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  • #16
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Prinz_im_Kuhstall:
Aber zurück zum Thema:
Ich habe mich tatsächlich mit einigen Lehrerinnen verabredet, war zwar nett aber mehr auch nicht. Alle waren irgendwie extrem konservativ unterwegs, ich kann es nicht genau erklären, aber für mich haben alle Lehrerinnen einen Charme wie aus den 70iger Jahren.
Kontrolliert, ausgleichend, bestimmend ....
Ach je.... Du kannst einem ja wirklich den Tag versüßen, du Prinz du...... :)))
 
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  • #19
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Netter Spruch, aber in einer Partnerbörse kennt man sich ja gerade NICHT. Also können wir es uns eigentlich nicht leisten, auf die zu verzichten, die uns nicht kennen, oder??

Wahrscheinlich gibt es bei uns Frauen genauso viel Lehrerinnen, Pädagoginnen, Managerinnen im Bildungsbereich etc...........wie bei den Männern Computerspezialisten, IT-Profis, Software-Manager und wie auch immer.....da verschwindest du als Individuum in der Masse......
 
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  • #20
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Dann macht einer etwas gaaaaaaaaaaaaaaanz anderes und denkt (zumindest im Krisenfall): im nächsten Leben werd ich Lehrerin oder Beamtin... und stellt sich das totaaaal super und stressfrei und sicher vor.......-)))))))
bezahlter Urlaub, Sozialversicherung, alles geregelt... das Nirvana von Nachbar's Garten
 
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  • #21
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von anaj:
den Spruch von Adenauer find ich auch klasse...
bevor jetzt Gerüchte entstehen : Nein, ich kannte Adenauer *nicht* persönlich ! Wäre auch altersbedingt etwas schwierig geworden ... ;-))

Offenbar hält's besagter Freund mit den Prinzen : "Alles nur geklaut !" ... ! ;-))
 
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  • #22
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Limela:
Und ja, ich sehe sogar gut aus.

Aber wie Recht du hast: Ich lege Wert auf materielle Gesichertheit, weil ich meinen Kindern auch mal was bieten will. Und ich genieße nun mal lieber die Aussicht von der oberen Hälfte. Wer mich materialistisch schimpfen will, bitte.... ich leide nun mal nicht gerne.
Ich liebe ja G'schichtln und diese ist tatsächlich wahr und hat bei mir eine gewissen Lebens-Schadenfreude hinterlassen :D:

In meiner Jugend hatte ich wirklich eine toll aussehende Arbeitskollegin! Diese wusste das auch und ich als Schreibkraft war nicht einmal Luft für sie, habe mich aber immer gefreut, wenn ich ihre Ausatemluft einatmen durfte. Für sie war immer klar, dass sie nur einen reichen Mann heiraten würde - mir war Geld wurscht - hauptsache Spaß :). Na, und sie hat das auch geschafft, hat den Sohn eines Hutfabrikanten (stimmt wirklich, ein Hutfabrikant :)), geheiratet, davor hat sie sich noch schwängern lassen, damit wirklich nichts schief geht. Kurz nach der Hochzeit ist leider die Fa. in Konkurs geraten und ihr Ehemann ist Großhandelsvertreter für Koffer und Taschen geworden :))))))

Heute tippst sie noch immer, sieht schon schon lange nicht mehr gut, sondern nur mehr verlebt aus und ist total frustriert - vor allem, wenn sie mich sieht :)))))))
 
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  • #23
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Berenike:
Netter Spruch, aber in einer Partnerbörse kennt man sich ja gerade NICHT. Also können wir es uns eigentlich nicht leisten, auf die zu verzichten, die uns nicht kennen, oder??
Wir können aber sehr wohl auf die verzichten, die uns NICHT kennen, uns aber gleich fröhlich in die Schublade besserwisserisch-spießig-langweilig einsortieren....
 
