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  • #61
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Ja, aber es sind *Spiele*! Das ist der feine, aber entscheidende Unterschied zu den ernstgemeinten Macht"spielchen".
Zitat von Freitag:
ich bleib dabei: es gibt ne menge leute für die das kein lustiges spielchen ist zum ablachen sondern die es echt aufgeilt wenn sie macht beim sex ausüben können und genau das zieht sich auch durch deren persönlichkeitsstruktur.
Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass ihr beide recht habt.
 
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  • #62
AW: Macht und Kontrolle..

Wovor habt ihr am meisten Angst, wenn ihr euch verliebt?
Wovor habt ihr am meisten Angst in einer Beziehung?
Wie geht ihr damit um?
 
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  • #64
AW: Macht und Kontrolle..

Nein.
Ich glaube, das hat mit diesem Thema zu tun.
 
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  • #65
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Freitag:
...sondern die es echt aufgeilt wenn sie macht beim sex ausüben können und genau das zieht sich auch durch deren persönlichkeitsstruktur.
Ja, aber nicht so, wie du es dir (vermutlich) denkst. Dass bei SM der S-Partner ein Macht- und Alpha-Tier ist und der M-Partner ein geducktes Mäuschen, ist so klischeehaft wie es falsch ist. Meist ist es umgekehrt. Siehe: Zur Domina gehen nicht tendenziell die Gebuckelten und Gebeutelten, sondern die Manager, die sogenannten Selbstbewussten.
 
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  • #66
AW: Macht und Kontrolle..

z.B hab ich Angst, dass derjenige, dem ich ja beim "Öffnen" auch eine gewisse Macht über mich einräume, mit dieser Macht nicht verantwortungsvoll umgeht, sondern diese vielleicht missbraucht.
 
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  • #67
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
Wovor habt ihr am meisten Angst, wenn ihr euch verliebt?
Am Anfang habe ich vor gar nichts Angst. Schließlich hat man am Anfang noch nicht allzuviel zu verlieren.

Zitat von faraway:
Wovor habt ihr am meisten Angst in einer Beziehung?
Wenn man (ich) irgendwann spürt, dass und wieviel man verlieren könnte, beschleichen mich so einige Gedanken. Angst ist immer noch nicht das richtige Wort, eher Selbst"verdächtigungen", also das übliche, "bin ich gut genug" usw.

Zitat von faraway:
Weiß ich noch nicht ;-) Das letzte mal ist zu lange her, jetzt muss ich es wieder neu lernen.
 
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  • #68
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Ja, aber nicht so, wie du es dir (vermutlich) denkst. Dass bei SM der S-Partner ein Macht- und Alpha-Tier ist und der M-Partner ein geducktes Mäuschen, ist so klischeehaft wie es falsch ist. Meist ist es umgekehrt. Siehe: Zur Domina gehen nicht tendenziell die Gebuckelten und Gebeutelten, sondern die Manager, die sogenannten Selbstbewussten.
Da hake ich jetzt gerade... Prinzipiell glaube ich, dass du recht hast. Aber ich frage mich, wie ich es in meinem Fall sehe. Da ich selbst im Job eher "den Ton angeben" muss, spricht mich im sexuellen Bereich eher ein Mann an, der die Führung übernimmt. Deiner Logik nach dürfte das dann aber eher kein Managertyp sein... Muss ich mir da jetzt einen Gebuckelten und Gebeutelten suchen? Einen der sich im (Berufs-)Alltag nicht durchsetzen kann und dann dafür im Bett die Sau rauslässt???
Das fände ich, ehrlich gesagt, keine besonders ansprechende Vorstellung...
 
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  • #69
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Am Anfang habe ich vor gar nichts Angst. Schließlich hat man am Anfang noch nicht allzuviel zu verlieren.


Wenn man (ich) irgendwann spürt, dass und wieviel man verlieren könnte, beschleichen mich so einige Gedanken. Angst ist immer noch nicht das richtige Wort, eher Selbst"verdächtigungen", also das übliche, "bin ich gut genug" usw.


Weiß ich noch nicht ;-) Das letzte mal ist zu lange her, jetzt muss ich es wieder neu lernen.

