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  • #1

Leidenschaften ... wichtige Gemeinsamkeiten?

Das mag jetzt manchem kurios vorkommen, von daher passt es vielleicht hier rein ... ich wollte mal wissen, ob jemand meine Gedanken nachvollziehen kann: Kennt ihr das Gefühl, dass ihr für etwas eine große Leidenschaft habt und dadurch vor allem mit Personen "warm werdet", die diese teilen?

Bei mir ist das jedenfalls die Musik. So richtig schnell/intensiv verliebt habe ich mich immer nur in Frauen, die auch selbst aktiv Musik machen und darin richtig aufgehen. Zu Beziehungen hat es aber bisher nur mit welchen geführt, die zwar auch Musik sehr mochten, aber nicht so richtig diese Leidenschaft geteilt haben (und da vor allem auch nicht selbst aktiv waren) -- und es hat dann auch nie so richtig langfristig "gepasst". Ich mache mir gerade Gedanken, ob das der Grund gewesen sein könnte?

Kann das jemand nachvollziehen? Oder wäre es möglich, dass ich mich da auf etwas "versteife"?
 
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  • #2
Ich habe zwar dieses Hobby nicht, kann deine Meinung aber gut nachvollziehen. Bei einigen Dingen muss es einfach passen. Zu jemanden, für den Musik alles ist, passt am besten ein Partner, der auch so ist. Man hat es ja viel in Familien, die musikalisch sind. Da macht die ganze Familie mit. Städtereisen z. B. macht man ja eigentlich auch zusammen. Das ist etwas anderes, als wenn die Frau/der Mann Rennrad fährt, Fußballer/in und und und ist. Es gibt einfach Dinge, die muss man zusammen machen können bzw. der Partner muss sich damit arrangieren können. Aus Leidenschaft darf aber keine Sucht werden. Du musst einen Weg finden, der für beide passt, auch wenn die Frau vielleicht nicht so musikalisch ist. Vielleicht lässt sie sich dafür ja aber noch begeistern.
 
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  • #3
Was ist das wieder für ein Quark ? Sollen wir dir jetzt raten AUF JEDEN FALL nur Musikerinnen zu daten oder was ?  Eine meiner "Leidenschaften" ist Zumba - wahrscheinlich bin ich deshalb Single, weil .. da gibt's keine Männer, höchstens schwule.....
Und meine "Leidenschaft" ist Unterrichten von Kindern - und mit einem Lehrer zusammen zu sein wäre aber eine echte Strafe....
Mir würde es zu denken geben, wenn ich mich nur noch mit Menschen umgeben wollte, die meine Leidenschaften teilen... wie öde....
 
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  • #4
Zitat von zrs13:
Zu Beziehungen hat es aber bisher nur mit welchen geführt, die zwar auch Musik sehr mochten, aber nicht so richtig diese Leidenschaft geteilt haben (und da vor allem auch nicht selbst aktiv waren) -- und es hat dann auch nie so richtig langfristig "gepasst". Ich mache mir gerade Gedanken, ob das der Grund gewesen sein könnte?
Versteh ich nicht. Wieso "sein könnte"? Du wirst ja wissen, was in deinen Beziehungen "nicht gepasst" hat und inwieweit das (Nicht)musizieren einen Einfluss gehabt hat, oder?
Und ob du dich "versteifst", wird dir keiner hier sagen können. Was für dich wesentlich ist, weißt alleine du. Maximal verrennst du dich in falschen Schlüssen; zum Beispiel in der Vorstellung, ihr würdet gemeinsam Musik machen. Kann sein, muss nicht.
 
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  • #5
Drei Antworten, die das ganze mögliche Meinungsspektrum abzudecken scheinen. Interessant :)

Also zunächst mal, einen Rat wollte ich nicht, da kämen sowieso auch gegensätzlichste Dinge heraus, sondern einfach Meinungen zum Thema. Ich weiß auch nicht so ganz genau, was "Zumba" ist, aber ich habe meine Zweifel, dass es wirklich eine Leidenschaft sein kann in dem Sinn, den ich hier meine. Sport mache ich auch und es ist mir herzlich egal, ob meine Partnerin Lust hat, mit mir den Berg raufzurennen oder nicht. Ich dachte jetzt eher an Dinge wie: Literatur, Theater, Fotografie, Kunst, vielleicht auch kunstvolles Kochen... ;) Die Liste kann sicher verlängert werden, ich hoffe ihr wisst, was ich meine: Dinge, an denen wirklich das Herz hängt.

