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Gast

  • #31
Zitat von Butte:
Ja, das waren und sind die Punkte, wo du zu machst.
Wenn es um Hintergründe geht.

​Dann habe ich sie nicht verstanden. Oder ich mache tatsächlich zu. Weil ich müde bin vom vielen Denken, weil ich irgendjemanden brauche, der mir sagt: Unwissend, du kannst loslassen. Es ist noch nicht alles gut - aber du kannst nichts mehr tun. Entspann dich, kümmer dich um dich. Probier doch mal den Weg. Weil ich gerade keinen Weg für mich finde. Weil ich wieder die Ruhe und Gelassenheit zurückhaben möchte, die ich mal hatte, wo es nicht darum ging, dass ich mich ständig rechtfertigen musste, nicht ständig rotieren musste in dem vermeintlichen Wissen: Ich muss das machen.

Bis vor zwei Wochen hatte ich für einen kurzen Moment wieder diese Gelassenheit, dann wurde es wieder kompliziert. Und ich gäbe so viel dafür, wenn ich auch hier einfach sagen könnte: Es ist so wie es ist - du kannst loslassen.
 
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Gast

  • #32
Und jetzt kommt also meine Exfrau und überfordert mich mit ihren Bedingungen. Auf die ich immer noch keine Antwort habe, wie ich mich verhalten soll, weil ich mich so oder so in der Zwickmühle fühle.

Vielleicht sollte ich ihr das genau so schreiben. Dass ich diesen Weg nicht mitgehen kann, weil ich eben nicht sagen kann: Ich habe dich bewusst getäuscht. Ich weiß es einfach nicht.
 
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Gast

  • #33
Danke erst mal für die Zeit, die du dir für mich genommen hast.
 
G

Gast

  • #34
Zitat von unwissend:
​Dann habe ich sie nicht verstanden. Oder ich mache tatsächlich zu. Weil ich müde bin vom vielen Denken, weil ich irgendjemanden brauche, der mir sagt: Unwissend, du kannst loslassen. Es ist noch nicht alles gut - aber du kannst nichts mehr tun. Entspann dich, kümmer dich um dich. Probier doch mal den Weg. Weil ich gerade keinen Weg für mich finde. Weil ich wieder die Ruhe und Gelassenheit zurückhaben möchte, die ich mal hatte, wo es nicht darum ging, dass ich mich ständig rechtfertigen musste, nicht ständig rotieren musste in dem vermeintlichen Wissen: Ich muss das machen.

Bis vor zwei Wochen hatte ich für einen kurzen Moment wieder diese Gelassenheit, dann wurde es wieder kompliziert. Und ich gäbe so viel dafür, wenn ich auch hier einfach sagen könnte: Es ist so wie es ist - du kannst loslassen.

Ich würd ja sagen, daß du dich gerade ständig um dich kümmerst. Dich um dich selbst drehst. Eben in einem bestimmten Modus, einer bestimmten Figuration, Rollenvergabe.

Eigentlich haben dir hier ja alle geraten, loszulassen, nicht dich mit einer Lüge weiter zu involvieren, eine Grenze zu setzen.
Aber vielleicht fällt dir das Loslassen so schwer, weil am wichtigsten ist, weiter mit dabei zu sein. So deute zumindest ich deine Widerstände.
Aber das weißt du jetzt nun ja.
Alles Gute!
 
M

Marlene

  • #35
Ich finde, Du bist in einer ganz schönen Zwickmühle. Eigentlich kannst Du wirklich nur versuchen, loszulassen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Dann muß sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn sie diese Lüge einreicht. Oder mußt Du unterschreiben? Bei einem weltlichen Gericht flüchten sich die Zeugen dann immer gerne in Unwissenheit, leiden an Gedächtnisschwund und können sich nicht mehr erinnern, bevor sie einen Meineid ablegen. Oder es steht Aussage gegen Aussage und dann glaube ich, dass das bei Euch schon reichen würde, die Ehe nicht aufzulösen.? Wie kann man das Wissen vor der Eheschließung beweisen? Wußten andere davon? Ihre Familie? Würden die alle sagen, nein, das hat er verschwiegen? Wie kann sie das Nicht-Wissen beweisen?
Es ist klar, es wäre besser, es eigentlich gar nicht erst so weit kommen lassen zu müssen. Wenn Du diese Lüge nicht mittragen möchtest, muss sie sich der Konsequenzen bewußt sein. Vielleicht kann sie dann ja zur Beichte gehen.
 