Ich hab am Anfang schon Angst; drinnen sagt es. Vorsicht, you should know better.. Aber das hilft nicht wirklich gegen das, was ich fühlen möchte = ich bin diesbezüglich machtlos mir selber gegenüber.(peng peng) steht auf meiner must change Liste.

and so on
 
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  • #70
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
z.B hab ich Angst, dass derjenige, dem ich ja beim "Öffnen" auch eine gewisse Macht über mich einräume, mit dieser Macht nicht verantwortungsvoll umgeht, sondern diese vielleicht missbraucht.
Davor hatte ich noch nie Angst. Mich beschäftigt(e) mehr der Umstand, dass ich in einer Beziehung immer nur höchstens 50% selbst in der Hand habe, die anderen 50% liegen beim anderen und sind nicht "beherrschbar", da ist man sozusagen dem "Schicksal" ausgeliefert. Solange alles gut läuft, finde ich diesen Umstand eher spannend, aber in einer (gedachten) ernsthaften Krise sind 50% nicht gerade beruhigend.
 
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  • #71
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von anka:
Da hake ich jetzt gerade... Prinzipiell glaube ich, dass du recht hast. Aber ich frage mich, wie ich es in meinem Fall sehe. Da ich selbst im Job eher "den Ton angeben" muss, spricht mich im sexuellen Bereich eher ein Mann an, der die Führung übernimmt. Deiner Logik nach dürfte das dann aber eher kein Managertyp sein... Muss ich mir da jetzt einen Gebuckelten und Gebeutelten suchen? Einen der sich im (Berufs-)Alltag nicht durchsetzen kann und dann dafür im Bett die Sau rauslässt???
Das fände ich, ehrlich gesagt, keine besonders ansprechende Vorstellung...
Interessant.
Das frag ich mich schon eine Weile, wieso man in der Intimsphäre (Partnerschaft) so anders wird. Ich werde fast unterwürfig, was mich eigentlich sonst nicht charakterisiert.
 
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  • #72
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Davor hatte ich noch nie Angst. Mich beschäftigt(e) mehr der Umstand, dass ich in einer Beziehung immer nur höchstens 50% selbst in der Hand habe, die anderen 50% liegen beim anderen und sind nicht "beherrschbar", da ist man sozusagen dem "Schicksal" ausgeliefert. Solange alles gut läuft, finde ich diesen Umstand eher spannend, aber in einer (gedachten) ernsthaften Krise sind 50% nicht gerade beruhigend.
hmmmm. Da seh ich etwas für mich. Ich bin nämlich ca. 100% für alles zuständig, verantwortlich, etc. Diesbezüglich vertraue ich mir (Erfahrungswert), aber klar, in einer Beziehung kann ich nicht 100% übernehmen, sondern muss/¿darf?/will vertrauen, Verantwortung teilen usw. ergo....
 
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  • #73
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von anka:
Da hake ich jetzt gerade... Prinzipiell glaube ich, dass du recht hast. Aber ich frage mich, wie ich es in meinem Fall sehe. Da ich selbst im Job eher "den Ton angeben" muss, spricht mich im sexuellen Bereich eher ein Mann an, der die Führung übernimmt. Deiner Logik nach dürfte das dann aber eher kein Managertyp sein... Muss ich mir da jetzt einen Gebuckelten und Gebeutelten suchen? Einen der sich im (Berufs-)Alltag nicht durchsetzen kann und dann dafür im Bett die Sau rauslässt???
Das fände ich, ehrlich gesagt, keine besonders ansprechende Vorstellung...
Nee ;-) Aber wie gesagt, das ist mehr tendenziell zu betrachten, und vor allem bezog es sich (zur Verdeutlichung) auf den "extremen" Bereich, zu dem dann auch eher "extreme" Charaktere tendieren. Es ist -- wie an anderer Stelle schon gesagt wurde -- auch nicht ausgeschlossen, dass auch "Managertypen" sozusagen "Angstbeißer" sind. Aber das ist glaub ich auch keine besonders ansprechende Vorstellung. Ich denke aber, dass viele in sich genug Spielraum haben, um sich zu einer Seite "neigen" zu können, wenn der andere dazu sozusagen das Pendant bildet.
 
