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  • #1

Lebensplanung als Single?

Ich wolte mal eine grundsätzliche Frage stellen hier:

Ich bin nun 35 geworden und seit mehreren Jahren Single. Ich habe einen Job, bei dem ich sehr gutes Geld verdiene, aber eigentlich alle paar Jahre umziehen muß. Der Job gibt mir Selbstvertrauen und ich mache ihn gerne. Aber mein Lebensstil ist beruflich und (nicht-)beziehungsbeding der einer Studentin.

Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:

- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann. Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA --> da ich eh in ein paar Monaten wieder woanders wohne, lohnt sich das nicht. Außerdem denke ich oft, dass ich so richtig teure Anschaffungen wie eine tolle Küche dann lieber für eine gemeinsame Wohnung mit einem Partner aufheben will...
- Urlaub: Ich würde gerne auch mal teurere Urlaube machen, Fernreisen zum Beispiel --> ich habe das Gefühl, dass ich eine so teure Reise irgendwie mit jemandem machen sollte, der danach noch länger in meinem Leben ist, nicht nur mit einer Reisegruppe (Freunde fallen bei so teuren Reisen leider raus und Partner habe ich ja keinen). Das sind doch gemeinsame Erlebnisse, die verbinden...
- Hund: ich hätte gerne einen Hund --> geht alleine nicht, wenn man einen anspruchsvollen Job hat.
- Freundeskreis: Ich würde gerne vor Ort gute Freunde haben --> durch das dauernde Umziehen wird es schwer, einen Freundeskreis vor Ort zu pflegen. Für einen Partner würde ich beruflich kürzer treten, da ja dann ein anderer "Sinn" in meinem Leben wäre. Für Freunde nicht.

Wie geht ihr damit um? Wie gestaltet ihr als Singles eure langfristige Lebensplanung? Ich richte mich jetzt vor allem an Frauen, die schon länger Single sind und die noch nie vorher im Rahmen einen Beziehung ein Haus besessen haben oder jetzt noch besitzen.
 
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  • #2
Ich denke, du solltest dir dein Leben so einrichten wie es sich für dich gut anfühlt, unabhängig davon ob du einen Partner hast oder nicht. Was, wenn du nie einen Partner findest? Möchtest du dein ganzes Leben mit Warten verbringen?
 
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  • #3
Hallo Minni!
Ich kann deine Gedankengänge nachvollziehen - dachte aber irgendwie: weshalb muss erst der richtige Partner kommen um sesshaft zu werden?
Du könntest dir so die Hälfte deiner Wünsche erfüllen ( tolle Wohnung/ Haus, schöne Einrichtung/ Chance auf einen Freundeskreis vor Ort / evtl. Freunde, die mit einem Hund aushelfen...)
Wenn das dann alles erreicht wird, dann strahlst du vielleicht (noch) mehr Zufriedenheit aus? Das kann auch attraktiv wirken...
Vielleicht schreckt ein potentieller Partner dieses "Studentenleben" in deinem Alter ab?
Nur ein paar Gedanken...
 
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  • #4
Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:
-Wohnung
-Hund
-Urlaub
-etc.
Wenn du Lotto spielst (angenommen), würdest du dein Leben dann auch nur so einrichten, als würdest du den Millionengewinn bekommen/bereits haben?
Oder 'Jetzt', das Leben führen und genießen wie es dir gefällt?
 
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  • #5

 
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  • #6
Für einen Partner würde ich beruflich kürzer treten, da ja dann ein anderer "Sinn" in meinem Leben wäre.

Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:
Die beste Anleitung zum Unglücklich sein/werden, ist sein Glück von etwas abhängig zu machen, auf das man wartet. Sei es Partner, Lottogewinn etc.

Wenn Du derzeit gut verdienst und Deinen Job so magst, dann nimm doch Deine Wünsche selbst in die Hand. Lote aus, was wie geht und mach es einfach.

Für keinen Deiner Wünsche und Bedürfnisse braucht es wirklich einen Partner (es sei denn, Du hast nicht die Mittel dazu, dann denke kleiner). Aber versage sie Dir doch nicht, nur weil gerade kein Partner da ist. Mach es für Dich!
 
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  • #7
Ich wolte mal eine grundsätzliche Frage stellen hier:

Ich bin nun 35 geworden und seit mehreren Jahren Single. Ich habe einen Job, bei dem ich sehr gutes Geld verdiene, aber eigentlich alle paar Jahre umziehen muß. Der Job gibt mir Selbstvertrauen und ich mache ihn gerne. Aber mein Lebensstil ist beruflich und (nicht-)beziehungsbeding der einer Studentin.

Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:

- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann. Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA --> da ich eh in ein paar Monaten wieder woanders wohne, lohnt sich das nicht. Außerdem denke ich oft, dass ich so richtig teure Anschaffungen wie eine tolle Küche dann lieber für eine gemeinsame Wohnung mit einem Partner aufheben will...
- Urlaub: Ich würde gerne auch mal teurere Urlaube machen, Fernreisen zum Beispiel --> ich habe das Gefühl, dass ich eine so teure Reise irgendwie mit jemandem machen sollte, der danach noch länger in meinem Leben ist, nicht nur mit einer Reisegruppe (Freunde fallen bei so teuren Reisen leider raus und Partner habe ich ja keinen). Das sind doch gemeinsame Erlebnisse, die verbinden...
- Hund: ich hätte gerne einen Hund --> geht alleine nicht, wenn man einen anspruchsvollen Job hat.
- Freundeskreis: Ich würde gerne vor Ort gute Freunde haben --> durch das dauernde Umziehen wird es schwer, einen Freundeskreis vor Ort zu pflegen. Für einen Partner würde ich beruflich kürzer treten, da ja dann ein anderer "Sinn" in meinem Leben wäre. Für Freunde nicht.

Wie geht ihr damit um? Wie gestaltet ihr als Singles eure langfristige Lebensplanung? Ich richte mich jetzt vor allem an Frauen, die schon länger Single sind und die noch nie vorher im Rahmen einen Beziehung ein Haus besessen haben oder jetzt noch besitzen.
- Kind wahrscheinlich auch

für sich selber seßhaft zu werden bedeutet auch die Freiheit aufzugeben aber ev. würdest du gerne gemeinsam die gemeinte Freiheit eintauschen

ja, die Idee kann ich nachvollziehen

von der Persönlichkeit "frei wie ein Vogel" mit dem Bedürfnis nach Unfreiheit
 
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  • #8
Mein Eindruck ist, dass deine Probleme an deinem Job liegen, und nicht etwa - wie im Titel angedeutet - an deinem Single-Dasein. Deshalb wirst du vermutlich auch nicht von anderen Singles die richtigen Tipps dafür bekommen. Und auch ein Partner würde diese Probleme nicht lösen.

Ich hab mit Anfang 30 - damals in einer Beziehung - übrigens ähnlich gedacht, also: lieber "mit leichtem Gepäck reisen", weil der nächste Umzug ja bald ansteht. Aber tatsächlich wohne ich seitdem nun am gleichen Ort und bedaure jetzt, dass ich mir hier nicht gleich sesshafter eingerichtet hab.
 
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  • #10
Hallo junge Frau was für ein Luxus hast du, finanziell als Frau in Deutschland so gut zu verdienen, gerade derzeit in Corona-Zeiten und frei zu sein. Alles selbst erarbeitet, Hut ab.

Erwartest du wirklich von einem Mann an deiner Seite, dass du dann mehr Selbstvertrauen hast, erwartest du wirklich, durch Haus, Garten, teuere Möbel, dass es dir besser geht?

Wenn dir nur dein Beruf Selbstvertrauen gibt, was wäre, wenn der Beruf weg wäre, kann ja passieren?

Gut, das mit dem Hund kann ich verstehen. Das Leben mit einem Hund ist echt schön. Aber, es bedeutet auch Verzicht, weil ein Hund ist irgendwie auch wie ein Kind. Man braucht Zeit, ein gutes Umfeld, was auch hilft.

Ansonsten, es gibt genug Frauen, die haben ihre Freiheit, ihr gutess berufliches Leben für einen Mann aufgegeben und es später bereut.

Deine Träume, mache es für dich selber und.... alles kann man m.E. nicht haben. Frau muss im Leben Prioritäen setzen. Mach aber niemals deine Lebensqualität von einem Mann an deiner Seite abhängig. Das kann nur schief gehen.

Versuche doch, einen Teil deiner Träume umzusetzen, was derzeit geht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht wenige Frauen in Deutschland gibt, die ihr Leben gerne mit deinem tauschen würden.
 
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  • #12
Wie geht ihr damit um? Wie gestaltet ihr als Singles eure langfristige Lebensplanung?
Ich vermute mal, die Antworten werden dir nicht so viel nutzen. Es hängt ja ein bisschen davon ab, welche Werte dir wichtig sind und wie du dein Leben gestalten möchtest. Im EP liest es sich so, als hättest du Geld die höchste Prio eingeräumt. Wenn das so ist - genieße es, bringe es unter Leute und kaufe dir, was du gerne möchtest. Oder horte es, so dass du wie Dagobert Duck ein Bad in Goldtalern ;) nehmen kannst.