@nuit, interessante Antwort. Ja klar weiß ich, was nicht gepasst hat... in einem Fall war es eine für mich gefühlte Interessenlosigkeit und daraus resultierend der Mangel an Gesprächsthemen. Ich war mir einfach nicht sicher, ob mehr musikalisches Interesse ihrerseits das vielleict schon geändert hätte :)
 
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  • #6
Zitat von Schreiberin:
??? Auch du, Brutus?

Zitat von zrs13:
Ich weiß auch nicht so ganz genau, was "Zumba" ist, aber ich habe meine Zweifel, dass es wirklich eine Leidenschaft sein kann in dem Sinn, den ich hier meine. Sport mache ich auch und es ist mir herzlich egal, ob meine Partnerin Lust hat, mit mir den Berg raufzurennen oder nicht. Ich dachte jetzt eher an Dinge wie: Literatur, Theater, Fotografie, Kunst, vielleicht auch kunstvolles Kochen... ;) Die Liste kann sicher verlängert werden, ich hoffe ihr wisst, was ich meine: Dinge, an denen wirklich das Herz hängt.
Das ist jetzt natürlich kein Rat, sondern nur meine Meinung ;).
Ich weiß nicht so genau, was du mit Musik machen meinst, aber ich habe meine Zweifel, dass es wirklich eine Leidenschaft sein kann in dem Sinn, den ich hier meine. Musik mache ich auch und es ist mir herzlich egal, ob mein Partner Lust hat, mit mir auf Konzerte zu gehen oder nicht. Ich dachte jetzt eher an Dinge wie: Sport, sich bewegen, tanzen, sich mit dem Körper ausdrücken.. ;) Die Liste kann sicher verlängert werden, ich hoffe ihr wisst, was ich meine: Dinge, an denen wirklich das Herz hängt.
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  • #7
Mann was haben wir gelacht :D Immer wieder schön, und ganz klar die beste Strategie bei Unverständnis :)
 
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  • #8
Zitat von zrs13:
Drei Antworten, die das ganze mögliche Meinungsspektrum abzudecken scheinen.
Glaubst du.
Schlimmer geht immer.
Man könnte beispielsweise spekulieren, weshalb es mit denen, die deine Leidenschaft vollumfänglich teilen, gar nicht klappt und mit jenen, die dir quasi nur auditieren, nur so halb.
Ich sehe da noch ziemlich viel Spielraum in verschiedene Richtungen. ;-)

Meine Meinung zum Thema gemeinsame Leidenschaften ist, dass man am besten mehrere haben sollte und dass es zwar nicht nötig ist alle zu teilen, aber dass eine gewisse Schnittmenge vorhanden sein sollte.

Jepp! sollte

SPQR
 
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  • #10
Ich glaub ich bau mir ´ne Zuba.

Dann mach ich:

Zumba zumba zumba täterää
täteräää
täteräähähä
 
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  • #11
Zitat von Schreiberin:
Das hab ich mich auch gefragt ...
Zitat von Schreiberin:
Eine meiner "Leidenschaften" ist Zumba - wahrscheinlich bin ich deshalb Single, weil ..
Zumba ? Was ist das denn für ein Quark ... schnell mal bei youtube nachgefragt ...

https://www.youtube.com/watch?v=1G1AkJ-97ng

Huch ... aha ... hmmm ... oho ... (Hoffe mal die Musik is nich allzu schlimm, bin "auf Arbeit", da lass ich die Lautsprecher besser mal aus ...)

Hmmm, vielleicht das Geld also besser in einen Zumba-Kurs als in PS investieren ?
 
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  • #13
Hey Männers, ich finde ihr solltet lieber Gedichte posten, oder selber schreiben! :)
Zumba, pfffffff.......
 
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  • #15
Zitat von Howlith:
Huch ... aha ... hmmm ... oho ... (Hoffe mal die Musik is nich allzu schlimm, bin "auf Arbeit", da lass ich die Lautsprecher besser mal aus ...)
Oh, Vorsicht ! Die Musik könnte für dich rufschädigend sein !! ;-)

Hmmm, vielleicht das Geld also besser in einen Zumba-Kurs als in PS investieren ?
So viele Frauen triffst du nirgends konkurrenzlos ! Aber übe vorher Hüftschwung..
 
