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Gast

  • #151
Zitat von IMHO:
Umfrage auf der Straße mit Frauen, denen ein gut aussehender Mann vorgestellt wird:
"Würden Sie mit diesem Mann jetzt mal eben in einem Hotelzimmer Sex haben wollen"?
9 von 10 Frauen antworteten mit "Nein".

Männer, denen das gleiche Angebot (Nein, natürlich nicht mit dem Mann, sondern mit einer attraktiven Frau) gemacht wurde:
8 von 10 Männern antworteten mit: "Ja".....
Ja aber das ist doch das, was ich mal meinte. Frauen nur wenns Herz im Spiel ist. Männer können das schon mal ausschalten, wenns um die reine Befriedigung des Bedürfnisses geht.
 
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  • #153
Zitat von Howlith:
Oh tbd da hast Du aber ein weites Feld aufgetan ... ich muss jetzt erst mal das Buch auf den kindle laden und ein wenig drin stöbern.



Ich finde ja, dass hier zu oft etwas sehr "grob" argumentiert wird. Dass wir alle bei der Partnerwahl mehr oder weniger "Opfer" eines genetisch verankerten Selektionsprogrammes sind, daran zweifle ich nicht. - Aber die Vermeidung eines Lebens als "alleinerziehende Mutter" gehört hier aus meiner Sicht eigentlich nicht hin. Das ist ein eher neuzeitliches gesellschaftliches Phänomen, das (verhaltens)genetisch doch noch gar nicht abgebildet sein kann.
Meiner Ansicht nach wird gerade andersherum ein Schuh daraus.
In Zeiten knappster Ressourcen und geringer Lebenserwartung ohne wirksame Verhütungsmöglichkeit stelle ich mir die Herausforderung ein Leben als alleinstehende Frau zu meistern sehr viel größer vor. Ich glaube schon, dass ein Kind u.U. den Unterschied zwischen man überlebt den nächsten Winter oder nicht bedeuten konnte.
In dem Buch wird auch geschrieben, dass alle heutigen Menschen von ungefähr 80 verschiedenen Frauen jedoch nur von 40 verschiedenen Männern abstammen.
Das heißt, dass insgesamt 80 Frauen ihre Gene weiterverbreiten konnten, während das dauerhaft nur 40 Männern gelang. Alle anderen Linien sind im Laufe der Zeit erloschen.
Man könnte auch sagen, alle alternativen genetischen Setups wurden ausgekreuzt.
Dabei spielt sicher eine Rolle, dass der Einzelne in einem belastbaren sozialen Verbund, wie einer Familie besser aufgehoben war als ein Einzelkämpfer dem notfalls niemand hilft, weil er entweder weit weg von jeder Hilfe strandet oder alle damit zu tun haben ihrer Familie beizustehen.

Gibt es ein steinzeitliches Äquivalent zur "alleinerziehenden Mutter"?
(Bin gespannt auf Deinen Kommentar.)
Die schlimmste Strafe in urzeitlichen Gesellschaften ob amerikanische oder afrikanische Ureinwohner oder Germanen war immer der Ausschluss aus der Gesellschaft, da eine soziale Isolation bedeutet, allen Gefahren wie Krankheit, Hunger oder Überfall durch benachbarte Stämme schutzlos ausgeliefert zu sein.
Man bedenke, dass es damals viele Dinge die uns heute selbstverständlich sind noch völlig unbekannt waren, während es Gefahren gab, die man heute kaum noch kennt.


Es wäre zu überlegen, ob dieses genetische Programm nicht zu einer Zeit entstanden ist (und seit dem sich wohl kaum nennenswert verändert hat), zu der die Menschen noch ein mehr "herdenorientiertes Verhalten" gezeigt haben, die Frage ob "alleinerziehend oder nicht" also sekundär wenn nicht sogar völlig unwichtig war.

Aus der Primatenforschung gibt es interessante Erkenntnisse zur Entstehung der menschlichen Intelligenz. Es deutet vieles darauf hin, dass diese zunächst dazu diente, herauszufinden wer jeweils in einer Gruppe welchen sozialen Status innehat und wer mit wem auf welche Weise verbunden ist.
Die Leistung besteht also darin, das Geflecht aus Rangordnung und Verwandtschaft jederzeit im Blick zu haben und entsprechend zu agieren. Ein Kind vom falschen Mann und die Frau ist sozial isoliert. Ein höherer Rang verheißt bessere Privilegien, mehr Sicherheit und allgemein eine höhere Lebensqualität. Es besteht also durchaus eine gewisse Motivation aufzusteigen bzw. Aufsteigern das aufsteigen zu erschweren.
Wichtig ist dabei auch immer, die Siegchancen realistisch einschätzen zu können.

