Beiträge
4
Likes
1
  • #1

Leide ich unter Bindungsangst?

Hallo zusammen

Ich (w, 27) bin neu hier und möchte mich mit einem Anliegen an euch wenden und objektive Meinungen zu lesen.

Seit meinem 17. Lebensjahr war ich mehrheitlich nur in Beziehungen, jeweils mit einigen Monaten Singlezeit dazwischen. Einige Beziehungen hielten länger (3 Jahre) und einige ein paar Monate bis ein Jahr.

Meine letzte Beziehung ging im März dieses Jahres in die Brüche. Die Trennung ging von meinem Ex aus - er hat mir gesagt, er habe sich entliebt. Da er aber bereits 3 Wochen nach mir wieder liiert war, gehe ich davon aus, dass eine andere Frau der Grund war. Wie auch immer, es ist wie es ist. Ich habe - mehr oder weniger - damit abgeschlossen.

Seit ich single bin, interessieren sich diverse Männer für mich und alle wünschen eine Beziehung. Leider sind es gute Freunde von mir, die etwas von wir wollen. Beim einen kann ich sicher sagen, dass ich nichts von ihm will und beim anderen muss ich mal schauen wie es sich so entwickelt. Beide würden mich auf Händen tragen.

Bei mir ist es jedoch so, dass wenn ich merke, dass mich ein Mann unbedingt möchte, ich ihn schlagartig uninteressant finde. Weil ich weiss, dass ich ihn haben könnte. Und weil ich weiss, dass er alles für mich tun würde.

Das macht mir unheimlich Angst. Also sobald ich das merke, distanziere ich mich. Wenn der Mann aber nicht mehr möchte, möchte ich wieder. Und so weiter... und wenn ich darüber nachdenke, hätte eine weitere Beziehung nur negative Folgen für mich. Abgesehen von ein bisschen Zweisamkeit und Unterhaltung. Denn ich mag es nicht, bei Partner zu übernachten (schlafe nur alleine gut), wenn er klammert, Dinge von mir fordert, zusammenziehen und Kinder will usw...

Bin ich nur enttäuscht? Oder sind das bereits Züge einer Bindungsangst? Hat jemand etwas ähnliches erlebt?
 
Beiträge
4
Likes
1
  • #2
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich mich nun seit März sehr intensiv mit mir selbst beschäftigt und endlich gemerkt habe, dass nur ich mich selbst glücklich machen kann. Zuvor dachte ich immer, dass ein Mann bzw. eine andere Person dafür "zuständig" ist... ich komme nun sehr gut mit mir selbst klar und genüge mir auch selbst.

Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun?
 
  • Like
Reactions: Tone
Beiträge
6.100
Likes
6.617
  • #3
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich mich nun seit März sehr intensiv mit mir selbst beschäftigt und endlich gemerkt habe, dass nur ich mich selbst glücklich machen kann. Zuvor dachte ich immer, dass ein Mann bzw. eine andere Person dafür "zuständig" ist... ich komme nun sehr gut mit mir selbst klar und genüge mir auch selbst.

Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun?
IMVHO ein guter Anfang, sich intensiv mit sich selbst zu beschäftigen ! Wenn Du den Eindruck hast, alleine nicht weiter zu kommen, kann ich Dich nur ermutigen, Dir professionelle Hilfe zu suchen : Nein, Du bist nicht verrückt ! Aber manchmal braucht es den unverstellten Blick eines Außenstehenden, um Deine Probleme "zu sortieren" ... ! ;)

DAs gilt IMVHO auch und insbesondere für die Fragen und Probleme, die Du in Deinem Eingangsposting schilderst, sprich :
(...) Bei mir ist es jedoch so, dass wenn ich merke, dass mich ein Mann unbedingt möchte, ich ihn schlagartig uninteressant finde. Weil ich weiss, dass ich ihn haben könnte. Und weil ich weiss, dass er alles für mich tun würde.

Das macht mir unheimlich Angst. Also sobald ich das merke, distanziere ich mich. Wenn der Mann aber nicht mehr möchte, möchte ich wieder. Und so weiter... und wenn ich darüber nachdenke, hätte eine weitere Beziehung nur negative Folgen für mich. Abgesehen von ein bisschen Zweisamkeit und Unterhaltung. Denn ich mag es nicht, bei Partner zu übernachten (schlafe nur alleine gut), wenn er klammert, Dinge von mir fordert, zusammenziehen und Kinder will usw...(...)
Was müßte geschehen, damit Du anders reagierst ?
 
