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  • #1

Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Denke ich in Extremen, kommt es mir so vor, treffe ich die Falschen oder ist es so?

Die männliche (viell auch weibliche) Singelwelt ist in zwei Lager gespalten:

Typ A: Kann sich nicht binden oder festlegen. Meist die gutaussehenden, gutverdienenden Leute. Bei ihnen kommt aber irgendwann heraus, dass sie von einem Expartner furchtbar enttäuscht wurden (verlassen, betrogen o.ä.). Lässt man sich auf sie ein, so werden sie entweder (sofern frau vorsichtig ist) sich verziehen wenn sie merken, dass man Wert auf Ernsthaftigkeit legt oder allenfalls die Gelegenheit zum schnellen Sex oder zur Affäre nutzen.

Typ B: Hat offenbar wenige Chancen, eine Frau für sich zu gewinnen, ist ewiger oder jahrelanger Single, schöpft beim ersten freundlichen Umgang mit ihnen himmelhohe Hoffnungen und man wird sie nicht mehr los. Meist kommt heraus, dass sie Mutterersatz in einem sehen (gern auch im körperlichen Bereich wie ein Kind an der Brust hängen) , zerrüttete Familienverhältnisse haben und deswegen Unterschlupf suchen oder von tiefen Komplexen geplagt sind.

Mischformen gibt es natürlich auch.
Ich weiß, dass nun viel Protest kommen wird, aber darüber freue ich mich.

Kann es sein, dass ab ca. 30 einfach der Zug abgefahren ist? Dass die Menschen schon von vergangenen Enttäuschungen verdorben und entmutigt sind. Dass sie auf immer und ewig einer vergangenen Liebe nachtrauern und sich nicht mehr neu öffnen können?

All die, die in meinem Alter heiraten, haben sich um die 20 kennengelernt und machen nun - nicht unbedingt euphorisch - nach 10 Jahren komplett Ernst. Ich freu mich für sie. Vielleicht weil ich ihnen auch erfolgreich klarmache, dass der Markt da draußen sicher nichts Besseres bieten wird...

Schießt los!
 
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  • #2
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Eigentlich ein total amüsanter Gedanke das mal so aufzuteilen :) auch wenn es richtig ist das es viele Mischformen gibt und sicher immer wieder Ausnahmen- aber tendenziell gebe ich dir recht. Beruflich auf dem Höhepunkt- möchte sich nicht unbedingt langfristig binden oder eben etwas lockeres für zwischendurch. Der langjährige Single verfällt verständlicherweise in eine unheimliche Euphorie- daran geknüpft sind Erwartungen, Hoffnungen- am liebsten alles jetzt und sofort und im vollem Umfang. Dies birgt jedoch auch ein hohes Risiko an Enttäuschung und sind wir mal ehrlich wer wird gerne enttäuscht oder enttäuscht jemand anderen gerne. Das Medium Internet tut da sicherlich auch seinen Beitrag zu- der virtuelle Supermarkt- in dem wir einkaufen und was uns nicht gefällt eben nun mal stehen lassen :)

Ich möchte das nicht pauschalisieren oder jemandem hier auf die Füße treten, aber ja die Männer- Single - Welt zeichnet sich tatsächlich oft so ab.
 
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  • #5
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von Limela:
All die, die in meinem Alter heiraten, haben sich um die 20 kennengelernt und machen nun - nicht unbedingt euphorisch - nach 10 Jahren komplett Ernst. Ich freu mich für sie. Vielleicht weil ich ihnen auch erfolgreich klarmache, dass der Markt da draußen sicher nichts Besseres bieten wird...
Interessant. In meinem Freundes-/Bekanntenkreis war das etwas anders. Viele, die sich um die 20 kennengelernt hatten und nicht gleich nach ein paar Jahren geheiratet haben, haben auch nicht mehr geheiratet (jedenfalls nicht sich), sondern sich mit um die 30 getrennt. Mit dem vorherigen Partner wollten sie also keine Naegel mit Koepfen machen. Bei vielen von ihnen kam dann eine kurze Sturm und Drang Phase, weil man was nachzuholen hatte. Und dann traf man doch den "richtigen" Partner und auf einmal ging alles ganz schnell - Heirat, Kinder, Hausbau.

Viele Bekannte/Freunde, die mit um die 20 geheiratet haben, haben sich dann mit um die 30 scheiden lassen und sind jetzt frustriert oder sie leben notgedrungen noch in ihrer "gluecklichen" Ehe, aber wuerden lieber mein derzeitiges Single-Leben geniessen.

Also ganz so schlimm finde ich es nicht, dass ich momentan Single bin und meine Familienplanung noch nicht erfuellt habe. Ich sehe auch keinen Grund, warum ich mit 30 oder 40 irgendwas bestimmtes erreicht haben muss.

