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Gast

  • #346
Zitat von Kaisa:
Vielleicht waren jetzt die Begriffe wie Stolz und Würde etwas zu pathetisch, aber das sagt man doch oft in solchen Momemten: "Mach das nicht, bewahr Dir Deinen Stolz" usw.
Ja, man breitet gerne die eigene Kleingeistigkeit über anderes drüber. Natürlich wohlwollend und rechtschaffen.

Es ging um den konkreten Fall von Marlenes Umfaller.
"Umfaller"? So ein häßliches Wort. Nennen wir ihn doch "Der seinem Herzen folgt".

Schon vergessen? Schluss gemacht per Telefon nach drei Monaten intensiver Beziehung und nachdem er Kinder wie Eltern kennen gelernt hat. Angeglich, weil die angebetete Ex mit Koffern vor der Tür steht. Dann reagiert er nicht einmal auf ihren Brief, den sie ihm noch IN der Beziehung geschrieben hat. Sie muss ihn nochmal anschreiben, damit er sich äußert - um dann zu hören, dass er sie am liebsten um Bedenkzeit bitten würde. Ich finde gut, dass sie NEIN gesagt hat. Wenn Ihr so einen Mann zurücknehmen wolltet, ist es doch in Ordnung: Würdet Ihr im wieder vertrauen können? Hut ab!
Also ich find nicht so wichtig, ob irgendwelche andere "so einen Mann" "zurücknehmen". Wieso sollte eine Rolle spielen, ob ich ihn zurücknähme? Vielleicht würde ich "so einen Menschen" (wie auch immer der ist) nicht haben wollen. Aber ich würde doch auch nicht "so einen Menschen" wie dich oder Marlene haben wollen. Und daraus folgt doch nicht, daß ihr partnerlos sein sollt.
Auffällig ist doch, daß in "solchen" Threads, an denen sich eine bestimmte Art von Foristen stark beteiligt, Lehrergerichtshof gehalten wird. Da wird einer, von dem man wenig weiß, umso mehr "analysiert", zerfleddert, "charakterlich" beurteilt usw. - Was ist das Ergebnis? Irgendwie keines. Also abgesehen davon, daß zur Abhängigkeit und Verführbarkeit neigende Threadstarter in schwachen Momenten so sehr davon verführt sind, daß sie feststellen: ja, ihr habt recht, er ist ein so schlimmer Finger, deswegen mag ich ihn ab jetzt nicht mehr.
Aber auf Dauer hilft auch das nicht. Vielleicht ist Liebe halt doch nciht so sehr Kopfnotenvergabe. Und vielleicht ist Liebenswürdigkeit oder Liebenswert nicht so etwas wie eine Eigenschaft, sondern eine Sache zwischen zweien.
 
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Gast

  • #347
Zitat von Marlene:
Und, ob ich mein Profil wieder auf sichtbar stelle, habe ich mir lange überlegt, es hilft mir, nach vorne zu schauen. Ich habe die Partnersuche nicht abgeschlossen, es wird wieder weitergehen. Das ist für mich besser, als jetzt noch länger im Trübsinn verfallen zu sein. Ich schreibe noch mit niemandem, aber der Gedanke ist da.
Ja, vollkommen ok. Wenn ein Mann das tun würde, würdest du beurteilen, daß das wohl gar nicht gehe, denn er sei noch nicht wieder so weit.
Allgemeine Regel: Bei einem selbst ist alles anders. Denn man muß sich was Gutes tun. Wohingegen andere sich nichts Gutes tun dürfen, die sind ja dafür da, daß sie einem was Gutes tun.
 
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  • #348
Zitat von Tinchen73:
...so einen Windhund nochmal mit offenen Armen empfangen?? Ich bin erschüttert...
Vorsicht! Das könnte als Instrumentalisierung einer ganzen Rasse aufgefasst werden, vielleicht auch als Beleidigung dieser ;-)

Ist ja ganz nett, diesen Werdegang des "Umfallers" so mitzulesen, aber ich frage mich, welchen Benefit hat Marlene nun davon? Hilft dir, Marlene, das für die Zukunft?

