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  • #1

Lustige Kurzgeschichten

In einer US-Fernsehsendung spricht sich die amerikanische Moderatorin Dr. Laura Schlessinger gegen Homosexualität aus und begründet dies damit, dass Homosexualität laut der Bibel Gott ein Greuel sei. Auf diese Sendung hin schrieb ihr ein Zuschauer folgenden Brief:

Liebe Dr. Laura!

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist: Wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle & Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft.
Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern (Lev. 20:14) schlafen?

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Verehrer David
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #3
Man sollte vielleicht hinzufügen, daß Frau Schlessinger sich auch in ihren Aussagen zur Homosexualität als Wissenschaftlerin versteht, Wissenschaftlerin ist und es sich bei der Wissenschaft nicht um Theologie, sondern um Naturwissenschaft handelt.
 
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  • #4
Soviel zum Thema : SIE SUCHT IHN
© Angelina de Satura
Es war kurz vor Heiligabend. Irgendwie bin ich mir sehr einsam vorgekommen. Vereinzelt prächtig geschmückte Häuser. Geruch von Zimt in der Bäckerei. Weihnachtslieder, die nervtötend durch Medien und Geschäfte liefen. Egal was oder wer daran schuld war. Ich wollte einen Partner! Um sicher zu sein, dass mein Traummann sich auch angesprochen fühlt, gab ich folgende Annonce auf:

Suche Kumpel, Vater mit Kind, Liebhaber für ein gemeinsames Stück Lebensweg. Biete Freundschaft. Mutter, Französin 45J. 1,62 55kg Dunkelblond, blaue Augen. Heirat oder zusammenwohnen ausgeschlossen!

Es kamen sagenhafte 24 Briefe mit der Post. Nachdem einige sortiert werden mussten, darunter ein Stapel Werbung von Partnervermittlungen plus Heiratsinstituten, blieb nur ein einziger Brief übrig.

Treffpunkt bestimmte ich in einer weit entfernten Bahnhofskneipe aus zwei wohl überlegten Gründen.

Erstens: Ich gelte in meinem Dorf als eingefleischte Junggesellin, möchte diesen Ruf nicht verlieren.

Zweitens: Sollte es für Mann gut zu finden sein, da Mann sich niemals nach dem Weg erkundigt.

Ich bestellte einen Kaffee und schaute erwartungsvoll aus dem Fenster. Wenig später kam ein rotes Auto an. Ein älterer Herr mit lustigem Gesicht stieg endlich aus, nachdem er mühevoll nahe der Eingangstür zu parken versuchte. Er trat ein und fragte eine am Tisch sitzende Dame mit fettigem blondiertem Haar: "Bist du es?" Die Frau hob ihren Kopf, sah ihn an, nickte. Er begrüßte sie und setzte sich hin. Plötzlich verließ dieser Herr der Schöpfung seinen Platz, schien verzweifelt nach was zu suchen. Als ich begriff, was passiert war, gab es kein Entkommen mehr. Da stand er vor mir, mit leeren Händen und gefüllte Glatze. Er freute sich sichtlich, unser Erkennungszeichen zu sehen, rief peinlich laut: "Ich habe zehn Jahre auf dich gewartet, endlich bist du da! Oh, du rauchst? Das gewöhne ich dir ab!"

Mittlerweile habe ich zwei Heiligabende solo verbracht, ist gar nicht so schlimm!
 
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authentisch_gelöscht

  • #6
aus Ajahn Brahm: Die Kuh, die weinte.

Nach einer Trauung in Singapur nimmt der Vater der Braut seinen neuen Schwiegersohn zur Seite, um ihm einen Rat für ein langes glückliches Eheleben zu erteilen.
"Vermutlich liebst du meine Tochter sehr", beginnt er.
"Oh ja!" seufzt der junge Mann.
"Wahrscheinlich hältst du sie für den grossartigsten Menschen auf Erden", fährt der alte Mann fort.
"Sie ist in jeder Hinsicht perfekt", bestätigt der junge Mann mit leuchtenden Augen.
"So denkt man eben, wenn man gerade geheiratet hat", erklärt der alte Mann, "doch in wenigen Jahren wirst du bei meiner Tochter auch Fehler erkennen. Sobald das geschieht, solltest du Folgendes bedenken: Wenn sie diese Fehler nicht von Anfang an gehabt hätte, lieber Schwiegersohn, hätte sie einen viel besseren Mann als dich geheiratet!"
 
