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  • #1

Loslassen

Wie ist es Euch gelungen, einen Menschen, den Ihr als große Liebe gesehen habt, loszulassen, wenn die Gefühle nicht (mehr) erwidert wurden? Was hat Euch geholfen, Euch auf Euch selbst zu besinnen, Euch abzulenken, den Fokus von diesem Menschen wegzubekommen? Wie habt Ihr den Schmerz bewältigt? Was hat Eure Zuversicht gestärkt?
 
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  • #2
AW: Loslassen

hi delfin, hoffe mal, dass dies ein allgemeines thema ist und keins aus deiner momentanen lebensrealität.. :)
mir hat letztendlich dabei immer nur der völlige kontaktabbruch geholfen um diesen bestimmten menschen aus dem sinn und dem sehnen zu bekommen. (einmal hatte ich dabei einen zettel beim - damals noch - telefonapparat aufgeklebt, um der versuchung nur ja zu widerstehen).
ich bin generell zuversichtlich: ich gehe davon aus, dass sich alles für mich zum guten wendet bzw. dass manche dinge, die momentan bitter sind, auf längere sicht ihren sinn haben. so halte ich es auch diesbezüglich. wäre ich zum beispiel mit meiner großen liebe zusammengeblieben (wir haben uns mit 17/ 18 jahren kennengelernt, hätte ich eine menge erfahrungen nicht gemacht... nicht, dass ich unbedingt a l l e gebraucht hätte :) ).
 
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  • #3
AW: Loslassen

Bei mir hilft nur zeitlicher Abstand. In einem Fall waren das mehrere Jahre. Einer Person, die ich mal geliebt habe, negative Charaktereigenschaften anzudichten ist nicht mein Ding. Andere Bekanntschaften zu machen, funktioniert für mich nicht, weil ich dann immer vergleiche und das Ergebnis schon vorher feststeht.

Man kann lernen, dass Schmerz etwas Kostbares sein kann. Man kann ihn annehmen, durchleben und daran reifen. Die langweiligsten und oberflächlichsten Menschen sind i.d.R. diejenigen, die es im Leben allzu leicht hatten.
 
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  • #4
AW: Loslassen

@nuit

Kontaktabbruch höre ich immer wieder. Doch wie gelingt das? Mit hart gegen sich selbst sein? Wie hast Du das geschafft, ohne vor Schmerz in den Boden zu beißen? Vor allem, wenn die andere Seite den Kontakt auf freundschaftlicher Ebene noch wünscht.
 
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  • #5
AW: Loslassen

Zitat von delfin 1988:
@nuit

Kontaktabbruch höre ich immer wieder. Doch wie gelingt das? Mit hart gegen sich selbst sein? Wie hast Du das geschafft, ohne vor Schmerz in den Boden zu beißen? Vor allem, wenn die andere Seite den Kontakt auf freundschaftlicher Ebene noch wünscht.
wer sagt, dass ich nicht vor schmerz in den boden oder sonstwohin gebissen habe...und dass ich nicht, bevor ich mich für den kontaktabbruch entschieden hatte, xmal mit dem kopf gegen und durch die wand wollte.. ;)
der schmerz sich immer wieder zu sehen, immer wieder zu hoffen und immer wieder enttäuscht zu werden, war allerdings auf dauer größer. aber ja, es war eine reine willens- bzw. vernunftsentscheidung und verbunden mit viel härte und selbstdisziplin. ungefähr so: wenn ich meinem begehren jetzt nachgebe und ihn kontaktiere, wird es mir zwar im moment leichter gehen, aber nachher umso schlechter, das weiß ich aus meinen erfahrungen...
und ablenken hat mir immer gut getan: ich hab mir dann immer so meine "projekte" gesucht - keine männerprojekte..!;) auch umgebung wechseln (andere kultur bis wohnung umstellen), etc..
 