Als chiller7 schrieb
Zitat von chiller7:
... Nach dem Unberührbaren und dem Wegläufer jetzt ein Umfaller...
fragte ich
Zitat von IPv6:
@Marlene
Da tut sich die Frage auf: Ist es Zufall oder ein Muster? Ist da ein roter Faden ausmachbar oder einfach Schicksal?
Ich formulier die Frage einmal anders: Woran mag es liegen, dass du mehrmals hintereinander an diesen speziellen Männertyp gerätst? Ist das für dich Zufall und Schicksal oder könntest du da auch ein Muster annehmen?
Ich denke, wenn es eben kein Schicksal ist und du das Muster herausfinden könntest, mag der Benefit nachhaltiger sein.
 
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  • #349
Zitat von Butte:
Ja, man breitet gerne die eigene Kleingeistigkeit über anderes drüber. Natürlich wohlwollend und rechtschaffen.


"Umfaller"? So ein häßliches Wort. Nennen wir ihn doch "Der seinem Herzen folgt".


Also ich find nicht so wichtig, ob irgendwelche andere "so einen Mann" "zurücknehmen". Wieso sollte eine Rolle spielen, ob ich ihn zurücknähme? Vielleicht würde ich "so einen Menschen" (wie auch immer der ist) nicht haben wollen. Aber ich würde doch auch nicht "so einen Menschen" wie dich oder Marlene haben wollen. Und daraus folgt doch nicht, daß ihr partnerlos sein sollt.
Auffällig ist doch, daß in "solchen" Threads, an denen sich eine bestimmte Art von Foristen stark beteiligt, Lehrergerichtshof gehalten wird. Da wird einer, von dem man wenig weiß, umso mehr "analysiert", zerfleddert, "charakterlich" beurteilt usw. - Was ist das Ergebnis? Irgendwie keines. Also abgesehen davon, daß zur Abhängigkeit und Verführbarkeit neigende Threadstarter in schwachen Momenten so sehr davon verführt sind, daß sie feststellen: ja, ihr habt recht, er ist ein so schlimmer Finger, deswegen mag ich ihn ab jetzt nicht mehr.
Aber auf Dauer hilft auch das nicht. Vielleicht ist Liebe halt doch nciht so sehr Kopfnotenvergabe. Und vielleicht ist Liebenswürdigkeit oder Liebenswert nicht so etwas wie eine Eigenschaft, sondern eine Sache zwischen zweien.
Ach, weißte... Mir gefällt bei weitem nicht jeder Eintrag von Dir - aber ich nehme ihn auch nicht so auseinander. Aber vielleicht mache ich das jetzt doch mal, denn Du scheinst auch nicht besser zu sein als wir. :)
1. "Umfaller" war ein Wort, das in diesem Thread dem Mann gegeben wurde. Dein Protest kommt zu spät!!! Wieso soll ich ihn so nennen, wie Du vorschlägst? Kennst Du ihn näher? ;-)
2. Wenn Du Textpassagen wie "so einen Mann" bis zum Erbrechen zitierst, dann sollten Dir Formulierungen wie "daß in "solchen" Threads," oder "bestimmte Art von Foristen" auch nicht rausrutschen.
3. Zum "Gerichtshof" hatte ich Dir schon mal vor Monaten etwas geantwortet: Das ist hier keiner, auch kein Lehrerzimmer. Hol mal nicht gleich den Stock raus und hau uns auf die Fingerchen. Besten Dank auch.
4. Natürlich ist Liebe eine Sache zwischen zweien, manchmal auch zwischen dreien (in Trennungsphasen z.B.) Aber darum geht es hierbei doch gar nicht. Marlene hat ihren Kummer, Enttäuschung gepostet - und viele haben geantwortet. Ich denke, die allermeisten im guten Glauben und in ehrlicher Sorge/Mitgefühl für die TE.
5. Ob wir kleingeistig sind, kannst Du doch gar nicht beurteilen. Aber Du willst uns ja eh nicht - wie das auch hätte gehen sollen. Bist Du nicht 'ne Frau. ;-)
 
