Magneto73

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  • #31
das würde bedeuten, es braucht sich niemand mehr mit dieser Thematik befassen
die sind durch den Opferschutz versorgt
bleibt immer noch: warum ist Zivilcourage ein Thema? Da ist dann ne Lücke im Strafgesetzbuch, denn Richter sind noch keine Hellseher. Und Opfer brauchen oft Beistand um sich an ein Gericht zu wenden. Ist nicht einfach.

Fehlende Zivilcourage gibt es dann nicht nur in dieser Richtung, dass ist dann wohl ein generelles Problem. Ich bezweifele nur, dass das in MeToo problematisierte tatsächliche Problem heute schlimmer ist, als es früher war. Ich würde eine Verbesserung begrüßen, bezweifele aber die wahrscheinlich angedachten Methoden.

@mone7: Über den Tellerrand schauen ... ich liebe diesen Ausdruck ... kommt oft von Menschen, die gar nicht in der Lage sind, dass Große und Ganze zu erkennen ...
 

Maron

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  • #32
Das, was Sie gleich zu lesen bekommen, ist nichts für empfindsame Gemüter. Aber wir müssen da jetzt gemeinsam durch. Also, Joko und Klaas, zwei TV-Unterhalter, haben eine Wette laufen. Will Joko nicht verlieren, muss er irgendeiner Frau vor laufender Kamera an die Brüste und den Hintern fassen. "Hallo", sagt er und nähert sich der Ahnungslosen. "Das wird jetzt wahnsinnig unangenehm für beide von uns."

Er liegt falsch. Für ihn ist es unangenehm. Für sie – verletzend und herabsetzend. Die Kamera zoomt auf ihr entsetztes Gesicht. Kumpel Klaas legt nach: "Die stand da wirklich und hat sich richtig entwürdigt gefühlt. Die fährt jetzt gleich nach Hause und dann wird die erst mal schön heulen unter der Dusche, die steht dann sechs Stunden unter der Dusche!"

Warum mit dieser acht Jahre alten Sache anfangen anstatt mit dem Aktuellen? Am Mittwochabend haben Joko und Klaas bei Pro7 15 Minuten Sendezeit für Frauen freigeräumt, für die Männerwelten: Es ist eine eindrückliche, wichtige Mini-Sendung über sexuelle Belästigungen, die Frauen widerfahren. TV-Moderatorin Palina Rojinski stellt eine umfassende Bildersammlung von Penissen aus, die sie und ihre Freundinnen von fremden Männern zugeschickt bekommen haben. Andere lesen aus Chats vor, in denen Männer viel davon schreiben, wie sie Frauen "ficken" wollen und am Ende die Frauen als Huren beschimpfen. Eine Frau erzählt, wie ein Taxifahrer ihr die Hand auf die Oberschenkel gelegt und die Autotüren verschlossen hat. Eine andere, wie zwei Männer im Fahrstuhl sie bedrängten und in den Schritt fassten.