Wie Du gesagt hast, heute gibt es doch so viele Mischformen.
 
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  • #7
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von Limela:
Kann es sein, dass ab ca. 30 einfach der Zug abgefahren ist? Dass die Menschen schon von vergangenen Enttäuschungen verdorben und entmutigt sind. Dass sie auf immer und ewig einer vergangenen Liebe nachtrauern und sich nicht mehr neu öffnen können?
Ich gehöre zu der Gruppe, die ca. zwischen 25 bis 40 in einer Beziehung/Ehe waren und wo es dann kaputt geht, meist schon mit pubertierenden Kindern.
Dann ist man erstmal mit den Kindern beschäftigt und damit, sich zu sortieren und zu erholen.

ABER DANN - dann genießt man die neue Chance, die sich eröffnet, hat einiges über sich gelernt und das was man kann und will im Hinblick auf Beziehung, ist etwas gelassener, weil die Kinder schon groß sind und das Arbeitsleben/die Existenzsicherung läuft - nix mit Entmutigung oder Nachtrauern, nix mit Verdorbenheit und Verschluss.....

Es ist dann auch nicht leicht, jemanden zu finden, aber da viele in ähnlicher Situation sind und nicht jeder ein Krüppel seiner Lebenserfahrung geworden ist, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben....
Wer hier aufmerksam mitliest, der kriegt auch hier in der Frust-Ecke mit, dass viele eine neue Liebe finden. Nicht verzagen - das Leben kann noch sehr schön sein...
 
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  • #8
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Also ich muss ich ehrlich sagen, dass ich glaube, den Mut an eine grosse Liebe verloren zu haben. War glücklich verheiratet (8 Jahre grosse Liebe), ein Traummann. Dann der Schock, er hat sich in eine andere verliebt. Hatte sehr damit zu kämpfen, meine Kräfte waren am Ende. Lebe aber noch...
Dann lernte ich einen anderen Mann kennen. Ich gebe zu,dass ich ihn oft mit meinem Ex verglichen habe, aber ist es nicht normal, wenn man vorher so glücklich verheiratet war? Nach ca. 2 Jahren konnte ich meinen NEUEN Mann (wir waren nicht verheiratet) endlich lieben, so, wie er war. Ich war angekommen,,,,dann der Schock, er verliebte sich 2009 in eine 20 Jahre jüngere Frau, die er, wie er sagte über alles liebte. Die Liebe hielt 3 Monate, dann kam er zu mir zurück, bat um eine neue Chance...ich zog wieder zu ihm, dann 3 tolle Jahre, habe ihn mit durchgefüttert, viel in sein Haus investiert, weil er nicht wusste, wie er das alles bezahlen soll. Anfang Januar war er den Großteil seiner Hausschulden los, wir freuten uns auf die Zeit, die jetzt kommen sollte....mal ins Konzert gehen, Urlaub machen, Kurzreisen....Vor 4 Wochen bekam ich dann wieder einen Schock. Er verliebte sich wieder in eine neue Frau (hat 4 Kinder). Er sagte, er liebe 2 Frauen (mich und SIE), aber die NEUE hätte einen Joker, sie wäre noch in einem gebährfähigem Alter (42). Ich muss jetzt mit 55 Jahren eine neue Existenz aufbauen, ich hatte alle meine Möbel (2009) verkauft, weil ich ihm vertraut hatte, ich hatte ihm verziehen und jetzt das...Mir gehören 2 Bettdecken und meine Klamotten, 2 Katzen und 1 Hund. Nun frage ich mich wirklich, ob ich jemals wieder einen Mann lieben kann. Ich habe grosse Schwierigkeiten, einem Mann wieder nun zu vertrauen, die Angst, einen neuen Mann zu verlieren, den ich liebe....Man sagt ja, man darf keine Erwartungen haben, dann kann man nicht entäuscht werden. Aber ich denke, bestimmte Erwartungen darf man in einer Beziehung haben...Ich bin so oft in meinem Leben entäuscht worden, dass mir ehrlich gesagt der Mut fehlt, eine neue Beziehung einzugehen. Ich habe mich jetzt hier bei Parship angemeldet, um Ablenkung zu finden, habe Angst, wenn ich einen Mann hier kennen lerne und mich ein bißchen verliebe, dass ich ihm keine Gefühle entgegenbringen kann, ich merke, dass ich kalt und verhärmt geworden bin. Ich denke, dass geht vielen ähnlich. Und dann glaube ich auch, dass viele, die sich hier anmelden, Schwierigkeiten haben mit einer Beziehung, viele sind ebenso entäuscht worden wie ich und machen einen letzten Versuch über die Singlebörse, wir sind doch alle hier irgendwie "gebrannte Kinder"....oder wie seht ihr das?
 