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Marlene

  • #351
Zitat von IPv6:
Vorsicht! Das könnte als Instrumentalisierung einer ganzen Rasse aufgefasst werden, vielleicht auch als Beleidigung dieser ;-)

Ist ja ganz nett, diesen Werdegang des "Umfallers" so mitzulesen, aber ich frage mich, welchen Benefit hat Marlene nun davon? Hilft dir, Marlene, das für die Zukunft?

Als chiller7 schrieb


fragte ich


Ich formulier die Frage einmal anders: Woran mag es liegen, dass du mehrmals hintereinander an diesen speziellen Männertyp gerätst? Ist das für dich Zufall und Schicksal oder könntest du da auch ein Muster annehmen?
Ich denke, wenn es eben kein Schicksal ist und du das Muster herausfinden könntest, mag der Benefit nachhaltiger sein.
Ja, Du hast das schon einmal gefragt und ich habe auch darüber nachgedacht. Und, so dachte ich, auch ein paar Mal hier angedeutet. Weil ich nicht so öffentlich darüber sprechen wollte. Es gibt etwas, das sehr verbindend ist, zwischen diesen drei Männern und mir. Was mich eben angezogen hat, weil damit ein gleiches Verständnis gegeben ist. Sagen wir mal so: alle drei Männer haben eine Schattenseite in sich. Der "Unberührbare" kämpft mit seiner Körperfeindlichkeit, der "Abhauer" hat eine soziale Phobie (das hat er mir ja selber erzählt und was das bedeutet) und der "Umfaller" bzw. "Der, der seinem Herzen" folgt hat eine in sich tragende körperliche Krankheit, die schubweise zum Ausbruch kommt, aber seit zwei Jahren nicht. Mit dem Unberührbaren fand ja keine körperliche Beziehung statt, wir sind mittlerweile Freunde, und beim "Abhauer" ging das ja wegen seiner Phobie schief und jetzt, da haben wir halt auch über seine Krankheit geredet und wie man damit umgeht. Wir Beide. Und über meine. Denn ich trage auch eine in mir, ich gelte zwar als geheilt, aber ich weiß, was es bedeutet und wie es das Leben bestimmt. Und darüber reden fällt sehr schwer mit Menschen, die davon nicht berührt sind. Es gibt natürlich ein Verständnis, aber das ist mehr ein theoretisches. Das eigene Betroffensein mit etwas "Ungesundem" verbindet halt ganz schön. Man hat diesen Teil in sich integriert, um damit leben zu können. Und ist manchmal deswegen besonders glücklich. Einfach so.
Aber, vielleicht sollte ich davon abrücken. Das war unter Anderem eine Anziehungskraft. Unbewußt erst, dann langsam an die Oberfläche kommend.
 
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  • #352
Mach nicht den Fehler und glaube, bloss weil zwei Menschen irgendwelche unterschiedlichen Krankheiten haben, sie einander besonders verbunden sein müssen.
 
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Marlene

  • #353
Zitat von Truppenursel:
Mach nicht den Fehler und glaube, bloss weil zwei Menschen irgendwelche unterschiedlichen Krankheiten haben, sie einander besonders verbunden sein müssen.
Ja. Das war, glaube ich, der Fehler. Man fühlt sich halt nicht so allein mit seiner Krankheit und dem Nachdenken darüber, aber im Endeffekt sagt das wohl gar nichts aus.
 
