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  • #46
Zitat von Butte:
Ich dachte immer, bei denen Evangelen gilt: Nichts genaues weiß man nicht. Sola gratia! Nur der BVB!

Auf jeden Fall ist Vergebung was anderes als Annullierung.
Ich sinnier ja nur so vor mich hin und denke an nichts böses... Würde eine Vergebung eigentlich auch eine Annulierung annullieren oder eine annullierte Annullierung voraussetzen?
 
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  • #47
Zitat von unwissend:




Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll. Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.


Vielleicht könnte es auch sein, dass Du Dich gar nicht verbiegen musst und es "nur" ein altes bekanntes Gefühl ist in dem Dir vertrauten System? Ich glaube auch nicht, dass nur Du alleine den Kopf hin halten musst. Vielleicht geht es Ex-Deiner Frau ja ähnlich oder auf anderer Weise. Wenn eine Ehe vorbei ist, zahlt jeder einen Preis. Nur diese negativen Gefühle bringen niemanden weiter. Weder Dich, noch sie. Außer ihr möchtet so weiter miteinander verbunden bleiben. Und wieso möchtest Du Deine ExFrau darauf hinweisen? Das irritiert mich. Das ihr es nicht geschafft habt, lebt ihr doch jetzt. Scheidung. Was gibt es darauf hinzuweisen?

Wenn Du gute Gefühle wieder spüren möchtest, musst Du dafür etwas tun.

Du möchtest wieder Gelassenheit spüren, schreibst Du jedenfalls. Ich würde meinen Blick mehr darauf richten. Also würde ich mehr dafür tun. Das Vergangene kannst Du leider nicht ändern und mit Deinen Wünschen kommst Du ja leider seit einiger Zeit auch nicht weiter. Was könntest Du denn tun, damit es Dir mit der Annullierung besser geht? Vielleicht einen anderen Grund angeben? Und möchtest Du diese überhaupt? Wenn ja, geht Deine Zufriedenheit nicht vor? Und Wer bewertet es denn als Lüge und ist die Kirche immer ehrlich?
Ich glaube, Deine Selbstachtung leidet eher weiter, wenn Du weiter rum " wünscht". Deine Selbstachtung steigt doch, wenn Du gut auf Dich acht gibst.
Solange Du Dich mit den Wörtern biegen,lügen, hinhalten weiter beschäftigst, desto verstrickter wirst Du. Kein Wunder.
Ein bisschen mehr Milde und Güte würde Dir selbst gut tun. Ist das nicht ein Versuch wert?

Alles Gute dafür
 
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  • #48
Zitat von t.b.d.:
Die katholische Kirche übt, soweit ich informiert bin, recht exklusiv eine Religion aus, die sich der Fehlbarkeit des Menschen durchaus bewusst ist und reuigen Sündern gegenüber u.U. Vergebung gewährt.
Dafür ist die Beichte da. Eine wunderbare Sache. Man kann komplett die Sau rauslassen und alles wird vergeben.
 
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  • #50
Eine Woche habe ich mich jetzt wieder mit dem Thema beschäftigt, beschäftigen müssen. Hab mir Informationen besorgt zum Thema Annullierung, die bislang alle nicht wirklich hilfreich waren. Hab von euch viele Impulse bekommen: erdrückende, nachdenkliche, mutmachende, hilfreiche. Danke.

​Und die ganze Zeit saß mir die "Deadline" 2. Juli im Nacken, die mir meine Frau gesetzt hatte. Gestern Abend habe ich ihr schließlich geschrieben, dass ich mit diesen Formulierungen nicht umgehen kann, dass ich diesen Weg auf diese Weise nicht mitgehen kann, dass ich aber dabei bin, mich zu informieren.

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....

Und die Ungarin? Sie richtet sich in ihrer Wohnung ein, Schritt für Schritt. Jeden Morgen (er-)wartet sie auf einen virtuellen Kaffee ans Bett von mir, ein kleines Ritual, das noch übrig geblieben ist aus einer Zeit, in der wir mit Karacho unser Kennenlernen mit allen möglichen Fantasien und Hoffnungen überladen haben. Ab und zu ruft sie an, gestern Abend wieder, weil sie einen Termin mit ihrem Ex hatte. Vielleicht werden wir heute mal wieder "gut" telefonieren, hatte sie jedenfalls in Aussicht gestellt. Solange ich noch Ideen habe, wie ich ihr den Kaffee bringe, werde ich das wohl weitermachen. Irgendwann werden mir wahrscheinlich die Ideen ausgehen, weil wir nicht mehr miteinander reden und ich keinen Bezug mehr zu ihrem Alltag habe - und dann wird auch der vielversprechende Anfang nichts weiter als eine schöne, aber langsam verblassende Erinnerung....... geduldig sein können, weil es sich lohnt.......

