Windhund

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  • #61
Vielleicht ist das Problem viel simpler... ich finde die meisten Konversationen starten leider sehr einfältig: "Hach, hoffentlich ist endlich bald Sommer" "Hach es regnet schon wieder" "Hach, es ist viel zu kalt" (das wechselt dann schlagartig in "Hach, es ist viel zu heiß"...)

...und da freuen sich die Mädls, wenn sie endlich mal was neues fragen können. Das ist halt dann ein vermeindlich kreatives und dennoch banales "Wo kommst n du her?"

...und der FS fasst das eben "falsch" auf, in dem er sich denkt schon wieder so eine Kuh die eine Schublade aufmacht und mich da reinpackt...

Ich erweitere daher meinen Tipp von oben und empfehle, das Profil gut auszufüllen - und dort viele Themen zu platzieren, zu denen Frau Fragen stellen kann... vielleicht wird die Konversation dann spannender - mit der einen oder anderen zumindest...
 
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Maron

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  • #62
Der Duden orientiert sich an dem, was er tatsächlich an Sprachgebrauch vorfindet.

Der Duden orientiert sich diesbezüglich an der Bedeutung in einem bestimmten Kontext, wo man diesem Wort gleichzeitig eine Diskriminierungshandlung beimisst. Nicht zu verwechseln mit Beschimpfung oder Abwertung.
Nigger... als alle diese Menschen tatsächlich diskriminiert wurden und deren Rechte von Weißen Menschen aberkannt wurde. Mit der Formulierung wurde auf das Diskriminierungsgefälle verwiesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nigger
Nigger (im afroamerikanischen Englisch auch Nigga, Niggar, Niggah oder Nigguh;[1] in Südstaaten-Aussprache auch Niggra, Nigra und Nighe[2]) ist eine rassistische und äußerst abwertende Bezeichnung für Schwarze. Sie dient dazu, eine soziale Degradierung vorzunehmen und ein hierarchisches Verhältnis auszudrücken.

An sich tituliert der Duden Neger bloß als eine veraltete Bezeichnung für Schwarze Menschen.
 
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  • #63
An sich tituliert der Duden Neger bloß als eine veraltete Bezeichnung für Schwarze Menschen.
Nein.
Zitat von DUDEN:

BESONDERER HINWEIS​

Die Bezeichnungen Neger, Negerin sind stark diskriminierend und sollten vermieden werden. Alternative Bezeichnungen, die auch als Eigenbezeichnungen fungieren, sind Schwarzer bzw. Schwarze, People of Color (im Plural) und Person of Color (im Singular) sowie Schwarzer Mensch (mit großgeschriebenem Adjektiv). In Deutschland lebende Menschen mit dunkler Hautfarbe wählen häufig die Eigenbezeichnung Afrodeutscher, Afrodeutsche, die zunehmend in Gebrauch kommt.
 

fleurdelis

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  • #64
Aber das trifft das Problem nicht. Der Duden orientiert sich an dem, was er tatsächlich an Sprachgebrauch vorfindet. Womit ich Probleme habe: Wenn ich kein Rassist bin – also keine Hautfarbe oder Gesichtsform für weniger toll halte als andere –, warum muss ich dann farbenblind sein? Weil die Schweinchenrosanen sich «Weiße» nennen? Weil Neger ein Wort ist, mit dem Amerikaner ein Problem haben? Dort kriegst Du ja inzwischen schon was an den Hals, wenn Du Deiner Tochter Schlitzaugen attestierst.

Mir hat noch keiner erklären können (der Buchhändler auch nicht), was an Neger (im Deutschen) so derb ist. In Berlin soll jetzt die Mohrenstraße ganz undemokratisch umbenannt werden, weil wegen Geschichts- und Sprachunkenntnis.

Ich verstehe dich schon. Meine Frage: "Angst vor klingt rassistisch, oder Angst vor un-woke", war nicht ohne Grund gestellt. Es ist die 'offizielle' Belegung des Wortes, auch wenn man kein Rassist ist. Das Problem ist nur, wenn es fest belegt ist, ja dann kommt es so rüber wie es offiziell gedeutet werden will, auch wenns nicht rassistisch gemeint ist. Das Problem haben wir mit dem gendern ja grad auch. Was ich nebenbei bemerkt, ganz gruselig finde.
 
