G

Gast

  • #31
Zitat von Butte:
Ja, das waren und sind die Punkte, wo du zu machst.
Wenn es um Hintergründe geht.
​Dann habe ich sie nicht verstanden. Oder ich mache tatsächlich zu. Weil ich müde bin vom vielen Denken, weil ich irgendjemanden brauche, der mir sagt: Unwissend, du kannst loslassen. Es ist noch nicht alles gut - aber du kannst nichts mehr tun. Entspann dich, kümmer dich um dich. Probier doch mal den Weg. Weil ich gerade keinen Weg für mich finde. Weil ich wieder die Ruhe und Gelassenheit zurückhaben möchte, die ich mal hatte, wo es nicht darum ging, dass ich mich ständig rechtfertigen musste, nicht ständig rotieren musste in dem vermeintlichen Wissen: Ich muss das machen.

Bis vor zwei Wochen hatte ich für einen kurzen Moment wieder diese Gelassenheit, dann wurde es wieder kompliziert. Und ich gäbe so viel dafür, wenn ich auch hier einfach sagen könnte: Es ist so wie es ist - du kannst loslassen.
 
G

Gast

  • #32
Und jetzt kommt also meine Exfrau und überfordert mich mit ihren Bedingungen. Auf die ich immer noch keine Antwort habe, wie ich mich verhalten soll, weil ich mich so oder so in der Zwickmühle fühle.

Vielleicht sollte ich ihr das genau so schreiben. Dass ich diesen Weg nicht mitgehen kann, weil ich eben nicht sagen kann: Ich habe dich bewusst getäuscht. Ich weiß es einfach nicht.
 
G

Gast

  • #33
Danke erst mal für die Zeit, die du dir für mich genommen hast.
 
G

Gast

  • #34
Zitat von unwissend:
​Dann habe ich sie nicht verstanden. Oder ich mache tatsächlich zu. Weil ich müde bin vom vielen Denken, weil ich irgendjemanden brauche, der mir sagt: Unwissend, du kannst loslassen. Es ist noch nicht alles gut - aber du kannst nichts mehr tun. Entspann dich, kümmer dich um dich. Probier doch mal den Weg. Weil ich gerade keinen Weg für mich finde. Weil ich wieder die Ruhe und Gelassenheit zurückhaben möchte, die ich mal hatte, wo es nicht darum ging, dass ich mich ständig rechtfertigen musste, nicht ständig rotieren musste in dem vermeintlichen Wissen: Ich muss das machen.

Bis vor zwei Wochen hatte ich für einen kurzen Moment wieder diese Gelassenheit, dann wurde es wieder kompliziert. Und ich gäbe so viel dafür, wenn ich auch hier einfach sagen könnte: Es ist so wie es ist - du kannst loslassen.
Ich würd ja sagen, daß du dich gerade ständig um dich kümmerst. Dich um dich selbst drehst. Eben in einem bestimmten Modus, einer bestimmten Figuration, Rollenvergabe.

Eigentlich haben dir hier ja alle geraten, loszulassen, nicht dich mit einer Lüge weiter zu involvieren, eine Grenze zu setzen.
Aber vielleicht fällt dir das Loslassen so schwer, weil am wichtigsten ist, weiter mit dabei zu sein. So deute zumindest ich deine Widerstände.
Aber das weißt du jetzt nun ja.
Alles Gute!
 
M

Marlene

  • #35
Ich finde, Du bist in einer ganz schönen Zwickmühle. Eigentlich kannst Du wirklich nur versuchen, loszulassen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Dann muß sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn sie diese Lüge einreicht. Oder mußt Du unterschreiben? Bei einem weltlichen Gericht flüchten sich die Zeugen dann immer gerne in Unwissenheit, leiden an Gedächtnisschwund und können sich nicht mehr erinnern, bevor sie einen Meineid ablegen. Oder es steht Aussage gegen Aussage und dann glaube ich, dass das bei Euch schon reichen würde, die Ehe nicht aufzulösen.? Wie kann man das Wissen vor der Eheschließung beweisen? Wußten andere davon? Ihre Familie? Würden die alle sagen, nein, das hat er verschwiegen? Wie kann sie das Nicht-Wissen beweisen?
Es ist klar, es wäre besser, es eigentlich gar nicht erst so weit kommen lassen zu müssen. Wenn Du diese Lüge nicht mittragen möchtest, muss sie sich der Konsequenzen bewußt sein. Vielleicht kann sie dann ja zur Beichte gehen.
 
