Tina2018

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  • #1

Mein Mann hat sich von mir getrennt

Hallo,
Ich bin total am Ende meiner Kraft, mein Mann hat sich nach 12 Jahren Ehe von mir getrennt und möchte ausziehen.
Er bekommt erst im Oktober eine neue Wohnung, solange wohnen wir zusammen.
Ich liebe ihn immer noch so sehr, doch er möchte im Moment keine Beziehung mehr mit mir, sondern nur Freunschaft.
Er sagt seine Gefühle sind weniger geworden für mich.
Ich muss dazu erklären, das mein Mann vor 6 Jahren einen schweren Motoradunfall hatte, mit Schädelhirntrauma, Beschädigung des Fontalhirn, schwerem Hüfttrümmerbruch mit Lebereinriss.
Wir sind die letzten Jahre zum Teil durch die Hölle gegangen und ich habe ihn im Krankenhaus und zuhause ohne Ende unterstützt.
Jetzt geht es ihm wieder besser, er kann auch wieder laufen.
Er ist allerdings Frührentner, er hat Probleme mit seinen Emotionen und regt sich sehr schnell auf und wird dann schnell aggressiv.
Er möchte keine Hilfe vom Psychologen annehmen, leider hatten wir oft viel Streit.
Ich möchte ihn nicht verlieren, was kann ich bloß tun um ihn zurückzugewinnen?
Ich bin total am Ende und seit 2 Monaten krankgeschrieben und bei einem Psychologen in Behandlung und meinem Hausarzt.
Wer kann mir helfen?
Ich bin für jeden Rat dankbar.
Lg Tina
 

chava

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  • #2
Liebe @Tina2018, das ist schlimm für dich.

Du wirst ihn nicht ändern können, ihn also nicht so ohne weiteres
zurückgewinnen können, er hat seine Entscheidung getroffen.
Er hat dir aber seine Freundschaft angeboten.
Wenn du ihn wirklich noch liebst, beruhige dich, gib ihm deine Freundschaft. Sei locker, freundlich und nerv ihn nicht mit deinen Gefühlen und Weinen oder Druck ausüben. Halte ihm nicht vor, was du alles für ihn getan hast seit dem Unfall.
Sei einfach für ihn da.
Vielleicht genießt er die Ruhe mit dir.
Vielleicht besinnt er sich eines Tages und die Liebe kommt wieder.
Selbst wenn er auszieht, kannst du die Freundschaft pflegen.
Das sehe ich mal als einzige Möglichkeit, ihn zurückzugewinnen,
aber die Chance ist wirklich klitzeklein.
Er hat sich halt durch den Unfall verändert.
Du kannst also einfach akzeptieren, was er will.

Da du selber aber so fertig bist, wird das echt schwierig für dich.
Kannst du schauspielern und Deine Emotionen unterdrücken?
Dich total verbiegen für die Liebe?
Ihm Heile-Welt vorspielen?
Ich vermute mal ein nein.
Dir fehlt wahrscheinlich die nötige Kraft dazu.
Vielleicht leidest du auch zu viel, wenn ihr noch fast 3 Monate zusammenlebt.
Kannst du das, hältst du das wirklich aus?

2. Möglichkeit: alles bleibt, wie es ist.
Inclusive häufigem Streit.

Die dritte Alternative in meinen Augen wäre eine sofortige Trennung,
ein Schlussstrich. Sofortiger Auszug, er sucht sich eine Unterkunft, sei es bei Freunden oder seiner Familie oder irgendwo ein Billigzimmer wie es die für Arbeiter gibt, die in fremden Orten wochentags arbeiten.
Oder du ziehst aus und lässt ihn sofort alleine.

Er will sich keine Hilfe holen.
Schade, aber du kannst nix dran ändern, ihn nicht dazu zwingen.
Aber du brauchst alle Hilfe der Welt, hol sie dir bitte!
Bei deinem Psychologen.
Und hoffentlich bei Familie und Freunden,
eine virtuelle Umarmung kriegst du schon mal von mir.
 
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t.b.d.

