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  • #1

Nähe/Freiraum und frühere Erfahrungen

Ich habe in einer Partnerschaft viel Nähe sehr gern. Es macht mir Freude mit einer Partnerin viel gemeinsam zu machen, sei es Freitzeitaktivitäten zu teilen, gemeinsam zu kochen, zu zweit Urlaub zu machen oder auch nur miteinander das Nichtstun zu genießen etc.
Meine PS-Bekanntschaften haben mir des Öfteren von früheren Beziehungen erzählt, die so waren. Aber fast immer mit der Ergänzung,
  • dass das ganz schrecklich war und sie das nicht wiederholen wollen oder
  • dass das ganz wunderbar war, aber diese Phase ihres Lebens nun vorbei ist und sie das nun nicht mehr wollen.
Andere wollen in einer Partnerschaft wenig Nähe / viel Freiraum,
  • weil sie viel Nähe in einer Partnerschaft nie erlebt haben oder
  • weil sie noch nie eine längere Partnerschaft hatten.
Das stellt jetzt keine Wertung von Nähe bzw. Freiraum dar, sondern nur meine persönliche Präferenz.

Meine Frage: Gibt es in meiner Altersklasse (50+) wirklich kaum Frauen, die in einer Partnerschaft Nähe schätzen? Oder habe ich nur Pech und treffe auf die "falschen"?
Ich richte diese Frage in erster Linie an die Foristinnen, aber auch Erfahrungen der Foristen sind willkommen.
Bitte kein Frauen- oder Männerbashing! Ich date halt nur Frauen.
 
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Fraunette

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  • #2
Was ist denn viel oder wenig Nähe? Das definiert wohl jeder etwas anders.
Ich weiß nur für mich, dass ich mein Leben nicht mehr so abhängig von einem Partner machen möchte. Natürlich würde ich viel Zeit mit einem Partner verbringen wollen, Urlaube zu zweit genießen, gemeinsame Unternehmungen, gemütliche Abende etc. Aber ich habe viele neue Menschen kennengelernt. Sowohl die "alten" Menschen in meinem Leben, als auch die "Neuen" haben mir in schwierigen Zeiten geholfen oder tun mir einfach gut und darauf würde ich nicht verzichten wollen oder sie "vernachlässigen". Und nicht alles möchte ich mit meinem Partner machen (mädelsabend mit Partner ist doof).
Ich hätte ein Problem mit einem Mann, der sein Leben komplett "aufgibt" und nur Zeit zu zweit verbringen möchte.
Mmmh.... Ich hoffe, ich habe es verständlich ausgedrückt.
 
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Hoppel

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  • #3
Ich würde in die gleiche Kerbe schlagen: was verstehst du denn unter Nähe?

Möglichst viel Nähe oder viel miteinander machen drückt das nicht ausreichend aus. Wichtiger ist der Anspruch, ob beider Wunsch nach Nähe adäquat erfüllt wird. Manche mögen das locker, zwanglos, dann ergibt sich Zusammensein aus der Zuneigung/Anziehung. Bei anderen kann das tatsächlich zum unterschiedlich begründeten Anspruch werden, der vom Partner irgendwann als Pflicht, einengend empfunden wird. Wenn man so etwas gerade hinter sich hat, kann das noch ganz schön präsent, ja, omnipräsent sein und findet entsprechende Ablehnung schon nur bei der deutlicheren Erwähnung von Nähe. Berechtigt oder nicht.
 
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  • #6
Ich meine damit, viel Zeit miteinander verbringen, die Gesellschaft des anderen suchen. Mittelfristig in den Freundeskreis einlassen, langfristig vielleicht sogar zusammen wohnen. Ist es jetzt klarer? Ich bin nicht sicher.

edit: Einander gern jeden Tag sehen wollen (was natürlich nicht immer geht); einander am Abend erzählen, wie der Tag war.
 
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HrMahlzahn

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  • #7
Ich meine damit, viel Zeit miteinander verbringen, die Gesellschaft des anderen suchen. Mittelfristig in den Freundeskreis einlassen, langfristig vielleicht sogar zusammen wohnen. Ist es jetzt klarer? Ich bin nicht sicher.
Das haben die meist schon hinter sich, haben viel Lebenserfahrung und sind vorsichtig geworden. Man brauch da als Mann viel Geduld und Frustrationstoleranz.
In dem Alter wächst nicht nur der Damenbart, sondern auch die Haare auf den Zähnen (Ich denke das sollte dir auch manchmal im Forum aufffallen):D:rolleyes::rolleyes:
Ich muß allerdings zugeben; Ich liebe Haare auf den Zähnen!
 