G

Gast

  • #36
Zitat von Butte:
Und zum Boden unter den Füßen: mir scheint, du stehst dir da schon auch selbst im Weg. Immer diese Geschichten mit den Kindern, und dem Gutes tun wollen usw. - Wieso ihr unbedingt sagen wollen, daß sie es jetzt so gut hat? Das ist doch nur wieder eine Weise, gerade nicht abzulassen, sondern so als Phantom dabei zu sein, als der große Gönner. - Dieses Selbstverständnis und diese Rolle mag stark zu dir gehören, sie dir sehr wichtig sein...
Vielleicht bin ich trotzig und bockig, vielleicht habe ich aber auch Recht, wenn ich mir diese Schuhe “Phantom” und “Gönner” eben nicht anziehe, die mir da vor die Füße gestellt werden: Zieh sie an, dass sind deine, glaube mir. Ich bin nämlich kein Phantom, denn wir haben 17 Jahre zusammengelebt, davon 13 verheiratet. Wir beide haben uns mit unseren Stärken und Schwächen in die Ehe eingebracht, mal besser im Zusammenspiel, mal schlechter, irgendwann hat es gar nicht mehr funktioniert. Das tut weh, weil wir uns doch versprochen hatten, “für immer” füreinander da zu sein. Das haben wir nicht mehr geschafft – wir, nicht nur ich nicht mehr.

Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll. Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.

Das ist für mich Ehrlichkeit – und nicht auf meine Kosten alles mit Tippex überdecken, was war.

Diesen Weg suche ich. Anscheinend wieder alleine. Verrenne ich mich mal wieder, weil ich es bin, der nicht loslassen kann?
 
G

Gast

  • #37
Zitat von unwissend:
Ich bin nämlich kein Phantom, denn wir haben 17 Jahre zusammengelebt, davon 13 verheiratet.
Ja, und jetzt seid ihr seit längerem getrennt, und den Umfang der Nähe und des Umgangs jetzt bestimmen beide, insbesondere derjenige, der weniger will.

Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll.
Dann tue es doch nicht. Lüg nicht mit. Setz eine Grenze.Das ist deine Entscheidung und nicht ihre. Du sprichst ständig von "Nötigung" usw. Sie hat in dem Fall tatsächlich als Druckmittel doch offenbar nur dein "schlechtes Gewissen", was dich zugleich so sehr an die Sache bindet.

Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.
Ja, wünscht du dir. Aber wenn sie das nicht will, dann geht der Wunsch eben nicht in Erfüllung.
Daß man das von der Gegenseite auch als Übergriffigkeit erleben könnte, dieses ständige Beurteilen, wer es nun wie gut hat und wie froh du bist, daß dein Schwager nun endlich auch Interesse an den Kindern hat usw., mit denen du dich da zum Engel über Berlin machen möchtest, hatte ich ja schon mehrmals geschrieben. Siehst du anders. Aber vielleicht sieht es deine Exfrau ja auch anders als du.
 
Beiträge
3.575
Likes
956
  • #38
Ach menno unwissend, du machst es dir mal wieder besonders schwer. Deine Art mit dieser Misere umzugehen, hat schon selbstzerstörerische Tendenzen. Am liebsten möchte frau dich erst schütteln und dann in den Arm nehmen und trösten.
Es gibt eben Situationen, in denen Menschen einfach nicht in Frieden und Freuden auseinandergehen können. Auch wenn du das noch so gerne möchtest. Vielleicht solltest du damit anfangen, dir selbst zu vergeben. Wäre ein Anfang!
 
