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  • #31
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Schreiberin:
Hallo Maddib !
Was meinst du damit bloß ? Als Lehrer ist man meistens Beamter und hat damit einen sicheren Job auf Lebenszeit – das ist natürlich ein gravierender Unterschied zur Freien Wirtschaft, aber das gilt für ALLE Beamten, nicht nur für Lehrer.

Wer jedes Profil wegklickt, nur wegen des Berufs „Lehrer“ , hat eindeutig ein Vorurteil.
Und ich kann nur wiederholen : ein Glück, dass die mich wegklicken. Dann muss ich wenigstens nicht auf frustrierende Weise „beweisen“, das ich nicht so bin.
hallo schreiberin,

deine ausführungen kommen wohl genau zur rechten zeit. danke.
also, was ich zugegeben eher zwischen den Zeilen meinte (achtung, teils vorurteil!), ist, dass lehrer bei mir ab und an den anschein erwecken, dass sie von der (berufs unabhängigen) arbeit gerade in der privatwirtschaft immer wieder erstaunt sind und etwas ungläubig dreinblicken. wenn man z. b. betont, dass hier häufig ein betriebsrat nur eine alibifunktion hat oder gar nicht vorhanden ist, eine gewerkschaft nicht zuständig ist, es keine interessenvertretungen gibt, man es ausschließlich mit erwachsenen zu tun hat, einmal im jahr die eigene leistung beurteilt wird, bei umfangreichen sparmaßnahmen die mitarbeiter reihenweise an die luft gesetzt werden, ein standortwechsel manchmal unumgänglich ist, um den job zu behalten oder einen neuen zu bekommen, für manche eine wahre existenzangst herrscht, weil der job unsicher ist, und mehr.

wunderbar dein vergleich mit der arbeitszeit und -moral :). natürlich ist da was dran. was du so schreibst, klingt danach, als wenn du wirklich sehr motiviert bist und viel einsatz mitbringst. darf ich fragen, wie lange du schon als lehrerin arbeitest?

ich meine dein vergleich mit "x bleibt doch auch x" hinkt etwas. die bandbreite der möglichen jobs in der privatwirtschaft - bei identischer ausbildung - ist glaube ich um einiges höher als bei lehrern oder meinetwegen auch postboten. ich kann in der privatwirtschaft mit einer "startausbildung" in meinem ganzen berufsleben ausgesprochen unterschiedliche jobs haben, was meiner erfahrung nach so mancher lehrer auch nicht wirklich versteht - von wegen EINE ausbildung gleich EIN beruf. dem ist aber halt häufig gar nicht so.

keine frage, ein lehrerkollegium kann auch die reine hölle sein und eine "flucht" umso schwieriger. dass das im extremfall auch zu außerordentlichen psychischen problemen/belastungen führen kann, ist wohl klar. ich denke, hier werden Lehrer auch keineswegs beneidet. nur, die "fluchtmöglichkeit" ist in der freien wirtschaft auch nicht immer gegeben.

ich sehe, du hast eine sehr moderne/zeitgemäße ansicht, was die art des unterrichts angeht. ist diese bei dir aber eher eine einstellung oder tatsächlich gelebter berufsalltag? wenn letzteres stimmen sollte und du hierbei auch unterstützt wirst, dann bist du wohl an einer recht vorbildlichen schule tätig. dieses glück haben möglicherweise nicht viele.

da hast du dich gerade etwas widersprochen. wenn du doch SO viele "schreckliche" lehrer kennst, die den vorurteilen tatsächlich gerecht werden, dann sind es doch eigentlich gar keine vorurteile mehr, oder ;-)?

bist du vielleicht tatsächlich eine ausnahmelehrerin, die ihren beruf sehr ernst, mit hingabe und notwendiger offenheit ausübt? das ist natürlich denkbar. dann liegt es vielleicht umso mehr an deiner persönlchkeit, den "makel" lehrer wieder wettzumachen ;-). ich denke, wenn deine perönlichkeit und dein auftreten so gar nicht "lehrer-like" rüberkommt, sollte dein gegenüber aufhorchen - und zwar egal, ob er weiß, dass du lehrerin bist oder nicht :).

in deinem profil würde ich vielleicht besonders die seiten an dir hervorheben, die man so gar nicht mit einem "standard lehrer" verbindet. das könnte die notwendige aufmerksamkeit bringen.

mein eigener konkreter ausbildungsweg ist auch nicht unbedingt parship freundlich. vorurteile erreichen mich bei treffen auch schon mal ganz subtil. aufgrund meines berufes habe ich allerdings die Möglichkeit, mein studium bei der ersten anbahnung etwas zu kaschieren. ich denke, das ist legitim ;-).
 
