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  • #136
Das trifft auch auf Männer zu.

In meinen Augen ein klassisches Geschlechterstereotyp. Ich kenne genug Männer die ihren Beruf nach Neigung wählen. Früher war das sicher so wie du vermutest. Ich sehe es wie @60+, es hat sich in der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau viel getan, nachwievor sind allerdings die patriachalen Strukturen vorhanden, besonders in der Führungsebene wo Männern jene krude Ausrede recht ist Frauen als weniger qualifiziert hinzustellen. Mir kommt da das Kotzen, sorry, weil ich überzeugt bin, dass die Zeit längst für einen weiblichen Führungsstil reif ist, in der Politik und besonders in der Wirtschaft.
Ich habe da einen Artikel über jetzige Studienanfänger gelesen. Und da wurde eine Studie zitiert, die diese alten Stereotypien bestätigt hat.
Aber natürlich gibt's auch Männer, die Germanistik oder Orientalistk rein weil es ihrer Neigung entspricht studieren. Aber Frauen halt angeblich öfter.
 
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  • #137
Ich habe da einen Artikel über jetzige Studienanfänger gelesen. Und da wurde eine Studie zitiert, die diese alten Stereotypien bestätigt hat.
Aber natürlich gibt's auch Männer, die Germanistik oder Orientalistk rein weil es ihrer Neigung entspricht studieren. Aber Frauen halt angeblich öfter.
Ich habe nur aus dem Nähkästchen erzählt, was mir im Laufe meines Arbeitslebens an Ungleichbehandlung unter gekommen ist. Eine Frau in einer echten Führungsposition ist mir bisher sehr positiv aufgefallen und ich bin vollauf überzeugt, dass der weibliche Führungsstil seine Berechtigung in unserer Zeit hat. Frauen die sich in reine Männerdomänen hochboxen und aus karrieregründen den patriachalen Überbau stützen und weiterführen meine ich nicht.
 
D

Deleted member 21128

  • #138
Und außerdem gibt es eben immer noch die alte patriarchische Gesellschaft. Zwar etwas abgespeckt, aber es ist noch so, dass Männer Männer einstellen.
Das stimmt, die gibt es. Das zeigt sich ja schon daran, dass Männer immer noch schief angeschaut werden (oder gar Repressalien erfahren), wenn sie zwei Monate Vaterurlaub nehmen. Aber das allein ist es nicht. Das Potenzial der vielen fachlich und sozial kompetenten Frauen geht zu einem großen Teil deshalb verloren, weil sich viele eine hohe Führungsposition nicht zutrauen bzw. sich den "Stress" nicht antun wollen. Und natürlich auch deshalb, weil immer noch viele Kinder bekommen und dann halt doch längere Zeit zuhause bleiben wollen.
Und, dass Frauen immer noch die Kinder bekommen.
Das werden wir zum Glück so schnell nicht ändern können. ;)
 
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  • #139
Ok, gehen wir mal die 30 Jahre zurück - oder vielleicht besser 40-50 ... (...) Wir waren Kinder unserer Eltern, in vielen Elternhäusern war "du heiratest später doch" ganz selbstverständlich.
Zweifellos war das bis in die 60er Standard in der Mehrzahl der Familien in den unteren Bildungsschichten, aber genau davon galt es sich zu lösen, auch unter Streit und Konflikten. Insofern mögen die Erfahrungen verschieden sein. Ich bin Mitte der 50er geboren, im Gymnasium war der Anteil an Jungs und Mädchen ausgewogen, während des Studiums - zumindest in den Fächern, die ich studiert hatte - ebenfalls. Ich habe auch Frauen kennen gelernt, die gegen den erklärten Willen ihrer Eltern eine höhere Schulbildung durchgesetzt haben, teilweise sogar mit Arbeit neben der Schule.

Abgesehen davon gab es die Möglichkeit, über die diversen 2. Bildungswege nach einer Ausbildung weitere Qualifikationen bis zum Studium (und Promotion) anzuhängen. Bildungsaufstieg und Qualifikation wurden in den 70ern und 80ern breit gefördert und waren - ganz wichtig!! - auch finanziell (ohne Elternhilfe) zu stemmen.

Aber wie bereits betont: diese Möglichkeiten waren die Chancen der 68er Nachfolgegeneration (und das sind die in den 50er Jahren Geborenen!), da spätestens 68 deutlich werden konnte (wenn man es denn wahrhaben wollte), welche zentrale Rolle Bildung in einer modernen Gesellschaft spielt - unabhängig davon, ob man bereits einen höheren Schulabschluss anstrebte oder in einer Ausbildung war.
 
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  • #140
Mir kommt da das Kotzen, sorry, weil ich überzeugt bin, dass die Zeit längst für einen weiblichen Führungsstil reif ist, in der Politik und besonders in der Wirtschaft.
Also, ich hab Mutti Merkel nicht gewählt. Aber hätten wir weltweit mehr von ihrer Sorte und weniger Trumps, Orbans, Netanjahus und wie sie alle heißen, die Welt wäre eine bessere. Davon bin ich absolut überzeugt.
 