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #4
Auf den ersten Bilck sehe ich da keine Bindungsangst.

Dass sowohl Frauen wie Männer sich nicht von "Hinterherlaufen" angezogen fühlen, ist nix Neues.
Das Phänomen gibts öfter als man denkt.
Die "kalte Schulter" wirkt motivierend, sich dem anderen anzunähern. Offen bekundete Zuneigung hingegen ruft Desinteresse hervor.

Letztlich musst du dich fragen was (wen?) du möchtest?
Wenn der eine Freund dir zusagt, dann versuch dich doch mal darauf einzulassen und seine Zuwendung einfach nur zu genießen (also das mögliche Desinteresse zu unterdrücken). Natürlich wirkt jemand, der "rumeiert" irgendwie auch interessanter, mysteriöser, undurchschaubarer. Aber eigentlich sind die "Rumeierer" meist selbst unsicher oder nicht ganz klar mit sich selbst. Besser ist ein Mann, der weiss was er will und dazu steht - ohne wenn und aber.
Du könntest versuchen über dich selbst hinauszuwachsen und seine offene Zuneigung annehmen und schauen, was passiert.
Auf die sehr distanzierten Männer positiv zu reagieren könnte ein unbewusstes Verhaltensmuster sein - denn das ist ja eigentlich unlogisch ;)
Hast du eine distanzierte Mutter oder distanzierten Vater ?
 
Zuletzt bearbeitet:
P

Philippa

  • #5
Hallo LadyApricot!
Was wäre denn anders, wenn es sich um eine Bindungsangst handeln würde? Ist es nicht eigentlich egal, was für ein Label dem angehängt würde?

Wichtig wäre doch eher, was du tun kannst, damit du in Zukunft besser mit einer nahen Beziehung umgehen kannst.

Es ist sicher schon eine gute Sache, wenn du langsam deinen schädlichen Verhaltensmustern auf die Schliche kommst. Vielleicht kannst du dir diesbezüglich noch überlegen, woher diese Muster kommen und was ihr Zweck war, als sie entstanden sind. Vielleicht kommt dann auch Trauer darüber auf.
Das wichtigste wird aber sein, diese Muster aktiv zu verändern. Das kannst du vermutlich nur, wenn du dich wieder auf eine Beziehung einlässt. Allerdings nur auf eine Beziehung mit einem Mann, den du auch als Partner möchtest. Du musst ja nicht mit jedem Mann, der sich für dich interessiert, eine Beziehung eingehen!
Vielleicht könntest du auch versuchen, herauszufinden, wie ein Mann denn sein müsste, damit er dir prinzipiell gefallen würde. Und das mal zuerst ohne dass sich ein konkreter Mann für dich interessiert.
Ich würde auch niemanden als Partner wünschen, nur weil er mich auf Händen trüge...

Viel Glück!
 
  • Like
Reactions: Traumichnich
Beiträge
8.079
Likes
7.870
  • #7
Vielleicht hast Du einfach noch nicht Mr. Right getroffen....
 
  • Like
Reactions: Julianna
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #8
Kann man öfter beobachten.
Auch viele Männer finden Frauen schnell mal (unterbewusst!) unattraktiver, nur weil sie sofort ihre Liebe bekunden und sich den rechten Arm abhacken. Das ist wirklich nix Neues. Umgekehrt gibts das natürlich auch.
Unnahbarkeit kann ungeahnte Anziehungskraft ausüben (auf manche). Es ist unlogisch, definitiv.
 
Beiträge
523
Likes
186
  • #9
Bei mir ist es jedoch so, dass wenn ich merke, dass mich ein Mann unbedingt möchte, ich ihn schlagartig uninteressant finde. Weil ich weiss, dass ich ihn haben könnte. Und weil ich weiss, dass er alles für mich tun würde.

Das macht mir unheimlich Angst. Also sobald ich das merke, distanziere ich mich. Wenn der Mann aber nicht mehr möchte, möchte ich wieder.
Naja, das ist ja einfach nur wieder das typische "Hey, zeig mir gefälligst wie toll ich bin" - Verhalten. Du brauchst einfach dieses Begehrt-sein. Sobald dir der Mann das entzieht, musst du plötzlich was unternehmen, auch wenn er dich eigentlich nicht interessiert.
 
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #11
  • Like
Reactions: lisalustig
Beiträge
4
Likes
1
  • #16
Vielen Dank für eure prompten Antworten!

Schön, so objektive Meinungen zu lesen. Das kann einem wirklich helfen besser durchzublicken.