Übergriffe als Unterhaltung
Gerade deshalb muss man an Joko und Klaas' Übergriff auf die junge Frau erinnern, für den sie sich später allerdings entschuldigt haben: Weil selbst jene, die heute die Guten geben, nicht immer die Guten waren. Weil sexuelle Übergriffe als TV-Unterhaltung nicht verstaubtes Fernsehprogramm aus den 50ern sind, sondern ziemlich aktuell. Weil das Berliner Landgericht im vergangenen Jahr noch befand, dass es in Ordnung gehe, die Politikerin Renate Künast als "Drecksfotze" und "Schlampe" zu bezeichnen, die entsorgt gehöre – das Urteil wurde immerhin später kassiert. Weil jede, die sich bei Twitter dagegen wehrt, als Propagandahure oder Nutte beschimpft zu werden, Pech hat: Twitter sieht da keinen Verstoß. Kurzum: Weil es eigentlich niemanden in Deutschland überraschen dürfte, wovon Palina Rojinski und die anderen Frauen am Mittwochabend erzählt haben.
Die Faustregel ist: Je exponierter die Frauen, desto mehr Angriffe. Und je auffälliger die Frauen, desto heftiger die Attacken. Bei sexualisierten Angriffen geht es nicht um Sex, sondern um Macht. Sie wirken besonders perfide: Nicht der Täter schämt sich, sondern das Opfer. In der Regel die Frau. Sicher, auch Männer sind davor nicht gefeit – aber es trifft sie sehr viel seltener. Frauen hingegen: Fast die Hälfte aller Frauen hat schon einmal sexuelle Belästigung erfahren. Jede dritte erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt, heißt es in einem Papier des Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen. Auch im Netz seien Frauen überproportional von unterschiedlicher Gewalt betroffen.
Ich musste an die finnische Journalistin Jessikka Aro denken. Aro hatte über russische Einflussnahme und Trollfabriken in Sankt Petersburg publiziert. Daraufhin wurde eine massive Kampagne online gegen sie gestartet. Sie erhielt Morddrohungen, Beleidigungen, Schmähungen, Vergewaltigungswünsche, Anrufe, E-Mails, Chatnachrichten. Ihre Krankenakte wurde veröffentlicht. Textnachrichten im Namen ihres Vaters erreichten sie – der aber war vor Jahren gestorben. Als ich sie vor einigen Jahren in Helsinki traf und wir uns über ihren Laptop beugten, poppten immer noch Beleidigungen auf dem Schirm auf, die ihr gerade jemand bei Facebook geschickt hatte.
Aro hat Anzeige erstattet, ihre Geschichte wurde zum Präzedenzfall in Finnland, ihr Arbeitgeber, der Chefredakteur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Yle, hat sie unterstützt. Damals sagte er mir, dass die unterschiedlichsten Themen plötzlich heftige Hasswellen bei den Zuschauern auslösen konnten: Klima, vegetarisches Essen, Russland, Feminismus. Die einzige Gemeinsamkeit: Es traf immer Frauen. Immerhin: Im Falle Aro nahm die Polizei die Ermittlungen ernst. Drei Personen wurden verurteilt.
Widerliche Leserbriefe
Vor einigen Jahren, noch bevor ich über den Krieg in der Ostukraine oder Russland zu schreiben begann und selbst gelegentlich zur Zielscheibe wurde, hatte ich mein Büro neben dem von Özlem Topçu. Manchmal las sie mir die Leserbriefe vor, die sie erreichten, wenn sie wieder einen Leitartikel geschrieben hatte. Von Professoren, die stets ihren Titel nannten, sie siezten – und im Folgenden empfahlen, nach Anatolien zurückzukehren. Briefe, die im Ton höflich waren, aber in der Sache rassistisch und infam. Schreiben, die ihr ankündigten, man werde in der "Nacht der langen Messer" schon noch mit ihr abrechnen, leitete sie die direkt an die Anwälte weiter. Ohne Erfolg. Eine "alternative" Internetseite zeigte ihr Foto mit der Überschrift: "Deine Vagina gehört allen." Natürlich nicht justiziabel. Es war widerlich. Es war normal. Es schien dennoch irgendwie erträglich – es waren immerhin nur Worte, keine Taten.
Irgendwann lud mich Özlem zu Hate Poetry ein. Deutsche Journalisten und Journalistinnen, die arabische und türkische Namen trugen, lasen vor Publikum die irrsten Leserbriefe vor, die sie erreichten. Es war fantastisch und ungeheuer befreiend, sich die Deutungshoheit und die Macht über die Kränkungen zurückzuholen. Ich habe damals Tränen gelacht, neben mir rutschte jemand aus seinem Sitz, weil ihn sein Lachen so schüttelte. Auf einmal offenbarte sich die ganze Erbärmlichkeit und Lächerlichkeit dieser Schreibtischtäter, die sich in langen Briefen und E-Mails darüber ausließen, wer Kamele ficken solle und wer durchgefickt gehöre. Deshalb ist auch die Sendung Männerwelten so wichtig: Die Frauen schicken den ganzen Dreck zurück, vor einem gigantischen Publikum.
Die Übergriffe, von denen die Frauen erzählt haben, wie sie im Taxi oder im Fahrstuhl bedrängt, angefasst wurden, ist natürlich eine ganz andere, eine fürchterliche Erfahrung, die angezeigt werden muss. Aber es tat gut zu sehen, wie sich Journalistinnen und Journalisten gemeinsam gegen Worte zu Wehr setzten, gegen die Anzeigen nicht verfangen. Wie sie zusammenstehen und sich mit dem Publikum verbünden. Es gehe darum, die Scheiße in die Umlaufbahn zurückzuschießen, sagte mein Kollege Yassin Musharbash damals. Er hatte so recht. Diese Methode stärkt, sie tröstet. Doch es gibt ein Problem: Sie schafft die Beleidigungen und Schmähungen nicht aus der Welt. Die Umlaufbahn ist derzeit reichlich zugeschissen.