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Gast

  • #36
Zitat von Butte:
Und zum Boden unter den Füßen: mir scheint, du stehst dir da schon auch selbst im Weg. Immer diese Geschichten mit den Kindern, und dem Gutes tun wollen usw. - Wieso ihr unbedingt sagen wollen, daß sie es jetzt so gut hat? Das ist doch nur wieder eine Weise, gerade nicht abzulassen, sondern so als Phantom dabei zu sein, als der große Gönner. - Dieses Selbstverständnis und diese Rolle mag stark zu dir gehören, sie dir sehr wichtig sein...

Vielleicht bin ich trotzig und bockig, vielleicht habe ich aber auch Recht, wenn ich mir diese Schuhe “Phantom” und “Gönner” eben nicht anziehe, die mir da vor die Füße gestellt werden: Zieh sie an, dass sind deine, glaube mir. Ich bin nämlich kein Phantom, denn wir haben 17 Jahre zusammengelebt, davon 13 verheiratet. Wir beide haben uns mit unseren Stärken und Schwächen in die Ehe eingebracht, mal besser im Zusammenspiel, mal schlechter, irgendwann hat es gar nicht mehr funktioniert. Das tut weh, weil wir uns doch versprochen hatten, “für immer” füreinander da zu sein. Das haben wir nicht mehr geschafft – wir, nicht nur ich nicht mehr.

Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll. Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.

Das ist für mich Ehrlichkeit – und nicht auf meine Kosten alles mit Tippex überdecken, was war.

Diesen Weg suche ich. Anscheinend wieder alleine. Verrenne ich mich mal wieder, weil ich es bin, der nicht loslassen kann?
 
G

Gast

  • #37
Zitat von unwissend:
Ich bin nämlich kein Phantom, denn wir haben 17 Jahre zusammengelebt, davon 13 verheiratet.
Ja, und jetzt seid ihr seit längerem getrennt, und den Umfang der Nähe und des Umgangs jetzt bestimmen beide, insbesondere derjenige, der weniger will.

Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll.
Dann tue es doch nicht. Lüg nicht mit. Setz eine Grenze.Das ist deine Entscheidung und nicht ihre. Du sprichst ständig von "Nötigung" usw. Sie hat in dem Fall tatsächlich als Druckmittel doch offenbar nur dein "schlechtes Gewissen", was dich zugleich so sehr an die Sache bindet.

Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.
Ja, wünscht du dir. Aber wenn sie das nicht will, dann geht der Wunsch eben nicht in Erfüllung.
Daß man das von der Gegenseite auch als Übergriffigkeit erleben könnte, dieses ständige Beurteilen, wer es nun wie gut hat und wie froh du bist, daß dein Schwager nun endlich auch Interesse an den Kindern hat usw., mit denen du dich da zum Engel über Berlin machen möchtest, hatte ich ja schon mehrmals geschrieben. Siehst du anders. Aber vielleicht sieht es deine Exfrau ja auch anders als du.
 
D

Deleted member 4363

  • #38
Ach menno unwissend, du machst es dir mal wieder besonders schwer. Deine Art mit dieser Misere umzugehen, hat schon selbstzerstörerische Tendenzen. Am liebsten möchte frau dich erst schütteln und dann in den Arm nehmen und trösten.
Es gibt eben Situationen, in denen Menschen einfach nicht in Frieden und Freuden auseinandergehen können. Auch wenn du das noch so gerne möchtest. Vielleicht solltest du damit anfangen, dir selbst zu vergeben. Wäre ein Anfang!
 
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Gast

  • #39
Zitat von Butte:
Ja, wünscht du dir. Aber wenn sie das nicht will, dann geht der Wunsch eben nicht in Erfüllung.
Daß man das von der Gegenseite auch als Übergriffigkeit erleben könnte, dieses ständige Beurteilen, wer es nun wie gut hat und wie froh du bist, daß dein Schwager nun endlich auch Interesse an den Kindern hat usw., mit denen du dich da zum Engel über Berlin machen möchtest, hatte ich ja schon mehrmals geschrieben. Siehst du anders. Aber vielleicht sieht es deine Exfrau ja auch anders als du.