@Traumichnich, was anders sein müsste:
Der Mann dürfte mir nicht so offenkundig sein Interesse mitteilen. Schon, aber nicht so direkt. Ich meine, mein Ex hat auch sein Interesse bekundet (sonst wären wir ja nicht zusammen gekommen), aber der war viel distanzierter. Er hat mir nie - selten - seine Gefühle verbal gestanden. Durch Taten manchmal, ja. Der war mir auch weniger zugewandt. Der hat mir auch nie gesagt dass ich hübsch sei oder sowas...
Vielleicht bin ich auch einfach eine DramaQueen, die es kompliziert will. Aber wenn es dann faktisch kompliziert ist/wird, bin ich total unglgücklich und meine Gedanken kreisen nur noch um den Typen ob er mich denn will oder nicht oder ob ich was falsch gemacht habe... voll Banane! Das weiss ich selbst.

@Julianna: ja, ich habe ein sehr distanzierte Mutter, die selten Gefühlsregungen zeigt. Mein Vater ist dagegen ein gefühlvoller Mensch, der seinen Launen und Emotionen eher ausgesetzt ist. Er hat sich auch schon bei mir über meine Mutter beklagt, sie meide seine Nähe usw...

Der Typ, der auf mich steht, würde eigentlich(!) Attribute mit sich bringen, die ich an einem Mann schätze (zuverlässig, treu, gross, sportlich, hübsches Lachen, guter Humor, unternehmungslustig, emotional stabil...). Nur fehlt mir da bis anhin ein wenig die Anziehung, obwohl ich nicht gänzlich unattraktiv finde. Er sieht in der Tat gut aus, ist aber manchmal mir ggü. etwas zu sanft, zu wenig "aggressiv". Er ist halt eher dünn, mein Ex war nicht dick, aber hatte einen kleinen Bauchansatz... der war zwar nett zu mir, aber irgendwie war ich nie seine 1. Priorität, die war sein Sport.

Aber auch auf ihn konnte ich mich nicht 100%ig einlassen, habe mich ihm anfänglich etwas entzogen (bin oft nach Hause schlafen gegangen usw.). Aber als dann SEINE Gefühle nachliessen, war ich besessen davon, alles richtig zu machen und ihn nicht zu verlieren... ich verstehe es nicht. Irgendwas läuft falsch mit mir.

Entweder grundsätzlich oder dann war Mr. Right noch nicht dabei.
 
Beiträge
6.100
Likes
6.617
  • #17
@Julianna : Ich denke, die OP meint das anders, eben nicht dieses "Wer sich rar macht, macht sich beliebt", sondern grundsätzlicher und in einer Weise, wie Du sie Dir offensichtlich gar nicht vorstellen kannst, wie dieses Kinderspielzeug mit den 2 Kugeln an Strippen ("Klacker" ?) : Annäherung, bis sie es nicht mehr ertragen kann, Abstoßen, ebenfalls bis sie es nicht mehr ertragen kann, wieder Annäherung, bis sie es nicht mehr ertragen kann und so weiter. Kenne so ein Verhalten aus eigener Erfahrung, war nicht lustig, und kann nur sie ändern.

Deshalb halte ich Philippas posting (# 5) für entschieden zielführender !
 
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #18
@Traumichnich
Doch, ich weiss in etwa worum es geht (eine Vermutung).
Ich bin selbst oft ambivalent (Nähe-Distanz-Tarierend).
Solche Verhaltensmuster legt man nicht so schnell ab. Im Idealfall kann man mit dem significant other darüber sprechen. Ein Verständnis herstellen. Ist natürlich nicht so einfach.
So ganz ablegen wird man das aber nie richtig. Da helfen oft nur klare Ansagen an den anderen.
Das ist aber erstmal noch keine ausgewachsene Bindungsangst. Das ist nämlich ein "großes Wort". Erstmal ist es nur ein Verhaltensmuster. Die Frage nach dem Nähe-Distanz-Verhältnis. Dieses Bedürfnis kann ja bekanntlich sehr unterschiedlich sein. Schön ist es immer, wenn man mit dem anderen darüber kommunizieren kann "hey ich brauche mal 4-5 Tage meinen Freiraum" und der andere versteht das und macht es nicht an seiner Person fest oder nimmt es gar persönlich. Abstand- Nähe-Distanz-Enge ... schwierig, sehr individuell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
4
Likes
1
  • #19
Ja genau, das meinte ich.

