwie zu... weiß nicht. da fand ich Basic Instinct spannender, aber das ist lange her. das andere von dir zitierte kenne ich gar nicht. Ich habe mal Downtown Abbey gesehen und mag James Bond und sowas. BBC habe ich nicht und sehr viel Senderauswahl habe ich auch nicht. Ich bin keine Kundin in Sexshops, ich trage weder Strings noch rote Spitze, ich reite nicht und Pferde können mir gestohlen bleiben :) Ich habe noch nicht mal Lederkleidung. Also für dich wohl eher stinklangweilig, hausbacken und ziemlich normal.
 
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Hafensänger

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  • #303
@Hafensänger: Es steht Dir frei, hier eine ausgereifte und gute Definition zu liefern. Seh ich zwar nicht als zwingend erforderlich zur weiteren Bearbeitung des Themas an, aber wäre schon schön. Dann könnte ich vielleicht auch verstehen warum dich das Thema so aufregt.
Du hast das als Aufreger geschildert. Wieso du mich ebenfalls dort einsortierst, mag dein Geheimnis bleiben. Du erinnerst dich, ich war verwundert, nicht aufgeregt, aber man kann sowas ja erst einmal in den Raum stellen. Mit welchen Absichten auch immer.

Ich hätte noch eine Frage. Wer, glaubst du, sollte die Definition des Begriffs Macht liefern, mit dem du hantierst? Ich? Wohl kaum. Ich habe den Eindruck, du erzählst viel und machst es dir schon ganz gerne auch mal einfach.
Alles unspektakulär - um nicht zu sagen gewöhnlich.
Aber, lass mal gut sein, ich lese in "deinem" Thread nur mehr mit.
 

Tone

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  • #304
Niemand ist besser als Pippi. :)
Für Claudi sind Peitschen normal, der nächste steht auf lange Haare, einer ist musikalisch, der andere meint, alles ist Macht.
Und ich lache gerne, bevor ich's verlerne :rolleyes:
Schau mal das Video von der Frau Birkenbihl, danach versteht man viel besser, wie die Welt funktioniert.
Super Hinweis und deiner verlinkten Entdeckung, danke!

"Wenn Sie mal ganz kurz aufstehen zeige ich ihnen was:
Stehen Sie mal ganz kurz auf. Stellen Sie sich vor Sie müssten ein ganz glitschiges Fünfmarkstück zwischen Ihren Arschbacken festhalten. Machen Sie das mal. [...] Wie lange könnten Sie das durchhalten? Das ist eine Metapher für das, was wir in unserer Gesellschaftsform mit Männern machen."

o_O


Ihre Ausführung zu den sog. 'weichen Männern' und wie Frauen dieses Rollenbild bereits akzeptieren, Männer es aber als Bedrohung empfinden, teile ich nicht. Es gibt genügend Frauen die keine 'weichen Männer' akzeptieren.
 

Claudi

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  • #305
Entschuldigung für die Verwirrung!
Ich bin wohl anders als du. Ich habe nie viel gewechselt. Bei mir unterm Bett sammeln sich andere Sachen, harmlos, wie Flossen in Staub :)
50 Shades of Grey habe ich nicht gelesen und auch niemand, von dem ich weiß, aus meinem Umfeld. Ich hab im Fernsehen den Anfang gesehen, aber nicht zuende. War mir irgendwie zu... weiß nicht. da fand ich Basic Instinct spannender, aber das ist lange her. das andere von dir zitierte kenne ich gar nicht. Ich habe mal Downtown Abbey gesehen und mag James Bond und sowas. BBC habe ich nicht und sehr viel Senderauswahl habe ich auch nicht. Ich bin keine Kundin in Sexshops, ich trage weder Strings noch rote Spitze, ich reite nicht und Pferde können mir gestohlen bleiben :) Ich habe noch nicht mal Lederkleidung. Also für dich wohl eher stinklangweilig, hausbacken und ziemlich normal.[/QUOTE]
@TPT: Großartig und keine Ursache. Kannst Du das auch in anderen Farben? Petrol fände ich ganz toll:)
Unterschiedliche Beziehungserfahrungen eben. Ich wünsche Dir ganz viele Sachen nicht, die ich erlebt habe. Die wären gar nicht nötig gewesen. Die ersten 40 Jahre waren da bei mir auch echt unterdurchschnittlich spannend, von 20 an alles sehr ruhig und in geordneten Bahnen. Um das, was dann so alles kam, hatte ich jetzt auch nicht unbedingt gebeten. Aber jetzt ist es, wie es ist. Ich höre manchmal so Sprüche wie: "Die einen gehen da durch, die anderen zerbrechen daran." Und mal angenommen, man gehört zur zweiten Gruppe, was dann? Hat man dann keine Daseinsberechtigung mehr, kein Recht darauf, es mit einer Beziehung weiter zu versuchen, wie schräg auch immer die aussehen mag? Stinklangweilig finde ich ein normales Leben nicht. Ich reg mich bloß immer auf, wenn Leute aus ihrer Beziehung ausbrechen, weil ihnen ein bisschen fad ist. Nach dem Motto: "Mein Partner ist mein bester Freund, wirklich, aber irgendwie...muss es da doch noch mehr geben." Ja, gibt es. Mehr als man wissen will und verkraften kann. In den zwei Beziehungsversuchen und auch in der langjährigen Affäre, die ich hatte, gab es ein sehr vorherrschendes Gefühl, dass ich vorher in Beziehungen nicht so hatte: Dankbarkeit für das Normale. Für mit dem Strom schwimmen und in der Masse untergehen zu können. Für das Gefühl, wieder dazu zu gehören und nicht aufzufallen. Und nicht mehr mit sich alleine zufrieden sein und mit allem klarkommen zu müssen. Ich stelle mir vor, dass das die Qualität einer eventuellen neuen Beziehung positiv beeinflussen würde. Die Dankbarkeit. Wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme.
Und an der Stelle würde mein Therapeut jetzt wieder sowas sagen wie: "Jaja, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite des Zauns." Und dann würden wir beide bedächtig nicken dazu.
 