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Reactions: fafner
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authentisch_gelöscht

  • #7
Und noch eine Geschichte aus demselben Buch:

Ein frisch verheiratetes Paar geht eines schönen Sommerabends nach dem Essen gemeinsam im Wald spazieren. Die beiden verbringen eine ungetrübte Zeit miteinander, bis sie in der Ferne ein Geräusch hören: "Quak, quak!"
"Hörst du das?" fragt die Frau. "Da muss irgendwo ein Hahn sein."
"Nein, nein, das war eine Ente", erklärt der Ehemann.
"Unsinn, ich bin ganz sicher, dass es ein Hahn war", erwidert sie.
"Ausgeschlossen. Ein Hahn macht Kikeriki, und Enten machen quak, quak. Also ist es eine Ente, mein Liebling", erklärt er, inzwischen schon leicht irritiert.
"Quak, quak!" ertönt es wieder.
"Hör doch hin! Das ist eine Ente!" sagt er.
"Nein, mein Lieber, ein Hahn, da bin ich mir ganz sicher", beharrt sie und stampft mit dem Fuss auf.
"Hör doch hin, Frau! Das ... ist ... eine ... Ente. E-N-T-E. Begriffen?"
"Es bleibt ein Hahn", brüllt sie.
"Verdammt noch mal, es ist eine Ente, du, du ..."
Zum Glück unterbricht ihn erneutes Quaken. Sonst hätte er ihr wohl ein schlimmes Etikett verpasst.
Die Frau ist inzwischen den Tränen nah. "Es ist wirklich ein Hahn!"
Der Mann sieht, wie ihre Augen feucht werden, und da fällt ihm wieder ein, weshalb er sie geheiratet hat. Seine Miene wird weich, als er ruhig sagt: " Tut mir Leid, mein Schatz; ich glaube, du hast wirklich Recht. Es ist wohl doch ein Hahn."
"Dank dir, Liebster", erwidert sie und drückt seien Hand.
"Quak, quak", erklingt es durch den Wald, während das Paar gelöst seinen Spaziergang fortsetzt.
 
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  • #8
Siegfried, ja danke.... Mir geht es gut ..... Ich fand es gut, weil ich als Raucherin tatsächlich auch schonmal so einen Satz.... Allerdings von einem Herrn, den ich auf "normalem Wege" kennengelernt habe, gehört habe ..... Auch Sätze wie... Du gefällst mir, aber Deine Musik geht garnicht habe ich schon gehört.....
 
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  • #10
Der Freispruch

Richter:
"Das ist ein sehr brutales Vergehen. Wenn Sie mit etwas Milde rechnen wollen, müssen Sie uns schon eine Begründung geben."
Der Mann:
"Die war so doof, die mußte ich einfach erschlagen"

Richter:
"Das ist ja noch viel schlimmer. Wenn Sie nicht wollen, daß die Geschworenen Sie von vornherein schuldig sprechen sollen, dann geben Sie uns bitte eine plausible Erklärung."

Darauf der Mann:
"Das war folgendermaßen. Wir wohnten in einem Hochhaus im 13. Stock und im ersten Sock wohnte eine reizende Portiersfamilie, die hatte drei Kinder. Es war schrecklich! Die waren so klein geblieben, von Natur aus. Der Zwölfjährige war 80cm groß, der 19-jährige 90cm.

Ich kam eines Tages hoch zu meiner Frau und sage: Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern unserer Portiersfamilie.

'Ja,' sagt meine Frau, 'das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.'

Ich sage: 'Nein, was Du meinst, sind Pygmäen.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Pygmäen, das ist das, was der Mensch unter der Haut hat, davon kriegt er Sommersprossen.'

Ich sage: 'Das ist Pigment.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Pigment, darauf haben die alten Römer geschrieben.'

Ich sage: 'Das ist Pergament!'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht...'