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  • #18
Du bist eben Nettmann und nicht Pfennig..... ;-)
 
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  • #19
Gemeinsame Leidenschaften?

Das wird sich jetzt wahrscheinlich total kitschig anhören, aber reicht es nicht ganz einfach, wenn man versucht sich gegenseitig bedingungslos zu lieben, sich zu respektieren, für einander da zu sein in guten, wie in schlechten Zeiten, ein bester Freund und Vertrauter zu sein? …, dass man einander begehrt und einander blind vertrauen kann? Ich denke, dass das Dinge sind, die weit mehr wert sind, als ein oder zwei gemeinsame Interessen zu haben.

Was nützt es einem, nach einem Partner/einer Partnerin zu suchen, der/die diese Interessen zwar mit einem teilt, aber dann die Liebe vergeht? Dann kann man diese Interessen, wenn überhaupt, nur noch als Freunde miteinander teilen …

... alles andere kommt von ganz allein.

LG
 
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  • #20
Eine starke Sympathie könnte der Anfang sein, ein auf einander eingehen können, ein weiterer Schritt, mit Gefühl aber auch mit Köpfchen weiter auf einander zugehen, oft verhakelt sich dann etwas, und dann wird es spannend, wenn dann zwei weitermachen. Entweder macht man dann eine Art entwicklungsschritt gemeinsam, oder einer macht Schluß oder dicht.
 
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  • #21
Zitat von Sweet*Love:
Das wird sich jetzt wahrscheinlich total kitschig anhören, aber reicht es nicht ganz einfach, wenn man versucht sich gegenseitig bedingungslos zu lieben, sich zu respektieren, für einander da zu sein in guten, wie in schlechten Zeiten, ein bester Freund und Vertrauter zu sein? …, dass man einander begehrt und einander blind vertrauen kann? Ich denke, dass das Dinge sind, die weit mehr wert sind, als ein oder zwei gemeinsame Interessen zu haben.
Erstmal: Ja, ein bisschen kitschig hört sich das wirklich an ;) Aber jetzt deshalb noch lange nicht falsch, ich verstehe durchaus was du meinst. Das Wort "Leidenschaft" habe ich allerdings bewusst verwendet, denn das geht für mich weit über ein "Interesse" hinaus. Ich merke gerade, wie schwierig es ist, solche Gedanken in Worte zu fassen, so dass die Intention auch klar wird und ankommt. Immerhin, ich kenne einen "leidenschaftlichen" Musiker, dessen Partnerin damit so /überhaupt/ nichts anfangen kann, und doch sind die beiden ein sehr glückliches Paar -- also hast du wahrscheinlich recht.

Zitat von Sweet*Love:
Was nützt es einem, nach einem Partner/einer Partnerin zu suchen, der/die diese Interessen zwar mit einem teilt, aber dann die Liebe vergeht? Dann kann man diese Interessen, wenn überhaupt, nur noch als Freunde miteinander teilen
Ja die Suche ist gar nicht der Ausgangspunkt. Dass ich mich gezielt auf Partnersuche begebe, ist ohnehin neu für mich. Es ist nur meine Erfahrung aus der Vergangenheit, mich fast ausschließlich in Musikerinnen zu verlieben. Ich habe das Gefühl, dass mich das jetzt beeinflusst: Ein Profil ist gleich sehr viel weniger interessant, wenn in der Zeile mit den Musikinstrumenten eine Lücke klafft. Das könnte wohl ein Fehler sein...

Auf der anderen Seite ist Musik genau das, was mein Herz berührt und mein Leben erfüllt. Ich war am Wochenende mit einer Freundin in einem Maybebop Konzert, und obwohl zwischen uns nie etwas sein wird, haben wir das beide unglaublich genossen. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, nicht genau das auch mit meiner Partnerin teilen zu können. Und das war eigentlich der Grund, diesen Thread zu beginnen: Ich wollte wissen, ob es andere gibt, denen es mit einer eigenen Leidenschaft ebenso geht :)

Danke dir jedenfalls, dass du ernsthaft über das geschriebene nachgedacht hast, und ich denke deine Meinung dazu hat ihre Berechtigung und ich denke darüber nach!

LG!
 