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Mentalista

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  • #10
Ich meine damit, viel Zeit miteinander verbringen, die Gesellschaft des anderen suchen. Mittelfristig in den Freundeskreis einlassen, langfristig vielleicht sogar zusammen wohnen. Ist es jetzt klarer? Ich bin nicht sicher.

edit: Einander gern jeden Tag sehen wollen (was natürlich nicht immer geht); einander am Abend erzählen, wie der Tag war.

Ich glaube nicht, dass es da so wenig Frauen gibt, die so was schönes nicht wollen. Ich könnte mir eher vorstellen, dass da was anderes ist, was deine Bekanntschaften/Dates davon abhält, mit dir näher werden zu wollen. Vielleicht dates du auch den falschen Typ von Frau?
 
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Hoppel

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  • #11
Ich meine damit, viel Zeit miteinander verbringen, die Gesellschaft des anderen suchen. Mittelfristig in den Freundeskreis einlassen, langfristig vielleicht sogar zusammen wohnen. Ist es jetzt klarer? Ich bin nicht sicher.

edit: Einander gern jeden Tag sehen wollen (was natürlich nicht immer geht); einander am Abend erzählen, wie der Tag war.
Das ist einigermaßen selbstverständlich, trifft das mögliche Problem auf das ich hinaus will aber nicht.
Dann frage ich anders: kannst du ihr die Freiheit lassen zu entscheiden, wann ihr zusammen seid oder nicht und akzeptieren,wenn sie es nicht will, auch wenn es dir umfangreich scheint und dir nicht gefällt?

Sicher muss das letztendlich passen, doch möglicherweise ist jeder irgendwie begründete Anspruch auf Gemeinsamkeit nicht nur hinderlich sondern unnötig, wenn man das Zusammensein lediglich dem Spiel der gegenseitigen Anziehung überlässt?

Im Grunde gilt das sowohl für den Anspruch auf Nähe als auch Distanz und wenn man auf Ansprüche verzichtet, hat das was ausgleichendes insofern, als dass es (irgendwann) übertriebene Reaktionen auf (angenommene) Ansprüche des Partners vermeidet.

Wenn es unter Verzicht der eigenen Ansprüche zum Zusammensein kommt, dann ist das Gemeinsamkeit und, wie ich finde, viel mehr wert als Zusammensein, das mit Ansprüchen behaftet wird.

Man kann sogar so weit gehen das mit seinem Singledasein zu vergleichen und dann könnte klar werden wie wertvoll auch weniger, aber von Vorstellungen unbefrachtetes Zusammensein ist.
Letztendlich erzwingen - wobei erzwingen für mehr oder weniger ausgeprägte Ansprüche steht - sollte man nichts und letztendlich passen muss es auch. Ich denke, darin besteht Einigkeit.
 
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  • #12
@Baudolino
Es gibt definitiv viele Frauen, die Nähe schätzen und suchen.
Nach meiner Erfahrung müssen Nähesuchende bloß darauf achten, dass sie dem anderen noch genug Raum lassen, damit er seinem Wunsch nach Nähe Ausdruck verleihen kann. Oder evtl. sogar, dass dieser Wunsch überhaupt noch entstehen kann.
 
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AnnaConda

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  • #13
Ich habe in einer Partnerschaft viel Nähe sehr gern. Es macht mir Freude mit einer Partnerin viel gemeinsam zu machen, sei es Freitzeitaktivitäten zu teilen, gemeinsam zu kochen, zu zweit Urlaub zu machen oder auch nur miteinander das Nichtstun zu genießen etc.
Meine PS-Bekanntschaften haben mir des Öfteren von früheren Beziehungen erzählt, die so waren. Aber fast immer mit der Ergänzung,
  • dass das ganz schrecklich war und sie das nicht wiederholen wollen oder
  • dass das ganz wunderbar war, aber diese Phase ihres Lebens nun vorbei ist und sie das nun nicht mehr wollen.
Andere wollen in einer Partnerschaft wenig Nähe / viel Freiraum,
  • weil sie viel Nähe in einer Partnerschaft nie erlebt haben oder
  • weil sie noch nie eine längere Partnerschaft hatten.
Das stellt jetzt keine Wertung von Nähe bzw. Freiraum dar, sondern nur meine persönliche Präferenz.