Herr Richter, Sie können sich vorstellen, ich verschlucke mir das Fragment, ich setze mich in meinen Lehnstuhl und lese Zeitung. Plötzlich kommt meine Frau mit einem Satz, ich denke, jetzt ist sie irrenhausreif - 'Liebling, guck mal, was hier steht!'
Sie macht ein Buch auf, zeigt auf eine Textstelle und sagt:

'Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.'

Ich nehme das Buch an mich und sage, aber Schatz, das ist ein französisches Buch, da steht:
'La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Lois XV. Das heißt: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'das mußt du wörtlich übersetzen:

La Marquise - das Sonnendach
Pompadour - das Handtäschchen
la Maitresse - die Lehrerin
Lois XV - der Zuhälter 15
Ich muß das schließlich ganz genau wissen, ich habe extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt.'
Ich sage: 'Du meinst einen Lektor.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Lektor war der griechische Held des Altertums.'

Ich sage: 'Das war Hektor, und der war Trojaner.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Hektor ist ein Flächenmaß.'

Ich sage: 'Das ist ein Hektar.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Hektar ist der Göttertrank.'

Ich sage: 'Das ist der Nektar.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Nektar ist ein Fluß in Süddeutschland.'

Ich sage: 'Das ist der Neckar.'

Meine Frau: 'Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald gras ich am Nektar, bald gras ich am Rhein, das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen.'

Ich sage: 'Das heißt Duett.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen.'

Ich sage: 'Das ist ein Duell.'

'Nein,' sagt meine Frau, 'Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen finsteren Bergloch herauskommt.'

Herr Richter - da habe ich einen Hammer genommen und habe sie totgeschlagen..."

Betretenes Schweigen, dann der Richter:

"Freispruch, ich hätte sie schon bei Hektor erschlagen...
 
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  • #11
Sandhund......... *brüllllllllllllll*
 
