equinox

User
Beiträge
1.037
  • #2
Ich zitiere Frau Szekely: "... es könnte unterschiedliche Unterrichtsfächer geben. Jungs brauchen mehr Bewegung. Ab der Pubertät müssten sie ein Jahr ganz raus, meinetwegen auf den Bauernhof oder aufs Meer zum Segeln, wo sie etwas mit den Händen machen können, Sinn produzieren, ihren Selbstwert stabilisieren."

Ah ja, ist das so, scheint einfach zu sein. Ein bisschen Bewegung und Handarbeit und der Sinn kommt wie von selbst. Bloß, was machen all die Mädels in der Zeit? Etwa Kochkurse, Häkeln, Stricken? Nein ... "Sie sollen aufhören zu jammern. Sie sollen klare Ansagen an die Männer machen. Zugleich keine Überverantwortung zeigen und nicht alles auffangen, was der Mann nicht schafft oder schaffen will. Frauen machen ihre Männer oft klein und fördern so den Rückzug der Männer ins Schweigen. Auch Akzeptanz ist wichtig: Der Mann ist nicht so empathisch wie die Frau, das ist einfach unser Ding."

So ist das also, Frauen als exklusive Empathie-Träger. Und dabei überverantwortliche Jammertanten, die die armen Männer klein und schweigend machen. Und dann aber voll die klaren Ansagen. Was in der Welt so alles gedruckt wird, nun, Papier ist ja ...

Coaching bei Frau Szekely dürfte anstrengend werden.
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #3
Nee da hatte recht. Hab mal mit 12 nen segeltörn in den Sommerferien gemacht, da lernt Mann Verantwortung
 
F

fleurdelis

Gast
  • #4
Was wäre die Welt ohne Coaches und systemischen Beratern …….. Frage mich was es wohl kostet, die Welt um ein Interview zu bitten, das Buch vorzustellen, mir will es nicht in den Sinn, dass die Presse das freiwillig macht.
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #5
Naja, das Thema männerforschung und was können wir für Sie tun ist nen heißes Eisen. Bei der Generation der dreißig jährigen läufts nämlich alles andere als rund. Da gibt's ein paar mit miserablen Selbstwertgefühl und Wut im Bauch. Da muss man schon mal gucken, was los ist. Mich interessiert auf jeden Fall mehr als frauenforschung :)
 
G

Gast

Gast
  • #6
Prof. Dr. Bean, Frauenforschung ist Männerforschung.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Und wenn Dich das Thema nicht interessieren würde, würdest Du doch auch nicht so oft hier abhängen und versuchen, witzig zu sein oder schlecht gelaunt oder weiß der Geier. Glaub' mir, männlich geht anders.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mentalista

User
Beiträge
16.310
  • #8
Zitat von Dr. Bean:
Nee da hatte recht. Hab mal mit 12 nen segeltörn in den Sommerferien gemacht, da lernt Mann Verantwortung

Ich denke, an dem Thema ist schon was dran. Ich sehe ja, was meine Mutter aus meinem Bruder gemacht hat. Sie hat ihre ganze Frust und Wut wegen meinem Vater am pubertären Sohn ausgelassen. Das hat bei meinem Bruder schlimme Spuren hinterlassen, die bis heute anhalten. Das ist m.E. ein bekanntes Verhalten schon seid Generationen.

Dann gibt es diese Übermütter, die ihre kleinen Jungs nicht groß werden lassen wollen, die Jungs dürfen sich von Mama nicht abnabeln, habe einige dieser Männer kennen gelernt, die mit Ü40 jeden Abend von der Mama eine gute Nacht SMS-WA-Nachricht bekommen haben. Kaum hat der Bub einen Schnuppfi, ist er schnell zur Mama gefahren und hat sich dort gesund pflegen lassen. Brrrrrr....
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ja, ja, die Mütter sind immer an Allem schuld.......
 
F

fleurdelis

Gast
  • #10
Die Mütter die ihre Söhne verhätscheln und verwöhnen, so wie Mentalista beschrieben hat, jederzeit ambulant versorgen, gewinnen nicht unbedingt Sympathie, die Söhne die diesen Service nutzen auch nicht. Auf der anderen Seite mutet man doch einem erwachsenen männlichen Gehirn zu, sich daraus auch lösen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
  • #11
Zitat von fleurdelis:
Die Mütter die ihr Söhne verhätscheln und verwöhnen, so wie Mentalista beschrieben hat, jederzeit ambulant versorgen, gewinnen nicht unbedingt Sympathie, die Söhne die diesen Service nutzen auch nicht. Auf der anderen Seite mutet man doch einem erwachsenen männlichen Gehirn zu, sich daraus auch lösen zu können.

Naja, und wenn es/er das nicht macht, was dann? Ist er dann böse? Hat er sich aus Jux und Dollerei dafür entschieden, abhängig und unreif zu sein?
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #12
Das finde ich ist der interessanteste Aspekt. Dem Mann mutet man immer zu sich aus den eigenen psychologischen Problemen jederzeit befreien zu können. Aber genau diese Fähigkeit würde ich in Frage stellen, irgendwie wäre diese Fähigkeit ja übermenschlich.
 
