Vizee

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  • #121
Zitat von Mentalista:
Seltsame Sichtweise, Gedanken, Fragen anderer Foristen, die nicht passen, gleich als seltsam und kompliziert hinzustellen.

MEINE Gedankenwelt war damals kompliziert! Woran machst Du fest, daß ich das auf Dich bezog bezüglich kompliziert? Ich kann doch hier ausschliesslich nur für mich sprechen....
 

Zaphira

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  • #122
Zitat von Sandhund:
Und das funktioniert bei dir mit der Selbsttherapie? Wirklich?
Ich frage das aus wirklichem Interesse und nicht bös oder zynisch gemeint.

Du sagst, du musst die letzten 10 Jahre noch "vergessen".
Ich habe meine letzten 25 Jahre Beziehung anfangs selbst therapiert und trotzdem kam immer wieder in bestimmten Situationen das Unterbewusstsein durch und hat mich blockiert und gelenkt. Ist mir selber übel aufgefallen, meist im Nachhinein. Also habe ich nicht wirklich vergessen, sondern nur unterdrückt.
Habe mir dann Hilfe gesucht und das war das Beste, was ich jemals gemacht habe!
Konnte so wirklich mit bestimmten Dingen endgültig aufräumen, das angeblich "Vergessene" schön sortieren und endgültig fein säuberlich abheften und in mein Archiv der Erfahrungen endlagern.
Heute kann ich wieder Vertrauen fassen, projeziere bestimmte schon mal erlebte Verhaltensmuster nicht auf andere Menschen, nach dem Motto "Das habe ich schon mal so erlebt, das ist jetzt wieder so", sondern kann mich unbefangen auf Neues einlassen.

Es war kein leichter Weg und teilweise war es sehr übel, mit sich selber konfrontiert zu werden.
Ich weiß aber dadurch, wo bestimme Verhaltensweisen von mir herrühren und ich kann diesen begegnen, damit sie in einer neuen Partnerschaft nicht zu Missverständnissen und negativen Interpretationen führen.

Ich wünsche dir, dass du deine Vergangenheit verarbeitest und wieder gänzlich frei wirst, die Lust zu Flirten kommt ja schon wieder ;)

Sandhund,
zumindest in Deinem Fall, macht 'Mann' alles richtig.
Wir alle gehen mit unseren Mustern durchs Leben und es ist oft sehr schwierig, diese zu erkennen und etwas zu verändern, aus dem Muster auszubrechen.
Sich in einem solchen Fall Hilfe von Aussen zu suchen ist dann sicher sinnvoll. Leider erlebe ich in meinem Umfeld, das Männer sich damit schwer tun. Sie legen es als Schwäche aus, Hilfe zu benötigen. Ich sehe darin genau das Gegenteil. Man erlangt die Erkenntnis, dass man an seine Grenzen stösst, sucht und findet Hilfe, verändert die Sichtweise und macht somit einen Schritt in seiner Entwicklung.
 
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  • #123
Danke zaphira, so sehe ich es auch.
Wenn jemand an seinem Auto rumbastelt und es nicht hin bekommt, dann sagen doch auch alle ganz selbstverständlich "Geh in die Werkstatt" oder man sucht sich jemanden, der einem hilft.

Es ist wohl vielmehr der kritische Blick auf sich selber, sämtliche Selbstüberschätzung mal ablegen und sich eingestehen, dass man's alleine eben nicht hin bekommt.
Aber dazu gehört auch, dass man selber weiß wie man eigentlich ist und wie man sein möchte, nämlich man selbst.

Das sind viele Verabredungen mit einem selbst und das sind nicht immer die schönsten Verabredungen. Face it ;)
 

Goldfinger

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  • #124
Zitat von Sandhund:
Das sind viele Verabredungen mit einem selbst und das sind nicht immer die schönsten Verabredungen. Face it ;)
Jo. Aber hilreich. Meine Therapeutin sagte am Anfang nur "Zum Jammern musste nicht zu mir kommen. Hier wird gearbeitet". Hat mir so gut getan, dass ich heute immer noch alle 2-3 Monate vorbeigehe. Nicht weil ich mich geschüttelt fühle sondern weil mir das kritische Hinterfragen so gut tut - die Dame ist Anfang 60 und rennt zwar nicht mehr so schnell wie ich, dafür kennt sie alle Abkürzungen :)
 
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  • #125
Wo ist überhaupt Dr. Bean :-(
Hoffe er liegt in der Sonne und bleibt eine lange Weile dort.
 