Beziehungen kann man nicht kaufen, das hast du wohl schon gelernt.
Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle
Du bist 35. Erwachsen bist du also schon geraume Zeit.
deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe
Du schreibst, du bist seit mehreren Jahren Single. Was war denn vorher in deinen Beziehungen anders?
War es so schlimm, dass du keinen Partner mehr möchtest? Oder warum willst du dich im Singlesein einrichten?
- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann.
Ein Garten ist Arbeit. Hast du dafür genügend Zeit? Macht es dir Spaß? Was erhoffst du dir davon?
Willst du dir den Balkon schick einrichten ;)? Ich würde empfehlen, eine Wohnung nach deinem Geschmack zu mieten (wenn du magst auch kaufen, und nach Wegzug vermieten - dafür empfiehlt sich ggf. ein Gespräch mit deinem Vermögensberater).
Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA
Nichts leichter als das. Einfach mal in ein anderes Möbelhaus gehen und teure ;) umzugstaugliche Möbel kaufen (was soll das überhaupt sein - alles außer Einbaumöbeln lässt sich doch auch gut umziehen).
Außerdem denke ich oft, dass ich so richtig teure Anschaffungen wie eine tolle Küche dann lieber für eine gemeinsame Wohnung mit einem Partner aufheben will...
Eine Küche wird nicht umso toller, je teurer sie ist. So ein nackter Mann auf der Arbeitsplatte oder mit Schürze am Herd schmückt natürlich ungemein. 🤣
Urlaub: Ich würde gerne auch mal teurere Urlaube machen, Fernreisen zum Beispiel
Falls du es noch nicht mitbekommen haben solltest - es ist Corona time. Schlechte Zeit, um Reisepläne zu schmieden. Ob mit oder ohne Partner.
Hund: ich hätte gerne einen Hund --> geht alleine nicht, wenn man einen anspruchsvollen Job hat.
Naja, wird auch schwierig, wenn man einen anspruchslosen Job hat. Vor dem Anspruch steht da die Frage, wieviel Zeit willst / kannst du dafür aufbringen. Wünschst du dir denn einen Hausmann als Partner?
Freundeskreis: Ich würde gerne vor Ort gute Freunde haben --> durch das dauernde Umziehen wird es schwer, einen Freundeskreis vor Ort zu pflegen. Für einen Partner würde ich beruflich kürzer treten, da ja dann ein
anderer "Sinn" in meinem Leben wäre. Für Freunde nicht.
Kannst du so machen - musst du aber nicht. Hast du überhaupt Freunde - oder ist es nur ein "würde"? Wenn du einen Freundeskreis pflegst, geht der durch Umzug auch nicht (gänzlich) verloren. Allerdings wenn du dem keinen Wert beimisst, natürlich schon.

Aus deinem ganzen Post entnehme ich, dass ein Partner das Ziel deiner Wünsche ist (wobei er damit einen ganzen Mühlstein an Verantwortung für dein Glück umgehängt bekommt). Warum findest du nicht einfach ;) einen? Das wäre doch viel praktischer.
 
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  • #13
- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann. Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA
Hallo Minni, ich bin auch jobbedingt jahrelang, eigentlich sogar Jahrzehntelang, gependelt. Solange du innerhalb Deutschlands bleibst, kannst du dir überlegen, irgendwo in der Mitte ein schönes Domizil einzurichten und am WE dort hin zu fahren. Das kann durchaus eine schicke Wohnung mit großer Terrasse oder auch ein Haus sein. Auf einen Hund wirst du wohl verzichten müssen, aber du könntest am Wochenende in ein örtliches Tierheim gehen und einen Hund zum Ausführen mitnehmen. Die sind total dankbar dafür. (Beide, das Tierheim und der Hund).

- Urlaub: Ich würde gerne auch mal teurere Urlaube machen, Fernreisen zum Beispiel --> ich habe das Gefühl, dass ich eine so teure Reise irgendwie mit jemandem machen sollte, der danach noch länger in meinem Leben ist, nicht nur mit einer Reisegruppe (Freunde fallen bei so teuren Reisen leider raus und Partner habe ich ja keinen).
Du kannst selbstverständlich teure Fernreisen allein unternehmen., Ich ziehe das sogar vor, denn dann bin ich unabhängig und muss nicht auf andere Rücksicht nehmen. 2018 habe ich eine Weltreise allein unterneommen: Indien, Singapur, Vietnam, Hongkong, Taiwan, Japan, Alaska, Kanada, Island - Ich habe so viele Leute kennengelernt wie nie, besonders in Japan, Alaska und Kanada. Es hat mir riesigen Spaß gemacht.
Eine andere Lösung: Frage doch ggf. eine Freundin, ob sie für einen Urlaub ansparen möchte. Gerade zurzeit ist das doch perfekt, weil man sein Geld sowieso nicht für andere Urlaube ausgeben kann. Und dann fliegt ihr zum Beispiel 2022 zusammen nach Neuseeland oder Australien. Wenn das Geld reicht, kombiniert ihr Neuseeland mit den Fidschi-Inseln. Und wenn es dir tatsächlich finanziell so gut geht, dann supporte doch den Urlaub deiner Freundin etwas. So habe ich es gemacht: Bin mit einer Freundin in die Karibik zu einer relativ teuren Seereise mit längeren Zwischenaufenthalten. Ich habe ihr angeboten: Sie zahlt den Flug und so viel wie sie kann, der Rest geht auf mich. Ich hätte ja als Single sowieso auf dem Schiff eine Kabine allein bezahlen müssen und auf den Inseln das Doppelzimmer zur Einzelnutzung ebenfalls. Meistens gibt es ohnehin nur Doppelzimmer und die zahlst du sonst allein. So hatten wir beide einen tollen Urlaub, und für mich war es durch ihren Beitrag auch noch günstiger.
 
