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  • #1.771
Nein, den Satz habe ich so nie zu ihm gesagt. Aber ich fand es auch zu früh dafür. (...)
Vielleicht ist's dann jetzt an der Zeit ... ? ;)

Denn :
(...) Ich denke wir haben eine gute Basis, (...)
Es wäre doch schade, diese Chance nicht zu nutzen, es nicht zu versuchen, nur weil man sich "nicht sicher" ist.
(...)Ich denke er möchte alles richtig machen, weil er denkt, wenn er nur alles richtig macht und keine Unstimmigkeit oder keine negativen Gefühle übersieht, dass es dann nicht mehr zu einer Trennung kommt, wie er sie mit seiner Exfrau erlebt hat.(...)
Verständlich - aber Du bist nicht seine Ex ! ;)
Ich kann seine Gedanken da nur allzu gut nachvollziehen, aber ich halte sie für übertrieben und nicht allzu hilfreich.
Dito - allerdings befürchte ich, daß "Druck" - und als solchen könnte er es empfinden, wenn Du ihn aufforderst, er solle sich
(...) über seine Gefühle und Zweifel Gedanken (...) [machen]. Und dass ich es generell wichtig finde, wenn er sich da klarer wird, was er sich wünscht/vorstellt. Unabhängig davon, was aus uns beiden wird.
da ebenso wenig hilfreich ist.
Ich habe keine Ahnung, zu welchem Schluss er kommen wird. Ich denke aber, egal wie es kommt, wir werden darüber reden können und es wird dann okay so sein.
Er hat heute wieder zwei Mal danach gefragt, was ich zu etwas denke und fühle. Er ist (lacht nicht!) der erste Mann, der mich, wenn ich von einem Problem erzähle, fragt, wie ich mich damit fühle. Ich finde ihn allein deswegen einfach grossartig. :D

Übrigens: Ja, mir ist bewusst, dass einige Dinge da auch widersprüchlich sind. Ich bin da im Moment wirklich selber hin- und hergerissen.
@Ariadne_CH , "darüber reden" zu können ist mehr als viele andere in der Lage sind - weitermachen ! :D

Das alles macht auf mich den Eindruck, wie wenn Ihr beide eigentlich "wollt", aber Angst vor der eigenen Courage habt : Er davor, zu früh eher Dich an ihn als Ihr Euch aneinander zu binden, Du, daß es mangels "Commitment" - sorry, dafür gibt es IMVHO keinen wirklich guten deutschen Begriff ! - bereits an der Basis fehlt. Dabei seid Ihr nach meinem Eindruck nicht nur auf dem besten Wege, sondern habt auch die besten Voraussetzungen : Ihr fühlt Euch sehr wohl mit einander, Ihr wollt eigentlich mehr - so what ?!? Ihr redet sogar mit einander ! ;)

Vielleicht legt Ihr jetzt auch das bislang noch nicht Gesagte (s. o.) mal auf den Tisch ? Vielleicht ist es genau das, was Euch "fehlt" ? Es einfach darauf ankommen zu lassen und es mit einander zu versuchen ... ?

Allerdings scheinst Du mir ein sehr gutes Gefühl dafür zu haben, was Dir gut tut - bleib' dabei ! Wie heißt es so schön : "Sorg' gut dafür, daß es Dir gut geht, nur dann kannst Du gut für andere sorgen !" ;)
 
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IMHO

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  • #1.772
Aber ich kann mir nichts schönreden, wenn es offensichtlich wird, dass es zu wenig passt. Ich werde mich in den nächsten Tagen wohl nicht nur von meinen Vorstellungen und Zukunftsfantasien verabschieden müssen, sondern auch von einem Mann, den ich sehr lieb gewonnen habe.
Das Einzige, was mich ein wenig tröstet, ist, dass es uns wohl beiden so geht. Das macht es leichter. Trotzdem bin ich gerade überwältigt davon, wie weh es tun kann.
Hallo Ariadne,
das tut mir sehr leid für dich und ich fühle mit dir.
Magst du schreiben, ob es einen konkreten Anlass/Auslöser für deine Entscheidung gegeben hat oder ob du einfach nur "jetzt" als den richtigen Zeitpunkt empfindest?
Mutmaßt du nur, dass es "ihm" ähnlich geht, oder ist das schon mal zur Sprache gekommen?
Wir würdest du agieren, wenn der/die andere sich in dich verliebt hätte, wirklich SEHR an dir hängen würde und ständig versucht, die vorhandenen spürbaren und gravierenden Unterschiede auszublenden bzw. zu ignorieren?
 