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  • #22
Zitat von tina*:
??? Auch du, Brutus?



Das ist jetzt natürlich kein Rat, sondern nur meine Meinung ;).
Ich weiß nicht so genau, was du mit Musik machen meinst, aber ich habe meine Zweifel, dass es wirklich eine Leidenschaft sein kann in dem Sinn, den ich hier meine. Musik mache ich auch und es ist mir herzlich egal, ob mein Partner Lust hat, mit mir auf Konzerte zu gehen oder nicht. Ich dachte jetzt eher an Dinge wie: Sport, sich bewegen, tanzen, sich mit dem Körper ausdrücken.. ;) Die Liste kann sicher verlängert werden, ich hoffe ihr wisst, was ich meine: Dinge, an denen wirklich das Herz hängt.
SCNR
Tanzen und Sport machen kann man mit vielen Menschen.
Aber ich kenne es selber, wie beglückend es sein kann, wenn man gemeinsam musiziert, und zwar richtig. Es gibt kaum etwas Schöneres und bereicherndes, wenn einer singt und der andere ihn auf dem Klavier oder Geige begleitet, oder man vierhändig spielt.
Gerade die Musik weckt viele Gefühle, man leidet gemeinsam, wenn man mit Aida leidet. Man kann sich stundenlang über Librettos unterhalten, so vieles gemeinsam fühlen, in vielen Dimensionen und so auch Seelenverwandte finden.
 
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  • #23
Zitat von zrs13:
Auf der anderen Seite ist Musik genau das, was mein Herz berührt und mein Leben erfüllt. Ich war am Wochenende mit einer Freundin in einem Maybebop Konzert, und obwohl zwischen uns nie etwas sein wird, haben wir das beide unglaublich genossen. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, nicht genau das auch mit meiner Partnerin teilen zu können. Und das war eigentlich der Grund, diesen Thread zu beginnen: Ich wollte wissen, ob es andere gibt, denen es mit einer eigenen Leidenschaft ebenso geht :)
Freut mich sehr, dass "mein Senf dazu" auch ein bisschen was gebracht hat.

Ich kann mich noch erinnern als kleines Kind zu Weihnachten eine Plastikflöte (mehr Spielzeug als Instrument) geschenkt bekommen zu haben. Von da an hatte ich eine kurze Zeit lang eine Band. Ich habe schön falsch auf meiner Flöte gespielt und mein Hund hat dazu dementsprechend gejault. Irgend wie ist seltsamerweise die Flöte auf mysteriöse Weise dann einfach spurlos verschwunden. Ich bin sicher mein Hund war's ... ;-))

So viel zu einem musikalischen Talent, ... man hat es oder eben nicht.

Du schreibst sehr schön über dein Hobby. Aber nur weil eine Frau talentfrei ist, bedeutet das doch noch lange nicht, dass du das aufgeben musst, oder deine Suche zu einer unendlichen Suche ohne Ziel werden muss.

Einen ungefähren gemeinsamen Nenner bei der Musik zu finden ist schon etwas schwierig, weil es schon so viele Richtungen gibt. Da ist mehr Fingerspitzengefühl und Kompromissbereitschaft gefragt.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann machst du auch selbst Musik? Dann könntest du zB deine Freundin damit überraschen, wenn du für sie ein schönen Lied komponierst, oder eine eigene CD, oder du schreibst ihr vielleicht auch ganz simpel Liebeslieder. So bleibst du in deinem Element und deine Freundin hätte dann was ganz persönliches von dir, dass von Herzen kommt.

LG
 
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  • #24
Zitat von Truppenursel:
Tanzen und Sport machen kann man mit vielen Menschen.
Aber ich kenne es selber, wie beglückend es sein kann, wenn man gemeinsam musiziert, und zwar richtig. Es gibt kaum etwas Schöneres und bereicherndes, wenn einer singt und der andere ihn auf dem Klavier oder Geige begleitet, oder man vierhändig spielt.[...]
Liebe Truppenursel,
danke dir, ich sehe jedenfalls, du verstehst, was die "Leidenschaft" daran ist. Wer es nicht versteht, kann darüber lachen. Nunja :) Nehme ich ja nicht persönlich!

