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  • #1

Mitbewohnerin / Beste Freundin

Hallo Leute,

ich habe mich eben neu angemeldet und gleich mal ein Anliegen :)

Zur Situation:

Ich wohne in einer großen WG mit ca. 20 Leuten, unter anderem auch mit meiner besten Freundin, ich kenne sie ca. 2 Jahre.

Wir sehen uns sehr oft in der WG und reden oft miteinander, auch kuscheln und umarmen wir uns oft. Meistens kommt sie von sich aus zu mir und setzt sich z.b auf meinen Schoß oder umarmt mich. Bis dato war das für mich eher freundschaftlich und ok.

Nun habe ich allerdings durch Gespräche festgestellt, dass ich doch mehr für diese Frau empfinde als bloße Freundschaft.

Das Problem ist, es gibt noch einen Mitbewohner, der dafür bekannt ist, hinter jeder Frau her zu sein, die nicht bei 3 auf dem nächsten Baum ist und immer wieder mit Frauen aus dem Umkreis schläft.

Besagter Mitbewohner schläft auch mit meiner besten Freundin. Allerdings macht er dass so, dass er ständig zu ihr herkommt, sie begrapscht, ihr die Zunge reindrückt und so weiter, so auch gestern: Sie war auf der Couch im Wohnzimmer gesessen und hat geweint, ich habe sie umarmt bis sie meinte, sie möchte dass nicht mehr. Neben mir war der Mitbewohner. Sie ist kurz raus und hat sich dann auf ne andere Couch gesetzt. Ich bin auch kurz raus, irgendwas holen, als ich wieder reinkam hatte er sich zu ihr gesetzt und sie im Arm gehalten

Sie hat, bedingt durch ihre Vorgeschichte Depressionen und das nutzt er aus. Mit kommt es manchmal so vor, als hat sie einfach nicht die Kraft sich gegen ihn zu wehren, oder nein zu sagen. Das sehe ich zumindest an ihrer Reaktion, da bin ich auch nicht der Einzige.

Auf Nachfrage, ob da Gefühle zwischen den Beiden im Spiel sind, verneint sie das glaubhaft. Er zieht demnächst aus, bis Anfang September muss er draußen sein.

Nun, ich habe Gefühle für sie. Bloß weiß ich nicht was ich machen soll. Wir verstehen uns wie gesagt sehr, gut sind eng befreundet und mir wurde schon oft, nicht nur von ihr, gesagt dass ich ihr gut tue.

Habe da zwei Pläne:

1. Das nächste Mal, wenn sie zu mir kommt, mich umarmt und er nicht da ist: Sie küssen, richtig romantisch auf den Mund.

2. Mit ihr alleine was machen, vllt. abends in den Park, mit ihr auf ner Wiese liegen und ihr sie dann küssen.

Ich bin irgendwie der Meinung, dass man Gefühle nicht herbeireden kann und dass eher durch Taten zeigen sollte. Also fände ich dieses: "Also pass auf, ich empfinde was für dich" eher nicht so gut.

Ich muss halt aber irgendwas machen, das macht mich total fertig. Achja: Und ich glaube, unsere Freundschaft kann das schon aushalten, auch wenns negativ ausgeht. Klar wäre es am Anfang blöd, wir wohnen halt zusammen, sind aber beide auch gut beschäftigt und ich denke dass wird dann schon wieder.

Hab nur totale Angst davor nen Schritt zu machen und den Status Quo zu verlieren. :(

Habt ihr da vllt. nen Tipp für mich?
 
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  • #2
1) Klingt gut, vielleicht auch mal zu ihr hingehen und sie dann von dir aus umarmen damit sie merkt das auch etwas von dir kommt. Und nicht gleich mit dem Mund anfangen. Wenn du sie schon im Arm hast dann ist doch schon viel geschafft. Streichel ihre Hand, ihre Arme und dann ihren Hals küssen. Vielleicht schaffst du es auch das ihr Arm in Arm einschlaft. ( Auf dem Mund nur wenn du merkst sie will es auch )

Nummer 2 klingt auch gut, vielleicht mal ein Picknick mit ihr machen. Viel Glück.
 