G

Gast

  • #39
Zitat von Butte:
Ja, wünscht du dir. Aber wenn sie das nicht will, dann geht der Wunsch eben nicht in Erfüllung.
Daß man das von der Gegenseite auch als Übergriffigkeit erleben könnte, dieses ständige Beurteilen, wer es nun wie gut hat und wie froh du bist, daß dein Schwager nun endlich auch Interesse an den Kindern hat usw., mit denen du dich da zum Engel über Berlin machen möchtest, hatte ich ja schon mehrmals geschrieben. Siehst du anders. Aber vielleicht sieht es deine Exfrau ja auch anders als du.
Ich glaube, dass du glaubst, dass ich "denen" meine Gedanken erzählt hätte, dass ich denen ständig damit in den Ohren gelegen habe, was für eine tolle Idee ich hatte. Vor einem Jahr hatte ich einmal meinem Schwager so etwas in diese Richtung angedeutet, weil ich mit meiner Sehnsucht nach den Kindern nicht umgehen konnte. Und hatte dafür nur die Antwort erhalten: Du bist für mich gestorben. Und so habe ich mich auch gefühlt.

Alles, was ich hier erzählt habe, sind meine Gedanken, von denen keiner der drei anderen Beteiligten etwas weiß; sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen. Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?

Ich brauchte irgendwo ein Ventil und meinte es hier gefunden zu haben, denn überall, wo ich Hilfe gesucht hatte, war die Familie schon da: Ich kann dir aus Befangenheit nicht helfen..... Ich hatte hier einmal ganz laut um Hilfe geschrien....... passend oder nicht, darüber brauchen wir wohl nicht zu reden........

Ich glaube, dass ist der Grund, warum du mich immer wieder auf die "Engelseite" stellen willst - und ich es nicht sehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

  • #40
Zitat von Mohnblume:
Ach menno unwissend, du machst es dir mal wieder besonders schwer. Deine Art mit dieser Misere umzugehen, hat schon selbstzerstörerische Tendenzen. Am liebsten möchte frau dich erst schütteln und dann in den Arm nehmen und trösten.
Es gibt eben Situationen, in denen Menschen einfach nicht in Frieden und Freuden auseinandergehen können. Auch wenn du das noch so gerne möchtest. Vielleicht solltest du damit anfangen, dir selbst zu vergeben. Wäre ein Anfang!
​Danke.....

Ich bin so erzogen worden, dass man sich nicht entschuldigt sondern um Entschuldigung bittet. Das sitzt. Genauso dachte ich immer, dass reden - und zuhören! - immer eine Hilfe wäre und bin dabei auf eisiges (hilfloses?) Schweigen gestoßen. Damit konnte ich nicht umgehen - und kann es immer noch nicht.
 
G

Gast

  • #41
Zitat von unwissend:
Ich glaube, dass du glaubst, dass ich "denen" meine Gedanken erzählt hätte, dass ich denen ständig damit in den Ohren gelegen habe, was für eine tolle Idee ich hatte. Vor einem Jahr hatte ich einmal meinem Schwager so etwas in diese Richtung angedeutet, weil ich mit meiner Sehnsucht nach den Kindern nicht umgehen konnte. Und hatte dafür nur die Antwort erhalten: Du bist für mich gestorben. Und so habe ich mich auch gefühlt.

Alles, was ich hier erzählt habe, sind meine Gedanken, von denen keiner der drei anderen Beteiligten etwas weiß; sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen. Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?

Ich brauchte irgendwo ein Ventil und meinte es hier gefunden zu haben, denn überall, wo ich Hilfe gesucht hatte, war die Familie schon da: Ich kann dir aus Befangenheit nicht helfen..... Ich hatte hier einmal ganz laut um Hilfe geschrien....... passend oder nicht, darüber brauchen wir wohl nicht zu reden........