Ich glaube, dass du glaubst, dass ich "denen" meine Gedanken erzählt hätte, dass ich denen ständig damit in den Ohren gelegen habe, was für eine tolle Idee ich hatte. Vor einem Jahr hatte ich einmal meinem Schwager so etwas in diese Richtung angedeutet, weil ich mit meiner Sehnsucht nach den Kindern nicht umgehen konnte. Und hatte dafür nur die Antwort erhalten: Du bist für mich gestorben. Und so habe ich mich auch gefühlt.

Alles, was ich hier erzählt habe, sind meine Gedanken, von denen keiner der drei anderen Beteiligten etwas weiß; sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen. Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?

Ich brauchte irgendwo ein Ventil und meinte es hier gefunden zu haben, denn überall, wo ich Hilfe gesucht hatte, war die Familie schon da: Ich kann dir aus Befangenheit nicht helfen..... Ich hatte hier einmal ganz laut um Hilfe geschrien....... passend oder nicht, darüber brauchen wir wohl nicht zu reden........

Ich glaube, dass ist der Grund, warum du mich immer wieder auf die "Engelseite" stellen willst - und ich es nicht sehe.
 
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  • #40
Zitat von Mohnblume:
Ach menno unwissend, du machst es dir mal wieder besonders schwer. Deine Art mit dieser Misere umzugehen, hat schon selbstzerstörerische Tendenzen. Am liebsten möchte frau dich erst schütteln und dann in den Arm nehmen und trösten.
Es gibt eben Situationen, in denen Menschen einfach nicht in Frieden und Freuden auseinandergehen können. Auch wenn du das noch so gerne möchtest. Vielleicht solltest du damit anfangen, dir selbst zu vergeben. Wäre ein Anfang!

​Danke.....

Ich bin so erzogen worden, dass man sich nicht entschuldigt sondern um Entschuldigung bittet. Das sitzt. Genauso dachte ich immer, dass reden - und zuhören! - immer eine Hilfe wäre und bin dabei auf eisiges (hilfloses?) Schweigen gestoßen. Damit konnte ich nicht umgehen - und kann es immer noch nicht.
 
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Gast

  • #41
Zitat von unwissend:
Ich glaube, dass du glaubst, dass ich "denen" meine Gedanken erzählt hätte, dass ich denen ständig damit in den Ohren gelegen habe, was für eine tolle Idee ich hatte. Vor einem Jahr hatte ich einmal meinem Schwager so etwas in diese Richtung angedeutet, weil ich mit meiner Sehnsucht nach den Kindern nicht umgehen konnte. Und hatte dafür nur die Antwort erhalten: Du bist für mich gestorben. Und so habe ich mich auch gefühlt.

Alles, was ich hier erzählt habe, sind meine Gedanken, von denen keiner der drei anderen Beteiligten etwas weiß; sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen. Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?

Ich brauchte irgendwo ein Ventil und meinte es hier gefunden zu haben, denn überall, wo ich Hilfe gesucht hatte, war die Familie schon da: Ich kann dir aus Befangenheit nicht helfen..... Ich hatte hier einmal ganz laut um Hilfe geschrien....... passend oder nicht, darüber brauchen wir wohl nicht zu reden........

Ich glaube, dass ist der Grund, warum du mich immer wieder auf die "Engelseite" stellen willst - und ich es nicht sehe.

Deine Exfreund hat zwanzig Jahre mit dir zusammengelebt. Du glaubst wirklich, sie könne sich jetzt nicht denken, was deine Haltung ist?
Daß du deine Gedanken ihnen nicht explizit mitgeteilt hast, steht dem doch nicht entgegen. Was hier in jeder deiner Geschichten zutage tritt, also zumindest in meinen Ohren, diese innerliche Übergriffigkeit, wie ich sie mal nenne, sei sonst so verborgen, daß sie keine Ahnung davon haben? Das ist doch eher nicht anzunehmen. Könnten sie nicht deshalb ein Gespräch ablehnen, gerade weil sie ganz gut wissen, wie es ablaufen würde?
Natürlich bedinigen sich die Dinge. Dein Phantomwesen oder Unwesen hängt auch damit zusammen, daß sie dir nicht die Art von Realität und auch Gesprächsrealität gewähren, die du haben möchtest. Wer nicht in der Realität bestimmen kann, der richtet sich halt seine Vorstellungswelt an. Aber dieser innere Kosmos, mit all dem Gönnen, der Anmaßung, hinsichtlich der Kinder alles am besten zu wissen, der anonyme Brief an die Dame usw., das ist doch nicht einfach jeweils nur Folge, sondern scheint schon so ein Zug von dir zu sein. Wie gesagt, mir war da bei jeder deiner Geschichten diesbezüglich unwohl. Das muß nicht bei jedem so wirken. Aber gerade auch, daß du so verwundert bist, wie man deine Haltung als Übergriffigkeit auffassen kann, bestärkt mich in der Auffassung, daß dir vielleicht auch nicth so klar ist, wie du und dein Ansinnen bei deiner Exfrau ankommen und was da der Erfüllung deines Kommunikationswunsches entgegensteht.
 