5 vor 8, Alice Bota
 
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  • #34
Man könnte natürlich auch fragen, wie Dein Umfeld aussieht.
Du meinst, das ist vom Umfeld abhängig? Was für ein Umfeld begünstigt denn Sexismus? Und wie muss (darf) das Umfeld einer Frau sein, damit sie kein Opfer wird?

In deiner Blase kommt Sexismus nicht vor?
Das lässt sich sehr leicht wiederlegen:
Es gibt einen gewissen Typus von Frauen, da interessiert mich deren Meinung über mich nicht, würde nur Kopfschmerzen bedeuten und manchmal frage ich mich auch für wen nicht. O.k. das steht mir nicht zu, aber die sind auch oft Dauersingles und haben im Alter ne beste Freundin.
leider sehe ich schäbigeres Verhalten eher von Frauen ...
Sieht eher danach aus, als hättest du keine Antennen dafür.

wollt Ihr hinaus ? Den Männern jedes männliche Verhalten abtrainieren ?
Du hältst echt sexistisches Verhalten für männlich?
Glaubst du, dass ein Mann, der Frauen respektvoll behandelt, unmännlich ist? Und warum glaubst du, soll Männern die Männlichkeit abtrainiert werden? Wer hätte etwas davon?
Ich beobachte eher das Gegenteil, nämlich dass von den meisten Frauen männliches Verhalten vermisst wird.
Da stellt sich die Frage, was du darunter verstehst.
 
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Magneto73

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  • #35
Du meinst, das ist vom Umfeld abhängig? Was für ein Umfeld begünstigt denn Sexismus? Und wie muss (darf) das Umfeld einer Frau sein, damit sie kein Opfer wird?

In deiner Blase kommt Sexismus nicht vor?
Das lässt sich sehr leicht wiederlegen:


Sieht eher danach aus, als hättest du keine Antennen dafür.


Du hältst echt sexistisches Verhalten für männlich?
Glaubst du, dass ein Mann, der Frauen respektvoll behandelt, unmännlich ist? Und warum glaubst du, soll Männern die Männlichkeit abtrainiert werden? Wer hätte etwas davon?
Ich beobachte eher das Gegenteil, nämlich dass von den meisten Frauen männliches Verhalten vermisst wird.
Da stellt sich die Frage, was du darunter verstehst.

Nun auch heute wird verlangt, dass der Mann die Offensive übernimmt. Er begibt sich somit oftmals auf den Balanceakt zwischen Belästigung, wenn es Ihr nicht gefällt und gutem männlichen Verhalten, wenn es Ihr gefällt.

Bei manchen Frauen reicht es halt auch aus, Ihnen ein Penisbild zu schicken, um sie für einen Beischlaf zu überzeugen. Würden es sonst manche Männer machen?

Ich fand in dem Artikel oben eher interessant was nicht justiziabel sein soll und kann mir das fast nicht vorstellen, aber dann besteht eher darin das Problem.

Ach @WolkeVier, von vielen Männern wird weibliches Verhalten oft vermisst, dann nimmt sich das nicht viel.
 
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fafner

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  • #36
Oder wollt ihr ein kleines bisschen dafür tun, dass das mal etwas besser wird?
Und besser wird es natürlich besonders dann, wenn mann in so einem Forum so einen Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopf-Thread aufmacht. 😴
Dann musst du echt sehr gut sein im Verdrängen. Oder du redest nicht mit Frauen.
In meinem Umfeld war das noch nie 'n Thema. Wirklich noch nie.
 
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  • #37
Nun auch heute wird verlangt, dass der Mann die Offensive übernimmt. Er begibt sich somit oftmals auf den Balanceakt zwischen Belästigung, wenn es Ihr nicht gefällt und gutem männlichen Verhalten, wenn es Ihr gefällt.