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  • #25
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Mag sein, dass es für manche Männer ein Problem darstellt, zwischen ihren traumatischen Kindheitserfahrungen und einem Kontakt auf Augenhöhe zu unterscheiden. Vielleicht leistet die hier auf PS gewählte Darstellung einer Person mit Beruf und Alter dem sogar Vorschub - schließlich trägt in real life auch kaum eine/r ein Warnschild mit sich herum: "Vorsicht, Lehrerin!", jedenfalls nicht in der Freizeit (von Ordensschwestern mal abgesehen, aber die sind auf PS ohnehin in der Minderheit).

Andererseits lässt sich nicht abstreiten, dass wir uns sehr häufig über unseren Beruf definieren. Die Angabe wegzulassen, wäre demnach auch keine Lösung. Ich finde es sogar spannend, mit Leuten aus ganz unterschiedlichen Kontexten in Kontakt zu gelangen - von der Krankenschwester bis zur Opernsängerin...

Was das geregelte Einkommen einer Lehrerin betrifft, bin ich allerdings vollkommen unbeeindruckt. Ich kann verstehen, inwiefern es für die TE von Bedeutung ist, ihrerseits nicht an Sozialfälle zu geraten. Doch suche ich als Mann in einer Frau ganz bestimmt nicht die Versorgerin. Der Großzügigkeit in wirtschaftlichen Belangen steht jedoch eine deutlich höhere Erwartungshaltung in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild gegenüber. Dies abzustreiten, wäre unehrlich. Sich allein darauf zu kaprizieren, jedoch töricht.
 
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  • #26
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Limela:
Frage an alle:
Muss ich einen Berufskomplex bekommen oder mein Berufsbild leugnen, indem ich mich als 'Anglistin' ausgebe?
Was ist denn so schlimm an Lehrerinnen? Mag sein, dass einige besserwisserisch auftreten, aber immerhin dürften wir doch mit unserem geregelten Einkommen als potenzielle Ehefrau halbwegs interessant für Familiengründung sein?!

Ich bin langsam wirklich unglücklich, dass mein Beruf so schlecht ankommt.
hallo limela,

ich bin erstaunt über deine erfahrungen und die von anderen hier. und doch hatte ich schon immer so eine vermutung, was etwaige vorurteile gegenüber lehrern (mann oder frau) als lebenspartner angeht. ich muss sagen, dass ich selber auch nicht ganz frei von diesen bin - leider. warum?

um folgendes geht es mir NICHT...

- verdacht auf rechthaberei
- schlechte erfahrungen mit lehrern aus der Schulzeit
- "öko fuzzies"
- "weicheier"

eher etwas viel einfacheres und fundamentaleres.
bitte folgendes nicht persönlich nehmen oder bewusst falsch verstehen. sind nur gedanken zum thema.

der standard lehrer hat - im durchschnitt - "die schule niemals verlassen": schule - uni - schule. abweichungen gibt's natürlich immer, aber das wäre der direkteste weg - der laufbahn von ausbildung und beruf. das ist - der beruf lässt kaum anderes vermuten - ziemlich einmalig ;-).

wohl jeder andere beruf, ob im öffentlichen dienst oder in der privatwirtschaft, schaut gänzlich anders aus - auch von der wahrgenommen arbeitszeit - von uni profs vielleicht mal abgesehen ;-).

auf jeden fall hat der beruf des standard lehrers wenig bis nichts mit privatwirtschaft zu tun. und in der regel dürfte wohl gelten - einmal lehrer - immer lehrer. also festlegung auf einen ausgeübten beruf von beginn an - nicht immer, aber häufig/meistens(?).

zudem ist ein lehrer berufswegen sehr darauf fixiert, anderen etwas beizubringen und sie zu beurteilen. jeder beruf - auf die eine oder andere art und weise - färbt irgendwann auch auf die persönlichkeit ab - mal mehr, mal weniger.

