Amygdala

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  • #1

Männerträume

Ich bin 46 Jahre alt. Sieben Jahre mit meinem Mann zusammen. Mein Mann ist 52 Jahre alt und war vor unserer Ehe 25 Jahre verheiratet. Ich bin seine zweite Frau. Er war getrennt, ehe wir uns kennenlernten. Es gab also keine Verletzungen.
Mein Mann blieb bei seiner Frau, die er im einmal als dick und hässlich bezeichnete, weil er der Meinung war, nichts Besseres verdient zu haben. Selber dick, schlechte Zähne durch mangelnde Hygiene, Schweißfüße. Nach der Trennung nahm er ab, die Füße rochen schon lange nicht mehr, aber die Zähne waren noch kaputt, als wir uns kennenlernten. Ich merkte es nicht gleich. Später machte ich einen Termin beim Zahnarzt und es wurde besser, natürlich mit entsprechenden Kosten. Wir kauften neue Kleidung für ihn und einmal beobachtete ich ihn, wie er sich im Spiegel bei der Anprobe neuer Kleidung betrachtete und selber erstaunt war, dass ein gut aussehender Mann aus ihm herauszuarbeiten gelungen war.
Noch während seiner "Zahnarztzeit" gab es Veränderungen. Er schwärmte z. B. mehrere Stunden, wie nett es bei der Zahärztin gewesen ist. Ich entgegnete, dass die Leute dort bezahlt werden, um auch zu Menschen mit ungpflegten Zähnen nett zu sein. Er schien zu glauben, alle haben dort auf ihn gewartet zu haben um ihm endlich zu helfen.
Ich will es abkürzen: Mit dem Selbswertgefühl, kam eine Art Erkenntnis, was er im Leben alles verpasst hat. Er fing an von Motorrädern zu träumen und an seinen Blicken konnte ich sehen, wie sehr er es bedauerte, seine jungen Jahre mit seiner Exfrau verbracht zu haben statt sich auf all die jungen saftigen Mädchen zu stürzen.
Ich bin nicht mehr jung, lange noch nicht alt. Ich achte auf meinen Körper und meinen Kopf (viel Sport, gute Ernährung, ZEITLeserin, kann Schubert, Sibelius und Mozart auseinander halten).
Mein Anliegen: Es kränkt mich, dass mein Mann sich an anderen Frauen erregt (Gut, das wird Männern leicht gemacht. 85% öffentlicher Nackte sind, nach einer Erhebung die ein Wiener Museum aufgrund einer "Nachte Männer" Ausstellung machte, Frauen. Ariadne von Schirach sagt: Titten, Ärsche offene Münder wohin man auch schaut...") Es kränkt mich trotzdem. Welch Vegnügen soll es sein, mit (s)einem Mann zu schlafen, der in Gedanken die
Mädels der Oberstufe vögelt, die er am Morgen an der Bushaltestelle gesehen hat oder die Kleine vom Einkaufsmarkt, die sich im Supermini vor uns produziert.
Wie gehen andere Frauen mit dem Thema um? Was sagen Männer dazu?
 