Bei manchen Frauen reicht es halt auch aus, Ihnen ein Penisbild zu schicken, um sie für einen Beischlaf zu überzeugen. Würden es sonst manche Männer machen?

Ich fand in dem Artikel oben eher interessant was nicht justiziabel sein soll und kann mir das fast nicht vorstellen, aber dann besteht eher darin das Problem.

Ach @WolkeVier, von vielen Männern wird weibliches Verhalten oft vermisst, dann nimmt sich das nicht viel.
Ich finde du vermischst hier viel und die Relationen stimmen nicht.
Wo soll man da anfangen.

"Nun auch heute wird verlangt, dass der Mann die Offensive übernimmt. Er begibt sich somit oftmals auf den Balanceakt zwischen Belästigung, wenn es Ihr nicht gefällt und gutem männlichen Verhalten, wenn es Ihr gefällt."

Allein deine Formulierung "Offensive": Ist das wirklich ein Balanceakt zwischen Belästigungen und "gutem männlichen Verhalten? Gibt es keinen allgemein höflichen, freundlichen Umgang ?

Zitat
"Bei manchen Frauen reicht es halt auch aus, Ihnen ein Penisbild zu schicken, um sie für einen Beischlaf zu überzeugen. Würden es sonst manche Männer machen?"

Kennst du eine oder hast du das schon mal von einer Frau gehört ?
Ich behaupte manche Männer reduzieren die Kontaktaufnahme, auf das für sie wesentliche, im Umgang mit einer Frau.
Das ist eine aggressive Belästigung und Abwertung.
Mir hat schon ein Nacktbild von hinten aufgenommen gereicht.
Im Umfeld meiner Töchter werden diese Penisbilder in den letzten Jahren gehäuft verschickt , überall auf social media.

Zur Strafverfolgbarkeit könnte man jetzt auch einiges schreiben.
Aber zu viel auf einmal ist auch nicht gut. ;)




Klappt heute mit dem zitieren bei mir wieder nicht.
 
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  • #40

Hab vieles davon wiedererkannt. Die Story mit dem Taxifahrer zum Beispiel, nur das bei mir auch noch übelste Beleidigungen ausgesprochen wurden. Ich hatte hier davon berichtet und es wurde mir von einigen vorgeworfen, dass ich selber schuld sei, da ich ja Vorne eingestiegen bin. Danke nochmal dafür.
Umringt von mehreren Männer abends an einer Haltestelle ( ich war 13 Jahre alt), die mir in den Schritt und an die Brust fassten und mir dann in die Bahn folgten mit den Worten " heute ficken wir dich noch". Ich hatte dann weinend Hilfe beim Bahnfahrer gesucht.
Wüste Beschimpfungen bei parship, als ich eine Kontaktanfrage ablehnte mit den Worten " Bring dich doch besser um, du Opfer". Ich habe es sofort gemeldet.
Das ungefragte Zeigen von Hardcore Pornopassagen auf dem Handy von Arbeitskollegen.
Ach, es ist bitter, aber ich könnte noch mehr aufzählen..😔
 
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  • #41
P.S.
Dass hier einige Männer denken, so etwas gäbe es in ihrem Umfeld nicht hat ganz einfach damit zu tun, dass wir nicht darüber reden.
Der Vorfall an sich ist schon entwürdigend genug, dann eventuell noch solche Kommentare im RL Face to Face wie die von @Magneto73 dazu anhören zu müssen unerträglich.
 
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  • #44
Bei manchen Frauen reicht es halt auch aus, Ihnen ein Penisbild zu schicken, um sie für einen Beischlaf zu überzeugen. Würden es sonst manche Männer machen?

Du schaffst es doch immer wieder den Spieß umzudrehen, "manchen Frauen reicht es halt aus" .... wieder negativeren, und fast rechtfertigen Dick Pic's zu verschicken ... lass dir gesagt sein: es ist gruslig ... "Sie haben eine Nachricht von Joseph (59) erhalten, dann machst es auf und findest ohne Vorwarnung .... die erste Intuition lässt einen fast das Handy ins Eck werfen ....

Ach @WolkeVier, von vielen Männern wird weibliches Verhalten oft vermisst, dann nimmt sich das nicht viel.

