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  • #1

Lebensenttäuschungen

Hallo Ihr Lieben,

momentan stecke ich in einem totalen Tief. Das leigt einerseits daran, dass sich der Todestag meiner Mautter zum ersten Mal jährt. Dazu habe ich nun endlich alte Freundschaften abgebrochen, die einfach keinen Sinn machen. Da diese Freundschaften fast 30 Jahre gedauert haben, war dieser Schritt schwer. Noch fertiger macht mich aber der Grund diese Abbruches. Wir sind durch dick und dünn gegeangen, bis beide Damen jeweils einen Mann kennengelernt haben. In der Anfangsphase gab es noch ein wenig Kontakt (wahrscheinlich aus der Sorge, dass es doch noch schief geht). Als es enger wurde, war noch nicht mal mehr ein Telefonat drin. Und das nun seit 9 Jahren. Auf Emails wurde erst Wochen später reagiert, Rückrufe gab es ohnehin nicht. Das krasse: ich habe das auch angesprochen und sie haben ihr Verhalten nicht mal reflektiert und waren völlig überrascht. Beim Tod meiner Mutter war es nochmal enger. Danach fiel es wieder in das alte Meldeverhalten. Kurzum: ich bin für die Partnerschaften fallen gelassen worden wie eine heiße Kartoffel. Ich hatte es für unerschütterliche Freundschaften gehalten und begreife nicht, wie man so mit Menschen umgehen kann. Und es nicht mal merkt. Zudem beide sich als absolute Gutmenschen sehen. Sie haben aber nie gefragt, wie es mir geht. Auch in den heftigsten Krisen nicht. Irgendwie komme ich damit nicht zurecht und frage mich, ob Ihr sowas auch schon erlebt habt und einen Abschluss gefunden habt. Ich frage mich, wem ich überhaupt noch trauen kann. Dann bin ich traurig, dass die jetzt in ihrem Beziehungsglück schwelgen und ich immer auf der Strecke bleibe. Ich bin echt durch mit diesen "Freundschaften", aber irgendwie fühlt es sich ein wenig wie Liebeskumer an.

Ich danke Euch für´s Zuhören und Eure Rückmeldungen!!
 
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  • #3
Liebe Traumtänzerin,
natürlich ist das wie Liebeskummer. Du spürst Verlust in engen Bindungen. Das tut sehr weh.
Vor allem, wenn es zu der anderen Trauer hinzukommt. Da darfst Du traurig und ein bisschen enttäuscht sein.
Hattest Du den Mut, den engen Freundinnen in einem persönlichen Gespräch Deinen Schmerz zu offenbaren? Also nur Deinen Schmerz, nicht Deine Vorwürfe an sie?
Manchmal hilft das den anderen zu sehen, dass Du sie brauchst. Schließlich waren sie wohl auch für Dich beim Tod Deiner Mutter da. Das sieht für mich so aus, als ob sie schon für Dich da sind, wenn Du sie brauchst. Dann aber - wie ein Gummiband - ziehen sie sich in ihr Leben zurück, wenn sie denken, es geht Dir gut.
Sie sehen Deinen Schmerz nicht oder anders.
Versuche es mal mit einem Anruf „Ich brauche Dich“. Wahre Freunde verwehren Dir die Hilfe nicht. Sie müssen nur wissen, dass sie gebraucht werden.
Das ist meine Erfahrung. Überlege noch mal, ob es nicht eine gibt, auf die Du noch mal zugehen kannst. Ansonsten Kopf hoch und kümmere Dich gut um Dich.
 
A

apfelstrudel

  • #5
... was wünschst du dir sehnlichst?
Vielleicht lohnt es sich danach zu greifen, statt fremdem Glück hinterherzusehen/sehnen?
Aber ich red leicht... entschuldige bitte, sollte ich dir zu nahe getreten sein.
Alles Gute!
 
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  • #6
Für manche/viele ist nun mal die Beziehung zu seinem/Ihrem Partner das Zentrum des Lebens. Ich glaube das muss man akzeptieren lernen. Wenn meine Freunde eine neue Beziehung haben, dann reduziert sich der Kontakt auch auf einmal im Monat bis einmal das halbe Jahr, und ich halte das für völlig normal.
 
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  • #7
(...) Ich frage mich, wem ich überhaupt noch trauen kann. (...)
Dir !

Ja, das tut weh. Aber ich bewundere Deinen Mut, „alte Zöpfe abzuschneiden“.