guggelhupf

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  • #2
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
Ich bin 46 Jahre alt. Sieben Jahre mit meinem Mann zusammen. Mein Mann ist 52 Jahre alt und war vor unserer Ehe 25 Jahre verheiratet. Ich bin seine zweite Frau. Er war getrennt, ehe wir uns kennenlernten. Es gab also keine Verletzungen.
Mein Mann blieb bei seiner Frau, die er im einmal als dick und hässlich bezeichnete, weil er der Meinung war, nichts Besseres verdient zu haben. Selber dick, schlechte Zähne durch mangelnde Hygiene, Schweißfüße. Nach der Trennung nahm er ab, die Füße rochen schon lange nicht mehr, aber die Zähne waren noch kaputt, als wir uns kennenlernten. Ich merkte es nicht gleich. Später machte ich einen Termin beim Zahnarzt und es wurde besser, natürlich mit entsprechenden Kosten. Wir kauften neue Kleidung für ihn und einmal beobachtete ich ihn, wie er sich im Spiegel bei der Anprobe neuer Kleidung betrachtete und selber erstaunt war, dass ein gut aussehender Mann aus ihm herauszuarbeiten gelungen war.
Noch während seiner "Zahnarztzeit" gab es Veränderungen. Er schwärmte z. B. mehrere Stunden, wie nett es bei der Zahärztin gewesen ist. Ich entgegnete, dass die Leute dort bezahlt werden, um auch zu Menschen mit ungpflegten Zähnen nett zu sein. Er schien zu glauben, alle haben dort auf ihn gewartet zu haben um ihm endlich zu helfen.
Ich will es abkürzen: Mit dem Selbswertgefühl, kam eine Art Erkenntnis, was er im Leben alles verpasst hat. Er fing an von Motorrädern zu träumen und an seinen Blicken konnte ich sehen, wie sehr er es bedauerte, seine jungen Jahre mit seiner Exfrau verbracht zu haben statt sich auf all die jungen saftigen Mädchen zu stürzen.
Ich bin nicht mehr jung, lange noch nicht alt. Ich achte auf meinen Körper und meinen Kopf (viel Sport, gute Ernährung, ZEITLeserin, kann Schubert, Sibelius und Mozart auseinander halten).
Mein Anliegen: Es kränkt mich, dass mein Mann sich an anderen Frauen erregt (Gut, das wird Männern leicht gemacht. 85% öffentlicher Nackte sind, nach einer Erhebung die ein Wiener Museum aufgrund einer "Nachte Männer" Ausstellung machte, Frauen. Ariadne von Schirach sagt: Titten, Ärsche offene Münder wohin man auch schaut...") Es kränkt mich trotzdem. Welch Vegnügen soll es sein, mit (s)einem Mann zu schlafen, der in Gedanken die
Mädels der Oberstufe vögelt, die er am Morgen an der Bushaltestelle gesehen hat oder die Kleine vom Einkaufsmarkt, die sich im Supermini vor uns produziert.
Wie gehen andere Frauen mit dem Thema um? Was sagen Männer dazu?

Ich finde deine Analyse ein wenig einseitig. Du schreibst selbst, dass du auf deinen Körper achtest. Ohne dich zu kennen denke ich wirst du dich auch figurbewusst kleiden und entsprechend geschmeichelt sein, wenn dir deine männlichen Arbeitskollegen, Freunde oder sonstige Menschen dazu ein Kompliment machen, wenn du zum Beispiel einen neuen Rock an hast. Und mal ehrlich: Hast du dich noch nie selbst erwischt in Gedanken mit einem knackigen, vielleicht jüngeren Mann? Ich glaube, das ist einfach menschlich und was völlig normales. Je älter man wird, desto mehr kriegt man das Gefühl etwas verpasst zu haben. Einige leben sich in Gedanken aus, andere gehen da forscher zur Sache. Von daher wäre ich an deiner Stelle froh, dass er nur "in Gedanken fremdgeht".
 

nuit

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  • #3
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
Mein Anliegen: Es kränkt mich, dass mein Mann sich an anderen Frauen erregt. Es kränkt mich trotzdem.

Für mich stellt sich die Frage, wie du merkst, dass er sich an anderen Frauen erregt: Sieht er anderen Frauen nach, spricht er dir gegenüber aus, wie attraktiv er andere Frauen findet oder sind es deine Fantasien? Dass er "in Gedanken mit Mädels aus der Oberstufe v*gelt" während er mit dir zusammen ist, wird er dir doch nicht mitgeteilt haben, oder? Ist es also sein Verhalten oder sind es deine Selbstzweifel, wie du im Vergleich mit der Konkurrenz "abschneidest"?

Zitat von Amygdala:
Selber dick, schlechte Zähne durch mangelnde Hygiene, Schweißfüße. Nach der Trennung nahm er ab, die Füße rochen schon lange nicht mehr, aber die Zähne waren noch kaputt, als wir uns kennenlernten. Ich merkte es nicht gleich. Später machte ich einen Termin beim Zahnarzt und es wurde besser, natürlich mit entsprechenden Kosten. Wir kauften neue Kleidung für ihn und einmal beobachtete ich ihn, wie er sich im Spiegel bei der Anprobe neuer Kleidung betrachtete und selber erstaunt war, dass ein gut aussehender Mann aus ihm herauszuarbeiten gelungen war.
Noch während seiner "Zahnarztzeit" gab es Veränderungen. Er schwärmte z. B. mehrere Stunden, wie nett es bei der Zahärztin gewesen ist. Ich entgegnete, dass die Leute dort bezahlt werden, um auch zu Menschen mit ungpflegten Zähnen nett zu sein. Er schien zu glauben, alle haben dort auf ihn gewartet zu haben um ihm endlich zu helfen.
Ich will es abkürzen: Mit dem Selbswertgefühl, kam eine Art Erkenntnis, was er im Leben alles verpasst hat. Er fing an von Motorrädern zu träumen und an seinen Blicken konnte ich sehen, wie sehr er es bedauerte, seine jungen Jahre mit seiner Exfrau verbracht zu haben statt sich auf all die jungen saftigen Mädchen zu stürzen.

