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  • #1

Liebe und Sex in Zeiten von facebook, whatsapp und anderen social media Plattformen

Viele von uns sind keine "digital natives" und Plattformen wie fb, whatsapp, instagram, auch twitter und tinder, etc. sind bei uns erst seit ca. 2009 weit verbreitet. Wie verändert der mit der Plattformbenutzung u.a. immer stärker um sich greifende Narzissmus Themen wie Liebe und Sex und v.a. auch das Kennenlernen? Wie beeinflusst uns die ständige Vergleichsmöglichkeit und die Selbstinszenierung diverser SelbstdarstellerInnen auf solchen Plattformen? Wird das Rosinenpicken ins Extreme getrieben und es gibt immer mehr Frustrierte oder von Neid oder Missgunst geplagte Personen? Oder ist jeder/jede ein Winner, der auf solchen Plattformen verkehrt? Wer ist der Winnertyp? Der mit den meisten Kontakten, den meisten Likes oder der mit den besten Selbstdarstellerfotos? Bin gespannt auf Eure Antworten, Erfahrungen, Kritiken..
 
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  • #2
Zitat von Frauen-Versteher:
Viele von uns sind keine "digital natives" und Plattformen wie fb, whatsapp, instagram, auch twitter und tinder, etc. sind bei uns erst seit ca. 2009 weit verbreitet. Wie verändert der mit der Plattformbenutzung u.a. immer stärker um sich greifende Narzissmus Themen wie Liebe und Sex und v.a. auch das Kennenlernen? Wie beeinflusst uns die ständige Vergleichsmöglichkeit und die Selbstinszenierung diverser SelbstdarstellerInnen auf solchen Plattformen? Wird das Rosinenpicken ins Extreme getrieben und es gibt immer mehr Frustrierte oder von Neid oder Missgunst geplagte Personen? Oder ist jeder/jede ein Winner, der auf solchen Plattformen verkehrt? Wer ist der Winnertyp? Der mit den meisten Kontakten, den meisten Likes oder der mit den besten Selbstdarstellerfotos? Bin gespannt auf Eure Antworten, Erfahrungen, Kritiken..
Personen, wie von Dir beschrieben, habe ich bei FB nicht auf der Freundesliste und WA ist für mich nur ein besser Dienst und Ersatz zur Kommunikation vs. SMS. Bzgl Instagramm/Twitter/Tinder kann ich keine Aussage treffen, da ich diese Portale nicht nutze geschweige denn dort angemeldet bin. Glaube, dass die Selfie-Generation eher die jüngeren Leute der Bevölkerung betrifft, die man dann mit Duck-Face Selfies im Netz sehen kann.
 
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  • #3
Es gibt keine Gewinner im Selbstdarstellungswahn. Am glücklichsten ist doch immer noch der, der echte Nähe spüren darf.
 
G

Gast

  • #4
Ich weiß nur, dass mittlerweile virtuelle Sex-Sucht auch therapeutisch behandelt wird.
 
G

Gast

  • #5
Die Looser in diesem System sind die, welche die Klaviatur nicht beherrschen, nicht beherrschen möchten. Es sind oft die Stillen, die Sanften, die Behutsamen, die Interessanten. Ich heiße das Virtuelle nicht willkommen. Nicht wenn es um ungelebtes Leben geht, um Sehnsüchte.
Ein Profil ist kein Mensch. Es ist das Profil eines Menschen, der so viel mehr ist als ein Algorithmus und ein Matching.
 
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fleurdelis

  • #6
Zitat von Frauen-Versteher:
Wie verändert der mit der Plattformbenutzung u.a. immer stärker um sich greifende Narzissmus Themen wie Liebe und Sex und v.a. auch das Kennenlernen? Wie beeinflusst uns die ständige Vergleichsmöglichkeit und die Selbstinszenierung diverser SelbstdarstellerInnen auf solchen Plattformen?
Ich bin mir nicht sicher, ob das als Narzissmus zu bezeichnen ist, sich auf einer Plattform zu präsentieren. Vielleicht für manche eine der wenigen Möglichkeiten jemanden kennen zu lernen. Denke die Voraussetzungen sind anders als bei einer persönlichen Begegnung. Da entscheidet sich sicherlich früher ob jemand einem sympathisch ist oder nicht. Allerdings bieten jegliche Plattformen schnellere Möglichkeiten jemanden kennen zu lernen. Ob das nun letztendlich einträglicher ist, bleibt offen und hinterlässt doch gewisse Zweifel, letztendlich möglicherweise an der Qualität, als auf herkömmliche Weise. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Möglichkeiten, viele Türen faszinierend sind, Fluch und Segen zugleich.