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  • #1.773
Nicht immer und alles. Denk' mal an die ersten Wochen des frischen Kennenlernens und einer darauf folgenden "Verliebtheit" beider Protagonisten.
Da scheint das Leben doch so dermaßen leicht zu sein, sämtliche Probleme sind entweder keine mehr und relativ einfach zu lösen. Diese Beschwingtheit und Lebensenergie - als ob man unverwundbar wäre.
Zugegebenermaßen ist das oft schnell vergänglich - aber für eine gewisse Zeit einfach großartig oder kennst du das gar nicht?
 
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tina*

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  • #1.775
Schöne Beiträge hier.

Ich sinniere grade mal wieder über den Begriff "eine Beziehung suchen". Manchmal kommt es mir vor, dass dies gleichzeitig Fluch und Segen ;) beim Onlinedating ist. Es bringt gleich so eine "ernsthafte" Komponente rein (vermutlich ist das der Grund, weshalb im anderen Strang über die Vorteile des CD geschrieben wird, da dieser "muss 100% passen"-Faktor wegfällt.)

Ich kann da ja nur Dates im sog. RL als Vergleich heranziehen. Man lernt sich irgendwo kennen, findet sich anziehend und trifft sich dann zu zweit. Man macht "schöne" Sachen zusammen, genießt, flirtet, schwebt auf rosa Wolken und lernt sich nach und nach kennen. Und nach und nach kann es immer mehr in die Tiefe gehen, und irgendwann stellt man fest, ob es für mehr reicht oder nicht.

Beim Onlinedating kommt es mir so vor, als ob die Reihenfolge umgekehrt ist. Da werden zuerst Problem "gewälzt" und "Schwierigkeiten" besprochen. Das scheint mir als Start nicht so verheißungsvoll zu sein.

@Ariadne_CH, das hat nicht unbedingt nur mit deinem Thema zu tun :).

Wenn man nicht mehr in sorgloser Jugend sich zusammenfindet und auch (beidseitig) Kinder im Spiel sind, ist sicherlich einiges mehr zu beachten.

Du hast hier über seine Unsicherheit geschrieben, die ist sicher beidseitig vorhanden (Resonanzprinzip ;))

Aber ich war mehr und mehr vom Verstand her überzeugt, dass es nicht das ist, was mich komplett glücklich macht.

Aber jetzt möchte ich einfach mal ankommen, mich angenommen fühlen und mir nicht ständig Gedanken machen, was für Gefühle er hat.
Wir hatten schon öfter im Forum das Thema "Ankommen". Für mich klingt das immer so, etwas beim Anderen "abzuladen", die eigenen Selbstzweifel vielleicht? Was verbindest du mit dem Begriff - Sicherheit?
Wenn du dir ständig Gedanken machst, was er für Gefühle hat, ist das deine Entscheidung. Ich glaube nicht, dass es das besser macht. Manchmal ist die Stopp-Taste (für Gedanken) auch da hilfreich.

Einfach mal auf den Anfängergeist vertrauen. Versuchen, bei sich zu bleiben. Es gibt doch so viel Schönes zwischen euch.

Ihn weiter kennenlernen ohne dass er weiss, welche Art von Gefühlen er hat oder entwickeln könnte? Das wäre mir im Moment zuviel.
Was meinst du mit "zuviel"? Zuviel Unsicherheit? Zuviel Angst vor Schmerz? Ich vermute mal, ohne die Verletzlichkeit zuzulassen, ist ein "Beziehungsstart" nicht möglich.