Ich möchte aber noch was anderes bemerken: Wie du über deinen Mann schreibst, klingt in meinen Ohren alles andere als liebevoll oder bewundernd, du betonst mehr deine Leistung, aus ihm etwas gemacht zu haben. Auch wenn dies ein anonymes Forum ist, stellst du ihn mit seinen Mängeln ziemlich bloß und scheinst einen sehr kritischen Blick auf ihn zu haben. In dem von dir beschriebenen Beispiel entwertest Du die Anerkennung und ihn selbst, die er bei der Zahnärztin erlebt hat. Ich würde es problematisch für eure Beziehung sehen, wenn sich solche Muster eingeschlichen hätten. Meiner Erfahrung nach bestünde Gefahr, dass er sich Bewunderung und Bestätigung dann nämlich woanders sucht.
 
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faraway

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  • #4
AW: Männerträume

Zitat von nuit:
Ich möchte aber noch was anderes bemerken: Wie du über deinen Mann schreibst, klingt in meinen Ohren alles andere als liebevoll oder bewundernd, du betonst mehr deine Leistung, aus ihm etwas gemacht zu haben. Auch wenn dies ein anonymes Forum ist, stellst du ihn mit seinen Mängeln ziemlich bloß und scheinst einen sehr kritischen Blick auf ihn zu haben. In dem von dir beschriebenen Beispiel entwertest Du die Anerkennung und ihn selbst, die er bei der Zahnärztin erlebt hat. Ich würde es problematisch für eure Beziehung sehen, wenn sich solche Muster eingeschlichen hätten. Meiner Erfahrung nach bestünde Gefahr, dass er sich Bewunderung und Bestätigung dann nämlich woanders sucht.

Du hast mir das Wort aus dem Mund genommen.
und ich frage mich: wie wird man überhaupt ein Paar mit einem Mann, den man so beschreibt?
 

Abby

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  • #5
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
Ich will es abkürzen: Mit dem Selbswertgefühl, kam eine Art Erkenntnis, was er im Leben alles verpasst hat. Er fing an von Motorrädern zu träumen und an seinen Blicken konnte ich sehen, wie sehr er es bedauerte, seine jungen Jahre mit seiner Exfrau verbracht zu haben statt sich auf all die jungen saftigen Mädchen zu stürzen.

Du schreibst, an seinen Blicken konnte ich es sehen.
Hat er es dir denn auch gesagt?
Warum sprichst du ihn nicht darauf an, dass du das Gefühl hast, es sei so?
Und was sagt er dir, wenn du ihm mitteilst, dass es dich kränkt?
 

Clara

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  • #6
AW: Männerträume

Ich finde es mehr als schwierig, dass die hier antwortenden Menschen sehr schnell mit Kritik bei der Hand sind. Zunächst einmal scheinst Du, Amygdala Dich ja in einer schwierigen Situation zu befinden. Und nicht von ungefähr bist Du unsicher, was in Deinem Mann vorgeht.

Ich möchte allen hier erst einmal empfehlen zuzuhören und nicht zu urteilen. Es gibt doch diesen schönen Spruch, solange Du nicht ein paar Wochen in den Mokassins des anderen gegangen bist, urteile nicht.

Und in der beschriebenen Situation gibt es einige Themen, über die man viel nachdenken könnte. Eine Reihe von Problemen entstehen sehr leicht, wenn sich Menschen treffen, die ungleiche Voraussetzungen in eine Beziehung mitbringen, bezogen auf das Thema Selbstwert, vielleicht auch soziale Absicherung, oder Bildung, oder auch einfach sehr unterschiedliche Erfahrungshorizonte usw. Und natürlich ist das Thema Altern ein riesiges, das macht auch sehr selbstbewußten Frauen zu schaffen, wenn sie befürchten, dass sie sich vielleicht mit viel jüngeren messen sollen...
 

nuit

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  • #7
AW: Männerträume

Zitat von Clara:
Ich finde es mehr als schwierig, dass die hier antwortenden Menschen sehr schnell mit Kritik bei der Hand sind. Zunächst einmal scheinst Du, Amygdala Dich ja in einer schwierigen Situation zu befinden. Und nicht von ungefähr bist Du unsicher, was in Deinem Mann vorgeht.