Claudi

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  • #306
Ja und das lag mir glatt auf der Zunge, da man sich seine Dating-Partner ja aussucht. Man kann es also auch rückwärts lesen :)
Hmm, ich kann das natürlich nicht verallgemeinern, wurde aber an meine "früheren" (in einem halben Jahr kann sich viel tun) Dating-Runden erinnert. Ich habe es eigentlich immer gespürt, wenn ich überhaupt keine Lust hatte, mich ein Verhalten gestört oder eben auch bloß gelangweilt hat - vorher. Nichtsdestotrotz schleppte ich mich hin, hätte hundert andere Dinge lieber getan, fühlte mich schlecht beim Gedanken an ein Nein und harrte so lange aus, dass Stunden ins Land gingen, ich mich darüber dann nachher doppelt ärgern konnte und dazu auch in Erklärungsnot auf allen Kanälen (Anrufe, WhatsApp, SMS, im Portal selbst) geriet, warum dieses "schöne Kennenlernen" nicht fortgesetzt werden soll. Alles mit Bauchschmerzen. Dümmlich könnte man es auch nennen ;) Oder einfach nur SEHR langsam.
Ich tue mich immer noch nicht leicht darin Körbe auszuteilen, gehe aber nur noch zu Verabredungen, auf die ich mich freue und vermeide Abend-Treffen. Außerdem gebe ich meine Nummer meist nicht mehr sofort raus. Ich hatte bei Jacken-Alarm immer Sorge, das könnte ER sein, mein Traummann, nur sieht man ihn vielleicht einfach noch nicht. Das hat sich geändert.

Ich glaube dass die Libido zwingend dazu gehört. Alles was in die Richtung "Ich bin klüger als mein Bauchgefühl" geht, ist m.E. großer Unfug. Das spielt eine zu große Rolle als dass man es ignorieren könnte. Und ich bin nicht der Meinung, dass sich sexuelle Attraktion schon einstellt, wenn es enger und "ernster" (ein schreckliches Wort in dem Zusammenhang, ich bitte um Alternativen) wird.
Anziehungskraft und Passung wären toll und dazu braucht es Geduld und ein auch sonst schönes, glücklich machendes Lebensgefühl. Sonst ist man selbst irgendwann blutarm, müde und langweilig. In welchem Haifischbecken man sucht, ist eigentlich nicht so wichtig, glaube ich. Überall kann sich alles entwickeln, liegt an einem selbst und auch ein bisschen am Schicksal.
Wir haben nicht in der Hand, wem wir wann begegnen, nur vorsortieren lässt sich üben bei all dem organisierten Online-Dating.
@Friederike84: ach, zum Glück habe ich Deinen Beitrag noch wiedergefunden, darauf wollte ich noch antworten, weil er mir so gut gefallen hatte. Das hatte ich mir aufgehoben, wie den Nachtisch, und dann kam auf einmal so viel dazwischen hier. "In einem halben Jahr kann sich viel tun" heißt vermutlich, Du braucht nicht mehr zu daten? Oder Du datest jetzt anders? Ich musste lachen über "klüger als das eigene Bauchgefühl sein wollen". Ich glaube auch, damit tut man sich und dem anderen keinen Gefallen. Genauso hinderlich ist die "Komm schon, Du willst es doch auch..." Einstellung, auch bekannt als "Wir wissen ja wohl beide, warum wir hier sind, also..." oder "Oh Mann, hier sitzen locker 220 Matchingpunkte am Tisch, das muss jetzt aber mal..." Totaler Krampf. Dazu dann noch das schlechte Gewissen ob der eigenen Undankbarkeit und die quälende Frage, was zum Teufel mit einem nicht stimmt. Und das war dann immer der Punkt, an dem ich ein paar Monate Pause vom Dating machen musste. Im letzten Jahr meine ich, den Dreh rausgefunden zu haben, wie mich das Dating nicht so müde und verzagt macht. Und ein wesentliches Element ist, überhaupt Dates haben zu können, möglichst eine Auswahl. Damit man sich nicht in Schreibkontakten verliert oder es einem zu viel ausmacht, wenn man keine Antwort auf ein schönes Anschreiben erhält, bei dem man sich richtig Mühe gegeben hat. Und dann: machen. Und wenn es geht, jedes Date als schönes Erlebnis oder wenigstens "interessante Erfahrung" verbuchen. Und wenn sie zu interessant war...next, was draus zu lernen versuchen, aber nicht zu lange drüber nachdenken. Ich komme langsam zu der Erkenntnis, am Anfang radikale und schnelle Entscheidungen zu fällen und wenig Kompromisse einzugehen, aber wenn es dann gefunkt hat, umso geduldiger und großzügiger zu sein und sich selbst nicht zu gestatten, die Flinte zu schnell ins Korn zu werfen. Es gibt Dinge, die können sich entwickeln. Vertrauen. Loyalität. Und welche, die kommen nicht mehr, wenn sie nicht von Anfang zumindest ganz leise im Hintergrund zu merken sind. Bei mir ist das mit der allgemeinen (und sexuellen) Anziehung so.
Es muss nicht gleich die große Liebe sein, aber Mitleid oder Pflichtgefühl sind keine Basis. Dankbarkeit schon.
 