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  • #3
Hallo Spreet, das ist ja ne ganz vertrackte Kiste... Mir gehen bei dieser Konstellation ganz viele Fragen durch den Kopf.

Bist du nicht schon längst in ihrer Friendzone gelandet? Setzt sie sich auch bei anderen Männern auf den Schoß? Macht es Sinn, eine Beziehung mit einer Frau anzufangen, die mental (!) "zu schwach" ist, sich gegen wiederholte ungewollte sexuelle Übergriffe zu wehren? Wäre da nicht dringend professionelle Hilfe angeraten? Oder ist der Sex mit dem Mitbewohner doch nicht ungewollt?

Bei mir gehen da sämtliche Alarmglocken an. Deine Freundin muss erstmal ihre eigenen Probleme in den Griff bekommen, dann kann man ggf. weitersehen.
 
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  • #4
Zitat von Git80:
Hallo Spreet, das ist ja ne ganz vertrackte Kiste... Mir gehen bei dieserD Konstellation ganz viele Fragen durch den Kopf.
Meine allererste Assoziation ist da Kommune 1, Obermaier / Langhans ... trägt zwar nicht zur Lösung der vertrackten Situation bei ... wie soll bei diesen Bedingungen eine Beziehung zustande kommen? Du hast ja selbst schon Lösungsansätze im Sinn, die würde ich verfolgen, das hört sich gut an.

Dass du dich verliebt hast ist schon fatal, denn normalerweise würde ich dir sagen: Vergiss es und geh aus der Situation raus. Du bist ja auch der Auffassung, falls es nichts wird, könntet ihr nach einer Pause wieder Freunde sein wie vorher. Das würde sämtlich Erfahrungen auf den Kopf stellen, aber gut, wenn du meinst. Im Übrigen ist nicht immer dauernd und sofort professionelle Hilfe erforderlich. Menschen haben mal in erster Linie selbst das Potential, sich aus konfliktären Situationen zu befreien. Ausserdem hiesse dies, deine Freundin hätte die Einsicht darin entwickelt, dass bei ihr etwas pathologisch ist. Davon hast du aber nicht ausführlicher berichtet.
 
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  • #5
Zitat von Spreet13:
Ja! Finger weg und WG-Rat einberufen. Die geschilderte Gesamtsituation ist allein schon moralisch hoch fragwürdig.

Wenn sie so depressiv ist, dass sie nicht Nein sagen kann und das so offensichtlich ist, dann ist dein Verhalten auch nicht so viel anders als das des Mitbewohners, ausser mit dem Unterschied, dass der Mitbewohner sich nimmt sich was er will und du ein Forum um Legitimation bemühst um ähnliches zu tun.

Zitat von Spreet13:
Sie hat, bedingt durch ihre Vorgeschichte Depressionen und das nutzt er aus. Mit kommt es manchmal so vor, als hat sie einfach nicht die Kraft sich gegen ihn zu wehren, oder nein zu sagen. Das sehe ich zumindest an ihrer Reaktion, da bin ich auch nicht der Einzige
Träfe das zu und gäbe es keine andere Basis für deren Beziehung (Gefühle werden ja ausgeschlossen), dann würde ich das eher als Nötigung wahrnehmen; und das du und/oder die anderen 17 Mitbewohner da nicht einschreiten, puhhh....
 
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  • #6
Zitat von Spreet13:
Sie hat, bedingt durch ihre Vorgeschichte Depressionen und das nutzt er aus. Mit kommt es manchmal so vor, als hat sie einfach nicht die Kraft sich gegen ihn zu wehren, oder nein zu sagen.
Wilde Theorie: Vielleicht findet sie ihn attraktiv genug um gerne mitzumachen? Soll es ja geben, Frauen die mit Männern schlafen, weil sie diese Männer attraktiv finden. Mit ihm scheint ja keine Beziehung drin zu sein, aber vielleicht genießt sie das mit ihm ja trotzdem irgendwie.

Ich kann gut nachvollziehen, dass man diesen Gedanken in deiner Situation so überhaupt nicht gebrauchen kann, und da ist es auch natürlich ihm gleich Schlimmes zu unterstellen. Aber diese Möglichkeit besteht deiner Beschreibung nach durchaus.