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  • #32
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Andre:
Wobei die Frage ist, inwieweit der Beruf die Persönlichkeit geprägt hat und inwieweit die Persönlichkeit die Berufswahl. Ich denke, oft ist es beides (bei mir auf jeden Fall).
Die Persönlichkeit ist meiner Erfahrung nach oftmals kein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl des Berufs Lehrer. Da hat es mit dem Germanistik-Studium nicht geklappt, da "macht" man eben "Lehrer". Ausgerechnet für ein Lehramtsstudium (oder für den Master of Education, wie es ja mittlerweile heißt) gibt es keinen NC, keine Eignungsprüfung und wahrscheinlich immer noch zu wenig Beratung zu einem realistischen Berufsbild. Leider, leider.
 
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  • #33
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

@Weltenbummler
Danke für deine nette Reaktion - das hat mir gut getan !
Ich habe schon befürchtet, ich hätte es mit meinen Ausführungen übertrieben (doziert ??!!!), aber wenigstens einer hat es also schon mal verstanden . :)

Zu der frustrierenden Rechtfertigung : Vorurteile haben ja nun einmal den Charakter, dass sie sehr schwierig aus der Welt zu schaffen sind und oft auch sehr tief im Untergrund versteckt sind. In einer Partnerschaft finde ich es schon äußerst frustrierend, gegen ein Vorurteil ankämpfen zu müssen. Der Stempel "Besserwisserin" in Auseinandersetzungen ist schon ziemlich verletzend und auch eine Art "Torschlagargument" . Da wird dann einfach gesagt "Ich nehme dich aber so wahr !" und damit hat sich die Sache dann. Super.

Beim ganzen Nachdenken hier über das Thema ist mir noch mal klargeworden, dass jemand , der sich 10 bis 13 Jahre durch die Schule quälen musste und es eher mit schlechten Lehrern zu tun hatte, sicher absolut verständlich voreingenommen sein muss.
Mildernde Umstände, aber dann eben einfach die falsche Kombination für mich.
 
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  • #34
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

@Schreiberin: Gut gebrüllt, Löwin. Hoffentlich hat es Wirkung.
 
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  • #35
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

@Schreiberin:

Wer sich verteidigt, klagt sich an. Das hat mir mal ein schlauer Mensch erzählt - ein Pädagoge. ;-)

Ich verstehe im Übrigen deine Semantik von "Besserwisser" nicht. Etwas besser zu wissen als andere scheint mir doch - Expertise zu sein. Nun also - was wissen Lehrer besser? Und vor allem - als wer? Du triffst dich hier auf PS nun nicht mit Schülern, sondern mit erwachsenen Männern, die ihrerseits - das unterstelle ich ihnen jetzt mal - über Wissen verfügen, das du nicht für dich beanspruchen kannst. Sind das dann auch "Besserwisser"? Nö.

Lehrer sind professionelle Wissensvermittler, leider oftmals mit Alleingültigkeitsanspruch. Das stört mich. Und ich leiste mir seit einigen Jahren den Luxus, keine Fortbildungen mehr anzubieten - für Lehrer. ;-)
 
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  • #36
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Schreiberin:
Ich muss manchmal grinsen, wenn ich sehe, zu welchen Uhrzeiten hier gepostet wird - sehr viel in den normalen Arbeitszeiten. Haben die alle gerade zufällig Urlaub oder sind alle krank ? Nur, weil jemand sich 10 oder mehr Stunden außer Haus befindet, heißt das nicht zwingend, dass er die ganze Zeit hochkonzentriert und intensiv arbeitet.

.
Darüber hab ich auch schon geheim "gegrinst"....würde mich interessieren. :)
und
Chapeau für dein Plädoyer, Schreiberin!
 
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  • #37
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Vielen Dank an Parship, dass hier mal ein bisschen schneller freigeschaltet wird und man nicht tagelang auf den weiterern Verlauf der Diskussion warten muss !