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Claudi

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  • #307
@Tone: Hab gerade festgestellt: ich kann meinen eigenen Beitrag nicht melden. Ich wollte gern die Dublette an TPT gelöscht haben, um meinen eigenen Thread nicht so vollzumüllen. Geht leider nicht. Könntest Du vielleicht...? Du scheinst Dich da ja sehr gut auszukennen.
 

Inge21

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  • #308
Ich komme langsam zu der Erkenntnis, am Anfang radikale und schnelle Entscheidungen zu fällen und wenig Kompromisse einzugehen, aber wenn es dann gefunkt hat, umso geduldiger und großzügiger zu sein und sich selbst nicht zu gestatten, die Flinte zu schnell ins Korn zu werfen. Es gibt Dinge, die können sich entwickeln. Vertrauen. Loyalität. Und welche, die kommen nicht mehr, wenn sie nicht von Anfang zumindest ganz leise im Hintergrund zu merken sind. Bei mir ist das mit der allgemeinen (und sexuellen) Anziehung so.
Es muss nicht gleich die große Liebe sein, aber Mitleid oder Pflichtgefühl sind keine Basis. Dankbarkeit schon.
Hallo Claudi, das drückst Du sehr schön aus, so geht es mir momentan auch.
Für mich ist es auch sehr wichtig mich nicht in der Vergangenem zu verlieren sondern neugierig und positiv in die Zukunft zu schauen.
 
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Marlene

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  • #309
Ich komme da gerade nicht mehr so ganz mit. Geht es jetzt um Beziehungen auf Sparflamme, ohne großartigen Gefühle, aber dann schreibst Du: "aber wenn es dann gefunkt hat..." Hat es jetzt bei diesem Mann, den Du fünf mal getroffen hast, gefunkt? Dann sind doch Gefühle da? Und - wieso "dankbar"? Dankbar, dass Dich überhaupt jemand will? Dass Du überhaupt Anteil an einer irgendwie gearteten Beziehung hast? Mir kommt dieser Begriff merkwürdig vor. Und zwar auf dieser Ebene, wenn man eigentlich gar keine tiefergehende Beziehung hat. Kommt mir so vor, wie wenn Du für ein paar Krumen schon dankbar wärest.
Ich glaube auch, dass diese Konsequenzen, die Du aus dieser schlechten Geschichte mit Deinem Ex ziehst, sich eigentlich im Endeffekt nur gegen Dich richten. Es hört sich für mich so an, wie wenn Du dadurch Dein Selbstwertgefühl ein Stück verloren hättest und jetzt die Schiene der Bestätigung fährst, um Dich wieder aufzurichten. Kann das sein?
 
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Sandbank

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  • #310
in der langjährigen Affäre, die ich hatte, gab es ein sehr vorherrschendes Gefühl, dass ich vorher in Beziehungen nicht so hatte: Dankbarkeit für das Normale.
du hattest in einer Affäre ein Gefühl von "Dankbarkeit für das Normale"? inwiefern? Ist eine Affäre für dich dann der " Normalfall"? Oder was genau bedeutet für dich 'normal' hinsichtlich einer partnerschaftlichen Beziehung?
in einer Affäre mit dem Strom schwimmen? in welchem Strom denn? der Strom sagt was?
" dazugehören"? wozu denn? Und hast du in der von dir beschriebenen jetzigen Beziehungs- Situation, z.B. mit deinem casual dating, wieder das Gefühl, 'dazuzugehören' ?
Und nicht mehr mit sich alleine zufrieden sein und mit allem klarkommen zu müssen.
Dieses Gefühl hat dir die Affäre gegeben? Ich glaube ehrlich, dass solche Gedanken einen nicht wirklich sicherer und auch nicht 'fähiger' machen für eine Partnerschaft.

@Claudi , meine Fragen mögen etwas herausfordernd wirken, drücken aber mein Gefühl von Nichtverstehen und auch gewisser Ungläubigkeit oder vielleicht besser Unvorstellbarkeit deinen Beschreibungen gegenüber aus.
 
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Claudi

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  • #312
Hallo Claudi, das drückst Du sehr schön aus, so geht es mir momentan auch.
Für mich ist es auch sehr wichtig mich nicht in der Vergangenem zu verlieren sondern neugierig und positiv in die Zukunft zu schauen.
Guten Morgen, Inge,
das freut mich, dass das Date eine hoffnungsvolle und positive Stimmung hinterlassen hat. Offenbar auch noch, nachdem Du einmal drüber geschlafen hast.Das ist für mich auch so eine Lektion, die ich im letzten Jahr aus den relativ vielen Dates gelernt habe: Der Kopf schläft bei mir länger als der Bauch.Beim Aufwachen nach einem Date, habe ich ein sehr zuverlässiges ja oder nein Gefühl, dem ich auf jeden Fall Beachtung schenken sollte.
Ich finde es ziemlich gut, wenn du klar trennen kannst, inwieweit Vergangenes und Gegenwärtiges beeinflussen, wie du deine jetzige Erfahrung bewertest. Es scheint mir, dass das zum wichtigsten Handwerkszeug gehört, wenn man nach schlechten Erfahrung noch mal eine gute Beziehung hinkriegen möchte. Dann wird es immer noch schwer genug, sich dem anderen da zu erklären. Den man ja auch noch gar nicht so lange kennt. Ich drücke dir weiter die Daumen, dass das Wochenende positiv in Dir nachklingt.
 
