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  • #1

Nach Trennung völlig am Boden....Hilfe!!!

Hallo ins Forums. Ich hoffe hier ein paar gute Tipps und Erfahrungsberichte zu erhalten. Mein Partner und ich haben uns vor einigen Tagen getrennt. Unsere Beziehung war ansich immer schön,aber er war selten zu Hause ( wegen der Arbeit) . Ich war immer glücklich und zufrieden aber in den letzten Monaten hat er sich sehr Verändert. Letztendlich kam bei einem Gespräch raus, das er mich nicht mehr richtig liebt und auch ich habe mir eingestehen müssen, das wir eher eine Zweckgemeinschaft als ein Paar sind. Wir haben beschlossen das eine Trennung für uns das beste sei. Ich kam auch anfangs gut damit klar. Aber nur Anfangs...jetzt geht es mir nur noch schlecht. Ich habe Angst vor dem Alleinsein, vor dem alleine wohnen ( mit unserem Kind) und vor allem was das mit sich bringt. Ich wollte vor lauter Angst vielleicht doch noch mal einen Versuch starten aber er hat bereits eine Frau kennengelernt und will nicht mehr zurück. Wie kommt man nur aus diesem elenden Loch der Trauer, des Verlustes, des widerlichen Herzschmerz und der wahnsinnigen Angst wieder heraus? Ich sehe nichts gutes mehr und weiß absolut nichts mit mir anzufangen.
 
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  • #2
Zitat von Manu72:
Hallo ins Forums. Ich hoffe hier ein paar gute Tipps und Erfahrungsberichte zu erhalten. Mein Partner und ich haben uns vor einigen Tagen getrennt. Unsere Beziehung war ansich immer schön,aber er war selten zu Hause ( wegen der Arbeit) . Ich war immer glücklich und zufrieden aber in den letzten Monaten hat er sich sehr Verändert. Letztendlich kam bei einem Gespräch raus, das er mich nicht mehr richtig liebt und auch ich habe mir eingestehen müssen, das wir eher eine Zweckgemeinschaft als ein Paar sind. Wir haben beschlossen das eine Trennung für uns das beste sei. Ich kam auch anfangs gut damit klar. Aber nur Anfangs...jetzt geht es mir nur noch schlecht. Ich habe Angst vor dem Alleinsein, vor dem alleine wohnen ( mit unserem Kind) und vor allem was das mit sich bringt. Ich wollte vor lauter Angst vielleicht doch noch mal einen Versuch starten aber er hat bereits eine Frau kennengelernt und will nicht mehr zurück. Wie kommt man nur aus diesem elenden Loch der Trauer, des Verlustes, des widerlichen Herzschmerz und der wahnsinnigen Angst wieder heraus? Ich sehe nichts gutes mehr und weiß absolut nichts mit mir anzufangen.

Liebe Manu, die Frau kannte er sicher schon vorher...deshalb hatte er sich verändert..

Hast du irgendwelche Hobbies? Gibt es da Treffen mit anderen, zu denen du gehen kannst? Was machen deine Freundinnen? Wenn du raus gehst und reale Leute triffst, wird sich sicher ganz schnell wieder etwas ergeben. Du darfst nur nicht den Fehler machen und dich in die Onlinewelt stürzen..da findest du nichts und fällst immer tiefer..!
Wir haben eine wunderschöne Jahreszeit..warst du dieses Jahr schonmal im Cafe? Nimm dir ein Buch mit oder eine Zeitschrift und genieße die Sonne..
 
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  • #3
Da geht jeder anders mit um. Ob du hier die Antworten findest, die helfen werden ist ein anderes Thema.
Dein Leben hat sich nun verändert und das Wort "allein" ist nicht so schrecklich, wie es für dich klingen mag.
Man ist oftmals stärker, als man vermutet hätte.

Die einen ziehen sich zurück, vergraben sich und sperren sich in diesem Loch der Trauer ein, wie du es nennst. Entweder schaffen sie es dann auch wieder aus dem Loch raus - oder verfangen sich darin.

Bedenke, daß du das Kind hast und du bereitest deinem Kind keinen Gefallen, wenn du dich in dem Loch verfängst.
Ich weiss leider nicht, wie alt das Kind ist. Ist es kleiner, dann:

Du kannst dir eine Gruppe alleinerziehender Mütter suchen. Es tut manchmal gut mit Menschen einmal die Woche zusammen zu kommen, die im gleichen Boot sitzen und man kann sich austauschen. Die Kinder können natürlich mitgebracht werden zu diesen Treffen.

Versauer nicht zuhaus in traurigen Gedanken - geh raus. Unternehme wann immer es geht etwas, so dass du auf andere Gedanken kommst. Wie schauts denn mit der Besuchsregelung deines Exmannes aus? Gibst du ihm das Kind an den Wochenenden? Wäre wichtig, für das Kind, aber auch für dich als Frau. Das bist du nämlich noch neben dem Mutter sein.
 