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  • #6
AW: Loslassen

Zitat von delfin 1988:
@nuit

Kontaktabbruch höre ich immer wieder. Doch wie gelingt das? Mit hart gegen sich selbst sein? Wie hast Du das geschafft, ohne vor Schmerz in den Boden zu beißen? Vor allem, wenn die andere Seite den Kontakt auf freundschaftlicher Ebene noch wünscht.
Ich kenne das auch. In dem Fall muss man wirklich hart gegen sich selber sein, denn auf Dauer tut man sich mit dem fortgeführten Kontakt mehr weh als wenn man den Kontakt abbricht. Ein klarer, sauberer Schnitt ist manchmal wirklich das Beste. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht und bin sehr gut damit gefahren. Schlimm war's trotzdem und nochmal erleben möchte ich die Zeit auch nicht unbedingt, aber ich weiß mit 100%iger Sicherheit, dass es noch schlimmer gewesen wäre, wäre ich mit ihm befreundet geblieben.
 
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  • #7
AW: Loslassen

solange noch einseitige Liebe oder zumindest tiefe Gefühle (positive wie negative) bestehen hilft ausschließlich Distanz - körperliche wie geistige! Ablenken zu gut wie geht und für räumliche Trennung sorgen.

Die Phase des Loslassen sollte in ein Einordnen in eine Schublade der eigenen Geschichte münden.

Wir sind, was wir sind und auch ein Produkt unserer Geschichte - diese in eigenbestimmt, wie auch fremdbestimmt. Mit diesem Wissen sollte ich zulassen, was passiert ist und ein Staubkorn vom vergangenen Gefühl miteinpacken. Des geht aber nur, wenn ich weiß, dass mir nicht nur positves im Leben passieren muss, sondern es gehören genau so auch Schicksalsschläge dazu. So blöd das System auch ist, aber die Negativen sind für Entwicklung positiver - vorausgesetzt ich lasse auch in meiner Zukunft zu, dass mir etwas passiert ;)
 
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  • #8
AW: Loslassen

Allen, die so entschieden auf "zeitlichen und räumlichen Abstand" plädiert haben, würde ich gerne die Frage stellen, ob aus diesen zerbrochenen Beziehungen Kinder entstanden sind.

Wenn ja, wie habt Ihr's hinbekommen, die gemeinsame Verantwortung auch wirklich gemeinsam zu tragen?

...und selbst wenn keine Kinder im Spiel sind, gibt es doch eine Menge gemeinsamer Freunde, sind über die Jahre hin familiäre Verflechtungen entstanden - mir ist offen gestanden die Phrase "sauberer Schnitt" nicht ganz geheuer.

In keiner Lebenslage "schneide" ich so radikal (von pathologischen Fällen einmal abgesehen). Nach keinem Umzug, keinem Arbeitsstellenwechsel, selbst wenn ich auswanderte oder wenn ein Kind das Haus verließe und sein Leben fortan nicht mehr mit mir, sondern mit einem anderen Menschen teilte, bräche ich nicht sämtliche Brücken hinter mir ab. Die Beispiele sollen zeigen, dass es keine Frage der emotionalen Beteiligung ist: Egal, ob sich's um eine reine Sachbeziehung oder tief emotional verwurzelte Bindungen handelt. Es ist "vollkommen normal" und wird gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern erwartet, dass ich von diesen Wurzeln weiter zehre und sie nicht einfach kappe.

Nur in den Fällen, wo es sich um Paarbeziehung handelt, im Laufe derer ich ja sowohl rein rationale als auch ausgesprochen emotionale Verbindungen geknüpft habe und die vielleicht mehr als eine halbe Lebensspanne umfasst, da wird auf einmal von mir förmlich erwartet, dass ich "abschließe", mich "entliebe", Erinnerungen auf den Müll werfe und keinesfalls noch an dem oder der "Verflossenen" hänge.

Weil das nicht geht oder weil es als viel zu schmerzhaft empfunden wird, wird dann zu völligem Kontaktabbruch geraten (nicht nur in diesem thread). Ich möchte Euch diesbezüglich keinen Vorwurf machen, es ist ja tatsächlich allgemein usus. Aber vielleicht stimmt die Prämisse nicht? Was, wenn der Schmerz berechtigterweise davor warnt: 'Autsch, das ist ein Schnitt, der tief ins Fleisch geht, lass das lieber bleiben...' (nochmal zur Bekräftigung, weil's hier in's Bild passt: nicht alle Partnerschaften enden pathologisch und müssen wie ein Geschwür operativ entfernt werden - sobald das der Fall wäre, blieben selbstredend Schmerzen unvermeidlich).

