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  • #931
Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die Liste sexistischer Lieder aus gerade mal zwei Liedern besteht und es ohne dieses keine Liste gäbe.

Bei einem so ernsten Thema sollte man es der Gegenseite nicht so einfach machen, die vorgebrachten Argumente zu marginalisieren.

ich weiß es auch nicht, müsste man mal genauer die Arbeit der jungen Dame recherchieren und dann weiter sehen
 
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  • #932
Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die Liste sexistischer Lieder aus gerade mal zwei Liedern besteht und es ohne dieses keine Liste gäbe.
Hast du den Artikel gelesen?

Zitat von Artikel:
Am Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich die Forschung für erotische Volkslieder zu interessieren. Es erschienen Sammlungen wie der noch heute gefragte Band "Das schamlose Volkslied" von dem Wiener Leo Schiedrowitz (1921). In Bayern gab der Schriftsteller Georg Queri das Werk "Bauernerotik und Bauernfehme in Oberbayern" heraus sowie das derb-erotische Wörterbuch "Kraftbayrisch" (1912). Als gegen Ende der 1920er-Jahre das Interesse verebbte, erschienen die Volksliedsammlungen ohne erotische Lieder. Dadurch entstand ein schiefes Bild, denn die von da an propagierte Reinheit des Volkslieds gab es nicht, wie die Texte alter Zeiten belegen.

Beispiel:
Zitat von Artkel:
Sogar "Der Jäger aus Kurpfalz" eines der berühmtesten deutschen Volkslieder, 1794 erstmals nachweisbar, hat einen "Beigeschmack", wie es die Rhein-Neckar-Zeitung einmal formuliert hat. Das Lied, das von den Vergnügungen der Jagd handelt, hatte ursprünglich einen derben sexuellen Inhalt. In modernen Liederbüchern sind die anzüglichen Strophen 3 bis 5 nicht mehr enthalten.
 

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  • #933

Ich habe den Artikel gelesen. Hast du?

Überschrift:
Donaulied: Sexismus im Bierzelt

Darin wurde über die Petition einer Studentin gegen das Donaulied berichtet.
Stein des Anstoßes war zu Recht die in einer Version des Donauliedes vorkommende Zeile 'Ich machte mich über die Schlafende her', die eindeutig eine schwere Straftat bezeichnet. So etwas sollte zu keiner Zeit gesungen werden.

Etwas vergleichbares wie 'Ich machte mich über die Schlafende her' ist weder beim 'Meyer' noch beim 'Jäger aus Kurpfalz' zu finden.

Die romantische Urversion des Donauliedes ist außerdem viel schöner.

Damit wäre das Thema Volkslied praktisch ausgereizt gewesen.
Im Dienste der Sache und um die Diskussion nicht weiter zu verzetteln, hätte mans meiner Meinung nachdabei belassen können. Denn was danach kommt wirkt weit übers Ziel hinaus geschossen. Zumal auch eingewandt wird, dass die Strophen 3-5 vom Jäger aus Kurpfalz heute nicht mehr gesungen werden.
Mir als ehemaligem Chorsänger waren diese Strophen z.B. bis heute völlig unbekannt. Ich habe sie auch noch bei keinem Schüsseltreiben gehört.
 
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  • #935
Darin wurde über die Petition einer Studentin gegen das Donaulied berichtet.
Das war nur der Aufhänger.
Der Kern ist eine historische Betrachtungsweise.

Damit wäre das Thema Volkslied praktisch ausgereizt gewesen.
Hast du die Zitate aus o.g. Artikel in meinem letzten Beitrag gelesen und verstanden?


Mir als ehemaligem Chorsänger waren diese Strophen z.B. bis heute völlig unbekannt. Ich habe sie auch noch bei keinem Schüsseltreiben gehört.
Hättest du den Inhalt des Artikels, oder zumindest meine selektiven Auszüge daraus, erfasst, wüsstest du auch warum.


In meinen Augen macht ein weiterer Diskurs mit dir darüber keinen Sinn. Und daher bin ich an dieser Stelle raus.
 
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recht aktuell mit alten Liedversionen.

Die Urversion finde ich okay.
Die Saufliedversion geht gar nicht.

Nachdem ich den kompletten Text aus deinem Link gelesen habe, frage ich mich, wie verroht man sein muss, um so etwas zu singen.

Hier ist der Link zur Petition.

Sie richtet sich allgemein gegen Sexismus in Bierzelten, speziell gegen das Donaulied (nicht speziell gegen die sexistische Version) und gegen andere nicht genannte Lieder.

Ich bin auch gegen Sexismus.
Ich wüsste nur gern gegen welche Lieder es sonst noch konkret geht und warum gerade gegen diese.
 
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im Krug zum grünen Kranze ist ein Wirtshaus, es geht um das Sommerbier.....die Sprache der Romantiker ....Liebschaften und co...
soweit hab ich s mal...also für s Bierzelt wärs dann trotzdem nicht gedacht gewesen.. zumindest der Meyerer, es geht um eine Affäre ..entweder Knecht und Magd oder eher unsittlich: um das Fräulein des Gebietes (Frau des Bauern?) und ihre Affäre mit dem Knecht der Saison

dann wäre es aber ein Machtmissbrauch der Frau, die Frau möchte Sex und der Knecht braucht das Geld (könnte ich mir vorstellen, da seine Person auch nicht "zu Wort" kommt) und keine Magd einen goldenen Ring trug
 
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„I really can't stay
Baby it's cold outside
I gotta go away
Baby it's cold outside.“


ist für mich nicht sexistisch. Ich hab sowas auch schon gesagt und gehört. Man kanns auch übertreiben.
Ich hatte auch oft denn Eindruck, dass die babes eher beleidigt sind wenn man sagt, hast recht, dann geh 😁
 
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m Krug zum grünen Kranze ist ein Wirtshaus, es geht um das Sommerbier.....die Sprache der Romantiker ....