Manchmal muß es nicht einmal ein/e Partner/in sein, mitunter ist es schlicht so, daß sich die Interessen verschoben haben, daß man sich auseinander gelebt und am Ende nichts mehr (oder immer dasselbe) zu sagen hat.

Da finde ich Deinen Schritt ehrlicher und konsequenter, und er öffnet Dir den Weg zu Neuem, das Du zuvor womöglich nicht gesehen hast oder nicht sehen wolltest.

Die Argumente von @Rise&Shine haben durchaus etwas für sich, aber welcher Weg für Dich der richtige ist, kannst nur Du selbst beurteilen - viel Glück dabei !
 
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  • #8
Hallo Ihr Lieben,
ich konnts kaum glauben, dass mei alter Thread wieder hervorgeholt wurde. Leider hatte Mentalista die Diskussion hier damals völlig kaputt gemacht. Warum, ist mir bis heute ein Rätsel.
Bei mir hat sich leider nichts geändert. Wie sehr wünschte ich mir mal etwas anderes zu berichten, aber natürlich Fehlanzeige. Mittlerweile fiebere ich nur noch danach, dass die Jahre vergehen und ich hier endlich wegziehen kann. Dann bin ich allerdings schon Ende vierzig. Ob ich dann noch eine Chance habe? Ich weiß es nicht, aber ich habe so satt, mit diesen Gedanken aufzustehen und Abends wieder ins Bett zu gehen. Was anderen spielend gelingt, ist für mich unmöglich. Und das nagt dermaßen an meinem Selbstwert.
Der Beitrag ist aus deinem anderen Fred.
Wie schaut es denn momentan so allgemein bei dir aus?
Bist du etwas mehr in deiner eigenen Mitte angekommen? Für mich ließt sich das leicht depressiv verstimmt. Vielleicht ist das inzwischen aber nicht mehr so bei dir.
Falls dir Freundschaften fehlen (auch wenn man alte nicht einfach so ersätzen kann), dann versuche doch neue Bekanntschaften zu knüpfen.
Es gibt genügend Gruppen/Veranstaltungen, wo man sich anschließen kann. Fast überall gibt es "Wander-Gruppen" (falls du Wandern magst), nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum gibt es fast immer mindestens einen Chor (falls du gerne Singen magst). Oder solche Nordic-Walking-Gruppen die sich 1-2 Mal die Woche treffen. Oder etwas ehrenamtliches. Tierschutz, Hilfe im Tierheim oder andere Institutionen, wo man sich engagieren kann.
 
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  • #9
Dann bin ich traurig, dass die jetzt in ihrem Beziehungsglück schwelgen und ich immer auf der Strecke bleibe.
Ich kenne das auch. Manche Menschen (und ich nehme mich da nicht aus) leben dann ganz für ihre Partnerschaft. So habe auch ich den Kontakt zu Freunden verloren. Bei den meisten war das in der Jugend und ist schon lange aus. Einige haben erst später ihren Partner gefunden. Besonders schmerzt mich das bei einer Freundin, die ich seit mehr als 30 Jahren kenne. Sie wohnt in der Nähe und früher haben wir uns oft getroffen. Vor einem halben Jahr habe ich sie zum Kaffee eingeladen und keine Antwort erhalten, obwohl ich nachgehakt habe.
Wenn ich wieder eine Partnerschaft hätte, würde ich das wahrscheinlich auch so machen. Hab aber keine. :(
Spielt da vielleicht auch etwas Neid mit? Ich meine uns beide.
während ich früher verzweifelt gesucht habe, sinkt mein Wunsch nach einer Beziehung immer mehr je besser mein Leben wird.
Es gibt Tage, da wünsche ich mir unbedingt einen Partner
 