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  • #3
Eure Beziehung scheint ziemlich kaputt zu sein und mir scheint nicht nur du bist am Ende deiner Kraft / Nerven.

Eine gute Feundin von mir hatte ähnliche Auswirkungen geschildert nachdem ihr Mann mit PTBS aus einem Gebiet mit "kriegsähnlichen Zuständen" heimkehrte.
Sie hat ihn überzeugen können psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen und anschließend machten beide erfolgreich eine Paartherapie.

Die wichtigste Vorraussetzung dafür ist aber, das beide Partner wirklich an der Beziehung festhalten und gemeinsam den langen Prozess der Besserung auf sich nehmen wollen.

Aber je nachdem welche Grenze bei den wiederkehrenden Streitereien überschritten wurde und welche Respektlosigkeiten dabei zu Tage traten kann es dafür eventuell schon zu spät sein.

Ich bin total am Ende und seit 2 Monaten krankgeschrieben und bei einem Psychologen in Behandlung und meinem Hausarzt.
Wer kann mir helfen?
Ich würde sagen dass der Psychologe dir im Moment an besten helfen kann.
 
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Mentalista

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  • #4
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Deleted member 21908

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  • #5
Hallo Tina, du bekommst doch schon jegliche Hilfe, die in so einer Situation möglich ist.
Zudem in einem Single-Börse-Forum anzufragen, halte ich nicht für zielführend.
Es gibt bestimmt Foren, wo sich andere Menschen finden, die ähnliches erlebt haben. Hast du danach gesucht?

Menta, das ist jetzt aber echt stark daneben!
Wir sind ein Forum für alle Probleme der Partnerschaft.
Und gerade dir hätte ich zugetraut, mit Herz auf Tina einzugehen
und ihr Ratschläge anzubieten statt so einen Senf zu schreiben!
Ich mag dich und bin nun enttäuscht von dir :(:(:(
Mich wundert sowieso, dass hier niemand weiteres helfen kann oder will.
 
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Mentalista

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  • #6
Menta, das ist jetzt aber echt stark daneben!
Wir sind ein Forum für alle Probleme der Partnerschaft.
Und gerade dir hätte ich zugetraut, mit Herz auf Tina einzugehen
und ihr Ratschläge anzubieten statt so einen Senf zu schreiben!
Ich mag dich und bin nun enttäuscht von dir :(:(:(
Mich wundert sowieso, dass hier niemand helfen kann oder will.

Ich akzeptiere deine Meinung. Genauso könnte ich jetzt von deinen Zeilen an mich behaupten, dass sie Senf sind.

Mag mein Blickwinkel nicht deiner Meinung gefallen. Aber kann man dich so schnell enttäuschen? Das gehört in einem Forum dazu, Meinungen zu lesen, die einem nicht gefallen.

Und... vielleicht kann hier keiner helfen, oder will es auch nicht. Dazu ist der Thread auch noch viel zu frisch. Warte doch mal ab.

Und.... anstatt mich zu kritisieren, warum nimmst du nicht lieber deine Zeit und Möglichkeit, der Tina zu helfen?;)
 
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ionchen

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  • #7
Ich sehe es wie @Mentalista.
Was sollen wir besser machen als ein Psychologe?
 
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Deleted member 21908

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  • #8
Und... vielleicht kann hier keiner helfen, oder will es auch nicht
Was sollen wir besser machen als ein Psychologe?
So wie ich das immer lese, besteht doch das ganze Forum fast nur aus Hobby-Psychologen, die zu allem ihren Senf geben, alles besser wissen, die kritisieren, Probleme zerpflücken, Artikel nach Fehlern und Widersprüchen durchsuchen, dafür alte und ur-ur-uralte Posts heraussuchen um es zu belegen.
Dadurch entstehen zig Seiten, mit oberflächigem Gerede - aber das ist wohl das Problem, oberflächig, mehr können die meisten mittlerweile nicht. Es gab mal eine Zeit, da hatten sich die Foristen viel Zeit genommen, um wenigstens zu versuchen zu helfen.
Die TE hat eine Frage gestellt, weil sie Hilfe sucht, oder Zuspruch.
Wart ihr mal beim Psychologen? Alle 4 Wochen 40 Minuten oder so, wenn man Glück hat, ein Mal die Woche, Wartezeit oft ein halbes Jahr.
Warum stellen hier überhaupt Leute fragen?
Ist das alles überflüssig?
Sollen die jetzt alle zum Psychologen statt hier zu posten?