Ich habe bei Wikipedia eine plausible Legende gefunden:
Das im Rahmen der Gedichtsammlung Sieben und siebzig Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten von Wilhelm Müller im Jahr 1821 veröffentlichte Gedicht Brüderschaft, das seit 1833 nach der Melodie des älteren Ich stand auf hohem Berge gesungen wird, entstand im gleichnamigen Wirtshaus in Halle (Saale) zur Zeit der Romantik. Zu dieser Zeit trug das Gedicht den Titel Brüderschaft.

Wilhelm Müller traf sich im Vorfeld seiner Eheschließung mit Adelheid von Basedow am 21. Mai 1821 mit ihrem Bruder Carl von Basedow im Krug zum Grünen Kranze in Halle, um ihn um Erlaubnis für die Heirat zu bitten. Basedow war zu früh erschienen und genoss während der Wartezeit die Annehmlichkeiten des Wirtshauses und den romantischen Blick zur Burgruine Giebichenstein.

Vermutlich in Folge des reichlichen Weinverzehrs schlief der 1840 durch seine Beschreibung der Krankheit Morbus Basedow berühmt gewordene Arzt, als Wilhelm Müller im „Krug“ eintraf. Müller erkannte ihn zuerst nicht, jedoch wurde ihm anhand der Ähnlichkeit Basedows mit seiner Schwester klar, wer da auf ihn wartend eingeschlafen war. Zur Erinnerung an diese Begegnung verfasste Müller das vorliegende Gedicht.
 
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„I really can't stay
Baby it's cold outside
I gotta go away
Baby it's cold outside.“


ist für mich nicht sexistisch. Ich hab sowas auch schon gesagt und gehört. Man kanns auch übertreiben.
Ich hatte auch oft denn Eindruck, dass die babes eher beleidigt sind wenn man sagt, hast recht, dann geh 😁

Null Anspielung auf sexistische Diskriminierung. Eher noch auf´s Saufen.

Ist der Versuch jemanden umzustimmen moralisch so fragwürdig, dass man Kulturgut verbieten muss?

Ich habe eben Bilder gegoogelt.

Sieht schon arg zapfig aus. 🥶
Es gab womöglich gar Glatteis.
Was da nicht alles hätte passieren können. 😱

Vorschlag zur Güte: Er bietet an, ihr ein Taxi zu rufen. Bis es da ist kann man auch noch einen trinken.
 
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naja, klingt schon sehr sexistisch, verbieten!!!
 
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Ist dieses Lied sexistisch?
 
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„Rosa Handtaschl“ für Geisler
Eine Nachschulung in respektvollem Umgang mit Frauen, die sich kritisch äußern, legt das Frauennetzwerk Medien dem Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter nahe. Der Negativpreis „Rosa Handtaschl“ für sexistische Äußerungen von Personen des öffentlichen Lebens gehe in diesem Jahr verdientermaßen an Geisler, heißt es in einer Aussendung.

Eigentlich hätte der sexistische Sager alleine schon für das „Handtaschl“ gereicht, aber Geisler und sein Büro zeigten mit ihrem Verhalten danach, dass sie offensichtlich nicht wissen, was Sexismus ist und dass diese Misogynie nicht mit fadenscheinigen Erklärungen kleinzureden ist, so das Frauennetzwerk. Egal ob aggressiv gebrüllt oder mit einem Lächeln auf den Lippen wie bei Geisler, „Luder“ sei und bleibe ein Schimpfwort. Es sei auch kein Zufall, dass dieses nicht gegenüber Männern, sondern ausschließlich gegenüber Frauen verwendet wird, heißt es.
 
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Egal ob aggressiv gebrüllt oder mit einem Lächeln auf den Lippen wie bei Geisler, „Luder“ sei und bleibe ein Schimpfwort. Es sei auch kein Zufall, dass dieses nicht gegenüber Männern, sondern ausschließlich gegenüber Frauen verwendet wird, heißt es.

Wären demnach geschlechtsspezifisch verwendete Schimpfworte generell als sexistisch einzustufen, oder nur solche, die gegenüber Frauen verwendet werden oder gar nur solche, die von Männern gegenüber Frauen verwendet werden?
Dürfte z.B. eine Frau eine andere Frau als Luder betiteln ohne als sexistisch zu gelten?
 
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ich weiß es auch nicht, müsste man mal genauer die Arbeit der jungen Dame recherchieren und dann weiter sehen


Über den Beruf der jungen Frau findet sich kein Hinweis. In der ältesten Fassung wird ihre weiße Kleidung erwähnt. Weiß steht allegorisch für Unschuld / Reinheit / Vollkommenheit.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Text vor allem gegen die religiös motivierte Verfehmung der sinnlichen Lust gerichtet war.