Was also, wenn "entlieben" nicht der einzige Weg ist? Warum kann ich nicht meine früheren Partner weiter lieben und trotzdem offen für eine neue Partnerschaft sein?
 
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  • #9
AW: Loslassen

Zitat von delfin 1988:
@nuit

Kontaktabbruch höre ich immer wieder. Doch wie gelingt das? Mit hart gegen sich selbst sein? Wie hast Du das geschafft, ohne vor Schmerz in den Boden zu beißen? Vor allem, wenn die andere Seite den Kontakt auf freundschaftlicher Ebene noch wünscht.
Hallo Delfin,
in genau der gleichen Situation bin ich auch gerade. Ich dachte anfangs auch, dass ich auf sein Freundschaftsangebot eingehe, weil ich mir irgendwie nicht vorstellen konnte, gar nichts mehr mit ihm zu tun zu haben und auch Angst hatte, ihn ganz zu verlieren.
Schon kurze Zeit danach habe ich aber gemerkt, dass mir dieses "Freundschaftliche" im Moment mehr weh tun würde als alles andere. Ich würde insgeheim wahrscheinlich doch wieder hoffen, dass er sich doch noch in mich verliebt o.ä. Und würde bei allem, was er sagt, genau hinhören - gibt es schon eine Neue etc.?
Deswegen fällt es mir eigentlich auch nicht schwer, das durchzuhalten, einfach aus Selbstschutz und um Abstand zu bekommen.
Es würde ja auch doch nicht das bringen, was ich mir wünsche. Klar wäre es für ihn nett, mich nun als Freundin zu haben, mit der er über alles reden kann, ohne Verpflichtungen etc., aber ich denke, da muss ich an mich denken...
Ich glaube auch, wenn Dir jemand gleich nach der Trennung die Freundschaft anbietet, zeigt das eher, dass er nicht wirklich verliebt war, sonst könnte er das nicht. Kommt mir in meinem Fall jedenfalls so vor.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und dass Du das für Dich Richtige tust!
LG Emilia
 
W

winzling_geloescht

  • #10
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Wenn ja, wie habt Ihr's hinbekommen, die gemeinsame Verantwortung auch wirklich gemeinsam zu tragen?
Das trifft bei mir nicht zu, daher kann ich darauf nicht antworten.

Zitat von weltenbummler:
Es ist "vollkommen normal" und wird gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern erwartet, dass ich von diesen Wurzeln weiter zehre und sie nicht einfach kappe.
Auch wenn es in deinen Augen "völlig unnormal" ist, gibt es Lebensumstände, die ein Kappen solcher Wurzeln unerlässlich machen und dann hat es sich ausgezehrt. Manchmal geht es einfach nur um's Überleben, auch wenn die Gesellschaft - und scheinbar auch du - etwas anderes erwarten mag. Gesellschaftskonform um jeden Preis? Erwartet die Gesellschaft das? Erwartest du das? Warum?

Zitat von weltenbummler:
Was also, wenn "entlieben" nicht der einzige Weg ist? Warum kann ich nicht meine früheren Partner weiter lieben und trotzdem offen für eine neue Partnerschaft sein?
Möchtest du der neue Mann an der Seite einer Frau sein, die ihren vorigen Partner liebt, der sie verlassen hat? Möchtest du mit einer Frau, die du liebst, ihre Sehnsucht nach ihrem vorigen Partner teilen? Könntest du wirklich damit umgehen?
 