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Gast

  • #42
Ich kann das Hadern, die Verzweiflung, die Vorwürfe und die Selbstgeißelung recht gut verstehen. Sie sind Teil einer Trauerarbeit. Diese durchläuft für gewöhnlich mehrere Phasen. Eine Trennung, zudem eine, deren Verbindung vorher vor Gott geschlossen wurde, geht sehr an die Substanz.
Ich halte Dich für ausreichend selbstreflektiert und Du wirst es meistern.
 
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  • #43
Die katholische Kirche übt, soweit ich informiert bin, recht exklusiv eine Religion aus, die sich der Fehlbarkeit des Menschen durchaus bewusst ist und reuigen Sündern gegenüber u.U. Vergebung gewährt.

Was ich jetzt nicht weiß, ob die zeitliche Abfolge von Sünde und Reue (und Buße) festgelegt ist.

Es scheint mir jedoch so zu sein, dass man durchaus Dinge tun kann ohne sich zuvor die Konsequnzen bewusst zu machen und gerade dadurch Vergebung erlangen zu können dass man erst hinterher auf den richtigen Gedanken gekommen ist.

Bei den Evangelen gäb´s das nicht. Ein Fehler und du schmorst in der Hölle.
 
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  • #44
Ich dachte immer, bei denen Evangelen gilt: Nichts genaues weiß man nicht. Sola gratia! Nur der BVB!

Auf jeden Fall ist Vergebung was anderes als Annullierung.
 
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fleurdelis

  • #45
Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, auch nicht durch:

Zitat von unwissend:

Härtester Ankläger, härtester Richter!! Ein geplagtes Gewissen bietet keine "Vergebung", auch nicht das Kriechen auf allen Vieren.

Zitat von unwissend:
Entweder bestätige ich die Angaben - oder der Antrag wird abgewiesen werden, und damit die Unauflöslichkeit der Ehe bestätigt. Mit Konsequenzen für ihre kirchlichen Tätigkeiten, wenn sie denn wieder heiraten will. Also habe ich sie nicht nur mit ihrer Schwägerin betrogen sondern stehe ihr jetzt auch noch im Weg.

Deine Ehrlichkeit - deine Wirklichkeit. Das schlechte Gewissen kämpft mit dem eigenen "Wertegefühl", einen aussichtslosen Kampf.

Willst du das jemand zu dir sagt: Unterschreib den Wisch, der landet irgendwo in einer Diözese und keiner liest ihn mehr? Oder hält dein "Wertegefühl" dich ab, einfach zu unterschreiben, egal was drauf steht? Meinst du durch dein Hadern mit allem und dir selbst lässt sich die Vergangenheit regeln? Das Gewissen beruhigen? …….. So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass du dir ernsthaft Hilfe suchen solltest, denn deine Gedankenspirale ist deine Wirklichkeit, die Realität ist da schon ein Stück entfernt davon. Du brauchst jemanden der dir einen Ausgang zeigt.
 
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  • #46
Zitat von Butte:
Ich dachte immer, bei denen Evangelen gilt: Nichts genaues weiß man nicht. Sola gratia! Nur der BVB!

Auf jeden Fall ist Vergebung was anderes als Annullierung.

Ich sinnier ja nur so vor mich hin und denke an nichts böses... Würde eine Vergebung eigentlich auch eine Annulierung annullieren oder eine annullierte Annullierung voraussetzen?
 
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  • #47
Zitat von unwissend:




Verrenne ich mich (mal wieder?), wenn ich meine Exfrau auf dieses “Wir haben es nicht geschafft” hinweisen will? Ich werde wütend bei dem Gedanken, dass ich heute – nach drei Jahren – immer noch alleine meinen Kopf hinhalten, mich verbiegen, lügen soll. Dabei wünsche ich mir eigentlich nur, dass wir gemeinsam noch einmal drauf sehen und sagen können: Das war schön und das hat nicht geklappt. Einmal noch die Sprachlosigkeit überwinden um sagen zu können: Ich wünsch dir alles Gute.