Meine Frage: Gibt es in meiner Altersklasse (50+) wirklich kaum Frauen, die in einer Partnerschaft Nähe schätzen? Oder habe ich nur Pech und treffe auf die "falschen"?
Ich richte diese Frage in erster Linie an die Foristinnen, aber auch Erfahrungen der Foristen sind willkommen.
Bitte kein Frauen- oder Männerbashing! Ich date halt nur Frauen.
Einen Mann, der in unserem Alter noch nie eine längere Partnerschaft hatte, würde ich nicht daten. Gut, manchmal erfährt man das erst später. Aber nach meinem Gefühl stimmt da etwas nicht und das muß ich mir nicht geben, bis zur Erkenntnis dessen, woran das liegt, an dem Mann festzuhalten. Aber das nur vorab, weil mir das ins Auge fiel.

Zum Thema Nähe, das ist so vielschichtig. Ich bin jemand, der viel Nähe mag, sowohl körperlich als auch in der Freizeitgestaltung. Dennoch habe ich ein eigenes Leben, mit Kind, Job und Hund, das muß auch irgendwie weiterlaufen. Da brauche ich durchaus Verständnis, dass ich auch Exclusivzeit mit meiner Tochter brauche, das geht schlicht nicht anders. Bei uns funktioniert das, wir versuchen, so viel Zeit wie möglich auch für uns allein zu haben, aber er hat selber Kinder und daher ehrliches Verständnis, dass es auch andere Tage/Abende gibt.

Das ist dann mE der Knackpunkt, den Mittelweg zwischen Nähe und nötiger Distanz zu finden, denn jeder hat sich ja in seinem Leben eingerichtet und seine Freizeit ausgefüllt. Das geht nicht ad hoc, aber mir reicht schon die Bereitschaft und, ganz wichtig, dass ich da keinen unterschwelligen Druck bekomme.

Urlaub, ja logisch verbringen wir den ab jetzt zusammen. Haben schon geplant für die Winterferien. Und was ich ganz besonders lieb finde, er möchte auch meine Tochter mitnehmen. Geeinigt haben wir uns jetzt auf eine Woche zu zweit, weil ich das auch unbedingt möchte und dann fliegt das Kind noch eine Woche ein. Das sind so Kleinigkeiten, wo ich spüre, da läßt sich jemand auf das Gesamtpaket ein.

Allerdings glaube ich, daß sich dieses Nähe-Ding entwickelt. Wenn ich noch nicht so involviert bin gefühlsmäßig, kann ich mir zu viel Nähe noch nicht so vorstellen, dass ich da Aussagen treffen könnte am Anfang. Sprichst du das oft an bei den ersten Dates? Fände ich schwierig, das wäre bei mir bisschen mit der Tür ins Haus gefallen und ich glaube, das würde mich etwas verschrecken. Warum, das kann ich gerade nicht erklären. Ausser, dass sich das bei mir entwickeln muss. Wir haben zB schon übers Zusammenziehen gesprochen, fühlt sich ganz natürlich an. Aber hätte mich das jemand bei einem der ersten Dates gefragt, hätte mich das sehr befremdet.

Dann kommen noch die persönlichen Historien zu. Wer das in früheren Zeiten als einengend empfunden hat, wird da vorsichtig sein. Aber ob man sich eingeengt oder glücklich fühlt, viel Nähe zu erfahren, kommt auch auf den anderen an. Da gibt es so viele Nuancen.
 
