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  • #1

Lange allein sein

Es gibt ja doch einige hier, die schon länger suchen. @Julianna hat das heute Nacht mit ihrem Unverständnis über fünf sexlose Jahre sehr deutlich auf den Punkt gebracht - wobei "länger" für mich vermutlich mehr als ein Jahr bedeutet.

Was glaubt ihr, woran das liegt?
Erwartet ihr emotional viel, den großen romantischen Flash, der nicht kommt?
Gefallen euch diejenigen nicht, die euch wollen würden?
Seid ihr vielleicht doch nicht ganz "frei" und weht deswegen unbewusst ab?
Ist eure Vorstellung davon, wie ihr Beziehung leben wollt, so "klar", dass ihr Probleme mit Menschen habt, die eine andere Vorstellung davon haben?

Oder ganz anders?
 
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  • #6
Hi, ich bin der Neue (stimmt nicht ganz.. lese schon ne Weile mit ^^ )

Also ich bin jetzt ca. 4 Jahre allein. Warum?
Hm, zum Einen hat meine vorherige Beziehung die Messlatte recht hoch gelegt und auch so wird meine Liste, was ich alles nicht (mehr) will, mit der Zeit immer länger.
Und ich finde es falsch, gerade schon den Anfang einer Beziehung mit Kompromissen meiner "will ich nicht (mehr)" Liste zu beginnen, da überlicherweise im Lauf einer Beziehung noch sehr viel mehr Kompromisse auf beide zukommen. Beginnt man gleich mit Kompromissen, wird mMn das erträgliche Maß vorraussichtlich schneller erreicht und beendet das Ganze wieder.
Außerdem habe ich das "Problem", dass mein Geschmack in Bezug auf Frauen nicht so recht mit mir (49) altern mag.
Aber es ist nun nicht so, dass ich unbedingt eine Partnerin brauche. Ich kann kochen, backen, habe meinen Haushalt im Griff und arbeitsbedingt nicht sehr viel freie Zeit. Ich kann meistens auch gut mit mir allein sein.
Eine Partnerin wäre quasi nur eine angenehme Zugabe und ein Gegengewicht zu Dingen, die einem das Leben schwer machen.. Ich kann aber auch gut ohne Partnerin leben und gehe "nicht zu meinen Vorstellungen passenden" Frauen lieber aus dem Weg.
Und als Letztes mag noch hinzukommen, dass es mir sowohl an vielen Gelegenheiten als auch an Kontaktfreudigkeit mangelt.
 
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  • #7
Ich kenne das sehr gut. Nicht nur von mir - letztes Jahr habe ich mich mehrfach mit einem Mann getroffen, der schon seit drei Jahren suchte, aber sofort das Interesse verlor, wenn sich eine Frau für ihn interessierte. Nach langen Gesprächen wurde klar, dass er keine Ahnung hatte, wie er eine Beziehung und seine Rolle als aktiver Vater vereinbaren könnte. Insofern: Flucht. Er sucht jetzt mW nur noch Affären.

Glaubst Du, es geht Dir genauso?
Ich habe selbst festgestellt, wie "einfach" es ist, sich in unerreichbare Männer zu vergucken und wie schnell ich diejenigen ablehne, die sofort sehr interessiert sind. Momentan treffe ich mich mit einem Mann, der auch nicht wirklich weiß, was er so will. Das geht gut. Aber auf Dauer?
 
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  • #8
Nach langen Gesprächen wurde klar, dass er keine Ahnung hatte, wie er eine Beziehung und seine Rolle als aktiver Vater vereinbaren könnte. Insofern: Flucht. Er sucht jetzt mW nur noch Affären.
Puh, hört sich an, als wäre das der Typ, mit dem ich vor kurzem noch was hatte. Die gibt's wohl wie Sand am Meer (wahrscheinlich auch Frauen, die so drauf sind).
 
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  • #9
Es gibt ja doch einige hier, die schon länger suchen. @Julianna hat das heute Nacht mit ihrem Unverständnis über fünf sexlose Jahre sehr deutlich auf den Punkt gebracht - wobei "länger" für mich vermutlich mehr als ein Jahr bedeutet.

Was glaubt ihr, woran das liegt?
Erwartet ihr emotional viel, den großen romantischen Flash, der nicht kommt?
Gefallen euch diejenigen nicht, die euch wollen würden?
Seid ihr vielleicht doch nicht ganz "frei" und weht deswegen unbewusst ab?
Ist eure Vorstellung davon, wie ihr Beziehung leben wollt, so "klar", dass ihr Probleme mit Menschen habt, die eine andere Vorstellung davon haben?

Oder ganz anders?
Also ich hab 2 Jahre gesucht...es passt halt einfach nicht jeder und man kann's nicht erzwingen. Der Zufall spielt eine große Rolle...
 