Vielleicht könnte es auch sein, dass Du Dich gar nicht verbiegen musst und es "nur" ein altes bekanntes Gefühl ist in dem Dir vertrauten System? Ich glaube auch nicht, dass nur Du alleine den Kopf hin halten musst. Vielleicht geht es Ex-Deiner Frau ja ähnlich oder auf anderer Weise. Wenn eine Ehe vorbei ist, zahlt jeder einen Preis. Nur diese negativen Gefühle bringen niemanden weiter. Weder Dich, noch sie. Außer ihr möchtet so weiter miteinander verbunden bleiben. Und wieso möchtest Du Deine ExFrau darauf hinweisen? Das irritiert mich. Das ihr es nicht geschafft habt, lebt ihr doch jetzt. Scheidung. Was gibt es darauf hinzuweisen?

Wenn Du gute Gefühle wieder spüren möchtest, musst Du dafür etwas tun.

Du möchtest wieder Gelassenheit spüren, schreibst Du jedenfalls. Ich würde meinen Blick mehr darauf richten. Also würde ich mehr dafür tun. Das Vergangene kannst Du leider nicht ändern und mit Deinen Wünschen kommst Du ja leider seit einiger Zeit auch nicht weiter. Was könntest Du denn tun, damit es Dir mit der Annullierung besser geht? Vielleicht einen anderen Grund angeben? Und möchtest Du diese überhaupt? Wenn ja, geht Deine Zufriedenheit nicht vor? Und Wer bewertet es denn als Lüge und ist die Kirche immer ehrlich?
Ich glaube, Deine Selbstachtung leidet eher weiter, wenn Du weiter rum " wünscht". Deine Selbstachtung steigt doch, wenn Du gut auf Dich acht gibst.
Solange Du Dich mit den Wörtern biegen,lügen, hinhalten weiter beschäftigst, desto verstrickter wirst Du. Kein Wunder.
Ein bisschen mehr Milde und Güte würde Dir selbst gut tun. Ist das nicht ein Versuch wert?

Alles Gute dafür
 
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  • #48
Zitat von t.b.d.:
Die katholische Kirche übt, soweit ich informiert bin, recht exklusiv eine Religion aus, die sich der Fehlbarkeit des Menschen durchaus bewusst ist und reuigen Sündern gegenüber u.U. Vergebung gewährt.
Dafür ist die Beichte da. Eine wunderbare Sache. Man kann komplett die Sau rauslassen und alles wird vergeben.
 
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  • #50
Eine Woche habe ich mich jetzt wieder mit dem Thema beschäftigt, beschäftigen müssen. Hab mir Informationen besorgt zum Thema Annullierung, die bislang alle nicht wirklich hilfreich waren. Hab von euch viele Impulse bekommen: erdrückende, nachdenkliche, mutmachende, hilfreiche. Danke.

​Und die ganze Zeit saß mir die "Deadline" 2. Juli im Nacken, die mir meine Frau gesetzt hatte. Gestern Abend habe ich ihr schließlich geschrieben, dass ich mit diesen Formulierungen nicht umgehen kann, dass ich diesen Weg auf diese Weise nicht mitgehen kann, dass ich aber dabei bin, mich zu informieren.

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....

Und die Ungarin? Sie richtet sich in ihrer Wohnung ein, Schritt für Schritt. Jeden Morgen (er-)wartet sie auf einen virtuellen Kaffee ans Bett von mir, ein kleines Ritual, das noch übrig geblieben ist aus einer Zeit, in der wir mit Karacho unser Kennenlernen mit allen möglichen Fantasien und Hoffnungen überladen haben. Ab und zu ruft sie an, gestern Abend wieder, weil sie einen Termin mit ihrem Ex hatte. Vielleicht werden wir heute mal wieder "gut" telefonieren, hatte sie jedenfalls in Aussicht gestellt. Solange ich noch Ideen habe, wie ich ihr den Kaffee bringe, werde ich das wohl weitermachen. Irgendwann werden mir wahrscheinlich die Ideen ausgehen, weil wir nicht mehr miteinander reden und ich keinen Bezug mehr zu ihrem Alltag habe - und dann wird auch der vielversprechende Anfang nichts weiter als eine schöne, aber langsam verblassende Erinnerung....... geduldig sein können, weil es sich lohnt.......

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....