Zitat von Spreet13:
Hab nur totale Angst davor nen Schritt zu machen und den Status Quo zu verlieren. :(
Mach es trotzdem!
Wenn der Status Quo der ist, dass du sie anhimmelst, und sie dich nur als Freund will, dann wird langfristig die Freundschaft sowieso darunter leiden, und dir wird es nie besser gehen. Also hast du nichts zu verlieren. Aber zu gewinnen hast du selbst im schlimmsten Fall zumindest noch Klarheit.
 

ara

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  • #7
Also ich gehe da mal sehr konform mit IPv6. Wenn Eure Mitbewohnerin wirklich unter Depressionen leidet, wenn sie abends auf der Couch sitzt und weint, sich nicht wehren kann,wenn einer von Euch die Grenzen überschreitet und sexuell übergriffig wird, und 18 andere Leute gucken unbeteiligt zu. Dann fass ich mich an Kopf. Und zu allem Überfluss willst Du diese arme Frau einfach Küssen, weil reden ja so doof ist. Hast Du Dich mal damit beschäftigt was es bedeutet wenn jemand depressiv ist? Sei ihr ein Freund, wenn Du sie so liebst hilf Ihr Ihre Krankheit zu überwinden, Sei behutsam und hab Geduld und wenn Du dann irgendwann merkst das sie wieder lachen kann, aktiv am Leben teil nehmen kann, Wünsche formulieren kann. Dann sag Ihr das Du sie liebst. Worte sind da schon ganz wichtig. Glaub einer erfahrenen Frau
 
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  • #9
Vielleicht ein Taubenschlag?

Ansonsten Good Boy - Bad Guy.


LG
Wasweißich
 
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  • #10
Zitat von ara:
Wenn Eure Mitbewohnerin wirklich unter Depressionen leidet, wenn sie abends auf der Couch sitzt und weint, sich nicht wehren kann,wenn einer von Euch die Grenzen überschreitet und sexuell übergriffig wird, und 18 andere Leute gucken unbeteiligt zu.
Ich denke ihr habt das falsch interpretiert. Ich denke Mr. Frauensammler weiß wie man einfühlsam auf eine Frau zugeht um sie später ins Bett zu kriegen. ( Er hat halt Erfahrung darin ) Ich denke nicht, dass er sie körperlich stärker angegangen ist sondern ihre Hand gehalten, sie am Arm gestreichelt und Nähe aufgebaut hat. ( Was willst du da als Außenstehender in der Situation tun ohne das es dann aussieht wie Neid oder Missgunst? Ihn wegstoßen? )

Zitat von ara:
Dann fass ich mich an Kopf. Und zu allem Überfluss willst Du diese arme Frau einfach Küssen,
Wenn sie häufiger zu ihm kommt und Nähe sucht, dann werden die beiden ja sicher auch schon häufiger miteinander geredet haben. Es wäre ja nicht einfach so aus heiterem Himmel, auch wenn er erst die anderen Schritte vorher machen sollte um herauszufinden ob sie überhaupt geküsst werden möchte. ( Hand halten, Hand- und Arm streicheln, ggf. einen Halskuss ) Wenn sie dort nicht wegzieht, dann kann man weiter gehen. ( Wenn sie wegzieht dann auch stoppen ) Und natürlich ebenfalls Nähe aufbauen, der Frauensammler macht das schon genau richtig.

Zitat von ara:
weil reden ja so doof ist. Hast Du Dich mal damit beschäftigt was es bedeutet wenn jemand depressiv ist? Sei ihr ein Freund, wenn Du sie so liebst hilf Ihr Ihre Krankheit zu überwinden.
Reden ist sehr wichtig klar, ich denke er will den nächsten Schritt machen damit Mr. Frauensammler nicht seinen nächsten Schritt vor dem Schritt von Spreet tut. Also schwierige Situation...ich kenne sie auch...auch mir wurde geraten mich zurückzuhalten was mir leider auch sehr schwer fällt.

Ara ich weiß du meinst es nur gut, aber hast du dich selbst schon mal mit einer Depression auseinandergesetzt? Die kann man so leicht nicht überwinden, man kann sich medikamentös darauf einstellen, aber überwinden...