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Antilover

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  • #313
Ich hab diese Frau nur ein einziges Mal im Leben getroffen. Und der Spruch war zim einen tätowiert, das heißt zu ihrem unveränderlichen Kennzeichen geworden, und zum anderen so platziert, dass wirklich jeder, der mehr als eine halbe Minute mit ihr geredet hat, den verinnerlicht hat. Das nenne ich wohlüberlegt in Szene gesetzt. Ich habe mich gefragt, ob jeder, der ihr so begegnet wie ich, nämlich einmal, sie gerne fragen würde, wie sie zu der Erkenntnis gekommen ist. Ich werde es nie erfahren, aber es war ein Erlebnis, dass ich nicht vergessen habe und das mich irgendwie beschäftigt. Und es ist ja auch ein Tattoo, über das man sich von der Aussage her definitiv in zehn Jahren nicht ärgern muss. Ich fand das sehr klug gemacht, vorausgesetzt sie hat sich all diese Gedanken im Vorfeld gemacht, was ja gar nicht so sein muss. Wie oft bei Kunstwerken...
Die Erkenntnis zu bekommen, ist, finde ich, nicht das Ding. Interessant ist es allerdings immer, wenn, wie du sagst, jemand das fortwährend ausstrahlt, das Ganze also nicht nur intellektuell, sondern auch vom Herzen her verstanden hat und umsetzt.

Als Tattoomotiv für sich genommen, finde ich es fast banal. So als würde man sich "Freundschaft ist 'ne gute Idee" tätowieren. -> Ja, logisch.
 
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Wallenstein

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  • #314
Guten Morgen allemann, liebe Claudi,

soeben habe ich deinen Doppelpost gelöscht. Wenn du nun vor lauter Dankbarkeit jemandem um den Hals fallen möchtest, dann bitte Hafensänger. Der war so lieb, uns darauf aufmerksam zu machen. Vielen Dank auch meinerseits für den Hinweis!

Ach, bezüglich des Meldens eigener Beiträge: Sollte möglich sein - habe es gerade mit einem Test-Profil ohne Moderatorenrechte ausprobiert: Button drücken, Grund eingeben - ab die Post.

Versuche es gerne noch einmal, wenn du Lust hast. Die Kollegen wissen Bescheid und sind nicht böse, wenn es dann eine Selbstanzeige abzuschmettern gilt.

Kommt gut in die neue Woche!

Wallenstein
 
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Sandbank

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  • #315
inzwischen ist zum Thema Macht ja schon eine Menge geschrieben worden, ich möcht' trotzdem gern nochmal darauf zurückkommen und damit auch deine Fragen beantworten, @Claudi .

ich bin da eher bei Ariadne-CH: die Gefahr ist die Leugnung, dass Macht in Beziehungen eine Rolle spielt.

da habe ich mich vielleicht etwas unvollständig ausgedrückt- so ist das, wenn man versucht, mit einem Satz alles zu erfassen;)
ich leugne nicht das grundsätzliche Vorhandensein von Macht in zwischenmenschlichen Beziehungen, aber: für mich gibt es zuerst einen Unterschied zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen in einer Beziehung und der Macht beider Partner. Macht an sich bedeutet ja erst einmal nur die Möglichkeit oder Fähigkeit eines Menschen, das Denken oder Verhalten von sich selbst! oder eines Gegenübers zu beeinflussen.
Da gebe ich dir völlig Recht, das ist per se erstmal weder gut noch schlecht.
Und ich glaube auch, dass eben diese Fähigkeiten in der Regel bei zwei Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind.
Macht bedeutet aber eben für mich nicht, dass ich über meinen Partner hinweg etwas bewirke oder bestimme, was uns beide, unsere Beziehung miteinander betrifft, heißt auch nicht, durch Machtspiele- Geltendmachen meines ' Machtvorteils' in einer speziellen Situation- meinen EINFLUSSBEREICH zu vergrößern ( was im Sinne des Waageprinzips zwangsläufig zu einer Verkleinerung des Einflußbereiches meines Partners führt ).
Und interessant finde ich dabei auch, den Blick zu werfen auf den Unterschied zwischen
Einflußnahme auf die Beziehung ( 2 unabhängige Menschen in einer Partnerbeziehung) vers. Einflußnahme auf den Partner . ( 1 unabhängiger Mensch)

Macht steht ja auch für machen, sich was trauen, und für Kompetenz. Es ist doch blauäugig, zu glauben, dass man sich in einer Beziehung nie behaupten muss und nicht für seine Wünsche einstehen muss.
Nun, ich hab mal nachgeschaut:) Das Wot Macht kommt eigentlich von ' mögen' .
Und da sind wir bei den Bedürfnissen, den Wünschen, die du ansprichst.
Auch für mich ist es wichtig in einer Partnerschaft, dass ich meine Bedürfnisse äußern kann, dass sie aufgenomme und respektiert werden und dass ich zusammen mit meinem Partner einen Kompromiss finde, wenn sich unsere Bedürfnisse stark voneinander unterscheiden. Dazu habe ich mal einen für mich recht klugen Satz gelesen:
„Wichtig ist nicht in erster Linie, wer entscheidet.
Wichtig ist, wer darüber entscheidet, wer entscheidet.“
Im besten Falle tun es beide zusammen, es funktioniert aber ebenso, wenn mal der eine und mal der andere entscheiden kann....also eine vereinbarte 'Machtausübung'...z.b. wenn beide die jeweiligen Stärken oder auch Schwächen des Partners kennen und man sich darauf einigen kann, Entscheidungen den Stärken zu 'übertragen'.

muss und nicht für seine Wünsche einstehen muss. Und möchtest du in einer Beziehung leben, in der du den Partner ständig im Griff hast? Könntest du mit dem Gefühl leben, den anderen jederzeit "in die Tasche stecken zu können"? Angenommen, dieser Jemand wäre dir treu ergeben und würde dich abgöttisch lieben. Glaubst du du könntest mit so einer Person glücklich werden?