Annäherung, Wegstossen, Annäherung, Wegstossen... das ist ein sehr mühsames und destruktives Verhalten, dessen bin ich mir bewusst. Anderen gegenüber sehr unfair.

Vor einigen Jahren war ich mit einem Mann zusammen, der mich geheiratet hätte. Von dem habe ich mich dann per SMS getrennt, quasi von heute auf morgen. Er hatte Angst mich zu verlieren und begann dadurch zu klammern, was mir wiederum die Kehle zugeschnürt hat und ich konnte es nicht mehr ertragen. Ganz, ganz böse, ich weiss. Mit dieser Tatsache hadere ich noch heute...
 
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #20
Ja genau, das meinte ich.

Annäherung, Wegstossen, Annäherung, Wegstossen... das ist ein sehr mühsames und destruktives Verhalten, dessen bin ich mir bewusst. Anderen gegenüber sehr unfair.

Vor einigen Jahren war ich mit einem Mann zusammen, der mich geheiratet hätte. Von dem habe ich mich dann per SMS getrennt, quasi von heute auf morgen. Er hatte Angst mich zu verlieren und begann dadurch zu klammern, was mir wiederum die Kehle zugeschnürt hat und ich konnte es nicht mehr ertragen. Ganz, ganz böse, ich weiss. Mit dieser Tatsache hadere ich noch heute...
Keine Ahnung ob das deinem Charakter entspricht oder hilfreich ist, aber jetzt ob du das Problem erkannt hast und versuchst damit zu händeln, wäre es eine Option dem Gegenüber ganz ehrlich und offen davon zu berichten. Damit das Gegenüber es verstehen kann. Jeder hat Macken, Fehler, Schwächen. Auch das Gegenüber wird Probleme haben und Fehler. Wichtig ist der Austausch darüber. Dann kann der (passende) Gegenpart besser damit umgehen. Sich mal bewusst distanzieren, langsam ohne Einengungen eine neue From der Nähe zu dir aufbauen und du kannst dich langsam Stück für Stück daran gewöhnen. Das benötigt natürlich ein Gegenüber, das diese Aufgabe leisten kann.
 
Beiträge
6.100
Likes
6.617
  • #21
@Julianna :
Dein Posting bestätigt meine Einschätzung : Du meinst eine völlig andere Situation.

So, wie ich die OP verstehe, hat das eben rein gar nichts mit "Freiraum" o.ä. zu tun. Deshalb bringt "Kommunikation" hier nur sehr bedingt etwas. Vor allem wird es das "Problem" nicht lösen, und selbst wenn er sich (extrem) zurücknimmt, wird sie weiter so reagieren, weil sie um seine Gefühle weiß.

Meine Ex ist nachts mal aufgestanden und hat auf der Couch weitergeschlafen, weil sie "meine Nähe nicht mehr ertragen" konnte, weil sie das Gefühl hatte, es schwappe von meinem "schlafenden Körper" ( ! ) "eine Wolke von liebevollen Gefühlen und Wärme" herüber und "wie eine Welle über ihr zusammen", die ihr "die Luft zum Atmen" nähme. Ich denke, das entspricht eher dem, was die OP meint.

Im Falle meine Ex glaube ich, die Ursache zu kennen, aber das ist nichts, was jemand anderes ändern könnte : Das kann nur sie selbst !

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen : Auf Grund meiner ( ! ) Erfahrungen (s. o.) halte ich ( ! ) das nicht für Beziehungsunfähigkeit, sondern lediglich für das Symptom, die Manifestation, die Auswirkung eines (anderen) inneren Konflikts, den sie - wie gesagt - IMVHO nur selbst, ggf. mit professioneller Hilfe, lösen kann.

Sie schrieb ja schon, daß sie sich in letzter Zeit sehr mit sich selbst beschäftigt hat. Insofern sehe ich sie auf einem guten Weg, den ich ihr aus meinen Erfahrungen nur empfehlen und sie darin bestärken kann, ihn weiter zu gehen.
 
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #24
@Traumichnich
Wieso reden wir aneinander vorbei :D

Wenn deine Ex aufs Sofa umsiedelt braucht sie Distanz. (Unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis). Das muss nicht immer eine (schwerwiegende) Ursache haben. Welchen Grund vermutestest du denn dahinter? Würde mich interessieren. Einen inneren Konflikt?
 