Und ich habe ihm gesagt, dass ich denke, dass es an der Zeit ist, dass er sich über seine Gefühle und Zweifel Gedanken macht. Und dass ich es generell wichtig finde, wenn er sich da klarer wird, was er sich wünscht/vorstellt.
Klingt wie ein Ultimatum. Seltenst hilfreich.

Zu diesem Punkt, der bei euch nicht passt (du schriebst ja, es ist persönlich, verständlich, dass du es nicht weiterausführen möchtest): Falls es sich dabei um wesentliche Aspekte der sexuellen Kompatibilität geht, würde ich da keine großen Kompromisse machen. Das ist aus meiner Sicht eine wesentliche Grundlage, aus der sich die Lebendigkeit und Kraft einer Liebesbeziehung speist und diese auch immer wieder erneuern kann.

Ja, mir ist bewusst, dass einige Dinge da auch widersprüchlich sind. Ich bin da im Moment wirklich selber hin- und hergerissen.
Verständlich. So ist Leben :rolleyes:.

Ansonsten wünsche ich dir gute Entscheidungen. Hör auf dein Herz <3.
 
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fafner

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  • #1.776
Zugegebenermaßen ist das oft schnell vergänglich - aber für eine gewisse Zeit einfach großartig oder kennst du das gar nicht?
Das erinnert mich an junge Jahre... ;)
Und bei @Ariadne_CH schien es mir jetzt auch gar nicht so weit gekommen zu sein. o_O
Beim Onlinedating kommt es mir so vor, als ob die Reihenfolge umgekehrt ist. Da werden zuerst Problem "gewälzt" und "Schwierigkeiten" besprochen. Das scheint mir als Start nicht so verheißungsvoll zu sein.
Aber solange Du es nicht selber mal ausprobierst, wirst Du es nicht wissen. Da bleibt es bei der Annahme und dem Schein.
Meine Erfahrung ist die, daß es eh jedesmal anders verläuft. Was mich jetzt auch gar nicht überrascht...
 
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  • #1.777
Mir fehlt online auch die Lockerheit. Ich meine, nicht dass ich keine Ernsthaftigkeit mag. Aber Kennenlernen tun sich Mann und Frau. Da werden soviele anhand des Profils schon aussortiert und von der Handvoll, die in Frage kommt, haben drei Schreibprobleme, einer telefoniert zu aggressiv und der fünfte hat schlicht und ergreifend kein Interesse.

Wenn ich im Leben wen kennenlerne, weiß ich erstmal nur das Wichtigste: Wir sind uns sympathisch. Alles weitere ist dann Gummibandleben. Mal enger und mehr, mal weniger und distanzierter und irgendwann bleibt oder reißt es. Das "Du bist jetzt mein potenzieller Partner" ist sooooooo weit weg. Zumindest bei mir. Den Männern kam das öfter schneller in den Sinn.
Ich finde es als extrem unfair, wenn ein Mann mich sofort oder schon nach wenigen Dates in die Schublade "mögliche oder gar fixe Partnerin" schiebt. Er weiß doch noch gar nichts von mir. Klar, ich hab ein fesselndes, gewinnendes Wesen, aber ich will trotzdem ernst und wahrgenommen werden als Mensch, nicht nur als Frau. Ich mag, wenn ich merke, dass da sehr wohl reflektiert wird und darüber nachgedacht. Nicht nur "Hurra de Gams!"

Ich glaube, Männern kann es da ganz ähnlich gehen.

@WolkeVier gratuliere, wenn es so verlief bisher. Wie lange es dann hielt, keine Ahnung. Trotzdem wurdest immer wieder zum Single. Die Zeit dazwischen drin war aber - hoffentlich - uneingeschränkt schön.
 
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  • #1.778
Mir fehlt online auch die Lockerheit. Ich meine, nicht dass ich keine Ernsthaftigkeit mag. Aber Kennenlernen tun sich Mann und Frau. Da werden soviele anhand des Profils schon aussortiert und von der Handvoll, die in Frage kommt, haben drei Schreibprobleme, einer telefoniert zu aggressiv und der fünfte hat schlicht und ergreifend kein Interesse.