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  • #141
Gleichberechtigung von Frau und Mann ist was anderes als Gleichberechtigung des sogenannten Weiblichen und Männlichen, beispielsweise eines sogenannten weiblichen bzw. männlichen Führungsstils.

Übrigens finde ich diese Versachlichung von Personen in der Rede von Hilfskraft, Führungskraft usw. etwas schade. Wir haben es da doch nciht mit irgendwelchen Kräften, sondern mit Menschen zu tun. Also doch bitte einfach direkt von Helfer bzw. Führer sprechen.
 

60+

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  • #142
Ich bin Mitte der 50er geboren, im Gymnasium war der Anteil an Jungs und Mädchen ausgewogen
Dann hast du in einem anderen Land gelebt als ich. Bin auch so alt und bei mir war es andes. Getrennte Klassen, aber 2 Mädchenklassen und 4 Jungsklassen.
Zweifellos war das bis in die 60er Standard in der Mehrzahl der Familien in den unteren Bildungsschichten,
Auch in der höheren Gesellschaft. Damals hat man die Tochter aufs Gymnasium geschickt, damit sie eine gute Partie ist.
Bildungsaufstieg und Qualifikation wurden in den 70ern und 80ern breit gefördert
Ja, das stimmt, aber da waren diese Frauen eben schon verheiratet und hatten Kinder.
Wer also wirklich profitiert hat, ist eher die Babyboomer-Generation, also die in den 60ern geboren wurden.
Um nochmal auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen: Bei Männern ab Mitte 60 gibt es eben schon sehr viele, die die konservative Familie mit "Mann ist in Rente und Frau macht den Haushalt" bevorzugen.
Bei den Mittfünfzigern wird es sehr viel besser (das sehe ich bei den Partnern meiner Freundinnen). Deswegen wollen wir 60er eben auch keinen älteren Mann.
 
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  • #143
Also, ich hab Mutti Merkel nicht gewählt. Aber hätten wir weltweit mehr von ihrer Sorte und weniger Trumps, Orbans, Netanjahus und wie sie alle heißen, die Welt wäre eine bessere. Davon bin ich absolut überzeugt.
Als Österreicher bleibt mir zur Politik in Deutschland nur eine Meinung, ich hätte sie nicht wegen der Parteizugehörigkeit gewählt. Als Politikerin hat die tatsächlich Neuland betreten was den weiblichen Führungsstil angeht, denkt man z.B. an Maggie Thatcher, die als Frau die patriachale Machtpolitik übernahm und z.T. überflügelte. Merkel präsentiert sich mit Köpfchen, lässt Populisten und Autokraten wie Putin mit deren altväterlichen Imponiergehabe vorzüglich ins Leere laufen. :)
 
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  • #144
Dann hast du in einem anderen Land gelebt als ich. Bin auch so alt und bei mir war es andes. Getrennte Klassen, aber 2 Mädchenklassen und 4 Jungsklassen.
Bundesland vielleicht, ja, aber das unterschied sich schon von Stadt zu Stadt, Volksschule konnte 1959 auch in Großstädten ebenso nach Geschlechtern getrennt wie koedukativ erlebt werden und ein paar Jahre später galt dasselbe für Gymnasien. Während es allerdings bei der Volksschule kaum eine Wahlmöglichkeit gab, sah es bei weiterführenden Schulen ja anders aus. Gar nicht erst davon zu reden, dass auch Lernmittelfreiheit sehr unterschiedlich gehandhabt wurde, Kulturhoheit der Länder eben. Das ändert aber nichts daran, dass Neugier auf ein Leben jenseits der ausgetretenen Pfade geweckt werden konnte, wenn man offen dafür war.

Auch in der höheren Gesellschaft. Damals hat man die Tochter aufs Gymnasium geschickt, damit sie eine gute Partie ist.
Das waren dann aber Töcher aus ausnehmend konservativen Kreisen - aus denen zumindest manchmal extrem freche Töchter wurden ... ;-))

Wer also wirklich profitiert hat, ist eher die Babyboomer-Generation, also die in den 60ern geboren wurden.
Kaum, da schlicht zu spät geboren. Für die war 68 Geschichtsunterricht und meilenweit vom eigenen Leben entfernt. Dafür hatten sie das AIDS-Problem in aller Massivität, ebenso wie überfüllte Hörsäle ...

... wollen wir 60er eben auch keinen älteren Mann.
Ich kann es nur immer wieder betonen, das Wissen um Veränderung war in den 60er Jahren zugänglich, welche individuellen Schlussfolgerungen man daraus zog, war eine andere Sache. Und wenn frau einen im beschriebenen Sinn 'modernen' Mann sucht, dann muss es ihr darum gehen, Gleichgesinnte zu finden. Die findet man allerdings nicht über das PS-Matching, sondern nur, wenn man bereit ist, in seiner Selbstdarstellung die Hosen / den Rock runterzulassen und eindeutige Zeichen zu setzen. Alter (egal in welche Richtung) wird dann aber eher nachrangig.
 