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Dr. Bean

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  • #126
Zitat von Sandhund:
Und das funktioniert bei dir mit der Selbsttherapie? Wirklich?
Ich frage das aus wirklichem Interesse und nicht bös oder zynisch gemeint.

Du sagst, du musst die letzten 10 Jahre noch "vergessen".
Ich habe meine letzten 25 Jahre Beziehung anfangs selbst therapiert und trotzdem kam immer wieder in bestimmten Situationen das Unterbewusstsein durch und hat mich blockiert und gelenkt. Ist mir selber übel aufgefallen, meist im Nachhinein. Also habe ich nicht wirklich vergessen, sondern nur unterdrückt.
Habe mir dann Hilfe gesucht und das war das Beste, was ich jemals gemacht habe!
Konnte so wirklich mit bestimmten Dingen endgültig aufräumen, das angeblich "Vergessene" schön sortieren und endgültig fein säuberlich abheften und in mein Archiv der Erfahrungen endlagern.
Heute kann ich wieder Vertrauen fassen, projeziere bestimmte schon mal erlebte Verhaltensmuster nicht auf andere Menschen, nach dem Motto "Das habe ich schon mal so erlebt, das ist jetzt wieder so", sondern kann mich unbefangen auf Neues einlassen.

Es war kein leichter Weg und teilweise war es sehr übel, mit sich selber konfrontiert zu werden.
Ich weiß aber dadurch, wo bestimme Verhaltensweisen von mir herrühren und ich kann diesen begegnen, damit sie in einer neuen Partnerschaft nicht zu Missverständnissen und negativen Interpretationen führen.

Ich wünsche dir, dass du deine Vergangenheit verarbeitest und wieder gänzlich frei wirst, die Lust zu Flirten kommt ja schon wieder ;)

Danke für deinen Ratschlag und nein selbsttherapie hilft nicht wirklich :). Bei mir ist alles ok bin wieder im Gleichgewicht und muss auch nichts mehr aufarbeiten. Ich hab einfach kein Interesse im Moment. Bisschen quatschen und flirten ist natürlich schön. Ich schau mal was sie zeit bringt aber ich hab da keinen Druck. Hab mir jetzt nen Schrebergarten gekauft und erstmal ordentlich zu tun :).
 
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  • #128
Zitat von Goldfinger:
Jo. Aber hilreich. Meine Therapeutin sagte am Anfang nur "Zum Jammern musste nicht zu mir kommen. Hier wird gearbeitet".
Deine Therapeutin scheint nicht sehr professionell oder einfühlsam zu sein.
Zum einen duzt man seine Klienten nicht, ausser sie sind noch sehr jung.
Zum anderen gehören auch Phasen dazu, in denen man nicht gerne abwertend als "Jammernder" abgestempelt werden möchte und sollte. Sowas kann nämlich ganz schön verletzen, wenn man am Boden liegt.
 

IMHO

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  • #129
Ist das bei Frau und Mann so wie bei Katzen und Hunden?

Der Hund (Mann) denkt: Sie füttert und sie streichelt mich - Sie muss ein Gott sein.
Die Katze (Frau) denkt: Er füttert und er streichelt mich - ICH muss ein Gott (hier: Göttin) sein

Und somit passt ja dann auch wieder, oder?
 
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  • #130
Meine Freundin hat Hund und Katze, die fetzen sich, spielen zusammen und putzen sich gegenseitig. Wenn die damit fertig sind schlafen die eingerollt neben-/übereinander.
Beide zusammen, Hund und Katze als Team göttlich ;-)
 
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IMHO

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  • #131
Ist nicht das Suchen, Finden und Zuweisen von Fehlern bereits der Beginn des Endes der Beziehung?

Ulla Meinecke hat "damals" schon gesungen (Ein Schritt vor und zwei zurück):
Die selbe Sache Nacht für Nacht,
wer hat recht, wer hat's falsch gemacht,
noch'n Streit und die Türe fliegt,
noch 'ne Schlacht in unsrem kleinen, miesen Krieg......
 