F

fleurdelis

Gast
  • #14
Zitat von Dr. Bean:
Aber genau diese Fähigkeit würde ich in Frage stellen, irgendwie wäre diese Fähigkeit ja übermenschlich.

Bean, das sehe ich nicht als übermenschlich an. Ein Beispiel: ein Kind wird in eine Sekte geboren, weil die Eltern da schon lange drin sind, als es erwachsen wird, entschließt es sich, diese zu verlassen. Mit jeglichen Konsequenzen, ein schwerer Weg, alleine die Gedanken zu verändern, ein alt gewohntes Terrain zu verlassen, und wahrscheinlich noch den Kontakt zur Familie. Loslösung im krassesten Sinne. Warum sollte ein Mann, der aus einer von der Mutter hergestellten Abhängigkeit sich nicht auch lösen können. Einfach ist es nicht, aber möglich auf jeden Fall.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Zitat von fleurdelis:

Offenbar soll er ja nicht nur als Opf gesehen werden. Du möchtest ihm nicht die Möglichkeit absprechen, sich zu befreien. Wenn er sich nicht befreit hat, dann kann es nicht daran liegen, daß es ihm nicht möglich war. Sondern weil er das aus freien Stücken so wollte.

So wird tendenziell gegenüber Männern umgegangen, ja. Sie sollen, weil sie können, und wenn sie nicht tun, dann sind sie selbst schuld und Versager. Frauen werden eher "verstanden", also als Opfer gesehen, die nicht können.
Beide Zuschreibungen sind nicht nett und auch wenig elaboriert.
 
F

fleurdelis

Gast
  • #16
Zitat von Butte:
Offenbar soll er ja nicht nur als Opf gesehen werden. Du möchtest ihm nicht die Möglichkeit absprechen, sich zu befreien. Wenn er sich nicht befreit hat, dann kann es nicht daran liegen, daß es ihm nicht möglich war. Sondern weil er das aus freien Stücken so wollte.

So wird tendenziell gegenüber Männern umgegangen, ja. Sie sollen, weil sie können, und wenn sie nicht tun, dann sind sie selbst schuld und Versager. Frauen werden eher "verstanden", also als Opfer gesehen, die nicht können.
Beide Zuschreibungen sind nicht nett und auch wenig elaboriert.

Ich bin mir nicht sicher ob diese Interpretation meines Kommentares zutrifft, denn ich habe lediglich von mangelnder Sympathie gesprochen, sicher lässt das weit gefächerte Interpretationen zu, aber in einen direkten Bewertungsprozess bin ich nicht gegangen.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Zitat von fleurdelis:
Ich bin mir nicht sicher ob diese Interpretation meines Kommentares zutrifft, denn ich habe lediglich von mangelnder Sympathie gesprochen, sicher lässt das weit gefächerte Interpretationen zu, aber in einen direkten Bewertungsprozess bin ich nicht gegangen.

Wieso, du hast du geschrieben, man mute ihm zu sich zu befreien.
Darauf hab ich mich bezogen.
Ihm zuzumuten, sich zu befreien, heißt, seine Kindheit nicht als "Ausrede" zu akzeptieren. Er ist selbst verantwortlich für das, was er heute ist in dieser Hinsicht.
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #19
Ich finde, ihr habt beide recht, redet nur aneinander vorbei. Und es ist auch was ich meine. Ja er kann sich aus der Sekte lösen absolut, das gehört zum erwachsen werden dazu. Aber und das mein ich, glaube ich dass das nur noch sehr wenigen Männern gelingt, diese eigentlich einfache Aufgabe. Und darüber muss man nachdenken und auch mal Verständnis aufbringen.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Zitat von fleurdelis:

In Graden, klar.
Und konkret ists dann so, daß man sich selbst dann eher herausredet und die anderen schuldig spricht.

Ich würd in der Regel eher darauf schauen, wie etwas ist, und nicht berechnen wollen, wie viel der andere denn für seine Handlungsweisen können und wie viel nicht.

Es scheint ja wenig Bewußtsein dafür zu bestehen, wieweit sich hier wieder so ziemlich alle über irgendwelche Menschen erheben und sie auf simpelste Weise bewerten und auch noch erklären wollen, in größter Ahnungslosigkeit.
Nur wehe, wenn das mit einem selbst geschieht. Dann geht das Heulen los.
 
F

fleurdelis

Gast
  • #21
Zitat von Butte:
In Graden, klar.
Und konkret ists dann so, daß man sich selbst dann eher herausredet und die anderen schuldig spricht.

Ich würd in der Regel eher darauf schauen, wie etwas ist, und nicht berechnen wollen, wie viel der andere denn für seine Handlungsweisen können und wie viel nicht.