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Schokokeks

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  • #14
Ich habe in einer Partnerschaft viel Nähe sehr gern. Es macht mir Freude mit einer Partnerin viel gemeinsam zu machen, sei es Freitzeitaktivitäten zu teilen, gemeinsam zu kochen, zu zweit Urlaub zu machen oder auch nur miteinander das Nichtstun zu genießen etc.
Meine PS-Bekanntschaften haben mir des Öfteren von früheren Beziehungen erzählt, die so waren. Aber fast immer mit der Ergänzung,
  • dass das ganz schrecklich war und sie das nicht wiederholen wollen oder
  • dass das ganz wunderbar war, aber diese Phase ihres Lebens nun vorbei ist und sie das nun nicht mehr wollen.
Andere wollen in einer Partnerschaft wenig Nähe / viel Freiraum,
  • weil sie viel Nähe in einer Partnerschaft nie erlebt haben oder
  • weil sie noch nie eine längere Partnerschaft hatten.
Das stellt jetzt keine Wertung von Nähe bzw. Freiraum dar, sondern nur meine persönliche Präferenz.

Meine Frage: Gibt es in meiner Altersklasse (50+) wirklich kaum Frauen, die in einer Partnerschaft Nähe schätzen? Oder habe ich nur Pech und treffe auf die "falschen"?
Ich richte diese Frage in erster Linie an die Foristinnen, aber auch Erfahrungen der Foristen sind willkommen.
Bitte kein Frauen- oder Männerbashing! Ich date halt nur Frauen.
Mir geht es ähnlich. Aber da ich noch relativ junge Kinder habe, würde das natürlich auch diese teilweise mit einschließen - so dass die Unternehmungen halt geeignet sind. Ich nehm an das ist schwierig, vermutlich will sich das keiner antun der nicht selber Kinder im gleichen Alter hat. Ich suche zwar mehrheitlich nach Vätern, aber das Problem ist natürlich, dass ich mir jetzt halt auch nicht mit jedem Vater eine Beziehung vorstellen kann, da braucht es schon mehr dazu...
Das heißt jetzt auch keinesfalls, dass ich nicht allein sein kann. Aber ich würde es nie als einengend empfinden, mit jemand zusammen Zeit zu verbringen den ich sehr mag.
Aber es braucht halt alles auch ein wenig Zeit. Man lernt sich nicht von heute auf morgen kennen.
 
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apfelstrudel

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  • #15
Ich meine damit, viel Zeit miteinander verbringen, die Gesellschaft des anderen suchen. Mittelfristig in den Freundeskreis einlassen, langfristig vielleicht sogar zusammen wohnen. Ist es jetzt klarer? Ich bin nicht sicher.

edit: Einander gern jeden Tag sehen wollen (was natürlich nicht immer geht); einander am Abend erzählen, wie der Tag war.

du willst also eine beziehung, wie sie nach einem jahr kennenlernen funktioniert?
das dauert dann aber auch ein jahr....
hm... babysteps. ich denke auch wie @AnnaConda, dass sich so manche frau vielleicht davon abschrecken läßt, wenn man ihr sagt, dass man viel nähe will... im bezug auf das alter sowieso. nicht nur wir werden immer störrischer und eigensinniger, behaupt ich mal... den dalai lama ausgenommen.
im zunehmenden alter suchen wir doch eher sicherheit, auf wagnisse eingelassen hat man sich in der jugend genug. und ich denke gerade das ist mancher frau vielleicht wichtig, bevor sie dich in ihr leben lassen möchte. die sicherheit, dass es auch passt zwischen dir und ihr. das braucht zeit. zeit sich kennenzulernen, vielleicht auch ein wenig die schattenseiten des charakters zu erleben und sich dann fragen zu können, ob man das denn will.
ach seit dieser elendigen emanzipation steht ohnehin alles kopf.

überleg mal für dich, ob dir nicht der wunsch nach nähe so viel platz in deinem denken einnimmt, dass du die schritte dorthin bereit bist zu überspringen. dein gegenüber aber da nur eine riesige kluft sieht. wo du schon zum sprung ansetzt und gedanklich schon lange drüben bist, bleibt sie bockig stehen und dreht sich um.
der vergleich sei mir verziehen, aber einem alten glaul muß man auch gut zureden, damit er mit dir hingeht, wo du willst... und sein vertrauen gewinnen.

und da fällt mir jetzt ein zitat aus "gladiator" ein, als proximo dem maximus erklärte, warum er einst der beste gladiator war... "ich war nicht der beste, weil ich schnell tötete, ich war der beste, weil die menge mich liebte. gewinne die menge und auch du wirst vor cäsar stehen, wie einst ich..." und schließlich stand auch unser lieber maximus vor cäsar, wie er es wollte. nur nicht so schnell wie er es sich wünschte...

ich wünsche dir, dass es dir gelingt, den menschen zu finden, der deine nähe genießt, wie du die seine. und ich wünsche dir, dass du seine bedürfnisse, die auf dem weg dorthin verborgen sind, nicht übersiehst.
 
