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Feminismuskritiker = Terroristen.
Eine rhetorische Glanzleistung.

Klarer Fall.
Alle einsperren und die Demokratie ist gerettet.
 
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Pit Brett

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syntagma

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Feminismuskritiker = Terroristen.
Eine rhetorische Glanzleistung.

Klarer Fall.
Alle einsperren und die Demokratie ist gerettet.


Besonders hübsch fand ich gleich ziemlich zu Beginn:
Zitat von Artikel:
Mit ihrer Lobbyarbeit, in der sie ihre Gefühle als Fakten verkünden, haben sie einige Erfolge erzielt. Sie wirken sogar bereits in einer Bundestagspartei mit, und es ist nicht mal die AFD.
Da frag ich mich dann: weiterlesen oder nicht? Und was wäre daran mein Interesse?
Vielleicht herauszukriegen, mit welchem Interesse solch schlechten Artikel geschrieben werden.
 
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Da frag ich mich dann: weiterlesen oder nicht? Und was wäre daran mein Interesse?
Vielleicht herauszukriegen, mit welchem Interesse solch schlechten Artikel geschrieben werden.
Qui bono?
Bist du zu einem Schluss gelangt? Welchem Interesse könnte dieser Artikel dienen? Einem offensichtlich vordergründig erkennbaren für Team Lila? Oder soll er dieses bewusst untergraben um mehr Sympathisanten für Team Blau zu mobilisieren?
Gibt es gar eine lachende dritte Partei, die von dem Zwist profitiert?
 

syntagma

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Qui bono?
Bist du zu einem Schluss gelangt? Welchem Interesse könnte dieser Artikel dienen? Einem offensichtlich vordergründig erkennbaren für Team Lila? Oder soll er dieses bewusst untergraben um mehr Sympathisanten für Team Blau zu mobilisieren?
Gibt es gar eine lachende dritte Partei, die von dem Zwist profitiert?

Naja, zunächst mit verhältnismäßig geringem Aufwand und Risiko die Aussicht auf hohe Klickzahlen. Man bedient die üblichen Sensationsbedürfnisse (Netzwerk aufdecken, Terrorismus) und Klischees, leistet wenig, aber weil man mit der größeren Lobby (Antimännerbewegung) gegen die geringere Lobby (Antifrauenbewegung) polemisiert und ständig implizit oder explizit sich gegen rechts positioniert (AFD hineinbringen, trotz "nicht mal"), darf man sich in den Volksaugen auf der sicheren, nämlich richtigen Seite verortet wissen. Und wer auf der richtigen Seite steht, wen kümmert dann noch schlechter Journalismus? Also effektiv ist das sicherlich. Qualitätsjournalismus ist was anderes.
 
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Naja, zunächst mit verhältnismäßig geringem Aufwand und Risiko die Aussicht auf hohe Klickzahlen.

Populistische Polemik die niemandem nützt als ihm selbst. Einleuchtend, wenn auch enttäuschend.

Ich würde auch noch den Autor selbst und ganz persönlich einbringen:
Ich finde die Textpassage jetzt nicht.... ....wo er davon schreibt, als was Frauen-unterstützende Männer verunglimpft werden. Ich vermute zu diesen jenigen zählt er sich selbst.

Sieht so aus. Von der Warte der vermeintlich höheren Moralität sieht er wohl auch die verwendeten Mittel durch den Zweck geheiligt.
 

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Alles was sich der Eindeutigkeit, vor allem der eindeutigen Zuordnung zur "richtigen" Seite, entzieht, ist nicht nur verdächtig, sondern zu bekämpfen.

Klingt nach Stalin oder Mielke.

Wer die Fehler der Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Welcher Satiriker, der etwas auf sich hält, lässt denn irgendeine Gruppierung außen vor? Wenn Spott und Häme verteilt wird, ist doch noch niemand zu kurz gekommen.
 
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syntagma

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  • #1.245
Ich erinnere mich noch an "je suis charlie"-Bekundungen auch hier im Forum. Von Leuten, denen ich null Sinn für Satire bescheinigen würde.
Ich find, man sollte dann so konsequent sein, und einfach gegen Satire sein. Anstatt zu sagen, Satire sei wichtig, aber müsse im Dienste der richtigen Sache stehen.
 

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Wichtig finde ich Satire nicht. Satire ist Luxus. Wenn wir uns den nicht mehr leisten können, sind wir arm dran.
Andererseits wird die Staatsmacht erst aktiv, nachdem der Tiger den Satiriker gebissen hat, den er am Schwanz gezogen hat.
 
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  • #1.251
Womöglich sagt die: es ist Ausnahmezustand.

Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.

und die Entscheidung wirksam durchsetzen kann.


Darum geht es doch. Und ich sage auch, dass der Wert Hitlers für mich nichts gilt, aber zum Knechten gehört auch ein Machtapparat z.B.: Weißrussland.

Um eine Minderheit zu knechten reicht schon eine einfache Mehrheit oder ein längerer Hebel.
Darum bilden unterschiedliche Minderheiten gern Zweckgemeinschaften.

Allerdings lässt sich ein machtvolle Mehrheit u.U. auch in mehrere machtlose Minderheiten splitten, die man im Idealfall aufeinanderhetzen kann.