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  • #74
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
Ich hab am Anfang schon Angst; drinnen sagt es. Vorsicht, you should know better.. Aber das hilft nicht wirklich gegen das, was ich fühlen möchte = ich bin diesbezüglich machtlos mir selber gegenüber.(peng peng) steht auf meiner must change Liste.

and so on
Merkwürdig. Ich bin ja nun wirklich nicht der große Held, aber zumindest am Anfang fliegt mein Autopilot wider besseren Wissens -- also wider des Wissens, dass es bisher noch immer irgendwann schief gegangen ist.
 
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  • #75
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
Ich werde fast unterwürfig, was mich eigentlich sonst nicht charakterisiert.
Wenn es um "innere Balance" geht (was ich annehme), ist die Frage: was kompensiert was? -- Bei den "Managern bei der Domina" wird gesagt, dass sie sich vom ganzen "Machthaben" sozusagen auch mal "erholen" wollen. Könnte aber auch umgekehrt sein, dass sie sich beim "Machthaben" von der "Unterwürfigkeit" erholen. Man weeß es nich'. Aber Balance halten ist ja nicht das schlechteste.
 
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  • #76
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Merkwürdig. Ich bin ja nun wirklich nicht der große Held, aber zumindest am Anfang fliegt mein Autopilot wider besseren Wissens -- also wider des Wissens, dass es bisher noch immer irgendwann schief gegangen ist.
Die "Angst" hat mich noch nie zurückgehalten, das ist ja das Dilemma .-))))
ich denk mir halt naiv, dass, wenn ich vorsichtiger wäre, zurückhaltender, strategisch intelligenter, weiser, wenn ich nur einen Glimmer Theorie in der Praxis anzuwenden instande wäre...
wenn ich nicht sofort einen totalen Persönlichkeitsverlust vollbrächte,
wenn mir das Hirn nicht gleich zerflösse

DANN, DANN......
 
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  • #77
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
Interessant.
Das frag ich mich schon eine Weile, wieso man in der Intimsphäre (Partnerschaft) so anders wird. Ich werde fast unterwürfig, was mich eigentlich sonst nicht charakterisiert.
Hab ich auch schon drüber nachgedacht. Einerseits glaube ich, man sucht immer die "Balance": Je mehr im Alltag geführt werden muss, desto stärker in der Partnerschaft der Wunsch, (zumindst teilweise) geführt zu werden. Wobei es sich bei mir eher auf den sexuellen Bereich beschränkt. Ansonsten brauche ich keinen Unterdrücker an meiner Seite;-)
Unterwürfig werde ich insbesondere dann, wenn starke Aggressionen ins Spiel kommen. Ich glaube, da werden bei mir dann irgendwelche "alten Knöpfe" gedrückt, und ich reagiere auf Autopilot. Manchmal stehe ich dann wie neben mir und wundere mich selbst über mein Verhalten.
Ich merke bei mir auhc, dass ich (bisher) dazu neige, mir eher dominante, aggressive Männer zu suchen. Alle Alarmglocken läuten recht schnell am Anfang, aber der Reiz/ die Anziehung ist so groß, dass ich doch die Finger nicht davon lassen kann... Ein großes Lernfeld.
 
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  • #78
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von faraway:
hmmmm. Da seh ich etwas für mich. Ich bin nämlich ca. 100% für alles zuständig, verantwortlich, etc. Diesbezüglich vertraue ich mir (Erfahrungswert), aber klar, in einer Beziehung kann ich nicht 100% übernehmen, sondern muss/¿darf?/will vertrauen, Verantwortung teilen usw. ergo....
Ich weiß jetzt nicht, ob ich dich richtig verstanden habe. Beruflich, und in anderen Bereichen, die ich nur mit mir selbst abzumachen habe, bin ich auch zu 100% zuständig. -- Ich bin aber kein "Manager", sondern normaler Angestellter, aber ich "beherrsche" mein Arbeitsgebiet zu ca. 100%, und selbst wenn ich da etwas neues noch gar nicht kann, weiß ich, dass ich es lernen kann. Allerdings hat das fast ausschließlich nur mit Logik zu tun, aber eine Liebesbeziehung lässt sich damit nicht "beherrschen", da bleibt mir sozusagen nur die "Selbstbeherrschung". Es ist wohl so, dass man als "Kopfmensch" in Sachen Instinkt nicht so wirklich Talent hat, sich also so durchwurschteln muss und hoffen muss, dass der Partner einen im Nebel gelegentlich an die Hand nimmt.
 