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Maron

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  • #65

soll ich dir wöchentlich auf s Neue Diskriminierung erklären? Auch bei dir gibt es das Problem eine gefühlte Diskriminierung als Diskriminierung zu beurteilen. Das stimmt aber nicht.

das Wort "soll" bezieht sich auf eine Norm, eine gesellschaftliche Norm....die Frage von @Pit Brett war, wie sich das Begehren der Veränderung der Bezeichnung erklären lässt. Neger als Beschimpfung ist m.E. als Norminhalt zu wenig aussagekräftig, da es nur die gängige Bedeutung in der Sprache wiedergibt.
Also, genau so wird es auch im Duden differenziert.
 
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Maron

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  • #67
Versuch's nochmal mit Lesen und Verstehen und beachte, dass das, was ich zitiere, das ist, worauf ich mich beziehe.



Und das Wort "ist".... :rolleyes:

ja, was vom Großteil der Menschen verwendet wird, das gilt als Norm.."so soll es sein" und insofern differenziert der Duden in unterschiedliche Kommunikationen
Bedeutung heißt nicht harter Fakt (unveränderbar), sondern ändert sich mit der jeweils aktuellen Bedeutungsgebung der Mehrheit von Menschen.. es sollen alle den alten Begriff sein lassen und einen anderen, neuen Begriff verwenden.

ah ja....@syni s harter Tag :eek:
 
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  • #68
ja, war vom Großteil der Menschen verwendet wird, das gilt als Norm.."so soll es sein" und insofern differenziert der Duden in unterschiedliche Kommunikationen
Bedeutung heißt nicht Fakt, sondern ändert sich mit der jeweils aktuellen Bedeutungsgebung der Mehrheit von Menschen

ah ja....@syni s harter Tag :eek:
🤦‍♀️
Muss ich's dir echt runterbrechen?
Zitat von DUDEN:

BESONDERER HINWEIS​

Die Bezeichnungen Neger, Negerin sind stark diskriminierend (...)
Der Duden stellt eine klare Wertung/ Deutung/ Behauptung auf.
FYI: "sind" ist der Plural von "ist".


Es ist offenkundig, dass deine Aussage
An sich tituliert der Duden Neger bloß als eine veraltete Bezeichnung für Schwarze Menschen.
klar an den Tatsachen vorbeigeht.
 
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Maron

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  • #69
🤦‍♀️
Muss ich's dir echt runterbrechen?

Der Duden stellt eine klare Wertung/ Deutung/ Behauptung auf.

nö, der Duden gibt die Bedeutung für diesen Kommunikationsbereich wieder. Bedeutungen werden immer mit emotionalen Inhalten transportiert, um zu einer Veränderung anzuregen, um zum Ziel zu einer geltenden Norm zu kommen. Die Fakten z.B. werden manche Begriffe im Zusammenhang mit Diskriminierung verwendet oder erleben Menschen diesen Begriff wie eine Erinnerung an die Zeit der Sklaverei, wobei bei diesen wissenschaftlichen Untersuchungen immer die Kommunikation im Kontext der Diskriminierung überprüft wird. Und ja, dieser Begriff wird von Menschen abwertend verwendet und geht einer tatsächlichen Diskriminierung oftmals voraus.
also knapp: die Bedeutung entwickelt sich im Laufe der Geschichte und Kultur und v.a. der Wissenschaft weiter und wird als jeweilige Norm "so soll man den Begriff verwenden/nicht verwenden" bezeichnet.
 