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Dr. Bean

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  • #133
Miau
 

Reg_ina

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  • #134
Das passt zwar eher zu dem Thread: "Kann mir einer die Männer" erklären aber ich finde ihn nicht. :(
Wieso sagen Männer nicht einfach nur "Tschüß" sondern "Tschüß, ich würde sagen, wir hören voneinander", wenn sie sich doch nicht antworten, wenn man schreibt.
Wieso bedanken sich Männer für den Samstag, der sehr nett war, und sagen dann: "Ich melde mich dann morgen". Sie tun es aber nicht. Ich verstehe die Logik nicht. Es wäre doch viel einfacher damit umzugehen, wenn ein Mann einfach nur "Tschüß" sagt, dann weiß die Frau, er will nix von ihr. Oder ein Mann bedankt sich für den netten Samstag und nichts weiter. Dann weiß eine Frau auch, er will nichts von ihr.
 
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  • #135
Zitat von Reg_ina:
Das passt zwar eher zu dem Thread: "Kann mir einer die Männer" erklären aber ich finde ihn nicht. :(
Wieso sagen Männer nicht einfach nur "Tschüß" sondern "Tschüß, ich würde sagen, wir hören voneinander", wenn sie sich doch nicht antworten, wenn man schreibt.
Wieso bedanken sich Männer für den Samstag, der sehr nett war, und sagen dann: "Ich melde mich dann morgen". Sie tun es aber nicht. Ich verstehe die Logik nicht. Es wäre doch viel einfacher damit umzugehen, wenn ein Mann einfach nur "Tschüß" sagt, dann weiß die Frau, er will nix von ihr. Oder ein Mann bedankt sich für den netten Samstag und nichts weiter. Dann weiß eine Frau auch, er will nichts von ihr.
Erstmal bin ich dagegen so zu pauschalieren "DIe Männer", das bringt doch nichts. Aber ich vermute, und damit möchte ich doch auf deine Frage eingehen, dass die Männer, die du getroffen hast feige waren oder es zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht wußten, als sie es zu dir sagten.
 
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  • #136
Zitat von Reg_ina:
Wieso sagen Männer nicht einfach nur "Tschüß" sondern "Tschüß, ich würde sagen, wir hören voneinander", wenn sie sich doch nicht antworten, wenn man schreibt.
Wieso bedanken sich Männer für den Samstag, der sehr nett war, und sagen dann: "Ich melde mich dann morgen". Sie tun es aber nicht. Ich verstehe die Logik nicht.

Ich auch nicht.

Aber ich zerbreche mir den Kopf darüber nicht mehr. Ich habe mich darauf eingestellt: sondiere für mich, ob mir jemand gefällt, wenn ja und dieser Satz kommt: Wir hören" oder "Wir sehen uns", überhaupt nichts zu erwarten. Man kann mich dann positiv überraschen, negativ nicht mehr. Hinterher rennen, tu ich niemandem.
 
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  • #137
Zitat von fleurdelis:
Ich auch nicht.

Aber ich zerbreche mir den Kopf darüber nicht mehr. Ich habe mich darauf eingestellt: sondiere für mich, ob mir jemand gefällt, wenn ja und dieser Satz kommt: Wir hören" oder "Wir sehen uns", überhaupt nichts zu erwarten. Man kann mich dann positiv überraschen, negativ nicht mehr. Hinterher rennen, tu ich niemandem.
Warum nicht? Warum rennst du niemandem hinterher, wenn du ihn magst - warum zeigst du das nicht deutlich?
 
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  • #140
Liebe flower, ich denke ich würde, wenn wir beide jetzt zusammen in einem Café bei einer Tasse Latte sitzen würden, gerne mit dir darüber reden. :)) Aber hier, kann ich nicht so persönlich werden. :)
 

ENIT

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  • #141
Zitat von Reg_ina:
Das passt zwar eher zu dem Thread: "Kann mir einer die Männer" erklären aber ich finde ihn nicht. :(
Wieso sagen Männer nicht einfach nur "Tschüß" sondern "Tschüß, ich würde sagen, wir hören voneinander", wenn sie sich doch nicht antworten, wenn man schreibt.
Wieso bedanken sich Männer für den Samstag, der sehr nett war, und sagen dann: "Ich melde mich dann morgen". Sie tun es aber nicht. Ich verstehe die Logik nicht. Es wäre doch viel einfacher damit umzugehen, wenn ein Mann einfach nur "Tschüß" sagt, dann weiß die Frau, er will nix von ihr. Oder ein Mann bedankt sich für den netten Samstag und nichts weiter. Dann weiß eine Frau auch, er will nichts von ihr.