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Schokokeks

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  • #16
Einen Mann, der in unserem Alter noch nie eine längere Partnerschaft hatte, würde ich nicht daten. Gut, manchmal erfährt man das erst später. Aber nach meinem Gefühl stimmt da etwas nicht und das muß ich mir nicht geben, bis zur Erkenntnis dessen, woran das liegt, an dem Mann festzuhalten. Aber das nur vorab, weil mir das ins Auge fiel.

Zum Thema Nähe, das ist so vielschichtig. Ich bin jemand, der viel Nähe mag, sowohl körperlich als auch in der Freizeitgestaltung. Dennoch habe ich ein eigenes Leben, mit Kind, Job und Hund, das muß auch irgendwie weiterlaufen. Da brauche ich durchaus Verständnis, dass ich auch Exclusivzeit mit meiner Tochter brauche, das geht schlicht nicht anders. Bei uns funktioniert das, wir versuchen, so viel Zeit wie möglich auch für uns allein zu haben, aber er hat selber Kinder und daher ehrliches Verständnis, dass es auch andere Tage/Abende gibt.

Das ist dann mE der Knackpunkt, den Mittelweg zwischen Nähe und nötiger Distanz zu finden, denn jeder hat sich ja in seinem Leben eingerichtet und seine Freizeit ausgefüllt. Das geht nicht ad hoc, aber mir reicht schon die Bereitschaft und, ganz wichtig, dass ich da keinen unterschwelligen Druck bekomme.

Urlaub, ja logisch verbringen wir den ab jetzt zusammen. Haben schon geplant für die Winterferien. Und was ich ganz besonders lieb finde, er möchte auch meine Tochter mitnehmen. Geeinigt haben wir uns jetzt auf eine Woche zu zweit, weil ich das auch unbedingt möchte und dann fliegt das Kind noch eine Woche ein. Das sind so Kleinigkeiten, wo ich spüre, da läßt sich jemand auf das Gesamtpaket ein.

Allerdings glaube ich, daß sich dieses Nähe-Ding entwickelt. Wenn ich noch nicht so involviert bin gefühlsmäßig, kann ich mir zu viel Nähe noch nicht so vorstellen, dass ich da Aussagen treffen könnte am Anfang. Sprichst du das oft an bei den ersten Dates? Fände ich schwierig, das wäre bei mir bisschen mit der Tür ins Haus gefallen und ich glaube, das würde mich etwas verschrecken. Warum, das kann ich gerade nicht erklären. Ausser, dass sich das bei mir entwickeln muss. Wir haben zB schon übers Zusammenziehen gesprochen, fühlt sich ganz natürlich an. Aber hätte mich das jemand bei einem der ersten Dates gefragt, hätte mich das sehr befremdet.

Dann kommen noch die persönlichen Historien zu. Wer das in früheren Zeiten als einengend empfunden hat, wird da vorsichtig sein. Aber ob man sich eingeengt oder glücklich fühlt, viel Nähe zu erfahren, kommt auch auf den anderen an. Da gibt es so viele Nuancen.
"Bereitschaft" ist glaub ich ein wichtiges Stichwort - ich habe leider schon mehrmals Männer kennengelernt, die null Geduld und Verständnis dafür hatten, dass ich nicht einfach so die Schaufel fallen lassen kann. Die nicht verstanden haben, dass es schon etwas Zeit braucht um das Leben so umzugestalten, dass da neue Freiräume geschaffen werden. Die auch nicht verstanden haben, dass ich die Kinder nicht involvieren möchte bis wir uns ein wenig kennengelernt haben. Ich find das schwierig, wenn dann nach ein oder zwei Dates bereits Forderungen kommen nach mehr Commitment. Ich bin ja auch für Commitment, aber zuerst muss ich eine Person doch ein wenig kennen lernen. Und das braucht halt ein bissi Bereitschaft sich einzulassen, ein wenig Geduld, auch wenns länger dauert als 2 Wochen.
 