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  • #354
Nimm das mit für das nächste Mal.
Wenn du dann einem Depressiven begegnest, wird er nicht zwangsläufig mehr Verständnis für das Leiden einer COPD Patientin haben.
Schreib dir das bitte hinter die Ohren!
Herzliche Grüsse und viel Kraft wünscht dir die Truppenursel
 
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  • #355
Hinzu kommt, dass jeder anders mit Krankheiten umgeht. Der eine verdrängt jede Erinnerung daran oder möchte nicht darüber reden, der andere hat aber möglicherweise ein grosses Redebedürfnis.
 
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Marlene

  • #356
Zitat von Truppenursel:
Nimm das mit für das nächste Mal.
Wenn du dann einem Depressiven begegnest, wird er nicht zwangsläufig mehr Verständnis für das Leiden einer COPD Patientin haben.
Schreib dir das bitte hinter die Ohren!
Herzliche Grüsse und viel Kraft wünscht dir die Truppenursel
Ja. Danke. Das Verrückte ist, dass ich fast so etwas wie ein Gespür dafür habe, Leute mit ähnlichem Hintergrund aufzugabeln, obwohl ganz am Anfang nicht darüber gesprochen wird. Erst im Verlaufe des Kennenlernens. Dann schweißt das noch mehr zusammen, wo Andere vielleicht ab dem Zeitpunkt gehen würden. Ich gehe nicht, weil ich ja auch möchte, dass man wegen diesem Aspekt mich nicht verläßt. Sicher ist nämlich nichts. Wer weiß schon, was in zehn Jahren ist.
 
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  • #357
Es schweisst nur vermeintlich zusammen. Denn sie verlassen dich irgendwann. Daran merkst du, dass dieses Zusammenschweissen für die andere Seite offenbar bedeutungslos ist oder nicht stark genug ist, um beisammen zu bleiben.
 
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  • #358
Zitat von Marlene:
Ja. Danke. Das Verrückte ist, dass ich fast so etwas wie ein Gespür dafür habe, Leute mit ähnlichem Hintergrund aufzugabeln, obwohl ganz am Anfang nicht darüber gesprochen wird. Erst im Verlaufe des Kennenlernens. Dann schweißt das noch mehr zusammen, wo Andere vielleicht ab dem Zeitpunkt gehen würden. Ich gehe nicht, weil ich ja auch möchte, dass man wegen diesem Aspekt mich nicht verläßt. Sicher ist nämlich nichts. Wer weiß schon, was in zehn Jahren ist.

Ja, aber genau diese Einstellung verwässert die Grenzen und Linien, macht toleranter und die Wahl undifferenzierter, weil man ja "versteht" - ich nehme mich da nicht aus!
 
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Marlene

  • #359
Genau. Das kann ich jetzt auch so sehen. Es hatte wohl nur für mich Bedeutung.
 
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  • #360
Zitat von Marlene:
Genau. Das kann ich jetzt auch so sehen. Es hatte wohl nur für mich Bedeutung.
... Aber es ist einerseits toll, wenn man höhere oder größere Toleranzgrenzen hat .... aber ob der ander das wirklich zu schätzen weiss? Meiner will mir jetzt auch andichten, ich hätte "nen Schuss" - dabei habe ich eher aus meiner Sicht, die größeren Toleranzgrenzen - habe ihn lange gewähren lassen, weil ich finde "jeder hat ne Macke"! Dennoch, meinen Partner kann ich nicht coachen, will das nicht! Es geht dann eben nicht, auch wenn es noch so toll wäre (wir hatten heute per SMS und später auch per Tel. Kontakt - er bietet mir eine "Affaire" an! Ich finde das so beschissen, habe aber auch so ein Unwohlsein dabei, ihn zu verlieren ... er hat, wie er sagt "den Schalter umgelegt" - ich konnte das noch nie, war immer stolz auf meine Gefühle und habe mich immer dafür genauso gehasst! (Muss wohl immer leiden, kein Plan!)