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  • #79
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von anka:
Hab ich auch schon drüber nachgedacht. Einerseits glaube ich, man sucht immer die "Balance": Je mehr im Alltag geführt werden muss, desto stärker in der Partnerschaft der Wunsch, (zumindst teilweise) geführt zu werden. Wobei es sich bei mir eher auf den sexuellen Bereich beschränkt. Ansonsten brauche ich keinen Unterdrücker an meiner Seite;-)
Unterwürfig werde ich insbesondere dann, wenn starke Aggressionen ins Spiel kommen. Ich glaube, da werden bei mir dann irgendwelche "alten Knöpfe" gedrückt, und ich reagiere auf Autopilot. Manchmal stehe ich dann wie neben mir und wundere mich selbst über mein Verhalten.
Ich merke bei mir auhc, dass ich (bisher) dazu neige, mir eher dominante, aggressive Männer zu suchen. Alle Alarmglocken läuten recht schnell am Anfang, aber der Reiz/ die Anziehung ist so groß, dass ich doch die Finger nicht davon lassen kann... Ein großes Lernfeld.
Don't you tell me .-)))) nachvollziehbar

Wer braucht schon einen Unterdrücker, den brauch ich auch sexuell nicht....
ja geführt werden... er nimmt mich bei der Hand und sagt: lehne deinen Kopf an meine Schulter, alles ist gut, ich bin bei dir, du darfst dich beruhigt ein bisschen fallen lassen...schwelg, seufz
 
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  • #80
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Ich weiß jetzt nicht, ob ich dich richtig verstanden habe. Beruflich, und in anderen Bereichen, die ich nur mit mir selbst abzumachen habe, bin ich auch zu 100% zuständig. -- Ich bin aber kein "Manager", sondern normaler Angestellter, aber ich "beherrsche" mein Arbeitsgebiet zu ca. 100%, und selbst wenn ich da etwas neues noch gar nicht kann, weiß ich, dass ich es lernen kann. Allerdings hat das fast ausschließlich nur mit Logik zu tun, aber eine Liebesbeziehung lässt sich damit nicht "beherrschen", da bleibt mir sozusagen nur die "Selbstbeherrschung". Es ist wohl so, dass man als "Kopfmensch" in Sachen Instinkt nicht so wirklich Talent hat, sich also so durchwurschteln muss und hoffen muss, dass der Partner einen im Nebel gelegentlich an die Hand nimmt.
Freiberuflich (Kultur) jonglierend, in "wildem" Land, 20 Jahre single mom, dazu Haus gross, Garten gross Alleinbewältigung, perfektionistisch veranlagt, untalentiert was Delegieren anbelangt = 100%

Ich muss die Tiere füttern, die kratzen schon am Sessel. ((-:
 
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  • #81
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Andre:
Nee ;-) Aber wie gesagt, das ist mehr tendenziell zu betrachten, und vor allem bezog es sich (zur Verdeutlichung) auf den "extremen" Bereich, zu dem dann auch eher "extreme" Charaktere tendieren. Es ist -- wie an anderer Stelle schon gesagt wurde -- auch nicht ausgeschlossen, dass auch "Managertypen" sozusagen "Angstbeißer" sind. Aber das ist glaub ich auch keine besonders ansprechende Vorstellung. Ich denke aber, dass viele in sich genug Spielraum haben, um sich zu einer Seite "neigen" zu können, wenn der andere dazu sozusagen das Pendant bildet.
Damit kann ich was anfangen. Ich suche immer die extremen Typen, die sprechen mich am stärksten an. Obwohl ich selbst, heute, eigentlich gar nicht mehr so extrem bin. Die Tendenz geht zur Mitte;-) Allerdings hat sich das Beuteschema (noch) nicht gewandelt. Der "angstbeißende Manager" passt da genau hinein, und - leider - trifft in diesen Fällen dann Freitags Annahme ganz gut zu... Nee, das ist eigentlich nicht so ansprechend. Sagt zumindest der Verstand;-)