mit Schädelhirntrauma, Beschädigung des Fontalhirn,
Meine Frage: wieso ist er damit nicht in ärztlicher Behandlung?
Die Verletzung kann Persönlichkeitsveränderungen hervorrufen, sein Verhalten, wie du es beschrieben hast, könnte darauf hindeuten. Warst du mit zu Arztgesprächen? Kann er sich denn noch selber alleine versorgen? Ich glaube von alleine und ohne medikamentöse Hilfe kann keine Besserung oder Veränderung seines Verhaltens eintreten.
Wenn er also keine Hilfe will, sieh zu, ob du es die Zeit bis zu seinem Auszug überhaupt aushalten kannst, wenn du selber schon krank bist.
Denk an dich und stell dich aufs Alleinsein sein, was ja sehr viele Menschen schon sind, die können es auch. Zurückgewinnen kannst du ihn nicht, er wird nie wieder so für früher bei solchen Gehirnverletzungen.
Viel Glück und Kraft wünsche ich dir!
 
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  • #9
Menta, das ist jetzt aber echt stark daneben!
Warum ? Weil sie die Fakten benennt und die Sache auf den Punkt bringt ? :eek:
Dann kannst Du das gerne als Deine Ansicht schreiben ("IMVHO"), aber nicht als Fakt ("... das ist ...")

Wir sind ein Forum für alle Probleme der Partnerschaft.
Ja, aber man muß nicht zu allen Problemen seinen Senf dazu geben ! Dieter Nuhr hat das schön formuliert ...

Und gerade dir hätte ich zugetraut, mit Herz auf Tina einzugehen
und ihr Ratschläge anzubieten statt so einen Senf zu schreiben!
Aber Dir ist schon klar, daß es nicht umsonst "Rat-Schläge" heißt ?

Letzteres zu unrecht. Lies Dir @Mentalista 's posting nochmal in Ruhe durch, dann merkst Du (hoffentlich), daß keine Veranlassung dazu besteht.

Mich wundert sowieso, dass hier niemand weiteres helfen kann oder will.
Wie ?
Und wenn das so einfach wäre : Mach mal !
 
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Deleted member 21908

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  • #12
Ich möchte ihn nicht verlieren, was kann ich bloß tun um ihn zurückzugewinnen?
Dieser eine Satz ist ein Hilfegesuch um einen Ratschlag - und das hat etwas mit Liebe und Beziehung zu tun. Und ist damit richtig in diesem Forum und in der korrekten Rubrik sogar. Dieser Wunsch ist nichts, wobei ihr ein Psychologe helfen wird - aber fürsorgliche Foristen könnten das schon hinbekommen, lese ich es doch jeden Tag.
Und.... anstatt mich zu kritisieren, warum nimmst du nicht lieber deine Zeit und Möglichkeit, der Tina zu helfen?;)
Schon gemacht, in Post 8 - besser bekomme ich es nicht hin.
Meine Frage: woraus schließt du so felsenfest und sicher, dass er das nicht ist?
Er möchte keine Hilfe vom Psychologen annehmen,
Außerdem könnte ihr jeder Arzt die Folgen der Verletzung und seine Persönlichkeitsveränderungen erklären, damit sie weiß, was sie zu erwarten hat.
Tschuldigung, @Mentalista , ich mag dich immer noch, IMVHO war es daneben.

So - der 12. Post und erst zwei Mal (+ ich) Hilfe :eek::(:rolleyes:
sonst nur Bestätigung, wie ich es schon sagte:
die kritisieren, Probleme zerpflücken, Artikel nach Fehlern und Widersprüchen durchsuchen, dafür alte ... Posts heraussuchen um es zu belegen.... mit oberflächigem Gerede - aber das ist wohl das Problem, oberflächig, mehr können die meisten mittlerweile nicht.
Ich bin bei diesem Thema raus.
Kann es jetzt mal um @Tina2018 gehen?????
Oder lasst ihr sie einfach links liegen?
 
