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  • #50
Gute Frage.
Aus irgendwelchen Gründen weckt es in mir Assoziationen zu Weicheiern. Bisher habe ich das noch nicht widerlegt gesehen. Ich kenne keinen, mich beeindruckenden, Mann, der sich (eine) Katze(n) hält.
K.O. Kriterium ist es trotzdem nicht. Meine längste "Beziehung" war mit einem Katzenhalter. Rückblickend litt ich damals jedoch an schwerwiegender Geschmacksverirrung und Unzurechnungsfähigkeit.
 
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  • #54
Manche werden den Aufwand nicht mögen, den Tiere mit sich bringen. Wenn speziell Katzen genannt werden, sind Katzenallergie oder ein eigener Hund anzunehmende Gründe. Bei Bedenken in der eigenen Reiselust eingebremst zu werden, wird es eher eine allgemeine Ablehnung von Tieren sein.

Ich fände es nachfragenswert. Neben guten Gründen gegen Tiere ist so mancher schon fadenscheinig. Manchmal ist es auch mangelndes Interesse, muss ja nicht jedeR haben oder auch Unvermögen mit Tieren umzugehen. Lezteres wäre mir schon ein Negativmerkmal, würde ich aber nicht aus einem Profil herauslesen wollen.
Wenn ich Tiere ausschlösse, wäre das mit meiner Lebensgefährtin nichts geworden. Bei ihr sind es zwei Katzen, 14 und 16 Jahre alt, ein Pferd und ein 14 Jahre alter, übriggebliebener Hund ihrer Eltern, der dann bei ihrer Tochter gelandet ist. Es sind alles Charaktertiere. Das Pferd, ein Trakehner, ist ein Schönling und er weiß es! Mit Anflügen von Überheblichkeit! War anfangs für sie anstrengend mit seinem Dickschädel und beeindruckt mich immer wieder, wie souverän sie mit ihm umgeht, ja zu sehen, wie er umgekehrt auf sie achtet, sich um sie kümmert.
Die beiden Katzen sind köstlich. Die ältere wirkt unwirsch, übellaunig, hat zeitweise die jüngere übel verprügelt, hat lange Krallen, wie ich sie noch bei keiner Katze gesehen habe, bleibt mit denen natürlich öfters hängen, würde aber niemals etwas ihren Bezugspersonen tun! Die andere ist mit "Luna rennt" schon gut beschrieben, ein scheues Reh, ist aus irgendwelchen Gründen mal verschwunden, tauchte nach einem halben Jahr völlig überraschend wieder auf - in der Gewichtsklasse eines Eichhörnchens.
Beiden Grazien war nur schwer das Herz zu erweichen und sie zeigen ihre Zuneigung sehr unterschiedlich, eher sparsam. Absolut faszinierend wie gut die hören können! Wenn sie es nicht tun, dann ist klar, sie wollen nicht.
Ihre Tochter kommt mit ihrem Freund, Katzenallergiker & Katzenflüsterer, mit dem Hund öfters zu Besuch. Der Hund ist gutmütig, freut sich einfach, wenn er dabei sein kann, an den Katzen überhaupt nicht interessiert, nimmt aber auch keine Rücksicht auf die. Die ältere reagiert auf "Grenzverletzungen" mit Fauchen, die andere ist geradezu neugierig und interessiert.
Ich bin mit Deutschen Doggen aufgewachsen, auch Charakterviecher, wenn man sie lässt, später meist irgendwelche Katzen im Umfeld und bringe Pflanzenaquarien mit. Darin sind noch eher wenig Garnelen und Fische der 3 cm Klasse Übrigens großartiges Katzenkino, wenn da son Zeugs im Glas "herumschwebt"!
Wir sind beide sehr in Natur und Garten interessiert, haben auch in dem in Feldern allein stehenden Haus reichlich davon. Das wird dann in Gänze stimmig, geht nicht nur pragmatisch, es macht mit der entsprechenden Einstellung ausgesprochen glücklich.

Man nimmt sich viel, wenn man es sich leicht macht und viele scheinbare "Unbill" erst einmal ausschließt. Wenn mir ein Profil "nicht mit Katze" unterkäme, was ich nicht so in Erinnerung habe, schon gar nicht häufig, dann wäre das sicher kein Positivmerkmal, schon weil es verdachtsweise an anderen Ecken knirschen könnte, aber auch kein Ausschlusskriterium. Sich darüber auszutauschen macht mehr Sinn als sich in Interpretationen zu ergehen.
Meine Lebensgefährtin hat das und anderes aus meinem Profil herauslesen können und mich angeschrieben. Nachdem das mit Schreiben und Telefonieren klappte, haben wir uns getroffen. Hat auf Anhieb gewirkt. Ich bin dankbar um ihre Bestimmtheit, dass wir uns kennenlernen müssen, denn Ich hatte sie vorher schon gefragt, ob das bei fast 700 km Sinn macht. Macht es und wir sind seit zweieinhalb Jahren zusammen. Einfach mal schauen was geht. Glücklichsein hat übrigens nichts mit Bequemlichkeit, schon aber mit Einstellung zu tun. Das kann man aber nicht suchen, man muss es zulassen. Es ist schon komplexer, es ist Entwicklung und lässt sich kaum erklären, wenn man vorher allenfalls glückliche Momente hatte und die sukzessive immer häufiger werden. Es sind nicht die großen Dinge ,die glücklich machen, die kleinen gewinnen an Gewicht. Dankbarkeit spielt auch eine Rolle. Das habe ich übrigens mit meiner Lebensgefährtin gemeinsam. Glück hat ursächlich nichts mit dem Partner zu tun - den man liebt, um den man dankbar ist, den man aber nicht braucht an den man keine Ansprüche hat und ich freue mich sehr, dass wir uns gehen lassen können. Es ist genug Anziehung vorhanden um auf Bindung verzichten zu können. Wir sind beide überhaupt nicht eifersüchtig, obwohl sie schon langjährig betrogen wurde. Nichtsdestotrotz ist Vertrauen haben zu können ihr immer noch entscheidend. Und ich weiß, wie in einer Fernbeziehung die Eifersucht zur unsäglichen Belastung wird,
Dem Eifersüchtigen zu erklären, wie sinnlos, ja schädlich das ist oder dem Misstrauischen zu erklären wie wunderbar Vertrauen ist, damit angemessen umgehen zu können oder das Gute im Menschen anzusprechen, zu fordern - auch wenn das alles schief gehen kann - oder in deren Folge Glück zu erklären, macht für den, der es noch nicht erlebt hat, schlicht keinen Sinn. Man muss das selbst erleben, es zulassen, nicht durch Eifersucht, Misstrauen, negative Erwartungen und son Zeugs verhindern.
Och, dann ist eine mögliche Entwicklung zum Glücklichsein doch ganz gut beschrieben. Das ist Eigenverantwortung, nichts anderes. Relativiert Betrachtungen wie "nicht mit Katzen" o.ä.
 
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  • #59
Aus irgendwelchen Gründen weckt es in mir Assoziationen zu Weicheiern. Bisher habe ich das noch nicht widerlegt gesehen. Ich kenne keinen, mich beeindruckenden, Mann, der sich (eine) Katze(n) hält.
Echte Kerle halten sich Bären oder Alligatoren, gell?
Meine längste "Beziehung" war mit einem Katzenhalter. Rückblickend litt ich damals jedoch an schwerwiegender Geschmacksverirrung und Unzurechnungsfähigkeit.
Was den Mann im Nachhinein irgendwie nochmal diskreditiert, oder?