in welchem umfang haben lehrer/innen die möglichkeit, über ihren doch recht eng umgrenzten tätigkeitsbereich beruflich hinauszuwachsen/sich weiter zu entwickeln?

welches bild haben lehrer/innen von der bunten (berufs-)welt, die sie mannigfaltig umgibt und die so ganz anders ist?

diese und noch andere gedanken kommen einem vielleicht ganz spontan in den kopf...

aber - ich meine der beruf des lehrers - wenn richtig ausgeübt - ist ein sehr verantwortungsvoller beruf, dem - so finde ich - gar nicht genug aufmerksamkeit gewidmet werden kann. und der, ja - leider - mit vielen vorurteilen behaftet ist.
aber nein - ich würde den beruf lehrer niemals verleugnen wollen. wer damit ein problem hat, ist eben nicht der richtige - basta. so gesehen - ein exzellenter filter ;-).
 
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  • #27
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von maddib:
jeder beruf - auf die eine oder andere art und weise - färbt irgendwann auch auf die persönlichkeit ab - mal mehr, mal weniger.
Wobei die Frage ist, inwieweit der Beruf die Persönlichkeit geprägt hat und inwieweit die Persönlichkeit die Berufswahl. Ich denke, oft ist es beides (bei mir auf jeden Fall).
 
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  • #28
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Hallo Maddib !
Deinen Beitrag habe ich nicht in den falschen Hals gekriegt, im Gegenteil, ich finde es gut, dass du etwas mehr in die Tiefe gegangen bist. Ich buddel jetzt mal noch ein bisschen weiter…

der standard lehrer hat - im durchschnitt - "die schule niemals verlassen": schule - uni - schule. abweichungen gibt's natürlich immer, aber das wäre der direkteste weg - der laufbahn von ausbildung und beruf. das ist - der beruf lässt kaum anderes vermuten - ziemlich einmalig ;-).
Ja , das hast du Recht. Während meines Studiums (ich bin auch noch ausgerechnet Grundschullehrerin) wurden wir an der Uni von vielen die „Mäuschen“ genannt : jede Menge süßer kleiner Mädchen mit Pipsstimme, die jedes WE zu Mama und Papa nach Hause fuhren und dann mit null Lebenserfahrung mit Anfang 20 auf die Schüler losgelassen wurden.
Ich habe auch mal irgendwo gelesen, dass oft eher schüchterne, unsichere Personen den Lehrerberuf ergreifen, weil sie glauben, den Lebensbereich zu kennen und sich dann sicherer fühlen.

wohl jeder andere beruf, ob im öffentlichen dienst oder in der privatwirtschaft, schaut gänzlich anders aus - auch von der wahrgenommen arbeitszeit - von uni profs vielleicht mal abgesehen ;-).
auf jeden fall hat der beruf des standard lehrers wenig bis nichts mit privatwirtschaft zu tun. und in der regel dürfte wohl gelten - einmal lehrer - immer lehrer. also festlegung auf einen ausgeübten beruf von beginn an - nicht immer, aber häufig/meistens(?).
Was meinst du damit bloß ? Als Lehrer ist man meistens Beamter und hat damit einen sicheren Job auf Lebenszeit – das ist natürlich ein gravierender Unterschied zur Freien Wirtschaft, aber das gilt für ALLE Beamten, nicht nur für Lehrer.

Wenn die Schüler mittags nach Hause gehen, ist für mich die Unterrichtszeit vorbei – aber ganz sicher nicht die Arbeitszeit. Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich merke, andere Leute denken, ich hätte dann „frei“. Für die Vor- und Nachbereitung von Unterricht brauche ich zwischen 1-4 Stunden täglich und das ist wirklich nichts außergewöhnliches. Sonntag ist auch einer meiner Hauptarbeitstage. Nur weil ich ein Konto bei der Bank habe, kann ich nicht beurteilen, was und wie ein Banker arbeitet. Nur , weil man selber mal zur Schule gegangen ist, kann man nicht beurteilen, was und wie ein Lehrer arbeitet.
Ich muss manchmal grinsen, wenn ich sehe, zu welchen Uhrzeiten hier gepostet wird - sehr viel in den normalen Arbeitszeiten. Haben die alle gerade zufällig Urlaub oder sind alle krank ? Nur, weil jemand sich 10 oder mehr Stunden außer Haus befindet, heißt das nicht zwingend, dass er die ganze Zeit hochkonzentriert und intensiv arbeitet.