Seit sich die ersten Menschen von ihrer tierischen Verwandtschaft abspalteten sind Millionen Jahre vergangen. Selbst seit dem Auftauschen der ersten Homo Sapiens haben ungefähr sieben- oder achttausen Generationen gelebt. Seit dem Auftauchen der ersten Hochkulturen etwa dreihundertdreißig bis dreihundertfünfzig. Seit Beginn der Industrialisierung waren es vier bis fünf und seit dem Wirtschaftswunder gerade zwei Generationen.
Lass uns noch ein- zweitausend Jahre in Wohlstand und sozialer Sicherheit leben, dann wird sich womöglich was geändert haben. Übers Knie brechen kann man´s wahrscheinlich nicht.

Interessanter ist da schon die Frage nach den "körperlichen Qualitäten" des Mannes. Beschützer, also potentiell gewaltbereit aber sich auch unter Kontrolle haben. Hier könnte man ja vielleicht mal einen gedanklichen Bogen zu den "A****loch" Diskussionen hier im Forum wagen.
Yeah... power is nothing without control.
Nach der weitgehenden Auflösung althergebrachter Rollenbilder (wie alt ist da zunächst unerheblich) herrscht hie und da eine gewisse Verwirrung.
Es ist ein wenig wie bei der Marktforschung. Wer ist die Zielgruppe? Was will die Zielgruppe? Was kann, was muss ich tun um die Zielgruppe zu erreichen?
Mit feststehenden Rollenmustern ist einfach. Zielgruppe A will Zielgruppe B erreichen und umgekehrt. Die bestmögliche Anpassung an das vorgegebene Muster sichert den Erfolg.

Die Möglichkeit der Individualisierung schafft völlig neue Voraussetzungen. Es besteht die Chance, sich selbst nach eigenem Ermessen und Gusto zu entwickeln und zu verwirklichen.
Die Herausforderung ist nun, den passenden Partner zu finden.
Prinzipiell kann man sagen - pfeif auf die Zielgruppe, ich will eh nur eine Person erreichen und diese kennzeichnet sich dadurch, dass sie zu mir passt. Woran erkenne ich das? Ich weiß es wenn ich es sehe.
Im worst case gibt es diese Person aber nicht oder sie ist nicht erreichbar.
Im best case lernt man sie kennen während man einfach tut was man gerne tut und dabei herausfindet, dass sie ähnliche Interessen hat.
Notfalls muss man halt gezielt ein wenig suchen. Siehe z.B. Amy Webb "How I hacked online dating"
 
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  • #154
Zitat von IMHO:
Das ist das, was ich ausdrücken wollte. Aber es funktioniert bei Männern viel häufiger, als bei Frauen.
Bei Frauen muss mehr "stimuliert" werden, als bei Männern, um "in Stimmung" zu kommen.

Umfrage auf der Straße mit Frauen, denen ein gut aussehender Mann vorgestellt wird:
"Würden Sie mit diesem Mann jetzt mal eben in einem Hotelzimmer Sex haben wollen"?
9 von 10 Frauen antworteten mit "Nein".
Ich vermute noch einen gewissen Prozentsatz, der es dennoch tun wird, dabei aber fest behauptet, das sei nur diesmal ausnahmsweise und sonst würden sie aber nie... ;-)
 
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  • #155
Ein (der?) Grund für die Bildung von Gemeinschaften bestand und besteht darin, Lebensrisiken zu vergesellschaften. Ich bin ein Anhänger der Romantik Jenaer Ausprägung und verfolge andere Motive. Sich erkennen im anderen (ihr) ist eines davon. Weiteres liefert Schlegels Lucinde, ein Werk, das ich schon öfters empfahl.
 
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  • #156
Zitat von Howlith:
Ich finde ja, dass hier zu oft etwas sehr "grob" argumentiert wird. Dass wir alle bei der Partnerwahl mehr oder weniger "Opfer" eines genetisch verankerten Selektionsprogrammes sind, daran zweifle ich nicht.

Wenn ich mir die Trennlinie zwischen Messergebnis und Interpretation betrachte, dann könnte eine mögliche Erklärung für das Phänomen der körperlichen Erregung die psychisch nicht wahrgenommen wird könnte auch eine psychosoziale Konditionierung sein.

Wie prüft man das?
 