Ja, Männer sind immer Opfer .... :rolleyes: .... egal was du als Frau machst. Ist der Rock zu kurz, sagst du nein zu einem Kontakt, wirst du belästigt .... hört Frau: "stell dich nicht so an", "hab dich nicht so" .... "Spaßbremse" .... die Liste ist noch lange fortzuführen.

Du verwechselt hier etwas ziemlich deutlich, es geht hier nicht um Geschlechterverhalten, hier geht es darum, dass man als Frau im Alltag immer wieder sexualisiert wird ... Frau = nicht gleich Sex .... das kapieren viele Männer nicht.
 
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Sevilla21

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  • #46
Die Blase find ich ein gutes Beispiel.
Welche Frau würde sich @Magneto73 oder anderen Realitätsverweigerern anvertrauen?

Eben!

Seine Realität ist eine andere, weil er vermutlich nie "Opfer" in der Form sein wird. So wie das Beispiel vom Rassismus vor der Haustür, welche weiße Männer nie betreffen wird und den Nachbarn, der einfach nur ein wenig dunklere Hautfarbe hat täglich versteckt begleitet. In dem er zum Beispiel bei gleicher oder sogar besserer Ausbildung weniger Chancen auf einen gut bezahlten Job hat.

Gibt ja viele Beispiele.

Frauen dann falsches Verhalten oder sonst was vor zu werfen, macht diese Realitätsverweigerer in meinen Augen zu Mittätern im weitesten Sinn.
 
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  • #48
Bei manchen Frauen reicht es halt auch aus, Ihnen ein Penisbild zu schicken, um sie für einen Beischlaf zu überzeugen.
Hast Du diese Erfahrung selber gemacht?
Wenn ja, wie stehst Du heute dazu, einer Frau einfach ein Penisbild geschickt zu haben?
Wenn nein, wie kommst Du darauf, dass Frauen darauf anspringen?

Wenn solch ein unverlangt eingesandtes Bild bei manchen Frauen zur Überzeugung ausreichen würde - wäre das für Dich tatsächlich ein Grund, dass alle Frauen damit belästigt werden dürfen?

Denn eine Belästigung ist es und wie wir gelernt haben ist es auch nicht rechtens.

Und nur mal so: Bei manchen Frauen soll ja auch eine Ohrfeige zur Überzeugung reichen. Wie steht es denn damit?
 
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  • #49
In meinem Umfeld war das noch nie 'n Thema. Wirklich noch nie.
Das glaube ich Dir. Geht sicher den meisten Männern so.

Die Frage ist dennoch, wie Du Dich zu dem Thema stellst, wenn Du bspw. hier damit konfrontiert wirst. Du hast hier ja gerade die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren.

Gibt es Dir zu denken?
Schärft es künftig Deinen Blick (Kollegen, Mitarbeiter, Freunde usw.)?
Oder wertest Du es als "eher nicht existent" und für Dich nicht relevant?
 
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Maron

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  • #50
Und besser wird es natürlich besonders dann, wenn mann in so einem Forum so einen Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopf-Thread aufmacht. 😴
In meinem Umfeld war das noch nie 'n Thema. Wirklich noch nie.

manche Männer sind an frauenrelevanten und dadurch gesellschaftsrelevanten Themen interessiert, viele Männer sind es auch nicht. Hier steht s bisher 3:1, drei Männer haben kein Interesse an emotionalen Themen, ein Mann zeigt Interesse. Das Interesse, da es bisher doch immer noch mangelhaft erscheint, können Frauen oft mehr schätzen als es mit einem müden Schulterklopfer gedankt und abgetan wäre. Und es ist auch ein Lernprozess für Frauen, dass es diesbezüglich uninteressierte Männer gibt und auch so bleiben wird. Es wäre schon viel geschehen, wenn das Abtun dieses Themas bzw. das Abtun der Themenmacher stoppen würde. Es muss sich niemand an emotionalen Themen beteiligen, viele können das auch gar nicht. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass auch viele Buben und junge Männer von Übergriffen durch Männer ebenfalls betroffen sind. Ich nehme aber an, das ändert den abgewendeten Blick dennoch nicht.
 