Das sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge. Jemandem "im Griff zu haben" ist für mich eine arrogante Aussage, die eine Überlegenheit suggeriert, tatsächlich aber sagt sie nichts über die Fähigkeiten desjenigen aus bis auf eine: nicht zu erkennen, dass jeder Mensch Unmengen von Stärken und Schwächen hat, emotional, intellektuell, körperlich.
Was du vielleicht meinst, sind wohl eher die Gemeinsamkeiten, nach denen man in generell menschlichen Beziehungen sucht, zu denen man sich hingezogen fühlt.
Und da gebe ich dir Recht, ich fühle mich wohl mit Menschen, die mich berühren, von denn ich mich verstanden fühle, die mich intellektuell herausfordern, meine Horizont erweitern, die mich beflügeln, inspirieren, zum Nachdenken bringen.....

Du kannst ihn auch nicht aktiv auf eine höhere Macht-Stufe heben.
das hört sich zwar für mich scheusslich an, aber inhaltlich würde ich dir antworten: doch, das kann ich...im Sinne von positiver " Einflussnahme"... ich kann meinen in einer bestimmten Situation möglicherweise größeren Einfluß (Macht) beflügelnd nutzen....und ebenso möchte ich, dass dies mein Partner in anderen Situationen tut.

Angenommen, dieser Jemand wäre dir treu ergeben und würde dich abgöttisch lieben. Glaubst du du könntest mit so einer Person glücklich werden?

Ich bitte darum;)....nein, aber im Ernst: Abgöttisch heißt für mich 'glorifizieren, auf einen Sockel stellen'....wenn ich dieses Wort ersetze in das für mich passendere " bewundern", dann antworte ich dir: ja, ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, weil auch ich ihn bewundern möchte.
 
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Sandbank

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  • #317
Wenn ich z.b. das grössere verlangen habe zeit mit meinem partner zu verbringen, werde ich mir mehr abende freihalten oder mit ihm früher vorausplanen, wann wir uns sehen. Ich muss also aktiv werden und er kann sich zurücklehnen, weil er weiss, dass sein bedürfnis nach zeit mit mir so oder so erfüllt wird. Das ist keine böse absicht von ihm, sondern einfach das resultat aus unterschiedlich starken bedürfnissen.

Genau, es sind die unterschiedlich starken Bedürfnisse nach Nähe.
Und wenn man davon ausgeht, dass 'Macht' nun die Fähigkeit von beiden bedeutet, auf diesen Unterschied Einfluß zu nehmen, gibt es alleine mit dem Unterschied noch kein Machtgefälle.

Das Gefälle entsteht erst dann, wenn genau das passiert, was du schreibst - und lustigerweise sind deine gewählten Worte da äußerst bedeutungsstark:
" du MUSST aktiv werden" und " er KANN" sich zurücklehnen.
Gleichzeitig ist das für mich genau der Weg für einen Ausgleich des Unterschiedes: beide WOLLEN. Einen Ausweg finden, eine Kompromis finden, und der läßt sich nur finden, wenn beide verstehen, warum der andere eine gegensätzliches Bedürfnis hat.
Oft führt ein wirklich offenes Gespräch zu verblüffendem Verständnis, weil völlig anders gedeutet. In dem Moment, wo ich wirklich verstehe, warum der andere z.b. zeitweise eine Auszeit braucht, fällt es mir leichter, diesen Unterschied zu akzeptieren, mein Einverständnis dafür zu finden.
 
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Sandbank

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  • #318
Erlaube mir eine Korrektur, weil so Legenden entstehrn:) ... nicht "mögen" im Sinn einer Zuneigung, sondern "vermögen", also können oder machen.
stimmt, danke! :) ich hab mich schon gewundert, warum Herr Duden da so "wortkarg" war.

und, um es vielleicht ganz korrekt zu machen:)...bei meinem Philosphieren über Macht habe ich den weiteren Bereich der Macht in Bezug auf eine Position, ein Amt etc. mal völlig unter den Tisch fallen lassen...im Sinne der Relevanz zum Thema zwischenmenschliche Beziehung/ Partnerschaft
 
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Sandbank

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  • #320
Gerne.

Im Alltag zumeist mit „Dominanz“ und „Kontrolle“ assoziiert, hat Macht – etwa in Machtstreben, Machthaber und Machtkampf – eine zumeist negative Bedeutung. http://www.wissen.de/wortherkunft/macht

genau ....wirklich spannendes Thema und vielleicht auch die richtige Gelegenheit, den Begriff Macht tatsächlich mal etwas von seinem negativen Staub und falschen (nur negativen) oder unvollständigen Assoziationen zu befreien. :)
 
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fafner

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  • #321
Ich komme langsam zu der Erkenntnis, am Anfang radikale und schnelle Entscheidungen zu fällen und wenig Kompromisse einzugehen, aber wenn es dann gefunkt hat, umso geduldiger und großzügiger zu sein und sich selbst nicht zu gestatten, die Flinte zu schnell ins Korn zu werfen. Es gibt Dinge, die können sich entwickeln. Vertrauen. Loyalität. Und welche, die kommen nicht mehr, wenn sie nicht von Anfang zumindest ganz leise im Hintergrund zu merken sind. Bei mir ist das mit der allgemeinen (und sexuellen) Anziehung so.
Es muss nicht gleich die große Liebe sein, aber Mitleid oder Pflichtgefühl sind keine Basis. Dankbarkeit schon.
Das klingt doch eigentlich alles recht gut. Wo genau ist denn nun das Problem? Jemanden zu finden, mit dem sich was entwickeln kann?
Es hört sich für mich so an, wie wenn Du dadurch Dein Selbstwertgefühl ein Stück verloren hättest und jetzt die Schiene der Bestätigung fährst, um Dich wieder aufzurichten. Kann das sein?
Die Vermutung hatte ich ja auch schon. Und weiterhin vermute ich, daß ein Reiz des casual darin liegt, sehr schnell und leicht eine gewisse Bestätigung zu erfahren...
 