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  • #10
Hallo Ihr Lieben,

momentan stecke ich in einem totalen Tief. Das leigt einerseits daran, dass sich der Todestag meiner Mautter zum ersten Mal jährt. Dazu habe ich nun endlich alte Freundschaften abgebrochen, die einfach keinen Sinn machen. Da diese Freundschaften fast 30 Jahre gedauert haben, war dieser Schritt schwer. Noch fertiger macht mich aber der Grund diese Abbruches. Wir sind durch dick und dünn gegeangen, bis beide Damen jeweils einen Mann kennengelernt haben. In der Anfangsphase gab es noch ein wenig Kontakt (wahrscheinlich aus der Sorge, dass es doch noch schief geht). Als es enger wurde, war noch nicht mal mehr ein Telefonat drin. Und das nun seit 9 Jahren. Auf Emails wurde erst Wochen später reagiert, Rückrufe gab es ohnehin nicht. Das krasse: ich habe das auch angesprochen und sie haben ihr Verhalten nicht mal reflektiert und waren völlig überrascht. Beim Tod meiner Mutter war es nochmal enger. Danach fiel es wieder in das alte Meldeverhalten. Kurzum: ich bin für die Partnerschaften fallen gelassen worden wie eine heiße Kartoffel. Ich hatte es für unerschütterliche Freundschaften gehalten und begreife nicht, wie man so mit Menschen umgehen kann. Und es nicht mal merkt. Zudem beide sich als absolute Gutmenschen sehen. Sie haben aber nie gefragt, wie es mir geht. Auch in den heftigsten Krisen nicht. Irgendwie komme ich damit nicht zurecht und frage mich, ob Ihr sowas auch schon erlebt habt und einen Abschluss gefunden habt. Ich frage mich, wem ich überhaupt noch trauen kann. Dann bin ich traurig, dass die jetzt in ihrem Beziehungsglück schwelgen und ich immer auf der Strecke bleibe. Ich bin echt durch mit diesen "Freundschaften", aber irgendwie fühlt es sich ein wenig wie Liebeskumer an.

Ich danke Euch für´s Zuhören und Eure Rückmeldungen!!
Ohje. Bist du denn sicher, dass deine Wahrnehmung absolut und objektiv richtig ist? Könntest du dich nicht evt. irren?
Stell dir mal vor, du wärst verliebt und würdest die Liebe deines Lebens kennenlernen. Dann hättest du vielleicht auch auf einmal weniger Zeit für deine Freundinnen wie als trauriger Single. Ihr würdet euch evt. selten sehen, aber das wäre schön. Du würdest es evt. gar nicht so negativ bewerten wie du es jetzt tust.

Dass sie dir beim Abschied von deiner Mutter wieder enger waren, zeigt doch, dass du ihnen nicht egal bist. Aber sie haben nicht mehr so viel Zeit wie als Single. Freundschaften können engere und lockere Phasen durchlaufen. Ich finde das keinen Grund für einen Abbruch.

Ich hatte mich, als ich frisch verliebt war, auch aus vielem zurückgezogen und dann erst später gemerkt, dass mir das fehlt und hab mir wieder mehr Zeit dafür genommen. Aber wahrscheinlich insgesamt etwas weniger Zeit wie ich als Single hatte. Wenn man mich deswegen abschießen würde, wäre ich sehr traurig. Hab ich doch niemandem was böses getan. Das verhindert ja, wieder aufeinander zuzugehen und selbst zu entscheiden wie eng und oft das sein soll. Ich möchte gerne so akzeptiert werden wie ich bin und glücklicherweise tut das mein Umfeld bislang, sodass ich alle Kontakte noch weiter pflegen kann, auch wenn sich manche etwas gelockert haben. Deswegen sind sie für mich aber nicht weniger wertvoll.

Vielleicht steckst du in einer Depressiven Phase und siehst deswegen alles so schlecht und isolierst dich. Such dir bitte professionelle Hilfe. Das kann ein Forum für dich nicht leisten und wenn du sonst keine Kontakte mehr hast, weil du niemandem mehr traust und traurig bist, dann mache ich mir ein bisschen Sorgen um dich. Ich hab auch mal in so einer depressiven Phase gesteckt und professionelle Hilfe war das Beste, was mir passieren konnte.

Es kann alles wieder besser werden. Sei mutig. Lass dir helfen. Vertrau dich jemandem an. Man kann nicht alles alleine schaffen.