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  • #12
Einer für die Arschlöcher (von Karsten Gebhardt)
"Steuerfahndung."
Ich erschrak. Sie hatten mich erwischt.
"Kommen sie herein" hauchte ich nur.
Im Flurspiegel gegenüber konnte ich uns sehen. Den schwarzen Mann mit festem Tritt hinter dem Leichenblassen, der vornübergebeugt schlich wie ein Greis.
Dabei war ich vierzig. Ein Alter, wo der Sommer des Lebens erst begann.
Und nun das.
Der Herbst nur noch hinter schwedischen Gardinen? Nicht, dass ich sie nicht mochte. Erst letztes Jahr hatte Maria, meine Frau, bei Ikea zugeschlagen. Billig und gut waren sie und nicht aus Stahl, obwohl ich mir vorstellen könnte, dass der Blick durch unsere Sprossenfenster wohl so ähnlich wäre.
Mit zittriger Hand deutete ich im Wohnzimmer auf die Couch und beobachtete unauffällig, wie er seinen spitzen Hintern in das Polster bohrte.
Ich nahm lieber einen Stuhl mit Armlehnen, stark genug, um mich zu stützen, falls es zu schlimm würde.
Was könnten sie herausgefunden haben? Das Geld in der Schweiz oder in Luxemburg? Meinen auffälligen Lebenswandel trotz des Spargehaltes, das ich dem Finanzamt angab? Die horrenden Rechnungen für meine neue Bürovilla frisiert wie unsere Pudel, mit Fellen so schwarz wie die Arbeit am Bau?
Alles war denkbar. Schließlich waren wir alle ja gläsern geworden. Obwohl, so gut wie ich mich tarnte, war ich eher Milchglas.
Was könnte er also wissen?
Ich beobachtete seine Vorbereitungen, das Wühlen im Koffer und dann ihn selbst.
Ein Unscheinbarer, wenn nicht diese hässliche lange Nase mit der Spitze wäre, die bei allem, was er sagte, wie ein Dirigentenstab tanzte. Bei der Begrüßung hatte ich es bemerkt. Genau die richtige Länge, um im Dreck rumzuschnüffeln. Und dann dieses süffisante Lächeln, das mehr ein Gesichtskrampf war.
Warum mussten gerade mir ständig solche Typen begegnen? Das ganze Leben schon kreuzten sie meinen Weg. Ich schien sie magisch anzuziehen. Als ob irgendeiner bei meiner Geburt an der Wiege stand und es festgelegt hätte: Einer für die Arschlöcher.
Jetzt war ich selbst eins. Auf dämliche Weise geoutet.
"Im Glück des Verbrechers lauert der Verrat und im Moment der größten Freude schlägt er zu. Immer dann, wenn man sich in Sicherheit wiegt."
Stumm gedachte ich einer der Regeln meines Vaters. Mein schwelgendes Glück hatte mir Scheuklappen vorgehangen und blind war ich ins Unglück gestürzt.
Er räusperte um Aufmerksamkeit mit einer Arroganz im Blick, die mich frösteln ließ.
Ängstlich starrte ich ihn an, der wie eine Spinne lauerte und einen Filzstift als Beutetier mit seinen dürren Fingern rollte.
"Sie sind also pleite und wollen nicht zahlen."
Ich? Pleite? Wie meinte er das? Irritiert sah ich ihn an.
"Wieso soll ich pleite sein?"
"Aber hier, diesen Brief haben sie uns doch letzte Woche erst gesandt?" Er reichte mit eines der Blätter über den Tisch.
Beklommen las ich und atmete befreit durch. Eine Verwechslung nur.
"Peter Hübner aus der Nummer 19 hat ihnen geschrieben. Ich bin Karl Hübner und das hier ist die Nummer 21. Nicht verwandt und nicht verschwägert. Der Peter Hübner ist aber vor einer Woche verreist."
Im Flur polterte es plötzlich. Ganz sicher war es Maria, die vom Einkauf kam.
"Oh, dann tut es mir sehr leid. Untergetaucht, soso ...", Maria kam herein, "... aber den Hübner kriegen wir am Arsch, den Verbrecher."
"Maria", stellte ich vor, "das ist die Steuerfahndung für Herrn Hübner."
Sie musste den letzten Satzteil davor noch gehört haben, denn sie wurde kreidebleich, ließ die Einkaufstüten fallen, und zeigte mit dem Finger auf mich:
"Ich habe damit nichts zu tun. Alles sein dreckiges Geld in der Schweiz und in Luxemburg. Und dass ich Ali und seinen Kumpels hinten am Bürobau das Geld immer bar geben muss, da hat er mich dazu gezwungen."
 
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  • #13
Sandhund, das erinnert mich an einen Samstagvormittag, an dem mein Schwager und ich fröhlich pfeifend auf meinem Bau gearbeitet hatten. Plötzlich traten zwei entschlossen aussehende Herren in den Rohbau, stellten sich mit den freundlichen Worten vor: Zollkontrolle. Kommen Sie bitte herunter. Frage meines Schwagers aus dem nicht einsehbaren Dachgeschoss: Alle?

Manchmal könnt' ich ihn... ;-)
 
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  • #14
Der Parship-Komplex


0815User, der weise Narr, trank gerade Tee, als fafner aufgeregt in sein Haus stürmte.
“0815User” rief er freudestrahlend, “ich werde heiraten! Ich bin so glücklich. Sag, hast du jemals in deinem Leben ans Heiraten gedacht?”
0815User blickte nachdenklich in die Ferne.
“Ja” sagte er nach einer Weile, “in meiner Jugend wollte ich sehr gerne heiraten. Ich suchte lange nach der perfekten Ehefrau und der besten aller Mütter für meine zukünftigen Kinder.
Auf der Suche nach ihr, reiste ich viel umher und schließlich glaubte ich sie gefunden zu haben. Sie war bezaubernd schön. Ihr Herz war gütig und ihr Wesen sanftmütig und darüber hinaus suchte sie nach den tiefen Wahrheiten des Lebens. Sie war wirklich großartig, doch leider war sie ungebildet und arm. Und so suchte ich weiter.
Jahre später traf ich wieder eine Frau, die alle meine Wünsche zu erfüllen schien. Sie war sowohl spirituell interessiert als auch gebildet; sie war schön und anmutig und gleichzeitig sehr geheimnisvoll. Ich verliebte mich unsterblich in sie. Doch leider stellte sich heraus, dass sie einen Hang zur Eigensinnigkeit hatte und so stritten wir uns öfter. Nach einer Weile zog ich wieder weiter, denn unter diesen Umständen konnte sie nicht die Beste aller Frauen und Mütter sein.
Schließlich traf ich die perfekte Frau. Sie war noch anmutiger und schöner als ich sie mir in meinen Träumen vorgestellt hatte. Zudem war sie gebildet und wohlhabend und wusste ihre Gäste klug zu unterhalten, während sie gleichzeitig von tiefer Liebe zu Gott erfüllt war. Ach, sie war die perfekte Frau.”
“Und” fragte fafner gespannt, “hast du sie geheiratet?”
0815User schüttelte betrübt den Kopf “Nein, leider nicht” murmelte er, “zu meinem Unglück suchte sie den perfekten Mann.”
 