Schön übrigens, dass du der Annahme bist, dass es viele Flexible gibt, die dann vielleicht in verschiedenen Bereichen/ Situationen verschieden agieren können!
Vielleicht probier ich`s mal mit einem, der ein bisschen* weniger extrem ist. Dafür ist der dann vielleicht ein *bisschen* flexibler und es klappt langfristig insgesamt ein *bisschen* besser:)
 
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  • #83
AW: Macht und Kontrolle..

wer sich noch ein bischen detaillierter mit dem Thema Macht und Kontrolle in der Beziehung auseinandersetzen möchte, könnte hier nachlesen:
https://www.familienhandbuch.de/partnerschaft/grundlagen-fur-die-partnerschaft/machtverhaltnisse-in-partnerschaften
 
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  • #84
AW: Ist das so?

Zitat von No_Kitty:
Zitat von Frauen-Versteher:
"in jeder Beziehung geht es im Endeffekt nur um Macht und Kontrolle - der "liebere" zieht regelmässig den Kürzeren bzw. ist in der schlechteren Rolle"
Diese Aussage moechte ich gern in Frage stellen.
(...) darf ich mal fragen, wie viel der Forumsteilnehmer diese Aussage stuetzen?
Wieviele wuerden bei einer Umfrage sagen, ja das ist so und so finde ich das in Ordnung, so will ich es auch haben?
(...) Vielleicht war es 'nur' der/die falsche Partner/Partnerin.... oder man hat sich auseinander entwickelt.
Hallo,

den ersten Teil seiner Aussage kann ich nicht beurteilen, als eine mögliche Ursache der im 2. Teil seiner Aussage beschriebenen Wirkung kann ich sie aber nicht ausschließen.

Den 2. Teil indessen kann ich bestätigen. Und nein, natürlich finde ich das absolut nicht in Ordnung (ich bin doch kein Masochist!). Ich hab' halt eine "Neufundländermentalität" : Ich laß' mir - gutmütig, wie ich nunmal (leider ?) bin - 'ne ganze Menge gefallen, und erst, wenn's mir gar zu viel wird, setz' ich mich auf die Hinterbeine, aber ebenfalls noch sehr gesittet und "nett". Wozu das "Alpha-Männchen" rauskehren ? Muß das wirklich sein ? Muß man denn wirklich immer erst "sauer" werden ? Es muß doch möglich sein, Meinungsverschiedenheiten *gesittet* zu besprechen und zu lösen !?!

Trotzdem scheint dem ein Muster ("Beuteschema" ? ) zu Grunde zu liegen, denn es wiederholt sich.

Der letzte Satz Deiner Aussage liegt daher nahe, auch wenn mir nicht ganz klar ist, wie ich das abstellen soll.

Gruß,

Traumichich.
(keinen Bock auf Streit und Schreierei)
 
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  • #85
AW: Macht und Kontrolle..

Ein interessanter Thread, gibt er doch aufschlussreiche Hinweise auf das Denken und Fühlen der Diskutierenden. Im Folgenden einige Zitate aus einem Interview mit dem Psychiater Thomas Knecht. (Zu finden in einem Blog mit dem schönen Titel "Notizen aus der Unterwelt", aber enstpr. Infos auch unter "www.macht-in-unternehmen.de"). Im Prinzip werden hier die Forschungsergbnisse des Psychologen James Blair bestätigt, der den Begriff der Psychopathie auf Personen erweiterte, die manipulative und vermindert empathische Verhaltensweisen zeigen:

"Solche Leute (Bezug genommen wird überwiegend auf Manager) haben ein übersteigertes Selbstgefühl bis zum Gefühl der Allmacht. Sie kennen keine Selbstkritik und dulden auch keine Kritik von Dritten. Sie machen grosse Versprechungen, ohne sich um die Erfüllung zu kümmern. Sie interessieren sich so lange für andere, als es ihrem eigenen Fortkommen dient. Sie zweifeln nie an ihrem Handeln und geben für Fehler immer anderen die Schuld. Sie tendieren dazu, Menschen zu manipulieren, sie reagieren mit Neid auf den Erfolg von anderen. Sie sind misstrauisch und wittern überall Komplotte. Sie umgeben sich mit Leuten, die sie bestätigen und sie bewundern. Sie sind unfähig zu echten Beziehungen. Etwas verkürzt gesagt: Narzisstische Persönlichkeiten neigen zu Grössenfantasien und Paranoia. (…)
Das Gefährlichste bei diesen Leuten sind ihre Beziehungsstörung und ihr Realitätsverlust. Narzisstisch gestörte Kaderleute empfinden keine Empathie für andere, dafür haben sie ein grandioses Gefühl der eigenen Bedeutung, hegen Fantasien eines grenzenlosen Erfolges. Sie verlangen unentwegt nach kritikloser Anerkennung und Bewunderung und denken, dass ihnen alles zusteht: Geld, Macht, Prestige."

