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Mary

  • #31
Grundsätzlich halte ich es nach 1 Date nicht für nötig, da das Verletzungspotenzial größer ist, als eine allgemein gehaltene Absage. Ich finde es reicht erstmal zu sagen, dass der Funke bei mir einfach nicht übergesprungen ist. Ich würde das allerdings im Einzelfall entscheiden, wie ich es formuliere. Und wenn jemand es genauer wissen wollte, würde ich es in jedem Fall sagen. Über die Optik würde ich mich jedoch niemals negativ äußern.

Einmal habe ich von mir aus abgesagt und gleich auch den Grund gegannt. Es war übermäßiger Alkoholkonsum während des Dates. Er wollte gleich mal eine Flasche Rotwein bestellen. Ich wollte nur 1/8 worauf gleich mal eine Diskussion entbrannte, dass wir ja dann STÄNDIG nachbestellen müssten und die Kellner eh immer ewig nicht kommen. :-/.
Was ER dann (für sich) auch tat, nachdem er das 1. 1/4 gleich mal in zwei großen Zügen leerte. (Eigentlich hatte ich da schon Fluchtreflexe ...).

Da war es mir ein Bedürfnis, das als Grund zu benennen. Sowas geht gar nicht. Ich bekam eine böse Mail zurück. Aber würde es dennoch in so einem Fall wieder tun.

Lg
Mary
 
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  • #32
@Mary: "dass der Funke bei mir einfach nicht übergesprungen ist"

Ja, das trifft es auch gut.

Und wenn es sowas ist wie in deinem geschilderten Fall, dann kann man das sicher auch mal konkret sagen.
 
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  • #33
fenster_zum_hof: ich würde es ihm auf jeden fall sagen. natürlich kommt es dann ein wenig auf die worte an, wie man es mitteilt. aber die findest du doch bestimmt.
ich bin ja generell gegen diese pubertierende willst-du-mit-mir-gehen-ja/nein-mentalität hier. viele beschweren sich, daß sie nach dem date nichts hören, also keinen zettel, auf dem wenigstens das "nein" angekreuzt ist. für meine vorstellung von reifem miteinanderumgehen fände ich es genauso schade, wenn nur ein zettel mit einem angekreuzten "nein" ins haus flatterte.
daß jede begründung "subjektiv" ist doch klar; es geht ja nicht, sich zum gottrichter über die andere person aufzuspielen. aber stummheit ist doch nicht die alternative. so wie man jemandem sagen kann, weshalb er einem gefällt oder was an ihm einem gefällt, kann man auch sagen, woran es liegt, daß man sich ein näheres miteinander mit ihm nicht vorstellen kann.
 
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  • #34
"Das würde ich ihm gern sagen, dass ich das nicht mag. findet Ihr sowas richtig? Würdet Ihr das wissen wollen, an seiner Stelle? "
Ich würde den Grund wissen wollen.
 
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  • #35
Hhmm,

also von "begründeten" Körben halte ich nicht viel, denn die Begründungen sind doch irgendwie sehr subjektiv/individuell. Genau - am Ende heißt es nur: "Du bist halt nicht mein Typ". Warum also die vermeintliche Verletzung noch weiter verkomplizieren und sich und den anderen weiter in Verlegenheit bringen. Ich fürchte, wenn man so agiert, kann es nur noch verletzender/unangenehmer werden. In der Kürze liegt die Würze - ich finde, auch hier.

Warum ich nicht "unaufgeforderte" Körbe gebe? Ich kann den Gedanken gut nachvollziehen, dass es schon irgendwie merkwürdig ist, wenn man sich getroffen hat und anschließend gar nichts mehr voneinander hört. Das ist auch für mich durchaus etwas gewöhnungsbedürftig.
Andersherum fände ich aber auch die Situation etwas schräg, wenn ich mich zurückmelde und der Dame erkläre, dass zwar alles recht nett war, aber ich mir aus diesem und jenen Grund nichts weiter vorstellen kann.
Allerdings - ich hätte mir bisher bei fast all meinen Dates eine Freundschaft vorstellen können. Das ist aber offenbar eine "Wendung", mit der nicht jede/r umgehen kann.

Wie gesagt, wenn von einer Seite weiteres Interesse gezeigt wird, sehe ich eine nette Antwort als mehr als angebracht und fair an. In dieser Situation zu schweigen, finde ich extrem unhöflich.
 
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  • #36
@André
Deinen Vorschlag empfinde ich doch etwas zu mechanisch. Zumal nicht klar ist, wie sich das Gegenüber eine weitere Kommunikation überhaupt vorstellen könnte. Ich möchte nicht per se etwas vom anderen gezwungenermaßen einfordern. So eine Ankündigung wie "Wir hören aber auf jeden Fall noch etwas voneinander, oder?" kann je nach Situation zu forsch/aufdringlich wirken. Warum soll ich diesen Druck aufbauen?
Wenn sich KEINER zurückmeldet, gehe ich mal davon aus, dass mindestens EINER kein weiteres Interesse hat. Ich würde mich bei Interesse auf jeden Fall melden ;-).
Das Wie und Ob und Wann danach gleich beim Date auszudeklinieren, empfinde ich - sorry - etwas schräg. Habe ich auch so noch nie erlebt.
 
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  • #37
@maddib: Naja, was heißt durchdeklinieren? "Telefonieren wir heut abend?" – das war schon alles. Und das ist ja auch nichts anderes als das, was man vor dem Date ja auch schon gemacht hat. Na gut, so gesehen kann man die Frage dann auch weglassen ;-)
 
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  • #38
So, ich hab's ihm jetzt nur so ganz allgemein gemailt, also "es passt für mich leider nicht".