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  • #15
Bei der Überschrift lese ich immer 'Listige Kurzgeschichten'...
 
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  • #16
(Verfasser unbekannt, Internetfund)

Doofe Leute sollten Schilder tragen müssen, auf denen steht: Ich bin doof!
Dann würde man sich nicht auf sie verlassen, oder? Du würdest sie nichts fragen. Es wäre wie "tschuldigung, ich...äh, vergiss es. Hab das Schild nicht gesehen." Man wüsste zumindest, was auf einen zukommt.

So wie letzes Jahr, als ich mit meiner Familie mitten im Umzug stand. Die ganze Wohnung voll mit Umzugskartons, der Lkw vor der Tür. Mein Nachbar kommt rüber und fragt: "Hey, du ziehst um?"
"Nö. Wir packen nur ein- bis zweimal die Woche unsere Klamotten ein, um zu sehen, wieviel Kartons wir dafür brauchen. Hier ist dein Schild!"

Letzten Sommer war ich mit nem Freund angeln. Wir zogen sein Boot an Land und holten gerade unseren Fang aus dem Boot, als dieser Idiot von der Anlegestelle kam und fragte: "habt ihr all die Fische gefangen?"
"Nö. Wir haben sie überredet aufzugeben. Hier ist dein Schild!"

Letztens hatte ich nen Plattfuß. Ich also zur nächsten Tankstelle. Kommt einer auf mich zu, wirft nen Blick auf die Karre und fragt: "Reifen platt?" Ich konnte einfach nicht widerstehen.
"Nö, ich fuhr gerade so rum, als sich die anderen drei plötzlich aufpumpten. Hier ist dein Schild!"

Vor kurzem wollte ich mein Auto verkaufen. Kommt so ein Typ rüber, macht ne dreiviertel Stunde Probefahrt. Als er zurückkommt, steigt er aus, bückt sich, greift an den Auspuff und schreit "Scheisse, ist das heiss."
Siehst du? Hätte er sein Schild getragen, hätte ich ihn abhalten können.

Ich bin früher mal Sattelschlepper gefahren. Einmal verschätzte ich mich bei der Höhe einer Brücke, verkeilte den Lkw und kam nicht wieder los, egal was ich auch versuchte. Über Funk hab ich Hilfe angefordert. Dann kam ein Polizist und fing an, einen Bericht zu schreiben. Er stellte die üblichen Fragen... ok... kein Problem. Ich war mir schon fast sicher, dass er kein Schild bräuchte... bis er fragte "... also..., ihr Lkw hat sich verkeilt?" Ich konnte mir nicht helfen. Ich schaute ihn an, blickte zurück zum Sattelschlepper, dann zurück zu ihm und sagte:
"Nö. Ich liefere eine Brücke. Hier ist dein Schild!"

Wenn du heute Abend länger arbeiten musst und ein/e Kollege/-in bei dir reinschaut und fragt: "Du bist immer noch hier?", dann antworte:
"Nö. Bin schon vor ner Stunde gegangen. Hier ist dein Schild!!!"
 
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  • #17
Meine lustige Anschlußgeschichte:
Das Problem ist offenbar, daß jemand, der so ein Schild trägt, es gerne weitergibt.
Ich finde ja in fast allen dieser Fälle die Schildweitergeber doofer als die Schildempfänger.
 