Und ich? Ich überlege gerade, ob ich nach draußen gehe und nackig durch den Regen tanze in der Hoffnung auf Sommerwetter. Also....... wenn es anfangen sollte zu schneien......... hab ich wohl 'nen falschen Schritt gemacht......

​Keine Ahnung, was passieren wird...... aber wenigstens keine Warteschleife......

​PS: Was macht eigentlich das Akronymspiel?
 
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  • #51
Butte hat das ja sehr gut aufgedröselt hier.

Zitat von unwissend:
Übrigens sind wir beide uns über den Prozess als solchen einig....
Was ist denn aus deiner Sicht der Grund, in Übereinstimmung mit deinen religiösen Überzeugungen ein Ehenichtigkeitsverfahren anzustreben? Das ist mir nicht klar.

Zitat von unwissend:
Entweder bestätige ich die Angaben - oder der Antrag wird abgewiesen werden, und damit die Unauflöslichkeit der Ehe bestätigt. Mit Konsequenzen für ihre kirchlichen Tätigkeiten, wenn sie denn wieder heiraten will. Also habe ich sie nicht nur mit ihrer Schwägerin betrogen sondern stehe ihr jetzt auch noch im Weg.
Schon wieder dieses Pathos. Du stehst ihr nicht im Weg. Sie ist kein kleines unverantwortliches Ding; sie hat sich für eure Ehe entschieden. Dann kann sie, wenn sie denn so streng katholisch ist, halt nicht mehr wiederheiraten oder nicht mehr bei der Kirche arbeiten. Dieser Konflikt liegt eindeutig bei ihr.


Zitat von unwissend:
sie sind mein Versuch, 17 Jahren Beziehung einen Sinn zu geben, weil sie mir in dieser Konstellation einfach vergeudet vorkommen.
Das ist deine Entscheidung, das im Nachhinein abzuwerten. Du kannst auch sagen, wir hatten 13 gute Jahre und 4 nicht so gute - fertig.

Ich habe immer nur geschluckt, weil ich das schlechte Gewissen hatte: Warum habe ich nicht anders gehandelt?
Es gibt Fragen, auf die gibt es keine Antwort. Bzw. die Antwort ändert das Geschehene nicht. Eine der schwersten Übungen: annehmen, was ist.

Deine Unterschrift unter den Annullierungswisch wäre ja quasi ein Ablasshandel. Ist ja auch Kirchentradition. Wenn du dich damit besser fühlst ...
 
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  • #52
Zitat von unwissend:
Gestern Abend habe ich ihr schließlich geschrieben, dass ich mit diesen Formulierungen nicht umgehen kann, dass ich diesen Weg auf diese Weise nicht mitgehen kann, dass ich aber dabei bin, mich zu informieren.

Keine Ahnung, was passieren wird...... wieder Warteschleife.....
Es ist auch deine Entscheidung, dass als Warteschleife und du dich als Opfer darin zu sehen. Du könntest es auch so sehen, es ist ein Zeitraum, in dem ich mich informiere und meine weiteren Schritte überlegen. Das ist doch ein ganz normales Vorgehen. Warum das so "opferhaft" darstellen?


Tja, wenn keiner spielt, liegt es brach ...

Kopf hoch!!!
 