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  • #14
Hier mal mein Senf dazu:

Das Leben ist in solchen Details eigentlich nicht planbar.
Ohne bewussten Verzicht auf eine Sache kann man eine andere Sache nicht leben.
Optionen kosten Zeit und Geld.

Fuer Deine aufgezaehlten Dinge brauchst Du keinen Partner, sondern einen "9 bis 5" Job. Moechtest Du das fuer die kommenden 35 Jahre machen?

Brauchst Du viele Freunde oder ist Dir Qualitaet wichtiger als Quantitaet? Es werden nicht viele Freundschaften Deine Umzuege ueberdauern. Die Freundschaften, die ueberleben, sind aber genau die Menschen, die Du brauchst - nicht mehr mE.

Was ist Dir im Leben am wichtigsten?
Damit meine ich nicht die vier Dinge, die Du hier aufzaehlst, sondern das wichtigste Ziel ueberhaupt. Alle andere Dinge haben sich unterzuordnen.


PS: Ich bin mit 35 Jahren aus dem "9 bis 5" Hamsterrad raus, habe den Kontinent gewechselt und es bisher nicht bereut.
 
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  • #16
Ich wolte mal eine grundsätzliche Frage stellen hier:
Wenn man sich hinreichend stark fühlt und ist, kann man die Befriedigung so mancher Bedürfnisse aufschieben. Beispielsweise auf die Zeit mit einem Partner.
Wer sich das nicht zutreut, der macht halt die nötigen Kompromisse mit seinem Leben, knickt ein und heiratet in Abwesenheit eines anderen sich selbst.
Ist ne Frage der Selbsteinschätzung. Und der Korrektheit derselben.
 
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  • #17
....
- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann. Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA --> da ich eh in ein paar Monaten wieder woanders wohne, lohnt sich das nicht.

- Hund: ich hätte gerne einen Hund --> geht alleine nicht, wenn man einen anspruchsvollen Job hat.

- Freundeskreis: Ich würde gerne vor Ort gute Freunde haben --> durch das dauernde Umziehen wird es schwer, einen Freundeskreis vor Ort zu pflegen.
Ich glaube, dass die Erfüllung der o.g. Bedürfnisse nicht daran scheitern:
Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:
...sondern daran:
Ich habe einen Job, bei dem ich sehr gutes Geld verdiene, aber eigentlich alle paar Jahre umziehen muß.
 
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  • #19
Reisen: sind auch alleine möglich und erlebnisreich. Gerade auf Gruppenreisen haben sich auch schon Paare gefunden, nicht nur bis zum Flughafen für die Rückreise.
Hunde: (Da bin ich Expertin / Experte.) Kleine Rassen geht allein vielleicht noch eher, aber grosse wie ich brauchen viel Auslauf. Wenn Dir da für die ausgiebigen Spaziergänge die Zeit fehlt, leiden sie.
 
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  • #20
Reisen: sind auch alleine möglich und erlebnisreich. Gerade auf Gruppenreisen haben sich auch schon Paare gefunden, nicht nur bis zum Flughafen für die Rückreise.
Hunde: (Da bin ich Expertin / Experte.) Kleine Rassen geht allein vielleicht noch eher, aber grosse wie ich brauchen viel Auslauf. Wenn Dir da für die ausgiebigen Spaziergänge die Zeit fehlt, leiden sie.
Auch kleine Hunde brauchen Auslauf, viel Auslauf, täglich mindestens 3 Stunden, ich weis, wovon ich schreibe. Alles andere ist m.E. fast schon Tierquälerei.
 
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  • #21
Hallo @Minni ,

wir sind in einem ähnlichen Alter und scheinen, hinsichtlich der Umstände, einen ähnlichen Berufsweg zu gehen.