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  • #9
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von Bruce:
Damit ist doch schon alles gesagt: Ich (Mischform) bin auf der Suche nach einer zu mir passenden Mischform.
mischformen gibt es ja auch noch sequentiell!;-)

nur als beispiel: ich könnte von 15-25 als typ a unterwegs gewesen sein, von 25-35 verheiratet, von 35-45 als typ b... um dann, vielleicht, wenn was weiter gegangen ist und ich auch ein bisschen glück und vielleicht unterstützung hatte... endlich, endlich ein bisschen *reifer* und *weiser* geworden, wieder ein ganz passables angebot auf dem partnerschaftsmarkt zu sein... ;-)))

und dann gibt es auch noch die mischform frau, die auf mischform mann trifft, und sie versuchen zusammen das beste aus sich herauszulieben.
 
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  • #10
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Ihr gebt mir Hoffnung, weil es derzeit für mich so gestaltet wie beschrieben...
Interessant, dass es doch so unterschiedliche Lebensverläufe gibt,
Man sagt ja auch, man bekomme das, was man ausstrahlt.
Ich weiß nicht ob das zufrifft, aber ich hoffe es nicht.
 
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  • #11
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von Limela:
Man sagt ja auch, man bekomme das, was man ausstrahlt.
Ich weiß nicht ob das zufrifft, aber ich hoffe es nicht.
man sagt es, aber es stimmt mmn auch nicht so ganz. ändere mal einfach deine ausstrahlung! hää? denk positiv? denk erleuchtet? strahl aus? .... hab ich auch schon versucht, der erfolg lässt noch auf sich warten... :)

ich glaube, wir können mit dem ganzen mist um unsere edelsteine herum was machen, so dass diese wieder strahlen... :))))))))))))))))))
 
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  • #12
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Friedrich Rückert schrieb schon vor knapp 200 Jahren:

Dein Auge kann die Welt
trüb oder hell dir machen.
Wie du sie ansiehst,
wird sie weinen oder lachen.

Ich finde, da ist viel Wahres dran...
 
L

Löwefrau_geloescht

  • #13
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von tina*:
Friedrich Rückert schrieb schon vor knapp 200 Jahren:

Dein Auge kann die Welt
trüb oder hell dir machen.
Wie du sie ansiehst,
wird sie weinen oder lachen.

Ich finde, da ist viel Wahres dran...
Alles Wahrnehmungssache. Beuys empfand seine Fettecke auch als Kunstwerk....die Putzfrau nicht. ;-)
 
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  • #14
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

Zitat von Limela:
All die, die in meinem Alter heiraten, haben sich um die 20 kennengelernt und machen nun - nicht unbedingt euphorisch - nach 10 Jahren komplett Ernst. Ich freu mich für sie. Vielleicht weil ich ihnen auch erfolgreich klarmache, dass der Markt da draußen sicher nichts Besseres bieten wird...

Schießt los!
genau, heiraten aus Verzweiflung...klasse Idee! Mir hat mal ne Frau auf nem Klassentrefffen gesagt: Männer, die mit Mitte 30 noch nicht verheiratet sind, mit denen stimmt was nicht." Ich glaube nicht, daß es Reife beweist, wenn man sich zu ner Ehe breitschlagen läßt.

Ich würde mich da unter A einordnen...

Frage, was ist der Typ C? Sind das all die, die breitgeschlagen wurden?
außer schwarz, weiß und grau... es gibt auch noch jede Menge Farben! Sofern man sinnlich genug ist damit umzugehen...
 
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  • #15
AW: Mein Schwarz-Weiß-Denken: Bindungsunfähig oder verweifelt!

@juthus
Dein Beitrag wurde wegen des Moderierens erst später eingestellt und deshalb vielleicht auch von einigen übersehen.
Du hast mein volles Mitgefühl - das ist wirklich übel, was dir gleich mehrfach widerfahren ist.
Du fragst, ob in Singlebörsen nur der beziehungsverstörte Rest anzutreffen ist. Nun - wenn man es so macht wie du, ist die Gefahr natürlich groß... Wieso meldest du dich bei Parship an, wenn du dir so sicher bist, dich gar nicht auf eine Beziehung einlassen zu können ? Wozu soll das gut sein ?
Ich würde dir empfehlen, dir erst mal in Ruhe die Wunden zu lecken, dich liebevoll um dich selbst zu kümmern und vielleicht auch hier mit Hilfe des Forums zu verarbeiten.
Wenn du wieder neuen Mut geschöpft hast , wird Parship immer noch da sein. Und wenn das alle so machen würden, würde man auch dort auf viele Beziehungswillige und Beziehungsfähige treffen.... Hoffentlich !
Ich wünsche dir viel Glück !