Wenn ich im Leben wen kennenlerne, weiß ich erstmal nur das Wichtigste: Wir sind uns sympathisch. Alles weitere ist dann Gummibandleben. Mal enger und mehr, mal weniger und distanzierter und irgendwann bleibt oder reißt es. Das "Du bist jetzt mein potenzieller Partner" ist sooooooo weit weg. Zumindest bei mir. Den Männern kam das öfter schneller in den Sinn.
Ich finde es als extrem unfair, wenn ein Mann mich sofort oder schon nach wenigen Dates in die Schublade "mögliche Partnerin" schiebt. Er weiß doch noch gar nichts von mir. Klar, ich hab ein fesselndes, gewinnendes Wesen, aber ich will trotzdem ernst und wahrgenommen werden als Mensch, nicht nur als Frau. Ich mag, wenn ich merke, dass da sehr wohl reflektiert wird und darüber nachgedacht. Nicht nur "Hurra de Gams!"

Ich glaube, Männern kann es da ganz ähnlich gehen.

@WolkeVier gratuliere, wenn es so verlief bisher. Wie lange es dann hielt, keine Ahnung. Trotzdem wurdest immer wieder zum Single. Die Zeit dazwischen drin war aber - hoffentlich - uneingeschränkt schön.

Das sehe ich als eines der Hauptprobleme beim online dating.
Man weiß so viel über den anderen und sortiert natürlich die vermeintlichen no gos aus. Immer mit dem Fokus mögliche Partnerschaft.
Wenn ich wen im RL kennen lerne, erfahre ich vieles erst viel später. Und ich behaupte, dass manche der vermeintlichen no gos sich durchaus in gos verwandeln können, weil andere Punkte so wichtig werden, dass sie überwiegen.
 
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Ariadne_CH

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  • #1.781
Vielen lieben Dank auch allen!
Ich schätz euer Mitgefühl, eure guten und hilfreichen Gedanken, euer kritisches Nachhaken und das alles sehr!!!!

Mir ist beim Lesen übrigens wieder das Lied in den Sinn gekommen, welches ich damals beim frisch Kennenlernen immer wieder gehört habe:
https://www.youtube.com/watch?v=8ax3HmHUK3I
Es passt auch sehr gut im Moment zu den Zweifeln und der Frage nach der Beziehung, die für immer halten soll.
Oh, und ich hoffe ihr versteht es. :oops: Sonst schreibe ich euch auch eine Übersetzung. ;):D


Man sollte schon ziemlich unbedingt wollen und das Vertrauen in sich selbst haben, daß es funktioniert. Und das Vertrauen geht Hand in Hand mit dem unbedingt Wollen.
Ja, das sehe ich auch so, dass man es wirklich wollen muss. Gehört für mich auch zum "Commitment" mit dazu. Ich denke aber auch, dass dieses wirkliche wollen erst kommt, wenn man den anderen eine Weile kennt, so dass man irgendwann merkt, ich möchte wirklich genau den Menschen und keinen anderen. Da bekommen dann auch die "Nogos" möglicherweise ein geringeres Gewicht.
Das Vertrauen in mich selbst, habe ich grösstenteils. Das Vertrauen in meine Beziehungsfähigkeit steht dagegen auf eher wackligen Beinen. :oops:

@Ariadne_CH liest sich doch gut, allerdings denke ich schon, dass man sich mit dem Anspruch auf Unverbrüchlichkeit schon ziemlich selbst im Weg stehen kann.
Ja, da gebe ich dir absolut Recht. Und trotzdem wünscht sich das doch jeder. Und wenn man vermeintlich durch das richtige "Vorsortieren" (schrecklicher Ausdruck in dem Zusammenhang ich weiss o_O) das zu vermeiden können glaubt, kommt man vielleicht auf solche Ideen wie er und ich. Vielleicht sollte man die Partnerschaft bis ans Lebensende eher als Wunsch denn als Anspruch verstehen. Und es muss einem auch bewusst sein, was die Kehrseite der Medaille ist. Nämlich auch die Zeiten auszuhalten, in denen gar nichts gut läuft, denn die wird es mit Sicherheit geben.