Ich habe mich vor 3 Jahren dafür entschieden nicht mehr in Provisorien zu leben, sondern mich - für mein Wohlempfinden - anständig einzurichten und (vorübergehend) niederzulassen, auch wenn ich nicht weiß, wie lange ich verweilen kann.
Das ist simple eigenen Priorisierung (Investition in Wohlfühlen vs. Sparsame Ersetzbarkeit), Annahme der Unsicherheit (es ist mir egal, was kommt - ich will mich im JETZT wohlfühlen und nicht für das zu erwartende Morgen leben) und Raumgebung für Unerwartetes (vielleich kommt ja alles ganz anders und ich bleibe tatsächlich sitzen [bin zufällig sesshaft geworden] - spoiler Alarm: das Unerwartete ist bei mir bisher nicht eingetreten).

Im Hinblick auf die vorauseilende Vorbereitung eines Lebensentwurfs, den ich mir wünsche, gehe ich aktuell nüchtern heran und habe die Wegbereitung ad acta gelegt.
Meine Gedankengange sind folgende:
Einflussmöglichkeit/ Selbstwirksamkeitseffekt Beruf: in Grenzen aber durchaus sehr groß.
Einflussmöglichkeit/ Selbstwirksamkeitseffekt Liebe: möglich, aber begrenzt. Der/Die große Unbekannte muss auch mitspielen wollen.
Resultat vorauseilender Anpassung des Berufslebens an einen erwünschten Status im Privatleben: Mindestens mäßige Unzufriedenheit mit meiner beruflichen Identität. Das könnte OK sein, wenn sich dafür "Erfolg" im Privaten einstellt - der ist jedoch schwer steuerbar. Im worst case - der gar nicht so unwahrscheinlich ist wenn ich mir meine Beziehungshistorie betrachte - stehe ich also mit einem Berufsleben unterhalb meines Standards und Frust im Privatleben da. Im best case habe ich ein hinreichend befriedigendes Berufsleben ohne den großen Ambitionen gefolgt zu sein (was als Konsequenz angenommen und akzeptiert werden muss) und dabei ein zufriedenstellendes Privatleben.
Unterlasse ich die vorauseilende Anpassung meines Berufslebens an ein wünschenswertes Privatleben, habe ich im worst case beruflich alles gegeben, kann selbstzufrieden sagen: "Dann hat es halt nich sein sollen. Mehr konnte ich nicht dafür geben und damit ist es jetzt - so wie es ist - auch vollkommen in Ordnung." Im best case gehe ich im Beruf auf und habe einen Mann gefunden, der in meinem Leben eine Rolle spielen möchte. Und im mediocre case geht's zumindest beruflich ab, auch wenn eine Beziehung ausbleibt. Oder es wird eine erfüllende Beziehung gefunden, für die der Lebenswandel live - nicht vorauseilend! - angepasst wird.
Einzig rationale Entscheidung kann also nur sein, sich nicht vorauseilend an einen Lebensentwurf anzupassen, dessen Realisierung zu weiten Teilen nicht steuerbar ist und dafür das Steuer im Beruflichen aus der Hand zu geben.

Es hat mich über lange Zeit dazwischen zerissen, Raum für eine eventuell aufkeimende Beziehung zu schaffen, also im Beruf kürzer zu treten Grenzziehung zu lernen und Ziele runterzuschrauben, bei gleichzeitigem Zielkonflikt im beruflichen, weil ich eigentlich mehr kann und will, mir aber einreden lasse, dass die "Work-Life-Balance" nur so-und-so richtig sein kann.
Was du also für dich herausfinden musst, ist was sind deine ganz eigenen Werte und Bedürfnisse und welche werden an dich herangetragen/ dir suggeriert/ als sozial erwünscht oder erwartet verkauft. Da heißt es, dich und deine Bedürfnisse rauszuarbeiten.

Wenn DU einen Hund willst, dann schaff dir Raum für einen und realisieren diesen Wunsch JETZT (dass kleine Hunde Vernachlässigung besser tolerieren als große ist natürlich Schwachsinn) (Hunde können auch umziehen). Ich habe mich nach reiflicher Überlegung kürzlich dagegen entschieden, weil ich nicht aufbringen möchte, was ich aufbringen müsste, um einem Hund gerecht zu werden. Und damit ist ganz klar die Entscheidung gefallen, "Ich will einen Hund nicht stark genug, um all das Notwendige in Kauf zu nehmen und damit ist mein Bedürfnis nach einem Hund nicht hinreichend groß und folglich ist es nur konsequent mir keinen anzuschaffen UND auch nicht mehr dem hinterherzuheulen, dass ich keinen habe, denn würde ich ihn genug wollen, würde ich Raum dafür machen. Da ich das aber offenkundig micht will, habe ich mir das Recht zum rumheulen verwirkt, weil ich mich bewusst und aktiv gegen einen Hund entschieden habe."
Nur so als Bsp. Auf zig andere Themen adaptierbar.
 
