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  • #32
Aber damit bestätigst Du doch, dass es funktioniert...
Ja, es kann funktionieren. Ich wollte auch gar nichts anderes schreiben. Es muss nur auch die Chemie stimmen.
Mein verstorbener Mann war ein Mensch, der sehr hoch mit mir gematcht hat und mit dem die Chemie stimmte. Wir teilten in den meisten Dingen die Ansichten und haben uns sehr gut ergänzt. Wir hatten eine sehr sehr schöne Zeit mit einer Liebe, die von Jahr zu Jahr wuchs und die sich auch in schlimmen Zeiten noch festigte. Jetzt existiert sie leider nur noch in einer anderen Form. Da ist unheimlich viel Dankbarkeit in mir.
 
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  • #35
Mein Fehler, ich hätte den Eingangstext für Nichtinformatiker/-mathematiker aufbereiten sollen, das kommt aber in meinen Augen so pädagogisch daher. :)

Wie du sagst ermittelt ein Algorithmus anhand von Stichproben ob zwei Menschen zueinander passen und eine dauerhafte Beziehung eingehen können. Die Eingangsfrage bezogen auf die Sicherheit der Berechnungsgrundlage zielt aber nicht auf die Normalverteilung der Daten, sondern Richtung Grenzwert, also dort wo man sich maximal an die Funktion annähert, d.h. wie auf der Tasse nicht in allen Fällen.

Absolut, der Algorithmus von dem wir sprechen orientiert sich an die Normalverteilung der Statistik und nicht wie beim Grenzwert an die Umgebung eines einzelnen Punktes.
Genau so ist das, die Sache hat nur einen nicht unwesentlichen Schwachpunkt (der bis jetzt noch nicht eruiert worden ist): die Genauigkeit bzw. auch die faktische Wahrheit der Angaben; wenn jemand angeben sollte einen BMI von 35 zu haben und gleichzeitig aber Triathlet zu sein würd ich diese beiden Punkte automatisiert aus der Berechnung des Matching rausnehmen (weil erkennbar nicht wahr).
 
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  • #36
Genau so ist das, die Sache hat nur einen nicht unwesentlichen Schwachpunkt (der bis jetzt noch nicht eruiert worden ist): die Genauigkeit bzw. auch die faktische Wahrheit der Angaben; wenn jemand angeben sollte einen BMI von 35 zu haben und gleichzeitig aber Triathlet zu sein würd ich diese beiden Punkte automatisiert aus der Berechnung des Matching rausnehmen (weil erkennbar nicht wahr).
In meinen Augen sind Falschangaben für das System weniger problematisch, weil der Konsument einer Dienstleistung mut Beschönigungen das Matching zu seinen Ungunsten verzerrt - im Datingalltag sind sie es zweifellos und völlig menschlich.

Wie sollen Algorithmen in deinem Beispiel die Angaben mit der Wirklichkeit in Einklang bringen? Über eine Mustererkennung und automatisierte Analyse der Profilbilder? Aber was wenn jemand Fotos verwendet die nicht mit der aktuellen Erscheinung übereinstimmen? Biometrische Daten wären eine Alternative, was einem den letzten Rest von Romantik vergällen würde. :D
 
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  • #37
Ein Algorithmus ist ein Schema zur Lösung eines Problems. Wie kann ein Schema das nicht die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit beschreibt, sondern das Wesentliche berücksichtigt, mit Sicherheit feststellen ob zwei Menschen dauerhaft zueinander passen?
habe alles durchgelesen.
etwas verstehe ich jedoch immer noch nicht:
wie kommst du darauf:
1. das irgendein Schema überhaupt die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit beschreiben kann?
2. dass parship mit dem Algorithmus das Wesentliche berücksichtigen kann? (mal abgesehen von der Frage nach der Definition des Wesentlichen)
3. mit Sicherheit feststellen? kann weder von parship versprochen noch von den BenutzerInnen erwartet werden (mind. aufgrund meines Verständnisses vom gesunden Menschenverstand).
4. dauerhaft? wer behauptet das? und: das ginge mMn sowieso nicht.
wichtig: das hier ist keine Stellungnahme zu deiner (von mir vermuteten) Fragestellung, in etwa: ist es - mal wissenschaftlich betrachtet - überhaupt möglich, dass man/frau auf Grund des parship-Algorithmus eine Person für eine dauerhafte Beziehung finden kann, und wenn ja, warum und wenn ja, warum nicht. (oder habe ich dich da falsch verstanden?)
summa summarum: ist mMn die Fredfragestellung ziemlich salopp formuliert.
Das könnte daher u.U. der Grund sein, dass ausser Fachsimpeln unter InformatikerInnen und VertreterInnen anderer anverwandten Berufe aus meiner Sicht nicht allzu viel herausgekommen ist, mal abgesehen von den Hinweisen auf die Videos, die mMn tatsächlich sehenswert sind und daher danke.
 