@Ariadne_CH , "darüber reden" zu können ist mehr als viele andere in der Lage sind - weitermachen ! :D
Zu Befehl. :D
Ich habe ihm ja gestern gesagt, dass er sich mal Gedanken machen soll, was seine Gedanken, Wünsche, Zweifel und so weiter sind. Ich denke nicht, dass er das als Druck empfindet, hoffe ich zumindest. Ich habe ihm gesagt, dass egal was bei seinen Überlegungen herauskommt, wir darüber werden reden können und dass es gut sein wird - so oder so.
Ich nehme mir jetzt mal Zeit für mich und warte ab. Ich für mich könnte sowieso erst mit der Zeit und im Zusammenspiel mit ihm sagen, ob es passt oder nicht.

Wir würdest du agieren, wenn der/die andere sich in dich verliebt hätte, wirklich SEHR an dir hängen würde und ständig versucht, die vorhandenen spürbaren und gravierenden Unterschiede auszublenden bzw. zu ignorieren?
Ich würde ihn direkt darauf ansprechen und hartnäckig bleiben. Wenn er sie weiterhin herunterspielt und sich nicht damit auseinandersetzen möchte, würde ich ihm sagen, dass das für mich nicht geht. Ich finde man kann auch auf solche Gespräche bestehen. (Nicht aber auf den Zeitpunkt des Gesprächs.) Ausserdem gehe ich jetzt auch davon aus, dass der Andere sich das ja auch anhören möchte, wenn ich ihm wichtig bin.
Wenn man nicht mehr in sorgloser Jugend sich zusammenfindet und auch (beidseitig) Kinder im Spiel sind, ist sicherlich einiges mehr zu beachten.
Ja, das hast du sehr gut erfasst. Das war bei uns auch extrem schnell Thema, ich bin aber auch froh darum. Manchmal wäre ein wenig mehr Leichtigkeit natürlich schön, aber wir sind beide nicht mehr 20, jung und ungebunden. :p:D
Ich sehe im Online-Dating übrigens auch viele Vorteile, gerade weil man gewisse Dinge schon im Voraus viel eher besprechen kann. Vielleicht bin ich dafür auch zu wenig romantisch und zu sehr pragmatisch. Andererseits ist die Romantik zu Beginn nicht auch eine Illusion? Man passt doch nie so perfekt zusammen wie zu Beginn, denn schliesslich kennt man sich da noch nicht. ;)

Für mich hat Ankommen eine andere Bedeutung - eher ein "Zur Ruhe kommen" oder "nach hause kommen." Dieses Gefühl von Routine und Alltag, dieses "ich weiss jetzt schon was kommt" oder auch das hundertste Mal dass du dich über seine nicht verräumte Tasse ärgerst. :D Ich weiss nicht, ob es etwas mit Sicherheit zu tun hat, vielleicht auch, weil man "Teil der Herde" ist.;) Das habe ich mir allerdings auch in meinem Singleleben ein Stück weit so eingerichtet.

Das "Zuviel" wäre für mich Energie und Nerven. (Weniger Schmerz, damit kann ich ganz gut umgehen.) Ich habe im Moment einfach den Eindruck, dass das "seine Hausaufgaben" sind. Und ich denke, die könnte ich ihm auch nicht abnehmen, ich bin aber gerne bereit mit ihm darüber zu reden, nach dem er sich seine Gedanken gemacht hat. Ich denke auch, dass es gut für ihn ist sich seiner Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu werden, gerade weil er es oft anderen (auch mir) recht machen möchte.
 
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  • #1.782
(...) Ich habe ihm ja gestern gesagt, dass er sich mal Gedanken machen soll, was seine Gedanken, Wünsche, Zweifel und so weiter sind. Ich denke nicht, dass er das als Druck empfindet, hoffe ich zumindest. Ich habe ihm gesagt, dass egal was bei seinen Überlegungen herauskommt, wir darüber werden reden können und dass es gut sein wird - so oder so.
Ich nehme mir jetzt mal Zeit für mich und warte ab. Ich für mich könnte sowieso erst mit der Zeit und im Zusammenspiel mit ihm sagen, ob es passt oder nicht. (...)