Letztendlich wäre es natürlich absolute Kacke, viel auszuprobieren, weil man verführt ist zu denken, es könnte noch etwas besseres kommen, um dann am Ende einsam und alleine dazusitzen.
 
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  • #7
Du (Frauenversteher) gehst anscheinend davon aus, dass massive Selbstdarstellung und toll aufgemotzte Profile andere in den Hintergrund drängen und chancenlos werden lassen und viele Leute dazu verleitet werden, immer noch weiter zu klicken und zu suchen.

Das mag EINE mögliche Folge sein, aber ich würde dem nicht so viel Macht geben. Es ist für mich erstmal nur eine andere Art von Zugang, den man zu Menschen gewinnen kann und oftmals sieht man beim näheren Hingucken dann genauer, ob der erste Eindruck stimmt oder nicht und dann relativiert es sich wieder. Ein Phänomen, dass man auch so im normalen Leben haben kann, wenn man sich mal durch eine große Klappe, besonders tolles Aussehen oder eine berufliche Position beeindrucken lässt.
Und ich gehe immer noch davon aus, dass MENSCHEN sich ENTSCHEIDEN, weiterzuklicken oder nicht und nicht irgendein böses böses Medium einen zu etwas zwingt...

Man kann auf Internetportalen frustrierende Erfahrungen machen - aber wenn man die NUR macht, liegt das sicher noch an anderen Dingen und nicht dem Medium per se. Es gibt genauso tausendfach positive Beispiele, wo Menschen durch das Netz bereichernde und schöne Erfahrungen gemacht haben, ich denke nicht, dass man da viel aufrechnen kann..
 
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  • #8
Was mich eher beunruhigt, ist so ein Zeitfresser-Problem. Viele kennen das von sich, dass sie mal eben schnell was gucken wollen und dann hinterher feststellen, dass sie wieder 2-3 Stunden am PC gesessen haben... Das, was man da guckt, mag nicht schlimm sein - aber es ist immer wieder ein langer Zeitraum, wo man letztendlich bewegungslos und allein rumhockt. Das häuft sich und ist vor allem für Kinder und Jugendliche äußerst nachteilig. Die echte Welt kann da nicht mithalten - so bunt, unterhaltsam und spannend wie manches Internetspiel ist die Welt dann nicht mehr. Die Zocker-Jungen, die dann mit 25 damit zu kämpfen haben, dass sie noch nie eine Freundin hatten und Jungfrauen sind, scheinen sich irgendwie zu häufen (so zumindest mein Eindruck..). Und es fehlt der Erfahrungsreichtum, im echten Leben Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.
Aber vielleicht bin ich da nur altmodisch. Womöglich kann man ja auch ein erfülltes Leben leben, wenn man sich nur im Internet bewegt.
 
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  • #9
Ohne Facebook und What´s App geht heute gar nichts mehr. Inwieweit man es zur Partnersuche benutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Wobei mir nicht klar ist, wie man über What´s App potentielle Partner finden will. Wählt man dann beliebige Nummern an und hofft, dass sich dahinter jemand hübsches oder nettes verbirgt?
 
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  • #10
Nee, es läuft eher so, dass man sich plötzlich in zig beruflichen oder hobbymäßigen Gruppen für irgendwelche Terminabsprachen befindet und plötzlich kriegt man da auch ganz andere Nachrichten, außerhalb der Gruppe... Ist mir vor kurzem wieder passiert.
 
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  • #11
Ach so, nun verstehe ich.
 
G

Gast

  • #12
Es wird sicher häufig etwas in einen virtuellen Raum delegiert, das einer Vorstellung von Wirklichkeit entspricht, einer Fiktion.
Das Fiktive tritt dann unmerklich immer mehr in den Vordergrund.
 
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authentisch_gelöscht

  • #13
Zitat von Truppenursel:
Ohne Facebook und What´s App geht heute gar nichts mehr.
Was geht nicht mehr?
Ich bin weder bei Facebook, noch habe ich ein Smartphone. Ich habe nicht den Eindruck, etwas zu verpassen, ausser vielleicht mal eine Demo, an die ich vermutlich eh nicht gegangen wäre.
 
G

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  • #14
Solche Programme kommen mir ohnehin nicht auf mein Mobile. Ich bin ein Anhänger der guten alten SMS.
 
G

Gast

  • #15
Nie verstanden habe ich, was an twitter toll sein soll, diese Kurznachrichten via Web. Ist das von Belang, ob Hans-Rudolf aka F-Promi oder Lucy Likerin eine Currywurst gegessen haben? Muss man das wissen?
Ist das vorn?