Ein Postbote ist sein Leben lang Postbote, ein Arzt ist Arzt, ein Logistiker ist Logistiker und ein IT-Spezialist ist sein Leben lang mit Computern beschäftigt. Auf den ersten Blick ist ein Lehrer Lehrer – aber es ist nicht so eine langweilige Sackgasse, wie man glauben könnte. Ich habe Kolleginnen, die Unterrichtsmaterialien entwickeln und mit Verlagen zusammenarbeiten, die sich in Personalräten und der Gewerkschaft politisch engagieren, die künstlerisch aktiv sind und da Kurse geben oder in kleinen Ateliers ausstellen. Es gibt Spezialisten für Spracherwerb und die Integration ausländischer Schüler und für Deeskalationsstrategien unter Kindern. Ich selber führe Lehrerfortbildungen durch, auch an Deutschen Schulen im Ausland, und ich bin nebenher Fitnesstrainerin und habe viele Jahre Kurse in Fitnessstudios gegeben.

Werden wir Lehrer in Watte gepackt, kennen die „harte Welt“ nicht ? Wir können nicht gekündigt werden, aber wir können auch nicht „einfach so“ weggehen, wenn wir das möchten. Und Mobbing gibt es auch massiv von Schulleitungen, Kolleginnnen und Eltern. Unter den Beamten haben die Lehrer die höchste Quote unter denen, die erwerbsunfähig werden. Alles faule Langeweiler ? ;-)

zudem ist ein lehrer berufswegen sehr darauf fixiert, anderen etwas beizubringen und sie zu beurteilen. jeder beruf - auf die eine oder andere art und weise - färbt irgendwann auch auf die persönlichkeit ab - mal mehr, mal weniger.
Wir sind Experten und geben unser Wissen weiter – machen das nicht viele Berufstätige ? Ist nicht auch ein Ernährungsberater und ein Arzt ein Besserwisser, ein Jurist und ein Ausbilder in der Automobilindustrie ? Färbt auf einen Kripobeamten ab, dass er auch mal klaut oder seine Kinder verhört ? Färbt auf einen Journalisten ab, dass er versucht, die peinlichen Geschichten seiner Nachbarn aufzudecken ? Färbt auf einen Banker ab, dass er privat nur noch spart oder sein Geld in riskante Investitionen steckt ?
Unterrichten bedeutet heutzutage nicht, vor der Klasse zu stehen und mit erhobenem Zeigefinger zu dozieren. Das sind Max-und-Moritz-Zeiten.
Heutzutage muss man aufgrund der extremen Verschiedenheit der Kinder nur noch Lernwege anbieten und beraten - dozieren ist so ziemlich das letzte, was zu effektivem Lernen führt.

Wenn ich Leute kennenlerne, die meinen Beruf nicht wissen, kommt NIEMALS jemand auf die Idee, mich zu fragen, ob ich nicht zufällig Lehrerin sei, weil ich ja so besserwisserisch sei. Wissen die Leute es aber, kommt mit Sicherheit irgendwann mal eine Anspielung. Komisch…..