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  • #53
Mein Eindruck ist, dass dich in erster Linie dein Schuldgefühl gegenüber allen Beteiligten bindet bzw. in einer Abhängigkeit hält. Es ist nicht so sehr entscheidend, ob und wer dir etwas vorwirft, sondern inwieweit du diesen Vorwurf auch annimmst oder dich eben auch davon distanzieren kannst. Offensichtlich schaffst du das nicht letztere derzeit nicht alleine und bist daher in (auch retrospektiven) Wiedergutmachungsversuchen gefangen, die an deiner Selbstachtung knabbern und von denen ich mir auch gut vorstellen kann, wie Butte schon schrieb, dass diese von deinen (Ex)Angehörigen als Anmaßung aufgefasst werden können. Ich denke, dass du eine Absolution für deine Schuld nicht bei deiner Ex bzw. deiner Familie suchen solltest. Wenn es dir, vielleicht auch aufgrund deines christlich-katholischen Wertesystems nicht möglich ist, dir selbst zu vergeben, bin ich d´accord mit dem Wochentag: Such die Beichte auf. Ein Gespräch mit einem Priester täte vielleicht auch deinen Bedenken gegenüber einer Annullierung gut.
Für mich gehört allerdings dein Schuldgefühl einem "Realitätscheck" unterzogen: Für was bist du tatsächlich verantwortlich und wo übernimmst du übertriebene Schuldgefühle ("Leben zerstört" ist so ein Beispiel)? Oft gibt es aber auch enorme Widerstände sich selbst von überzogenen Schuldgefühlen zu lösen, weil damit als Kehrseite der Medaille zumindest die eigene Bedeutung und Wichtigkeit für andere verbunden ist. Mein Eindruck ist, dass es in zweiter Linie auch und das ist ja auch ok, um deinen Schmerz und deine Trauer geht. Sofern ich das mitbekommen habe, hast du damals und seither den Kontakt zu einem Teil deiner Angehörigen verloren. Ich denke auch wenn du der Anlass(!)geber für die familiären Verwerfungen warst, hast auch du damit einen Verlust erlitten und ein "Recht" traurig zu sein. Die Verbindung über dein Schuldgefühl bzw. dessen Umkehrung zu halten, scheint mir allerdings sehr peinigend für dich einerseits und möglicherweise eben auch ein Hindernis für ein eventuell versöhnliches Zugehen von manchen deiner Familienmitglieder, denen du ihr jeweils eigenes Tempo oder auch Grenzen ihres Trauerprozesses und ihrer Reflexion zubilligen musst.
 
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  • #54
Wäre folgendes eigentlich ein möglicher Verlauf?
Sie stellt den Antrag. Du widersprichst ihren Angaben. Es gibt ein Verfahren. Ihrer Version (daß du der Mitteilungspflicht vorm Eingehen der Ehe nicht nachgekommen bist) wird mehr geglaubt. Die Ehe wird annulliert.
Wie gesagt, ich kenne mich bei diesen Verfahren nicht aus, wäre das von der Form her möglich?
Wenn ja, wie fändest du das? Sie hätte, was sie wollte, aber du hättest nicht gelogen, und du wärest aber auch nicht der offensichtliche Wohltäter und Gönner. Welche Gefühle kommen dir, wenn du dir so einen Verlauf vorstellst?
 
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  • #55
Zitat von Butte:
Wäre folgendes eigentlich ein möglicher Verlauf?
Sie stellt den Antrag. Du widersprichst ihren Angaben. Es gibt ein Verfahren. Ihrer Version (daß du der Mitteilungspflicht vorm Eingehen der Ehe nicht nachgekommen bist) wird mehr geglaubt. Die Ehe wird annulliert.
Wie gesagt, ich kenne mich bei diesen Verfahren nicht aus, wäre das von der Form her möglich?
Wenn ja, wie fändest du das? Sie hätte, was sie wollte, aber du hättest nicht gelogen, und du wärest aber auch nicht der offensichtliche Wohltäter und Gönner. Welche Gefühle kommen dir, wenn du dir so einen Verlauf vorstellst?

Eigentlich ist es ganz einfach: Sie stellt den Antrag. Ich werde um eine Stellungnahme gebeten. Es werden Zeugen um eine Stellungnahme gebeten, die diese Angaben bestätigen können. Dann entscheiden drei Priester in ihrem Elfenbeinturm darüber, ob die Ehe "rechtskräftig" geschlossen wurde. Ein einfaches "Wir haben's nicht geschafft" reicht nicht aus.
 
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  • #56
Ich merke gerade, dass mich diese verdammte Verlogenheit ankotzt. Dass sich gerade alles, woran ich geglaubt habe, was mir Sicherheit gab - sei es die Ehe, sei es die Kirche mit ihren ganzen Widersprüchen und Reibungen und sei es die Familie - in offenbar wertlose Verlogenheit auflöst. Und dass ich bei diesem Spiel mitspielen muss.
 
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  • #57
Zitat von unwissend:
Ich merke gerade, dass mich diese verdammte Verlogenheit ankotzt. Dass sich gerade alles, woran ich geglaubt habe, was mir Sicherheit gab - sei es die Ehe, sei es die Kirche mit ihren ganzen Widersprüchen und Reibungen und sei es die Familie - in offenbar wertlose Verlogenheit auflöst. Und dass ich bei diesem Spiel mitspielen muss.

Nachdem dir zigmal gesagt wurde, daß du nicht mitspielen mußt, und du dich einfach immer wieder darüber beklagst, daß du mitspielen mußt, wäre es weiterhin sinnvoll zu überlegen, was du davon hast, dir einzureden, du müßtest mitspielen. Man könnte diese Selbsttäuschung übrigens auch unter "Verlogenheit" führen.