Ich verstehe diese Logik auch nicht. Aber wie fleurdelis schon gepostet hat: "Erwarte nicht´s, dann kannst du nicht enttäuscht werden".
Ein "Tschüß" wäre völlig ausreichend, wenn man den Gegenüber nicht mehr treffen möchte. Es wäre viel leichter damit umzugehen. Am Besten finde ich die Männer, die "Tschüß" sagen, und hinterher schreiben, warum sie keinen Kontakt mehr mit einem haben möchten und viel Glück wünschen. So rätselt man ja immer, was dem anderen nicht "gepasst" hat, und denkt, dass man mal wieder Sch... aussieht. Dabei ist es ja manchmal auch ein anderer Grund, warum der Mann nicht möchte.
Dieses Verhalten kann uns sicherlich nur ein Mann erklären, der selber so verfährt. Ich denke nicht, dass es Feigheit ist, denn ein "Tschüß" O H N E "ich melde mich" ist ja unverbindlich und sagt nichts aus.

Aber ich möchte diese Zeilen mal nutzen, um den Männern zu danken, die sich nach einem Treffen noch einmal melden und ehrlich sagen/schreiben, was nicht gepasst hat. Das finde ich super.

Den Männern, die so verfahren, dass Frau nicht weiß, ob er sich meldet oder nicht, möchte ich mal ans Herz legen, vielleicht mal zu überlegen, wie sie sich fühlen, wenn Frauen, die sie gut finden "Tschüß, und ich melde mich." würden. Es ist nichts dabei einer Frau zu schreiben, warum, wieso, weswegen. So kann sie es verstehen, und macht sich keine Gedanken ... .

Wir wollen doch eigentlich alle das Gleiche, nämlich einen Partner/eine Partnerin finden, die/der passt.
 

ENIT

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  • #142
Zitat von flower_sun:
Warum nicht? Warum rennst du niemandem hinterher, wenn du ihn magst - warum zeigst du das nicht deutlich?

Gefühle zeigen, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhen, JA aber hinterher rennen, NEIN. Möchtest du, dass ein Mann, den du nicht möchtest, hinterher rennt?
 

Reg_ina

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  • #143
Zitat von flower_sun:
Erstmal bin ich dagegen so zu pauschalieren "DIe Männer", das bringt doch nichts. Aber ich vermute, und damit möchte ich doch auf deine Frage eingehen, dass die Männer, die du getroffen hast feige waren oder es zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht wußten, als sie es zu dir sagten.

Es sollte keine Pauschalisierung sein. Jede Frau und jeder Mann weiß ja, dass es verschiedene Persönlichkeiten gibt. Müssen Männer länger darüber nachdenken, ob sie jemanden nochmal sehen wollen oder nicht? Ich weiß so etwas gleich. An einem einfachen "Tschüß" ist doch nichts feige.
 

ENIT

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  • #144
Zitat von fleurdelis:
Ich auch nicht.
Aber ich zerbreche mir den Kopf darüber nicht mehr. Ich habe mich darauf eingestellt: sondiere für mich, ob mir jemand gefällt, wenn ja und dieser Satz kommt: Wir hören" oder "Wir sehen uns", überhaupt nichts zu erwarten. Man kann mich dann positiv überraschen, negativ nicht mehr. Hinterher rennen, tu ich niemandem.

