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Philippa

  • #16
Trotz des "boring!"-Kommentars eines Foristen möchte ich zu dieser Geschlechter-Gehirn-Hormon-Diskussion nochmals den Artikel beisteuern, der zu solchen populärwissenschaftlichen "Erkenntnissen" neue Bücher zitiert, welche Venus-Mars-Ideen als wenig wissenschaftlich entlarven:

Zitat von Philippa:
Ein interessanter Artikel über das populärwissenschaftliche Zementieren von Rollenbildern und Geschlechterunterschieden, das offenbar wirklich wissenschaftlichen Kriterien nicht standhält:

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/...icken-gar-nicht-so-verschieden/story/12499015

Man weiss also eigentlich noch gar nicht so viel und behauptet allerlei Dinge, die gar nicht belegt sind...
 
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Dr. Bean

  • #17
Macht es aber trotzdem nicht spannender :)
 
P

Philippa

  • #18
Zitat von Dr. Bean:
Du schreibst ja auch nicht solchen Brei, der soviel sagt, wie: "Frauen sind anders als Männer, weil ihre Gehirne anders sind. Sie können aus biologischen Gründen gar nicht so funktionieren wie Männer." Das ist doch einfach Schwachsinn. Wir wissen, dass Gehirne bis ins hohe Alter veränderbar sind. Wenn Männer- und Frauenhirne tatsächlich anders sind, dann ist das vor allem deshalb, weil sie auch anders gebraucht werden. Gehirne entwickeln sich in den Bereichen, die im Leben der betreffenden Person stetig gefragt sind, nicht umgekehrt!
 
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  • #19
Liebe Philippa,
dachte eigentlich meinen Beitrag nur als Ergänzung: es gibt wirklich wissenschaftlich belegte anatomische Unterschiede zwischen männl. und weil. Gehirnen, die Frauen bestimmte Gehirnbereiche bei best Aufgaben anders benutzen lassen als Männer, was ich weder als Rechtfertigung noch als Argument für oder wider bestimmte männl. oder weibl. Verhaltensweisen verwendet wissen will.
An ein Entwicklungspotential und eine Veränderbarkeit glaube (hoffe) ich übrigens auch.;-))
Und unter uns: ich find´s toll, dass es eben genau diese erfrischenden Unterschiede Mann-Frau gibt....!!!
 
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Philippa

  • #20
Zitat von Baba:
Und unter uns: ich find´s toll, dass es eben genau diese erfrischenden Unterschiede Mann-Frau gibt....!!!
Ich bezweifle eben, dass es das so ausgeprägt und allgemein gültig gibt, diese Mann-Frau-Unterschiede in den Gehirnen. Wenn man die Gehirne z.B. aller SozialarbeiterInnen vergleichen würde mit den Gehirnen aller MaschineningenieurInnen, dann würde man vielleicht noch grössere Unterschiede finden.
Interessante Vergleiche wären auch alleinerziehende Menschen versus Kinderlose oder Menschen, die ihre Freizeit mit Wandern verbringen, versus Menschen, welche sich die ganze Zeit mit Computerspielen beschäftigen. Das könnte man unendlich weiterziehen.

Was ich erfrischend finde ist, dass jeder Mensch anders ist!
 
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Gast

  • #21
Erfrischend ist auf jeden Fall auch, daß im PS-Forum wieder so herrlich Wissenschaft betrieben wird.

Die Kinder von Alleinerziehenden sind übrigens im Mittel weniger intelligent, sagt die Wissenschaft. Wie es auch Konsens in der Wissenschaft ist, daß Schwarze im Mittel weniger intelligent sind als Weiße und diese weniger intelligent als Asiaten.
Auch das sind doch herrlich erfrischende Unterschiede! Wäre doch langweilig, wenn da alle Menschentypen gleich intelligent wären!

Etwas umstritten ist, wieweit das jeweils genetisch bedingt ist.
Aber wenn ich die Argumente hier richtig verstehe, wäre es erfrischend, wenn das zu einem großen Teil der Fall ist oder wäre.

Hier wie dort würde ich entsprechende Versicherungen und Beteuerungen, insbesondere sofern sie nicht von Wissenschaftlern getätigt werden, nicht so sehr als Beiträge zur Frage deuten, wie es sich wirklich verhält, sondern zur Frage, welche Deutungsinteressen bestehen.

Und im Hinblick auf Unterschiede von Mann und Frau dürften Singlebörsen und damit verknüpfte Foren gemeinsam mit Fußballgroßveranstaltungen, Volksfesten und Mario Barth-Konzerten zu den restaurativeren Institutionen zu gehören. Hier hat schenkelklopfende oder erfrischende Wirkung, was anderswo eher als nach abgestandenem Spülwasser schmeckend empfunden wird.
 