Hitler ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie schnell und wie weit es gehen kann.

1920: Gründung der NSDAP mit offen kommunizierten antidemokratischen Zielen als Reaktion 'besorgter Bürger' auf eine vermeintlich jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung.
1923: Putschversuch und weitgehendes Verbot
1933: Machtübernahme nach Wahlerfolg und Entmachtung des Parlamentes, Ausrufung des tausendjährigen Reiches
1939: Beginn des 2. Weltkrieg
1941: Einrichten von Vernichtungslagern
1945: Europa liegt in Trümmern, weltweit wurden 65 Millionen Menschen getötet, die Überlebenden hungern und frieren, Millionen sind obdachlos und z.T. auf der Flucht.

Wir sind heute aufgrund der furchtbaren Resultate mehrheitlich der Meinung, dass Hitler und andere sowie deren Gefolgsleute böse waren.

Die Bösen waren aber damals der Meinung, dass sie die Guten sind, die das Böse mit allen Mitteln bekämpfen müssen.

Interessante Tatsache: Das deutsche Reich hat im WK2 insgesamt 800 Kilotonnen TNT-Äquivalent an Explosivstoffen eingesetzt.

Die Sprengkraft moderner Waffensysteme wird in Megatonnen gemessen.

Zum Vergleich: Das im Hafen von Beirut explodierte Ammoniumnitrat setzte die Sprengkraft von ~1,5 Kilotonnen TNT frei.

Vor dem Hintergrund dieser Fakten habe ich tatsächlich schwere Bedenken, neuen Rechten die Möglichkeit einzuräumen, die Verfügungsgewalt über z.T. zehntausendfach so zerstörerische Waffen erlangen zu können.


Apropos Tonne - warum sagt man nicht einfach Megagramm?
Und was reimt sich eigentlich auf Wassermelone?
 
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was ist das Thema: Rassismus (damals Antisemitismus)

das Problem existiert bis heute und wir haben auf Grund demokratischer Verhältnisse Sorge dafür zu tragen, dass Machtverhältnisse nicht zu autoritären Verhältnissen werden

Vor dem Hintergrund dieser Fakten habe ich tatsächlich schwere Bedenken, neuen Rechten die Möglichkeit einzuräumen, die Verfügungsgewalt über z.T. zehntausendfach so zerstörerische Waffen erlangen zu können.

ja klar
 
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was ist das Thema: Rassismus (damals Antisemitismus)

das Problem existiert bis heute und wir haben auf Grund demokratischer Verhältnisse Sorge dafür zu tragen, dass Machtverhältnisse nicht zu autoritären Verhältnissen werden

So sehe ich das auch.

Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Klassismus, Bodyshaming und jede andere Form von woraus auch immer geborener Art von Dünkel, Verächtlichmachung, Ausgrenzung oder Unterdrückung, die sich im alltäglichen Denken, Reden und Handeln offenbahrt.

Das Böse sind nicht die anderen. Etwas davon ist in jedem von uns.

Lisa Eckhart führt es uns vor Augen, indem sie es karikiert, bis uns das Lachen im Halse stecken bleibt.
 
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Maron

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Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Klassismus, Bodyshaming und jede andere Form von woraus auch immer geborener Art von Dünkel, Verächtlichmachung, Ausgrenzung oder Unterdrückung, die sich im alltäglichen Denken, Reden und Handeln offenbahrt.

Charakterstudien sind zu wenig. Das sind alles menschliche Themen ("der Mensch ist auch böse").

Um in den Kontext der Demokratie (als Rechtsstaat) zu wechseln:

um menschliches Verhalten zu beurteilen, um maßvolle Gegenmaßnahmen setzen zu können, ist die angstlose Beurteilung, der zur Anwendung kommenden Mittel und Wege des Unrechts, notwendig (wie werden diese Themen in der Gesellschaft aktuell gelebt und wie können sie aufgehalten, unterbunden bzw. gestaltet werden). Analog zum Umgang mit Gewalt.

Die Idee der Spaltung birgt die Gefahr der Angst vor einer gestalteten Einflussnahme. Darum rufen Rassisten: "Spaltung"!

Satire findet auf der Bühne statt, wir müssen den nächsten Schritt machen (maßvoll gestalteten Einfluß darauf nehmen), der ist sicher nicht die Tabuisierung des schwierigen Umgangs mit komplexen "bösen" Themen:

Lisa Eckhart führt es uns vor Augen, indem sie es karikiert, bis uns das Lachen im Halse stecken bleibt.

Gar nicht. Wir haben Rechtsmittel, deren Gebrauch intelligent zur Anwendung gebracht werden müssen (maßvoller Gebrauch), um die Gesellschaft vor unrechtmäßiger Anwendung zu schützen.

Für mich ist das Programm von Lisa Eckhart wie eine Fortbildung für politisches Handeln, die Dynamik, die den Themen innewohnt, zeigt sich im Verhalten der Gesellschaft und abgeleitet bedeutet dies: reden ist Silber, Handeln ist Gold. Satire findet auf der Bühne statt, der Zuschauer ist, nach der Vorstellung, der Handlung mächtig und kann Einfluss auf das Geschehen nehmen.
 
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