Alles Gute und Liebe! :)❤:)❤:)❤
 
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  • #11
@Traumtänzerin Vielleicht hilft es dir, dich damit auseinanderzusetzen, was deine Ansprüche an eine Freundschaft sind, was du bekommen möchtest und auch, was du zu geben bereit bist. Interssierst du dich für den Alltag, die Beziehungen deiner Freundinnen? Möchtest du wissen, was sie gerade im Kleinen und Großen beschäftigt, auch wenn es nichts mit deiner aktuellen Lebenswelt zu tun hat? Und wenn ja, zeigst du es auch aktiv?
Mit meiner allerbesten Freundin aus Schulzeiten treffe ich mich nur noch ca. einmal im Jahr, zu unterschiedlich haben sich unsere Leben entwickelt. Ich habe sie immer noch sehr gerne, habe aber gemerkt, dass sich das Nähe-Distanz-Bedürfnis über die Jahre geändert hat. Das beruht bei uns allerdings auf Gegenseitigkeit.
Andererseits habe ich, wie du, auch schon eine langjährige Freundschaft beendet, weil sie für mich eben die Voraussetzungen für eine Freundschaft nicht mehr erfüllte. Das definiert aber jeder anders für sich.
Unsere Beziehungen zu anderen Menschen befinden sich in stetem Wandel, ein Gemeinplatz, ich weiß, aber wir entwickeln uns nun einmal fort, deine Freundinnen genauso, wie du selbst. Das du sie als selbsternannte Gutmenschen bezeichnest spiegelt natürlich deine Enttäuschung und Trauer wieder, hat aber auch eine abwertende Konnotation nach meinem Verständnis. Ich weiß, das es schwerfällt in einer akuten Krisensituation den nötigen Abstand aufzubringen und wünsche dir, dass du da deinen Weg findest. Grundsätzlich ist es doch gut, dass du für dich die Klarheit gewonnen hast, dass du diese Art Freundschaft, die du als einseitig empfindest, nicht mehr möchtest und deine Konsequenzen gezogen hast, auch wenn die Konsequenz jetzt erst einmal schmerzhaft ist. Alles Gute!
 
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  • #12
Hallo Ihr Lieben,

vielen, vielen Dank für Eure Antworten und Eure Zeit, die Ihr Euch für mein Gejammere genommen habt. Ich versuche mal auf die Gedankenanstöße jeden Beitrages einzugehen. Also erst einmal vorweg. Ich bin in keiner Depression und wie ich schon in einem anderen Thread erzählt habe, ist mein Leben im Grunde gut. Sehr gut sogar, zumindest beruflich und finanziell. Die These, Gerld macht nicht happy, glaube ich jedenfalls nicht, denn man kann sich das Leben dann schon verdammt schön machen. Reisen, shoppen und Pferde sind jedenfalls meine liebsten Hobbys. Außerdem habe ich neue Bekannte beim Reiten gefunden. Bekannte ist aber was anderes wie Freundschaften, die jahrelang gewachsen sind Daher meine Trauer einerseits. Und natürlich der Todestag meiner Mutter. Sterbehilfe in der Schweiz! Sterbehilfe ist manchmal in den Medien so leicht dahingesagt. Die Realität ist eine andere. Du bekommst den Brief mit Sterbedatum und Uhrzeit. Ich sehe diesen Moment immer vor mir und kann immer noch die Gefühle, Gedanken spüren, als wäre es gestern gewesen.
Tja, und dann kommen diese total miesen Freundschaften wegen ihren Typen. Zurück gibt es definitv keins. Mit solchen Menschen bin ich durch. Einige sehen es anders und meinen, ich muss mich dem Diktat des Gebundenen unterwerfen. Mitnichten, da ich selbst mit einer 50 Stundenwoche und Kleinkind mich immer gemeldet habe wie früher. Natürlich kann man der Gebundene sagen, es ist mein gutes Recht, die Leute nun vor den Kopf zu stoßen. Aber ich stelle mir folgende Frage bei der heuitgen Stabilität von Beziehungen. Was ist, wenn eine Beziehung vorbei ist? Liebe des Lebens als Grund? Was könnte eine größere Liebe sein als das eigene Kind?? Es war aber keine Frage, darunter Freundschaften leiden zu lassen. Was können die dafür, wenn ich mich fortpflanze? Zeitmanagement ist das Zauberwort! Das ist für mich die nichtausgesprochene Aussage, dass ich es nicht wert bin, Zeit in mich zu investiern. Und ich bin es mir definitiv wert. Die Prophezeihung ist, dass sich das Leben ändert und meine Tür ist dann zu. Außerdem mache ich diese rigorosen Schritt für mein Seelenheil. Ich lasse mich von niemanden mehr in die Ecke stellen und hervorkramen, wenn es dann mal paßt. Das hat mit meiner Liebe zu mir selbst und meinem Selbstwert zu tun. Was geben solche Menschen überhaupt für ein Signal an Menschen, die Ihnen mal wichtig waren? So gehe ich nicht mal mit Fremden bin. Daher sage ich: sollen sie ihre vermeintlich großen Lieben feiern, Eltern sind auch noch beide da, aber irgendwann bekommen sie die Quittung. Denn Eltern sterben, Partner gehen. Ich habe selber erfahren, wie schnell das geht. Stabilität ist nur ein Trugschluss. Alles kann so plötzlich vorbei sein. Von einem Tag auf den anderen. Die Gebundenen solten in ihrer Arroganz nicht dem Trugschluss unterliegen, dass sie über all dem schweben.
Außerdem verstehe ich dieses ganze Verhalten nicht. Der häufigste Satz in der letzten Jahren war: "Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst melde" oder ein Klassiker: "ich habe so oft an Dich gedacht." Klar, ich kann ja Telepathie. Warum entschuldigt man sich, wenn man dann doch nichts ändert? Wird dann auf eine Absolution gehofft?
Naja egal, nun geht es ja nur noch darum, darüber hinweg zu kommen, und das ist so schwer für mich. Wie verarbeitet man eine Vergangenheit, in der sogar die Freundschaften nichts wert waren? Partnerschaft war auch ein Flop, Herkunftsfamilie sowieso. Ich habe irgendwie wirklich das Gefühl, nur noch mir trauen zu können, aber das finde ich irgendwie traurig und macht mich für die Zukunft momentan ein wenig mutlos.
Und ja, ich bin neidisch. Nicht auf die Partner meiner Freundinnen, sondern das sie so einen guten Start ins Leben hatten, ihnen alles zugefallen ist und ich mir alles erkämpfen musste.
 