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Philippa

  • #22
Zitat von Butte:
Etwas umstritten ist, wieweit das jeweils genetisch bedingt ist.
Aber wenn ich die Argumente hier richtig verstehe, wäre es erfrischend, wenn das zu einem großen Teil der Fall ist oder wäre.
Du hast zumindest meine Beiträge nicht richtig gelesen:

Zitat von Philippa:
Wenn Männer- und Frauenhirne tatsächlich anders sind, dann ist das vor allem deshalb, weil sie auch anders gebraucht werden. Gehirne entwickeln sich in den Bereichen, die im Leben der betreffenden Person stetig gefragt sind, nicht umgekehrt!
Es ging mir eben genau darum, dass es nicht genetisch bedingt ist.
 
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Philippa

  • #24
Zitat von Butte:
Du hast meine Äußerungen nur falsch bezogen. Und vielleicht auch falsch verstanden.
Ja, vielleicht habe ich sie falsch bezogen. Das könnte aber auch etwas mit deiner diesbezüglich unklaren Sprache zu tun haben. Was du schreibst, wirkt auf mich von deiner Sprache her als ironischer Rundum-Schlag gegen alle, die sich vor dir geäussert haben. Deshalb fühlte ich mich angegriffen, obwohl ich mit deinen Aussagen inhaltlich einig gehe.
 
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  • #26
Zitat von fleurdelis:
Quark. Eben nicht, DAS Gehirn, weder weiblich noch männlich. Sprachlich wie anatomisch.
Also, wissenschaftlich kenn' ich mich da nicht aus. Aber ich verstehe etwas von Marktmechanismen. Und deshalb denke ich, dass

Zitat von Baba:
es gibt wirklich wissenschaftlich belegte anatomische Unterschiede zwischen männl. und weil. Gehirnen
vielleicht nicht so falsch ist. Gebrauchte Weilgehirne erzielen am Markt wesentlich geringere Preise als angenutzte Männerhirne. Das lässt weitreichende Schlüsse zu.
 
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  • #27
Zitat von Philippa:
Trotz des "boring!"-Kommentars eines Foristen möchte ich zu dieser Geschlechter-Gehirn-Hormon-Diskussion nochmals den Artikel beisteuern, der zu solchen populärwissenschaftlichen "Erkenntnissen" neue Bücher zitiert, welche Venus-Mars-Ideen als wenig wissenschaftlich entlarven:
Ach so, weil es jetzt laut Artikel 3 (!) Bücher gibt, die sagen, dass es kaum (!) Unterschiede gibt, ist sämtliche Literatur, die vom Gegenteil ausgeht jetzt natürlich völlig irrelevant. Wenn ich so im Studium gearbeitet hätte... Ich zitiere mal kurz: "Fine anerkennt durchaus, dass Männer- und Frauenhirne verschieden sind. Bloss sagt sie: Zum einen seien diese Unterschiede relativ klein. Und zum andern sei noch weitgehend ungeklärt, was die Folgen davon seien. Die Forschung stecke noch zu sehr in den Kinderschuhen, als dass sie zum heutigen Zeitpunkt seriöse Erkenntnisse vermitteln könnte. " (Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/...icken-gar-nicht-so-verschieden/story/12499015)
Die sagt also selbst (!), dass sie überhaupt keinen Plan hat, welchen Unterschied es macht, dass aber offensichtlich Unterschiede festzustellen sind. Wie groß ist die Übereinstimmung? 99%? Nur mal als Beispiel: Das Erbgut von Affe und Mensch überschneidet sich bis zu 99,4%. "Die Studien belegen eine bis zu 99,4 genetische Gleichheit zum Menschen. So ist beispielsweise das Erbgut von Mensch und Schimpanse - je nach Analysemethode - zu 93,5 bis 99,4 Prozent identisch. Anders ausgedrückt: Im Durchschnitt bleibt ein Unterschied zwischen Schimpanse und Mensch von 1,5 Prozent." Quelle: http://www.rp-online.de/panorama/wi...r-aehneln-affen-mehr-als-frauen-aid-1.2883383
Von daher wird dieses (unterstellte) 1% Unterschied beim Gehirn bestimmt so gut wie keinen Effekt haben... Mal ganz davon ab, dass neben dem Gehirn die Steuerung der Geschlechter über Hormone noch viel unterschiedlicher ist, aber bitte, wenn das alles mit Biologie überhaupt nichts zu tun hat, dann bleibt dabei.
 
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  • #28
Jo, nech. Aber bei der Banane sind's, herich, nur fünfzig Prozent. DAS würde aber doch doch was ausmachen, oder?
 
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  • #29
Geht's hier eigentlich noch um die ursprüngliche Aussage?
Als Neuling in PS, habe ich so meine Probleme und die können sich vielleicht sogar als "schlechte Manieren" äußern, obwohl ich das sicher nicht beabsichtige. Ich kämpfe beispielsweise mit der Entscheidung "Premium für 6, 12 oder 24 Monate" und überblicke gar nicht, welche Einschränkung ich ohne Premium-Account in Kauf nehmen muß