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  • #22
9 bis 5 als "Hamsterrad" finde ich auch einen interessanten Vergleich.
Was würdest du bei deiner obigen Entscheidung als "das wichtigste Ziel" bezeichnen? (nur, wenn du es hier schreiben magst)
Vorweg: "Hamsterrad" ist von mir doch ungluecklich gewaehlt worden, weil es diesen Zustand negativ beschreibt. Eine gewisse Vorhersehbarkeit im Beruf hat Vorteile. Man kann damit zum Beispiel einen Hund in einen regelmaessigen Tagesablauf integrieren.

Mit 35 entschied ich mich, fuer ein Jahr in einem Projekt zu arbeiten. Damit akzeptierte ich auch, nach einem Jahr ggf laenger arbeitslos zu sein (Projektarbeit ist zeitlich begrenzt und man wird absehbar freigestellt). Letztlich gefiel es mir aber so gut, dass ich etwa genau den gleichen Auftrag (meine Arbeit kann zyklisch sein) nach 7 oder 8 Jahren nochmal machen wollte: Wohnort, zeitweise Arbeitsort, Work-Life-Balance, etc.
Mit 37 arbeitete ich in einem anderen Projekt und das Leben ist ja kein Wunschkonzert... So bewertete ich meine damalige Situation spaeter mit einem Kriterium (anfangs waren es 15 Kriterien, keine gute Idee): Welches Umfeld, beruflich und geografisch, bringt mich naeher an den Auftrag, den ich mit 35 hatte?
Diesem Ziel mussten sich andere Dinge unterordnen. Das Aufgeben von Optionen ist nicht einfach, aber es erleichtert die Planung bzw es staerkt auch den eigenen Charakter, da man sich auf das besinnt, was im jeweiligen Lebensabschnitt zaehlt.

Was ich aus @Minni 's Perspektive machen wuerde:
Man kann das Projekt 'Wohnung' beginnen. Dabei ginge es mir nicht um den materiellen Besitzt, sondern um den "mentalen Anker". Egal was im Leben passiert, die Wohnung waere eine Art "Rueckzugspunkt". Man koennte die Wohnung frei lassen oder zwischenzeitlich vermieten.
 
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  • #23
Hey,

ich kann die Frage sehr gut verstehen, mir geht es seit einiger Zeit ähnlich. :)

Ich sehe es ähnlich wie Syni und habe mich irgendwann gefragt, worauf warte ich? Was, wenn ich nur noch ein Jahr Zeit hätte oder nie soweit käme? Will ich dann den Rest meines Lebens mit Warten verbracht haben?
Nein! Also ist jetzt die beste Zeit, um das was ich will, in Angriff zu nehmen.

Und dann habe ich micht gefragt: was kann ich selbst entscheiden? Tja, und den Mann bzw die Beziehung meiner Träume kann ich nunmal nicht selbst in mein Leben packen. Ich kann nur die Augen aufhalten und warten.
Aber ich kann an meiner beruflichen Situtation, dem Wohnen meiner Träume, den Menschen & Tieren, die ich mag und um mich haben möchte schon viel selbst arbeiten und aufbauen. Also mache ich das, was ich selbst tun kann und hoffe, dass der Rest sich dann irgendwann ergibt.

Aber ich verstehe was du meinst und kenne das Gefühl: die Zeit geht rum und man fragt sich, wohin alles weiter gehen soll. Manchmal bräuchte man einen neuen Fixstern, nach dem man sein Leben ausricht kann... aber die anderen haben Recht, das sollte nicht ein unbekannter Partner sein.

Achja, und wenn du noch eine Reisebegleitung suchst, wenn es irgendwann wieder geht... ich habe noch einige Länder auf meiner Liste! ;-)
 