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  • #17
"Bereitschaft" ist glaub i h ein wichtiges Stichwort - ich habe leider schon mehrmals Männer kennengelernt, die null Geduld und Verständnis dafür hatten, dass ich nicht einfach so die Schaufel fallen lassen kann. Die nicht verstanden haben, dass es schon etwas Zeit braucht um das Leben so umzugestalten, dass da neue Freiräume geschaffen werden. Die auch nicht verstanden haben, dass ich die Kinder nicht involvieren möchte bis wir uns ein wenig kennengelernt haben. Ich find das schwierig. Ich nehme aber an es gibt nicht nur Strohfeuermänner sondern auch Strohfeuerfrauen...
jetzt wo du das da hergeschrieben hast, könnt ich meins ja löschen :)
klingt ohnehin glaubwürdiger von einer frau....
 

AnnaConda

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  • #20
"Bereitschaft" ist glaub ich ein wichtiges Stichwort - ich habe leider schon mehrmals Männer kennengelernt, die null Geduld und Verständnis dafür hatten, dass ich nicht einfach so die Schaufel fallen lassen kann. Die nicht verstanden haben, dass es schon etwas Zeit braucht um das Leben so umzugestalten, dass da neue Freiräume geschaffen werden. Die auch nicht verstanden haben, dass ich die Kinder nicht involvieren möchte bis wir uns ein wenig kennengelernt haben. Ich find das schwierig, wenn dann nach ein oder zwei Dates bereits Forderungen kommen nach mehr Commitment. Ich bin ja auch für Commitment, aber zuerst muss ich eine Person doch ein wenig kennen lernen. Und das braucht halt ein bissi Bereitschaft sich einzulassen, ein wenig Geduld, auch wenns länger dauert als 2 Wochen.
Das kenne ich auch. Ich war ja ae, seit die Kleine (jetzt 14) 4 Jahre alt war. Ich war jahrelang Single, mit ein paar Affairen, weil mir das derart auf den Keks ging, dass entweder sofortestens in Familie gemacht werden sollte oder keinerlei Verständnis dafür da war, dass ich schlicht erstmal in meinem Hamsterrad gefangen war mit eigenem Geschäft, einem Kind, deren Vater nix mit am Hut hatte, ich musste echt betteln, dass er sie mal über Nacht nimmt, und dann noch keine Familie in der Nähe. Ich musste also immer Babysitter buchen.

Diese Geduld hatte keiner. Dabei habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten durchaus viel Freiraum zu schaffen versucht. War aber nicht genug. Tja. Und mein Kind in jeden Beziehungsanfang einzubeziehen kam für mich auch nicht in Frage, das machst du völlig richtig, Schokokeks (schöner Nick übrigens :)).

Aber ich bin ja Verfechter der These, wenn es WIRKLICH passt wälzt man die Widrigkeiten nieder und ist glücklich mit dem, was man hat. Auch wenn es nicht perfekt ist von Anfang an. Mit kleinen Kindern kann es das eigentlich gar nicht sein, da braucht es ja immer ein Mordsspagat oder ein gutes Betreuungsnetz.
 
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AnnaConda

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  • #23

fafner

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  • #24
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  • #25
Das ist einigermaßen selbstverständlich, trifft das mögliche Problem auf das ich hinaus will aber nicht.
Dann frage ich anders: kannst du ihr die Freiheit lassen zu entscheiden, wann ihr zusammen seid oder nicht und akzeptieren,wenn sie es nicht will, auch wenn es dir umfangreich scheint und dir nicht gefällt?

Sicher muss das letztendlich passen, doch möglicherweise ist jeder irgendwie begründete Anspruch auf Gemeinsamkeit nicht nur hinderlich sondern unnötig, wenn man das Zusammensein lediglich dem Spiel der gegenseitigen Anziehung überlässt?

Im Grunde gilt das sowohl für den Anspruch auf Nähe als auch Distanz und wenn man auf Ansprüche verzichtet, hat das was ausgleichendes insofern, als dass es (irgendwann) übertriebene Reaktionen auf (angenommene) Ansprüche des Partners vermeidet.

Wenn es unter Verzicht der eigenen Ansprüche zum Zusammensein kommt, dann ist das Gemeinsamkeit und, wie ich finde, viel mehr wert als Zusammensein, das mit Ansprüchen behaftet wird.