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....

Und ich? Ich überlege gerade, ob ich nach draußen gehe und nackig durch den Regen tanze in der Hoffnung auf Sommerwetter. Also....... wenn es anfangen sollte zu schneien......... hab ich wohl 'nen falschen Schritt gemacht......

​Keine Ahnung, was passieren wird...... aber wenigstens keine Warteschleife......

​PS: Was macht eigentlich das Akronymspiel?
 
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  • #51
Butte hat das ja sehr gut aufgedröselt hier.

Zitat von unwissend:
Übrigens sind wir beide uns über den Prozess als solchen einig....
Was ist denn aus deiner Sicht der Grund, in Übereinstimmung mit deinen religiösen Überzeugungen ein Ehenichtigkeitsverfahren anzustreben? Das ist mir nicht klar.

Zitat von unwissend:
Entweder bestätige ich die Angaben - oder der Antrag wird abgewiesen werden, und damit die Unauflöslichkeit der Ehe bestätigt. Mit Konsequenzen für ihre kirchlichen Tätigkeiten, wenn sie denn wieder heiraten will. Also habe ich sie nicht nur mit ihrer Schwägerin betrogen sondern stehe ihr jetzt auch noch im Weg.
Schon wieder dieses Pathos. Du stehst ihr nicht im Weg. Sie ist kein kleines unverantwortliches Ding; sie hat sich für eure Ehe entschieden. Dann kann sie, wenn sie denn so streng katholisch ist, halt nicht mehr wiederheiraten oder nicht mehr bei der Kirche arbeiten. Dieser Konflikt liegt eindeutig bei ihr.


Zitat von unwissend:
sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen.
Das ist deine Entscheidung, das im Nachhinein abzuwerten. Du kannst auch sagen, wir hatten 13 gute Jahre und 4 nicht so gute - fertig.

Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?
Es gibt Fragen, auf die gibt es keine Antwort. Bzw. die Antwort ändert das Geschehene nicht. Eine der schwersten Übungen: annehmen, was ist.

Deine Unterschrift unter den Annullierungswisch wäre ja quasi ein Ablasshandel. Ist ja auch Kirchentradition. Wenn du dich damit besser fühlst ...
 
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  • #52
Zitat von unwissend:
Gestern Abend habe ich ihr schließlich geschrieben, dass ich mit diesen Formulierungen nicht umgehen kann, dass ich diesen Weg auf diese Weise nicht mitgehen kann, dass ich aber dabei bin, mich zu informieren.

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....
Es ist auch deine Entscheidung, dass als Warteschleife und du dich als Opfer darin zu sehen. Du könntest es auch so sehen, es ist ein Zeitraum, in dem ich mich informiere und meine weiteren Schritte überlegen. Das ist doch ein ganz normales Vorgehen. Warum das so "opferhaft" darstellen?


Tja, wenn keiner spielt, liegt es brach ...

Kopf hoch!!!
 