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  • #4
Hast Du eine gute Freundin, die Dich trösten kann? Am Besten ist es, immer wieder seine Schmerzen mitteilen zu können. Bei jemandem, der Verständnis hat, der zuhört, Dich ein wenig auffangen kann.
Und, bei Ängsten ist es gut, sich anzuschauen, wovor man ganz konkret Angst hat. Du sagst, vor dem Allein-Sein. Was ganz genau passiert da, hast Du Angst vor der alleinigen Verantwortung für Dich und das Kind? Angst vor dem alleinigen Schlafen in der Nacht? Angst vor dem Abend, wenn das Kind im Bett ist? Angst, alleine mit Behörden oder so sprechen zu müssen? Beziffer Deine Ängste ganz genau und dann gehe in jede ganz tief rein und überlege, was das Schlimmste wäre, was Dir dabei passieren könnte. Den "worst case". Und dann überlege, was Du in diesem Fall machen könntest und Du wirst sehen, mit dieser Überlegung verblasst der "schlimmste Fall". Es gibt immer einen Weg, Ängste sind diffus und irrational, wenn Du sie konkret in Dein Bewußtsein hebst und sie gedanklich durchspielst werden sie weniger schlimm.
Ich kann das jetzt halt nur so von mir erzählen, was mir hilft, vielleicht hilft es Dir auch.
 
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  • #5
Ah ja, mir ist noch etwas eingefallen: überlege Dir, ob Du WIRKLICH allein bist oder, ob Du es nur so fühlst und es doch Menschen in Deiner Umgebung geben könnte, die Dir helfen können.
 
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  • #6
Ich finde es wichtig, nicht in der Vergangenheit zu leben. Trauere nicht der Zeit mit ihm nach. Es gab bestimmt gute und schlechte gemeinsame Zeiten, aber Du lebst im hier und jetzt und das solltest Du Dir bewusst machen. Vergangenheit darf nur ein kleiner Teil sein, die Gegenwart ist das wichtigste und ein Blick in die Zukunft sollte auch immer dabei sein. Kopf hoch!!
 
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  • #7
Zitat von Manu72:
Wie kommt man nur aus diesem elenden Loch der Trauer, des Verlustes, des widerlichen Herzschmerz und der wahnsinnigen Angst wieder heraus? Ich sehe nichts gutes mehr und weiß absolut nichts mit mir anzufangen.
Kann ich nachvollziehen.

So wie er es macht. Ersatz finden.
 
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  • #9
Ich muss den anderen hier zustimmen: geh nach draußen und vergrabe Dich nicht. Der Anfang ist immer nicht leicht, wieder zusammen gehen wollen ist keine Lösung und wird auch (sollte das wirklich passieren) nicht befriedigend für alle - das Kind eingeschlossen.
Es ist natürlich schwierig etwas zu sagen, wenn man nicht weiß, wie alt das Kind ist.
Suche Deinen Weg, frage Dich nach Deinen Zielen und geh Deinen Weg - alles andere bringt es nicht.
Ich wünsche Dir viel Kraft, die wirst Du brauchen.
 
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  • #10
Zitat von Igeli:
Ich wünsche Dir viel Kraft, die wirst Du brauchen.
Wie kommt die Kraft? Erstmal trauern, sich bemuttern lassen, sich gehen lassen, heulen - später dann mehr - die Spirale der Trauer durchlaufen, es zulassen, dass es sie gibt, später dann loslassen, aber das ist erst Phase 3, wenn man dem Modell glauben darf, und ich "glaube" ihm, denn ich habe auch getrauert, lange.
 
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  • #11
Ich war 17 Jahre verheiratet und habe - obwohl ich die Ehe selbst beendet habe - getrauert, bin in ein Loch gefallen. Und glaube mir, Yvette, es kostet auch viel Kraft, sich nicht zu vergraben, das Leben wieder zu finden - und gleichzeitig für ein Kind da zu sein!
 
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  • #12
Na ja, das hat Yvette für mich schon richtig weiter entwickelt. Dieser Satz: "ich wünsche Dir viel Kraft, die wirst Du brauchen" lässt mich immer innerlich zusammenzucken und macht mich sprachlos. Ich weiß, dass er lieb und aufrichtig gemeint ist, von Herzen kommt usw., aber: er hilft nicht. Ich habe dann den Verdacht, dass der Andere sich mit diesem Satz als ein "Starker" entlässt. Woher kommt die Kraft? Das ist die richtige Frage und als Antwort dann auch mal die Trauerphasen zu beschreiben, ist auch gut, weil, wenn man ganz am Anfang drin steckt, man nie glaubt, dass man wieder rauskommt.
Du, "Igeli", hast jetzt geschrieben, dass es Dich auch viel Kraft gekostet hat (was ja niemand anzweifeln wird), was hat Dir denn die Kraft gegeben?
 
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  • #13
In erster Linie meine Tochter und Menschen, die plötzlich aufgetaucht sind.
 
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  • #14
Zitat von Igeli:
In erster Linie meine Tochter und Menschen, die plötzlich aufgetaucht sind.
Jedenfalls ist dieses "ich wünsch dir viel Kraft" wirklich ein Satz, den man überhaupt nicht hören mag, auch wenn er "gut gemeint" sein soll, was ja bestimmt der Fall ist. Als ich ihn in der Vergangenheit so häufig hören musste, habe ich mir es so überlegt, dass das einfach das Unvermögen der Wünschenden war, etwas anderes zu dem Thema zu sagen. So war es einfach - der Satz distanziert einander stark, DU sollst Kraft haben - ICH habe sie ja - ICH möchte damit nicht weiter "belästigt" werden; so in etwa ... anfangs musste ich noch immer heulen, wenn der Satz fiel, später hatte ich dann den Cocon schon um mich, sodass der Satz einfach an mir abprall. Wenn ich ihn jetzt so unvermittelt höre, krampft mein Magen aber dennoch, als sei es im Affekt muss ich sagen.