HrMahlzahn

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  • #322
i
Soweit ich mitbekommen habe, gibst Du Dich als Mann hier an, bist aber eine Frau. Schon komisch.
Oh je, Jetzt isses raus. Lange hat es keiner bemerkt, bis mich ein psychpathisch begabter Mensch durchschaut hat.
Nun muß ich es wohl zugeben!!
Zwischen Kinder, Kirche und Küche erfasst mich zuweilen der große Männerhaß und ich suche mir im Forum ein unschuldiges Opfer.....................................

https://www.youtube.com/watch?v=gcAbfZYTM2Y
 
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Claudi

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  • #323
Ich freue mich über jede Geschichte und auch die Gespräche in meinem Buch.
Für mich ist es jetzt eher Unterhaltung, zusätzlich zu meinen Krimis lesen und im TV gucken, zum Sport, zu meinen Ausflügen in die Natur. Mein Tag ist ausgefüllt, aber ich bin einsam. Da tut es gut, wenn ich mich mal ein Stündchen an meinen PC setze und lese. Ich kann auch viel lachen, über die Menschen, über manche Sprüche. Manchmal schreibt jemand toll - und einen Tag später so schlimm, dann denke ich so ein A...
Ich liebe dieses Forum - und, ja auch viele Schreiber hier.
Ich lese in deinem Thread sehr gerne, nehme auch einiges für mich mit auf den Weg. Vieles verstehe ich nicht, beteiligen kann ich mich auch nicht, das geistige Niveau ist zu hoch für mich.
Aber ich bin gerne hier als Gast.
Liebe chava, da ist Dir auch ein ganz toller Thread gelungen, den ich gerne von vorne bis hinten gelesen habe. Ich finde die Dating Geschichten toll und hoffe, da kommen noch viele dazu. Danke für's Mitlesen hier. Wenn Dir mal zu einem Thema etwas einfällt, schreib es gerne. Das kann dem Niveau hier nur guttun. :) So, und jetzt geh ich und schreib auch eine Geschichte ins Buch.
 
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Claudi

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  • #324
Nun, dass sich zwei Menschen treffen, die zusammenpassen, aber gleichzeitig die äußeren Umstände Gemeinsamkeit nicht oder eben nur mit Einschränkungen zulassen, ist weder neu noch exotisch. Es scheint mir eher eines der klassischen Menschheitsthemen zu sein.
Wie die Komplexität möglicher Passungen erfasst wird, ist alles andere als eindeutig. Matching à la PS jedenfalls scheint kaum das Ei des Kolumbus. Blitzschläge (in diversen Ausprägungen) dürften letztlich das zuverlässigere Modell sein. Und Libido im Sinne begehrenden Wollens sollte man als (auch dauerhaft) verbindendes Element keinesfalls unterschätzen, macht aber wohl manchen Menschen Angst.
@equinox: Schön gesagt und gut beobachtet. In der dauerhaften Variante verbinden dann ja auch irgendwann Elemente, die man außerhalb des Bettes zusammen erlebt. Das lässt sich ja nicht verhindern. Man kann ja nicht immer nur...Das kann etwas "Normal-Schönes" sein wie ein Weihnachtsmarktbesuch, aber noch mehr schweißen meiner Meinung nach Erlebnisse zusammen, die mit dem Meistern von Krisensituationen zutun haben.
 
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Claudi

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  • #325
Ich komme da gerade nicht mehr so ganz mit. Geht es jetzt um Beziehungen auf Sparflamme, ohne großartigen Gefühle, aber dann schreibst Du: "aber wenn es dann gefunkt hat..." Hat es jetzt bei diesem Mann, den Du fünf mal getroffen hast, gefunkt? Dann sind doch Gefühle da? Und - wieso "dankbar"? Dankbar, dass Dich überhaupt jemand will? Dass Du überhaupt Anteil an einer irgendwie gearteten Beziehung hast? Mir kommt dieser Begriff merkwürdig vor. Und zwar auf dieser Ebene, wenn man eigentlich gar keine tiefergehende Beziehung hat. Kommt mir so vor, wie wenn Du für ein paar Krumen schon dankbar wärest.
Ich glaube auch, dass diese Konsequenzen, die Du aus dieser schlechten Geschichte mit Deinem Ex ziehst, sich eigentlich im Endeffekt nur gegen Dich richten. Es hört sich für mich so an, wie wenn Du dadurch Dein Selbstwertgefühl ein Stück verloren hättest und jetzt die Schiene der Bestätigung fährst, um Dich wieder aufzurichten. Kann das sein?
Hast ja recht, Marlene, das ist alles ganz schön unaufgeräumt. Und mein Selbstwertgefühl ist sicherlich gesunken, aber vor allem gibt es auch eine große Verwirrung und Verunsicherung darüber, wie man eine gute Beziehung führt. Ich möchte sicher auf Dauer keine Beziehung auf Sparflamme. Blöderweise sind die Gefühle "so stark wie sie sein sollten" für zwei Männer vorhanden, mit denen jeweils keine normale Beziehung möglich ist: Affärenmann und Psychomann. Den einen liebe ich leidenschaftlich, den anderen fürsorglich, und beide wollen auch das jeweils andere überhaupt nicht. Ich würde mich gerne für einen von beiden entscheiden. Bloß steht keiner von beiden für eine normale Beziehung zur Verfügung. Also wäre eigentlich die vernünftigste Maßnahme, beide in die Wüste zu schicken und sich einen gescheiten Typen zu suchen. Aber bevor fafner sie jetzt wieder aufregt: das kann ich ja nicht bei einem normalen Dating-Portal machen, weil ich eben emotional nicht wirklich frei bin. Wäre doch sehr unfair. Bei der unseriösen Börse kann ich das sogar sagen. In mein Profil habe ich "offene Beziehung" geschrieben. Auf Anfrage kann ich dann die ganze Unordnung erklären und mit dem Satz schließen, dass ich gefühlsmäßig involviert bin und deswegen beim unseriösen Dating. Nicht, weil ich keine Beziehung will, sondern weil ich es wird nicht wirklich kann. Ist immer noch zum Augenrollen, ich weiß. Scheint mir aber wenigstens ehrlich zu sein. Und so ein bisschen hoffe ich dann, dass sich die Dinge von alleine regeln. Dass irgendwann die Puzzleteile an ihren Platz fallen und dann ist alles klar. Z.b. könnte ja jemand Tolles beim unseriösen Dating auftauchen und mich die anderen beiden vergessen lassen, und die würden das sowieso erst Wochen später merken, weil sie ja immer gern beide mal sehr ausdauernd von der Bildfläche verschwinden. Andererseits könnte ich irgendwann alt und weise sein und denken: ach, jetzt klappt es ja doch nicht mehr mit der richtigen Beziehung. Aber es ist doch Luxus, dass ich zwei Männer habe die mich auf ihre komische, etwas gestörte Art lieben und die ich auch zurück lieben kann. Das ist doch auch ein Geschenk. End of Story, keine weiteren Ansprüche, Euer Ehren.
 