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  • #11
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Allen, die so entschieden auf "zeitlichen und räumlichen Abstand" plädiert haben, würde ich gerne die Frage stellen, ob aus diesen zerbrochenen Beziehungen Kinder entstanden sind.
Wenn ja, wie habt Ihr's hinbekommen, die gemeinsame Verantwortung auch wirklich gemeinsam zu tragen?
Es ist natürlich verständlich, wenn man auch nach einer Trennung noch gemeinsam die Verantwortung für die Kinder trägt. Aber ich finde, dass es klare Grenzen geben muss, dass es klare Absprachen geben muss und dass die Kinder nicht als Druckmittel benutzt werden. Nur leider hab ich es schon oft genug gesehen, dass Frauen die Kinder als Druckmittel nutzen. Vor allem dann, wenn der Ex eine neue Freundin hat und sie noch immer allein ist.

Zitat von weltenbummler:
...und selbst wenn keine Kinder im Spiel sind, gibt es doch eine Menge gemeinsamer Freunde, sind über die Jahre hin familiäre Verflechtungen entstanden - mir ist offen gestanden die Phrase "sauberer Schnitt" nicht ganz geheuer.
Mein Ex-Freund hatte ein Kind als wir uns kennengerlernt haben und hat auch die Verantwortung mitgetragen. Seine Ex hat sich ständig in unserer Beziehung eingemischt. und das Kind als Druckmittel benutzt. Das hat mich genervt und verletzt, weil er ihr einfach keine Grenzen gesetzt hat.

Zitat von weltenbummler:
In keiner Lebenslage "schneide" ich so radikal (von pathologischen Fällen einmal abgesehen)..
Doch! Manchmal kann man das, manchmal muss man das sogar machen. Aber es braucht Zeit. Ich fand es mehr als befreiend als ich nach dem Tod meines Partners den Kontakt zu seinen Freunden und zu seiner Familie (zumindest zu denen ich überhaupt eine "Beziehung" hatte) radikal abgebrochen hatte. Ich bin froh, dass ich es getan habe und ich habe kein schlechtes Gewissen.
Ich nehme die Vergangenheit an, aber ich habe einen kompletten Neuanfang gemacht. Wir hatten nur wenige gemeinsame Bekannte und auf deren Bekanntschaft kann ich gut verzichten, denn das waren keine Freunde. Die kannten mich nur, wenn sie was wollten. Als es mir schlecht ging, waren sie nicht für mich da.

Zitat von weltenbummler:
...Nur in den Fällen, wo es sich um Paarbeziehung handelt, im Laufe derer ich ja sowohl rein rationale als auch ausgesprochen emotionale Verbindungen geknüpft habe und die vielleicht mehr als eine halbe Lebensspanne umfasst, da wird auf einmal von mir förmlich erwartet, dass ich "abschließe", mich "entliebe", Erinnerungen auf den Müll werfe und keinesfalls noch an dem oder der "Verflossenen" hänge...
Erinnerungen sollen natürlich nicht auf den Müll geworfen werden, aber kann man sich wirklich auf eine neue Partnerin einlassen, wenn man die Ex noch liebt???
Früher dachte ich, dass das sicherlich geht. Aber heute wäre ich mehr als skeptisch.

Mein Ex zeugte mit seiner Ex ein weiteres Kind und da waren wir schon 4 Jahre zusammen!! Ich durfte das dann nach seinen Tod (8 Jahre später) erfahren!!!! Ich glaube, dass das auch ein Grund ist, warum ich mich nicht wirklich auf einen Mann einlassen kann / möchte. Denn in meinem Alter haben viele Männer, die evt. wieder auf dem Markt sind, Kinder mit ihrer Ex. Sie haben eine Geschichte und das ist ok, aber wenn es keine wirkliche Distanz gibt, dann sehe ich das sehr skeptisch.
Ich konnte einen kompletten Schlussstrich ziehen.

Möchte ich mich wieder auf einen Mann einlassen, der nicht komplett mit seiner Ex abschließen konnte? Der evt. noch Kinder mit ihr hat? Möchte ich wieder die Verständnisvolle spielen, die am Ende wieder in den sauren Apfel beißen muss? Möchte ich wieder die 2. Geige spielen? Ich glaube nicht. Ich habe dazu nicht mehr die Kraft oder den Willen oder das Vertrauen ...... zu tief sitzen die Wunden meiner Vergangenheit.... zu ungewiss wäre es, ob er das überhaupt selbst schafft - seine Ex, Kinder und ich!