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  • #10
Ich kenne das sehr gut. Nicht nur von mir - letztes Jahr habe ich mich mehrfach mit einem Mann getroffen, der schon seit drei Jahren suchte, aber sofort das Interesse verlor, wenn sich eine Frau für ihn interessierte.
Glaubst Du, es geht Dir genauso?
Nö, ich "flüchte" ja nicht, WEIL sie mich wollen würden. Sie sagen mir nur nicht so zu, wie ich es mir für mich wünschen würde.
Ich habe selbst festgestellt, wie "einfach" es ist, sich in unerreichbare Männer zu vergucken und wie schnell ich diejenigen ablehne, die sofort sehr interessiert sind.
Definiere bitte: "unerreichbar".
Ich halte ein solches Adjektiv in Bezug auf Partnersuche für nicht hilfreich. Ich weiß, dass ich sogar vermeintlich "unerreichbare" Frauen "haben könnte", wenn ich:
- den Mut hätte, sie anzusprechen
- die Energie hätte, auf sie zuzugehen
- die Initiative ergreifen würde
- meine Komfortzone verlassen würde
- mir wirklich Mühe geben würde (Charme, Lächeln etc.)

Aber letztlich fehlt "der Knall", der
- jede Mühe vergessen
- jede Anstrengung verschwinden
- jeden Herzschlag zu einem Knall werden
- jeden Blick zu einem Feuerwerk werden
- jeden Hautkontakt zu einem Prickeln werden
- jedes Wort zu einem Gedicht werden
- und letztlich die Welt zu einem besseren Ort werden
lässt.......:)
Oh Mann, zuletzt sind die (Schmalz-) Pferde aber mächtig mit mir durchgegangen :eek:
 
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  • #11
Also ich hab 2 Jahre gesucht...es passt halt einfach nicht jeder und man kann's nicht erzwingen. Der Zufall spielt eine große Rolle...
Du bist gerade ganz frisch verliebt, oder?
In einen Mann, den Du vor einem halben Jahr "aussortiert" hast?
(ich hoffe, ich verwechsele Dich nicht)
Kannst Du denn sagen, was jetzt "anders" war? warum es jetzt geht und wunderschön ist und Dich fliegen lässt, während es im November nicht ging?
 
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  • #12
Nö, ich "flüchte" ja nicht, WEIL sie mich wollen würden. Sie sagen mir nur nicht so zu, wie ich es mir für mich wünschen würde.
Ich kenne Dich ja gar nicht. Deswegen spekuliere ich nur.
Die Frage, die sich mit stellt: Hat die Tatsache, dass diese Frauen Dich wollen, etwas damit zu tun, dass Du sie nicht willst?
Ich halte das für so selten nicht...

Definiere bitte: "unerreichbar".
Ich halte ein solches Adjektiv in Bezug auf Partnersuche für nicht hilfreich. Ich weiß, dass ich sogar vermeintlich "unerreichbare" Frauen "haben könnte", wenn ich:
- den Mut hätte, sie anzusprechen
- die Energie hätte, auf sie zuzugehen
- die Initiative ergreifen würde
- meine Komfortzone verlassen würde
- mir wirklich Mühe geben würde (Charme, Lächeln etc.)
Unerreichbar ist für mich der Mann, der mich nicht "will". Oder maximal für ein paar Nächte. Damit meine ich nicht grundsätzlich Männer "in einer anderen Liga", sondern ganz konkret die, die nach etwas suchen, was ich nicht "bin".
 
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  • #14
Hm, zum Einen hat meine vorherige Beziehung die Messlatte recht hoch gelegt und auch so wird meine Liste, was ich alles nicht (mehr) will, mit der Zeit immer länger.
Und ich finde es falsch, gerade schon den Anfang einer Beziehung mit Kompromissen meiner "will ich nicht (mehr)" Liste zu beginnen, da überlicherweise im Lauf einer Beziehung noch sehr viel mehr Kompromisse auf beide zukommen. Beginnt man gleich mit Kompromissen, wird mMn das erträgliche Maß vorraussichtlich schneller erreicht und beendet das Ganze wieder.
Nach meiner Trennung habe ich mir auch eine Liste mit den Dingen gemacht, die beim nächsten Mann unbedingt besser werden sollen.
Den Großteil habe ich mittlerweile wieder gestrichen. Ich hätte total gerne einen Mann, der kochen kann, beispielsweise, weil es mich so unendlich genervt hat, dass der ganze Bereich immer an mir hängen geblieben ist. Aber es ist nicht wichtig.
Ich glaube ja daran, dass Kompromisse essentiell sind.
 
M

MaryCandice

  • #15