Ich möchte allen hier erst einmal empfehlen zuzuhören und nicht zu urteilen. Es gibt doch diesen schönen Spruch, solange Du nicht ein paar Wochen in den Mokassins des anderen gegangen bist, urteile nicht.

Und in der beschriebenen Situation gibt es einige Themen, über die man viel nachdenken könnte. Eine Reihe von Problemen entstehen sehr leicht, wenn sich Menschen treffen, die ungleiche Voraussetzungen in eine Beziehung mitbringen, bezogen auf das Thema Selbstwert, vielleicht auch soziale Absicherung, oder Bildung, oder auch einfach sehr unterschiedliche Erfahrungshorizonte usw. Und natürlich ist das Thema Altern ein riesiges, das macht auch sehr selbstbewußten Frauen zu schaffen, wenn sie befürchten, dass sie sich vielleicht mit viel jüngeren messen sollen...

Naja, wenn jeder hier zunächst eine Meile in den Mokassins des anderen latscht, zuhört und über all die Themen nachdenkt, die du aufwirfst, wäre nicht viel los im Forum :).
Natürlich ist eine kritische Betrachtung immer auch ein wenig unangenehm und es besteht die Gefahr, dass der andere gekränkt ist, weil seine Sicht- und Handlungsweisen in Frage gestellt werden. Andererseits kann Kritik auch Anregung zu Veränderung beinhalten und damit vielleicht auch die Lösung mancher Probleme.
 

iceage

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  • #8
AW: Männerträume

Also, dein Mann muss im Schnelldurchlauf "Entwicklung" und "Alterung" durchmachen. Dass wir Männer sehr auf optische Reize ansprechen ist nun mal so, aber im Grunde sind wir treue Dackel und außerdem ist das das weibliche Geschlecht im Zugeben auch auf knackige Männehinter zu starren sehr stark im Aufholen, wie nackte Männerplakate oder Shoppen bei Abercrombie & Fitch oder Hollister bestätigen ;)

Was die Fantasie beim Sex betrifft, sind da doch eher die Frauen "fremdgehend" - einen Cent hätte ich gerne für jedesmal, wenn meine Partnerin beim gemeinsamen Sex als Unterstützung zum Höhepunkt zu kommen im Gedanken andere Männer zu Hilfe genomment hat ;) Männer sind da in der Jugend beim Sex z.B. viel treuer und denken eher an einen grünen VW-Käfer mit Rostspuren beim Einparken ...

Aber ich verstehe schon deine Besorgnis! Dir fehlt die Dankbarkeit, die du erwartest, da er es sicher zum großen Teil dir verdankt vom "hässlichen Entlein" zum "weißen Schwan" geworden zu sein - aber vergiss das! Dankbarkeit und Liebe sind ein Widersprich in sich! Das Einzige was du wirklich machen solltest ist, deine Besorgnis, deine Gedankenwelt mit ihm zu teilen - und lass aber auch seine Meinung gelten, höre zu und versuche zu verstehen - Frauen sind von Grunde auf viel vernünftiger als wir Männer - ich bin zuversichtlich, dass er schon bald merken wird, die Welt wartet auch auf ihn nicht (vor allem nicht die jungen Pupperln ;)) ...
 

faraway

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  • #9
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
85% öffentlicher Nackte sind, nach einer Erhebung die ein Wiener Museum aufgrund einer "Nachte Männer" Ausstellung machte, Frauen.

Nur nebenbei bemerkt:
Diese "Erhebung" ist eigentlich ein art statement der Guerrilla Girls: Must women be naked to get into the Met. Museum? Less than 5% of the artists in the Modern art sections are women, but 85% of the nudes are female. (1989)
Heute sieht die Situation schon anders aus: mehr bekleidete Frauen im Museum, mehr nackte Männer :)))
 

faraway

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  • #10
AW: Männerträume

Zitat von iceage:
Aber ich verstehe schon deine Besorgnis! Dir fehlt die Dankbarkeit, die du erwartest, da er es sicher zum großen Teil dir verdankt vom "hässlichen Entlein" zum "weißen Schwan" geworden zu sein

Ich hab auch den Eindruck, dass das der Punkt ist. Denn warum sonst die ganze einleitende Beschreibung? ich habe ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist und SO dankt er es mir.
Pygmalion hat die Kontrolle über das Geschöpf verloren.
 

iceage

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  • #11
AW: Männerträume

Zitat von faraway:
Ich hab auch den Eindruck, dass das der Punkt ist. Denn warum sonst die ganze einleitende Beschreibung? ich habe ihn zu dem gemacht, was er jetzt ist und SO dankt er es mir.
Pygmalion hat die Kontrolle über das Geschöpf verloren.