Zitat von maddib:
hallo schreiberin,

deine ausführungen kommen wohl genau zur rechten zeit. danke.
Wieso zur rechten Zeit ? Datest du gerade eine Lehrerin??? ;-)))


also, was ich zugegeben eher zwischen den Zeilen meinte (achtung, teils vorurteil!), ist, dass lehrer bei mir ab und an den anschein erwecken, dass sie von der (berufs unabhängigen) arbeit gerade in der privatwirtschaft immer wieder erstaunt sind und etwas ungläubig dreinblicken. wenn man z. b. betont, dass hier häufig ein betriebsrat nur eine alibifunktion hat oder gar nicht vorhanden ist, eine gewerkschaft nicht zuständig ist, es keine interessenvertretungen gibt, man es ausschließlich mit erwachsenen zu tun hat, einmal im jahr die eigene leistung beurteilt wird, bei umfangreichen sparmaßnahmen die mitarbeiter reihenweise an die luft gesetzt werden, ein standortwechsel manchmal unumgänglich ist, um den job zu behalten oder einen neuen zu bekommen, für manche eine wahre existenzangst herrscht, weil der job unsicher ist, und mehr.
Ehrlich gesagt sind unter uns Lehrerinnen die Lehrer nicht gerade die gesuchtesten Partner !
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, in meiner Freizeit auch noch ständig über Schule zu reden. Meine Kolleginnen sind mit Ingenieuren, Geschäftsführern, Vertrieblern, Rechtsanwälten und ähnlichen Berufsgruppen verbändelt, ich selber war auch viele Jahre mit einem Mann zusammen, der sich in verschiedenen Konzernspitzen herumärgern musste - so ganz ohne Berührung zur Wirtschaftswelt sind wir dann auch nicht.

wunderbar dein vergleich mit der arbeitszeit und -moral :). natürlich ist da was dran. was du so schreibst, klingt danach, als wenn du wirklich sehr motiviert bist und viel einsatz mitbringst. darf ich fragen, wie lange du schon als lehrerin arbeitest?
Du hast zwar damit recht, dass nicht alle so engagiert sind wie ich, aber wenn du darauf spekulierst, dass ich überaktive Berufsanfängerin bin, muss ich dich leider entäuschen : ich bin schon über 20 Jahre im Einsatz... :)


ich sehe, du hast eine sehr moderne/zeitgemäße ansicht, was die art des unterrichts angeht. ist diese bei dir aber eher eine einstellung oder tatsächlich gelebter berufsalltag? wenn letzteres stimmen sollte und du hierbei auch unterstützt wirst, dann bist du wohl an einer recht vorbildlichen schule tätig. dieses glück haben möglicherweise nicht viele.
Wenn Einstellung und Umsetzung nicht passen würden, wäre ich wohl ein sehr unglücklicher Mensch. Leider ist meine derzeitige Schule eher eine mittlere Katastrophe und ich bekomme da erst Unterstüzung und Anerkennung, seit die Schulleitung gewechselt hat. Wenn man richtig von seiner Einstellung überzeugt ist, kämpft man auch mal gegen Windmühlen - und sucht sich ansonsten Gleichgesinnte auf anderen Wegen (es gibt auch Lehrer-Foren !!)


da hast du dich gerade etwas widersprochen. wenn du doch SO viele "schreckliche" lehrer kennst, die den vorurteilen tatsächlich gerecht werden, dann sind es doch eigentlich gar keine vorurteile mehr, oder ;-)?
Gerade das macht ja ein Vorurteil aus : man sieht einen Trend und schneidet dann jeden Einzelnen über einen Kamm. Ich will ja überhaupt nicht behaupten, dass die Kritik an der Lehrerschaft komplett an den Haaren herbeigezogen ist.
Ich fände es nur ganz reizend, wenn der eine oder andere erstmal einen Blick auf mich wirft, bevor ich in den einen Topf geschmissen werde.
IT-Leute sind ja auch nicht ALLE Kellerkinder und Rechtsanwälte nicht ALLE Halsabschneider oder Paragraphenreiter....


in deinem profil würde ich vielleicht besonders die seiten an dir hervorheben, die man so gar nicht mit einem "standard lehrer" verbindet. das könnte die notwendige aufmerksamkeit bringen.
Keine Sorge, über mangelnde Aufmerksamkeit kann ich nicht klagen . :)
Es hat schon einen Hintergrund, warum ich diesen Nickname gewählt habe...

mein eigener konkreter ausbildungsweg ist auch nicht unbedingt parship freundlich. vorurteile erreichen mich bei treffen auch schon mal ganz subtil. aufgrund meines berufes habe ich allerdings die Möglichkeit, mein studium bei der ersten anbahnung etwas zu kaschieren. ich denke, das ist legitim ;-).
Wenn du im echten Leben so nett und kommunikativ bist wie hier, wirst du sicher auch keine Probleme haben. :)
 