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IPv6

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  • #13
Menta, das ist jetzt aber echt stark daneben!
Nö. Einfach nur staubtrocken und direkt herausgebracht.
Wir sind ein Forum für alle Probleme der Partnerschaft.
Eher nicht. Es hat hier schon so manche Themen gegeben die so schnell eskaliert sind, dass nur noch der Trümmer übrigblieben.

Nachtrag:
So wie es sich gerade, während ich schrieb, schon andeutet...
 
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Deleted member 20013

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  • #14
Verschoben.
 
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Mestalla

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  • #15
Verstehe die Aufregung gar nicht. Die TE geht zum Psychologen und hat sich dennoch entschlossen, hier um Rat zu fragen. Dafür hat sie bestimmt einen Grund und wer möchte, kann ihr einen Rat geben, und wer das nicht möchte, muss das nicht.
 
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Friederike84

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  • #16
Die dritte Alternative in meinen Augen wäre eine sofortige Trennung,
ein Schlussstrich. Sofortiger Auszug, er sucht sich eine Unterkunft, sei es bei Freunden oder seiner Familie oder irgendwo ein Billigzimmer wie es die für Arbeiter gibt, die in fremden Orten wochentags arbeiten.
Oder du ziehst aus und lässt ihn sofort alleine.

Halte ich für die beste Lösung. Räumliche Trennung, ein Auseinanderdividieren der Materie und dann mit den Gefühlen umgehen (lernen), die sich zeigen.
Gibt es einen zwingenden Grund warum das nicht schneller geht?
 
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t.b.d.

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  • #18
Je länger ich darüber sinniere was @Tina2018 über die paardynamischen Unfallfolgen andeutet (ihre Liebesbeziehung wandelt sich um in eine Pfleger-Patient-Beziehung was wieder weitere Folgen nach sich zieht) desto mehr tendiere ich zu der Meinung dass beide einmal ihre Geschichte einem Paartherapeuten anvertrauen sollten.
Es könnte sich herausstellen, dass das meiste von dem was heute so hoch aufkocht recht schnell geklärt werden kann.
 
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  • #19
Je länger ich darüber sinniere was @Tina2018 über die paardynamischen Unfallfolgen andeutet (ihre Liebesbeziehung wandelt sich um in eine Pfleger-Patient-Beziehung was wieder weitere Folgen nach sich zieht) desto mehr tendiere ich zu der Meinung dass beide einmal ihre Geschichte einem Paartherapeuten anvertrauen sollten.
Es könnte sich herausstellen, dass das meiste von dem was heute so hoch aufkocht recht schnell geklärt werden kann.

leider möchte der partner ja anscheinend keine psychologische hilfe in anspruch nehmen. dann wird er vermutlich auch nicht offen für eine solche therapie sein. :(
 

HrMahlzahn

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  • #20
@Piesa und einige andere
Hier hat jemand massive Problem und ihr nutzt den Thread um euren Streit. Bitte tragt ihn woanders aus

Liebe @Tina2018
Im großen und ganzen gehe ich mit @chava konform.
Ich hatte ähnliche Probleme in der Familie. Er lag ein halbes Jahr im Koma und war danach völlig wesensverändert. Er kam weder mit seiner Frau, noch mit den Kindern zurecht, Wenn er sich nicht zu Tode getrunken hätte, ware die Scheidung unausweichlich gewesen. Meine Schwester ist durch die Probleme ebenfalls zum Alkoholoker geworden.