Ich glaube, dass ist der Grund, warum du mich immer wieder auf die "Engelseite" stellen willst - und ich es nicht sehe.
Deine Exfreund hat zwanzig Jahre mit dir zusammengelebt. Du glaubst wirklich, sie könne sich jetzt nicht denken, was deine Haltung ist?
Daß du deine Gedanken ihnen nicht explizit mitgeteilt hast, steht dem doch nicht entgegen. Was hier in jeder deiner Geschichten zutage tritt, also zumindest in meinen Ohren, diese innerliche Übergriffigkeit, wie ich sie mal nenne, sei sonst so verborgen, daß sie keine Ahnung davon haben? Das ist doch eher nicht anzunehmen. Könnten sie nicht deshalb ein Gespräch ablehnen, gerade weil sie ganz gut wissen, wie es ablaufen würde?
Natürlich bedinigen sich die Dinge. Dein Phantomwesen oder Unwesen hängt auch damit zusammen, daß sie dir nicht die Art von Realität und auch Gesprächsrealität gewähren, die du haben möchtest. Wer nicht in der Realität bestimmen kann, der richtet sich halt seine Vorstellungswelt an. Aber dieser innere Kosmos, mit all dem Gönnen, der Anmaßung, hinsichtlich der Kinder alles am besten zu wissen, der anonyme Brief an die Dame usw., das ist doch nicht einfach jeweils nur Folge, sondern scheint schon so ein Zug von dir zu sein. Wie gesagt, mir war da bei jeder deiner Geschichten diesbezüglich unwohl. Das muß nicht bei jedem so wirken. Aber gerade auch, daß du so verwundert bist, wie man deine Haltung als Übergriffigkeit auffassen kann, bestärkt mich in der Auffassung, daß dir vielleicht auch nicth so klar ist, wie du und dein Ansinnen bei deiner Exfrau ankommen und was da der Erfüllung deines Kommunikationswunsches entgegensteht.
 
G

Gast

  • #42
Ich kann das Hadern, die Verzweiflung, die Vorwürfe und die Selbstgeißelung recht gut verstehen. Sie sind Teil einer Trauerarbeit. Diese durchläuft für gewöhnlich mehrere Phasen. Eine Trennung, zudem eine, deren Verbindung vorher vor Gott geschlossen wurde, geht sehr an die Substanz.
Ich halte Dich für ausreichend selbstreflektiert und Du wirst es meistern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
1.560
Likes
1.995
  • #43
Die katholische Kirche übt, soweit ich informiert bin, recht exklusiv eine Religion aus, die sich der Fehlbarkeit des Menschen durchaus bewusst ist und reuigen Sündern gegenüber u.U. Vergebung gewährt.

Was ich jetzt nicht weiß, ob die zeitliche Abfolge von Sünde und Reue (und Buße) festgelegt ist.

Es scheint mir jedoch so zu sein, dass man durchaus Dinge tun kann ohne sich zuvor die Konsequnzen bewusst zu machen und gerade dadurch Vergebung erlangen zu können dass man erst hinterher auf den richtigen Gedanken gekommen ist.

Bei den Evangelen gäb´s das nicht. Ein Fehler und du schmorst in der Hölle.
 
G

Gast

  • #44
Ich dachte immer, bei denen Evangelen gilt: Nichts genaues weiß man nicht. Sola gratia! Nur der BVB!

Auf jeden Fall ist Vergebung was anderes als Annullierung.
 
F

fleurdelis

  • #45
Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, auch nicht durch:

Zitat von unwissend:
Härtester Ankläger, härtester Richter!! Ein geplagtes Gewissen bietet keine "Vergebung", auch nicht das Kriechen auf allen Vieren.

Zitat von unwissend:
Entweder bestätige ich die Angaben - oder der Antrag wird abgewiesen werden, und damit die Unauflöslichkeit der Ehe bestätigt. Mit Konsequenzen für ihre kirchlichen Tätigkeiten, wenn sie denn wieder heiraten will. Also habe ich sie nicht nur mit ihrer Schwägerin betrogen sondern stehe ihr jetzt auch noch im Weg.
Deine Ehrlichkeit - deine Wirklichkeit. Das schlechte Gewissen kämpft mit dem eigenen "Wertegefühl", einen aussichtslosen Kampf.

Willst du das jemand zu dir sagt: Unterschreib den Wisch, der landet irgendwo in einer Diözese und keiner liest ihn mehr? Oder hält dein "Wertegefühl" dich ab, einfach zu unterschreiben, egal was drauf steht? Meinst du durch dein Hadern mit allem und dir selbst lässt sich die Vergangenheit regeln? Das Gewissen beruhigen? …….. So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass du dir ernsthaft Hilfe suchen solltest, denn deine Gedankenspirale ist deine Wirklichkeit, die Realität ist da schon ein Stück entfernt davon. Du brauchst jemanden der dir einen Ausgang zeigt.
 
Themenersteller Ähnliche Fragen Forum Beiträge Datum
P Single-Leben 127
Andrea75 Beziehung 91
U Beziehung 17
S Beziehung 31
A Tipps zu Parship 24