Man kann sogar so weit gehen das mit seinem Singledasein zu vergleichen und dann könnte klar werden wie wertvoll auch weniger, aber von Vorstellungen unbefrachtetes Zusammensein ist.
Letztendlich erzwingen - wobei erzwingen für mehr oder weniger ausgeprägte Ansprüche steht - sollte man nichts und letztendlich passen muss es auch. Ich denke, darin besteht Einigkeit.
Ich glaube jetzt zu verstehen, was du meinst. Bei meinen letzten drei Beziehungsanläufen (der viertletzte ist mehr als 25 Jahre her) war es so:
  1. Unterschiedliche Nähe/Freiraum-Bedürfnisse: klar kommuniziert; dann 1 Monat Beziehungsanlauf; hat nicht gepasst; im guten Einvernehmen beendet, später befreundet.
  2. ähnliche Nähe/Freiraum-Bedürfnisse: Wir haben uns fast jeden Tag gesehen, wenn es ging. Das hat sich so ergeben und hat für uns beide gut gepasst, ohne dass eineR viel gefordert hätte. Irritierend fand ich allerdings, dass sie viele Dinge lieber mit Ex-Freunden als mit mir unternahm (bis zu dreimal in einer Woche), andererseits es mir übel nahm, als ich meinerseits einmal (1.) traf. Nach 3 Monaten ist das aus anderen Gründen (Vertrauensbasis, da sie mich mehrfach belogen hatte) gescheitert.
  3. sehr ähnliche Nähe/Freiraum-Bedürfnisse: Keinerlei Forderungen meinerseits. Sie wollte mich nach 2 Tage unseres persönlichen Kennens zu einem Fest eine Woche später mitnehmen, um mich ihren Freunden vorzustellen. Ihr Tempo war atemberaubend, aber ich konnte mithalten. 3 oder 4 Tage später sprach dann die "erwachsene Frau" (Zitat) aus ihr und beendete es.
ad Freiheit: Die Freiheit kann ich ihr schon lassen. Aber wenn sie wesentlich mehr Freiraum braucht als ich, dann passt es halt nicht (siehe 1.)
Eine wichitge Frage ist m.E., wie viel Zeit man einer Partnerschaft widmen will und kann. JedeR macht in den 24 Stunden des Tages irgendetwas; als Single oder in einer Partnerschaft. Bei mir verändert sich das beim Wechseln von einem zu anderen recht stark ohne dass mir deswegen etwas fehlt. Andere Menschen hängen wohl stärker an ihren Single-Gewohnheiten.
 
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  • #26
Ich glaube nicht, dass es da so wenig Frauen gibt, die so was schönes nicht wollen. Ich könnte mir eher vorstellen, dass da was anderes ist, was deine Bekanntschaften/Dates davon abhält, mit dir näher werden zu wollen. Vielleicht dates du auch den falschen Typ von Frau?
Natürlich gibt es auch andere Gründe, die ein weiteres Kennenlernen ausschließen. Beim Daten begegne ich halt immer wieder Frauen, die klar erklären, dass sie so etwas wie eine Wochenendbeziehung suchen.
Das meinte ich aber eigentlich nicht, sondern Nähe/Freiraum in einer Partnerschaft. Und da sehe ich im RL-Bekanntenkreis meiner Alterklasse eher viel Nähe. Bei meinen PS-Bekannten, mit denen ich noch Kontakt pflege, sehe ich in deren Partnerschaften (Das gibt es also doch!:)) eher viel Freiraum. Eine sehr freiheitsliebende Frau geriet an einen Mann, bei dem sie nur Lückenfüller war. Dieses Ausmaß an "Freiraum" wurde sogar ihr bald zu viel. Bei anderen passt es recht gut mit viel Freiraum für beide (z.B. getrennte Urlaube etc.)
 