Für mich hat Ankommen eine andere Bedeutung - eher ein "Zur Ruhe kommen" oder "nach hause kommen." Dieses Gefühl von Routine und Alltag, dieses "ich weiss jetzt schon was kommt" oder auch das hundertste Mal dass du dich über seine nicht verräumte Tasse ärgerst. :D Ich weiss nicht, ob es etwas mit Sicherheit zu tun hat, vielleicht auch, weil man "Teil der Herde" ist.;) Das habe ich mir allerdings auch in meinem Singleleben ein Stück weit so eingerichtet.

Das "Zuviel" wäre für mich Energie und Nerven. (Weniger Schmerz, damit kann ich ganz gut umgehen.) Ich habe im Moment einfach den Eindruck, dass das "seine Hausaufgaben" sind. Und ich denke, die könnte ich ihm auch nicht abnehmen, ich bin aber gerne bereit mit ihm darüber zu reden, nach dem er sich seine Gedanken gemacht hat. Ich denke auch, dass es gut für ihn ist sich seiner Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu werden, gerade weil er es oft anderen (auch mir) recht machen möchte.
Boah, bist Du gut drauf ! Du strotzt ja vor Kraft !!
icon_eek.gif


Das nennt man wohl "in sich selbst ruhen" ! ;)

Klingt super entspannt und souverän - ich wiederhole mich gerne : Weitermachen ! :D
 
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Sandbank

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  • #1.783
Vielleicht sollte man die Partnerschaft bis ans Lebensende eher als Wunsch denn als Anspruch verstehen.
ja, das glaube ich auch. Die Frage ist für mich eher, ist es jetzt (schon) der richtige Moment für einen solchen Wunsch. Und das war auch für mich das Wichtigste an @Hafensänger Beitrag, den Blick auf das zu richten, was euch jetzt in diesem Moment verbindet, nicht auf das, was euch irgendwann mal verbinden könnte....
....weil genau das die Zweifel nehmen kann, besser gesagt den Blick von den Zweifeln weg wieder auf deine Gefühle für ihn, auf die euch verbindende Nähe hinlenkt. (vielleicht auch für ihn ein helfender Gedanke)

Ich denke, wenn es am Beginn einer Beziehung stockt, einer von beiden 'stehen bleibt', ist es richtig, auch inne zu halten- miteinander- sich seiner selbst zu vergewissern ( wie ihr es macht)...und gleichzeitig dem Anderen behutsam und erwartungslos die 'Pause' in seine Hand zu legen'... mit dem offenen Blick auf das, was er für dich bedeutet, was ihn für dich so vertraut macht. Um ihm ein Stück deiner Nähe, deiner Gewissheit in diesem Moment zu geben...denn das ist es, was für mich die Vertrautheit in solchen Momenten ausmacht- sie beschützt und stärkt das, was ist - und sie kann wachsen lassen.. ohne dass es ein Ziel braucht.
 
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MaryCandice

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  • #1.784
Ein schöner Kompromiss, wo die Vorzüge eines Menschen den Ekel überstehen.
Welchen Ekel? Wenn ich meinen Kindern die Windeln wechselte, das war schlimm. ;)
Er schmeckt nicht nach Rauch. Er riecht selten rauchig. Das einzige, was mich 'stört' ist, dass seine Wohnung nach Rauch riecht und meine Kleidung und Haare das annehmen. Aber das macht Dusche und Waschmaschine wieder gut. Bei mir gibt es Rauchen nur im Garten und da reduziert er sich selbst beim Rauchen.
Ich weiß nicht, was manche an Rauchern ekelig finden. Entweder pflegt er sich so gut oder die anderen zu wenig. Er nimmt nach der Zigarette sofort Kaugummi, muss sich beruflich mehrmals täglich duschen und somit umziehen. Trotzdem hat er zwei Päckchen an einem Tag.
Er meint immer, mir macht das nur deshalb nichts, weil ich ihn liebe.:rolleyes:
Das Vertrauen in meine Beziehungsfähigkeit steht dagegen auf eher wackligen Beinen.
Warum? Ich denke, die hast du 100%ig. Wenn es passt, dann passt's.
Ich denke auch, dass es gut für ihn ist sich seiner Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu werden
Männer wollen das aber für gewöhnlich nicht von der von ihm Erwählten hören.
 