Ich finde deine Kommentare immer sehr gut. Manchmal kann ich einiges auch ganz gut wegstecken, manchmal gelingt es mir nicht so gut. Nein, hinterher rennen braucht weder eine Frau einem Mann, und auch kein Mann keiner Frau. Das sehe ich auch so. Entweder das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit oder eben halt nicht. Es ist nur manchmal schwierig, wenn das Herz etwas anderes meint als der Verstand. Manche mit ihrer Vergangenheit noch nicht fertig sind, und sich deshalb anders verhalten als wir es erwarten. Manchmal ist es schon schwierig einzuschätzen, ob es jemand ist, der nicht will oder jemand, der aufgrund seiner nicht abgeschlossenen Vergangenheit o. ä. nicht kann
 
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  • #145
Zitat von fleurdelis:
Liebe flower, ich denke ich würde, wenn wir beide jetzt zusammen in einem Café bei einer Tasse Latte sitzen würden, gerne mit dir darüber reden. :)) Aber hier, kann ich nicht so persönlich werden. :)
Das verstehe ich wiederum. Im Grunde kann ich sogar verstehen, wenn du von Investition redest ... es ist in der ökonomischen Logik jedoch feststehend. Ich tätige da genau eine Investition wegen der Renditeerwartung ... und so kann ich beim besten Willen es bei einem Menschen nicht sehen - andere mögen das so sehen, ich nicht !
 
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Dr. Bean

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  • #146
Tschüss, ich meld mich die Tage
 
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  • #147
DANKE an laberlampe für diesen Threat.

Neben allem Spaß, Ironie, Sarkasmus, Witz und Ernst in den Antworten und im Threatthema, hat dieser mich doch sehr zum Nachdenken gebracht und letztendlich "richtig" handeln lassen.

Geprägt von meiner letzten Beziehung, auch über eine SB, wollte ich diesmal alles anders und richtig machen.
Beim letzten Mal gab es einen tollen Schriftwechsel, klasse Telefonate und dann ein erstes Date, das so endete - na ja, sagen wir mal, es wurde gleich der Beginn einer Beziehung "besiegelt". Dies ging von ihr aus und hat mich sehr überrumpelt, aber hat natürlich meinem Ego sowas von geschmeichelt, das sämtlicher Verstand vollkommen ausgeschaltet war.
Zu groß war die Sehnsucht und der Wunsch nach Nähe, Zärtlichkeit und Zuneigung.

Jetzt begann es wieder mit tollen Schreiben, wahnsinnig schönen Telefonaten und Dates.
Die gegenseitige große Sympathie ließ sich auch nicht verleugnen und es ergaben sich erste "zufällige" Berührungen.

Nach einigen Dates hatte ich dann das Thema "Männer machen alles falsch" sehr präsent im Kopf.

Sie sendete eindeutige Signale, aber ich hatte noch so viele wichtige Fragen, die ich für mich klären wollte, hatte Angst vor einer Wiederholung, druch Sehnsucht nach Nähe, Zärtlichkeit und Zuneigung, Beginn einer Partnerschaft mit schlechtem Ausgang, weil viel Wesentliches noch gar nicht geklärt war.

Also was tun?
Die Signale ignorieren und damit vielleicht fälschlicher Weise vermitteln "ich habe kein Interesse an dir"?
Darauf eingehen, obwohl es mir aber noch viel zu schnell ging?

"Männer machen alles falsch" - wie wahr. Egal was ich hätte tun können, es wäre in jedem Fall das Falsche gewesen.

Also allen Mut zusammen genommen und die Karten auf den Tisch gelegt.
Ich habe ihr meine große Zuneigung "gestanden", ihr aber auch meine Gründe für mein Zögern und mein langsamens Angehen erklärt.
Und siehe da: 100% Treffer.

Auch sie hatte Ängste, die nun aus dem Weg geräumt wurden.
Sie hatte Angst, dass ich kein Interesse an ihr haben könnte, wenn sie nicht schnell ihre Zuneigung zu mir zeigen würde.
Und sie hätte meine Zurückhaltung falsch interpretiert!

So haben wir uns beide Raum gelassen, den anderen sehr viel näher und intensiver kennen zu lernen, ohne dabei Angst haben zu müssen, der andere versteht unser "Zeitlassen" falsch.

Fazit: Wir sind auf einem wunderbar richtigen Weg und sind uns von Kennenlernen zu Kennenlernen sicherer, dass wir eine Beziehung miteinander eingehen möchten - und das ganz ruhig, mit viel Zeit und der Sicherheit, dass neben Wunsch auch die Realität ganz prima zueinander passt.