Es scheint ja wenig Bewußtsein dafür zu bestehen, wieweit sich hier wieder so ziemlich alle über irgendwelche Menschen erheben

Unterstütze ich, klar. Das ist ja oftmals der einfachste Weg. Im Grunde genommen denke ich auch, dass viele sich einfach vor Konsequenzen fürchten, und sich deswegen vor Veränderungen zurück halten.
 

Kaisa

User
Beiträge
191
  • #22
Zitat von Dr. Bean:
Nee da hatte recht. Hab mal mit 12 nen segeltörn in den Sommerferien gemacht, da lernt Mann Verantwortung

Frau oder Mädchen übrigens auch. Ich z.B. bin in dem Alter das erste Mal gesegelt (auf Binnengewässern, aber bei ordentlicher Windstärke). Da lernt man nicht nur Verantwortung, sondern auch Teamgeist!
 
G

Gast

Gast
  • #23
Zitat von fleurdelis:
Unterstütze ich, klar. Das ist ja oftmals der einfachste Weg. Im Grunde genommen denke ich auch, dass viele sich einfach vor Konsequenzen fürchten, und sich deswegen vor Veränderungen zurück halten.

Auffällig an dieser Art des Sichdrübererhebens ist auch, daß wieder eher wenig Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung dessen verwendet wird, worauf sich das Urteil bezieht, und statt zu schauen, was genau welche Funktion haben könnte und in welchen Zusammenhängen es steht, wird recht grob und naiv das Etikett drauf geklebt und dann allenfalls gefragt wer ist schuld?

Und zwar so im Kindergärtnerinnenmodus. Und es ist dann auch nicht verwunderlich, daß die Kindergärtnerinnen hier zumeist gerade die sind, die sich selbst am infantilsten verhalten. Das hat vermutlich etwas mit dem maximal erreichbaren bzw. zugänglichen Strukturniveau zu tun.
 

fafner

User
Beiträge
13.002
  • #24
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

billig

User
Beiträge
1.120
  • #25
Ich finde nicht, dass Kindergärtnerinnen sich (überproportional) infantil verhalten.
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #27
Zitat von Kaisa:
Frau oder Mädchen übrigens auch. Ich z.B. bin in dem Alter das erste Mal gesegelt (auf Binnengewässern, aber bei ordentlicher Windstärke). Da lernt man nicht nur Verantwortung, sondern auch Teamgeist!

Auf jeden Fall aber hier soll es mal nicht um Frauen gehen, sondern nur um Männer. Das wird immer wichtiger.

Ich stehe momentan vor dem Problem, dass sich meine Mutter nicht mehr ganz so wohl bei Vati fühlt. Ich stell mir vor was passiert, wenn die abhaut. Der kann noch nichtmal Kaffee kochen. Und ich frag mich was dazu geführt hat dass Männer sich in solche Abhängigkeit begeben. Warum kann man seine unabhängigkeit so wegwerfen.
Heute sieht man es in anderer Form. Männer in meinem Alter heulen Rum weil sie keine Partnerin kriegen. Und ich frag mich wozu, sie führen doch ein super Leben alleine. Doch sie schaffen es nicht dem Leben irgendeine Bedeutung abzuringen ohne eine Partnerin. Ich kenne diese Gefühle und kann sie nachvollziehen, verstehen will ich ihre Ursache und Genese.
 
G

Gast

Gast
  • #28
Zitat von Dr. Bean:
Auf jeden Fall aber hier soll es mal nicht um Frauen gehen, sondern nur um Männer. Das wird immer wichtiger.

Ich stehe momentan vor dem Problem, dass sich meine Mutter nicht mehr ganz so wohl bei Vati fühlt. Ich stell mir vor was passiert, wenn die abhaut. Der kann noch nichtmal Kaffee kochen. Und ich frag mich was dazu geführt hat dass Männer sich in solche Abhängigkeit begeben. Warum kann man seine unabhängigkeit so wegwerfen.

Wegwerfen: ontogenetisch oder phylogenetisch?
Also Arbeitsteilung hat viele Vorzüge.
Wer alles kann und alles ist, wird auch immer gleicher. Zugleich soll aber jeder so individuell sein.
Das ist schon ein Widerspruch, der unangenehm sein kann.
 

billig

User
Beiträge
1.120
  • #29
Bitte erklär mir doch, was ein Kindergärtnerinnenmodus ist.
 
G

Gast

Gast
  • #30
Zitat von billig:
Bitte erklär mir doch, was ein Kindergärtnerinnenmodus ist.

Andere, in dem Fall "die Männer", also eine Großgruppe von Männern, so behandeln, als seien sie Kinder. Gerne von "Kindergarten" sprechen. Sich doppelt drüber stellen: zum einen wie eine Kindergärtnerin über die Kinder gestellt ist, im Urteil vor allem, zum zweiten sich drüber stellen, indem man Menschen, die keine Kinder sind, wie Kinder auffaßt. Simples, "kindgemäßes" Beurteilungsvokabular, Vorliebe für einfache Regeln u.a.