Du hast dir psychologische Hilfe gesucht und dein Hinweis auf den Organdefekt im Frontalhirn hast du auch angedeutet, dass du weißt, was seine Persönlichkeit verändert hat. Im Frontallappen sitzt das höchste Verarbeitungszentrum für Emotionen und für die Aggressionskontrolle.
Es ist schwer zu akzeptieren, aber dein Mann, so wie er war, existiert nicht mehr. In dem Körper steckt so etwas wie sein, etwas aggressiverer Bruder. Das ist natürlich schwer zu akzeptieren.
Aus deinem Schreiben folgere ich dass du gut informiert bist und dir auch Hilfe holst. Das einzige, was du nicht erwähnt hast, sind Selbsthilfegruppen.
In meiner Nachbarschaft gab es genau das gleiche Problem. Motorradunfall, Defekt am präfrontalen Cortex, langes Koma, Wesensveränderung. und Scheidung.
Du hast dich jahrelang um deinen Mann gekümmert., bist mit ihm und für ihn durch die Hölle gegangen. Du kannst aber seine (neue) Persönlichkeit nicht ändern. Du musst dich nun um Dich kümmern. Laß ihn das Leben leben, das er will und steh ihm als Freund zur Seite, wenn er möchte. Er muß sein neues Selbst und seinen neuen Blick in die Welt selbst neu erfahren und damit zurecht kommen, und du musst dich wieder mehr in den Mittelpunkt deines Lebens rücken.
 
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t.b.d.

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  • #21
leider möchte der partner ja anscheinend keine psychologische hilfe in anspruch nehmen. dann wird er vermutlich auch nicht offen für eine solche therapie sein. :(

Möglich, aber fragen kostet ja nichts.
Man muss das nicht machen, aber es ist schon erhellend was jemand mit professionellem Durchblick in so einem Durcheinander an Mustern findet und einem verdeutlicht wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.
Aus einer Klärung was warum wozu geführt hat lassen sich auch Lehren für die Zukunft zu ziehen.
 
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SeTi

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  • #22
Hallo Tina2018,

Auweh Auweh …

Das tut mir unendlich leid für dich. :(
Mir hilft in Fällen, die mich sehr belasten die radikale Akzeptanz.

Das ist allerdings mein Weg mit Enttäuschung und Zurückweisung umzugehen.
Wichtig ist, dass du Hilfe annimmst und dass die Hilfe dir auch gut tut.
Wunden brauchen Zeit um zu heilen, bitte gib sie dir.

Ich kann dir nachempfinden wie hart das sein muss für dich, denke aber auch, dass es im Moment eher weniger bringt, hier auf Freundschaft zu tun, denn Freundschaft empfindest du ja keine für ihn, sondern Liebe.
Weiters möchte ich dir auch keinen Ratschlag geben, wie du weiter machen sollst, dass musst du selbst mit dir ausmachen und dabei schauen, dass es dir mit deiner Entscheidung gut geht.
Hoffentlich hast du genug Freunde und Menschen in deinem Umfeld, die dir in diesen harten Tagen zur Seite stehen können.

Lass dich nicht entmutigen durch ein paar sehr direkte Posts hier, jeder hat so seine eigenen Strategien wie er mit einem Ende umgeht.
Ich wünsche dir auf diesem Wege, dass du deine findest und ein Leben voller Glück und Liebe findest.