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  • #18
Och, das kann ich so nicht sagen. Manchmal würde ich auch gerne diese Schilder verteilen :D

Komm ich frühzeitig nach einem Termin ins Büro kommt die Frage "Ach, bist du schon hier?"
(Nein, ich bin noch voll weit weg und unterwegs!)

Hole die Hose beim Änderungsscheider ab, der mich kennt: "Wollen sie ihre Hose abholen?"
(Nö, wollte nur bei ihnen Mittagessen!)

Oder wenn ich mit dem Hund bei Regen Gassi gehe: "Na, auch im Regen unterwegs?"
(Nö, wieso? Über mir scheint doch die Sonne!)

Doofe Fragen verdienen manchmal eben ihr "Schild" ;)
 
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  • #19
Nein, das lustige ist doch, daß diese Äußerungen natürlich keine Fragen sind und auch nciht als Fragen gemeint sind. Und wenn der Schilderverteiler sie als solche mißversteht und für doof hält, was nicht doof ist, ist er halt der Doofe.
Interessant wird es, worüber der geneigte Leser sich dann amüsiert. Es mag durchaus sein, daß die meisten Leser sich über die Doofheit der Schildempfänger amüsieren. Und also genauso doof sind wie die Schildverteiler.
Also wenn was an diesem Text lustig ist, dann in meinen Augen dies.
 
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  • #20
Ich gehöre auch zu den Doofen die nicht kapieren warum Leute etwas völlig offensichtliches konstatieren, ob nun in Frageform oder als Feststellung. Ich gehe davon aus, dass ihnen alles offensichtliche was sie nicht kommentieren verborgen bleibt.
 
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  • #21
Zitat von t.b.d.:
Ich gehöre auch zu den Doofen die nicht kapieren warum Leute etwas völlig offensichtliches konstatieren, ob nun in Frageform oder als Feststellung. Ich gehe davon aus, dass ihnen alles offensichtliche was sie nicht kommentieren verborgen bleibt.
Ich würde es als mehr oder weniger erfolgreichen Versuch eines Smalltalks interpretieren (nebenbei bemerkt ist das auch die Stufe 1 der gewaltfreien Kommunikation). Das fände ich viel besser, als mir Fisch auf den Baum-Gespräche aufzudrängen. Da bin ich leider etwas allergisch. Mit dem Wachsen meines Heiligenscheins werde ich allerdings auch da besser ... :)
 
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  • #22
Meine Allergie gegen Fragen die das Offensichtliche beinhalten rührt womöglich aus einem Erlebnis aus meiner Kindergartenzeit.
Ich trug eines Tages einen roten Westover über dem Hemd. Rot war als Kind meine Lieblingsfarbe. Ich fand mich also ziemlich gut angezogen.
An dem Tag war ich auch noch einer der ersten. Jedes Kind das nach mir ankam kam sobald es mich sah auf mich zu und sagte irgendwas wie: "Du hast einen roten Pullover an!" oder "Na, hast du einen roten Pullover an?"
Kurz nach dem Frühstück war ich es leid zu sagen: "Nein, es ist ein Westover." und hab das Teil ausgezogen.
 
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  • #23
Zitat von t.b.d.:
Meine Allergie gegen Fragen die das Offensichtliche beinhalten rührt womöglich aus einem Erlebnis aus meiner Kindergartenzeit.
Ich trug eines Tages einen roten Westover über dem Hemd. Rot war als Kind meine Lieblingsfarbe. Ich fand mich also ziemlich gut angezogen.
An dem Tag war ich auch noch einer der ersten. Jedes Kind das nach mir ankam kam sobald es mich sah auf mich zu und sagte irgendwas wie: "Du hast einen roten Pullover an!" oder "Na, hast du einen roten Pullover an?"
Kurz nach dem Frühstück war ich es leid zu sagen: "Nein, es ist ein Westover." und hab das Teil ausgezogen.

Tja, die Frage, die ich mir stelle, was ist es, was da triggert. In meinem aktuellen Fall wäre es sinngemäß die Reaktion gewesen "du hast einen roten Westover an, geh mal zu Karstadt, da gibt’s auch blaue."
Ist es eine Variation des alten Themas "bin ich nicht gut so, wie ich bin"?