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  • #145
Als Österreicher bleibt mir zur Politik in Deutschland nur eine Meinung, ich hätte sie nicht wegen der Parteizugehörigkeit gewählt. Als Politikerin hat die tatsächlich Neuland betreten was den weiblichen Führungsstil angeht, denkt man z.B. an Maggie Thatcher, die als Frau die patriachale Machtpolitik übernahm und z.T. überflügelte. :)
Diese Frau hatte zwar ein schönes Begräbnis und schöne Handtaschen, aber zahlreiche ihrer Taten sind unverzeihlich. Privatisierungen, Zerschlagung der Gewerkschaften, ihre Haltung zum Apartheid Unrechtsregime und ihre Unterstützung der Roten Khmer sowie ihre Haltung zu Atomwaffen sind unverzeihlich. Positiv jedoch, dass sie entsetzt war über die Invasion in Grenada. So eine schöne Insel, danach war der Preis für Kokosnüsse ins Unglaubliche gestiegen.
 
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  • #146
aber zahlreiche ihrer Taten sind unverzeihlich
So sehen es heute viele Wutbürger in Deutschland, wenn sie an ihre Bundeskanzlerin denken. Für mich hat Merkel tatsächlichen einen anderen, einen weiblichen Ton in die Politik eingebracht. In erster Linie wirtschaftsfreundlich, aber nicht chauvinistisch.

Edit: In erster Linie ist Merkels Politik wirtschaftsfreundlich, viel später menschlich :(
 
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  • #148
Ich möchte nicht auf eine Stufe mit diesen primitiven Wutbürgern gestellt werden.
Sorry, ungünstig von mir formuliert. Ich würde dich nie auf eine Stufe mit Populisten stellen.
Die Taten oder besser Untaten von M. Thatcher sind in keinster Weise vergleichbar mit dem, was dieses AFD Gesindel anrichtet.
Richtig, tut auch keiner.
 
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  • #149
Hallo Community,
hier mal meine Erfahrungen:
Bin im "biblischen" Alter von 65 ( und ohne Panik ) !
Bei PS bin ich seit letztem Jahr angemeldet. Zuerst setzte ich meine Filter, mein eigenes Alter + 10 Jahre.
War bis fast 65 berufstätig (Steuerberatung), habe meinen Mann bis zu seinem Tod drei Jahre lang gepflegt und mich um alles gekümmert.
Bin wirklich vielseitig interessiert, sehr unternehmungslustig, weltoffen, reiselustig, anpassungsfähig und, vor allem, anpassungsbereit ( aber nicht um jeden Preis ).
Bin sportlich, schlank, ganz ansehnlich und sehr, sehr humorvoll ( extrem wichtig für mein Leben !).
Kontaktiert wurde ich von Herren im gesamten Altersspektrum, also von 64 bis 74.
Fazit: Die älteren Herren waren extrem wählerisch und eigentlich war ich ihnen viel zu alt ! Auf meine Frage, warum sie dann in meiner Altersklasse suchten, kam die Antwort, man wolle sich nicht einschränken, aber eine deutlich jüngere Partnerin würde bevorzugt.
Nun, des Menschen Wille ist sein Himmelreich und ich bin tolerant genug, diese Einstellung zu akzeptieren.
Die meisten Herren meines Alters vermittelten mir das Gefühl, dass sie selbst nicht so recht wussten was sie eigentlich wollten. Da kamen Aussagen, die mich innerlich haben schmunzeln bzw. lauthals lachen lassen. Nun, ich bin gut erzogen und verfüge über Manieren, deshalb bemühte ich mich, diese Aussagen einfach zu ignorieren und freundlich zu bleiben.
Meistens habe ich mich mit sehr netten Worten aus der Affäre gezogen, alles Gute für die weitere Suche gewünscht und mich dann schnell verabschiedet.
Kürzlich lernte ich einen Mann kennen ( in der Bibliothek ), der vermutlich ca. 3 - 4 Jahre jünger ist als ich. Ein sehr netter, charismatischer Typ, nicht unbedingt schön aber sehr humorvoll. Er hatte es einfach, " das gewisse Etwas". Genau das ist es, was ich suche.
Er will mich unbedingt wiedersehen ( seine Worte ) und ich werde dieses Date auf jeden Fall wahrnehmen. Sollte es "funken" - sehr gut, wenn nicht, - auch gut und absolut kein Problem für mich !
Vermutlich ist meine Gelassenheit doch eine wichtige Grundvoraussetzung bei der Partnersuche.
Alles kann und nichts muss !
Euch allen ein abwechslungsreiches Wochenende.