lg
SeTi
 
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Wolverine

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  • #23
Hallo,
Ich bin total am Ende meiner Kraft, mein Mann hat sich nach 12 Jahren Ehe von mir getrennt und möchte ausziehen.
Er bekommt erst im Oktober eine neue Wohnung, solange wohnen wir zusammen.
Ich liebe ihn immer noch so sehr, doch er möchte im Moment keine Beziehung mehr mit mir, sondern nur Freunschaft.
Er sagt seine Gefühle sind weniger geworden für mich.
Ich muss dazu erklären, das mein Mann vor 6 Jahren einen schweren Motoradunfall hatte, mit Schädelhirntrauma, Beschädigung des Fontalhirn, schwerem Hüfttrümmerbruch mit Lebereinriss.
Wir sind die letzten Jahre zum Teil durch die Hölle gegangen und ich habe ihn im Krankenhaus und zuhause ohne Ende unterstützt.
Jetzt geht es ihm wieder besser, er kann auch wieder laufen.
Er ist allerdings Frührentner, er hat Probleme mit seinen Emotionen und regt sich sehr schnell auf und wird dann schnell aggressiv.
Er möchte keine Hilfe vom Psychologen annehmen, leider hatten wir oft viel Streit.
Ich möchte ihn nicht verlieren, was kann ich bloß tun um ihn zurückzugewinnen?
Ich bin total am Ende und seit 2 Monaten krankgeschrieben und bei einem Psychologen in Behandlung und meinem Hausarzt.
Wer kann mir helfen?
Ich bin für jeden Rat dankbar.
Lg Tina
Hallo Tina
Deine Situation tut mir leid.
Vielleicht helfen dir ja meine Erfahrungen in dieser Richtung...
Ein Bekannter von mir hatte einen psychischen Zusammenbruch letzten Sommer und da ich ihm helfen wollte, habe ich mich damals mehr oder weniger spontan als gesetzlichen Beistand für ihn verpflichtet. Seine Schwester war schon am Ende und ich mochte die ganze Familie irgendwie...
Die Person war wegen ihrer körperlichen Verfassung zwar etwas eingeschränkt, aber im grossen und ganzen körperlich selbständig. Also auch nicht körperlich pflegebedürftig. Meine Aufgabe war er zu schauen, dass sein Leben weiter läuft also finazielle Sachen geregelt sind, Termine eingehalten werden, Sachen mit Behörden geregelt werden etc.. Arbeitsfähig war diese Person nicht mehr und als ich anfing war sie in einer Spezialklinik irgendwo in der Schweiz. Weit weg von zuhause. Ich hab mich also auch um die Wohnung etc. gekümmert..
Jedenfalls ging das die ersten Wochen ganz gut.. Für mich war es lediglich zeitlich ein viel grösserer Aufwand, als ich das geahnt hätte. Jede Woche hatte ich Termine an unmöglichen Zeiten. Gesamthaft hab ich bestimmt 2 halbe Tage mit Erledigungen für Ihn gebraucht. Nach den ersten Wochen musste ich mich dann irgendwann beim Arbeitgeber rechtfertigen und bin dann dort anfangs auf recht viel Verständnis getroffen..
Irgendwann hat sich dann die Situation um ihn aber verschlechtert. Ich nehme an, dass ihm der Aufenthalt in der Klinik und die damit verfügbare Zeit nicht wirklich gut tat. Er hatte dort zwar alles und wurde 24h betreut und hatte den ganzen Tag Sportprogramm etc. Aber er wurde zusehens unzufriedener.. Hat überall Sachen bemängelt etc... Das ging dann so weit, dass er anfing das Zimmer in der Klinik auseinander zu nehmen, aggressiv gegenüber Pflegern wurde und einfach nicht mehr zu handeln war. Der Mann ist fast 2Meter gross und wenn der loslegt siehts aus, wie wenn ein Nashorn durchs Zimmer fegt.... Alles inkl. Möbel waren zur Sau.
Irgendwann hatte ich dann in der Nacht um 2 Uhr oder so einen Anruf und irgend ein Amtsarzt hat mir erklärt, dass man den Mann in eine geschlossene Abteilung einweisen musste und er ruhiggestellt werden musste.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich selbst bereits so meine Mühe mit dem Mann klar zu kommen: Manchmal hatte ich am Tag 30 Anrufe von ihm. Von Weinen, über Wutausbrüche bis Drohungen mit dem Anwalt war Alles dabei.. Ausserdem zeichnete es sich ab, dass die Person nie mehr nach hause zurück kommen kann und eine Wohnung in betreuter Umgebung her musste. An Autofahren war auch nicht mehr zu denken und das obwohl die Person in der Autobranche arbeitete und für ihn Autos ALLES waren.. Die ganzen Behörden halfen auch absolut nicht weiter.. (In seiner Gemeinde gab es eine Person, welche auf der Gemeinde bei solchen Fällen hilft. Diese Person arbeitete 40% und war für 200 Fälle oder so verantwortlich..:eek:o_O:rolleyes:.) Dazu kam, dass Alle es irgendwie besser wussten/zu wissen gedenkten. Seine Kumpel, welche nen Scheiss für ihn machten, sein Anwalt, die Behörde der Gemeinde, die Hilfestelle der Klinik, die Hilfestelle der zukünftigen Klinik, sein ehemaliger Arbeitgeber, seine Eltern etc.. Jeder hätte die Situationen anders gehandelt und er sowieso.
Die Termine wurden indes nicht weniger und irgendwann war ich selbst an einem Punkt angekommen, an dem ich total überfordert war.
Stundenweise schwankte ich von *wie kann ich ihm helfen* zu *warum verhält er sich so* zu *was kann ich noch tun* zu *warum verhält sich seine Schwester/ Bruder / Kumpel etc. so gegenüber mir* zu *ich will einfach nix mehr mit Allem zu tun haben und will dass es aufhört*