Ja aber haben wir das nicht schon alle einmal erlebt, dass wir jemand "aufgewertet" haben und voll undank ist uns dann die oder der "Gerettete" nicht ein Leben lang zu Füßen gelegen, sondern wurde von unserem Freundeskreis verschlungen und bekamen stattdessen nur "erste Reihe fußfrei" ...

Das passiert halt eher während der Schulzeit oder in den Jahren danach ...
 

faraway

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  • #12
AW: Männerträume

Zitat von iceage:
Ja aber haben wir das nicht schon alle einmal erlebt, dass wir jemand "aufgewertet" haben und voll undank ist uns dann die oder der "Gerettete" nicht ein Leben lang zu Füßen gelegen, sondern wurde von unserem Freundeskreis verschlungen und bekamen stattdessen nur "erste Reihe fußfrei" ...

Das passiert halt eher während der Schulzeit oder in den Jahren danach ...

Sie sagt ja, er hat Nachholbedarf... vielleicht ist er wirklich in die Pubertät abgerutscht.
Mehr als hypothetisch zu tasten, ist schwierig. ich kann nur meinen Eindruck wiedergeben
 

iceage

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  • #13
AW: Männerträume

Zitat von faraway:
Sie sagt ja, er hat Nachholbedarf... vielleicht ist er wirklich in die Pubertät abgerutscht.
Mehr als hypothetisch zu tasten, ist schwierig. ich kann nur meinen Eindruck wiedergeben

der Beginn der 40er ist eine gefährliche Zeit für die 2. Pupertät der Männer :D
 

Else

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  • #14
AW: Männerträume

Zitat von iceage:
Was die Fantasie beim Sex betrifft, sind da doch eher die Frauen "fremdgehend" - einen Cent hätte ich gerne für jedesmal, wenn meine Partnerin beim gemeinsamen Sex als Unterstützung zum Höhepunkt zu kommen im Gedanken andere Männer zu Hilfe genomment hat ;) Männer sind da in der Jugend beim Sex z.B. viel treuer und denken eher an einen grünen VW-Käfer mit Rostspuren beim Einparken ...

Und beides dient einem gemeinsamen Ziel: den Höhepunkt erleben. Er denkt an den Käfer, damit er nicht so schnell kommt, sie an den anderen, damit sie schneller kommt.
 

iceage

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  • #17
AW: Männerträume

... und somit auch die Antwort auf Amygdala Besorgnis - dass die Fanatsie beim Sex nur einem selbst gehört ...
 

faraway

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  • #18
AW: Männerträume

Zitat von iceage:
... und somit auch die Antwort auf Amygdala Besorgnis - dass die Fanatsie beim Sex nur einem selbst gehört ...

Da tret ihr ja den Spiess richtig um:))). Sie denkt, dass er daran denkt, weil sie an so etwas dächte, während er vielleicht an ein altes Motorrad denkt.
 

Amygdala

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  • #19
AW: Männerträume

Zitat von Clara:
Ich finde es mehr als schwierig, dass die hier antwortenden Menschen sehr schnell mit Kritik bei der Hand sind. Zunächst einmal scheinst Du, Amygdala Dich ja in einer schwierigen Situation zu befinden. Und nicht von ungefähr bist Du unsicher, was in Deinem Mann vorgeht.

Ich möchte allen hier erst einmal empfehlen zuzuhören und nicht zu urteilen. Es gibt doch diesen schönen Spruch, solange Du nicht ein paar Wochen in den Mokassins des anderen gegangen bist, urteile nicht.