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  • #53
Mein Eindruck ist, dass dich in erster Linie dein Schuldgefühl gegenüber allen Beteiligten bindet bzw. in einer Abhängigkeit hält. Es ist nicht so sehr entscheidend, ob und wer dir etwas vorwirft, sondern inwieweit du diesen Vorwurf auch annimmst oder dich eben auch davon distanzieren kannst. Offensichtlich schaffst du das nicht letztere derzeit nicht alleine und bist daher in (auch retrospektiven) Wiedergutmachungsversuchen gefangen, die an deiner Selbstachtung knabbern und von denen ich mir auch gut vorstellen kann, wie Butte schon schrieb, dass diese von deinen (Ex)Angehörigen als Anmaßung aufgefasst werden können. Ich denke, dass du eine Absolution für deine Schuld nicht bei deiner Ex bzw. deiner Familie suchen solltest. Wenn es dir, vielleicht auch aufgrund deines christlich-katholischen Wertesystems nicht möglich ist, dir selbst zu vergeben, bin ich d´accord mit dem Wochentag: Such die Beichte auf. Ein Gespräch mit einem Priester täte vielleicht auch deinen Bedenken gegenüber einer Annullierung gut.
Für mich gehört allerdings dein Schuldgefühl einem "Realitätscheck" unterzogen: Für was bist du tatsächlich verantwortlich und wo übernimmst du übertriebene Schuldgefühle ("Leben zerstört" ist so ein Beispiel)? Oft gibt es aber auch enorme Widerstände sich selbst von überzogenen Schuldgefühlen zu lösen, weil damit als Kehrseite der Medaille zumindest die eigene Bedeutung und Wichtigkeit für andere verbunden ist. Mein Eindruck ist, dass es in zweiter Linie auch und das ist ja auch ok, um deinen Schmerz und deine Trauer geht. Sofern ich das mitbekommen habe, hast du damals und seither den Kontakt zu einem Teil deiner Angehörigen verloren. Ich denke auch wenn du der Anlass(!)geber für die familiären Verwerfungen warst, hast auch du damit einen Verlust erlitten und ein "Recht" traurig zu sein. Die Verbindung über dein Schuldgefühl bzw. dessen Umkehrung zu halten, scheint mir allerdings sehr peinigend für dich einerseits und möglicherweise eben auch ein Hindernis für ein eventuell versöhnliches Zugehen von manchen deiner Familienmitglieder, denen du ihr jeweils eigenes Tempo oder auch Grenzen ihres Trauerprozesses und ihrer Reflexion zubilligen musst.
 
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  • #54
Wäre folgendes eigentlich ein möglicher Verlauf?
Sie stellt den Antrag. Du widersprichst ihren Angaben. Es gibt ein Verfahren. Ihrer Version (daß du der Mitteilungspflicht vorm Eingehen der Ehe nicht nachgekommen bist) wird mehr geglaubt. Die Ehe wird annulliert.
Wie gesagt, ich kenne mich bei diesen Verfahren nicht aus, wäre das von der Form her möglich?
Wenn ja, wie fändest du das? Sie hätte, was sie wollte, aber du hättest nicht gelogen, und du wärest aber auch nicht der offensichtliche Wohltäter und Gönner. Welche Gefühle kommen dir, wenn du dir so einen Verlauf vorstellst?
 
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  • #55
Zitat von Butte:
Wäre folgendes eigentlich ein möglicher Verlauf?
Sie stellt den Antrag. Du widersprichst ihren Angaben. Es gibt ein Verfahren. Ihrer Version (daß du der Mitteilungspflicht vorm Eingehen der Ehe nicht nachgekommen bist) wird mehr geglaubt. Die Ehe wird annulliert.
Wie gesagt, ich kenne mich bei diesen Verfahren nicht aus, wäre das von der Form her möglich?
Wenn ja, wie fändest du das? Sie hätte, was sie wollte, aber du hättest nicht gelogen, und du wärest aber auch nicht der offensichtliche Wohltäter und Gönner. Welche Gefühle kommen dir, wenn du dir so einen Verlauf vorstellst?
Eigentlich ist es ganz einfach: Sie stellt den Antrag. Ich werde um eine Stellungnahme gebeten. Es werden Zeugen um eine Stellungnahme gebeten, die diese Angaben bestätigen können. Dann entscheiden drei Priester in ihrem Elfenbeinturm darüber, ob die Ehe "rechtskräftig" geschlossen wurde. Ein einfaches "Wir haben's nicht geschafft" reicht nicht aus.
 
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  • #56
Ich merke gerade, dass mich diese verdammte Verlogenheit ankotzt. Dass sich gerade alles, woran ich geglaubt habe, was mir Sicherheit gab - sei es die Ehe, sei es die Kirche mit ihren ganzen Widersprüchen und Reibungen und sei es die Familie - in offenbar wertlose Verlogenheit auflöst. Und dass ich bei diesem Spiel mitspielen muss.
 
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  • #57
Zitat von unwissend:
Ich merke gerade, dass mich diese verdammte Verlogenheit ankotzt. Dass sich gerade alles, woran ich geglaubt habe, was mir Sicherheit gab - sei es die Ehe, sei es die Kirche mit ihren ganzen Widersprüchen und Reibungen und sei es die Familie - in offenbar wertlose Verlogenheit auflöst. Und dass ich bei diesem Spiel mitspielen muss.
Nachdem dir zigmal gesagt wurde, daß du nicht mitspielen mußt, und du dich einfach immer wieder darüber beklagst, daß du mitspielen mußt, wäre es weiterhin sinnvoll zu überlegen, was du davon hast, dir einzureden, du müßtest mitspielen. Man könnte diese Selbsttäuschung übrigens auch unter "Verlogenheit" führen.