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  • #24
Danke für deine Antwort.
Vorweg: "Hamsterrad" ist von mir doch ungluecklich gewaehlt worden, weil es diesen Zustand negativ beschreibt.
Ok. Ich verbinde ja Hamsterrad genau nicht mit einem 9 to 5 Job, sondern eher mit sich abstrampeln, ohne vorwärts zu kommen. Bei 9 to 5 kommen mir eher Beamtenklischees in den Sinn. ;)
Eine gewisse Vorhersehbarkeit im Beruf hat Vorteile. Man kann damit zum Beispiel einen Hund in einen regelmaessigen Tagesablauf integrieren.
Ach, was Regelmäßigkeit betrifft, sind Hunde nach meiner Erfahrung nicht so anspruchsvoll. Allerdings 8 Stunden alleine zu Hause ist keine artgerechte Haltung. Daher verträgt sich ein Hund nicht so gut mit Vollzeitbeschäftigung, es sei denn, der Hund darf mit zur Arbeit (was in Einzelfällen durchaus Erfolgskonzepte sein können) oder es gibt einen zuverlässigen Hundesitter.
Welches Umfeld, beruflich und geografisch, bringt mich naeher an den Auftrag, den ich mit 35 hatte?
Diesem Ziel mussten sich andere Dinge unterordnen. Das Aufgeben von Optionen ist nicht einfach, aber es erleichtert die Planung bzw es staerkt auch den eigenen Charakter, da man sich auf das besinnt, was im jeweiligen Lebensabschnitt zaehlt.
Prima, dass es bei dir geklappt hat. 👍
Man kann das Projekt 'Wohnung' beginnen. Dabei ginge es mir nicht um den materiellen Besitzt, sondern um den "mentalen Anker". Egal was im Leben passiert, die Wohnung waere eine Art "Rueckzugspunkt". Man koennte die Wohnung frei lassen oder zwischenzeitlich vermieten.
Ja, da gibt es wohl sehr unterschiedliche Vorgehensweisen. Ich glaube eher nicht, dass es im EP um einen mentalen Anker ging, ist ja bei Onehitwondern auch nicht so relevant ;).
 
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  • #25
Hallo @tina* ,

besten Dank fuer Deine interessante Sichtweisen.
Mit Hamsterrad verbinde ich eine gewisse Wiederholung. Die Ergebnisse koennen sich dabei addieren und auch zu einem gewissen Fortschritt fuehren (finanzielle Freiheit, Kredit abbezahlen, etc.). Wichtig ist in diesem Ablauf aber auch eine Planungssicherheit.
Wenn man wie die Themenstarterin oft den Lebensort wechselt, kann diese Planungssicherheit nicht unbedingt gegeben sein. Ebenso kann es interessant sein, wenn man freiberuflich taetig ist: macht man Urlaub/frei oder nimmt man einen Auftrag an, z. Bsp.
So kann das Leben aber auch interessant sein. Es kommt aber auch auf den Arbeitsbereich an und in wie weit Dinge aus dem home office moeglich sind. Wenn man aber oft beruflich unterwegs ist, kann es mit einem Hund problematisch werden.
Mit 35 Jahren kann das Leben aus dem Koffer nicht bemerkenswert sein, aber die Zeiten koennen sich auch zuegig aendern. Wenn man nicht irgendwo Wurzeln oder ein Domizil hat, kann man ein gewisse Bindung auch schlecht vermitteln. Ich glaube, ein bisschen Heimatgefuehl tut gut.

Hoffentlich meldet sich die Themenstarterin noch. Nicht, dass Minni so eine Art Ikea Name fuer Liegestuhl ist...
 
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  • #26
Der Job gibt mir Selbstvertrauen und ich mache ihn gerne.
Selbstvertrauen geht schnell den Bach runter, so es an eine berufliche Existenz geknüpft ist. Zu viele Branchen werden nur noch künstlich am Leben erhalten, das betrifft auch männliche Angestellte auf ihrer "Ochsentour".

eine völlig neue Sicht, der Schrott ist also umzugstauglich? Ich bestaune gerade meine USM-Sammlung aus den 90ern, dafür habe ich eigen angefertigtes Werkzeug ( Konnektoren-Zieher und mehr ).

New York und "MOMA", das "World Trade Center " stand, als damals 15-jährige Austauschschülerin in den Vereinigten Staaten!

Eine sehr gute Frendin kauft ein Haus nach dem anderen, ihr jüngstes Projekt ist eine Immobilie an der Elbe, gleich über den Deich, so richtig gut und verschlafen.

Darüber hinaus sehe ich die "Anfrage von Minni" eher als populistische dümmliche Anfrage, zumal sie ihre "hochgelobten finanziellen Ressourcen" offensichtlich selbst mit 35 JAHREN nicht so wirklich im Griff hat.
 
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  • #27
Ich wolte mal eine grundsätzliche Frage stellen hier:

Ich bin nun 35 geworden und seit mehreren Jahren Single. Ich habe einen Job, bei dem ich sehr gutes Geld verdiene, aber eigentlich alle paar Jahre umziehen muß. Der Job gibt mir Selbstvertrauen und ich mache ihn gerne. Aber mein Lebensstil ist beruflich und (nicht-)beziehungsbeding der einer Studentin.