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  • #38
In meinen Augen sind Falschangaben für das System weniger problematisch, weil der Konsument einer Dienstleistung mut Beschönigungen das Matching zu seinen Ungunsten verzerrt - im Datingalltag sind sie es zweifellos und völlig menschlich.
Genau da seh ich das Problem: der Konsument verzerrt natürlich zu seinen Ungunsten, das trifft ihn selbst, aber viel mehr verzerrt er zu Ungunsten seines Gegenübers und das ist das wirklich Schlimme.
 
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  • #39
Genau so ist das, die Sache hat nur einen nicht unwesentlichen Schwachpunkt (der bis jetzt noch nicht eruiert worden ist): die Genauigkeit bzw. auch die faktische Wahrheit der Angaben
Es gibt sogenannte Kontrollfragen, die das abfangen.
Da wird z.B. gefragt, ob man eher Introvertiert oder extravertiert ist und als Kontrollfrage kommt dann z.B. ob man sich lieber alleine Zuhause oder im Club mit 500 Leuten wohlfühlt.

Und die Fragen hier sind schon sehr gut formliert, so dass alle Antworten eigentlich neutral sind, also nicht irgendeine Antwort als negativ rüberkommt.

Und naja, wer hier absichtlich falsche Angaben macht, bescheißt sich unter'm Strich am meisten selber.
 
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  • #40
wie kommst du darauf:
1. das irgendein Schema überhaupt die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit beschreiben kann?
Kann man das Gegenteil ausschliessen und wenn ja wie. Es gibt eine Möglichkeit, z.B. der bereits erwähnte Unvollständigkeitssatz von Gödel.
2. dass parship mit dem Algorithmus das Wesentliche berücksichtigen kann?
Das Wesentliche ist für mich die Abbildung auf der Tasse. Die Frage soll zum Denken anregen. Ich bin mir nicht sicher ob Parship die Liebe oder die Beziehung in Algorithmen fasst.

Danke für deine Gedanken zum Thema und natürlich auch deine respektvoll formuliert Kritik. :)
 
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  • #41
1. das irgendein Schema überhaupt die Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit beschreiben kann?
Da sind diverse Ungenauigkeiten, ich glaube sogar, da sind sich alle einig.
3. mit Sicherheit feststellen? kann weder von parship versprochen noch von den BenutzerInnen erwartet werden (mind. aufgrund meines Verständnisses vom gesunden Menschenverstand).
Das ist auch aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Aspekt, aber in der Realität werden wohl enorm große Erwartungen an die Plattform gerichtet. Dabei ist so viel zufällig, selbst dann, wenn man voraussetzen würde, dass die erhobenen Merkmale die richtigen sind und auch die Ausprägung richtig gemessen wurde.

Es kann nur Matches auf diejenigen geben, die sich auch angemeldet haben. Eigentlich logisch. Es ist eine Plattform zum Sich-Finden und es kann auch sehr gut funktionieren.

Dann steht es auch noch in der Entscheidung der User, wieviel sie in ihrem Profil von sich preisgeben möchten. Es wird oft im Forum bemängelt, dass die Profile häufig nicht sehr aussagekräftig sind. Wenn man aber im ländlichen Bereich wohnt, möchte man aber u.U. nicht sofort erkannt werden und wartet deshalb Kontaktabfragen ab...
Am Ende braucht es eben doch sehr viel Glück. Wie sieht die Glücksformel aus...?