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  • #13
Wie verarbeitet man eine Vergangenheit, in der sogar die Freundschaften nichts wert waren?
Man könnte innerlich dafür danke sagen, dass es schöne Zeiten waren, sich positiv an diese erinnern, sich für diese bedanken und beschenkt fühlen. Innerlich sagen, „danke, dass es da war, dass ich es erleben durfte. Es ist nun vorbei. Es war schön, aber es passt nicht mehr und jetzt ziehe ich weiter.“
 
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  • #14
Liebe Traumtänzerin,
ich höre Deine Wut, Deine Enttäuschung und spüre Deine Trauer. Aber blicke nicht zurück im Zorn. Der belastet Dich nach Vorne.

Du kannst nicht sehen, was vor Dir liegt, weil das was hinter Dir ist, seinen Schatten vor Dich wirft. Aber wenn Du etwas weiter gehst, kannst Du aus ihm heraustreten.

Nur Geduld, Mut und ein wenig Zuversicht.
Du bist bis hier gekommen. Du kommst auch weiter.

Alles Gute.
 
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Deleted member 21128

  • #15
@Traumtänzerin Auf deiner Jagd nach einem guten Selbstwertgefühl scheinst du dich ein wenig zu vergaloppieren...
Aber eins nach dem anderen.
Wenn ich in einer Liebesbeziehung bin, vernachlässige ich meine Freunde auch. Meine Zeit, meine Aufmerksamkeit und meine Energie sind begrenzt, irgendwo muss ich sparen. Und da kommt es dann auch zu vielen Situationen, wo ich sage "Es tut mir leid, dass ich mich jetzt erst melde." Damit sage ich, dass mir der andere etwas bedeutet, und dass er bitte verstehen soll, dass ich andere Prioritäten habe. Und dass ich hoffe, dass er das versteht und das unsere Freundschaft das aushält.
Hast du mal darüber nachgedacht, dass deine (ehemaligen) Freundinnen einen anderen Blick auf die Situation haben? Dass in ihren Augen du diejenige bist, denen die Freundschaft nicht viel bedeutet, wenn du sie "einfach" kündigst?
Einer meiner Kumpels hat mir ziemliche Vorhaltungen gemacht, weil ich deutlich seltener zur Verfügung stehe als zuvor als Single. Er hat da kein Verständnis. Um ehrlich zu sein, hat mich das jetzt nicht wirklich dazu animiert, ihn häufiger zu treffen. Ich hab ja dann keine Lust auf solche Diskussionen. Vielleicht gab's bei dir auch Verhaltensweisen, die es deinen Freundinnen schwer gemacht haben?
Dein Selbstwert wirkt (zumindest in diesem Punkt) nicht ganz echt. Sonst würden dir diese Dinge nicht so zu schaffen machen, und du würdest deinen Freundinnen ihr Glück gönnen und dich für sie freuen.
Du brauchst es aber sehr, dass sie dir bestimmte "Gefühle geben", dass sie deine Bedürfnisse befriedigen und da dich gut fühlst. Das ist mein Eindruck.
Ich hoffe, dass es dir als Anstoß dient, und nicht dazu, dich angegriffen zu fühlen.