Und in der beschriebenen Situation gibt es einige Themen, über die man viel nachdenken könnte. Eine Reihe von Problemen entstehen sehr leicht, wenn sich Menschen treffen, die ungleiche Voraussetzungen in eine Beziehung mitbringen, bezogen auf das Thema Selbstwert, vielleicht auch soziale Absicherung, oder Bildung, oder auch einfach sehr unterschiedliche Erfahrungshorizonte usw. Und natürlich ist das Thema Altern ein riesiges, das macht auch sehr selbstbewußten Frauen zu schaffen, wenn sie befürchten, dass sie sich vielleicht mit viel jüngeren messen sollen...



Liebe Clara,

ich danke dir für deine Worte. Sie fühlen sich an, als ob man von einem lieben Menschen in den Arm genommen wird und gesagt bekommt, dass alles nicht so schlimm ist. Darüber zu schreiben ist schon mal eine Erleichterung.

Einige Worte fand ich in der Tat hart, aber doch berechtigt. Ich habe meine Sorgen aufgeschrieben, um eine Lösung zu finden. Kritik und Fragen gehören dazu.
Ganz wichtig: Ich wollte und will meinen Mann nicht bloßstellen. Um die Situation zu erklären, schienen mir diese Fakten notwendig und ich glaube nicht, dass ihn jemand erkennt.
Sicher ist es schwierig aus einigen Worten, die ein Lebensgefühl beschreiben sollen, eine Einschätzung zu bekommen. Jemand stellte fest, das ich mich figurbewusst kleide. Ja und nein. Ich lebe nicht mit dem Bedürfnis die Schlankheit zu zeigen. Meine Kleidung besteht zu einem sehr großen Teil der Woche aus Outdoorkleidung, Hundepfeife, derben Schuhen, Sportkleidung. Es ist mir nur wichtig nicht nass zu werden und meinen Füßen die bestmöglichste Behandlung zukommen zu lassen, da sie wirklich sehr gefordert sind. Ich achte auf meine Haare und schminke mich, aber es kein Drama, wenn die Haare nass werden oder die Wimperntusche verläuft. Am Wochenende und/oder manchen Abenden kleide ich mich gern schick und auch mal figurbetont. Gehen wir zum Essen, kleide ich mich so, dass ein Essen in mich hineinpasst. Gehen wir in ein Museum, lass ich schon mal den Slip weg. Also ziemlich normal alles.
Warum lebe ich mit diesem Mann? Da kommt viel von dem, was du schreibst, zusammen. Unser erstes Gespräch führten wir über technische Dinge, mein Kind fand ihn gut, mein Hund hasst Männer; diesen nicht. Er liebte mein Essen, meine Musik und viele Dinge merkt man nicht gleich.

Ein Mann sagt, vielleicht denkt er an ein rostiges Motorrad. Eine lustige Vorstellung. Aber nein, eher nicht. Er braucht seine Zeit. Männer wissen vielleicht was ich meine. Es geht seltenst in der Dusche, schwierig in der Mittagspause, Küchentisch ist tabu.

Wie merke ich, dass er beim Sex jemand anderen im Kopf hat? Ein Beispiel: Es geht sehr schnell und nicht von vorn, nachdem eine aufreizende sehr junge Frau mit wirklich tollem Hintern und sehr kurzem Rock sich vor uns in der Warteschlange produziert....
Ja, der Vergleich ist nicht schön. Und mich schmerzt es. Wir haben darüber gesprochen, aber es hat nichts gebracht. Ich irre, sagt er. Woran ich es merke, dass ich nicht irre? Es ist schwierig zu beschreiben. Ich weiß es einfach, weil die Reaktionen anders sind. So wie man sicher weiß, dass ein Kind schwindelt, merke ich an einigen körperlichen Reaktionen, was mit meinem Mann los ist.

Eine Frau schreibt sinngemäß, dass es vielleicht nicht so schlimm ist, wenn er nur in Gedanken fremdgeht. Wenn er es tun würde, wenn er allein Spaß hat, wäre es so. Aber sind wir zusammen und ich hab nach gutem Essen, netter Wäsche, also was man halt so veranstaltet an so einem Abend, das Gefühl nicht zu genügen, hinterlässt es einen Knoten in meinem Herzen.
Ich möchte darum bitten, dies nicht zu bewerten. Sicher sind einige der Meinung, mein Selbstwertgefühl ist nicht groß oder wer weiß was. Ich möchte mit Menschen kommunizieren, denen es ähnlich geht oder die es verstehen und mir ihre Erfahrungen und Gefühle mitteilen können.