Ich kann mir irgendwie schon vorstellen, dass jemand fürs Tanzen eine solche Leidenschaft hat. Ich habe sie nicht, und ich hätte dann auch das Gefühl, dass ich dieser Person nicht das geben kann, was sie braucht. Sport allerdings: Mache ich total gerne, macht Spaß, aber das kriege ich einfach nicht mit dem Begriff der Leidenschaft unter einen Hut. Das wäre für mich dann eher das schon angesprochene "gemeinsame Interesse" :)
 
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  • #25
Zitat von sweet*Love:
Das wird sich jetzt wahrscheinlich total kitschig anhören, aber reicht es nicht ganz einfach, wenn man versucht sich gegenseitig bedingungslos zu lieben, sich zu respektieren, für einander da zu sein in guten, wie in schlechten Zeiten, ein bester Freund und Vertrauter zu sein? …, dass man einander begehrt und einander blind vertrauen kann? Ich denke, dass das Dinge sind, die weit mehr wert sind, als ein oder zwei gemeinsame Interessen zu haben.
Kitschig hört sich das nicht an, eher nicht so ganz durchdacht. Versuchen zu lieben… naja. Lieber das versuchen weglassen und dafür ein bisschen lieben.
Bedingungslos klingt natürlich gut. Passt allerdings nicht mit dem Anspruch auf Respektieren, für einander da sein usw. usw. zusammen. Bester Freund und Begehren? Auch nicht so einfach.
Aber "reicht es nicht ganz einfach" - klar, klar.

Was nützt es einem, nach einem Partner/einer Partnerin zu suchen, der/die diese Interessen zwar mit einem teilt, aber dann die Liebe vergeht? Dann kann man diese Interessen, wenn überhaupt, nur noch als Freunde miteinander teilen …
Wenn die Liebe bedingungslos ist, kann das ja nicht passieren nach deiner Definition. Und Freund war ja auch enthalten – also alles prima.

Was denn?

Zitat von zrs13:
Ich habe das Gefühl, dass mich das jetzt beeinflusst: Ein Profil ist gleich sehr viel weniger interessant, wenn in der Zeile mit den Musikinstrumenten eine Lücke klafft. …

Auf der anderen Seite ist Musik genau das, was mein Herz berührt und mein Leben erfüllt. Ich war am Wochenende mit einer Freundin in einem Maybebop Konzert, und obwohl zwischen uns nie etwas sein wird, haben wir das beide unglaublich genossen. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, nicht genau das auch mit meiner Partnerin teilen zu können.
Komisch. Als ich das letzte Mal auf einem Maybebop Konzert war, sind die ganz ohne Instrumente ausgekommen. Herzberührend fand ich das weniger, dafür aber sa.lustig. (I like Sebastian…)
 
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  • #26
Zitat von tina*:
Komisch. Als ich das letzte Mal auf einem Maybebop Konzert war, sind die ganz ohne Instrumente ausgekommen. Herzberührend fand ich das weniger, dafür aber sa.lustig. (I like Sebastian…)
Sebastian spielt übrigens Geige. Und ich habe eine ähnliche Stimme wie er. :) Und ja, es ist irre lustig. Aber gerade Lieder wie der König von Thule sind auch sehr berührend.

Verstehe aber worauf du hinaus willst: Vielleicht singt "sie" ja "nur", dazu muss man ja nicht unbedingt auch ein Instrument spielen...
 
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  • #27
Zitat von Sweet*Love:
Freut mich sehr, dass "mein Senf dazu" auch ein bisschen was gebracht hat.
Ja, hat es. Es war die Perspektive, die ich sicher auch brauche. Was du geschrieben hast war ja quasi ein Plädoyer für die Offenheit :)

Zitat von Sweet*Love:
Ich kann mich noch erinnern als kleines Kind zu Weihnachten eine Plastikflöte (mehr Spielzeug als Instrument) geschenkt bekommen zu haben. [...]
So viel zu einem musikalischen Talent, ... man hat es oder eben nicht.
Hm, genau mit sowas habe ich auch angefangen. Ich hatte es, also das Talent. Die Plastikflöte müsste auch noch irgendwo rumliegen. Finde es super, dass du auch so selbstironisch schreiben kannst :)

Zitat von Sweet*Love:
Du schreibst sehr schön über dein Hobby. Aber nur weil eine Frau talentfrei ist, bedeutet das doch noch lange nicht, dass du das aufgeben musst, oder deine Suche zu einer unendlichen Suche ohne Ziel werden muss.
Das will ich ja mal hoffen. Ohne Ziel wird es nie sein! Und da ich ja auch schon Beziehungen hatte, in denen die Frau eben NICHT musiziert hat -- aber immerhin meine Begeisterung dafür teilen konnte -- versuche ich, da nicht zu sehr "auszusortieren".