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fafner

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  • #51
Vielleicht thematisiert man das nicht mit dir ?
Vielleicht ist es dort aber auch gar nicht so ein Thema? 🤔 Weil sie es einfach gut wegstecken können und es ihnen nicht wichtig genug ist zum Beispiel?
Du hast hier ja gerade die Möglichkeit, mehr darüber zu erfahren. Gibt es Dir zu denken?
Daß die meisten Kerle hier und auf ähnlichen Plattformen gewaltig einen an der Klatsche haben, davon gehe ich schon länger aus. Ich kann die aber nicht heilen.
Schärft es künftig Deinen Blick (Kollegen, Mitarbeiter, Freunde usw.)?
Mich irritiert es immer wieder sehr, wie manche Kolleginnen (für meinen Begriff verdammt viele) bei "Männerwitzen" mitlachen. Es klingt nicht mal künstlich (aus "Angst", irgendwie "doof" dazustehen). Hast Du eine Erklärung dafür?
Ist das der, welcher immer "Interesse an Frauenthemen" zeigt, weil er dadurch besser dazustehen hofft und möglichst viele Likes sammeln möchte? 🥳
Ich kann einfach diese schreckliche political correctness nicht leiden. Wie auch Symbolpolitik und überhaupt all dieses vordergründige und selbstverlogene Gutmenschentum. 🤢
 
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bega

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  • #52
stimmt, nur Männer die diesbezüglich ein Rechts und Unrechtsbewusstsein entwickelt haben können sich mit ihrer Zivilcourage für Frauen einsetzen.

@ maron, da gebe ich dir recht.
Leider habe ich auch hier schlechte Erfahrungen machen müssen, weil ich mich bei einer Eindeutigen strafrechtlich relevanten Belästigung für die Frau eingesetzt habe.
1. Ich bin zwischen die drei Jungs und das Mädel lautstark dazwischen gegangen.
2. Die am Bahnsteig anwesenden haben alle weggeschaut.
3. Ich habe mir ein paar Schläge eingefangen, und da ich mich gewehrt habe auch noch eine Anzeige wegen Körperverletzung bekommen.
4. Der ganze strafrechtliche Prozess ist dann im sande verlaufen, da das Mädel vor Gericht gesagt hat, es wäre nichts gewesen.
Die Anzeige gegen mich wurde dann zum Glück fallen gelassen.

Anders herum wurde ich auch der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz beschuldigt.
Die Dame wollte mir eins auswischen, da Sie nicht die Stelle bekommen hat, so wie Sie sich das erhofft hat.
Da Sie sich aber in vollkommen Wiedersprüche verwickelt hat, konnte dies im Nachgang doch richtig gestellt werden.

Trotzdem musste ich dann den Arbeitsplatz wechseln, weil doch immer wieder diese Geschichte aufgekommen ist.

Was mir bei diesem Thema auffällt:

Ja es gibt tagtäglich sexuelle belästigungen von Frauen, aber auch von Männern.
In der Gesellschaft wir dieses jedoch oftmals akzeptiert und nach wie vor als "normal" hingenommen.
Da doe Opfer immer noch nicht die entsprechende Unterstützung bekommen bzw. dann der Ruf ruiniert ist, schweigen die Opfer lieber.
Und es ist schwer die Schuld oder Unschuld zu beweisen, wenn diese Belästigung nicht eindeutig und öffentlich erfolgt.
 
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Maron

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  • #53
@ maron, da gebe ich dir recht.
Leider habe ich auch hier schlechte Erfahrungen machen müssen, weil ich mich bei einer Eindeutigen strafrechtlich relevanten Belästigung für die Frau eingesetzt habe.
1. Ich bin zwischen die drei Jungs und das Mädel lautstark dazwischen gegangen.
2. Die am Bahnsteig anwesenden haben alle weggeschaut.
3. Ich habe mir ein paar Schläge eingefangen, und da ich mich gewehrt habe auch noch eine Anzeige wegen Körperverletzung bekommen.
4. Der ganze strafrechtliche Prozess ist dann im sande verlaufen, da das Mädel vor Gericht gesagt hat, es wäre nichts gewesen.
Die Anzeige gegen mich wurde dann zum Glück fallen gelassen.

Anders herum wurde ich auch der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz beschuldigt.
Die Dame wollte mir eins auswischen, da Sie nicht die Stelle bekommen hat, so wie Sie sich das erhofft hat.
Da Sie sich aber in vollkommen Wiedersprüche verwickelt hat, konnte dies im Nachgang doch richtig gestellt werden.

