F

fleurdelis

  • #16
Zitat von Butte:
Offenbar soll er ja nicht nur als Opf gesehen werden. Du möchtest ihm nicht die Möglichkeit absprechen, sich zu befreien. Wenn er sich nicht befreit hat, dann kann es nicht daran liegen, daß es ihm nicht möglich war. Sondern weil er das aus freien Stücken so wollte.

So wird tendenziell gegenüber Männern umgegangen, ja. Sie sollen, weil sie können, und wenn sie nicht tun, dann sind sie selbst schuld und Versager. Frauen werden eher "verstanden", also als Opfer gesehen, die nicht können.
Beide Zuschreibungen sind nicht nett und auch wenig elaboriert.
Ich bin mir nicht sicher ob diese Interpretation meines Kommentares zutrifft, denn ich habe lediglich von mangelnder Sympathie gesprochen, sicher lässt das weit gefächerte Interpretationen zu, aber in einen direkten Bewertungsprozess bin ich nicht gegangen.
 
G

Gast

  • #17
Zitat von fleurdelis:
Ich bin mir nicht sicher ob diese Interpretation meines Kommentares zutrifft, denn ich habe lediglich von mangelnder Sympathie gesprochen, sicher lässt das weit gefächerte Interpretationen zu, aber in einen direkten Bewertungsprozess bin ich nicht gegangen.
Wieso, du hast du geschrieben, man mute ihm zu sich zu befreien.
Darauf hab ich mich bezogen.
Ihm zuzumuten, sich zu befreien, heißt, seine Kindheit nicht als "Ausrede" zu akzeptieren. Er ist selbst verantwortlich für das, was er heute ist in dieser Hinsicht.
 
D

Dr. Bean

  • #19
Ich finde, ihr habt beide recht, redet nur aneinander vorbei. Und es ist auch was ich meine. Ja er kann sich aus der Sekte lösen absolut, das gehört zum erwachsen werden dazu. Aber und das mein ich, glaube ich dass das nur noch sehr wenigen Männern gelingt, diese eigentlich einfache Aufgabe. Und darüber muss man nachdenken und auch mal Verständnis aufbringen.
 
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Gast

  • #20
Zitat von fleurdelis:
In Graden, klar.
Und konkret ists dann so, daß man sich selbst dann eher herausredet und die anderen schuldig spricht.

Ich würd in der Regel eher darauf schauen, wie etwas ist, und nicht berechnen wollen, wie viel der andere denn für seine Handlungsweisen können und wie viel nicht.

Es scheint ja wenig Bewußtsein dafür zu bestehen, wieweit sich hier wieder so ziemlich alle über irgendwelche Menschen erheben und sie auf simpelste Weise bewerten und auch noch erklären wollen, in größter Ahnungslosigkeit.
Nur wehe, wenn das mit einem selbst geschieht. Dann geht das Heulen los.
 
F

fleurdelis

  • #21
Zitat von Butte:
In Graden, klar.
Und konkret ists dann so, daß man sich selbst dann eher herausredet und die anderen schuldig spricht.

Ich würd in der Regel eher darauf schauen, wie etwas ist, und nicht berechnen wollen, wie viel der andere denn für seine Handlungsweisen können und wie viel nicht.

Es scheint ja wenig Bewußtsein dafür zu bestehen, wieweit sich hier wieder so ziemlich alle über irgendwelche Menschen erheben
Unterstütze ich, klar. Das ist ja oftmals der einfachste Weg. Im Grunde genommen denke ich auch, dass viele sich einfach vor Konsequenzen fürchten, und sich deswegen vor Veränderungen zurück halten.
 
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  • #22
Zitat von Dr. Bean:
Nee da hatte recht. Hab mal mit 12 nen segeltörn in den Sommerferien gemacht, da lernt Mann Verantwortung
Frau oder Mädchen übrigens auch. Ich z.B. bin in dem Alter das erste Mal gesegelt (auf Binnengewässern, aber bei ordentlicher Windstärke). Da lernt man nicht nur Verantwortung, sondern auch Teamgeist!
 