Wirklich Hilfe mit meiner totalen Überforderung hab ich damals bei der Beratungsstelle von der Psychischen Klinik erhalten. Die Beratung war gratis und die Leute dort verständnisvoll. Mir wurde dort nahegelegt, dass ich als naher Bekannter die Aufgaben so schnell wie möglich abgeben soll, weil ich psychisch viel zu nahe dran bin an der Person. Überhaupt musste ich die Erfahrung machen, dass es dort nix gab, was diese Leute nicht schonmal gehört hätten.. Von dieser Beratungsstelle hab ich dann auch viele andere Kontakte erhalten.

Dir rate ich, dass du über deinen Psychologen/ das Spital wo er war/ deinen Hausarzt ebenfalls so eine Beratungsstelle suchst! JEDES Spital/ Klinik hat eine Sozialstelle oder eine Hilfestelle. Ruf dort an. Fang da an, wo dein Mann zuletzt in Behandlung war. Du scheinst Hilfe mit der Situation als gesamtes zu brauchen. Vielleicht schämt sich dein Mann. Vielleicht hat er über die Jahre Schuldgefühle oder Hassgefühle oder was auch immer entwickelt und will deshalb nur noch Freundschaft. Nur professionell geschulte Leute, die sich mit solchen Fällen auskennen können dir da weiterhelfen! Und das müssen die auch. Deutschland ist ein Sozialstaat. Das heisst, dass du dafür Steuern zahlst. Du und alle anderen auch. Dir steht professionelle Hilfe in vielen verschiedenen Formen zu. Aber du musst den Stein ins rollen bringen und nachfragen gehen.
Es fühlt sich gut an, wenn man mit jemandem reden kann, der die eigene Situation kennt und versteht und einordnen kann. Das wünsche ich dir wirklich!

Ist etwas lang geworden sry..

Edit:
Die Person hat dann überigens einen professionellen Berufs-Beistand erhalten und lebt seit dem neuen Jahr in einer für ihn Passenden Eirichtung. Er hat 20-30kg abgenommen und hat endlich wieder erste Erfahrungen von "Freude im Leben".
Und ich hab meine Erfahrungen gesammelt. Das mag jetzt hart klingen, aber ich werde nie weider eine Person in welcher Form auch immer so "pflegen"... Dafür gibts geschulte Leute. In dieser Einrichtung gibts überigens einmal im Monat am Sonntagmorgen ein Frühstück für Angehörige, bei dem viele Sachen erklärt werden. Und bei dem man Kontakte knüpfen kann. So gross ist der Beratungsbedarf wirklich, dass sie so etwas veranstalten. Viele Leute schämen sich aber immernoch Beratung anzunehmen..
 
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MonDieu

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  • #24
Man kann doch nicht einem Menschen, den und dessen Zustand man gar nicht kennt, gleich den Rat geben, er solle sich einen gesetzlichen Beistand nehmen, was einer sogenannten Entmündigung gleichkommt, und in eine Einrichtung gehen, nur weil er seine Frau nicht mehr liebt und irgendwann einmal einen Unfall hatte. Wenn einer nicht mehr will, dann ist das leider so, deshalb muß er noch lange keinen behandlungsbedürftigen Dachschaden haben!
 
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  • #25
@MonDieu
Das wäre dann die einzige Möglichkeit für @Tina2018 ihren Mann einer Therapie zuzuführen, in der Annahme die Wesensveränderung wäre reversibel. Blöd nur, wenn nicht...
 