Grüße von Amygdala
 
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Amygdala

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  • #20
AW: Männerträume

Ich hab einen Fehler gemacht. Clara hab ich geantwortet und sehe jetzt, dass es noch eine allgemeine Antworttaste gibt. Kann es bitte darunter eingestellt werden?!

Amygdala
 

Jan

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  • #21
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
Ich hab einen Fehler gemacht. Clara hab ich geantwortet und sehe jetzt, dass es noch eine allgemeine Antworttaste gibt. Kann es bitte darunter eingestellt werden?!

Amygdala

Liebe Amygdala,

darunter verschieben geht leider nicht.
Ich habe das entsprechende Zitat einfach mal darüber gestellt - dadurch wird der Bezug ebenso deutlich.

Liebe Grüße,

Jan.
 

Heiko2

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  • #22
AW: Männerträume

Zitat von Amygdala:
Ich möchte darum bitten, dies nicht zu bewerten. Sicher sind einige der Meinung, mein Selbstwertgefühl ist nicht groß oder wer weiß was. Ich möchte mit Menschen kommunizieren, denen es ähnlich geht oder die es verstehen und mir ihre Erfahrungen und Gefühle mitteilen können.

Hier, umgekehrte Version in einer ehemaligen Beziehung, mit sicherlich deutlich anderen Randbedingungen und doch kommt mir einiges, von dem was Du schreibst, sehr bekannt vor. Und ja, es geht nicht um Bewertungen. Keine(r) von uns Außenstehenden kennt Deine ganze Geschichte und die Hintergründe und ja, wir anderen können alle nur auf das reagieren und antworten, was Du von Dir gibst. Und so ist auch meine Sichtweise und diese Antwort hier eine Interpretation und ich hoffe, dass ich ohne Bewertung auskomme dabei. Und vielleicht hilft es Dir ein wenig.

Meine Sichtweise - ca. ein Jahr später - sie konnte es nicht besser und tat alles was ihr möglich war. Mein Glück: sie beendete die Beziehung und wollte weiter als Single leben. Ich war stinkig, enttäuscht, fühlte mich ausgenutzt und verlassen ... weil ich sie liebte. Und heute bin ich der Überzeugung, dass es das Beste war was mir passieren konnte, sie ihr möglichstes getan hat und ich viel an Lebenserfahrung dadurch gewann. Und es eröffnete mir völlig neue Perspektiven für mein Leben - auch in der Partnerwahl - für die ich sehr dankbar bin. Eine Empfehlung erlaube ich mir auszusprechen: kläre es, soweit möglich, auch und gerade wenn es weh tut.
 

Else

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  • #23
AW: Männerträume

Liebe Amygdala,
ich kann mir vorstellen, dass Du unter der Situation in Deiner Ehe leidest. Die Vorstellung, dass Dein Mann in Gedanken andere Frauen v***, wenn er mit Dir schläft, verletzt Dich. Und überhaupt klappt es in der Sexualität nicht so wie Du es Dir vorstellst.
Andererseits beschreibst Du Eure Beziehung so, dass bei mir der Eindruck entsteht, es gibt ein Ungleichgewicht zu Ungunsten Deines Partners. Du sagst ihm wo es langgeht, wie er sich die Haare schneiden soll, welche Kleidung er tragen soll. Er mag Dein Essen, Deine Musik. Dein Kind und Dein Hund mögen ihn. Meinst Du nicht, dass er sich zurückgesetzt fühlt, behandelt wie ein kleines Kind, nicht ernst genommen? Dass Du nicht viel an ihm schätzt, scheint durch Deine Beiträge sehr deutlich hervor. Das merkt er doch auch. Vielleicht wehrt er sich beim Sex mit Dir gegen Dich, weil er sonst keine Möglichkeit sieht, da Du ihm sowieso überlegen erscheinst?
Lg, Else
 

iceage

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  • #24
AW: Männerträume

Zitat von Else:
Vielleicht wehrt er sich beim Sex mit Dir gegen Dich, weil er sonst keine Möglichkeit sieht, da Du ihm sowieso überlegen erscheinst?
Lg, Else

Vielleicht hat das aber auch überhaupt nichts mit wehren zu tun, sondern die letzte Frau die mich so behandelt hat, war meine Mutter ...
 