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Gast

  • #23
Zitat von fleurdelis:
Unterstütze ich, klar. Das ist ja oftmals der einfachste Weg. Im Grunde genommen denke ich auch, dass viele sich einfach vor Konsequenzen fürchten, und sich deswegen vor Veränderungen zurück halten.
Auffällig an dieser Art des Sichdrübererhebens ist auch, daß wieder eher wenig Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung dessen verwendet wird, worauf sich das Urteil bezieht, und statt zu schauen, was genau welche Funktion haben könnte und in welchen Zusammenhängen es steht, wird recht grob und naiv das Etikett drauf geklebt und dann allenfalls gefragt wer ist schuld?

Und zwar so im Kindergärtnerinnenmodus. Und es ist dann auch nicht verwunderlich, daß die Kindergärtnerinnen hier zumeist gerade die sind, die sich selbst am infantilsten verhalten. Das hat vermutlich etwas mit dem maximal erreichbaren bzw. zugänglichen Strukturniveau zu tun.
 
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  • #24
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  • #25
Ich finde nicht, dass Kindergärtnerinnen sich (überproportional) infantil verhalten.
 
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Dr. Bean

  • #27
Zitat von Kaisa:
Frau oder Mädchen übrigens auch. Ich z.B. bin in dem Alter das erste Mal gesegelt (auf Binnengewässern, aber bei ordentlicher Windstärke). Da lernt man nicht nur Verantwortung, sondern auch Teamgeist!
Auf jeden Fall aber hier soll es mal nicht um Frauen gehen, sondern nur um Männer. Das wird immer wichtiger.

Ich stehe momentan vor dem Problem, dass sich meine Mutter nicht mehr ganz so wohl bei Vati fühlt. Ich stell mir vor was passiert, wenn die abhaut. Der kann noch nichtmal Kaffee kochen. Und ich frag mich was dazu geführt hat dass Männer sich in solche Abhängigkeit begeben. Warum kann man seine unabhängigkeit so wegwerfen.
Heute sieht man es in anderer Form. Männer in meinem Alter heulen Rum weil sie keine Partnerin kriegen. Und ich frag mich wozu, sie führen doch ein super Leben alleine. Doch sie schaffen es nicht dem Leben irgendeine Bedeutung abzuringen ohne eine Partnerin. Ich kenne diese Gefühle und kann sie nachvollziehen, verstehen will ich ihre Ursache und Genese.
 
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Gast

  • #28
Zitat von Dr. Bean:
Auf jeden Fall aber hier soll es mal nicht um Frauen gehen, sondern nur um Männer. Das wird immer wichtiger.

Ich stehe momentan vor dem Problem, dass sich meine Mutter nicht mehr ganz so wohl bei Vati fühlt. Ich stell mir vor was passiert, wenn die abhaut. Der kann noch nichtmal Kaffee kochen. Und ich frag mich was dazu geführt hat dass Männer sich in solche Abhängigkeit begeben. Warum kann man seine unabhängigkeit so wegwerfen.
Wegwerfen: ontogenetisch oder phylogenetisch?
Also Arbeitsteilung hat viele Vorzüge.
Wer alles kann und alles ist, wird auch immer gleicher. Zugleich soll aber jeder so individuell sein.
Das ist schon ein Widerspruch, der unangenehm sein kann.
 
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  • #29
Bitte erklär mir doch, was ein Kindergärtnerinnenmodus ist.
 
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Gast

  • #30
Zitat von billig:
Bitte erklär mir doch, was ein Kindergärtnerinnenmodus ist.
Andere, in dem Fall "die Männer", also eine Großgruppe von Männern, so behandeln, als seien sie Kinder. Gerne von "Kindergarten" sprechen. Sich doppelt drüber stellen: zum einen wie eine Kindergärtnerin über die Kinder gestellt ist, im Urteil vor allem, zum zweiten sich drüber stellen, indem man Menschen, die keine Kinder sind, wie Kinder auffaßt. Simples, "kindgemäßes" Beurteilungsvokabular, Vorliebe für einfache Regeln u.a.