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  • #27
Einen Mann, der in unserem Alter noch nie eine längere Partnerschaft hatte, würde ich nicht daten.
Das werde ich mir merken. Das vorab zu klären ist halt schwierig, wenn bei Geschiedenen die Ehe nur 1 Jahr dauerte und 25 Jahre zurückliegt oder eine Witwe nie verheiratet war. Beides habe ich erlebt.
Zum Thema Nähe, das ist so vielschichtig. Ich bin jemand, der viel Nähe mag, sowohl körperlich als auch in der Freizeitgestaltung. Dennoch habe ich ein eigenes Leben, mit Kind, Job und Hund, das muß auch irgendwie weiterlaufen.
Das ist schon klar. Es ist die Frage, in welchem Ausmaß den anderen in dieses einbezieht und aus welchen Bereichen der Partner ferngehalten wird. Beim Hund z.B. sähe ich keinen Grund den Partner auszuschließen; beim Job schon.
:DIch stelle mir das gerade bildlich vor: im Büro und der Partner sitzt daneben, schaut zu, bringt Kaffee ... :D
 
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  • #28
Sprichst du das oft an bei den ersten Dates? Fände ich schwierig, das wäre bei mir bisschen mit der Tür ins Haus gefallen und ich glaube, das würde mich etwas verschrecken. Warum, das kann ich gerade nicht erklären. Ausser, dass sich das bei mir entwickeln muss. Wir haben zB schon übers Zusammenziehen gesprochen, fühlt sich ganz natürlich an. Aber hätte mich das jemand bei einem der ersten Dates gefragt, hätte mich das sehr befremdet.
Ich spreche das Nähe/Freiraum-Thema i.d.R. nicht beim ersten Date an; es sei denn es drängt sich auf, weil ich den Eindruck habe, dass das sehr unterschiedlich ist. So z.B. bei einer international tätigen Frau, die erzählte, dass sie die Hälfte der Zeit unterwegs ist. Manchmal auch schon beim Schreiben, bei einer Flugbegleiterin z.B. oder wenn im Profil das Bedürfnis nach viel Freiraum steht. In meinem steht der Wunsch nach Nähe. Manchmal frage ich mich schon, wozu ich das schreibe, wenn es offenbar nicht gelesen oder geflissentlich ignoriert wird.
Das Zusammenziehen habe ich noch nie als erster angesprochen. Das taten immer zuerst die Frauen. Einmal schrieb mir eine in mehreren hundert Kilometern Entfernung schon in ihrer ersten Nachricht von ihrer Bereitschaft umzuziehen.o_O
 
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  • #29
und Thich Nhat Hanh!
du willst also eine beziehung, wie sie nach einem jahr kennenlernen funktioniert?
das dauert dann aber auch ein jahr....
Ich will das ja nicht sofort. Aber wenn mir erklärt wird, dass - auch langfristig - etwas Unverbindliches oder eine Wochenendbeziehung gesucht wird, dann ist das nicht das, was ich suche.
ach seit dieser elendigen emanzipation steht ohnehin alles kopf.
In den letzten Jahrzehnten hat sich vieles geändert. Internet und OD gab es früher auch nicht. Ich glaube, man sollte nicht alles der Emapnzipation umhängen!
 
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  • #30
"Bereitschaft" ist glaub ich ein wichtiges Stichwort - ich habe leider schon mehrmals Männer kennengelernt, die null Geduld und Verständnis dafür hatten, dass ich nicht einfach so die Schaufel fallen lassen kann. Die nicht verstanden haben, dass es schon etwas Zeit braucht um das Leben so umzugestalten, dass da neue Freiräume geschaffen werden. Die auch nicht verstanden haben, dass ich die Kinder nicht involvieren möchte bis wir uns ein wenig kennengelernt haben. Ich find das schwierig, wenn dann nach ein oder zwei Dates bereits Forderungen kommen nach mehr Commitment. Ich bin ja auch für Commitment, aber zuerst muss ich eine Person doch ein wenig kennen lernen. Und das braucht halt ein bissi Bereitschaft sich einzulassen, ein wenig Geduld, auch wenns länger dauert als 2 Wochen.
Was du schreibst, finde ich vernünftig und angemessen. Das Leben umzugestalten geht nicht von heute auf morgen.
Ich verstehe unter Commitment in diesem Zusammenhang die grundsätzliche Bereitschaft, in die gleiche Richtung zu gehen und daran zu arbeiten, dass es weiter geht; wie weit muss sich zeigen. Die Geschwindigkeit finde ich nicht so wichtig. Ich wurde ja eher von der Geschwindigkeit der Frauen überrollt, konnte aber mithalten. Vielleicht haben diese Frauen auch Panik wegen ihrem eigenen Tempo bekommen?