Beiträge
6.100
Likes
6.617
  • #26
@Traumichnich
Wieso reden wir aneinander vorbei :D

Wenn deine Ex aufs Sofa umsiedelt braucht sie Distanz. (Unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis). Das muss nicht immer eine (schwerwiegende) Ursache haben. Welchen Grund vermutestest du denn dahinter? Würde mich interessieren. Einen inneren Konflikt?
Ja. Werde ich aber hier nicht ausbreiten.

Wie gesagt : Es gibt einen Unterschied zwischen "Freiraum benötigen" und "Nähe zwar zu suchen, aber nicht ertragen zu können".

Deshalb : Nein, kann niemand ! ;)

Ich brauchte dabei gar nichts zu tun, kam auch so so sicher wie das Amen in der Kirche ! Ich kannte das Spielchen ja nun schon ein Weilchen und hab' mich zurückgehalten, sie war diejenige, die wieder angetöffelt kam. Am Ende wußte ich schon : Das ist zu schön, um wahr zu sein, gleich knallt's wieder - und so war's dann auch ... ! :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #27
Ja. Werde ich aber hier nicht ausbreiten.

Wie gesagt : Es gibt einen Unterschied zwischen "Freiraum benötigen" und "Nähe zwar zu suchen, aber nicht ertragen zu können".

Deshalb : Nein, kann niemand ! ;)

Ich brauchte dabei gar nichts zu tun, kam auch so so sicher wie das Amen in der Kirche ! Ich kannte das Spielchen ja nun schon ein Weilchen und hab' mich zurückgehalten, sie war diejenige, die wieder angetöffelt kam. Am Ende wußte ich schon : Das ist zu schön, um wahr zu sein, gleich knallt's wieder - und so war's dann auch ... ! :(
Und ich widerspreche erneut :D
Es ist möglich mit dem passenden Partner. Und ja, sie wird sich nicht ändern können. Aber wie hättest du dich besser damit arrangieren können? Wenn du doch schon weisst, dass es irgendwann knallt und zuviel Nähe ist, wieso kannst du dann nicht schon vorher, etwas Nähe "herausnehmen", damit es gar nicht erst zu diesem Punkt kommt? Das kann ganz konkret erfolgen, indem du nach ein paar Tagen "Miteinander und Nähe" ihr sagst, dass jetzt etwas Abstand/Distanz notwendig sind. Das geht natürlich nur, wenn man selbst nicht unter solcher Distanz leidet. Wer zum Menschentyp "symbiose" gehört, wird das nicht leisten können. Aber unmöglich ist es nicht - es kommt auf das individuelle Nähe-Bedürfnis drauf an.
Bei jemanden der sich symbiotisch an mich klammert, würde ich auch die Flucht ergreifen. Das könnte ich nicht aushalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
8.836
Likes
5.957
  • #28
@LadyApricot
Könnte natürlich sein, dass du das distanzierte Verhalten deiner Mutter unterbewusst kopierst ... bzw. darin die Liebe suchst/findest. Also von einem Mann erwartest, dass er ebenso distanziert ist, weil du dich dann geliebt fühlst. Das ist natürlich eine "falsche Prägung" die dann tief bei dir verankert ist (schon als Kind).
Wenn du schreibst, du würdest manchmal das "Drama" benötigen, dann warum? Weil du dann deine Gefühle besser spürst?
Wieso brauchen manche Menschen ständiges auf und ab - also das Drama? Wieso können sie nicht gleichmäßig auf der Welle treiben? Warum müssen sie unter Wasser tauchen, um fast zu ersticken, bevor sie wieder auftauchen können?
Borderliner/Narzisstien beispielsweise haben oft das Bedürfnis nach "Drama", notfalls erzwingen sie es - um sich selbst überhaupt spüren zu können. Ihnen fehlt das Gefühl zu sich selbst.
Ich vermute aber, bei dir wird das nicht so sein. Ich habe eher den Gedanken, dass du versuchst die Ehe deiner Eltern "nachzuleben". Deine Mutter distanziert, dein Vater sehr emotional - gab es da viele aufs und abs? Keine vernünftige Konfliktlösung? Hatten oder haben deine Eltern eine "gute Streitkultur" oder können sie sich nicht vernünftig miteinander auseinandersetzen?
Oft ist die Tendenz, kompliziert zu sein oder das Drama zu suchen, schlicht in einer nie erlernten Konfliktfähigkeit zu finden.
Trifft irgendwas davon auf dich zu? Wie gehst du mit Konflikten um? Sachlich-klärend oder emotional-dramatisierend?
Wo stehst du, auf welcher Seite? Bist du ein distanzierter Mensch, oder erwartest du das vom Gegenüber?