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Sandbank

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  • #1.785
@Ariadne_CH
und btw: Einen Mann, der dich fragt, wie es dir geht mit einem Problem, wie du dich damit fühlst, den trifft man nicht so oft in seinem Leben- auch meine Erfahrung bisher. :) Jedoch, man trifft eben auch nicht so oft einen Menschen, der die Zweifel des Anderen, auch die "Last" für ihn ein Stück weit mittragen kann, helfen kann, die Last in Vertrauen, in Zuversicht zu wandeln. Ich habe das Gefühl, da ist 'noch ein bißchen mehr' für dich möglich als nur bei dir zu bleiben und ihn „seine Hausaufgaben machen zu lassen“, wirklich.
 
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Tone

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  • #1.786
Welchen Ekel? [...] Das einzige, was mich 'stört' ist, dass seine Wohnung nach Rauch riecht und meine Kleidung und Haare das annehmen.
Ekelhaft wenn die Kleidung und Haare den kalten Rauchgestank annehmen, von Geruch kann da wirklich keine Rede sein :eek:. Wenn dich das nicht ekelt und du nicht passiv rauchend deinen Körper schädigst, ist's noch besser für eure Beziehung. :)
 
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  • #1.789
Sind ja nur 16 pro Tag die dadurch den Löffel abgeben o_O
(in Deutschland)
Über sechs Prozent aller Todesfälle in Deutschland seien laut einer Lancet-Veröffentlichung der Umweltverschmutzung zurechenbar. Rauchen wird in der Studie auch als Umweltbelastung geführt.
Offenbar von solchen die Bedürfnis mit Bedürftigkeit verwechseln
 
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MaryCandice

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  • #1.793
Oh Gott, zieht ihr über Raucher und Alkoholiker und sonst was her, aber bitte ohne mich.
 
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  • #1.795
Offenbar von solchen die Bedürfnis mit Bedürftigkeit verwechseln

Meinst du? ... Mir deuchte es eher anders rum. Im Kontext: passt es dem Herrn nicht, wenn Frau die Bedürfnisse kennt ... das erschließt sich mir gar nicht. Anders: "die von ihm Erwählte" ... wo sind wir? Im alten Testament? ... Wenn das Bedürfnis danach vorhanden ist, sich als "Erwählte" zu betrachten, liegt die Bedürftigkeit nicht beim Mann .... Aber Moment: beim zweiten Mal nachdenken, würde deine Behauptung stimmen, nur eben von der anderen Seite ...
 
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HrMahlzahn

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  • #1.798
Rauchst du eigentlich auch immer hinterher?
Keine Ahnung, ich hab noch nie nachgeschaut.:D:p
 
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Sandbank

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  • #1.799
Ich meine Männer die von ihrer Partnerin nicht hören wollen, sie sollen ihre eigenen Bedürfnisse achten und weniger allen alles recht machen wollen
hm, offengestanden, würde ich meinem Partner nicht sagen, er solle auf seine Bedürfnisse achten...oder auch: ich denke, xy ist gut für dich... das klingt für mich nicht nach Augenhöhe, auch wenn die Botschaft als Hinweis richtig sein mag. So hatte ich @MaryCandice's Beitrag verstanden.
 
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  • #1.800
hm, offengestanden, würde ich meinem Partner nicht sagen, er solle auf seine Bedürfnisse achten... das klingt für mich nicht nach Augenhöhe, auch wenn die Botschaft als Hinweis richtig sein mag. So hatte ich @MaryCandice's Beitrag verstanden.
Ich auch, eben so dass es wie ein Fingerzeig auf eine Bedürftigkeit missverstanden werden kann. Für mich hat so eine Botschaft nichts mit einer Verlagerung der Augenhöhe zu tun, im Gegenteil, diese Ehrlichkeit ist wertvoll auch wenn sie nicht gefallen mag.