Männer und Frauen machen eben doch ab und zu mal etwas richtig ;)))))))
 

Zaphira

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  • #148
Wie schön! Sandhund, ich freu' mich ganz doll für Dich und mit Dir mit ;-)
 

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  • #149
Zitat von fleurdelis:
Aber ich zerbreche mir den Kopf darüber nicht mehr. Ich habe mich darauf eingestellt: sondiere für mich, ob mir jemand gefällt, wenn ja und dieser Satz kommt: Wir hören" oder "Wir sehen uns", überhaupt nichts zu erwarten. Man kann mich dann positiv überraschen, negativ nicht mehr. Hinterher rennen, tu ich niemandem.

Unterstellen wir mal, dass der- oder diejenige, die diesen Satz ausspricht, nicht völlig gefühlskalt ist und auch gewisse Moralvorstellungen hat.

Eine Absage zu erteilen ist immer etwas persönliches. Der Abgewiesene fühlt sich persönlich getroffen, zurückgewiesen.

Diese Aktion macht ja auch etwas mit dem Initiator. Er fühlt sich auch oft genug unwohl, jemand anderem derart schlechte Gefühle zu bereiten, womöglich noch verbunden mit Tränen auf der Damenseite bzw. mit Agression auf der Herrenseite.

Deshalb wird oft zu dieser Phrase gegriffen, die auf den ersten Blick unverbindlich wirkt und nicht wirklich negativ klingt.

Der erfahrene "Dater" weiß jedoch (ähnlich wie die Textbausteine in Arbeitszeugnissen) diese Aussage zu deuten - und somit wissen beide Bescheid.
 

ENIT

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  • #150
Zitat von IMHO:
Unterstellen wir mal, dass der- oder diejenige, die diesen Satz ausspricht, nicht völlig gefühlskalt ist und auch gewisse Moralvorstellungen hat.
Eine Absage zu erteilen ist immer etwas persönliches. Der Abgewiesene fühlt sich persönlich getroffen, zurückgewiesen.
Diese Aktion macht ja auch etwas mit dem Initiator. Er fühlt sich auch oft genug unwohl, jemand anderem derart schlechte Gefühle zu bereiten, womöglich noch verbunden mit Tränen auf der Damenseite bzw. mit Agression auf der Herrenseite.
Deshalb wird oft zu dieser Phrase gegriffen, die auf den ersten Blick unverbindlich wirkt und nicht wirklich negativ klingt.
Der erfahrene "Dater" weiß jedoch (ähnlich wie die Textbausteine in Arbeitszeugnissen) diese Aussage zu deuten - und somit wissen beide Bescheid.

Einspruch euer Ehren! ;))))
Ein "Ich melde mich." HEIßT "Ich melde mich.". Für mich ist das verbindlich. Es gibt ja auch Menschen, die sich Sorgen machen, dass etwas auf dem Heimweg passiert sein könnte. Solche Menschen soll es tatsächlich auch noch geben. Sagt jemand nur "Tschüß" ist das für mich unverbindlich.
Ich finde nicht, dass dies mit einer Moralvorstellung zu tun hat. Ein einfaches "Tschüß" ist viel besser. Das schürt keine Erwartungen, besonders bei Anfängern nicht. Es ist nur ein "TSCHÜß".
Danach muss man selber wissen, ob man sich noch ordentlich verabschiedet oder nicht. Wir sind keine Computer ...
Gerade das "Ich melde mich.", und er/sie tut es dann nicht, löst den Frust bzw. das Unverständnis aus. Wir arbeiten nicht mit Textbausteinen irgendwelcher Arbeitszeugnisse sondern mit Gefühlen von Menschen, die auf der Suche nach ihrem Glück sind (oder auch nicht).
Stell dir mal vor, eine Frau zeigt dir ihre Umgebung. Ihr versteht euch recht gut. Sie bringt dich dann zu deinem Fahrzeug und sagt einfach nur "Tschüß". Du sagst "Tschüß, ich würde sagen, wir hören von einander", und du meldest dich dann nicht. Hm, für die Frau ist das sehr enttäuschend. Nicht so enttäuschend wäre doch, du hättest nur "Tschüß" gesagt und weiter nix.

So wie ich dich kenne, hättest du aber sicherlich ein paar nette Abschiedsworte von zu Hause aus geschrieben. Nee, ich will jetzt nicht schleimen. ;))))