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SoulFood

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  • #76
Mir hat noch keiner erklären können (der Buchhändler auch nicht), was an Neger (im Deutschen) so derb ist. In Berlin soll jetzt die Mohrenstraße ganz undemokratisch umbenannt werden, weil wegen Geschichts- und Sprachunkenntnis.
Hmmm, und mir hat noch keiner erklären können, warum es eine Extra-Bezeichnung für Schwarze geben muss. Warum heißen Weiße dann nicht "Blanker" (von "blanco")? 🤔 Und ein Blick in die Geschichtsbücher würde weitere Fragen diesbezüglich beantworten. Man muss nur wollen können 😇

Ansonsten denke ich, es geht um den Krampf, der (leider) um dieses Thema entstanden ist. Wenn man unbefangen und aus ehrlichem Interesse nach der Herkunft/den Wurzeln fragt, dann kommt es eben anders rüber, als wenn Misstrauen hinter der Frage spürbar ist. Und schriftlich ist das bestimmt nicht immer so leicht, ich kann mir vorstellen, dass es da schnell mal zu Missverständnissen kommt.

Und noch ein heißer Tipp zum Abschluss: Sich selbst nicht zu wichtig nehmen, Humor hilft auch hier 🙃😊
 
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  • #77
Naja, da kann man sich ja so langsam ausschleichen aus diesem Sprachgebrauch. Neger und Mohr sind heutzutage echt vorbei.
Isoliert würde ich diese Begriffe auch nie verwenden. Aber "Negerkuss" und "Mohrenkopf" stehen ja sinnbildlich für eben diese Schokoküsse.

Ich bin fest davon überzeugt, dass kaum jemand, der diese Ausdrücke verwendet, damit im Moment des Sprechens auch nur annähernd eine Assoziation zu einem stark pigmentierten Menschen oder mit dessen Lippen herstellt - und erst recht nicht, dessen Verunglimpfung im Sinn hat.

Dasselbe gilt für viele andere, in den allgemeinen Sprachgebrauch aufgenommene Worte, über deren Herkunft oder Zusammensetzung sich die Allerwenigsten den Kopf zerbrechen.

Oder glaubst du, dass jemand, der einen "Kosakenzipfel" bestellt, in diesem Moment einen russischen berittenen Krieger vor Augen oder im Kopf hat?
 
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fafner

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  • #78
Meine Frage: "Angst vor klingt rassistisch, oder Angst vor un-woke", war nicht ohne Grund gestellt.
Wenn man also keine Angst vor den Typen hat, welche sich selbst als woke und antirassistisch deklarieren, weil man mit denen gar nix zu tun haben will und die einen so oder so als "Nazi" ansehen und titulieren, dann darf man ja ruhig weiterhin Negerkuß oder Mohrenkopf zu einem "Schaumkuß" sagen. :)
 

chrissi22

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  • #81
Oder glaubst du, dass jemand, der einen "Kosakenzipfel" bestellt, in diesem Moment einen russischen berittenen Krieger vor Augen oder im Kopf hat?
Ich. Echt, ich hab zu viel Fantasie. Ich denk in Bildern ohne es zu wollen, also reitet beim Kosakenzipfel automatisch ein wilder Russe an mir vorbei 😂 und bei "Mohr" zeigt sich ein serviler schwarzer Mensch mit Schokolade aufm Tablett. Insofern nutze ich dieses Wort nie wieder. Aber ich finds jetzt auch nicht schlimm bei andern.
 

Cosy

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  • #83
Man mag oft das Gegenteil, was man optisch selbst ist. Als Blondine mag ich dunkle Glutaugen und gebräunte Haut... Milchkaffeemänner, mmmhhhh
😅😅🤣🤣😂😂
Allerdings halte ich wenig von in terkulturellen Beziehungen. Aus meiner Erfahrung funktioniert es oft nicht.
 

Megara

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  • #85
Man mag oft das Gegenteil, was man optisch selbst ist. Als Blondine mag ich dunkle Glutaugen und gebräunte Haut... Milchkaffeemänner, mmmhhhh
😅😅🤣🤣😂😂
Allerdings halte ich wenig von in terkulturellen Beziehungen. Aus meiner Erfahrung funktioniert es oft nicht.
Ja Gegensätze ziehen sich oft an.
Früher mochte ich Nutella Augen, überhaupt Dunkelhaarige,sehr.Obwohl ich nicht blond bin ( nur technikblond)
Geheiratet habe ich helläugige Dunkelblonde.
 
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