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  • #38
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Agapanthus:
Die Persönlichkeit ist meiner Erfahrung nach oftmals kein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl des Berufs Lehrer. Da hat es mit dem Germanistik-Studium nicht geklappt, da "macht" man eben "Lehrer". Ausgerechnet für ein Lehramtsstudium (oder für den Master of Education, wie es ja mittlerweile heißt) gibt es keinen NC, keine Eignungsprüfung und wahrscheinlich immer noch zu wenig Beratung zu einem realistischen Berufsbild. Leider, leider.
Aber wirklich ein dickes LEIDER. In anderen Ländern sieht man Lehrer als Personen an, die die nächste Generation optimal auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten vorbereiten müssen : Wissensvermittlung für lebenslanges Lernen und Menschenbildung. Es gibt hohe Einstiegshürden und Eignungsprüfungen. Die, die nur Lehrer werden wollen, weil ihnen die Alternativen fehlen oder die nur auf die Ferien schielen, sind leider dann auch oft die, die überhaupt nicht mit dem Unterrichten klarkommen und das schlechte Image des Lehrers in jeder Hinsicht bestätigen.
 
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AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Agapanthus:
@Schreiberin:

Ich verstehe im Übrigen deine Semantik von "Besserwisser" nicht. Etwas besser zu wissen als andere scheint mir doch - Expertise zu sein. Nun also - was wissen Lehrer besser? Und vor allem - als wer? Du triffst dich hier auf PS nun nicht mit Schülern, sondern mit erwachsenen Männern, die ihrerseits - das unterstelle ich ihnen jetzt mal - über Wissen verfügen, das du nicht für dich beanspruchen kannst. Sind das dann auch "Besserwisser"? Nö.
Naja, Besserwisser ist immer so das gängige "Schimpfwort", das man hört. Ich denke , damit ist gemeint, sich rechthaberisch zu verhalten, in Gesprächen sehr belehrend und von oben herab rüber zu kommen, dazu noch eine Prise Arroganz und Geringschätzung des "kleinen blöden Gegenübers" , der es noch immer nicht verstanden hat.... :)


Lehrer sind professionelle Wissensvermittler, leider oftmals mit Alleingültigkeitsanspruch. Das stört mich. Und ich leiste mir seit einigen Jahren den Luxus, keine Fortbildungen mehr anzubieten - für Lehrer. ;-)
:)))))) Das kann ich voll und ganz verstehen ! Wenn ich manchmal so vor einem Kollegium stehe und die geballte Ignoranz spüre, sehne ich mich dann wieder nach meinen kleinen wissbegierigen Zweitklässlern.... :)
 
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  • #40
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Ich mag Lehrerinnen ;) und wieso? Weil ich es kann! :p
 
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  • #41
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Ok ich oute mich!

Ich mag Lehrerinnen! ;) Wer noch?
 
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  • #43
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Was ich zu bedenken geben möchte ist: dass die "welt"orientierten " Karriere-couples" doch oft bis zu einem sehr hohen Prozentsatz die Erziehung des Nachwuchses den Lehrern überlassen.
Diese dann als eine skurrile Schicht zu definieren, ist nicht gerade zuträglich. Eigentlich sollte man alles tun um die Lehrer nicht zu frustrieren, sondern im Gegenteil, alles tun, dass sie mit Liebe und Freude arbeiten können, da man ihnen ja die Kinder anvertraut ....oder?
 
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  • #44
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Schreiberin:
Wieso zur rechten Zeit ? Datest du gerade eine Lehrerin??? ;-)))

Ehrlich gesagt sind unter uns Lehrerinnen die Lehrer nicht gerade die gesuchtesten Partner !
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, in meiner Freizeit auch noch ständig über Schule zu reden. Meine Kolleginnen sind mit Ingenieuren, Geschäftsführern, Vertrieblern, Rechtsanwälten und ähnlichen Berufsgruppen verbändelt, ich selber war auch viele Jahre mit einem Mann zusammen, der sich in verschiedenen Konzernspitzen herumärgern musste - so ganz ohne Berührung zur Wirtschaftswelt sind wir dann auch nicht.