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  • #158
Sorry tbd wenn ich Deinen Beitrag etwas durcheinander würfle ...
Zitat von t.b.d.:
Die schlimmste Strafe in urzeitlichen Gesellschaften ob amerikanische oder afrikanische Ureinwohner oder Germanen war immer der Ausschluss aus der Gesellschaft, da eine soziale Isolation bedeutet, (...)
Yep. Inwieweit und ob überhaupt der Faktor "Kind vom falschen Mann" zum Ausschluss aus der Gruppe geführt hat, darüber können wir wohl nur spekulieren (es sei denn es findet sich doch noch ein Anthropologe, Ethnologe oder was in der Art, der uns hier weiterhilft.)

Dieses genetische Programm ist im Kern sicherlich älter als der Homo sapiens. Und ich denke nicht, dass dieses Programm uns (die Frauen/die Männer?) wirklich vor den Gefahren der Schwangerschaft beschützen will, sondern vielmehr sorgt es dafür, dass der Vorteil (für wen? die Art?) aus einer Schwangerschaft die damit verbundenen Risiken - im Durchschnitt - mehr als aufwiegt.

Ich weiß nicht, ob das Programm nun durch die gesellschaftlichen Entwicklungen überflüssig geworden ist oder in wie weit es unser Verhalten noch immer mitdiktiert. Wahrscheinlich aber mehr als uns lieb ist und bewusst sein kann.
Zitat von t.b.d.:
Die Leistung besteht also darin, das Geflecht aus Rangordnung und Verwandtschaft jederzeit im Blick zu haben und entsprechend zu agieren. Ein Kind vom falschen Mann und die Frau ist sozial isoliert.
Dem ersten Satz kann ich nur zustimmen, aber dann ...

Meinst Du wirklich? Wenn ja, dann wäre die Isolation doch sicherlich eine Folge sozialer Absprache und nicht unmittelbar und zwingend die Folge eines genetisch vorgegebenen Programms zur Partnerwahl. Denn in der Praxis dürfte es schwer fallen ein Kind zweifelsfrei einem bestimmten Mann zuzuordnen ... wenn denn den frühen Menschen der Zusammenhang zwischen Sex - Schwangerschaft überhaupt schon voll bewusst war ...

(Ich hoffe mal wir reden da jetzt nicht aneinander vorbei ... )

Zitat von t.b.d.:
Ein höherer Rang verheißt bessere Privilegien, mehr Sicherheit und allgemein eine höhere Lebensqualität. Es besteht also durchaus eine gewisse Motivation aufzusteigen bzw. Aufsteigern das aufsteigen zu erschweren.

Wichtig ist dabei auch immer, die Siegchancen realistisch einschätzen zu können. (...)

Yeah... power is nothing without control.

Nach der weitgehenden Auflösung althergebrachter Rollenbilder (wie alt ist da zunächst unerheblich) herrscht hie und da eine gewisse Verwirrung.
Verwirrung? Offensichtlich (wie man hier auch immer wieder feststellen muss).

Doch die Auflösung der Rollenbilder führt nicht zwangsweise zur Auflösung/Abschaltung genetisch verankerter Marker zur Partnerwahl. Wie auch die ganze gesellschaftliche Entwicklung wohl bestenfalls unsere (nennen wir es mal) archaischen Instinkte/Triebe ein wenig domestizieren aber keineswegs auf Null stellen kann. (Dem Himmel sei Dank!)

Und es kann auf Dauer wohl auch nicht funktionieren, diese zu ignorieren oder zu unterdrücken. Nur ... welche Konsequenzen könnten wir aus dieser Erkenntnis ziehen?

Ich versuche mal meine Frage etwas zu konkretisieren: sind die Typen, die hier oftmals als "A++++löcher" tituliert werden (also falls es die überhaupt gibt) Typen, die besonders "arachaische Signale" aussenden und so kurzfristig "zum Erfolg kommen?"

Auf Dauer hilft uns Männern wohl nur der gekonnte Spagat zwischen steinzeitlichem Kraftprotz und kultiviertem Gentlemen. Man muss nur in der richtigen Situation das richtige machen.

Zitat von t.b.d.:
Siehe z.B. Amy Webb "How I hacked online dating"
Unbedingt !!!
 
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  • #160
Zitat von t.b.d.:
Wenn ich mir die Trennlinie zwischen Messergebnis und Interpretation betrachte, dann könnte eine mögliche Erklärung für das Phänomen der körperlichen Erregung die psychisch nicht wahrgenommen wird könnte auch eine psychosoziale Konditionierung sein.