Ich habe erwartet, dass hier sehr gegensätzliche Meinungen kommen. Ich finde, du hast den Standpunkt, dass es nicht SO wichtig sein sollte, sehr schön vertreten.

Zitat von Sweet*Love:
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann machst du auch selbst Musik? Dann könntest du zB deine Freundin damit überraschen, wenn du für sie ein schönen Lied komponierst, oder eine eigene CD, oder du schreibst ihr vielleicht auch ganz simpel Liebeslieder. So bleibst du in deinem Element und deine Freundin hätte dann was ganz persönliches von dir, dass von Herzen kommt.
Das sind sehr schöne Ideen. Ja, ich mache selbst Musik, spiele Geige und singe Bass. Was mir jetzt hier in den Sinn kommt: Ich will eigentlich nicht dafür "bewundert" werden. Viel lieber will ich die Freude daran teilen! Aber ich nehme mal für mich mit, dass das wahrscheinlich auch mit "Nicht-Musikerinnen" klappen könnte :)

LG
 
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  • #28
... mir wird die spezifische Fragestellung nicht so ganz klar, denn "leidenschaftliches" Engagement für was auch immer lässt sich doch immer nur mit einem Partner leben, der das auch teilt oder unterstützt. Es ist ziemlich egal, ob es dabei um aktives politisches Engagement, eine Führungsposition in einem Unternehmen, Musik im E- oder U-Bereich, Theater, Kunst oder auch Sport geht. In jedem Fall ergeben sich da immer wieder Inkompatibilitäten zu Menschen, deren Lebensrhythmus und -horizont sich an nine-to-five-Jobs, Fernsehabenden und Wochenenden mit Grillparties orientiert. (Hohes Einkommen und Sozialprestige mögen da vielleicht manchmal kompensierend wirken, aber tragfähig ist das auch nicht wirklich.) Und für einen begeisterten Violinisten ist es zweifellos sinnvoll, wenn die Partnerin Cello spielt, schon aufgrund der gemeinsamen Konzertoptionen ...
 
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  • #29
Zitat von zrs13:
Bei mir ist das jedenfalls die Musik. So richtig schnell/intensiv verliebt habe ich mich immer nur in Frauen, die auch selbst aktiv Musik machen und darin richtig aufgehen. Zu Beziehungen hat es aber bisher nur mit welchen geführt, die zwar auch Musik sehr mochten, aber nicht so richtig diese Leidenschaft geteilt haben (und da vor allem auch nicht selbst aktiv waren) -- und es hat dann auch nie so richtig langfristig "gepasst". Ich mache mir gerade Gedanken, ob das der Grund gewesen sein könnte?
Sicherlich könnte das sein.

Aber klar.

Oder wäre es möglich, dass ich mich da auf etwas "versteife"?
Wieso oder?

Die Frage scheint mir auch zu sein, ob geteiltes Leid wirklich halbes Leid ist oder vielmehr gedoppeltes Leid?

Und die Leidenschaft, tja die Wahl zwischen Eifersucht und Konkurrenzneid ist vielleicht die zwischen Pest und Cholera.
 
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  • #30
Wer als Kind die Möglichkeit hatte, ein Instrument zu lernen, lebt mit Rhythmus. Dabei muss es nicht die klassische Ausbildung sein. Ich habe sehr viele Mitglieder aus namhaften Orchestern kennengelernt, sicher keine Ausnahmetalente, aber genauso vergeistigt in der Musik und man blieb bei der Partnerwahl unter sich. Die Leidenschaft war auch beruflich bedingt.

Ich persönlich kann mich damit nicht anfreunden, es ist nicht meine Leidenschaft, wer dagegen ein gutes Taktgefühl hat und nicht nur auf eins schnippt, sondern auch auf zwei, hat ein gutes Gehör für unterschiedliche Musik. Das würde mich bei einem Mann eher angenehm beeinflussen.

Schön finde ich auch den netten Spruch: *Schau den Mädchen beim Tanz zu, dann weißt du, wie sie sonst sind*.