Deine Angaben zu den Formalia des Verfahrens sind sehr kurz und stehen auch im Widerspruch zu früheren Posts von dir. Weswegen gibst du da nur so unzureichende Antworten?
 
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  • #58
Zitat von Butte:
Nachdem dir zigmal gesagt wurde, daß du nicht mitspielen mußt, und du dich einfach immer wieder darüber beklagst, daß du mitspielen mußt, wäre es weiterhin sinnvoll zu überlegen, was du davon hast, dir einzureden, du müßtest mitspielen. Man könnte diese Selbsttäuschung übrigens auch unter "Verlogenheit" führen.

Deine Angaben zu den Formalia des Verfahrens sind sehr kurz und stehen auch im Widerspruch zu früheren Posts von dir. Weswegen gibst du da nur so unzureichende Antworten?

Zum Verfahren kann ich immer noch nichts Konkretes sagen. In der Woche habe ich mit drei Priestern telefoniert, die mir keine hilfreichen Antworten geben konnten außer: Die Hürden für die Unauflöslichkeit sind sehr hoch. Aha. Das wusste ich schon vorher. Ich warte jetzt auf den Rückruf eines vierten, der sich besser auskennen soll. Inzwischen habe ich auch schon die Adresse eines Fachanwalts bekommen, zu dem ich allerdings noch keinen Kontakt aufnehmen konnte.

Meiner Frau hatte ich gestern geschrieben, dass ich auf diese Weise den von ihr vorgeschlagenen Weg nicht mitgehen kann. Ich bin gespannt auf ihre Reaktion. Wie gesagt: Ich hatte immer ihre "Deadline" 2. Juli im Nacken, also heute.

Mit diesem Thema hatte ich mich vorher nicht auseinandergesetzt, weil ich ihr mal etwas versprochen hatte. Das haben wir nicht geschafft. 17 Jahre haben wir ein mehr oder weniger gemeinsames Leben geführt. Mal besser, mal schlechter. Mit einer Annullierung habe ich den Eindruck, dass dieses gemeinsame Leben einfach ausgelöscht werden soll. Dagegen wehre ich mich. Weil es da ist und bleibt. Weil es zu uns gehört.

Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es ihnen besser geht. Und merke dabei gar nicht (oder erst viel zu spät), dass ich dabei schon wieder nur das mache, was andere von mir erwarten. Hmpf.
 
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  • #59
Unwissend, warum schreibst du immer wieder, dass ihr es nicht geschafft habt? Reicht es nicht, das einmal zu benennen?
Und hast du ein Problem mit der Lüge oder mit der Annulierung? Erst schreibst du ja, dass du die Lügerei nicht möchtest, aber in deinem letzten Post bringst du ja zur Sprache, dass du ein ganz großes Problem mit der Annulierung als solches hast, weil sie eure Vergangenheit auslöscht oder so. Naja, aber wenn du dich gegen die Annulierung komplett stellst, dann wunderts ja nicht so, dass du ein schlechtes Gewissen hast, dass du ihr im Weg stehst. Stell dich ihr doch einfach nicht in den Weg und mache deinen Frieden mit der Annulierung. Ihr habt kein gemeinsames Leben mehr. Dann darf man die Ehe doch auch annulieren. Schließ die Augen vor der Realität nicht.
 
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  • #60
Zitat von unwissend:
Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es ihnen besser geht.
Sei doch mal so ehrlich und schreibe:
Und ich könnte mich tatsächlich in den Hintern treten, dass mein schlechtes Gewissen mich schon wieder dazu treibt, jeden Blödsinn mitzumachen - damit es MIR besser geht.

Damit es ihnen besser geht, da bräuchtest du kein schlechtes Gewissen, das könntest du aus reinem Altruismus tun. Du willst DICH doch damit "freikaufen". Wenn du das vor dir zugeben kannst, wäre das schon mal ein erster Schritt.
Einzusehen, dass du dich gar nicht "freikaufen" musst, wäre der zweite.

Du schreibst "meine Frau" und nicht "meine Exfrau", obwohl ihr seit über einem Jahr geschieden seid. Siehst du dich denn noch mit ihr verbunden, solange eure Ehe nicht annulliert ist? D.h. zählt für dich die kirchliche Trauung mehr als die standesamtliche?
 
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