Trotzdem musste ich dann den Arbeitsplatz wechseln, weil doch immer wieder diese Geschichte aufgekommen ist.

Was mir bei diesem Thema auffällt:

Ja es gibt tagtäglich sexuelle belästigungen von Frauen, aber auch von Männern.
In der Gesellschaft wir dieses jedoch oftmals akzeptiert und nach wie vor als "normal" hingenommen.
Da doe Opfer immer noch nicht die entsprechende Unterstützung bekommen bzw. dann der Ruf ruiniert ist, schweigen die Opfer lieber.
Und es ist schwer die Schuld oder Unschuld zu beweisen, wenn diese Belästigung nicht eindeutig und öffentlich erfolgt.

mein Sohn hat dadurch, einer Freundin zu helfen, ebenfalls mal Verletzungen fortgetragen, der behandelnde Arzt glaubte es ihm aber nicht. Er war super stolz, der Arzt war ihm egal. Ich hatte mindestens soviel Ärger über den Arzt wie über die vollbeklopften Gewalttäter.
 
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  • #55
Ich hatte hier davon berichtet und es wurde mir von einigen vorgeworfen, dass ich selber schuld sei, da ich ja Vorne eingestiegen bin.
Ich erinnere mich sehr gut daran. Ich war (und bin) ja auch einer, der dafür plädiert, im Taxi hinten zu sitzen. Mache ich selber übrigens auch.
Und leider muss man Mädchen und Frauen zur besonderen Vorsicht mahnen, was aber nicht heißt, dass man ihnen die Verantwortung oder gar Schuld gibt. Ist ein schmaler Grat ...
 
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bega

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  • #57
Ist das der, welcher immer "Interesse an Frauenthemen" zeigt, weil er dadurch besser dazustehen hofft und möglichst viele Likes sammeln möchte?

Für mich trifft das nicht zu. Es gibt auch "Frauenthemen" z.B. Qoutenregelungen bei Stellenbesetzungen "auf Teufel komm raus".
Da werden Stellen z.B. nicht besetzt, weil sich keine Frau beworben hat, aber wenn ein Mann diese Stelle bekommen würde die Quote nicht mehr stimmt.
Auch hier äußere ich mich kritisch zu.

Ich kann einfach diese schreckliche political correctness nicht leiden. Wie auch Symbolpolitik und überhaupt all dieses vordergründige und selbstverlogene Gutmenschentum

Ich gebe dir recht, dass viele Dinge/ Themen nicht diskutiert oder ausgesprochen werden, da es nich pc wäre.

Ich bin der Meinung, dass hier viel individueller argumentiert werden muss und nicht alles "über einen Kamm" gezogen wird.
 
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  • #59
Wie auch Symbolpolitik und überhaupt all dieses vordergründige und selbstverlogene Gutmenschentum.
Und wie unterscheidest du dein negativ interpretiertes Gutmenschentum von echter Empathie und dem Interesse an anderen, bzw. schlicht Menschlichkeit?
Nur weil etwas " gut weggesteckt wird" kann nicht daraus geschlossen werden, dass es nicht existiert.
 
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  • #60
Ja, Männer sind immer Opfer .... :rolleyes: .... egal was du als Frau machst. Ist der Rock zu kurz, sagst du nein zu einem Kontakt, wirst du belästigt .... hört Frau: "stell dich nicht so an", "hab dich nicht so" .... "Spaßbremse" .... die Liste ist noch lange fortzuführen.
Ich bleibe dabei, es sind Einzelfälle, geehrte @fleurdelis !

Natürlich muss man die Einzelfälle verfolgen und strafrechtlich belangen, aber, bitte immer differenzieren und niemals pauschalieren!

Aber, ich muss mal kritisch fragen, wer hat diese Einzelfälle früher erzogen? Waren es nicht meistens Frauen/Mütter? Und wer hat, ergänzend zum Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule erzogen? Waren es nicht meistens Frauen?

Man kan das ja so betrachtent: Diese o.g. zu verurteilenden Einzelfälle wurden überwiegend von Frauen erzogen. Und diese Männer verhalten sich jetzt frauenfeindlich🤔
 
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