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fafner

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  • #326
Ich würde mich gerne für einen von beiden entscheiden. Bloß steht keiner von beiden für eine normale Beziehung zur Verfügung. Also wäre eigentlich die vernünftigste Maßnahme, beide in die Wüste zu schicken und sich einen gescheiten Typen zu suchen.
Da geb ich recht.
Aber bevor fafner sich jetzt wieder aufregt: das kann ich ja nicht bei einem normalen Dating-Portal machen, weil ich eben emotional nicht wirklich frei bin. Wäre doch sehr unfair. Bei der unseriösen Börse kann ich das sogar sagen.
Das versteht sogar fafner. Und nein, der regt sich grad net auf. Der ist eher traurig, weil er aus Deinen Worten immer eine gewisse Traurigkeit liest. Aber vielleicht irrt er sich ja. Liest zu viel raus und dazwischen. Hatten wir glaub ich schon mal... :(
Und so ein bisschen hoffe ich dann, dass ich die Dinge von alleine regeln. Das irgendwann die Puzzleteile an ihren Platz fallen und dann ist alles klar. Z.b. könnte ja jemand Tolles beim unseriösen Dating auftauchen und mich die anderen beiden vergessen lassen, ...
Daran glaub ich net so recht. Andererseits: ich bin ja in dem Universum nicht unterwegs. Und die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu treffen, der ähnlich empfindet wie Du, ist da vielleicht wirklich deutlich höher...
Aber es ist doch Luxus, dass ich zwei Männer habe die mich auf ihre komische, etwas gestörte Art lieben und die ich auch zurück lieben kann. Das ist doch auch ein Geschenk.
Das Problem ist doch nur, daß Du die Worte selbst nicht glaubst, welche Du da schreibst. Sonst müßtest Du sie ja gar nicht schreiben... o_O
 
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Claudi

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Das Problem ist doch nur, daß Du die Worte selbst nicht glaubst, welche Du da schreibst. Sonst müßtest Du sie ja gar nicht schreiben... o_O
Guten Morgen, fafner. Erstmal vorweg: das sollte keine Konversation über deinen Kopf hinweg sein und ich hoffe du empfindest es nicht als unhöflich oder abwertend, dass ich Dich in dem Post in der dritten Person erwähnt habe. Es hat gestern Abend einfach nur kräftemäßig nicht mehr für einen eigenen Post an Dich gereicht. Nimm es mal als Kompliment, dass ich mir ziemlich viele von den Sachen merke, die Du so schreibst, weil sie gute Denkanstöße liefern.
Das oben z.b. Ich gebe dir recht, dass es hier ein Problem gibt. Ich glaube zwar, was ich da schreibe, aber für mich ist die zentrale Frage: wieso kann ich denn nicht damit zufrieden sein und es positiv sehen? Ich bin ja eigentlich gut dran im Vergleich zu anderen, die vielleicht gerade gar niemanden kennen, den Sie lieben könnten oder wollten. Wieso kann ich das nicht einfach so nehmen wie es ist und mich drüber freuen? Und in der Zeit, wo diese beiden "Verschwinderiche" nicht zur Verfügung stehen, meine in den letzten Jahren erworbene Single Kompetenz dazu benutzen, alleine klar zu kommen und glücklich damit zu sein. Es ist eigentlich alles vorhanden, dass man sagen könnte: Das Leben ist schräg und schön, und im Großen und Ganzen passt es so für mich. Woher kommt dann also diese Traurigkeit noch? Die hast du ja auch ganz richtig herausgelesen. Mein zentrales Arbeitsthema in der Therapie. Ich habe mir ja die Kritik meiner letzten Therapeutin zu Herzen genommen und bin jetzt bei dem neuen Therapeuten dann auch wirklich mit einem Plan bzw. einem konkreten Auftrag an ihn aufgeschlagen: ich möchte nicht mehr so traurig sein. Das Geheule muss aufhören. Und es darf auch nicht sein, dass ich jeden Winter das Gefühl habe, ein Stück näher an den Abgrund zu rücken. Ich kann mir keinen Zusammenbruch erlauben, im Job nicht, bei den Kindern nicht. Also versuche ich, da jetzt was dran zu machen, weil Vorbeugen besser als heilen ist.
 