Du hast zwar damit recht, dass nicht alle so engagiert sind wie ich, aber wenn du darauf spekulierst, dass ich überaktive Berufsanfängerin bin, muss ich dich leider entäuschen : ich bin schon über 20 Jahre im Einsatz... :)

Wenn Einstellung und Umsetzung nicht passen würden, wäre ich wohl ein sehr unglücklicher Mensch. Leider ist meine derzeitige Schule eher eine mittlere Katastrophe und ich bekomme da erst Unterstüzung und Anerkennung, seit die Schulleitung gewechselt hat. Wenn man richtig von seiner Einstellung überzeugt ist, kämpft man auch mal gegen Windmühlen - und sucht sich ansonsten Gleichgesinnte auf anderen Wegen (es gibt auch Lehrer-Foren !!)

Gerade das macht ja ein Vorurteil aus : man sieht einen Trend und schneidet dann jeden Einzelnen über einen Kamm. Ich will ja überhaupt nicht behaupten, dass die Kritik an der Lehrerschaft komplett an den Haaren herbeigezogen ist.
Ich fände es nur ganz reizend, wenn der eine oder andere erstmal einen Blick auf mich wirft, bevor ich in den einen Topf geschmissen werde.
IT-Leute sind ja auch nicht ALLE Kellerkinder und Rechtsanwälte nicht ALLE Halsabschneider oder Paragraphenreiter....

Keine Sorge, über mangelnde Aufmerksamkeit kann ich nicht klagen . :)
Es hat schon einen Hintergrund, warum ich diesen Nickname gewählt habe...

Wenn du im echten Leben so nett und kommunikativ bist wie hier, wirst du sicher auch keine Probleme haben. :)
nein, ich date gerade keine lehrerin, aber es werden mir immer mal wieder lehrerinnen "vorgeschlagen" ;-).

ich glaube, dass sich berufsseitig tatsächlich nicht unbedingt gleiches mit gleichem gesinnen sollte. ich selbst meide eigentlich einen ähnlich gearteten beruf auf der weiblichen "gegenseite", weil ich auch glaube, dass es langfristig besser ist, wenn man gerade hier durchaus unterschiede hat. ich glaube, dass macht den blick auf den lebenspartner einfach anders - vielleicht abwechslungsreicher.

o.k., bei über 20 jahren habe ich nichts gesagt ;-).

es scheint fast so, als wenn du noch vor nicht allzu langer zeit fast auf verlorenem posten gekämpft hättest und erst allmählich rückendeckung bekommst. hut ab, wenn du die ganze zeit über tapfer deine eigenen ansichten vertreten hast.

du hast den punkt getroffen. wer vorurteilen breiten raum gibt, wirft eben alle in einen topf, ohne einen ECHTEN blick auf den EINZELNEN menschen zu riskieren. und das ist - vielleicht sogar - ein wenig respektlos gegenüber denen, die es dann halt trifft.

und damit wären wir eigentlich schon wieder beim kernproblem der partnersuche hier - welches absolut nicht nur etwas mit der berufswahl zu tun hat... die beliebten schubladen.

ertappt man sich nach so einigen dates nicht ab und an selbst bei den gedanken, "das habe ich doch schonmal gehört", "nicht schon wieder" oder "gibt's nicht auch noch IRGENDWIE andere"?
wir machen uns häufig ganz automatisch schon feste bilder über jemanden, ohne dafür überhaupt eine wirklich reale grundlage zu haben, außer unser sog. gefühl. und dieses kann halt auch mächtig daneben liegen. es ist halt nur so unendlich bequem, sich selbst vorzumachen, es wäre ja eh schon alles klar, also brauche ich mich hier nicht weiter bemühen und hake es/sie/ihn ab.

danke für die blumen - die reiche ich mal gleich zurück ;-).

ich mag die eine oder andere davon überzeugt haben, dass ich eben ein ganz individueller mensch und kein beruf oder studienfach bin. doch um ehrlich zu sein, komme ich mir manchmal ziemlich blöd vor, wenn mir solch ein vorurteil ganz ungeniert unter die nase gerieben wird. das kommt glücklicherweise eher selten vor, doch ich komme dann eben auch in die situation, in der ich glaube, mich irgendwie "verteidigen" zu müssen. was noch hinzukommt, ist, dass ich bei solchen fast schon ausgesprochenen vorurteilen es förmlich rieche, dass die dame gegenüber nicht den BLASSESTEN schimmer davon hat, wie meine ausbildung oder mein beruf eigentlich aussieht. und in dieser situation fühle ich mich verständlicherweise nicht gerade wohl.
 
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  • #45
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Übrigens sind meines Wissens Grundschullehrer- und lehrerinnen die einzigen Menschen, die jedes Jahr gezwungen werden Rosenmontag zu feiern ;-)