Das ist wohl jetzt wohl ziemlich OT
 
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  • #24
Sprache, Ausdruck bringt sowieso schon eine unvermeidbare Unschärfe mit sich. Solche Unschärfen können verstanden werden, wie z.B. dass nicht das Offensichtliche der Anrede das Thema sein muss und lediglich der Gesprächseröffnung dienen kann.
Die Erwartungshaltung des Empfängers spielt eine erhebliche Rolle wie das dann verstanden wird. Über die eigene Erwartungshaltung ist man sich häufig genauso im Unklaren wie der unvermeidlichen Unschärfe im Ausdruck.
 
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  • #25
Ich erinnere mich da an eine Sache aus meiner Kindheit. Meine Eltern und ich waren im Urlaub in Dänemark, Campingplatz Wohnwagen inkl Vorzelt. Eines Abends brach ein Gewitter aus mit heftigen Regenfällen und die Nachbarn, mit Zelt unterwegs, gruben hektisch kleine Gräben, damit das Wasser aus dem Zelt läuft. Und meine Mutter macht das Fenster vom Wohnwagen auf (nebenbei bemerkt, total trocken im Vorzelt, kein Wasser was sich staute) und fragt: "Na, haben Sie Wasser im Zelt?" Meine Mutter hätte ein Schild verdient für diese Frage. Wir hätten auch helfen können ... xD
 
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  • #26
Bei den von Sandhund genannten Beispielen ginge es mir bei einigen so, daß mich eher die "Frage" nerven würde, bei anderen so, daß mich eher die "Antwort" nerven würde. Dieses Buchstäblichnehmen hat ja so was Nerdiges und nicht jeder, der die Finessen von Kommunikation nicht versteht, ist ja schon ein - Achtung: - Sheldon.
Kommt natürlich auch auf die jeweilige Betonung an und darauf, in welchem Verhältnissen die Personen zueinander stehen.
Auch bei dem Zeltbeispiel. Schadenfreude hat schon auch manchmal was von Lustigkeit. Das liest sich ja eher nach Necken. Und natürlich kann einem, wenn man gerade sehr enerviert ist, so ein Necken auf die Nerven gehen.
Aber mit der Doofheit, die derjenige, der mit den "Antwortenden" sympathisiert, für die "Fragenden" empfindet, scheint ja was anderes gemeint zu sein.

Und natürlilch ist es nicht unbedingt besonders lustig, Lustigkeit und Unlustigkeit von solchen Geschichten aufzudröseln.
Andererseits haben mich die Geschichten bislang auch nicht zu einem ROFL, LOL, made my day, Kringeln oder ähnlichem verleitet. :)
 
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  • #27
Dann gib uns doch mal einen Schwank aus Deiner Jugend Teil 1 oder 2 zum besten Butte :)
 
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  • #28
Über die Zukunft spreche ich nicht.
Außerdem gebe ich recht oft Dinge zum besten, die ich für lustig halte. Dafür brauchts keine Geschichten.
 
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  • #29
Jugend = Zukunft? Hälst Du es wie Benjamin Button? Alt geboren, jung gestorben?
 
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  • #30
Zitat von t.b.d.:
Es gibt da diesen Spruch: 'Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung'

Beispiel: Ich esse einen Apfel. Jemand sagt: "Na, isst du einen Apfel?" oder ich habe ein Brot gekauft und jemand sagt: "Na haste ein Brot gekauft?"

Wenn jemand so anfängt, dann wird mir der Talk deutlich zu small.

Ich hab nix gegen gelegentlichen Smalltalk, aber ich brauche auch kein stetiges Testsignal um zu wissen ob die Verbindung noch steht.

Es kommt doch auf den Zusammenhang an und darauf, wie es weitergeht.
Menschen sagen viel Selbstverständliches zueinander. Beispielsweise "Ich liebe dich." - Eine Antwort wie "Langweilig, sag mir mal was, was ich nicht schon weiß!" ist nur in coolen Ausnahmesituationen zu empfehlen.