Peabody

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  • #26
Liebe @Tina2018,

es tut mir sehr leid, was Du gerade durchmachen musst. Deine Lebensumstände sind momentan alles andere als leicht und ich kann höchstens erahnen wie sehr Du gerade zu kämpfen hast.

Wir Moderatoren des Forums möchten Dich dabei natürlich nicht im Regen stehen lassen. Deswegen mein Rat an Dich: Verfasse Deinen Post noch einmal im Expertenrat. Hier kann Dir unser erfahrene Psychologe Markus Ernst beratend zu Seite stehen. Dies ersetzt natürlich keine psychologische Behandlung wie Du Sie schon in Anspruch nimmst. Aber er kann Dir vielleicht einen Tipp geben, wie du mit der Situation umgehen kannst.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

Peabody
 
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Wolverine

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  • #27
Man kann doch nicht einem Menschen, den und dessen Zustand man gar nicht kennt, gleich den Rat geben, er solle sich einen gesetzlichen Beistand nehmen, was einer sogenannten Entmündigung gleichkommt, und in eine Einrichtung gehen, nur weil er seine Frau nicht mehr liebt und irgendwann einmal einen Unfall hatte. Wenn einer nicht mehr will, dann ist das leider so, deshalb muß er noch lange keinen behandlungsbedürftigen Dachschaden haben!
Ich hab nicht gelesen, das ihr da voher geschrieben habt. Aber wenn dass deine Antwort auf meine Ratschläge für Tina ist, hast du leider nix verstanden. Ich schreibe das mit dem Beistand zu keinem Zeitpunkt. Und sowieso:
Du kannst einen Menschen nicht gegen seinen Willen einen Beistand aufzwingen! Was schwafelst du da für einen Mist?? Leute können nur unter Vormudschaft gestellt werden, wenn sie für sich oder für andere ein zu hohes Risiko darstellen. Jedenfalls hier in der Schweiz.
 
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D.VE

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  • #28
Das tut mir toal leid... Ich war auch da.

Mein Rat wäre auch gewesen, Dir bei einem Psychologen Hilfe zu suchen. Da Du das schon tust, möchte ich hier auch nicht viel dazu sagen. Ich maße mir nicht an, einem Therapeuten da reinzureden.

Das einzige was ich Dir mitgeben möchte: So hart das ist. Viel tun kannst Du nicht. Klammern bringt wenig. Die einzige Möglichkeit die Du hast, besteht vermutlich darin, Deinen Mann loszulassen, nicht zu klammern und ihm die Möglichkeit geben Dich zu vermissen (das machst Du nicht indem Du dauernd Kontakt hast).

Du solltest Dir auch überlegen, ob eine Singlebörse der richtige Anlaufpunkt ist, um solche Probleme zu besprechen. Ich kann mich in einer anderen Singlebörse an einen Fall erinnern, bei dem so ein Posting wie Deines, der Beziehung den Todesstoß gegeben hat, weil der Partner den die Dame zurückgewinnen wollte, das herausgefunden hat ("Oh, sie datet wieder, dann kann ich das ja auch").

Daher mein Tipp: Arbeite mit Deinem Therapeuten und meld Dich hier wieder ab! Hier im Forum fragst Du zehn Leute und bekommst elf Meinungen, und die Gefahr ist hoch, dass Du Dir nicht die Meinung raussuchst, die Dir am meisten hilft, sondern diejenige, die Dir am angenehmsten ist.
 
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  • #29
Du kannst einen Menschen nicht gegen seinen Willen einen Beistand aufzwingen! Was schwafelst du da für einen Mist??
Nach dem ersten und zweiten Lesen hatte ich den Eindruck, da wäre Entscheidungsbefugnis vorhanden. Nachdem ich nachgelesen habe, weiss ich auch, dass es nur beratende und erinnernde und unterstützende Funktion hat. In der Schweiz für Kinder und Erwachsene; in DE habe ich es nur für Kinder gefunden.
Da kannst du etwas weniger wortgewaltig darauf hinweisen.