Wenn das natürlich Eigenschaften des bevorzugten Partner-Typus beschreibt (Stichwort: Alpha-Männer oder meinetwegen auch Frauen), dann sind Enttäuschungen und Ohnmachtserlebnisse automatisch vorprogrammiert. Man sollte schon sehr genau wissen, wie man selbst funktioniert und ebenso sehr genau hinsehen, wie der Partner funktioniert - auch im Außer-Beziehungs-Alltag. Dann bleibt ggf. auch noch die Zeit für früh- und rechtzeitige Notbremsungen ...
 
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  • #86
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von equinox:
Ein interessanter Thread, gibt er doch aufschlussreiche Hinweise auf das Denken und Fühlen der Diskutierenden. Im Folgenden einige Zitate aus einem Interview mit dem Psychiater Thomas Knecht. (Zu finden in einem Blog mit dem schönen Titel "Notizen aus der Unterwelt", aber enstpr. Infos auch unter "www.macht-in-unternehmen.de"). Im Prinzip werden hier die Forschungsergbnisse des Psychologen James Blair bestätigt, der den Begriff der Psychopathie auf Personen erweiterte, die manipulative und vermindert empathische Verhaltensweisen zeigen:

"Solche Leute (Bezug genommen wird überwiegend auf Manager) haben ein übersteigertes Selbstgefühl bis zum Gefühl der Allmacht. Sie kennen keine Selbstkritik und dulden auch keine Kritik von Dritten. Sie machen grosse Versprechungen, ohne sich um die Erfüllung zu kümmern. Sie interessieren sich so lange für andere, als es ihrem eigenen Fortkommen dient. Sie zweifeln nie an ihrem Handeln und geben für Fehler immer anderen die Schuld. Sie tendieren dazu, Menschen zu manipulieren, sie reagieren mit Neid auf den Erfolg von anderen. Sie sind misstrauisch und wittern überall Komplotte. Sie umgeben sich mit Leuten, die sie bestätigen und sie bewundern. Sie sind unfähig zu echten Beziehungen. Etwas verkürzt gesagt: Narzisstische Persönlichkeiten neigen zu Grössenfantasien und Paranoia. (…)
Das Gefährlichste bei diesen Leuten sind ihre Beziehungsstörung und ihr Realitätsverlust. Narzisstisch gestörte Kaderleute empfinden keine Empathie für andere, dafür haben sie ein grandioses Gefühl der eigenen Bedeutung, hegen Fantasien eines grenzenlosen Erfolges. Sie verlangen unentwegt nach kritikloser Anerkennung und Bewunderung und denken, dass ihnen alles zusteht: Geld, Macht, Prestige."

Wenn das natürlich Eigenschaften des bevorzugten Partner-Typus beschreibt (Stichwort: Alpha-Männer oder meinetwegen auch Frauen), dann sind Enttäuschungen und Ohnmachtserlebnisse automatisch vorprogrammiert. Man sollte schon sehr genau wissen, wie man selbst funktioniert und ebenso sehr genau hinsehen, wie der Partner funktioniert - auch im Außer-Beziehungs-Alltag. Dann bleibt ggf. auch noch die Zeit für früh- und rechtzeitige Notbremsungen ...
ich finde es etwas verkürzt und fast projektiv macht- und kontrolldynamiken an den extremen bis pathologischen ausprägungen (wie sadomasochismus oder narzissmus/ antisozialität) festzumachen und zu diskutieren. aus meiner sicht enthält jede beziehung solche momente und ich halte es für nützlich und hilfreich diese bei sich und im alltag zu reflektieren.
 