Ich weiß, du sprichst von dem „Standardlehrer“ – aber wer ist das oder was soll ein „Standardlehrer“ beweisen ?
Du kannst mir glauben, ich kenne ganz ganz viele schreckliche Lehrer, die jeden Tag aufs neue beweisen, dass die Vorurteile doch IRGENDWIE stimmen… Aber es sind und bleiben Vorurteile :

"Alltagssprachlich ist ein Vorurteil ein vorab wertendes Urteil, das eine Handlung leitet und in diesem Sinne endgültig ist. Es ist eine meist wenig reflektierte Meinung – ohne verstandesgemäße Würdigung aller relevanten Eigenschaften eines Sachverhaltes oder einer Person. Anders als ein Urteil ist das wertende Vorurteil für den, der es hat, häufig Ausgangspunkt für motivgesteuerte Handlungen, manchmal zweckdienlich, ein andermal zweckwidrig. " (wikipedia)

Wer jedes Profil wegklickt, nur wegen des Berufs „Lehrer“ , hat eindeutig ein Vorurteil.
Und ich kann nur wiederholen : ein Glück, dass die mich wegklicken. Dann muss ich wenigstens nicht auf frustrierende Weise „beweisen“, das ich nicht so bin.
 
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  • #29
AW: Lehrerin sein kommt scheint's nicht gut an

Zitat von Schreiberin:
Auf den ersten Blick ist ein Lehrer Lehrer – aber es ist nicht so eine langweilige Sackgasse, wie man glauben könnte. Ich habe Kolleginnen, die Unterrichtsmaterialien entwickeln und mit Verlagen zusammenarbeiten, die sich in Personalräten und der Gewerkschaft politisch engagieren, die künstlerisch aktiv sind und da Kurse gegen oder in kleinen Ateliers ausstellen. Es gibt Spezialisten für Spracherwerb und die Integration ausländischer Schüler und für Deeskalationsstrategien unter Kindern. Ich selber führe Lehrerfortbildungen durch, auch an Deutschen Schulen im Ausland, und ich bin nebenher Fitnesstrainerin und habe viele Jahre Kurse in Fitnessstudios gegeben.


Wer jedes Profil wegklickt, nur wegen des Berufs „Lehrer“ , hat eindeutig ein Vorurteil.
Und ich kann nur wiederholen : ein Glück, dass die mich wegklicken. Dann muss ich wenigstens nicht auf frustrierende Weise „beweisen“, das ich nicht so bin.
Hab vielen Dank, liebe Schreiberin, für Deinen erhellenden Beitrag!

Allerdings muss ich Dir widersprechen: wenn Du jemandem auf so amüsante Weise "beweist", dass Du "nicht so" bist, dann ist das doch hoffentlich nicht frustrierend - weder für Dich noch für Deine Gesprächspartner?

Mir ist schon klar, dass Lehrerinnen und Lehrer unter hohem Rechtfertigungsdruck stehen, und dass Euch manchmal angesichts besonders platter Vorurteile der Mund offen steht. Oft fällt ein unzureichendes Verständnis für den tatsächlichen Arbeitsumfang und die täglichen Herausforderungen, mit denen Ihr Euch konfrontiert seht, mit einem gewissen Unvermögen zusammen, sich im Umgang mit Lehrerinnen aus der Schüler-Rolle von einst zu lösen.

Ich kenne viele Lehrerinnen und Lehrer, etliche von ihnen tatsächlich nur als Privatperson, als Nachbarin oder Sportskameraden (ohne eine berufliche Verbindung, zum Beispiel über die Schule meiner Kinder). Andere wiederum habe ich lediglich "dienstlich" erlebt. Insofern kann ich bestätigen, dass es unter ihnen ein breites Spektrum unterschiedlicher Persönlichkeiten gibt. Manche mag ich wirklich gern, und ich käme nie auf die Idee, eine Frau allein ihres Lehrerinnen-Labels wegen bei PS wegzuklicken.

Über meine eigene Gefährdung, im Umgang mit Lehrern in die Schüler-Rolle zu fallen, mache ich mir seit dem Tag keine Gedanken mehr, an dem mir eine befreundete Grundschullehrerin erzählte: "Weißt Du, mir sind unter meinen Schülern die frechen Jungs am liebsten..."