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Marlene

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aber vor allem gibt es auch eine große Verwirrung und Verunsicherung darüber, wie man eine gute Beziehung führt.
Ich denke, das lernt man erst in der Beziehung. Ganz konkret im Verlauf. Jede ist anders, manches erinnert an früher, ist trotzdem verschieden, da der Gegenüber einzigartig ist. Es gibt Parallelen, z.B. in diesem Thema "Betrug". Oder "Angelogen zu Werden", auch Zerstörung der Existenz als Folge. Da braucht man lange, das aufzuarbeiten. Vor allem, wenn es auf der Basis eines kompletten Vertrauens geschah. Es wird aber auch erlöst mit einem anderen Menschen, dem man in Zukunft vertrauen kann, der Einem diese Gewissheit gibt. Und, solche Menschen gibt es, ganz schön viele.
Die Wahrscheinlichkeit, solch jemanden bei CD zu treffen, ist wohl geringer. Und für den, den Du "leidenschaftlich" liebst, bist Du nur eine Affäre mit anscheinend geringer Chance auf Veränderung. Ich weiß nicht, ob auf die Dauer da doch Frust aufkommen wird? Manchmal ein wenig jetzt schon vielleicht und dann triffst Du Dich mit einem Dritten?
Manchmal wäre es auch gut, alles hinter sich zu lassen, einen Schnitt zu machen und das Neue ganz anders anzugehen. Das kannst aber nur Du wissen, wie Dein Weg für Dich gut wäre. Sind nur Gedanken von mir dazu, die ich für mich aus meiner Ehe als Schlüsse gezogen habe.
 
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Claudi

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  • #329
genau ....wirklich spannendes Thema und vielleicht auch die richtige Gelegenheit, den Begriff Macht tatsächlich mal etwas von seinem negativen Staub und falschen (nur negativen) oder unvollständigen Assoziationen zu befreien. :)
Und wieso ist Dominanz und Kontrolle "gut" und Macht "schlecht"? Ich glaube, wenn wir da noch ein bisschen drauf rum denken, kommt irgendwie wieder die Verbindung zu dem Freiheitsthema vom Anfang. Es kommt ja auch noch darauf an, ob die Macht auf jemanden gegen dessen Willen ausgeübt wird. Oder so subtil versteckt, dass er bzw. sie die Machtausübung nicht wirklich verorten kann und nicht genau weiß, warum er oder sie sich in der Situation unwohl fühlt. Blöd wird es auch, wenn der dominantere dem diplomatischen oder sich bewusst zurücknehmenden Partner nicht den notwendigen Respekt zollt oder seine Rolle in der Aufrechterhaltung der funktionierenden Partnerschaft nicht anerkennt. Oder in der Öffentlichkeit nicht zu ihm und der Rollenverteilung steht. Wie geht noch der Spruch: hinter jedem mächtigen Mann steht eine starke Frau? Solche Konstellationen gibt es inzwischen ja auch umgekehrt, und da finde ich das auch problematisch mit der Anerkennung des nicht so im Rampenlicht stehenden Partners. Wie das wohl bei Merkels so ist? Bei mir in der Firma gibt es mehrere Beispiele von Frauen in Führungspositionen mit vielen Kindern und einem Mann in einem deutlich schlechter bezahlten (zb. handwerklichen) Job, der zu Hause den Laden schmeißt. Die erzählen das auch gerne, aber der Kontext ist dann nicht immer nur wertschätzend. Eine neue Kollegin stellte sich so vor: "Ich habe vier Kinder (sie sagte nicht: wir), die betreut mein zweiter Mann überwiegend. Ich werde daher für den Job erstmal alleine umziehen, dann schauen wir mal, wann die Familie nachkommt. Mein zweiter Mann ist übrigens 8 Jahre jünger als ich. Seid neidisch." Großes, anerkennendes Gelächter in der (reinen Frauen-)Runde. Eine andere Kollegin, über ihren Mann, der ebenfalls zu Hause stark engagiert ist und den sie in ihrem vorherigen Job kennengelernt hat. Dort war sie seine Vorgesetzte: "Der hat sich hochgeschlafen." Ich weiß nicht, ob er darüber genauso lachen könnte wie die Kollegen in ihrem Manager-Team.
 
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Sandbank

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  • #330
Bei mir in der Firma gibt es mehrere Beispiele von Frauen in Führungspositionen mit vielen Kindern und einem Mann in einem deutlich schlechter bezahlten (zb. handwerklichen) Job, der zu Hause den Laden schmeißt. Die erzählen das auch gerne, aber der Kontext ist dann nicht immer nur wertschätzend. Eine neue Kollegin stellte sich so vor: "Ich habe vier Kinder (sie sagte nicht: wir), die betreut mein zweiter Mann überwiegend. Ich werde daher für den Job erstmal alleine umziehen, dann schauen wir mal, wann die Familie nachkommt. Mein zweiter Mann ist übrigens 8 Jahre jünger als ich. Seid neidisch." Großes, anerkennendes Gelächter in der (reinen Frauen-)Runde. Eine andere Kollegin, über ihren Mann, der ebenfalls zu Hause stark engagiert ist und den sie in ihrem vorherigen Job kennengelernt hat. Dort war sie seine Vorgesetzte: "Der hat sich hochgeschlafen." Ich weiß nicht, ob er darüber genauso lachen könnte wie die Kollegen in ihrem Manager-Team.
Ja, solche Frauen gibt es sicher auch. Und beide haben auch in meinen Augen die Themen Wertschätzung, Emanzipation oder auch Macht noch nicht "ganz zu Ende" gedacht....kann vorkommen:)...
 
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