Wie prüft man das?
Wie man das prüft, weiß ich auch nicht, aber ich vermute, dass das auch stark reinspielt.
Anziehung/Erregung/Abneigung wird ja auch stark durch Äußerlichkeit gesteuert und dies wiederum unterliegt ja auch stark modischen/gesellschaftlichen Strömungen. Mir fiele da das Beispiel Achselhaare, Haarlänge oder Körperfülle ein : mal interessiert es keinen, mal ist es "ii-bäh" und sofortiges No-go. Das ist vielleicht mehr an der Oberfläche als völlig unbemerkte Fernsteuerung - aber ich meine selbst bei mir beobachten zu können, wie sich da je nach Zeitgeist ganz heftige Zu- und Abneigungen entwickeln.
 
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  • #161
Zitat von Howlith:
Ich versuche mal meine Frage etwas zu konkretisieren: sind die Typen, die hier oftmals als "A++++löcher" tituliert werden (also falls es die überhaupt gibt) Typen, die besonders "arachaische Signale" aussenden und so kurzfristig "zum Erfolg kommen?"

Auf Dauer hilft uns Männern wohl nur der gekonnte Spagat zwischen steinzeitlichem Kraftprotz und kultiviertem Gentlemen. Man muss nur in der richtigen Situation das richtige machen.
Ich versuche das Problem der Männer immer nachzuvollziehen, aber eine gewisse Verblüffung bleibt doch.

Wenn ich einfach mal davon ausgehe, dass Frauen besonders in den letzten Jahrzehnten eigenständiger und unabhängiger geworden sind (einfach nur, weil Arbeiten für Frauen gesellschaftsfähig geworden ist und die eigene Versorgung damit möglich), ist es doch nur logisch, dass sie nach einem Partner gucken, der auch eine gewisse Stärke hat, um ein interessanter Gesprächspartner zu sein. Ich suche mir doch auch keine weibliche Freundin, die so was kleines Verhuschtes ist - das ist nichts, was mich jetzt als Lebensbereicherung interessiert. Das heißt, tendentiell sind eher reibungsfähige Männer interessant als nur "liebe" Männer, die mir nach dem Mund reden, mir versuchen, den eigenen Hintern hinterher zu tragen und meist farblos erscheinen. Als netter Mensch sind solche Männer absolut nett und liebenswert - aber für eine Beziehung würde es mir zu wenig Spannung liefern.

Das Geschimpfe auf A---Männer kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ein MENSCH sich nicht nett verhält, ist das eigentlich bei einer gewissen Menschenkenntnis relativ schnell zu spüren. Wer sich dessen Gesellschaft sucht, scheint sich davon irgendwas zu versprechen und beschwert sich dann auch nicht oder aber er/sie checkt es nicht. In dem Sinne wage ich mal die These : die Existenz von A---Männern setzt Idioten-Frauen voraus.

Boah, lange nicht so weit aus dem Fenster gelehnt. Aber ist ja ein Burgfenster mit breiten Fenstersimsen....Oh... ich bin ja gar nicht in der Burg.... sei`s drum.....
 
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  • #162
Zitat von Howlith:
Vielleicht ein ganz kleines bisschen Ironie, aber Ironie bestätigt hin und wieder Dinge, oder spielt zumindest auf einen Sachverhalt an.

Wenn wir "nur" Opfer eines genetisch verankerten Selektionsprogrammes sind, kommt mir das einfach ein bisschen wenig vor. Mir würden da andere Dinge auch noch eine Rolle spielen.
 
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  • #163
Zitat von Schreiberin:
Das heißt, tendentiell sind eher reibungsfähige Männer interessant als nur "liebe" Männer, die mir nach dem Mund reden, mir versuchen, den eigenen Hintern hinterher zu tragen und meist farblos erscheinen. Als netter Mensch sind solche Männer absolut nett und liebenswert - aber für eine Beziehung würde es mir zu wenig Spannung liefern.
Ich weiß was du damit meinst. Aber ich frage mich inzwischen, ob wir Frauen das nicht manchmal falsch bewerten. Nette Männer müssen nicht immer farblos erscheinen, ich könnte auch keinen Mann ertragen, der mir immer nach dem Mund redet, das ist total langweilig. Ich verliere da jeglichen Respekt. Aber mal als Gedanke, liebe Männer können doch auch für Spannung sorgen. Wir wären doch auch nicht glücklich, wenn es nur Reibereien gäbe, also ein Mann, der lieb ist, der aber dem Intellekt und vor allem der Stärke, die wir berufstätige, alleinerziehende Mütter uns angeeignet haben, besitzt.

Oder sogar ein bisschen mehr.
 
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  • #164
Ob die werte Frauenwelt sich mit der Selbstständigkeit auch Intellekt angeeignet hat.... das ist eine wagemutige Behauptung......
 
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  • #165
Ich war jetzt so frei und habe uns beide gemeint. Grundsätzlich hast du natürlich Recht.