Aber eigentlich bin ich jemand, der es tatsächlich lieber begründet, weil ICH es auch wissen wollen würde. Allerdings nur in bestimmten Fällen und nett/sachlich vorgebracht, ich möchte natürlich nicht beleidigt werden. :)
Wobei ich mit ehrlichen Begründungen durchweg schlechte Erfahrungen gemacht habe - dann kommen oft elendige Diskussionen, von "So bin ich doch aber gar nicht!" bis zu Gegenangriffen.

Wobei ich ihm direkt am Abend ja gesagt habe, dass ich die fraglichen Eigenschaften nicht gut finde - wenn er also reflektiert ist, wird er sich denken können, was mir da nicht gefallen hat.
 
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  • #39
mit "in bestimmten Fällen" meinte ich: wenn es einigermaßen zu verkraften ist. Von "Du erinnerst mich zu sehr an meine Ex" bis "du bist mir viel zu lebhaft" - alles ok.
Aber wenn dann käme "n Model bist du ja nicht grade" - das möchte man natürlich nicht hören.

:))
 
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  • #40
da gehts ums abwägen und die wahl der richtigen worte. wenn etwa ein mann, der den eindruck hat, sein kontakt sei zu wenig attraktiv und gebildet für ihn, ihn dann aber, um ihn nicht zu kränken, schreibt, du, in deinem profil stehst, daß du gerne tanzt, ich geh aber nicht gerne tanzen, deswegen passen wir nicht zueinander, der macht es der frau dann in dem moment leicht, andererseits führt er dann zu endlosen threads hier, in denen man sich darüber aufregt, was männer doch für unsinnige kriterien haben und ja ohnehin nicht mutig genug, einfach mal die wahrheit zu sagen. :)
 
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  • #41
@Fenster_zum_Hof
Deinen Wunsch nach einer Begründung finde ich wirklich erstaunlich. Einfach aus dem Grund, dass eine Eigenschaft von Dir für den einen ein "No-go" ist und für den anderen das "Non-plus-ultra". Warum willst Du Dir es antun, dass EIN Mensch Dir quasi etwas vorhält, was jemand anderes an Dir liebt? Ich würde mir durch EIN solches Urteil nicht unbewusst unnötige Selbstzweifel einreden wollen.
Wenn man dann sogar noch eine Begründung "einfordert", kann man den anderen auch ganz schön in Verlegenheit bringen - nicht nur sich selbst. Wem ist hiermit am Ende geholfen? Ist es häufig nicht einfach auch eine Bauchsache, die nicht selten schwer in Worte zu fassen ist?
Deine Sichtweise würde mich hier wirklich interessieren.
 
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  • #42
maddib, ist das nicht etwas widersprüchlich? denn jemand, der weiß, daß eine einschätzung kein gottesurteil ist, der wird den stellenwert eines solchen urteils doch einschätzen können und es nicht von wahnsinnigen selbstzweifeln geplagt werden. mal ganz simpel: wenn dir eine frau sagt, du kämest als blondlockiger für sie nicht infrage, weil sie auch dunkle typen steht, plagen dich dann die selbstzweifel?
 
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  • #43
@mil
Einen Widerspruch sehe ich da nicht unbedingt. Aber - Du weißt nicht, was tatsächlich als Begründung zurückkommt... Eine "unpassende" Haarfarbe klingt recht platt und fast schon unglaubwürdig. Da würde ich mir eher Gedanken um den Seelenzustand des/der Gedateten machen. Ich sprach natürlich von Begründungen, die schon an die Person als solches gehen können.
Und gerade mit dem Wissen, dass nahezu wohl jede "Begründung" hier rein subjektiv ist, kann ich mit dieser dann doch auch wenig bis nichts anfangen. Mit einer Begründung kann ich nur "weiterarbeiten", wenn ich sie bis zu einem gewissen Grade ernstnehme. Und gerade das hätte ich hier aber gar nicht vor. Was NÜTZT mir also solch eine Aussage an sich? Ich meine nichts - also gar nichts. Warum soll ich sie mir also überhaupt erst anhören? Von der Frage, inwieweit "Begründungen" dann nicht sogar einfach vorgeschoben werden, nur um sich als gefragte aus der Affaire zu ziehen, mal ganz abgesehen.
Und nochmals - wenn ich eine Begründung geradezu einfordere, kann ich den anderen auch ganz schön in Verlegenheit bringen. Das würde ich auch nicht wollen.
Am Ende sehe ich hier eine eher unnütze Aktion, die keinem hilft - im Gegenteil - die ein an sich vielleicht wirklich nettes Date am Ende einen schalen Beigeschmack anheftet.
 
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  • #44
habt Ihr es eigentlich mal ausprobiert, eine Begründung zu erbitten oder zu geben? Ich persönlich finde die Begründung immer hilfreich, in jeder Hinsicht.
 
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  • #45
maddib, nach dem, was du "subjektiv" nennst, ist doch überhaupt auch hier jedes statement subjektiv. schließt das aus, was damit anzufangen? das wäre doch absurd!
also ich für meine person kann mit einschätzungen anderer mehr anfangen als sie entweder für ein absolutes gottesgericht halten zu müssen oder für vollkommen ohne belang, da ja "rein subjektiv".
du wirklich nicht?
kannst du den anderen schon allein deswegen überhaupt nicht ernst nehmen, weil er dir eine absage schickt?
ja, man darf auch mal fordern. und man darf auch mal was aushalten. kinder! selbst wenn es so sein sollte, daß sich hier besonders viele schüchterne und mutlose tummeln: ein bißchen kommunikation muß doch drinnen sein, außer ja/nein ankreuzen.
 
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