Ich frage mich wirklich wie sich ein Mann auf eine neue Partnerin einlassen kann, wenn er noch an seiner Ex-Frau hängt oder sie liebt. Vielleicht wäre er sogar viel lieber mit ihr zusammen als mit der Neuen!!

Es hängt sicherlich sehr stark von den Beteiligten ab, aber ich kenne kaum Konstellationen wo es eine glückliche Beziehung zwischen der Ex-Frau, der neuen Frau und dem Mann gibt. Besonders schwierig scheint es da zu sein, wenn die Kinder kleiner sind.

Zitat von weltenbummler:
...Was also, wenn "entlieben" nicht der einzige Weg ist? Warum kann ich nicht meine früheren Partner weiter lieben und trotzdem offen für eine neue Partnerschaft sein?
Geht das wirklich??? Oder macht man sich und der Neuen nicht doch was vor??!!
Darauf gibt es sicherlich keine einfache Antwort, vielleicht kann man das auch gar nicht beantworten, aber ich weiß, dass ich da sehr skeptisch bin, weil ich diesbezüglich mehr als vorbelastet bin!!
 
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  • #12
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Allen, die so entschieden auf "zeitlichen und räumlichen Abstand" plädiert haben, würde ich gerne die Frage stellen, ob aus diesen zerbrochenen Beziehungen Kinder entstanden sind.

Wenn ja, wie habt Ihr's hinbekommen, die gemeinsame Verantwortung auch wirklich gemeinsam zu tragen?
Mehrere Kinder - und ich bin deswegen nur ein paar hundert Meter weitergezogen, um den Kindern im Alltag erhalten zu bleiben. Ein korrektes Verhältnis zum Expartner ist da ganz wichtig, da Kinder da wie Seismographen und veruchen sofort "Elternrollen" bei einem schwächern Partner zu übernemen. Die Paartharapie bzw. Trennungstheraphie war die Basis dafür und meine Exfrau hat sogar noch ein Jahr alleine weitergemacht ...

Eine eigene Wohnung reicht als Distanz vollkommen aus, da von Anfang an klar war, dass ist jetzt meine neue Existenz und von da an geht's jetzt in ein neues Leben. Und ich bin auch nur mehr ganz ganz sellten im Exhaus aufgetaucht.
 
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  • #13
AW: Loslassen

Ich würde das als Kontaktsperre auf Zeit sehen. Bis 1/2 Jahr z. B. keinerlei Kontakt suchen. Danach auch nicht auf Knopfdruck. Wie es sich dann halt ergibt.

Mit gemeinsamen Kindern geht das nicht. Bei dem, was ich so um mich herum beobachte, denke ich, dass getrennte Paare mit Kindern eine Therapie machen sollten, um die gescheiterte Beziehung zu verarbeiten. Und die Kinder da raus halten, bzw. ihnen immer und immer wieder aufzeigen, dass sie an dieser Situation ohne Schuld sind.
 
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  • #14
AW: Loslassen

Bei dem Mann, um den es geht, handelt es sich nicht um den Vater meiner Kindern. Wäre er es, ginge Kontaktabbruch gar nicht, weil zu Lasten der Kinder. Nein, es ist ein Mann, mit dem mich sonst nichts verbindet, was einem Kontaktabbruch im Wege stehen würde.
 
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  • #15
AW: Loslassen

Zitat von delfin 1988:
Wie ist es Euch gelungen, einen Menschen, den Ihr als große Liebe gesehen habt, loszulassen, wenn die Gefühle nicht (mehr) erwidert wurden? Was hat Euch geholfen, Euch auf Euch selbst zu besinnen, Euch abzulenken, den Fokus von diesem Menschen wegzubekommen? Wie habt Ihr den Schmerz bewältigt? Was hat Eure Zuversicht gestärkt?
Zeit, sehr viel Zeit und in den Jahren des Schmerzes zwei wunderbare Männer die ein Stück dieses Weges mit mir gegangen sind (wissend, dass dies in keine Beziehung führen wird).

(Wir sind uns zwangsläufig immer wieder mal begegnet, gesucht hätte ich diese Begegnungen nicht.)