Deine Angaben zu den Formalia des Verfahrens sind sehr kurz und stehen auch im Widerspruch zu früheren Posts von dir. Weswegen gibst du da nur so unzureichende Antworten?
 
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  • #58
Zitat von Butte:
Nachdem dir zigmal gesagt wurde, daß du nicht mitspielen mußt, und du dich einfach immer wieder darüber beklagst, daß du mitspielen mußt, wäre es weiterhin sinnvoll zu überlegen, was du davon hast, dir einzureden, du müßtest mitspielen. Man könnte diese Selbsttäuschung übrigens auch unter "Verlogenheit" führen.

Deine Angaben zu den Formalia des Verfahrens sind sehr kurz und stehen auch im Widerspruch zu früheren Posts von dir. Weswegen gibst du da nur so unzureichende Antworten?
Zum Verfahren kann ich immer noch nichts Konkretes sagen. In der Woche habe ich mit drei Priestern telefoniert, die mir keine hilfreichen Antworten geben konnten außer: Die Hürden für die Unauflöslichkeit sind sehr hoch. Aha. Das wusste ich schon vorher. Ich warte jetzt auf den Rückruf eines vierten, der sich besser auskennen soll. Inzwischen habe ich auch schon die Adresse eines Fachanwalts bekommen, zu dem ich allerdings noch keinen Kontakt aufnehmen konnte.

Meiner Frau hatte ich gestern geschrieben, dass ich auf diese Weise den von ihr vorgeschlagenen Weg nicht mitgehen kann. Ich bin gespannt auf ihre Reaktion. Wie gesagt: Ich hatte immer ihre "Deadline" 2. Juli im Nacken, also heute.

Mit diesem Thema hatte ich mich vorher nicht auseinandergesetzt, weil ich ihr mal etwas versprochen hatte. Das haben wir nicht geschafft. 17 Jahre haben wir ein mehr oder weniger gemeinsames Leben geführt. Mal besser, mal schlechter. Mit einer Annullierung habe ich den Eindruck, dass dieses gemeinsame Leben einfach ausgelöscht werden soll. Dagegen wehre ich mich. Weil es da ist und bleibt. Weil es zu uns gehört.

Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es ihnen besser geht. Und merke dabei gar nicht (oder erst viel zu spät), dass ich dabei schon wieder nur das mache, was andere von mir erwarten. Hmpf.
 
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  • #59
Unwissend, warum schreibst du immer wieder, dass ihr es nicht geschafft habt? Reicht es nicht, das einmal zu benennen?
Und hast du ein Problem mit der Lüge oder mit der Annulierung? Erst schreibst du ja, dass du die Lügerei nicht möchtest, aber in deinem letzten Post bringst du ja zur Sprache, dass du ein ganz großes Problem mit der Annulierung als solches hast, weil sie eure Vergangenheit auslöscht oder so. Naja, aber wenn du dich gegen die Annulierung komplett stellst, dann wunderts ja nicht so, dass du ein schlechtes Gewissen hast, dass du ihr im Weg stehst. Stell dich ihr doch einfach nicht in den Weg und mache deinen Frieden mit der Annulierung. Ihr habt kein gemeinsames Leben mehr. Dann darf man die Ehe doch auch annulieren. Schließ die Augen vor der Realität nicht.
 
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  • #60
Zitat von unwissend:
Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es ihnen besser geht.
Sei doch mal so ehrlich und schreibe:
Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es MIR besser geht.

Damit es ihnen besser geht, da bräuchtest du kein schlechtes Gewissen, das könntest du aus reinem Altruismus tun. Du willst DICH doch damit "freikaufen". Wenn du das vor dir zugeben kannst, wäre das schon mal ein erster Schritt.
Einzusehen, dass du dich gar nicht "freikaufen" musst, wäre der zweite.

Du schreibst "meine Frau" und nicht "meine Exfrau", obwohl ihr seit über einem Jahr geschieden seid. Siehst du dich denn noch mit ihr verbunden, solange eure Ehe nicht annulliert ist? D.h. zählt für dich die kirchliche Trauung mehr als die standesamtliche?
 
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