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  • #87
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von nuit:
ich finde es etwas verkürzt und fast projektiv macht- und kontrolldynamiken an den extremen bis pathologischen ausprägungen (wie sadomasochismus oder narzissmus/ antisozialität) festzumachen und zu diskutieren. aus meiner sicht enthält jede beziehung solche momente und ich halte es für nützlich und hilfreich diese bei sich und im alltag zu reflektieren.
In meiner Ehe dachte ich über "Macht- und Kontrolldynamiken" nicht nach. Ich bin sicher, sie wäre schnell gescheitert, wenn mein Mann oder ich versucht hätte, die eigenen Interessen mit Macht durchzusetzen. Ein selbstbewusster Partner lässt sich das nicht bieten.

Manches, was in dieser Diskussion bei einigen als "normal" in einer Beziehung gilt, erscheint mir pathologisch. SM-Sex als "Spiel" zu bezeichnen, empfinde ich als verharmlosend. Wer zur sexuellen Befriedigung sadomasochistische Praktiken braucht, leidet an einer psychischen Störung. Seine Partnerschaften werden zwangsläufig einen pathologischen Charakter haben.
 
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  • #88
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von equinox:
Man sollte schon sehr genau wissen, wie man selbst funktioniert und ebenso sehr genau hinsehen, wie der Partner funktioniert - auch im Außer-Beziehungs-Alltag. Dann bleibt ggf. auch noch die Zeit für früh- und rechtzeitige Notbremsungen ...
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  • #89
AW: Macht und Kontrolle..

Ich weiss nicht ob das jetzt etwas bringt..... aber das weiss ich sowieso nie.
Also, ich hab wieder einmal nachgedacht, zum Thema "Spiel", diesbezüglich und wenn ich Themen gern in andere Ebenen verlege, dann auch hier das Beziehungsspiel.
Ich habe den Eindruck, dass ich das in mir selbst nachvolllziehen kann.
ich mag mich - ich mag mich nicht
ich klatsche mir Beifall - ich verhöhne mich
ich stimme mir zu... oder auch nicht
ich kritisiere mich - ich lobe mich
ich bin zufrieden - unzufrieden mit mir
ich gefalle mir - gefalle mir nicht
ich peinige mich mit Selbstvorwürfen - ich bau mir einen Altar für meine Aufopferung
ich ärgere mich - freue mich über mich
ich find mich grossartig - total bescheuert
ich akzeptiere mich.... oder auch nicht
DIE LISTE IST ENDLOS
aber ich habe ja keine Wahl - ich MUSS mit mir leben

eigentlich geht das ja gar nicht so schlecht .-)))))
(ich dusche mich kalt /verzeihe mir gottseidank immer wieder)

Wer die Wahl hat, hat die Qual?
 
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  • #90
AW: Macht und Kontrolle..

Zitat von Mira:
In meiner Ehe dachte ich über "Macht- und Kontrolldynamiken" nicht nach. Ich bin sicher, sie wäre schnell gescheitert, wenn mein Mann oder ich versucht hätte, die eigenen Interessen mit Macht durchzusetzen. Ein selbstbewusster Partner lässt sich das nicht bieten.
Mira, Machtausübung bedeutet ja nicht ausschließlich Zwang oder Gewalt. Hab ich aber weiter oben schon geschrieben. Gibt verschiedene Basen der Macht. Und um den anderen zu etwas zu bringen, was nicht in dessen ureigenem Interesse gestanden wäre, ist Druck/ Strafe durch zB. kleine Liebesentzüge durchaus gängig und breitenwirksam. Oder Kontrolle durch zig Anrufe am Tag.

Zitat von Mira:
Wer zur sexuellen Befriedigung sadomasochistische Praktiken braucht, leidet an einer psychischen Störung.
Man/ frau kann sich davor ekeln, aber das ist schlichtweg falsch.

ICD-10 (Diagnosemanual im dtschsprachigen Raum): F65.5 Sadomasochismus: Gering ausgeprägte sadomasochistische Stimulation kommt zur Steigerung einer im übrigen normalen Sexualität häufig vor. Diese diagnostische Katgeorie sollte nur dann verwendet werden, wenn die sadomasochistischen Betätigungen die hauptsächliche Quelle der Erregung oder für die sexuelle Befriedigung unerlässlich sind".
 
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