Über die Dauerhaftigkeit mußte ich viel nachdenken. Einmal die Dauerhaftigkeit der Liebe und zum anderen die "Dauerhaftigkeit" der eigenen Persönlichkeit. Ich hatte erzählt, dass ich bereits 2003 bei PS angemeldet war. Damals habe ich ein Büchlein mit meinem persönlichen Profil bekommen. Exakt sind die Merkmalsausprägungen damals zu heute (es liegen unterschiedliche Punktesysteme zugrunde) nicht zu vergleichen, aber man kann schon Tendenzen erkennen.

Offensichtlich (und das ist ja schon zu vermuten) formen die Erfahrungen, die man im Leben sammelt, weiter die Persönlichkeit und verändern sie. Selbst ein hohes Matching (ich setze voraus, dass es die richtigen Merkmale sind, die auch richtig gemessen wurden und dass die Chemie stimmt) garantiert keine dauerhafte Liebe aus meiner Sicht, weil sich die Eingangsvoraussetzungen, die zu dem Matching führen, ändern können. Es gibt keine Garantie, aber aus meiner Erfahrung eine hohe Wahrscheinlichkeit. Liebe will auch gepflegt werden.
 
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  • #42
aber in der Realität werden wohl enorm große Erwartungen an die Plattform
Erwartungen ans Dating: Ja!
Aber ich glaube nicht, dass hier jemand ernsthaft erwartet, dass der Matching-Algorithmus irgendeine Garantie gibt.

zum anderen die "Dauerhaftigkeit" der eigenen Persönlichkeit
Die Persönlichkeit bleibt in aller Regel gleich... Sie prägt sich vielleicht unterschiedlicher aus, aber verändert sich nicht grundlegend... Mach Dir mal den Spaß und mach alle paar Jahre mal einen guten persönlichkeitstest (DISG oder Big-Five)... Du wirst feststellen, dass Deine Grundpersönlichkeit im Wesentlichen gleich bleibt.
 
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  • #43
Die Persönlichkeit bleibt in aller Regel gleich... Sie prägt sich vielleicht unterschiedlicher aus, aber verändert sich nicht grundlegend...
Die Wissenschaft ist da etwas anderer Ansicht, weil sich der menschliche Organismus ständig erneuert, was nicht nur unser Aussehen verändert, sondern auch unsere Persönlichkeit.

Wen das Thema interessiert, ein recht guter Artikel dazu: https://digest.bps.org.uk/2017/02/0...-between-measures-taken-at-age-14-and-age-77/
 
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  • #44
Die Persönlichkeit bleibt in aller Regel gleich... Sie prägt sich vielleicht unterschiedlicher aus, aber verändert sich nicht grundlegend... Mach Dir mal den Spaß und mach alle paar Jahre mal einen guten persönlichkeitstest (DISG oder Big-Five)... Du wirst feststellen, dass Deine Grundpersönlichkeit im Wesentlichen gleich bleibt.
Zwischen meinen beiden Persönlichkeitsprofilen liegen 13 Jahre, in denen ich viele Höhen und Tiefen erlebt habe.
Interessant ist vielleicht noch, dass ich meinen jetzigen Test (2016) mit dem meines verstorbenen Mannes von 2003 verglichen habe. Offensichtlich habe ich in manchen Ausprägungen mich auf ihn zu "bewegt".
Ganz sicher habe ich heute eine andere (weiterentwickelte) Persönlichkeit als mit 18 oder 30. Natürlich bin ich kein völlig anderer Mensch geworden, aber ich verfüge jetzt z.B. über viel mehr Gelassenheit und Durchhaltevermögen als früher. Es gibt Ansichten und Einsichten, die sich weiterentwickelt haben.
 
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  • #45
...Ganz sicher habe ich heute eine andere (weiterentwickelte) Persönlichkeit als mit 18 oder 30. Natürlich bin ich kein völlig anderer Mensch geworden, aber ich verfüge jetzt z.B. über viel mehr Gelassenheit und Durchhaltevermögen als früher. Es gibt Ansichten und Einsichten, die sich weiterentwickelt haben."
"Gelassenheit"
mein Stichwort ;)
und An- und Einsichten auch.
Schliesslich wissen wir spätestens seit Herrn Keuner von Brecht, dass keine Veränderung beängstigend sein kann.
"Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: "Sie haben sich gar nicht verändert."
"Oh!" sagte Herr K. und erbleichte."
(von Bertolt Brecht. Das Wiedersehen)
 
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