Depressive brauchen Aufmerksamkeit von außen, eine Beziehung würde ihr daher diese Aufmerksamkeit dauerhaft geben können. Der Nachteil ist, dass der Partner immer gibt und sie heftig klammern wird. Frage sie doch einfach ob ihr mal was machen wollt, mal in einer Bar nebeneinander sitzen und schauen was passiert.
 
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  • #11
Zitat von Suxxess:
Depressive brauchen Aufmerksamkeit von außen, eine Beziehung würde ihr daher diese Aufmerksamkeit dauerhaft geben können. Der Nachteil ist, dass der Partner immer gibt und sie heftig klammern wird. Frage sie doch einfach ob ihr mal was machen wollt, mal in einer Bar nebeneinander sitzen und schauen was passiert.
Allgemein:
ca. 90% der unbehandelten Depressionen enden in einem erfolgreichen Suizid.
Die Depression gilt als lebensbedrohlich Krankeit. Und sie gilt auch als heilbar, bei entsprechend optimaler Behandlung.

In diesem Falle:
Da die geschilderten Rahmenbedingung allein schon kurios, die gegebenen Informationen im allgemeinen sehr mager sind und bezüglich der Depression der Frau weder Schwere noch Therapie bekannt ist, wäre es ratsam, besser die Finger wegzulassen und mehr Klarheit reinzubringen.
 
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  • #12
Der unbehandelten Depressionen, wer sagt denn das sie nicht schon in Behandlung ist? Einfach abwarten bis der andere fertig ist und ausgezogen ist, halte ich für eine nicht sonderlich zielführende Idee. Denn das bedeutet ja sie erstmal aufzugeben und dem anderen das Feld zu überlassen...
 
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  • #13
Zitat von Suxxess:
Der unbehandelten Depressionen, wer sagt denn das sie nicht schon in Behandlung ist? Einfach abwarten bis der andere fertig ist und ausgezogen ist, halte ich für eine nicht sonderlich zielführende Idee. Denn das bedeutet ja sie erstmal aufzugeben und dem anderen das Feld zu überlassen...
War etwas ungünstig in Bezug gesetzt. Ich habe den vorherigen Post ergänzt, dann wirds deutlicher.

Das ist es ja eben, die Informationen sind so knapp und der Rahmen kurios.
Keiner weiss was genaues und davon alle ganz viel. ;-)
 
G

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  • #14
Zitat von Spreet13:
Ich wohne in einer großen WG mit ca. 20 Leuten
Das klingt etwas ungewöhnlich. Betreutes Wohnen? Oder ein "ideologisches" Konzept?

Das Problem ist, es gibt noch einen Mitbewohner, der dafür bekannt ist, hinter jeder Frau her zu sein, die nicht bei 3 auf dem nächsten Baum ist und immer wieder mit Frauen aus dem Umkreis schläft.
Neidisch :) ?
Vielleicht könntest du dein Bild von Männern, Frauen und Bäumen mal aktualisieren. Es ist NICHT so, dass nur Männer Sex wollen und Frauen sich auf Bäume flüchten.

Besagter Mitbewohner schläft auch mit meiner besten Freundin.
Ich nehme an, es gefällt ihr.
Dass sie sich nicht von dir trösten lassen will, sondern lieber von ihm, spricht doch eher für diese Theorie.
Bist du sicher, dass das mit den Depressionen und "eigentlich gegen ihren Willen" nicht nur Wunschdenken deinerseits ist?

als hat sie einfach nicht die Kraft sich gegen ihn zu wehren, oder nein zu sagen. Das sehe ich zumindest an ihrer Reaktion, da bin ich auch nicht der Einzige.
Wie äußert sich das? Redet ihr darüber?


Ich muss halt aber irgendwas machen, das macht mich total fertig.
Was genau meinst du machen zu müssen: einschreiten "gegen ihn" oder ihr gegenüber deine Gefühle offenbaren?

Zitat von DerDogi:
Soll es ja geben, Frauen die mit Männern schlafen, weil sie diese Männer attraktiv finden.
Nein, echt? ^^