Amygdala

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  • #25
AW: Männerträume

Hallo guggelhupf,

natürlich ist meine Analyse einseitig. Seine Version kann ich dir schlecht schildern. Es würde auch kaum Sinn machen. Ich kenn sie nicht. Mein Mann spricht über unsere Beziehung, oder gar wie es ihm geht in dieser Beziehung, wenig.
Nein, ich schaue nie nach jüngeren Männern. Sie interessieren micht nicht.
Ich schaue Menschen an, wenn sie interessant aussehen.
Ich habe angefangen der Altersklasse Mann nachzusehen, die ich spannend finde und es gibt Blickkontakt, fragende, abtastende Blicke. Doch das wollte ich nie. Ich wollte nur ihn.

Grüße von Amygdala
 

Amygdala

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  • #26
AW: Männerträume

Ich gebe zu, die Fragen sind berechtigt. Die Beschreibung der Umstände ist nicht liebevoll. Das kann sie unter diesen Umständen nicht sein.
Es gab bei der Zahnärztin keine Anerkennung. Zahnärztinnen sind immer nett, vor allem wenn ein Privatpatient mit ruiniertem Gebiss vor ihr sitzt.
Da er jahrelang dieser Situation aus dem Weg ging, war es natürlich eine besondere Situation. Sie prägte sich ein, weil er statt, wie befürchtet Vorwürfe, Freundlichkeit bekam. Die Zanhärztin hat in seinem Mund Sachen gerichtet, die den Wert eines Kleinwagens haben.
Muster haben sich bei uns ganz bestimmt eingeschlichen.
 

Amygdala

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  • #27
AW: Männerträume

Ich sehe es. Die Sitationen sind einfach eindeutig. Und wir haben darüber gesprochen. Natürlich. Aber nie im Leben würde er es zugeben. Er streitet es nicht ab. Dazu wird geschwiegen. Ich hab ihn gefragt, wenn ich im Bett an einen anderen Mann denken würde, ob es für ihn so wäre als würde ich fremdgehen. Es sagt ja. Wenn mich ein Nachbar gut findet, ein Mann zu lange beobachtet wird er richtig sauer.

Grüße von Amygdyla
 

Amygdala

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  • #28
AW: Männerträume

Du hast es gewusst, dass deine Frau das denkt und es war für dich in Ordnung?

Es ist nicht so, dass mein Mann nur das hässlich Entlein war. Nein, er ist in der Lage Einstein, die M-Theorie und mein Chaos unter einen Hut zu bekommen.
Aber es ist einfach auch so, dass ihm diese Erfahrung fehlt, die wir hier vielleicht alle haben. Zwei Frauen sind wahrscheinlich zu wenig. Es fehlt die Erkenntnis, das es nicht wirklich wichtig ist wie viel es waren, sondern das der Sex gut sein muss (jetzt mal von den ganzen anderen Dingen abgesehen die passen sollten).
Es ist nicht wirklich schlimm, wenn die Frauen in meinem Alter wären. So hinkt aber logischerweise jeder Vergleich und es kommt dazu, die Vorstellung, dass er tatsächlich glaubt, junge Mädchen stehen auf ältere Männer. Aber gut, Joschka Fischer lebt es vor. Dass da viel Geld und Macht im Spiel ist, wird temporär ausgeblendet.

Ich werde sicher versuchen noch einmal zu reden, aber meine Liebe rutscht langsam vom Beziehungsteller...

Grüße von Amygdala
 

Amygdala

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  • #29
AW: Männerträume

Hallo Heiko2,

was hat euch getrennt? Was würdest du heute in Bezug auf einen Parrtner(in) besser oder anders machen?

Ich denke auch über Trennung nach, aber auch über all eure Worte.

Liebe Grüße
 

Amygdala

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  • #30
AW: Männerträume

Liebe Else,

es ist nicht ganz so wie du schreibst: Ich entscheide weder über Haare noch Kleidung. Er fühlte sich selbst nicht wohl. Die Kleidung hat er ausgesucht. Macht er heute noch. Ich bzw. der Beginn unserer Beziehung war höchstens ein Katalysator für die Veränderung bzw. Abarbeitung für viele Dinge die ihn schon selbst störten, aber nicht sooo sehr, das er sie anging. Das der Rest meiner Kleinfamilie ihn mag, empfinde ich nicht als Vereinnahmung. Ich mochte seine Haustiere auch.
Ansonsten tut mein Mann wozu er Lust hat und ich tu es auch. Meist tun/taten wir es zusammen, weil es uns beiden Spaß macht/e.

Ist nicht ganz so viel Ödipus dabei.

Liebe Grüße von Amygdala
 
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