Ich merke seit einiger Zeit, dass ich jetzt als erwachsene Frau andere Bedürfnisse entwickle, deren Erfüllung aber sehr davon erschwert wird, dass ich keinen Partner habe:

- Wohnung: Ich würde gerne einen Garten haben oder zumindest eine Wohnung mit Balkon, die ich mir so richtig schick einrichten kann. Auch mal mit teuren Möbeln und nicht immer nur mit umzugstauglichen von IKEA --> da ich eh in ein paar Monaten wieder woanders wohne, lohnt sich das nicht. Außerdem denke ich oft, dass ich so richtig teure Anschaffungen wie eine tolle Küche dann lieber für eine gemeinsame Wohnung mit einem Partner aufheben will...
- Urlaub: Ich würde gerne auch mal teurere Urlaube machen, Fernreisen zum Beispiel --> ich habe das Gefühl, dass ich eine so teure Reise irgendwie mit jemandem machen sollte, der danach noch länger in meinem Leben ist, nicht nur mit einer Reisegruppe (Freunde fallen bei so teuren Reisen leider raus und Partner habe ich ja keinen). Das sind doch gemeinsame Erlebnisse, die verbinden...
- Hund: ich hätte gerne einen Hund --> geht alleine nicht, wenn man einen anspruchsvollen Job hat.
- Freundeskreis: Ich würde gerne vor Ort gute Freunde haben --> durch das dauernde Umziehen wird es schwer, einen Freundeskreis vor Ort zu pflegen. Für einen Partner würde ich beruflich kürzer treten, da ja dann ein anderer "Sinn" in meinem Leben wäre. Für Freunde nicht.

Wie geht ihr damit um? Wie gestaltet ihr als Singles eure langfristige Lebensplanung? Ich richte mich jetzt vor allem an Frauen, die schon länger Single sind und die noch nie vorher im Rahmen einen Beziehung ein Haus besessen haben oder jetzt noch besitzen.
Ich regle das mittlerweile so, dass ich lebe und die Dinge mache, die ich gerne machen möchte. Es geht nicht darum, irgendwann tot zu sein. Es reicht schon, dass man ans Bett gefesselt sein könnte und sich die nächsten 20 Jahre ärgert, dass man bestimmte Dinge nun nicht mehr machen kann.
Ich habe anfangs Dinge nicht getan, weil ich mir gedacht habe, dass das zu Zweit schöner wäre und wollte die Dinge zurückstellen bis ich jemanden finde. Und wenn mir bei der Warterei was passiert? Dann, siehe oben. Also habe ich gelernt, auch alleine wegzufahren etc. Und weisst du was? Es ist herrlich! Viele Reisen und Urlaube sind verbunden mit Erinnerungen an zickende Exfrauen und ewigen Ärger. Jetzt kann ich mir Deutschland ansehen und mich so lange bei einem Denkmal aufhalten wie ich will. Oder ich fahre mal schnell an die Nordsee und es gibt keinen Ärger, weil das Hotel nich 40 Sterne hat. Letztes Jahr habe ich eine Transatlantik Kreuzfahrt gemacht. Es war der Himmel auf Erden!
Nur einen Hund habe ich als Single tatsächlich nicht. Hunde verlangen nach Kontinuität. Einmal Grippe mit 40 Grad, und wer geht mit dem Hund raus? Also kein Hund.
Deine Wohnsituation ist so wie sie ist. Die wird dein Leben nicht einfacher machen. Es ist deine Entscheidung und nur du kannst das ändern und sesshaft werden.
 
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Mit 35 bin ich jeden Tag mit dem Wunsch nach einem zweiten Kind aufgestanden und schlafen gegangen, mein Mann wollte keines mehr. Ich konnte es gut verstehen aber der Wunsch war unkaputtbar. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, die Verhütung ihm zu überlassen (mit Ansage natürlich) und einfach offen zu sein für das was kommt. Mit 36 bin ich schwanger geworden, aber war den Mann los..... Tja, das lässt sich eben tatsächlich nicht planen obwohl ich manchmal staune, wie durchgeplant das Leben bei anderen wirkt. Ich lebe vieles nacheinander, werde natürlich älter dabei und mit reich und schön wirds nu auch nix mehr, aber das mit der Projektleiterin schon und richtig weit verreist bin ich auch erst mit 45.
Hör auf deinen Bauch, der ist meist dichter am Leben dran als der Kopf, was dir am wichtigsten ist, hat Vorfahrt und alles andere fügt sich auf die eine oder andere Weise. Alles zugleich geht nicht, das wäre eine hinderliche Illusion.
 
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Ein schönes Paradox:
Es braucht einen Hund, um einen Partner / eine Partnerin zu finden.
Es braucht ein Paar, um eine Hündin / einen Hund so zu betreuen, dass das Tier genügend Auslauf hat.
Meine kleine Hündin hat nicht dazu geführt, dass ich einen wirklich freien, schlanken, gepflegten und gutem Charakter ausgestattenen Mann, der dazu Hund und Katzen mag kennengelernt habe- Zwar wird viel geschaut, in unsere Richtung, aber mehr auch nicht. Wahrscheinlich denken diese Männer, Frau mit Hund ist eh vergeben😄.